Gesundheit im Fokus

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Feierliche Banddurchschneidung mit politischen Vertretern und Ehrengästen.

Freuen sich über eine gelungene Eröffnung (v.l.): Julian Kaufmann, Thomas Ortler, Alfred Ortler, Andreas Ortler, Roman Stecher und Gert Ortler.

Landwirtschaftliches Aushängeschild Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft in Prad wurde neu eröffnet und gesegnet. PRAD - „Jetzt haben wir es geschafft. Für viele mag dies nur ein einfacher Satz sein, für uns hat diese Phrase eine ganz besondere Bedeutung“, freute sich Filialleiter Andreas Ortler kürzlich bei der Neueröffnungsfeier der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft in Prad. In der vergangenen Zeit wurde das Geschäft in Prad umgebaut, erweitert und modernisiert. Dennoch hatte man stets geöffnet und war für die Kunden da. „Es war eine intensive, eine stressige Zeit. Ein großer Dank geht an die vielen fleißigen Hände, die mithalfen, und natürlich an die Kunden, die geduldig mit uns waren“, blickte Ortler zurück. Mit dem Umbau habe man sich noch besser den Bedürfnissen der lokalen Landwirte und Gartenliebhaber angepasst.

Durften bei der Eröffnung nicht fehlen (v.l.): BM Karl Bernhart, LR Arnold Schuler, Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler, Andreas Ortler und der Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, Reinhard Fuchs.

lichen Hauptgenossenschaft in Südtirol und im Trentino. Die Filiale in Prad sei mit nun 3.000 Quadratmetern, darunter 600 Quadratmetern Verkaufsfläche, ein Aushängeschild. Die Bauleitung hatte der langjährige Mitarbeiter der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, Geometer Andrea Ambrosini, inne. Mit dem Umbau wurden unter anderem Den Bedürfnissen angepasst größere Verkaufsflächen für den Seit mittlerweile drei Genera- Agrar- und Gartenmarktbereich tionen führt die Familie Ortler geschaffen. Die Kunden können den Betrieb, der Verkaufspunkt in nun auch aus einem umfangreiPrad eröffnete im Jahre 1966. 1997 cheren Warensortiment wählen, fanden erstmals Umbauarbeiten wie Ortler betonte. statt. „Es gilt, immer wieder in die Entwicklung zu investieren“, Wichtig für Dorfgemeinschaft betonte Bauerbund-Obmann Leo Tiefenthaler, der als Präsi„Neben den fleißigen Bauern dent der Landwirtschaftlichen brauchen wir im Land auch solHauptgenossenschaften fungiert. che dezentralen DienstleistunTiefenthaler nannte auch eini- gen, wie die Landwirtschaftlige Zahlen. Insgesamt gibt es 31 che Hauptgenossenschaft mit Zweigstellen der Landwirtschaft- ihren Zweigstellen, sowie gute

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Infrastrukturen“, sagte Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler. In Südtirol gebe es einen funktionierenden ländlichen Raum, im Gegensatz zu anderen Regionen. Man sei gut gerüstet, vom Tal bis hin zu den Bergbauernhöfen. „Dank der Landwirtschaft dürfen wir uns über ein funktionierendes Ökosystem freuen“, so Schuler. Tiefenthaler wusste zu ergänzen: „Es wird oft über die Politik geschimpft, aber an dieser Stelle muss man auch sagen, dass sich in Sachen Landwirtschaft und Infrastrukturen viel getan hat und viel tut.“ Der Prader Bürgermeister Karl Bernhart betonte, dass die Zweigstelle in Prad nicht nur von Landwirten geschätzt werde, sondern von der ganzen Bevölkerung. „Wir reden immer von Höhepunkten an der Stilfser- Joch-Straße, das hier ist so ein Höhepunkt“, betonte Bernhart. Es sei wichtig für die ganze Dorfgemeinschaft,

Die Verkaufsflächen wurden erweitert.

dass es solche Infrastrukturen gebe. Dem pflichtete auch Pfarrer Florian Öttl bei, der sich selbst als Stammkunde outete. „Ich bin selbst ein Bergbauernbub und habe heute noch Spaß an der landwirtschaftlichen Arbeit. Wir leben in einem gesegneten Land, die Liebe in Grund und Boden muss hier vorhanden sein“, erklärte Pfarrer Öttl und segnete die Räume. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Tschengls. Die Prader Bäuerinnen um Ortsbäuerin Marlene Veith halfen nicht nur bei der Banddurchschneidung mit, sondern kümmerten sich auch um Speis und Trank. Die Freiwillige Feuerwehr von Prad regelte den Verkehr bei den Parkplätzen. MICHAEL ANDRES