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unserWINTER

VINSCHGAU 2017/18

I.R.


© Schnalstaler Gletscherbahnen/Alex Filz

Liebe Leserinnen und Leser,

EDITORIAL

der Winter hat uns heuer bereits fest im Griff. Frau Holle sei Dank konnten sich Skigebiete über ergiebigen Schneefall in den Bergen mit reichlich Tiefschnee freuen sowie Freerider und Skitourengeher über erste Abfahrten im frischen Pulverschnee. Der erste Schneefall im Winter hat für mich immer wieder aufs Neue etwas Magisches. Der Schnee ist es, der die winterfahlen Farben in eine weiße Pracht verwandelt. Noch gerne erinnere ich mich an meine Kindheit zurück, an schneereiche Winter mit ausgiebigen Rodelpartien auf den Hängen in der Nachbarschaft, an den Duft heißer Schokolade nach dem Skikurs… Unendlich viele Erinnerungen

bringe ich mit der kalten Jahreszeit in Verbindung. Vielfältig sind außerdem die Möglichkeiten, den Winter im Vinschgau mit all seinen Facetten zu genießen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in diese winterlichen Möglichkeiten geben. Begegnet sind wir dabei einigen interessanten „Winter-Menschen“, die wir Ihnen in unserem Magazin unserWINTER vorstellen.

Anna Paulmichl und das der Vinschger-Team

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Vinschgau | Freiheit mit Rücksicht Reschen | Ab auf die Piste Laatsch | Palabirne im Brot Müstair | Kloster St. Johann

Vinschgau | Events Sulden| Ein Leben für den Skisport

Schnals | Stars am Schnalstaler Gletscher Naturns | Besonderes Fresko

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15.12. - 08.04.2018

WINTER IM VINSCHGAU | 3


Freiheit mit Rücksicht

Wildtiere brauchen vor allem in den Wintermonaten Ruhe Aufgrund der Freizeitaktivitäten, die von Einheimischen und Gästen zunehmend auch in der freien Natur ausgeübt werden, kommt es immer wieder vor, dass Wildtiere im Winter in ihrer Ruhe gestört werden. der Vinschger hat zu diesem Thema ein Interview mit Günther Hohenegger aus St. Valentin auf der Haide geführt. Hohenegger ist seit 2009 Revierleiter von Graun und seit 2005 im Vorstand des Jagdbezirks Vinschgau, den er seit 2017 als Bezirksjägermeister führt. Er ist seither auch Mitglied des Vorstandes des Südtiroler Jagdverbandes. der Vinschger: Herr Hohenegger, die Zahl von Einheimischen und Gästen, die sich im Winter in der freien Natur bewegen, nimmt stetig zu. Führt dies auch zu einem Anstieg der Ruhestörungen für das Wild? Günther Hohenegger: Grundsätzlich würde ich diese Frage mit einem Ja beantworten. Das immer dichter werdende Wanderwegenetz, die steigenden Besucherzahlen und die vielfältigen neuen Freizeitaktivitäten führen unweigerlich zu einem häufigeren Aufeinandertreffen zwischen Menschen und Wildtieren. Dabei gibt es landesweit Unterschiede: In den Dolomiten ist das Wegenetz und auch der Besucherandrang sicher ungleich

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höher als im Vinschgau. Bei uns im Vinschgau gibt es nach wie vor Gebiete, die nur gelegentlich von Menschen aufgesucht werden und in denen die Wildtiere relativ ungestört sind. Durch welche Sport- bzw. Freizeitaktivitäten wird die Ruhe des Wildes besonders beeinträchtigt? Es ist in den meisten Fällen wohl weniger die jeweilige Freizeitaktivität, sondern einfach die flächige Präsenz des Menschen im Wildtierlebensraum, die die Ruhe der Wildtiere stört. Bis zu einem gewissen Grad können sich Rehe, Hirsche und Gämse an die Präsenz des Menschen sehr gut gewöhnen, vor allem dann, wenn sich alle Erholungssuchende entlang weniger, vielbegangener Wege bewegen. An plötzlich und schnell auftauchende Objekte, wie z.B. einen Paragleiter oder einen Downhiller gewöhnt sich das Wild allerdings kaum. Auch im Winter ist es vor allem die flächige Präsenz des Menschen im Wildtierlebensraum, die als größter Störfaktor angesehen werden kann. Im Winter hält sich das Wild vorwiegend auf sonnenexponierten Hängen auf, an der Waldgrenze gibt es viele gern genutzte Lebensräume. Genau dorthin zieht es auch viele Wanderer und Schneeschuhgeher.

© Südtiroler Jagdverband/Renato Grassi

Bestens angepasst: Ein dichtes Winterfell schützt gegen die Kälte im Winter


Welche Folgen können Ruhestörungen für das Wild haben? Die natürliche Reaktion eines Wildtieres auf eine Störung ist die Flucht und das Aufsuchen von sicherem Gelände. Das Fluchtverhalten ist je nach Wildart unterschiedlich ausgeprägt: Rehe flüchten meist nur so weit, bis sie sich in guter Deckung sicher wissen, Gämse suchen, wenn möglich, unzugängliche Gebiete auf, Rotwild verlässt ein Gebiet hingegen meist großräumig. Gebiete mit häufiger Störung werden schließlich auch gänzlich gemieden. Die Tiere ziehen sich dann in neue, oft weniger gut geeignete Gebiete zurück. Im Winter gehen häufige Fluchten mit einem hohen Energieverbrauch einher, das ist insofern problematisch, weil im Winter die Energiereserven knapp sind und somit der Energieverbrauch auch möglichst gering bleiben soll. Welche Wildtiere sind besonders gefährdet? Generell reagieren Rudeltiere empfindlicher auf Ruhestörungen, da sie sich häufig im offenen oder halboffenen Gelände aufhalten. Auch Raufußhühner, die sich vorwiegend im Waldgrenzbereich aufhalten, müssen immer öfter vor Erholung Suchenden und deren Vierbeinern die Flucht ergreifen.  Gibt es eigene Verhaltensregeln, um das Wild nicht zu stören? Für Wanderer sollte in erster Linie der Grundsatz gelten, die ausgeschilderten Wanderwege nicht zu verlassen und den Hund an der Leine zu führen. In den Wintermonaten wäre grundsätzlich eine stärkere Besucherlenkung zu begrüßen, auch bei einigen Skitouren. Schließlich wünsche ich mir, dass das in Südtirol bestehende, 16.000 Kilometer lange

Wanderwegenetz nicht mehr weiter ausgebaut und das Downhillen besser reglementiert wird. Was wird seitens des Jagdverbandes unternommen, um auf das Thema hinzuweisen und die Einheimischen und Gäste zu informieren? Vor einigen Jahren hat der AVS in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband und dem Amt für Jagd und Fischerei unter dem Namen „Freiheit mit Rücksicht – Raum für Mensch und Wild“ ein Pilotprojekt gestartet. Es handelte sich hierbei in erster Linie um eine Informationsund Sensibilisierungskampagne für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, in den Medien wurde mehrfach darüber berichtet.

Bezirksjägermeister Günther Hohenegger

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Im Vorjahr gab es so gut wie keinen Winter. Wie wirkt sich die Klimaveränderung auf das Verhalten der Wildtiere aus? Alpenweit werden die Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Wildtiere untersucht. Wärme liebende Arten wie das Steinhuhn könnten von der Erwärmung profitieren, auf Arten wie Schneehase, Schneehuhn oder auch Gämse und Steinwild, die an die kalte Jahreszeit perfekt angepasst sind, wird sich die Klimaerwärmung wohl eher negativ auswirken. Nicht zu unterschätzen sind in diesem Zusammenhang die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Parasiten oder andere Krankheitserreger. Die

Wechselwirkungen in der Natur sind oft komplex und auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Der extrem schneearme Winter des Vorjahres hat sich beispielsweise im Zuwachs der Gämse niedergeschlagen, jedoch nicht positiv, wie man glauben möchte. Die Wintersterblichkeit bei den Kitzen war vielerorts im Land nämlich außergewöhnlich hoch, möglicherweise hängt das mit einem erhöhten Parasitenbefall zusammen. Ein schneearmer Winter ist somit nicht zwangsläufig ein Winter mit wenig Ausfällen beim Wild, wie man dies gerne annimmt. 

