Latsch hat seine Bedeutung

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Neue Form des gemeinsamen Wohnens Haus für begleitetes und betreutes Wohnen vorgestellt. 12 Wohneinheiten. SCHLANDERS - Die Vorstellung des Hauses für begleitetes und betreutes Wohnen war vergangene Woche Gegenstand eines Vortragsabends im Bürgerheim von Schlanders. Die Einladung der Gemeindeverwaltung von Schlanders nutzten viele Interessierte, um sich über diese neue Form des gemeinsamen Wohnens zu informieren. Anwesend waren Gemeindereferentin Monika Wielander, Monika Wellenzohn, Präsidentin des Bürgerheimes, Bürgermeister Dieter Pinggera, Architekt Lukas Wielander und Hans Wielander. Einleitend fasste Brigitte Waldner, Direktorin des Amtes für Senioren und der Sozialsprengel, die verschiedensten Dienstleistungsangebote für pflegebedürftige Senioren zusammen. Falls diese jedoch noch einigermaßen autonom sind, die Pflegestufe 1 oder 2 haben und nur eine Begleitung oder zeitweilige Betreuung benötigen, so sei das neu entstandene Haus für begleitetes und betreutes Wohnen in Schlanders das ideale Angebot.

stehend und hilfsbedürftig sind, die ungünstige Wohnverhältnisse oder überforderte Angehörige haben bzw. in soziale Isolation zu geraten drohen. Die Gemeinde lege den Mietbeitrag fest, der die 309 Euro im Monat nicht überschreiten dürfe; den Tagessatz für die Betreuung und Begleitung bestimme das Bürgerheim als beauftragte Trägerkörperschaft. Für das begleitete Wohnen sei eine Bezugsperson erforderlich, die täglich bei den Senioren vorbeischaut, sie informiert, kleine Botengänge und Besorgungen erledigt und sie unterstützt. Das betreute Wohnen beinhalte auch eine Mahlzeit und Reinigung; Zusatzleistungen können zu festgelegten Tarifen zugekauft werden. Die Bezugsperson muss eine Fachkraft im sozialen Bereich sein; für einfache Dienste ist keine Spezialisierung erforderlich. 2,7 Millionen Euro

Bürgermeister Dieter Pinggera nannte die Baukosten von 2,7 Millionen Euro inklusiv Ankauf des Areals, wobei für die Gemeinde 1,6 Alltag gemeinsam bewältigen Millionen aus den Eigenmitteln an„Aktiv bleiben und Solidari- fallen, der Rest wird über Landestät zwischen den Mitbewohnern“, beiträge und dem Rotationsfond erklärte Brigitte Waldner den finanziert. Beim ehemaligen ObstAnwesenden das Konzept. Die magazin der Familie Wielander geSenioren sollten ihren Fähigkeiten genüber dem Lebensmittelgeschäft angemessene Tätigkeiten ausüben Rungg ist dieses Haus nach den Pläund mit Unterstützung der Gruppe nen von Architekt Lukas Wielander ihren Alltag bewältigen. Zielgruppe kürzlich fertiggestellt worden. Im seien über 65-jährige Personen mit Haus befinden sich 12 WohneinWohnsitz in Südtirol, die allein- heiten mit gemeinsamer Wohn-

Geri´s Schirmbar SCHLANDERS - Schneeräumen muss nicht langweilig sein. Vor allem nicht, wenn man eine gute Idee hat. Einen besonderen Einfall hatte kürzlich ein Schlanderser. Er hat aus dem weggeschaufelten Schnee kurzerhand eine Bar gebaut und die Nachbarn zu einem

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DER VINSCHGER 03/18

Gläschen eingeladen. Am Ende hatten alle eine Riesengaudi. Wer dabei war, wird „Geri´s Schirmbar“ nicht mehr vergessen. RED

12 Wohneinheiten mit gemeinsamer Wohnküche, Wohnstube und Terrasse befinden sich im kürzlich fertiggestellten Haus für begleitetes und betreutes Wohnen in Schlanders.

Gemeindereferentin Monika Wielander führt in den Vortragsabend ein; 1. Reihe (von rechts): Hans Wielander, Lukas Wielander, Dieter Pinggera, Monika Wellenzohn und Brigitte Waldner.

küche, Wohnstube und Terrasse. Ein Aufzug führt über alle fünf Geschosse. Architekt Lukas Wielander hat bewusst typische Vinschger Elemente in den Bau einfließen lassen und so die Wertschätzung den Senioren gegenüber umgesetzt. Monika Wellenzohn, Präsidentin des Bürgerheimes, nannte das Haus eine große Bereicherung für die Senioren der Gemeinde, in einer barrierefreien Wohnung leben zu dürfen, Hilfestellung zu erhalten und trotzdem seine Eigenständig-

keit bewahren zu können. Ein erster Schritt sei vorläufig nur das Angebot des begleiteten Wohnens. Das Bürgerheim biete die Möglichkeit der Nutzung der Seniorenmensa an. Vorerst sei jedoch viel Vorarbeit zu leisten. Der Übertragungsakt, die Kriterien und Einzelheiten, die Dienstleistungscharta und die Konzessionen sind gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung zu erstellen, INGE so die Präsidentin.