Die Wertschätzung steigt

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Wenn Kinderaugen leuchten

Gruppenbild mit einigen Teilnehmern und den Vertretern der Organisationen MARTELL - Seit drei Jahren besteht in Martell eine Außenstelle des Eltern-Kind-Zentrums Naturns. In diesem Jahr war der Zivilschutztag einer der Höhepunkte. Die kleinen und großen Kinder hörten aufmerksam zu und bestaunten die verschiedenen Fahrzeuge. Ein Auto des Weißen Kreuzes der Sektion Schlanders, ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Martell und eines der Carabinieri von Martell standen auf dem Festgelände im Freizeitzentrum Trattla zur Besichtigung bereit. Dabei hatten alle die Möglichkeit ihre Fragen loszuwerden und verschiedene Dinge auszu-

probieren. Die Autos wurden mittag, Hebammensprechstunde, gründlich unter die Lupe genom- Trageberatung, Osterfrühstück, men und beim ein oder anderen Erste-Hilfe-Kurs und verschiewurden sogar die Sirenen ausprobiert. „Ziel der Veranstaltung war es den Kindern ein bisschen die Angst zu nehmen, da man diesen Fahrzeugen sonst meistens nur in ernsten Situationen begegnet“, erklärt Klaudia Thaler, Vorstandsmitglied des Elkis und betont: „Wir möchten uns herzlich bei den drei Organisationen für ihre Bereitschaft diesen Nachmittag zu gestalten bedanken.“ Im Laufe des Jahres wurde wieder ein buntes Programm geboten. Vom Kekse backen, Märchennach- Die Kinder hörten aufmerksam zu.

Es konnte einiges ausprobiert werden.

denen Vorträgen war viel im Angebot. Den Abschluss für dieses Arbeitsjahr bildet wieder Mitte Mai das Pflanzen des Jahrgangsbaumes. „Wir freuen uns, wenn die verschiedenen Angebote gut angenommen werden“, erklärt Heidi Gamper, Vorstandsmitglied des Elki Naturns-Martell und meint weiter: „Und wir freuen uns immer über Vorschläge und Anregungen der Eltern und Familien. Unser Ziel ist es die Angebote in die Nähe der Familien zu bringen, um es ihnen leichter zu machen RED diese zu besuchen“.

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (2)

Bezirksblattbeitrag in deutscher Sprache Wenn wir heute aus gefühlten tausend Fernsehsendern in allen Sprachen, die seit dem Turmbau zu Babel entstanden sind, auswählen können, dann erscheint das als Selbstverständlichkeit. In den 70er Jahren konnte man die TV-Stationen an einer Hand abzählen. So war 1978 der Start des ersten und damals einzigen deutschsprachigen Fernsehprivatsenders, Television Südtirol, eine Sensation. Ein ehrgeiziges Projekt mit Studios und Sender in Naturns und Siegfried Giuliani, mittlerweile TV-Legende, als Geschäftsführer, Redakteur und Sprecher in Personalunion. Gesendet wurde nur von 19 Uhr bis Mitternacht, in den warmen Monaten – sofern es nicht in die Zeit der Sommerpause (!) fiel – sogar noch zwei Stunden weniger. Dafür gab es untertags die Bildschirmzeitung, eine Art Teletext mit Lokal- und Weltnachrichten. Die Werbespots, durch die sich TVS finanzieren sollte, wurden meist selbst produziert; 7 Sekunden auf Sendung waren für günstige 50.000 Lire zu haben. Sportbeiträge und Übertragungen von Hockeyspielen gehörten zunächst zu den Stärken. Auch Filmklassiker wie „Fluss ohne Wiederkehr“ waren im Programm. Doch so enthusiastisch man an die Arbeit ging, so groß waren bald die finanziellen und technischen Schwierigkeiten, die Mitte der 80er Jahre zum Verkauf führten. Nachrichten waren irgendwann nur noch wie Radio mit Standbild, die Sommerpause wurde immer länger und die gezeigten Filme wurden, weil stets dieselben, nur noch als „Spielfilm in deutscher Sprache“ angekündigt. Mittwochs lief immer „Der Fischer vom Heiligensee“. So war zumindest Z einmal pro Woche ein Happy-End garantiert.

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