Was die Bauern bewegt

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gemeinsamen Lösung „alle Bauern mitzunehmen.“

gesetzliche Lösung sei aufrecht zu erhalten. Der Wolf werde nicht „importiert“, sondern komme von allein. Für Dorfmann sind alle Wölfe Problemwölfe. Locher meinte, „dass aus Rom und Brüssel nichts zu erwarten ist.“ Im Sarntal warten 108 Almen auf eine rasche Lösung. Und auch etwas populistisch wurde Locher: „…dann müssen wir halt ein paar Schuss kaufen.“ Hoffen auf Händedruck Mehrere Wortmeldungen bezogen sich auf den Pflanzenschutz und speziell auf die umstrittene Spritzmittel-Verordnung der Gemeinde Mals. Schuler und Tiefenthaler bedauerten, dass nun die Angelegenheit vor Gericht ausgetragen wird, „anstatt sich zusammenzusetzen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen“, zum Beispiel in Richtung Bio-Region

Obervinschgau. „Wir haben die Notwendigkeit, auf alles, was nicht sein muss, zu verzichten, längst erkannt“, so Tiefenthaler. Es gelte, „unabhängig vom Fall Mals noch mehr auf eine moderne Ausbringetechnik zu setzen und mit Hausverstand vorzugehen, ohne den Nachbar zu stören. Das ist das Gebot der Stunde im ganzen Land.“ In Mals sei der Bogen überspannt worden. Schuler hofft, dass es trotz aller bisherigen Divergenzen zu einer gemeinsamen Lösung kommt. Er habe sich mehrfach mit dem Malser Bürgermeister Ulrich Veith getroffen und glaube, „dass wir uns eines Tages wieder werden die Hand reichen können.“ Allerdings sei es jetzt, „wo die ganze Welt nach Mals schaut“, für Veith schwierig, „einen halben Schritt zurückzugehen und gemeinsam nach vorne zu schauen.“ Aus dem Publikum kam die Anregung, im Falle einer

schen“ können, mitunter auch auf Wanderwegen oder durch Privatgründe. „Das mit den Hängern ist tatsächlich ein Problem, das sich Wasser, Rente, Biken verschärft hat“, räumte Sagmeister Neben Wolf, Bär und Pflanzen- ein. Er verwies aber auch darauf, schutz brachten die Landwirte dass es im Vinschgau nur mehr noch viele weitere Themen aus Bike-Karten mit den offiziellen Tapet. So etwa den Wassernut- Routen gibt. Zum Tourismus insgezungsplan und andere Neuerungen samt bemerkte ein Diskussionsteilim Bereich Wasseruhren und Was- nehmer, „dass die Wertschätzung sernutzung insgesamt. Wie Rinner der Tourismusbranche der Landmitteilte, seien die sogenannten wirtschaft gegenüber zu gering ist.“ „Trockengebiete“, für welche eigene Maßnahmen vorgesehen werden, Mehr Rotwild-Abschüsse noch nicht ausgewiesen worden. Nicht im Regen stehen lassen werMit einer gewissen Genugtuung de der Bauernbund seine Mitglie- teilte Prugger mit, dass es gelungen der auch in Sachen elektronische sei, zusammen mit der Jägerschaft Rechnungslegung, die ab 2019 und der Forstbehörde einen Kongreifen soll. Zur Feststellung, dass sens dafür zu erzielen, die Abschusviele Bäuerinnen und Bauern mit squoten beim Rotwild von Laas abeiner miserablen Rente auskom- wärts um 20 und von Laas aufwärts men müssten, meinte Plangger, um 10 Prozent zu erhöhen. Damit dass in Rom diesbezüglich wenig soll vor allem im Untervinschgau zu erwarten sei, „weil schlicht und die zu hohe Rotwilddichte redueinfach kein Geld da ist.“ Plangger ziert werden. Nicht gefehlt haben plädiert für einen „solidarischen bei der über dreistündigen DiskusWeg im Land, um kleineren Berg- sion auch Themen und Anliegen, bauern, die Höfe mit bestimmten die nicht nur den Bauern, sondern Erschwernispunkten bewirtschaf- der gesamten Bevölkerung unter ten, bei der Rente etwas nachhelfen den Nägeln brennen. So etwa die zu können.“ Ein weiteres Thema Gesundheitsreform, die laut Plangwaren die Biker und die Fahrzeuge, ger „aufgezwungen wurde und mit denen die Bergräder immer total danebengegangen ist“, oder öfter und an immer mehr Orten die nicht mehr länger tragbaren in die Höhe transportiert werden, Zustände bei der SAD. SEPP damit die Biker dann zu Tal „pre-

