Oberschule in Mals feiert Jubiläum

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Über das Joch bis nach Bormio und Tirano

Foto: hds

STILFSERJOCH/BORMIO/TIRANO -

Die Entwicklung und die Zukunft des Stilfserjochs sowie das Orts­ marketing der Stadt Tirano und der Gemeinde Bormio standen im Mittelpunkt einer Lehrfahrt, die kürzlich der Bezirk Vinschgau des hds (Handels- und Dienstleistungs­ verband Südtirol) organisiert hat. Rund 20 Kaufleute und Dienstleister, Vertreter von Tourismusvereinen so­ wie Gemeindepolitiker nahmen an der Lehrfahrt teil. Angeführt wurde die Delegation von hds-Bezirksprä­ sident Dietmar Spechtenhauser und hds-Bezirksleiter Walter Holzeisen. Seit über zwei Jahren beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Auf­ wertung des Stilfserjochs. Arnold Gapp, der Präsident der Arbeits­ gruppe, sowie Koordinator Stephan Gander berichteten über die Pläne der nächsten Jahre. Zwischen den Regionen Vinschgau, Valtellina und Val Müstair soll eine Gesellschaft gegründet werden, die ab 2019

Die Vinschger Delegation in Bormio.

operativ Maßnahmen umsetzten wird. Geplant sich u.a. Duschen und Schließfächer für Radfahrer auf dem Stilfserjoch, neu gestaltete Parkplätze sowie eine verkehrsbe­ ruhigte Zone. Außerdem sollen die Fassaden der Häuser saniert und ein historisches Museum errichtet werden. Auch die Verkaufsstände sollen für die Besucher attraktiver gestaltet werden. In Tirano wurde die Delegation von Gemeinde- und Handelsvertretern empfangen. Die

Branchen Landwirtschaft, Handel und Dienstleistung, Tourismus und Gastronomie sind in Tirano ausge­ wogen vertreten. Hervorzuheben ist der Markt von San Michele, den es bereits seit über 500 Jahren gibt. Das historische Zentrum von Tirano ist gut erhalten, die meisten Handels­ betriebe sind jedoch an der Durch­ zugsstraße angesiedelt. Obwohl Tirano kein Stadtmarketing hat, gibt es Bemühungen, das Leben in die Altstadt zurückzuholen. Vor allem

große Lücke besteht zwischen den Verpflichtungserklärungen der Unternehmen, der Politik und deren Umsetzung. Die fünf Richter/innen verlangen, dass die Umwelt im internationalen Recht besser geschützt werden und dass die Straftat des Öko­ zids darin Eingang finden muss. Wenn man die Zeugenaussagen und Anhörungen der Opfer und der Experten anhört, dann ist das, was Alexander Schiebel im Buch „Das Wunder von Mals“ nieder­ geschrieben hat, und dafür nun von LR Schuler & Co verklagt wird, dagegen harmlos.

zu meiner Heilung beigetragen hat, bestens danken. Ich fühlte mich kompetent, freundlich und aufmerksam betreut im Betten­ haus 1.

lange Einkaufsabende im Sommer finden bei den Konsumenten großen Anklang. Auch in Bormio wurden mit Gemeinde- und Wirtschaftsver­ tretern Netzwerkgespräche geführt und Erfahrungen ausgetauscht. Die meisten Aktionen finden in Bor­ mio während der Hauptsaisonen im Winter und Sommer statt. Gastro­ nomie- und Shoppingevents sowie Sportveranstaltungen tragen dazu bei, den Ort zu vermarkten. „Der Besuch bei unseren Nachbarn hat gezeigt, wie wichtig ein funktio­ nierendes Ortsmarketing und die Zusammenarbeit aller Wirtschaft­ streibenden ist. Dieser Ausflug hat unseren Horizont erweitert. Wir konnten tolle Ideen sammeln, die wir nun gemeinsam im Vinschgau um­ setzen können“, resümiert Dietmar Spechtenhauser. Besonders begeis­ tert waren die Gastgeber in Tirano und Bormio vom Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten aus dem Vinschgau. RED

