Die Lebensqualität im Stadtl steigt

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Dem Gletscher auf den Zahn gefühlt Fotos: Hubert Wegmann

seitens des Landes gelingt, die Neuerungen innerhalb 2018 einzuführen, ist aufgrund der letzten Entwicklungen noch fraglich. Fußgänger- und Radwegbrücke Zuversichtlich sind Bernhart und Thoma hingegen, dass mit dem Bau einer neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die direkt vom Bahnhof Spondinig über die Etsch zum Radweg im Bereich der Fischerstube führen wird, noch heuer im Herbst begonnen werden kann. Für bessere Koordination Wie mehrfach berichtet, soll ab dem nächsten Jahr eine neue Gesellschaft operativ werden, an der das Land Südtirol und die Lombardei zu jeweils 50% beteiligt sind und die mit der Umsetzung der Projekte zur Aufwertung der Passstraße auf das Stilfserjoch und der gesamten Nationalparkregion beauftragt sein wird. Eine wichtige Aufgabe dieser neuen Gesellschaft sieht der Prader Bürgermeister in einer besseren Koordination der Veranstaltungen, die entlang der Passstraße bzw. auf dem Joch selbst stattfinden. „Gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung sollte unbedingt eine Sensibilisierungskampagne gestartet werden, damit an den Rändern der Straße weniger Müll weggeworfen wird“, so der Bürgermeister. Klar ist für Bernhart und Thoma, dass die Einnahmen, die Hand in Hand mit der Einhebung eines Tarifs als Eintrittsgebühr in den „Erlebnisraum Stilfserjoch“ zu erwarten sind, nicht abfließen dürfen, sondern vor Ort investiert werden sollen, auch in Form von Investitionen in verkehrsberuhigende SEPP Maßnahmen.

Beim Aufstieg zur Suldenspitze

Die Oberschülerinnen und Oberschüler zusammen mit den Begleiterinnen und Begleitern auf der Suldenspitze. SULDEN - Auch eine geführte Gletscherwanderung auf die Suldenspitze stand beim diesjährigen Glaziologiecamp im Nationalpark Stilfserjoch auf dem Programm. Insgesamt nahmen 22 naturinteressierte Oberschülerinnen und Oberschüler aus 7 italienisch- und 6 deutschsprachigen Oberschulen des Landes an dieser einzigartigen Initiative teil, die vom 11. bis zum 15. September stattgefunden hat und zum 8. Mal von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion und der „Area Pedagogica“ des Italienischen Bildungsressorts gemeinsam organisiert worden ist. Die Jugendlichen unternahmen Exkursionen, verfolgten Vorträge, erforschten selbstständig das Gletschervorfeld und bekamen dadurch - mit Unterstützung von Experten und Expertinnen - Einblick in das Ökosystem Hochgebirge. Neben der Geologie standen auch wissenschaftliches Arbeiten sowie das höchst aktuelle Thema Wolf und Bär in den Alpen im Mittelpunkt. Die Projektkoordinatorin Susanne Hellrigl von der Pädagogischen Abteilung freute sich über

das Interesse der Schülerinnen und Schüler: „Die fachlichen Anregungen aus den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen können den Maturanten und Maturantinnen Orientierung für ihre angehende Studien- oder Berufswahl bieten. In einer Zeit, in der wir für eine intakte Umwelt kämpfen müssen, ist es wichtig, dass die jungen Leute sensibilisiert werden für die Natur und deren komplexe Zusammenhänge.“ Christian Aspmair, Lehrer und Geologe, führte die Gruppe in die Gesteinswelt ein. Der Gletscherforscher Giuliano Bertagna erzählte von seinen Erfahrungen, die er bei Gletscherbohrungen auf Gletschern im Tibet gewonnen hat. Davide Righetti vom Amt für Jagd und Fischerei präsentierte die aktuellen Zahlen zur Verbreitung und zum Vorkommen der Großraubsäuger Wolf und Bär und vertiefte dabei auch die hochinteressanten biologischen und ökologischen Aspekte. In diesem Zusammenhang sprach er auch den Konflikt zwischen Mensch und Großraubsäugern hierzulande an. Die Schülerinnen und Schüler waren dazu angehalten,

sich aufgrund wissenschaftlicher Daten und sachlicher Informationen selbst eine Meinung zu dieser Thematik zu bilden. Christian Pentori, Förster des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch, hatte einige Tage vorher Fotofallen im Gebiet installiert, die dann gemeinsam ausgewertet wurden. Bär oder Wolf waren darauf zwar nicht zu sehen, dafür aber Rehe, Murmeltiere, Hirsch und Gämse. Die naturbegeisterten Jugendlichen, die in einem Berghotel untergebracht waren, fanden sich über ihre gemeinsamen Interessen als Gruppe gut zusammen und konnten in ungezwungener Atmosphäre auch ihre Kompetenzen in der jeweils anderen Landessprache anwenden. Am 9. Oktober werden sie bei den „Giornate delle scienze“ an der Eurac in Bozen die erarbeiteten Präsentationen zu den Themen des Camps vorstellen. LPA/SEPP

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