Neues Rambach-Statut TAUFERS - Die Abtretung der Ram-

bach-Konzession seitens des privaten Konzessionsinhabers Johannes von Hepperger an die „Rambach Konsortial GmbH“ dürfte in Kürze über die Bühne gehen. Dies bestätigte der Glurnser Bürgermeister Luis Frank am vergangenen Donnerstag dem der Vinschger. Zum Übernahmepreis wollte er sich nicht äußern, „weil noch Restverhandlungen ausstehen“. Sicher sei, dass das Kraftwerk errichtet werde. An der „Rambach Konsortial GmbH“ sind die Gemeinden Taufers, Mals, Glurns und Schluderns beteiligt, die Fraktion Laatsch und die Energiegenossenschaft SEG. Dass auch Glurns mit ins Boot geholt werden soll, war schon vor einiger Zeit vereinbart worden. Der sich daraus ergebenden Abänderung des Gesellschaftsvertrages

sowie auch des Statutes der „Rambach Konsortial GmbH“ stimmte der Gemeinderat von Taufers am 24. April einhellig zu. Anteile neu festgelegt Gemäß dem neuen Vertrag und Statut ist Taufers nun mit 39% beteiligt, Mals mit 27, Laatsch mit 8, Schluderns mit 3, die SEG mit 3 und Glurns mit 20%. Als zwischenzeitliche Vertreterin der Gemeinde Taufers für den Verwaltungsrat der „Rambach Konsortial GmbH“, der schon vor einer Zeit zurückgetreten ist, wurde einstimmig die Bürgermeisterin Roselinde Gunsch Koch ernannt. Auch in der Gemeinde Mals hatte sich Bürgermeister Ulrich Veith bereit erklärt, bis zur Wahl des neuen Verwaltungsrates die Aufgabe als Gemeindevertreter

Bei der Ratssitzung am 24. April.

zu übernehmen. Wie Gunsch Koch informierte, sei man im Hinblick auf den Bau des Kraftwerks dabei, die Grundeigentümer zu kontaktieren, durch deren Grundstücke die Druckrohrleitung verlaufen soll. Mittlerweile geöffnet wurde in Rom wieder der Förderhahn im Zusammenhang mit der Produktion hydroelektrischer Energie.

brachte dem Gemeinderat ein Schreiben zur Kenntnis, in dem der Betrieb der Gemeinde die Metzgerei und das Haus in der St. Johann-Straße zum Kauf anbietet. Der Betrieb erwartet sich eine Antwort bis Ende Juni. Bezüglich des zweiten Bauloses der Sanierung der Hauptstraße in Taufers kündigte Gunsch Koch ein baldiges Koordinierungstreffen an. Einstimmig genehmigt hat der Gemeinderat Metzgerei schließt den Gemeindezivilschutzplan. ErWenig erfreut gab sich die Bür- stellt hatte ihn Ingenieur Christian germeisterin von der offensicht- Scherer, der dem Rat dieses „Hilfslich bevorstehenden Schließung mittel zur Bewältigung von Notfälder Metzgerei Mair. Gunsch Koch len“ ausführlich vorstellte. SEPP DER VINSCHGER 16/18

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