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Marmor: Wende im Transport-Streit? Transport mittels Seilbahn vom Göflaner Bruch nach Schlanders. Jede Lösung habe ihre Vorteile. „Null Lkws im Nationalpark wäre meine favorisierte Lösung“, so Pohl. „Aus Umweltgründen wird der Transport per Lkw in Frage gestellt, da wäre die Seilbahn doch die perfekte Lösung“, so der 83-jährige Kastelbeller. In jedem Fall sei die Göflaner Marmor GmbH sehr an einer „Streitniederlegung“ interessiert. Pohl: „Alle Kräfte müssen nach vorne gerichtet sein. Es gilt, in Zukunft die weltweite Bekanntheit des Marmors aus dem Vinschgau weiter auszubauen. Es ist uns eine Freude, dass unser Marmor in den exklusivsten Projekten der Welt eingesetzt wird.“ Das Gebot der Stunde sei es also, „Probleme auf politischer und sachlicher Ebene zu lösen, Emotionen außen Burkhard Pohl vor zu lassen und die Basis für Foto: Günther Schöpf

GÖFLAN/LAAS - Der Staatsrat hat Ende September in letzter Instanz den Antrag der Lasa Marmo gegen die vorangegangene Verordnung zu Gunsten der Göflaner Marmor GmbH abgewiesen. Diese Verordnung vom 16. Juli 2018 schreibt vor, dass das von der Lasa Marmo eingeklagte Transport-Ende auf Göflaner Seite bis auf weiteres der Vergangenheit angehört. Die Göflaner Marmor GmbH bewertet das jetzige Gerichtsurteil als wichtigen Teilerfolg für den Familienbetrieb. Burkhard Pohl, Chef der Göflaner Marmor GmbH, ist sich sicher, „dass es noch in diesem Jahr eine definitive Lösung im Transport-Streit am Göflaner Berg geben wird.“ Er selbst sei offen für verschiedene Lösungen: Ob Transport mittels Elektro-, Gasoder Wasserstoff-Lkw, Transport mittels Euro-6-Lkw oder

eine gewinnbringende Zusammenarbeit der beiden Brüche zu schaffen.“ Tatsächlich gebe es keine Konkurrenzsituation im Vinschgau, „beide Brüche sind im Vergleich zu anderen Brüchen so klein, dass das Erfolgsrezept im Miteinander und nicht im Gegeneinander liegt.“ Wirkliche Großprojekte, bei denen höchste Qualität gefragt sei, könnten nur gemeinsam bedient werden und darauf sollte hingearbeitet werden. Das sei der nächste Schritt, „der nach einer definitiven Lösung des Transport-Problems im Jahr 2018 angegangen werden soll.“ RED

Herausforderung Integration SÜDTIROL/VINSCHGAU - In Südtirol leben derzeit rund 50.000 Ausländer/innen aus 135 Nationen, von denen ca. 1.400 als Asylbewerber/innen in etwa 30 Aufnahmeeinrichtungen wohnen. Nach den Herausforderungen der Erstaufnahme beginnt jedoch erst - wie bei allen Migranten - die

komplexe und langfristige Aufgabe der Integration in die heimische Kultur und Gesellschaft. Um diese Prozesse bestmöglich zu begleiten und zu fördern, braucht es engagierte, informierte und befähigte Bürger/innen sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Das sind die Ziele

des Lehrgangs „Integrationsbegleitung – Ressourcen für die Praxis.“ Der Lehrgang und die Einzelmodule finden von Oktober 2018 bis April 2019 statt. Auch eine Teilnahme als Tagesgast ist möglich. Das nächste Modul: „Kulturen verstehen – Interkulturelle Kommunikation“ mit Hanna

Schmalenbach (D). Auskünfte und Anmeldungen (auch zum gesamten Lehrgang): Zentrum Tau, Pillhofstraße 37 in Eppan (E-Mail: info@zentrum-tau.it; Tel. 0471 964178, www.zentrum-tau. RED it).

4 MASSNAHMEN

zur Stärkung der Mittelschicht

• Ein Dach über dem Kopf durch eine leistbare und gezielte Wohnbaupolitik verbunden mit der Möglichkeit der Eigentumsbildung • Bildungspolitik ist die beste Investition in die Zukunft unserer Jugend • Fester Boden unter den Füßen durch sichere und unbefristete Arbeitsplätze • Gesundheitsleistungen müssen für alle gleichermaßen zugänglich sein

Helmuth

Lösungsorientiert, fachlich kompetent, besonnen, aber hartnäckig.

RENZLER #DerLösungsorientierte

WAHLWERBUNG | AUFTRAGGEBER: HELMUTH RENZLER

DER VINSCHGER 35/18

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