„Zamma schaugn“

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Zum Predigen begab sich Pfarrer Florian Öttl unter die Gläubigen.

Drei Pfarreien sagen Danke Florian Öttl seit 20 Jahren Priester. Zusätzliche Aufgaben ab 1. September. Ein „Unikat“, der die Dinge beim Namen nennt. TRAFOI - Am 28. Juni 1997 wurde

Florian Öttl von Bischof Wilhelm Egger zum Priester geweiht. Er war zunächst Kooperator in Mals. 1999 übernahm er die Pfarreien Stilfs und Sulden, 2009 kam mit Trafoi die dritte Pfarrei dazu. Die drei Pfarrgemeinderäte von Sul­ den, Stilfs und Trafoi nahmen das heurige Patroziniumsfest Maria Heimsuchung, das am 2. Juli in Trafoi gefeiert wurde, zum Anlass, um ihrem Pfarrer gemeinsam zu danken und zu gratulieren. „Wir haben Pfarrer Florian als einen gläubigen, bescheidenen und bodenständigen Menschen kennengelernt, der stets das sagt, was er denkt und sich dabei kein Blatt vor den Mund nimmt“, sagte Alexandra Mazagg, die Präsi­ dentin des Pfarrgemeinderates Sulden, im Namen aller drei Pfarrgemeinderäte. Weit über

seinen Wirkungskreis hinaus be­ kannt ist das „Unikat“ Florian Öttl nicht nur wegen seines „Psairer“ ­Dialektes und seiner Originalität, sondern auch aufgrund weite­ rer Aufgaben, die er im Dekanat übernommen hat, etwa als Feu­ erwehrkaplan, Mitarbeiter im Jugenddienst oder Initiator und Mitarbeiter der Obervinschger Lebensmittel-Tafel. Ab dem 1. September werden die Pfarreien Stilfs, Trafoi und Sulden mit der Pfarrei Prad-Agums zu einer Seel­ sorgeeinheit zusammengeschlos­ sen. Florian Öttl wird Pfarrer von Prad-Agums und Pfarrseelsorger der Pfarreien Lichtenberg, Stilfs, Trafoi und Sulden. „Das ist eine große Herausforderung, nicht nur für mich, sondern für uns alle. Aber wenn wir miteinander und füreinander arbeiten, werden wir es schaffen“, gab sich Öttl über­

Auch Verwandte und Bekannte aus dem Passeiertal waren gekommen, um mit „ihrem“ Florian zu feiern und ihm zu gratulieren.

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DER VINSCHGER 25/17

zeugt. Er dankte allen, die ihn auf seinem bisherigen Weg geformt und begleitet haben, beginnend mit seinen verstorbenen Eltern, den Verwandten, Freunden und Gläubigen seiner Pfarreien. Die Glaubensüberzeugung sei ihm vom Elternhaus mitgegeben wor­ den. Öttl: „Es braucht vor allem in der heutigen Zeit Menschen, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, Menschen mit Herz und Glaubensüberzeugung.“ Niemand sei vollkommen und perfekt, „aber es ist wichtig zu wissen, woher man kommt, wo­ hin man hingehört und was man will.“ Feierlich mitgestaltet ha­ ben den Gottesdienst die Chöre von Stilfs und Sulden unter der Leitung von Christina Plieger. Kathrin Thöni aus Trafoi beglei­ tete die Sängerinnen und Sänger am Harmonium. Als Zeichen

des Dankes im Namen aller drei Pfarreien bekam Florian Öttl ein Bild der kleinen Kirche des Wall­ fahrtsortes Heilige Drei Brunnen. Die Wallfahrtskirche liegt ihm be­ sonders am Herzen. Sicher nicht ungern gehört haben die Gläubi­ gen von Stilfs, Sulden und Trafoi die Zusicherung von Florian Öttl, dass er trotz der anstehenden zu­ sätzlichen Aufgaben keine Pfarrei werde links liegen lassen. Seinen Abschluss fand die Feier mit ei­ nem Grillfest im Nationalpark­ haus „naturtrafoi“, organisiert von der drei Pfarrgemeinderäten und freiwilligen Helferinnen und Hel­ fern. Zu den Gratulanten gehören u.a. der Seelsorger Josef Hurton aus Sulden und Bürgermeister Hartwig Tschenett. SEPP

Feierlich mitgestaltet haben den Gottesdienst die Chöre von Stilfs und Sulden.