Sepp Laner

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Snowkiter beobachten, die auf dem zugefrorenen See ihre Kunststücke aufführen. Was einen Aufenthalt im Seehotel noch so spannend macht? Authentische Gerichte, die den Gaumen und das Gemüt erfreuen, helle und komfortable Zimmer, wohltuende Wellnessbehandlungen und eine großartige Terrasse, die sich als perfekter Logenplatz mit atemberaubendem Ausblick entpuppt.

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WINTER IN RESCHEN | 7


Pistenraupen im Einsatz

Ab auf die Piste!

Genügend Schnee und eine perfekt präparierte Piste sind der Traum eines jeden Skifahrers Viele Arbeitsstunden stecken hinter diesem Traum, dies wird im Gespräch mit Herbert Hohenegger und Albert Dilitz deutlich. Hohenegger ist Betriebsleiter in Schöneben und zuständig für die Beschneiung und Pistenpräparierung. Dilitz, ein Landwirt aus Reschen, ist Pistenraupenfahrer seit 30 Jahren. Herr Hohenegger, eine technische Beschneiung ist heute die Grundlage für den Wintertourismus. Wann und wie wird beschneit? Herbert Hohenegger: Ohne Beschneiung wären die Pisten den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Über 80 Schneekanonen sind von Anfang November bis Mitte Jänner hier in Schöneben im Einsatz. In der Beschneiung spricht man von der Feuchtkugeltemperatur, die sich aus dem Verhältnis von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit zusammensetzt. Je trockener die Luft, umso früher können die Schneekanonen in Betrieb gehen; dabei genügen eine Temperatur von +3,5 Grad und 20 Prozent Luftfeuchtigkeit. Hat der technische Schnee Vorteile? Hohenegger: Ja, er ist kompakter, denn die Schneekristalle sind kleiner und rundlich. Die Skipiste ist widerstandsfähiger, da der technische Schnee eine höhere Dichte aufweist. Optimal für die Pistenpräparierung und das Skifahren ist immer eine Mischung aus Natur- und Kompaktschnee. Apropos Pistenpräparierung: Herr Dilitz, Sie sind

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ein Pistenraupenfahrer der ersten Stunde. Was hat sich in den vergangenen 30 Jahren bei dieser Arbeit verändert und wann beginnt Ihr „Arbeitstag“? Albert Dilitz: Ich fahre seit 30 Jahren ebenso wie mein Kollege Leo Blaas mit der Pistenraupe hier in Schöneben. Früher hatten wir Schneekatzen mit 200 bis 250 PS, überall hat es geklappert, alles lief mechanisch und wir hatten wenig Licht auf den Fahrzeugen. Mit diesen alten Geräten ginge bei Kompaktschnee gar nichts. Heute haben wir Maschinen mit 530 PS, mit ergonomischen Sitzen, Heizung und Radio an Bord, alles läuft digital. Unsere Arbeit beginnt um 16.30 Uhr. Wir sind zu viert fünf bis sechs Stunden unterwegs, um 80 Hektar Piste zu walzen. Jeder von uns fährt jede Nacht 50 Kilometer. Falls Kompaktschnee auf den Pisten zu verteilen ist, wird’s auch nach Mitternacht, und wenn es über Nacht geschneit hat, heißt es früh aufstehen und die Piste in den Morgenstunden präparieren. Gibt’s Probleme mit Skifahrern oder Tourengehern? Dilitz: Das Tourengehen ist in Schöneben nicht erlaubt. Früher waren mehr Skifahrer nach Betriebsschluss noch auf der Piste, aufgrund der Aufklärung hat sich das deutlich gebessert. Unsere Arbeit verlangt besonders im steileren Gelände all unsere Aufmerksamkeit, und wir müssen sicher sein, dass uns niemand vor die Maschine oder in das gespannte Seil fährt. Zudem braucht eine frisch präparierte Piste


Herbert Hohenegger und Albert Dilitz

einige Stunden, bis sie hart ist, deshalb sollte niemand gleich darauf fahren. Die Skipisten in Schöneben haben bei den internationalen Skiareatests von 2009, 2011,

2014 und 2017 in der Kategorie Pistenpflege mit der bestpräparierten Piste Gold gemacht. Das ist Ihr Verdienst; kann man das lernen? Dilitz: Wir haben uns über jedes Pistengütesiegel sehr gefreut.

die Talstation Erreichbar über hen, der Straße sc Schöneben in Re d bis zur en lg fo al . ins Rojent arkmöglichkeit) Kopfer Brücke (P eschilderten Über den ausg Alm. reichen Sie die Wanderweg er

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WINTER IN RESCHEN | 9


Eine perfekt präparierte Piste

Wir Ältere haben uns in die Materie hineingearbeitet und lernen die Jüngeren an. Wir arbeiten inzwischen mit Erfahrung und immer nach Gefühl. Herr Hohenegger: Sie können stolz sein auf Ihre Pistenraupenfahrer. Der Maschinenpark hat aber auch seinen Wert? Hohenegger: Ja, wir sind stolz. Diese Männer sind sehr fleißig und motiviert. Sie arbeiten, wenn nötig, weit über die normale Arbeitszeit hinaus. Inzwischen ist es in Schöneben ja schon Standard, die bestpräparierten Pisten zu haben. Wir versuchen, den Maschinenpark so modern

wie möglich zu halten. Jedes Gerät kostet über 400.000 Euro und ist pro Jahr ungefähr 1.000 Arbeitsstunden im Einsatz. Es ist auch nur mehr mit Kompaktschnee möglich, die Pisten den ganzen Tag befahrbar zu halten. Und das braucht hervorragende Pistenraupenfahrer! 

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Ingeborg Rechenmacher

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10 | WINTER IN RESCHEN


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Wintererlebnis im „Mein Dörfl“ Am Reschensee werden Winterträume wahr Der Reschensee bietet auch im Winter eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten. Ob Winterwanderungen rund um den See, Skigaudi, ­Rodelspaß, Langlaufen, Snowkiten oder einfach nur E ­ ntspannen: hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Genießen Sie unsere gute Küche mit lokalen Spezialitäten, hausgemachten Kuchen, Kaffee

oder einem guten Glas Wein. Dazu die wunderbare Aussicht von unserer Sonnenterrasse auf den Reschensee. Lassen Sie sich verwöhnen! Nehmen Sie sich eine Auszeit und verbringen Sie ein paar erholsame Tage in einem unserer Almhütten-Chaltes. Genießen Sie die herrliche Lage mit direktem Seeblick und verbringen Sie entspannende Stunden im „Mein Dörfl“. Wir freuen uns auf Sie!

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Am Anfang der Talabfahrt von Schöneben

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© Alex Filz

INFOS SCHÖNEBEN AG Piz | 39027 Reschen Tel. +39 0473 633 333 www.schoeneben.it WINTERSAISON 15.12.2017 bis 15.04.2018 HAIDERALM Kirchgasse 28 39027 St. Valentin a.d.H. Tel. +39 0473 634 628 www.haideralm.it WINTERSAISON 22.12.2017 bis 15.04.2018

Gemeinsam in die Wintersaison Ein klares Ja für das Fusionsprojekt im Oberland Am Reschenpass, nahe dem Dreiländereck zwischen Südtirol, Nordtirol und dem Engadin, erstreckt sich das sonnenverwöhnte Skigebiet Schöneben. Das Skigebiet inmitten der Seenlandschaft am Reschen wird seinem Namen gerecht: sieben Liftanlagen, Schneesicherheit bis in den Frühling und breite Pisten bieten Abwechslung für Familien und Genuss-Skifahrer. Schöneben ist eines der beliebtesten Skigebiete Südtirols und bekannt für seine stets optimal präparierten Skipisten. Für Snowboarder und Freeskier ist Schöneben am Reschenpass die erste Adresse im Land. Der Snowpark lockt mit einem abwechslungsreichen Set-Up, großen Mengen an Naturschnee und vielen Sonnenstunden. Rider stellen sich Lines individuell zusammen. Das Kombinieren von Obstacles aus unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ist möglich. Für actionreichen Spaß bei Groß und Klein sorgt auch die neue Funslope. Das Skigebiet Haideralm nahe dem Reschensee ist ein ideales Skigebiet für anspruchsvolle Genießer. Es ist der Hausberg des ältesten Skiclubs Südtirols, dem SC Haid. 20 bestens präparierte Pistenkilometer und vier Aufstiegsanlagen versprechen einen abwechslungsreichen Skitag im Vinschgau. Das Bergrestaurant Haideralm ist eine beliebte Raststation mit Übernachtungsmöglichkeit und bietet dem Wanderer gutbürgerliche Küche auf der großen Sonnen-

