Tunnelbau rückt näher

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Bürgermeister Georg Altstätter.

umrahmt hat die Eröffnunsgfeier bei der Kapelle Zufall die Musikkapelle Martell. Unter den vielen Wanderern aus nah und fern befanden sich auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Tourismus. Bestaunt haben den Schluchtenweg u.a. die Landtagsabgeordneten Brigitta Fop-

Auf der „Kanzel“ (v.l.): Ingenieur Siegfried Pohl sowie Andreas Zanier und Pohls Tochter Heike vom Architekturbüro „tara“. Wie Siegfried Pohl dem der Vinschger bestätigte, war die Verankerung der Stahlbauwerke eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung.

pa und Riccardo Dello Sbarba von den Grünen sowie Walter Blaas und Hannes ­Zingerle von den Freiheitlichen, Bezirkspräsident Andreas Tappeiner und Gustav Tappeiner, Bürgermeis-

80.000 vom Land (Landesanteil der Umweltgelder) und 240.000 von der Gemeinde (Umweltgelder). Der Latscher Pfarrer Johann Lanbacher und der Pfarrer Josef Stricker, den die Marteller Stallwieser-Sepp nennen, riefen zum behutsamen Umgang mit der Schöpfung auf. Der Schluchtenweg sei in diesem Sinn ein gelungenes Beispiel. Stricker: „Der moderne Mensch hat das Staunen und Schauen vergessen. Der umfassende Weitblick fehlt ihm.“ Der Schluchtenweg öffne den Blick in die Tiefe. Musikalisch

ter von Kastelbell-Tschars. Dass der Schluchtenweg eine große Aufwertung für die Gemeinde Martell und den Nationalpark bedeutet, war aus dem Munde vieler zu hören. SEPP

Feststimmung auf Zufall.

Einblicke in das Welterbe MÜSTAIR - Landesweit wurde am 10. Juni in der Schweiz der zweite Welterbetag begangen. Im Kloster St. Johann in Müstair, das zu den drei ersten Welterbestätten der Schweiz gehört, wurden u.a. spezielle Führungen zu den Restaurierungsplätzen angeboten. Viele Gäste aus nah und fern nutzten die Gelegenheit, auf das Gerüst in der Nordapsis der Klosterkirche zu steigen, um dort hautnah die Fresken zu sehen. Der Restaurator Rufino Emmenegger und der wissenschaftliche Leiter Patrick C ­ assitti gewährten einen Einblick in die Arbeiten, die viel Geduld, Genauigkeit und Herzblut erfordern. Die Restauratorin Doris Warger erklärte den Besuchern die Restaurierungsarbeiten in der Heiligkreuzkapelle. Malschichten aus

Patrick Cassitti bei einer Führung in der Doris Warger (in Weiß) gewährte den Besuchern einen Einblick Nordapsis der Klosterkirche. in die Restaurierungsarbeiten in der Heiligkreuzkapelle.

mehreren Jahr­hunderten schmücken die Wände im Obergeschoss der Kapelle. Die Restaurierung der Heiligkreuzkapelle soll heuer im Sommer weitgehend abgeschlossen werden. 2018 folgt die Einrichtung. Die Kapelle soll in Zukunft wieder als sakraler Raum

genutzt werden können. Im Klosterhof fand der Biosfera-Markt mit handwerklichen Produkten und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region statt. Für Musik sorgten eine Gruppe der Musica Concordia und das Trio TaVaJa. Zum Abschluss gab es ein Kon-

zert mit dem Vinschger Blockflötenensemble Maraynas und dem Vokalensemble Suvendes unter der Leitung von Martina Wienchol. Der Welterebetag soll zu einem jährlichen Fixpunkt im SEPP/RED Juni werden. DER VINSCHGER 23/17

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