Obervinschgau im Plus

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VINSCHGER THEMA

Viel Anerkennung gab es für den Verwaltungsrat der Ferienregion Obervinschgau mit Herta Steiner (Taufers), Harald Trafoier (Schluderns), Joachim Theiner (Tourismusreferent), Mara Theiner (neu aus Burgeis) Lukas Gerstl (Präsident), Klaus Pobitzer (HGV), Andreas Pobitzer (Schleis), Doris Bayer (Glurns). Es fehlt Georg Steiner (Mals).

„Der eine Kirchturm genügt“ Ferienregion Obervinschgau rückt zusammen. Rolle der sprichwörtlichen Kirchtürme wird immer unbedeutender. SCHLUDERNS - Seit Jahren gab es keinen derartigen Zuspruch an der Vollversammlung der ­Ferienregion Obervinschgau. Im Saal des Vintschger Museums herrschte so etwas wie Erwartungshaltung. Bürgermeister Ulrich Veith (Mals), Peter Paul Trafoier (Schluderns), Roselinde Gunsch Koch (Taufers im Münstertal), und Vizebürgermeister Armin Windegger (Glurns), waren selbst Teil dieser Aufbruchstimmung. Der Vorsitzende der Ferienregion Lukas Gerstl eröffnete die Versammlung mit seinem Lieblingsspruch: „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammen bleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeit ein Erfolg.“ ­Büroleiterin Lea Stecher blickte beispielhaft auf die ganzjährige Fülle an Initiativen, Maßnahmen und Angeboten zurück, vom Tag der Romanik bis zum Glurnser Advent, von Skicross bis Ritterspiele, von Kräuterwoche über Almkäse bis Fußball-Trainingslager. Zum Projekt 360-Grad-Wanderweg erwähnte Präsident Gerstl die Leistungen von Forststationsleiter Stefan Peer, Alpenvereinsobmann Kassian Winkler und Mitarbeiterin der Ferienregion Silvia Tumler. Lea Stecher unterstrich die Zusammenarbeit mit der Ferienregion Reschenpass und präsentierte als wohl wichtigste Meldung jeder Tourismusversammlung

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DER VINSCHGER 15/17

den Anstieg der Nächtigungen von 427.663 im Jahre 2015 um 8,25 % auf 462.948 im Jahre 2016. Auffallend waren die „Rückkehr“ des deutschen Gastes und die Abnahmen bei Italienern und Schweizern. Auf die einzelnen Gemeinden bezogen hatte Mals einen Zuwachs von 8,89 %, Taufers von 12,32 % und Glurns sogar von 12,55 % zu verzeichnen. Wegen einer Betriebsschließung musste Schluderns einen Rückgang von 3,21 % hinnehmen. Watles ohne Events Lukas Gerstls eingescho­bene Bemerkung, dass die großen Wintersportereignisse nächstes Jahr nicht mehr durchgeführt würden und dass man sich im Winter mehr „auf naturnahe Sachen“

konzentrieren werde, ließ aufhorchen. Große Sportereignisse werde es nur mehr im Sommer geben, durfte Gerald Burger als neuer Mitarbeiter der Ferien­ region mitteilen. Mit dem Ortler Bike Marathon, dem Stilfser Joch Marathon und dem Reschenseelauf würde den bekanntesten Vinschger Wahrzeichen je eine „Top-Veranstaltung“ gewidmet. Es dauerte eine gute Stunde, bis Präsident Gerstl zum eigentlichen Grund für das große Interesse an der Vollversammlung kam: zur Übernahme der Touristik & Freizeit AG durch die Ferienregion. „Wir haben uns nach vielen Hin und Her entschlossen, am 30. März ein Angebot abzugeben“, fasste er zusammen. Er dankte Tourismusreferent Joachim Theiner für seine Vermittlerrol-

le zwischen Gemeinde, Ferien­ region und Touristik & Freizeit AG und bat den Bürgermeister um eine Stellungnahme. „Wir sind zur Erkenntnis gekommen, dass eine öffentliche Körperschaft für eine solche Gesellschaft ein Hemmschuh ist“, erklärte Veith. „In dieser Konstellation konnte sie sich kaum bewegen und musste sich an alle Vorschriften halten, an die sich eine Gemeinde auch zu halten hat“, meinte er. Und was entscheidend sei, die Gesellschaft hätte keinen Zugriff auf die Landesförderung für kleine Skigebiete. Er erklärte den Beschlussweg der Gemeinde und den Grund, warum die Entscheidung gegen Investoren von außen und für die Ferienregion gefallen sei. „Als Gemeinde können wir die Mittel, die wir durch den A ­ ktienverkauf er-

Vollversammlung 2017 der Ferienregion im Vintschger Museum.