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terrasse. Das Skigebiet Haideralm ist außerdem ein beliebter Ausgangspunkt für Funsportler, Skitourengeher, Schneeschuhwanderer und Freerider. Am 8. September 2017 haben die Vollversammlungen der Schöneben AG und der Haider AG über ein Fusionsprojekt der beiden Skigebiete mit einem klaren Ja abgestimmt. Dieses großartige Ergebnis ist nach Jahren der Diskussionen im Oberland für alle ein großer Erfolg und wegweisend für die wirtschaftliche Entwicklung des Vinschger Oberlandes. Der Verbund beider Skigebiete soll in Zukunft nicht nur positive wirtschaftliche, sondern auch bedeutende soziale Auswirkungen für die Bevölkerung im Oberland und darüber hinaus mit sich bringen. Der Name der großen, gemeinsamen Gesellschaft lautet künftig: „Schöneben AG – Reschen, Graun, St. Valentin.“ Bereits im Dezember 2017 soll die Fusion vollständig abgeschlossen sein, sodass die neue Gesellschaft in die erste gemeinsame Wintersaison starten kann. Eingebunden in den Kartenverbünden „Zwei Länder Skiarena – von Nauders am Reschenpass bis Sulden im Vinschgau“ und „Ortler Skiarena“ ist man nun bestens aufgestellt. Freuen Sie sich auf den kommenden Winter: ein besonderes Pistenvergnügen im Vinschger Oberland ist Ihnen sicher! 

Ingeborg Rechenmacher


Fruchtig-saftiges Palabirnbrot

Palabirne im Brot

Die Wiederentdeckung einer der gesündesten Früchte Kaum ein anderer Baum hat das Landschaftsbild des Vinschgaus zwischen Mals und Kastelbell so geprägt wie der Palabirnbaum. Die starkwüchsigen, knorrigen und großen Bäume wachsen heute noch einzeln oder in Gruppen meist in der Nähe von Bauernhäusern. Die ältesten Exemplare sind über 20 Meter hoch und bis zu 250 Jahre alt. Erstmals erwähnt wurden sie in der Vinschger Obstbaumzählung im Jahr 1755. Beinahe wäre die Frucht dieses Baumes, die Palabirne, die im Volksmund den Namen Sommerapothekerbirne trägt und wegen ihrer Heilkraft von Ärzten und Apothekern verschrieben wurde, in Vergessenheit geraten. Der Rezeptidee des Laatscher Bäckermeisters Peter Schuster ist es zu verdanken, dass diese intensiv-aromatische Birnenart im Palabirnbrot eine Renaissance erlebt. „In den letzten Jahrzehnten sind viele Palabirnbäume verkommen. Sie wurden nicht mehr gepflegt oder sogar umgeschnitten. Heute gibt es nur mehr wenige, da sie ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren hatten. Die Birnen hatten keinen Preis, keinen Marktwert. Sie wurden nicht einmal mehr an das Vieh verfüttert“, weiß Schuster. Seit die Laatscher Bäckerei Palabirnbrot backt, werden Palabirnen aus Kastellbell, Morter und

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anderen Vinschger Ortschaften wieder angeliefert. Der Ertrag daraus sorgt dafür, dass die Bäume wieder gehegt und gepflegt werden. „Wenn wir die Palabirne nicht wieder schätzen gelernt hätten, wäre diese besondere Frucht, die es nur bei uns im Vinschgau gibt, verschwunden“, ist der drahtige Bäckermeister überzeugt. Nach der Ernte schneiden fleißige Frauenhände in der Bäckerei in Laatsch die Birnen zu Schnitze, damit sie danach getrocknet werden können. „Früher wurden sie nach dem Schneiden aufgefädelt, zwischen die Innen- und Außenscheiben der Fenster gespannt und langsam getrocknet“, erinnert sich Peter Schuster. Wegen ihres intensiven Aromas und ihrem mehligen Fruchtfleisch eignet sich die Palabirne gut zum Kochen und Backen. Das Trockenobst galt früher als Zuckerersatz und als Krapfenfülle. Sie ist jetzt Bestandteil des Palabirnbrotes, wie es in der Bäckerei Schuster aus dem Ofen kommt. Die getrockneten Schnitze werden unter den Paarlteig gemischt. Auf diese Weise entsteht das fruchtig-saftige Palabirnbrot. Am besten schmeckt es übrigens pur oder mit Butter bestrichen. Peter Schuster hat es sich zu einer besonderen Aufgabe gemacht, einheimische Produkte zu verwenden. Also alles das, was vor Ort wächst,


Fleißige Frauenhände schneiden Palabirnen-Schnitze

Peter Schuster mit frisch geernteten Palabirnen

gedeiht und Früchte trägt. Dazu zählt neben den Palabirnen, die zu den Vinschger „Ureinwohnern“ gehören, auch das Roggenmehl von Getreidebauern aus dem Vinschgau. Der Brotklee wird von der Bäckerfamilie sogar selbst angebaut. Die Milch wird ausschließlich aus Südtirol bezogen. Die Laatscher Bäckerei ist außerdem am Projekt „Regiokorn“ beteiligt, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, den regionalen Getreideanbau und somit die

regionale Wertschöpfung in Südtirol zu steigern. Peter Schuster freut sich, dass mittlerweile acht Bäcker im Vinschgau mit Getreide aus der Region backen. Er staunt immer wieder, wenn er die Zutaten auf der Verpackung eines industriell hergestellten Brotes liest. All diese Zutaten braucht es nicht. Wichtig ist, so Schuster, ein gutes Korn für ein gutes Brot zu haben. 

Anna Paulmichl

WINTER IN LAATSCH | 15


INFOS KLOSTER ST. JOHANN 7537 Müstair, Schweiz Tel. +41 81 858 61 89 www.muestair.ch ÖFFNUNGSZEITEN MO-SA 10-12 & 13.30-16.30 Uhr SO, Feiertage 13.30-16.30 Uhr

Kloster St. Johann in Müstair Wo Karl der Große ein Heiliger sein darf Am 28. Januar 814 starb Karl der Große, der mächtigste Kaiser des Mittelalters. Seine Heiligsprechung erfolgte 1165, auf Veranlassung von Kaiser Friedrich Barbarossa, durch den Gegenpapst Paschalis III. Seit 1176 wird seine Verehrung als Seliger geduldet. Wie kommt aber das Kloster St. Johann in Müstair dazu, den Frankenherrscher zu verehren und zu feiern? Die Legende besagt, dass Karl der Große nach seiner Krönung zum Langobardenkönig im Jahr 774 auf seiner Rückreise auf dem Umbrailpass in einen Schneesturm geriet und für seine Errettung die Stiftung eines Klosters gelobte. So kam es, dass er das Kloster St. Johann erbauen ließ. Die Legende wird durch die Wissenschaft unterstützt: Die Hölzer für den Bau der Kirche wurden tatsächlich im Jahr 775 gefällt. Müstair war damals ein wichtiger strategischer Knotenpunkt für die Expansions- und Handelspolitik Karls des Großen. Zudem waren ihm Bildung und christliche Kultur ein großes Anliegen. Die monumentale Stuckstatue Karls des Großen in der Klosterkirche zeugt von seiner Wichtigkeit im Kloster Müstair. Die Nonnen von Müstair fühlen sich ihrem Gründer sehr verbunden. Jedes Jahr an seinem Todestag, am 28. Januar, feiern sie ein kleines intimes Fest zu seinen Ehren. Nach dem Nachtgebet begeben sich die Benediktinerinnen gemeinsam in den Südhof zum Bildnis ihres Gründers. Die Schwestern haben bereits am Nachmittag den Weg vom Schnee freigeschaufelt und erhellen ihn mit Kerzenlicht. Gemeinsam werden ein Gebet gesprochen, ein Lied gesungen und Fürbitten vorgetragen. „Auch wenn Karl der Große als Heiliger

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umstritten ist, so verdanken wir ihm die Gründung unseres Klosters und verehren ihn als unseren Stifter“, erzählt Priorin Domenica Dethomas. Das Kloster Müstair vereint Baustile aus über 12 Jahrhunderten und ist seit 1983 UNESCO Weltkulturerbe. Hier treffen sich Spiritualität, Kunst, Geschichte und Archäologie an einem kraftvollen Ort, inmitten der unberührten Natur der Biosfera Val Müstair. Wir freuen uns auf Ihren Besuch – 364 Tage im Jahr. 

