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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Ein „Bierele“ als Gastgeschenk haben Valentin Grüner (links) und Michael Götsch, sein Stellvertreter, bekommen.

Der bayerische Schützenmeister Stefan Fersch, Schreiberin Milena Gamper, 2. Landesschützenmeister Markus Passler, August Tappeiner, Karl Josef Rainer und Valentin Grüner (v.l.) können es fast nicht glauben: Die Landesrätin hat einen 10-er geschossen.

August Tappeiner, Karl und Andrea Rainer und BM Karl Josef Rainer (v.l.) auf dem Balkon des Schützenhauses.

35 Jahre vorausgegangen SCHNALS - Die Sportschützengilde Schnals unter Oberschützenmeister Valentin Grüner hat das 66. Sommerschießen am „Bleistand“ Karl Rainer gewidmet. Er, der seit 35 Jahren mit der Schützenfahne aus dem Jahre 1896 den Sportschützen vorausgeht, der in Tracht, aber ohne Gurt eine Fahnenstange von 20 kg trägt, war immer da, wenn es um Feierlichkeiten ging, wenn eröffnet wurde oder wenn Sportschützenkameraden zu Grabe getragen wurden. Er habe auch Landeshauptmann Silvius Magnago

auf dessen letztem Weg begleitet, erwähnte Landesoberschützenmeister August Tappeiner und erzählte auch eine Episode dazu. Für Landesrätin Martha Stocker, die den Ehrenschutz des Kleinkaliber-Schießens übernommen hatte, war Fähnrich Rainer in seiner Tracht nicht nur ein malerisches Fotomotiv, sondern die Verkörperung jener besonderen Ausrichtung der Sportschützen zwischen Tradition und Sport. Die Eröffnungsfeier mit dem Aufstieg der Ehrengäste zum höchsten Schützenhaus Tirols, die mu-

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Renaissance Vokalmusik der und der Moderne

am Sonntag, 29. Juli 2018 um 17 Uhr | Tartscher Bühel Vokalensemble Stimmwerck Franz Vitzthum – Kontratenor Klaus Wenk – Tenor Gerhard Hölzle – Tenor Marcus Schmid – Bass-Bariton

Veranstalter: musica viva Vinschgau Eintritt: 12 €, ermäßigt für Jugendliche 7 €

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DER VINSCHGER 26/18

sikalische Umrahmung durch die Musikkapelle Schnals am schwindelerregenden Berghang, das Abspielen der Landeshymne und das Böllern auf dem Waldweg war ein bewegendes Schauspiel, das sich Sportschützenverteter aus Tirol und Bayern und sogar einige Landtagskandidatinnen und -kandidaten nicht entgehen ließen. Die Eröffnung erfolgte durch den 1. Schuss der Landesrätin, der prompt ins Schwarze ging. S

Landesoberschützenmeister August Tappeiner, Landesrätin Martha Stocker, Fähnrich Karl Rainer, Bürgermeister Karl Josef Rainer und Oberschützenmeister Valentin Grüner (v.l.) beim legendären Aufstieg zum Schießstand

Perspektiven der Zuversicht MARIENBERG - Die Marienberger Klausurgespräche erleben vom 28. bis zum 30. März 2019 ihre nunmehr 24. Auflage. Die Klausurgespräche 2019 wollen Optimisten, Pessimisten, und ganz besonders Realisten ansprechen. Zurückgezogen in die Stille und Geschichte des Klosters, aber mit offenem Blick auf die globalen Zeitläufe sollen gemeinsam Gründe der Hoffnung gesucht und Handlungsperspektiven aufgezeigt werden. Es geht unter dem Motto „Perspektiven der Zuversicht“ um Fragen wie: Was bedeutet es im Jahre 2019, vorauszuschauen und vorausschauend zu handeln? Gibt die Wissenschaft verlässliche Auskunft? Welche Instrumente hat die Politik noch? Geben die Konzerne in ihrer Fixierung auf Wachstum die Richtung vor? Es sollen Perspektiven der Zuversicht aufgezeigt werden, ohne übertriebenen individuellen Optimismus

und ohne kollektiven Pessimismus. Wie gelingt es, den grandiosen, doch ausgrenzenden Verheißungen der Populisten - „Wir zuerst!“, also auch „Wir retten uns zuerst!“ - überzeugend entgegen zu treten? Wie lässt sich andererseits unter dem Crescendo an apokalyptischen Szenarien und der damit verbundenen dramatischen Appelle Angststarre verhindern? Darüber soll mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft debattiert werden. Voranmeldungen für die Teilnahme an den Klausurgesprächen sind bereits möglich (Kuratorium Marienberger Klausurgespräche; Tel. 0471 971870; Email: marienberger-gespraeche@sbz.it). RED