Hühner und Puten, Gänse und Enten

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„Jetzt sind wir an der Reihe“ Die Wartezeit für die FF Rabland hat ein Ende. Am 11. September wurde im Rat das Vorprojekt zum Bau eines neuen Gerätehauses genehmigt. „Vom Bergwirt zum Talwirt“

PARTSCHINS - Nach 45 Minuten schloss Bürgermeister Albert Gögele die Diskussion: „Wenn es keine Fragen mehr gibt, kommen wir zur Abstimmung.“ Mit nur einer Enthaltung wurde das Vorprojekt von Architekt Othmar Egger und Ingenieur Pius Abler zum Bau „der Feuerwehrkaserne Rabland“ mit geschätzten Kosten von 2,3 Millionen Euro genehmigt. Das Bauvorhaben auf der Grundparzelle 1847/1 der Katastralgemeinde Partschins wurde von Architekt Egger als „Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Planern, Feuerwehr und Arbeitsgruppe“ vorgestellt und erläutert. Bürgermeister Gögele bezeichnete in seiner Einführung den derzeitigen Standort als nicht mehr zeitgemäß. Vier Fahrzeuge müssten hintereinander abgestellt werden. Sanitäre Anlagen für beide Geschlechter fehlen. Eine Erweiterung am derzeitigen Standort sei in keiner Richtung möglich. Der Ortsaugenschein durch eine Kommission für Zivilschutz sei positiv verlaufen. Hingewiesen worden sei auf die Errichtung einer geeigneten Zufahrt und auf eine klare Abgrenzung zu Bewegungen von Fußgängern. Kommandant Walter Laimer, selbst Ratsmitglied, meinte: „Wir haben uns wirklich Gedanken gemacht und talauf talab Feuerwehrhallen besichtigt. Wir haben für die Feuerwehren Töll und Partschins verzichtet, weil deren Situation prekärer war. Zweimal hatten wir schon eine Zusage der Landesregierung, aber die Verfügbarkeit des Grundes als Voraussetzung war nicht gegeben. Wir verdienen uns eine neue Kaserne. Ich hoffe auf das Verständnis der Gemeinderäte.“ Es gab sofort Zustimmung von Matthias Fleischmann Tamara und Andreas Pobitzer (Freiheitliche): „Es ist Zeit gewormit Tochter Lena. den. Ohnehin ist es traurig, dass

„Ich bin jetzt vom Bergwirt zum Talwirt geworden“, scherzte Andreas Pobitzer bei der Eröffnung des erneuerten Pizzeria- und Restaurantbetriebs. Die Familie Pobitzer hatte früher bekanntlich die Schutzhütte Sesvenna geführt. An seiner Philosophie, möglichst regionale, saisonale und gesunde Produkte zu verwenden, hält Andreas Pobitzer fest. Bei den Pizzas gibt es zwei Teigsorten, „die gleich viel kosten“. Verwendet wird Grundmehl aus einer Mischung von 7 Getreidesorten sowie Emmer (Zweikorn), den der „Farber Friedl“ anbaut. Auch bei den Zutaten und anderen Gerichten achtet die Familie Pobitzer auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Als Fleischprodukte z.B. werden Laugenrind und Strohschwein der Metzgerei Gruber verwendet. Einig waren sich alle Besucher bei der Eröffnungsfeier darin, dass es der Familie Pobitzer gelungen ist, eine warme, behagliche und ansprechende Atmosphäre mit Stil in den Betrieb zu bringen. SEPP

Den politischen Willen ausgedrückt haben (v.l. im Uhrzeigersinn) Birgit Egger, Hartmann Nischler, Evelyn Weithaler, Dietmar Weithaler, Matthias Fleischmann, Christian Pföstl, Ulrich Schweitzer, Adolf Erlacher, Hannes Pföstl und Jochen Raffl.

es so lange gedauert hat.“ Auch Dietmar Weithaler (Süd-Tiroler Freiheit) war grundsätzlich für den Neubau und erkundigte sich nach der Verwendung des alten Gebäudes. Bürgermeister Gögele konnte sich eine Verlegung der öffentlichen Bibliothek vorstellen, die im Widum eingemietet ist. Auf Weithalers Frage, wie schwere Fahrzeuge die Baustelle erreichen, erklärte der Bürgermeister, dass vorgesehen sei, zuerst mit dem Bau der Turnhalle zu beginnen. Dafür müsse eine Zufahrt gebaut werden. Durch diese würden dann alle Baustellen - Turnhalle, Feuerwehrkaserne, Schule, Kindergarten und Kindertagesstätte – befahren. 15 der 16 anwesenden

Im 1963 erbauten Gerätehaus waren in den ersten Jahren eine Schulklasse und die Bibliothek untergebracht. Der Parkplatz im Bild ist zum Teil Privatbesitz.

Räte stimmten für das Vorprojekt. Weithaler enthielt sich der Stimme und erklärte auf Nachfrage: „Ich bin auf keinen Fall gegen den Neubau der Halle, der ist längst überfällig. Kritisch sehe ich die Frage der Zufahrt. Da ist noch vieles ungeklärt.“ Die Zustimmung der Opposition wurde von Mitgliedern der Mehrheitspartei SVP auch auf den massiven Auftritt der Feuerwehrmänner unter Vizekommandant Lukas Schnitzer zurückgeführt. GÜNTHER SCHÖPF

Dramatische Enge zwischen Tanklösch- und Rüstfahrzeug (rechts). DER VINSCHGER 31/18

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