Elke Larcher

Veranstaltungen im Winter 09.12.2017: Weihnachstverkauf in Müstair, 10 % Rabatt (außer Aktionen) im Klosterladen und in den Geschäften; 14 Uhr: Zwei „verborgene“ Marienstatuen mit Kind: Eine gotische Muttergottes und eine schwarze Einsiedlermadonna aus dem Bestand des Klosters St. Johann werden der Öffentlichkeit vorgestellt. 26.12.2017 bis inkl. 07.01.2018: täglich um 14 Uhr, Führung durch Kirche und Klostermuseum, ebenso Donnerstag, 28.12.2017 und 04.01.2018 um 16:30 Uhr. 22.02. bis inkl. 15.3.2018: jeweils donnerstags um 16:30 Uhr Führung durch Kirche und Klostermuseum. 29.03. bis inkl. 02.04.2018: täglich um 14 Uhr Führung durch Kirche und Klostermuseum. 23.04.2018: Kirchenputztag, die Kirche ist geschlossen, das Museum ist offen.


INFOS ERLEBNISBERG ­WATLES Prämajur | 39024 Mals Tel. +39 0473 831 199 www.watles.net WINTERSAISON 21.12.2017 bis 04.04.2018

Erlebnisberg Watles

Das sonnenverwöhnte Skigebiet bietet weit mehr als „nur“ Pisten Mit den breiten Pisten und dem einzigartigen Bergpanorama ist der Watles das Familienskigebiet. Die Kleinen finden den ersten Zugang zum Skifahren im Bubo Kinderpark. Wagemutige üben Sprünge in der Family Fun Line des Snowparks. Actionreich geht es über die Freeride Piste durch den SkiCross Parcours. Abseits des Trubels können Schneeschuh- und

Skitourengeher auf dem Wanderweg die idyllische Winterlandschaft genießen. Auf der Höfer Alm und Plantapatschhütte gibt es regionale Köstlichkeiten. Bei Familien ist die 4 km lange Naturrodelbahn beliebt. Die Bergstation, wo die Rodelbahn beginnt, kann bequem über den Lift oder zu Fuß in ca. 1,5 Std. erreicht werden.

›› Die Vielfalt des Winters Jeden Freitag Nachtrodeln

Erlebnisberg WATLES Touristik & Freizeit AG Mals, Vinschgau, Südtirol

Tel. +39 0473 83 11 99 info@watles.net www.watles.net

WINTER IN PRÄMAJUR | 17


Events Skigebiet Nauders 16.12. – 17.12.2017

Opening Weekend 31.12.2017

Skigebiet Schöneben

lm auf der Stieralm und der Lärchena

15.12.2017

Berg.Silvester

06.01.2018 und 24.02.2018

„Schneebeben“ im Bergkastel 13.01.2018

Dorfrocker live

auf der Lärchenalm 04.03.2018

Schlager im Schnee 25.03.2018

Auftritt von ElisaLeen & die Jungen Zillertaler 08.04.2018

Winterschluss

Skiopening

21.12.2017

06.01.2018 Battle ROjal Schöneben

27.12.2017 - 28.03.2018

Slopestyle-Contest 19.01.2018

DYNAFIT Vinschgau Cup

Skitouren- & Schneeschuhrennen 20.01.2018

Landesmeisterschaft der Jäger 02.04.2018

22.12.2017

Skiopening 09.02.2018

DYNAFIT Vinschgau Cup

Skitouren- & Schneeschuhrennen Jeden Donnerstag, 17.00 Uhr

Skitouren- & Schneeschuhabend zur Haideralm 15.04.2018

18 Winterschluss

Skiopening mit DYNAFIT Skitest Almkäseverkostung auf der Höferalm immer mittwochs, 15 - 16 Uhr 29.12.2017 - 30.03.2018

Nachtrodeln auf der beleuchteten Rodelpiste

ehrimmer freitags, 19 - 23 Uhr mit Eink hütte, möglichkeit auf der Plantapatsch Uhr letzte Fahrt des Sesselliftes um 23

Internationales Dreiländerrennen

29.12.2017 - 30.03.2018

15.04.2018

ehrimmer freitags, 19 - 23 Uhr mit Eink hütte möglichkeit auf der Plantapatsch

Riesentorlauf-Skirennen

Winterschluss

Skigebiet Haideralm

Skigebiet Watles

Skitouren- & Schneeschuhabend

29.12.2017

DYNAFIT Vinschgau Cup

en

Skitouren- und Schneeschuhrenn

Maseben 16.12.2017

Eröffnung Berghütte Maseben Mittwoch und Samstag bleibt die Hütte länger offen 24.02.2018

DYNAFIT Vinschgau Cup

Skitouren- & Schneeschuhrennen 08.04.2018

Hüttenschluss

28.01.2018

Familien-Rodeltag 11.02.2018

Gaudi-Faschingsrennen März 2018

Nostalgierennen & Skilehrermeisterschaft 04.04.2018

Winterschluss mit Abschlussfete


© Schnalstaler Gletscherbahnen/Alex Filz

Seilbahnen Sulden am Ortler ab Weihnachten (wetterbedingt)

Skifahren by night

mittwochs, ab 20.45 Uhr 31.12.2017

Silvester in Sulden

mit imposanten Feuerwerk 08.04.2018

Feriengebiet Latsch-Martelltal

Madritschhütte, ab 13 Uhr

08.12. - 10.12.2017

28.04.2018

auf der Enzianalm

Schnalstaler Gletscherbahnen

16.12. und 17.12.2017

06.12.2017

in Latsch

28.11.2017 - 10.04.2018

16.12. - 17.12.2017

Deutschlandpokal

Biathlon Alpencup | Coppa Italia

Mit immer dienstags, von 18.30 – 22 Uhr. tte tzhü Schu der auf t hkei Einkehrmöglic Schöne Aussicht.

01.02. - 03.02.2018

13.04. - 15.04.2018

Großes Live Open Air

Marteller Advent

12. Yetitrophäe

Gaudirennen (Ski & Snowboard)

Adventssingen & Adventswanderung

29.04.2018

74. Suldenspitzrennen

Riesentorlauf um den „Sulden-Pokal 01.05.2018

Winterschluss

Skigebiet Trafoi 23.12.2017

Skiopening 07.04.2018

Winterschluss

Eröffnung Lazaun Umlaufbahn Skitouren- & Schneeschuhabend

Biathlon IBU Cup

FISI Skistars auf der Piste

25.02.2018

28.04.2018

Biathlon Südtirol Cup

Ötzi Alpin Marathon

Hubert Leitgeb Trophäe 10.03. - 11.03.2018

06.05.2018

Skitourenrennen Marmotta Trophy

Winterschluss

IMPRESSUM

Sonderausgabe zum der Vinschger Nr. 42 vom 06.12.17 | Herausgeber: Vinschger Medien GmbH | Grüblstr. 142 | 39028 Schlanders 19

Telefon: +39 0473 62 17 15 | www.dervinschger.it | Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/1993

Verantwortlich im Sinne des Presse­gesetzes: Josef Laner | Redaktion: Josef Laner, Ingeborg R ­ echenmacher, Michael Andres, Elke Larcher | Grafik: ­Manuel Platzgummer | Titelbild: Vinschgau Marketing/Frieder Blickle


Emil Hofer mit Schwiegersohn und Rennfahrer Hannes Reichelt

Ein Leben für den Skisport

Von Kindesbeinen an fährt Emil Hofer Ski. Bereits mit sechs Jahren gehörte der heute 60-jährige Suldner zum Skiclub Stilfs. Mit großer Begeisterung und unermüdlich ist Emil Hofer schon als kleiner Bub mit den Skiern auf den Achseln immer wieder einen Hügel hinaufgestapft, um dann eine kurze Abfahrt zu fahren. Seine Leidenschaft für den Skirennsport hat Hofer mit 14 Jahren auf dem Stilfserjoch entdeckt, als er dort als Liftjunge arbeitete. Mit 16 Jahren war er Skirennläufer in der italienischen C-Mannschaft, bis ein Unfall seine vielversprechende Rennkarriere abrupt stoppte. Dem Skisport blieb der Suldner dennoch treu. Er machte die Skilehrer- und Instruktorausbildung bei der damals renommierten Skischule Cristallo auf dem Stilfserjoch, wurde Skischulleiter und besuchte die nationale Trainerausbildung. Seit 40 Jahren ist Emil Hofer ununterbrochen Skilehrer in Sulden, und auch auf dem Stilfserjoch hat er über 40 Jahre keine Sommersaison ausgelassen. Seit fünf Jahren betreut er gemeinsam mit österreichischen Trainern seinen Schwiegersohn Hannes Reichelt. Seit 2016 ist der Super-G-Weltmeister und Hahnenkamm-Sieger 2014 mit Hofers Tochter Larissa, einer ehemaligen Skirennläuferin der italienischen Nationalmannschaft, verheiratet. Mit Herzblut hat sich Emil Hofer seit 1993 für den Aufbau der Skischule Sulden engagiert. der Vinschger fragte Emil Hofer, wie sich seine Skischule in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, warum Skifahren so teuer ist und wie sich das Bild des Skiurlaubers geändert hat.

