Quantensprung im Oberland

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Gelungenes Fest für die Heimbewohner

Danke an „Zivi“

NATURNS - Es ist schon Tradition, dass der Freizeitfischerclub Seeforelle Naturns die Heimbewohner des Seniorenwohnheims St. Zeno in Naturns Ende September zu einem gemütlichen und geselligen Tag in seine Clubanlage an die Hilbstraße in Naturns einlädt. Bei traumhaftem Wetter machten sich auch heuer gar einige Bewohner in Begleitung von freiwilligen Mitarbeitern zu Fuß oder im Rollstuhl auf den Weg in Richtung Fischerteich. Die restlichen wurden vom Weißen Kreuz (Sektion Naturns) mit einem speziellen Einsatzfahrzeug für den Transport von Rollstühlen transportiert. Der Präsident Fer-

SULDEN - Das Weiße Kreuz Sulden nahm Mitte September bei einem gemütlichen Abendessen Abschied von Elischa Pinggera, dem Zivildiener des Jahres 2017/2018. Im Beisein der Angestellten der Sektion Sulden überreichten ihm Sektionsleiter Franz Heinisch und Dienstleiter Fabian Paulmichl als kleine Erinnerung eine Urkunde mit der Aufschrift „Bester Zivi, den wir je hatten“. Elischa verrichtete seinen Dienst stets gewissenhaft und wurde sowohl im Krankentransport als auch im Rettungsdienst eingesetzt. Die Sektion Sulden bedankt sich für die geleistete Arbeit und wünscht Elischa alles Gute für seinen weiteren Lebensweg. RED

dinand Kobler und sein Vorstand konnten 20 Bewohner/innen, 8 Betreuer/innen, die Präsidentin Claudia Seeber und die örtliche Gemeindereferentin Christa Klotz in der wunderschönen Anlage begrüßen. Während der Präsident und sein Team ein köstliches Fischgericht mit Beilage und Fleisch-Gerichte vorbereiteten, konnten die Besucher bei strahlendem Sonnenschein die Anlage genießen. Gregor sorgte mit seiner Steirischen Harmonika für flotte Musik. Auch ein Tänzchen in Ehren ließ sich der Heimbewohner Karl Platzgummer mit einer der Betreuerinnen nicht entgehen. Nach einem vor-

züglichen Essen auf der Terrasse und im Clubheim gab es viel untereinander zu erzählen und auch das eine und andere Karterle durfte nicht fehlen. Das Ziel, den Bewohnern ein paar nette und unbeschwerte Stunden zu bescheren, hat der Club wiederum voll erreicht. Claudia Seeber und Christa Klotz bedankten sich beim Präsidenten des Freizeitfischerclubs mit seinem Team und dem Weißen Kreuz (Sektion Naturns) für den wunderschönen Nachmittag. HANSJÖRG PRANTL (SCHRIFTFÜHRER DES FREIZEITFISCHERCLUBS SEEFORELLE NATURNS)

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (11)

Ein Bild sagt mehr als dreizehn Worte Der Wahlkampf war bisher größtenteils wenig spritzig. Manch einer beklagte schon gähnende Langeweile. Wäre das grenzwertige Plakat von CasaPound nicht gewesen, hätte es gar keinen Aufreger gegeben, der es on- wie offline zu etwas größerer Medienpräsenz gebracht hat. Im Vergleich dazu bot der letzte Wahlkampf einiges, das auch gut zur politischen Fernsehserie „House of Cards“ gepasst hätte. Dazu brauchte es weder mehrere Parteien oder Politiker und schon gar nicht viele Worte. Um genau zu sein, genügten dreizehn Wörter und dreizehn Ausrufezeichen: Sprachen! Südtirol! Kult! Europa! Tradition! Natur! Mut! Zusammenhalt! Moderne! Aktiv! Offenheit! Weitblick! Menschen! Sie wurden über 28 durchaus ansprechende Bilder gelegt und bildeten das inhaltliche Destillat eines politischen Programms, auf Hochglanzpapier gebannt und vier Mal gefaltet. Auf allen Fotos war dieselbe Person in verschiedenen natürlichen und gestellten Posen zu sehen: Marie Måwe. Die Nordschwedin, die sich heute als „Schauspielerin, [...] erfahrene Rock-/Country-Sängerin, Tauchlehrerin und ehemalige LKW-Monteurin“ beschreibt, kandidierte 2013 als Quereinsteigerin für die SVP. Damit sorgte sie für eine Menge Unruhe und – da man genug von Ausrufezeichen hatte – auch für eine Menge Fragen. Hat man von politischer Seite in Rom interveniert, damit sie gerade noch rechtzeitig vor den Wahlen die italienische Staatsbürgerschaft erhält? Wer hat ihre 23.000 Euro teure Wahlwerbung finanziert, wenn sie doch gestand, kaum Geld dafür ausgeben zu können? Wer kam auf die Idee, die Frau auf ihr Äußeres zu reduzieren und als Pin-Up-Girl vor den Parteiwagen zu spannen? War es Zufall, dass man ihr Poster an alle italienischsprachigen Männer unter 35 Jahren verschickte? Bei all dem blieb das eigentlich Interessante vollkommen im Hintergrund: Wofür stand die Frau? Welche Ideen hatte sie? Mit 6.680 Vorzugsstimmen bekam sie schlussendlich fünf Mal so viele wie Paul Köllensperger. Aber mit ihm wird es heuer doch noch spannend – auch ohne Poster. Z

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DER VINSCHGER 35/18