LESERBRIEFE

MONSANTO TRIBUNAL, MALS UND KLAGEN Vom 14. bis zum 16. Oktober 2016 fand in Den Haag das so­ genannte „Monsanto Tribunal“ statt. Das Ziel des Monsanto Tribunals, eines außerordent­ lichen Meinungsgerichts, war es, ein Rechtsgutachten über den Schaden an Umwelt und Gesundheit, verursacht durch den multinationalen Konzern Monsanto und durch seine Pestizid-Praktiken, abzugeben. Fünf international renommierte Richter unter dem Vorsitz von Frau François Tulkens, der ehe­ maligen Vize-Präsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, haben im Laufe des Verfahrens 30 Zeugen und Experten aus fünf Kontinenten angehört. Am 18. April 2017 haben die fünf Richter/innen des Monsanto Tribunals ihr Gut­ achten verkündet (siehe http:// de.monsantotribunal.org/Ergeb­ nisse). Die fünf Richter/innen halten u.a. fest, dass, trotz den vielen vorhandenen rechtlichen Mitteln im Umweltschutz, eine

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DER VINSCHGER 35/17

RENÉ MORGENEGG, DÜDINGEN (SCHWEIZ), 11.10.2017

SPIEL MIT DEM FEUER

Der Chefredakteur meinte im der Vinschger Nr. 34/2017, dass die Katalanen und auch einige Süd-Tiroler den Weltfrieden ge­ fährden könnten, wenn sie sich vom Staat lossagen würden. Dass FRAGNER-UNTERPERTINGER JOHANNES, es in Katalonien am 1. Oktober MALS, 10.10.2017 zu brutalen gewaltsamen Ausei­ nandersetzungen gekommen ist, war absehbar, so Sepp Laner. Ich, DANKE AN DAS ÄRZTEund viele andere auch, haben dies UND PFLEGETEAM nicht geglaubt und auch nicht vorhergesehen, dass ein „angebli­ Statt mit meiner Frau zu wandern cher demokratischer Rechtsstaat“ in der schönen Landschaft, ver­ (Worte des SVP-Abgeordne­ brachte ich meine Ferien­woche ten Philipp Achammer) zu so im Krankenhaus Schlanders. menschenverachteten Mitteln Zeit genug um auch den greift und unschuldige, friedliche der Vinschger kennen zu lernen. Menschen, darunter viele Frauen Auf diesem Wege möchte ich und Ältere, niederknüppelt. Was dem Ärzte- und Pflegeteam, das bedeutet dies für Süd-Tiroler,

die den italienischen Staat nicht als ihren anerkennen? Um den Weltfrieden nicht in Gefahr zu bringen, kuschen, still sein, sei­ ne Identität verleugnen und die Tricolore schwingen? Europa­ regionen der Völker? Nur für Sonntagsreden tauglich? Laner Sepp meint, der Dialog ist der einzige und richtige Weg, um das Pulverfass zu entschärfen. Spani­ en legt aber jeglichen Dialog ab! Und Italien? Wäre Italien bereit für einen Dialog, als demokrati­ scher Rechtsstaat? Den 90% der Katalanen*, die ein friedliches Katalonien gewählt haben, wün­ sche ich die Freiheit, die sie sich mit friedlichen Mitteln erkämpft haben. Auch ich liebe den (Welt) Frieden, als „freier“ und nicht als „fremdbestimmter“ Mensch. GERHARD PALI, PRAD, 14.10.2017

* Am Referendum haben sich 42,3% der Wahlberechtigten beteiligt. Nicht 90% der Katalanen, sondern rund 90% der Abstimmenden sprachen sich für die Unabhängigkeit aus. (Anmerkung der Redaktion).