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Sie sind Instruktor und Skitrainer. Was motiviert Sie zu dieser Arbeit? In der Trainerarbeit muss man Freude am Arbeiten mit den Athleten haben und von seiner Arbeit überzeugt sein. Man muss umgehen können mit Höhen und Tiefen, mit Erfolgen und Enttäuschungen. Läuft es gut, ist der Trainer gut, läuft es schlecht, ist der Athlet nicht begabt, was natürlich nicht immer stimmt. Von den Athleten und ihren Trainern wird schon einiges abverlangt. In der winterlichen Vorbereitungsphase des Weltcups heißt es zeitig aufstehen und schon um 6 Uhr am Hang stehen, einfahren und stundenlang in eisiger Kälte die Strecke abfahren. Dieser Biss der Athleten und die schöne Zusammenarbeit mit ihnen motivieren mich immer wieder, weiterzumachen. Sie sind Skischulleiter in Sulden. Was bietet Ihre Skischule dem Wintergast? Seit fast 75 Jahren bürgt unsere Skischule für ausgereifte Technik, Sicherheit am Ski, Gastfreundschaft und professionellen Unterricht. In unserer Skischule in Sulden sind zurzeit 30 staatlich geprüfte Skilehrer, davon fünf Frauen, beschäftigt. Bis zum Jahr 1995 waren 80 Prozent der Skikursteilnehmer Erwachsene. Heute hat sich das stark reduziert. Außer im Anfängerkurs sind es fast nur mehr Kinder, die einen Skikurs besu-


chen. Im Kinderpark haben wir den Skikindergarten Yeti-Club, einen elektrischen Zauberteppich zur kostenlosen Nutzung, wir machen mit den Kids eine Skisafariroute durch den Wildtierpark mit anschließendem Quiz und Tombola und jeden Freitag ein Abschlussrennen mit Siegerehrung. Für die Erwachsenen gibt es Kurse für die verschiedensten Techniken, Videoaufnahmen und –analysen, Freestyle-Spaß und wöchentlich eine Nacht-Demoshow „Skifahren einst und jetzt“. Apropos staatlich geprüfte Skilehrer: welche Anforderungen werden an den Skilehrer von heute gestellt? Die Aufnahmetests und die Ausbildung der Skilehrer haben ein sehr hohes Niveau. Der Skilehrer ist heute das Aushängeschild einer Skischule und des Wintersportortes. Er ist mehrsprachig und übt eine Vorbildfunktion aus, indem er einen Helm trägt und während der Arbeitszeit keinen Alkohol konsumiert. Der Skilehrer ist pünktlich und gastfreundlich; aufgrund der besonderen Nähe zum Gast ist er oft dessen erster Ansprechpartner im Ort. Wie hat sich das Bild des Skiurlaubers geändert? Früher war der Skigast unwissend und hat dem Skilehrer bedingungslos vertraut und gehorcht. Heute wird alles schon im Vorfeld gegoogelt und der Gast kommt mit viel Wissen zu uns.

Dennoch können sich die meisten Skifahrer schlecht einschätzen. Aufgrund der perfekt präparierten Pisten fahren viele zu schnell und wollen immer mehr Pistenkilometer machen. Skifahren ist heutzutage teuer als Golfspielen. Warum? Skifahren ist nicht billig. Bei den Kinderskikursen versuchen wir noch relativ günstig zu sein. Die Pistenpräparierung und die Produktion von technischem Schnee kosten viel Geld. Ebenso die unglaublichen Vorschriften auf der Piste, die Absicherungen usw. Ständig müssen neue Investitionen gemacht werden, das alles zusammen verteuert das Skifahren. Können Sie sich an eine lustige Begebenheit in Ihrer Trainerarbeit erinnern? Ja, als ich vor etwa acht Jahren mit der österreichischen Abfahrtsmannschaft in Beaver Creek mit den Athleten die Abfahrtspiste besichtige, musste ich erkennen, dass der Steilhang sowas von eisig war, dass ich mich auch als guter Skifahrer nicht hinunterwagte. Das hat mir den Spott einiger Athleten eingebracht! 

Ingeborg Rechenmacher

WINTER IN SULDEN | 21


www.netzathleten.de

AUFWÄRMPROGRAMM VOR DEM SKIFAHREN Eine Studie beweist, dass Wintersportler, die sich vor dem Skifahren und nach längeren Pausen regelmäßig aufwärmen weniger oft verletzen als Skifahrer, die am Morgen aus dem Lift steigen und losfahren. Mit diesen einfachen Übungen bringst du den Kreislauf in Schwung und wärmst die Muskeln auf.

1. FANGEN Eine Runde Fangen spielen sorgt für gute Stimmung und heizt die Muskeln ordentlich ein.

2. HAMPELMÄNNER Man springt hoch, grätscht in der Luft die Beine und klatscht über dem Kopf zusammen. Bei der Landung sind die Füße wieder parallel.

3. BEIN SCHWINGEN Um die Oberschenkelmuskeln anzuregen, steht man aufrecht da, stützt sich mit beiden Händen auf die Skistöcke und schwingt ein Bein mehrmals.

4. DEHNEN Muskeln und Gelenke werden durch Dehnübungen geschmeidiger. Wichtig: Man sollte nur ein leichtes Ziehen spüren.

5. SPRINTEN Beim Sprinten auf der Stelle kannst du deine Muskeln so richtig einheizen. …und ab geht‘s auf die Piste!

Viel Neues in Nauders

Nauders ist ab der Wintersaison 2017/18 Mitglied der Ortler Skiarena und der „Zwei Länder Skiarena“ Sowohl Anfänger als auch Profis fühlen sich auf den 75 bestens präparierten Pistenkilometern rundum wohl. Alle Südtiroler erhalten zudem den Skipass täglich zum attraktiven Einheimischen-Tarif. Ein Spaß für die ganze Familie sind Rodelpartien. Von der Bergstation Bergkastel führt die längste Rodelbahn Tirols acht Kilometer lang hinunter ins Tal. Dienstags und donnerstags findet der Rodel-

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abend auf der Lärchenalm statt. Bereits am 15.12 startet das Skigebiet in den Winter. Opening Weekend: 16. – 17. 12.2017, Rock den Berg mit Volxrock, Dancing Angels, Männer der Berge und Böhm Sound. Bergsilvester auf der Stieralm und Lärchenalm. Jetzt buchen unter: www.nauders.com/gutscheine


Hauptstrasse 26 39029 Sulden am Ortler Tel. +39 0473 613 024 www.hotelpost.it WINTERSAISON Anfang Dezember 2017 bis Ende April 2018

Urlaub bei Freunden

Es ist ein ganz besonderes Flair, hier auf 1.900 m Höhe, das die Post Sulden unverwechselbar macht

Schwer zu greifen und doch deutlich zu spüren… Manche behaupten, es sei die herbe Schönheit der umliegenden Berge, die durch die Panoramafenster nach drinnen fällt. Die spritzig, klare Bergluft ist ganz nebenbei bemerkt wohltuend für Allergiker. Oder die familiäre Atmosphäre, mit der die Gastgeber Andreas mit Verena & Team die Räume füllen. Andere behaupten, es läge an der spannenden Geschichte Suldens und den Geschichten, die das Haus erzählt. Und wieder andere sind sich sicher, es sei das Wohlfühl – und Wellnessprogramm: zwei Stockwerke alpine Spa, Saunalandschaft mit riesigen Panoramafenstern und freiem Blick auf die Berggipfel. Dafür braucht es keinerlei Worte. In den Bergen Zuhause fühlen sich die Gäste im Hotel Post. Eine Traumkulisse, umgeben von einem Gebirgsmassiv der Superlative,

allen voran dem Ortler, bietet das Hotel Post in Sulden. Der Gast? Der Gast ist bei uns König.

