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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Der Gemeinderat hat getagt (v.l.): Martha Innerhofer Frank, Christian Schwarz, Brigitta Stecher Frank, Heiko Hauser, Gemeindesekretär Christian Messner, Bürgermeister Peter Paul Trafoier und Vizebürgermeister Andreas Hauser.

Der Traum vom Eigenheim wird wahr Die erste Gemeinderatssitzung dieses Jahres in Schluderns war bis auf Punkt 12 der Tagesordnung eine beinahe „gmahnte Wies“. SCHLUDERNS - Der Sitzung vor-

ausgegangen war nämlich eine intensive Klausursitzung des Gemeinderates eine Woche zuvor, so dass etliche Punkte nur mehr einer Abstimmung bedurften. Um die endgültige Genehmigung des Durchführungsplans Wohnbauzone C1 – Erweiterungszone „Schweizerhof“ ging es bei Punkt 12 der Tagesordnung. An der Osteinfahrt von Schluderns sollen laut Plan neun Einfamilienhäuser entstehen, wobei 80 Prozent (7 Häuser) für den geförderten und 20 Prozent (2 Häuser) für den freien Wohnbau vorgesehen sind, wie Gemeindesekretär Christian Messner erklärte. Der beauftragte Architekt Martin Stecher aus Prad habe mehrere Vorschläge mit verschiedenen Varianten gemacht, aus diesen wurde das geeignetste Projekt gewählt, so Bürgermeister Peter

Mitnond erinnerte an die Aufgabe der Gemeindeverwaltung, auch an die weitere Zukunft zu denken; er sehe das Ensemble des Schweizerhofes durch die Errichtung der Häuser ungünstig verplant. Dass mit Grund sparsam umgegangen werden soll, war mehrfach aus dem Rat zu hören. Die Nachfrage sei gut, bestätigte der Bürgermeister, und die Interessierten würden sich ein Heim mit Garten wünschen. Dem Grunderwerb und der Planung stünde noch in diesem Jahr nichts im Wege, die Erschließung und der Baubeginn wären für 2020 Im Rendering sind die sieben Häuser für den geförderten Wohnbau gedacht, so Trafoier. Auf sonstige und die zwei freien gut sichtbar. Projekte angesprochen, betonte Bürgermeister Trafoier mehrmals, Paul Trafoier. Die Häuser würden gen sollen die Wohngebäude eine dass die Gemeinde sparen müsse, laut Plan gegen Südwesten ausge- Wohnfläche von 110 Quadratme- denn die Neuerrichtung des Alrichtet sein, einen kleinen Garten tern aufweisen, zweigeschossig sein tersheimes habe Priorität. „Aber und nordseitig eine Garage haben. und einheitliche Satteldächer ha- Kletterturm und Musikprobelokal Laut Durchführungsbestimmun- ben. Armin Bernhard von der Liste behalten wir im Hinterkopf“. INGE

LESERBRIEFE

Zivilcourage

fenen zu helfen. Oft wird das Geschehen auf Handy aufgeMan hört immer wieder in den nommen, anstatt zu helfen. Medien von jungen Leuten, aber Deshalb, hier ein gutes Beispiel auch erwachsenen Personen, die wie es auch anders sein kann: bei einer Notsituation nur gaffen, Am Montagnachmittag im Vinnicht eingreifen und dabei sogar schgerzug, der Richtung Mals weitergehen ohne den Betrof- unterwegs war, wurde einem äl-

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DER VINSCHGER 03/19

teren Herren schlecht. Er musste sich übergeben und war auch nicht mehr ansprechbar. Drei Schülerinnen aus Schlanders, die in Meran zur Schule gehen, überlegten nicht lange. Als sich der Zug vom Bahnhof Latsch wieder in Bewegung setzte, zogen sie die

Notbremse und alarmierten den Rettungsdienst. Vielleicht ist das ein Ansporn, auch für andere, nicht wegzuschauen sondern zu helfen. Vielleicht konnte damit ein Leben gerettet werden. NAME DER REDAKTION BEKANNT