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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Die gesamte Schulgemeinschaft des OSZ Schlanders nahm an der Auftaktveranstaltung des Projekts „Wir bewegen nachhaltig“ teil.

Für die Auftaktveranstaltung hatte eine Schülergruppe eine Plastik-Couch angefertigt; im Bild (vorne v.l.): Heidemaria Pohl, Maggy Gschnitzer, Simone Tarneller (terra institute) und Theodora Kuntner; (hintere Reihe v.l.): Verena Rinner, Simone Kaaserer, Lisa Ortner und Helga Karner.

„Wir bewegen nachhaltig“ OSZ Schlanders setzt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. SCHLANDERS - „Wir bewegen nachhaltig“ heißt das Motto eines breit angelegten Projektes des Oberschulzentrums Schlanders zum Thema Nachhaltigkeit. Alle 4 Fachschulen sind involviert: Realgymnasium, Sprachengymnasium, Wirtschaftliche Fachoberschule und Technologische Fachoberschule. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung am 21. November im Kulturhaus in Schlanders stand ein Vortrag mit der Südtiroler Umweltaktivistin Magdalena (Maggy) Gschnitzer. Vor über 500 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen zeigte Maggy mit eindrucksvollen Fotos und Videoeinspielungen auf, welche drastischen Folgen die Verschmutzung der Meere für die Menschen, die Tiere und die Natur insgesamt hat. Maggy Gschnitzer setzt das, von

dem ist überzeugt ist, auch in die Tat um. So war sie etwa aktiv am Kampf der internationalen Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd“ gegen den Grindwalfang auf den Färöer-Inseln beteiligt und wurde dabei auch verhaftet. Auch bei Aktionen gegen japanische Walfänger mischte sie aktiv mit. Wenn das Töten von Tieren mit dem Hinweis begründet wird, dass das eben Tradition sei, argumentiert die Veganerin so: „Etwas Tradition zu nennen, macht es noch lange nicht richtig.“ Auch auf die enormen Mengen an Plastikmüll, die zum Großteil über die Flüsse in die Meere gelangen, wies Maggy hin, sowie auf weitere Umweltvergehen. Resigniert gibt sie sich trotz allem nicht. Im Gegenteil: „Es gibt auch viele positive Ansätze und Aktionen weltweit, um die Menschen auf-

zuklären und zu einer Verhaltensänderung zu bringen.“ Sehr vieles hänge mit dem Konsumverhalten der Menschen zusammen: „Und genau hier kann auch jeder von uns jederzeit etwas tun, indem er zum Beispiel auf Plastik verzichtet oder Produkte aus dem fairen Handel kauft.“ Derzeit arbeitet Maggy an einem Dokumentarfilm („Auch du kannst die Welt verändern“), mit dem sie anhand positiver Beispiele aus aller Welt aufzeigen will, dass Veränderungen möglich sind. Sie sei voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Erde. Hoffnung sei etwas Wichtiges, „aber zu hoffen ist nicht genug, wir müssen handeln, wir müssen für den Frieden eintreten, wir müssen laut für die Fairness aufschreien und wir müssen Krieger für diejenigen sein, die nicht für sich selbst sprechen kön-

nen.“ Dem Thema Nachhaltigkeit wird sich das OSZ Schlanders nun während des gesamten Schuljahres und darüber hinaus befassen. Es wurde bereits vor einiger Zeit die „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen, in der 20 Schüler/ innen und Lehrpersonen mitarbeiten. Die Projektkoordinatorin Simone Tarneller (terra institute) stellte die Guppe, das Projekt und die geplanten Aktivitäten an den 4 Fachschulen vor. Vorgesehen sind u.a. die Einführung der Mülltrennung an den Schulen, ein Tag der Umwelt, ein plastikfreier Tag und viele weitere Tätigkeiten. Ziel ist es u.a., das OSZ mit dem Thema Nachhaltigkeit in Bewegung zu bringen, Themen rund um den Umweltschutz zu vertiefen und auch konkrete Maßnahmen zu setzen. SEPP

jedoch erst aus dem Jahr 1191. Die Besitzer des Schlosses wechselten sich ab. Eigentümer waren u.a. die Prinzbischöfe von Trient, die Grafen von Görz-Tirol und die Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 1905, Bertha von Suttner. 1992 wurde das Schloss Eigentum der Autonomen Provinz Trient. In Ossana und im gesamten Val

di Sole gibt es noch viele Spuren der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. 1914 gehörte das Trentino noch zu Österreich-Ungarn und die Berge im Val di Sole stellten die Grenze zu Italien dar. Am Nachmittag besuchte die Gruppe aus dem Vinschgau noch eine Pilze-Ausstellung, bevor man die RED Heimreise antrat.

Ausflug nach Ossana VINSCHGAU/VAL DI SOLE - Die Ortschaft Ossana in der Val di Sole (Sulzberg) im Trentino war kürzlich das Ziel eines Ausfluges, den Andreas Dissertori organisiert hatte und an dem sich fast ein Dutzend Personen aus dem Vinschgau beteiligt hat. Nach der Ankunft in Ossana wurde zunächst die Landwirtschaftsmesse besucht. Auch eine Viehausstellung wurde besichtigt. Es war vorwiegend Braunvieh zu sehen. In einer eigenen Halle konnten außerdem

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Kaninchen verschiedenster Rassen bewundert werden. Zu den Höhepunkten gehörte sodann der Besuch der mittelalterlichen Burg San Michele. Das „Castel San Michele“ war oft Streitpunkt zwischen dem Grafen von Tirol und dem Bischof von Trient. Die Burg liegt auf einem Felsvorsprung oberhalb von Ossana und entlang der Handelsstraße des Tonale-Passes. Es wird vermutet, dass die Anlage aus der Zeit der Langobarden stammt, erste schriftliche Zeugnisse stammen