Gaumenzauber, authentisch, außergewöhnlich, alpin Für Feinschmecker ist die Küche im Hotel Post schlicht eine Institution. Ambitioniert stellt das Küchenteam das Produkt in den Mittelpunkt, weiß wie man den Bogen zwischen Tradition und Moderne spannt und adelt das, was die Natur gerade auftischt oder im eigenen Biogarten wächst. Die Küche ehrt die regionalen Zutaten. Dazu gesellen sich moderne Interpretationen der traditionellen italienischen und Südtiroler Küche. Authentisch statt austauschbar lautet das Motto. Wir freuen uns Sie herzlich willkommen zu heißen.

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© Vinschgau Marketing / Grüner Thomas

INFOS SEILBAHNEN SULDEN AM ORTLER Sulden 127 | 39029 Stilfs Tel. + 39 0473 613 047 www.seilbahnensulden.it WINTERSAISON bis zum 01.05.2018

Skifahren in traumhafter Kulisse Sechs Monate pures Skivergnügen in Sulden

Inmitten des Nationalparks Stilfserjoch liegt eines der schneesichersten Skigebiete der Alpen. Über 44 Pistenkilometer mit modernster Infrastruktur warten im Skigebiet Sulden darauf, Wintersportlern unvergessliche Stunden zu bescheren. Nicht nur Snowboardfans und Freerider kommen hier voll auf ihre Kosten, sondern auch Familien mit Kindern: Im „Yeti Club“ werden die Kleinsten

unter der Anleitung von geschulten Skilehrern an den Skisport herangeführt, während die Eltern sich ganz entspannt auf einer der 14 Pisten vergnügen können. Ab dieser Saison bewirtschaften wir Sie in unserer neuen Madritschhütte auf 2.820 m. Freuen Sie sich auf Skifahren in traumhafter Kulisse unter König Ortler.

Traumhafte

Pisten!

Unsere Events 31.12.2017

Silvester in Sulden

08.04.2018

Großes Live Open Air

28.04.2018

12. Yetitrophäe

29.04.2018

74. Suldenspitzrennen

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Skifahren by Night

ab Weihnachten, immer mittwochs ab 20.45 Uhr (wetterbedingt).

Durchgehender Skibetrieb bis zum 01.05.2018! Seilbahnen Sulden am Ortler | Tel. 0473 613 047 | www.seilbahnensulden.it


© Ortler Skiarena / Alex Filz

INFOS SKIGEBIET TRAFOI AM ORTLER Hauptstrasse 7 | 39029 Trafoi Tel. +39 0473 613 112 www.trafoi.com WINTERSAISON 23.12.2017 bis 07.04.2018

Trafoi, das Paradies für Familien Kleines Skigebiet – gigantisches Panorama

Das Naturerlebnis beginnt bereits mit der Bergfahrt im Lift zur Furkelhütte: Meter für Meter gibt der Riese Ortler immer mehr von seinem schönen Anblick preis. Oben angekommen, können die Augen nicht mehr vom eindrucksvollen Panorama lassen … vor der Abfahrt will der Betrachter den 360 Grad Blick aufnehmen und auf sich wirken lassen.

öffnet e g h c i l Täg .12.2017 vom 23 07.04.2018! bis zum

Während sich im Skigebiet Trafoi die Genussskifahrer über die herrlichen Aussichten freuen, übt unten im Tal der Skinachwuchs am Thöni Lift. Die Skischule Trafoi „Gustav Thöni“ hat sich auf kleine Ski-Anfänger spezialisiert. Die Skilehrer wissen, was Kinder motiviert und mit kleinen Tricks kommt der Ski-Nachwuchs schnell auf Erfolgskurs.

ß a p s e e n ! h e i l Sc i m a F e z n a g e i für d

Trafoi am Ortler Tel. 0473 613 112 www.trafoi.com

WINTER IN TRAFOI | 25


INFOS KAUNERTALER GLETSCHER Feichten 141 6524 Kaunertal, Österreich Tel. +43 5475 55 66 www.kaunertaler-gletscher.at WINTERSAISON bis zum 21.05.2018

Abseits der Piste

Das Skifahren und Snowboarden auf unberührten Hängen, abseits präparierter Pisten, übt auf Wintersportler einen besonderen Reiz aus Der Kaunertaler Gletscher hat daher in den letzten Jahren ein spezielles Freeride-Konzept entwickelt, um Spaß und Sicherheit zu vereinen. Sicheres Befahren nicht markierter Tiefschneehänge hat viel mit Erfahrung und Eigenverantwortung zu tun. „Gemeinsam mit dem Programm ‚risk‘n‘fun‘ der österreichischen Alpenvereinsjugend haben wir ein Freeride-Konzept entwickelt, das Skifahrer und Snowboarder über die Gefahren im freien Gelände informiert. Dafür sind Info-Tafeln auf den verschiedenen Varianten angebracht, diese weisen Freeridern am Gletscher den Weg“, erklärt Franz Wackernell, Betriebsleiter der Kaunertaler Gletscherbahnen. Gerade auch wegen der Austragung zahlreicher renommierter Events hat sich der Kaunertaler Gletscher in den letzten Jahren zu einem Hotspot für Freerider entwickelt.

Wahrnehmen – beurteilen – entscheiden Risk‘n‘fun bietet Athleten aller Könnerstufen die Gelegenheit, sich von Profis Know-how aus erster Hand zu holen. Von 03. bis 07. Jänner 2018 ist das Ausbildungsprogramm für Freerider ab 16 Jahren im Kaunertal zu Gast. Das Level 1 am Gletscher beginnt im pistennahen Freeride-Bereich. Bei diesem Camp wird für die Teilnehmer eine individuelle Freeride-Strategie erarbeitet – sie

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erlernen Methoden, die beim Entscheidungsprozess des Fahrens abseits der Piste helfen.

Langer Winter am Gletscher Am Ende der Saison findet der Tourstopp des „Thule Freeride Testival presented by BMW xDrive“ am Kaunertaler Gletscher statt. Die Höhe und Weitläufigkeit des Gebiets garantieren am 17. und 18. März 2018 noch ausreichend Pulverschnee und unverspurte Hänge. Namhafte Hersteller bieten vor Ort die einmalige Gelegenheit, das neueste Freeride-Equipment kostenlos und unverbindlich zu testen: Das bedeutet über 250 verschiedene Produkte aus den Bereichen Ski und Snowboard sowie weiteres Zubehör wie Rucksäcke, LVS-Ausrüstung, Brillen und mehr. Zudem werden etliche Kurse und Workshops angeboten.

Von Profis lernen Vom 20. bis 22. April 2018 gibt es wiederum beim „Choice Split & Freeride Camp“ die Möglichkeit, mit Freeride-Weltmeisterin und Profi-Snowboarderin Aline Bock den Kaunertaler Gletscher per Snowboard, Splitboard oder Powder-Ski zu erkunden. Vom ersten Lawinentraining über Risiko-Management-Workshops bis hin zur Spaltenbergung und Seiltechniken – beim Camp erhalten sowohl erfahrene Freerider als auch Backcountry-Rookies jede Menge nützliche Tipps und Informationen.


Action.

Mein Freeridespot .

Abenteuer. Action.

Testival.

03 – 07 Januar risk’n fun level 01

17 – 18 März THULE FreerideTestival presented by BMW xDrive

20 – 22 April Choice Company Split Camp

kaunertaler-gletscher.at


INFOS TOURISMUSVEREIN LATSCH-MARTELLTAL Hauptstraße 38/a | 39021 Latsch Tel. +39 0473 623 109 info@latsch.it www.latsch-martell.it

Feriengebiet Latsch-Martelltal Glitzerndes Tal und kristallklare Bergluft Naturverbundene Aktivsportler, aber auch Ruhesuchende und Familien, sind in der märchenhaften verschneiten Winterwelt des Feriengebietes Latsch-Martelltal genau richtig. Im Herzen des Nationalparks Stilfserjoch liegt das Martelltal, eines der schönsten und naturbelassensten Seitentäler des Vinschgaus. Nicht vergessen: auch der Nörderberg in Latsch erwacht im Winter in einem neuen ganz anderen Zauber. Eine markierte Tour lädt Winterliebhaber dazu ein, das Gebiet rund um die Tarscher Alm zu entdecken und auch die Tarscher Almlounge & Berghotel freut sich auf zahlreiche Besucher. Langlaufen & Biathlon: Anhänger des nordischen Skisports finden im Martelltal erstklassige Loipen und Panoramastrecken sowohl für den Klassischen, als auch für den Skating Läufer. Skibergsteigen: Skitourengeher finden mit den vielen 3.000ern unzählige Möglichkeiten für ansprechende Touren inmitten der verschneiten Naturkulisse. Als Einkehrmöglichkeiten bieten sich die urigen Almen und Hütten wie die Lyfi Alm (2.165 m), die Zuafllhütte (2.264 m), die Martellerhütte (2.610 m), das

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Gasthaus Stallwies (1.953 m) oder die Tarscher Almlounge & Berghotel (1.940 m) an. Eislaufen: Jeder von uns wollte schon mal wie eine Eisprinzessin ihre Pirouetten drehen, oder doch lieber ein hitziges Hockeymatch austragen? Das IceForum in Latsch, macht beides möglich. In Latsch findet man eine überdachte Eisarena und im Sport- und Freizeitzentrum Trattla in Martell kann man auf einem Eislaufplatz im Freien seine Runden drehen. Schneeschuh- & Winterwandern: Was gibt es schöneres als eine Wanderung durch die verschneite Winterlandschaft. Schneeschuhwanderer finden im Feriengebiet Latsch-Martell ein großes Netz an gut markierten Winterwander- und Schneeschuhwegen. Eisklettern: vertikale Perspektive und Nervenkitzel finden Freunde dieser Extremsportart am künstlichen Eiskletterturm beim Hotel Waldheim im Martelltal. SunKid Zauberteppich: der SunKid Zauberteppich befindet sich neben dem Biathlonzentrum auf der Grogg Alm (1.700 m) im Martelltal. Das Skiförderband ist 100 m lang und bringt Kinder und Erwachsene auf


© Vinschgau Marketing / Frieder Blickle

einer Anfängerpiste an den Start. Die Grogg Alm lädt zu einem gemütlichen Beisammensein bei einer warmen Tasse Tee ein. Snowtubing: Die Hänge rund um den Zauberteppich eignen sich auch zum Snowtubing. Dabei düst man entweder sitzend oder liegend auf einem Luftreifen den Berg hinunter. Spaß ist dabei garantiert!

Schneeschuhwandervorschläge Schneeschuh-Tour Tarscher Alm (9,8 km / 776 Hm) Von der Talstation aus durch den Nörderberger Wald gelangen Sie auf dem Weg Nr. 2 hoch hinaus. Über die Latscher und Tarscher Alm geht es auf dem Weg Nr. 9 weiter bis zum Bergrestaurant & Berghotel Tarscher Almlounge, wo Ihr Gaumen mit vielen Leckereien verwöhnt wird. Zurück ins Tal geht es auf dem Mini-Weg Nr. 1. Eine Verlängerung der Tour bringt Sie auf die aussichtsreichen Flächen unterhalb von Hochjoch, Jochwaal und Hohen Dieb. Start: Talstation Tarscher Alm Gehzeit: 3-4 Stunden Schwierigkeit: mittel-schwer

heim auf dem Weg Nr. 5 geht es zum Parkplatz alte Mühle und dem Gasthaus Stallwies. Die mystische Stimmung und das knacken des Schnees versprühen ein märchenhaftes Gefühl in der Marteller Bergkulisse. Start: Hotel Restaurant Waldheim Gehzeit: 1,5 Stunden Schwierigkeit: leicht-mittel

Veranstaltungen 08. - 10.12.2017 Marteller Advent im Stadel der Enzianalm 16. - 17.12.2017 Deutschlandpokal Biathlon Alpencup Coppa Italia 01. - 03.02.2018 Biathlon IBU Cup 25.02.2018 Biathlon Südtirol Cup (Hubert Leitgeb Trophäe) 10. - 11.03.2018 Skitourenrennen Marmotta Trophy 

Tourismusverein Latsch-Martelltal

5er Verbindung Stallwies Start der Wanderung ist am Restaurant Wald-

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Auf der eisigen Piste herrschen beste Bedingungen für die Skiasse

Stars am Schnalstaler Gletscher Von Lindsey Vonn bis hin zu den weltbesten Skilangläufern: Schnals ist in der Vorbereitung das Mekka für die Wintersport-Stars „Bodenständig. Ohne große Ansprüche. Sympathisch“. So beschreibt Stefano Zerpelloni die US-Top-Skistars Mikaela Shiffrin und Lindsey Vonn. Zerpelloni ist am Schnalstaler Gletscher für die Pistenkoordination der Trainingsmannschaften verantwortlich. Dafür, dass Stars wie Shiffrin und Vonn optimale Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Die US-Skidamen sind dabei in bester Gesellschaft. „Unsere Südtiroler Skiasse sowie das gesamte italienische und österreichische Nationalteam holen sich hier am

Familie Gamper

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30 | WINTER IM SCHNALSTAL

Gletscher den Feinschliff für die neue Saison“, betont Zerpelloni. Freilich, die Piste für Skiprofis ist schnell gefunden. „Steil muss es sein“, weiß Zerpelloni. Dafür biete sich die Leo Gurschler-Piste hervorragend an. „Diese wird sogar noch mit Wasser bearbeitet. Damit es richtig eisig ist. Und Bedingungen herrschen wie im Weltcup. Ideal für technische Disziplinen wie Slalom und Riesentorlauf“, erzählt Zerpelloni. Die Stars jedenfalls sind zufrieden. Für eine optimale Präparie-

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Café oder in einer unserer Ferienwohnungen.


©Alex Filz

Skistar Lindsey Vonn und Michele Prota, der Direktor der Schnalstaler Gletscherbahnen

„Azzurre“ am Gletscher (v.l.): Manuela Mölgg, Chiara Costazza und Irene Curtoni

rung der Pisten ist durch die engagierten Schneekatzenfahrer ohnehin gesorgt. Überhaupt sei der Hang schwierig und selbst für routinierte Athleten eine echte Herausforderung, wie sich bei den Trainings der verschiedenen Nationalmannschaften immer wieder gezeigt hat. Erst kürzlich erhielt die Piste eine sogenannte FIS-Homologierung, womit offiziell internationale Rennen ausgetragen werden können. Wer weiß, ob Skirennläufer wie Ted Ligety, Dominik

Paris, Christof Innerhofer und Co. in Zukunft nicht hier auch Rennen bestreiten werden. Bekannt wäre ihnen die Strecke schon mal. Genauso wie den Skilangläufern. Was diese im Schnalstal suchen? „Sie suchen die besten Bedingungen. Vor der Saison bereiten wir uns hier optimal auf die anstehenden Rennen vor“, betont Markus Cramer. Der Deutsche ist Trainer der russischen Skilanglauf-Nationalmannschaft und hat heuer unter anderem seine Top-Athleten um Alexander Legkov

Hofeigene Produkte: Fleisch, Milch, Gemüse Bauernschöpsernes • „Bockenes“ • Schnalser Schneemilch Ganzjährig geöffnet und im Winter auf Vorbestellung Familie Gurschler - Vernagt am See - Schnalstal Tel. +39 0473 669 644 oder +39 346 61 74 980 www.finailhof.com

WINTER IM SCHNALSTAL | 31


Die Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut

sowie Tour de Ski-Gewinner Sergej Ustjugow am Gletscher vorbereitet. Dort trafen sie auch auf die Konkurrenz. Konkurrenz wie Petter Northug und Margit Bjorgen. Auch die Norweger hielten sich mit ihrem Nationalteam genauso wie die Nationalteams aus Finnland und Schweden in Schnals auf. Vielfach begleitet von ihren nationalen Medien. „Insbesondere in den nordischen Ländern hat der Skilanglauf einen großen Stellenwert. TV-Anstalten und Zeitungen berichteten aus dem Schnalstal. Für uns ist das ein riesiger und vor allem nachhaltiger Werbeeffekt. Und das kostenlos“, freut sich Michaela Walder, die PR-Verantwortliche der Schnalstaler Gletscherbahnen.

Bergl Alm

NEUAb! heuer auch im Winter vom 27. Dezember bis Ende März für Schneeschuhwanderer geöffnet. Bergl Alm | Kurzras | Schnalstal Tel. +39 339 38 16 482 | info@bergl-alm.com

32 | WINTER IM SCHNALSTAL

Von Schnals bis Olympia Und auch ein Kuriosum konnte man im Schnalstal in diesem Herbst beobachten. André da Luz Goncalves, ein Langläufer aus Portugal. Auch er machte kürzlich mit dem Schnee im Tal Bekanntschaft. Dort bereitete er sich vor, um seinen olympischen Traum zu verfolgen. „Es ist ein Vergnügen, neben all diesen Weltklasse-Athleten aus den verschiedensten Disziplinen zu trainieren und sich auch den einen oder anderen Tipp von den Routiniers zu holen“, zeigte er sich begeistert. Schon jetzt freut er sich auf seine Olympia-Teilnahme im Februar in Südkorea. Wenn dann die Skiasse die Pisten hinuntersausen, und Langläufer und

Die Bergl Alm Die neu errichtete Bergl Alm im Schnalstal ist nicht nur im Sommer ein attraktives Wanderziel für Gäste und Einheimische, sondern ab heuer auch im Winter. Vom 27. Dezember bis Ende März erwarten die Pächter Karoline und Ehrenfried Weithaler an den Wochenenden Schneeschuhwanderer, um sie in ihrer warmen, gemütlichen Bauernstube mit typischen Schnalser Spezialitäten, Tiroler Gerichten, hausgemachten Kuchen und der Schnalser Schneamilch bewirten zu können. Informationen unter: Tel. 339 38 16 482 oder info@bergl-alm.com


Der Finailhof …auf 1.953 m war einst der höchste Kornhof Europas

Biathleten sich auf den olympischen Strecken messen, dann wird auch ein Hauch vom Schnalstal durch die koreanische Winterlandschaft wehen.  

Michael Andres

DIE NEUE

LAZAUN

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Pistenkoordinator Stefano Zerpelloni

Heute legt Familie Gurschler, die mit vier Generationen am Hof lebt und arbeitet, großen Wert auf traditionelle und nachhaltige Hof- und Stallführung sowie auf die Bewirtung der Gäste. Ganzjährig und ganztägig bietet der Hofschank Spezialitäten aus der Tiroler Bauernküche, für die größtenteils Eigenprodukte verwendet werden. Schöpsernes, Bockenes, Kitz- und Lammbraten, Rindsgulasch und Schweinerne Hauswürste stammen vom Hof. Originale Schnalser Gerichte wie die „Schnolsernudeln“ und die „Schnolser Schneamilch“, hausgemachte Kuchen und Strudel gibt es ebenfalls. Ob auf der Sonnenterrasse mit herrlichem Panorama oder in einer der urigen, gemütlichen Schnalser Bauernstuben, Ihr Weihnachtsessen oder die Familienfeier wird zum Fest! In den Wintermonaten ist eine Vorbestellung für abends unter Tel. 0473 669 644 oder 346 61 74 980 oder auf Facebook „Finailhof“ erwünscht.

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WINTER IM SCHNALSTAL | 33


© Maria Gapp

Das Weisen aus dem Morgenland-Fresko in St. Prokulus

Besonderes Fresko Die Weihnachtsbotschaft an der Wand Eine Weihnachtsbotschaft der ganz besonderen Art: So könnte man das Fresko in der Naturnser St. Prokulus Kirche beschreiben. Im Rahmen der Aktion Wegkrippen erscheint dieses Fresko in der Weihnachtszeit in einem ganz besonderen Glanz. Am Stephanitag, dem 26. Dezember, am Silvestertag sowie natürlich am 06. Jänner, dem Dreikönigstag, öffnet die St. Prokulus Kirche ihre Tore. Und inmitten des winterlichen Zaubers lässt sich das Fresko, eine Wandmalerei aus der Zeit um 1400, bestaunen. Erzählungen, Musik, Kinderchöre sorgen am 31. Dezember

NEU nt, Restaura & Pizzeria Terrasse

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zudem für eine ganz besondere Umrahmung. „Die Idee dazu war vor rund drei Jahren entstanden“, blickt Maria Kreidl, die Vorsitzende des Naturnser Kulturvereins Prokulus, zurück. Der Maler dieses Werks, das man heute als Meisterwerk bezeichnen könnte, ist hingegen unbekannt. Die Botschaft jedoch umso bedeutender. „Es ist eine besondere Darstellung. Die Weisen aus dem Morgenland sind ein Leben lang als Suchende dargestellt“, erklärt Kreidl. Das Fresko beinhalte sämtliche Elemente einer Dreikönigsdarstellung. Der Engel, der die Geburt ankündigt, die Krippe mit dem Jesuskind und die

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© Maria Gapp

© Tourismusverein Naturns

drei Lebensphasen. Drei Lebensphasen, die christliches Leben als lebenslange Pilgerschaft andeuten. „Die drei Weisen aus dem Morgenland ziehen als Jünglinge los, als Männer setzen sie ihre Reise fort, als Greise erreichen sie, immer dem Stern folgend, ihr Ziel und kommen beim Jesuskind an“, beschreibt Kreidl das Fresko an der Wand der St. Prokulus Kirche. Sinn und Ausführung, Bedeutung und Stil seien bemerkenswert. Und im Detail liege das Besondere. „Im Unterschied zu anderen Dreikönigsfresken kniet hier nicht nur einer der drei Könige, sondern alle knien vor dem Jesuskind“, erklärt die Vorsitzende des Kulturvereins. Aus Ehrfurcht, versteht sich. Aufmerksamkeit erregen nicht nur die knienden Weisen, sondern auch ein achtstrahliger Stern. Die Zahl acht steht dabei für die Vollkommenheit. Das Werk selbst könne man in drei Abschnitte gliedern. Der letzte Abschnitt, die Darstellung der Krippe, hebe sich in Sachen Farben, Kleidung der Personen und Stil von den beiden ersteren ab. Kreidl: „Wie an den Linien zu erkennen ist, wurde das Wandgemälde mittels Freskotechnik in drei Tagen verwirklicht“. Im Mittelpunkt der Wandmalerei steht dabei stets Maria mit dem Jesuskind, dem Protagonisten des Weihnachtsfestes. 

Michael Andres

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Die Weihnachtshütten

Forster Weihnachtswald

Festliche Atmosphäre in der „historischen Sudpfannenhütte“

Der magische Weihnachtsmarkt in der Spezialbier-Brauerei FORST 22.11.2017 - 7.1.2018

Auch dieses Jahr herrscht in FORST in der Weihnachtszeit eine magische Atmosphäre. Genießen Sie traditionelle Gerichte in den malerischen Weihnachtshütten oder im historischen Sixtussaal, der sich besonders für Familien und Gruppen eignet. Die FORST Lounge lädt Sie mit Longdrinks und Cocktails, die mit den FORST Bierspezialitäten zubereitet werden, zum Verweilen ein. Liebhaber der raffinierten Küche werden im eleganten Gourmet-Restaurant „Felsenkeller“ kulinarisch verwöhnt. Im hauseigenen Shop, im FORST Pavillon und an den Verkaufsständen können Sie allerlei FORST Produkte und handgefertigte Geschenkartikel und Raritäten erwerben. Die FORSTER Weihnachtsbäckerei im FORST Pavillon lädt mit allerlei traditionellen, weihnachtlichen Backwaren zum Naschen ein. Auch die kleinen Gäste kommen mit Ponyreiten, einer Fahrt auf dem nostalgischen Karussel und vielem mehr auf ihre Kosten.

Der historische Sixtussaal

Das Gourmet-Restaurant Felsenkeller

Forster Weihnachtswald in Forst/Algund www.forsterweihnachtswald.it

FORST X-mas Hotline: +39 0473 260 260 Spezialbier-Brauerei FORST | Vinschgauerstr. 8 | I-39022 Forst/Algund

Die FORST Beer Lounge

Unser Winter