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VINSCHGER GESELLSCHAFT LESERBRIEFE

PRIVATKRIEG Frau Adeline Wallnöfer und Herr Roland Brenner haben in Lesebriefen (der Vinschger Nr. 11 und 12) zur Vollversamm­ lung der Umweltschutzgrup­ pe Vinschgau Stellung bezogen. Einleitend bekunden beide ihr persönliches Interesse am Um­ weltschutz. Diese Aussage ist we­ nig überzeugend, denn für den Umweltschutz zu sein ist heute eine sozial erwünschte Eigen­ schaft, niemand würde von sich das Gegenteil behaupten oder den Umweltschutz als irrelevant bezeichnen. An welcher Stelle in der Prioritätenliste der Umwelt­ schutz für Personen tatsächlich steht, wird offensichtlich, wenn der Umweltschutz in Konkur­ renz mit anderen Faktoren steht, z. B. mit der Verteidigung des Ansehens von Parteifreunden. Dies äußert sich dann darin, dass der Umweltschutz an sich zwar gepriesen, aber diejenigen, die ihn aktiv und engagiert betreiben ins schlechte Licht gestellt wer­ den. Es wird darauf hingewiesen, dass alle Aktionen und Anliegen, die bei der Vollversammlung von den Vorstandsmitgliedern vorge­

stellt wurden, vom Vorstand ge­ 2000 in Südtirol niemand mehr meinsam geplant, durchgeführt Deutsch reden wird. Das war jedenfalls eine absolute Fehlein­ und mitgetragen werden. schätzung. Fakt ist, dass unsere DER VORSTAND DER UMWELTSCHUTZGRUPKultur, Mentalität und Bräuche, PE VINSCHGAU, 08.04.2017 mit Ausnahme des Sonntags, einen Aufschwung erleben. Auch das friedliche Zusammenleben FLÜCHTLINGS­DRAMA: unter den Volksgruppen funkti­ ­PARALLELEN ZU oniert vielfach. Wenn wir dieses ­SÜDTIROL! viele kostbare Gut leben, dann wird es überleben und noch un­ Südtirol ist diesem messerscharf zählige Generationen überdau­ entgangen! Man denke nur an die ern. Vorausgesetzt, dass unsere Optionszeit und das Abkommen Gesellschaft kinder- und famili­ zwischen Hitler und Mussoli­ enfreundlich eingestellt ist. Noch ni, weiters an die 81% unserer eins: Setzen wir den sozialen Bevölkerung, die sich für das Frieden nicht auf das Spiel und Auswandern entschieden haben. unterbinden wir übertriebenen Zum Glück kam es anders. Das Fanatismus. Die Geschichte zeigt Südtiroler Volk wäre dann wohl uns klipp und klar, dass man auch 2 bis 3 Mal auf der Flucht damit baden geht! gewesen. Ich zähle zu jenen, die sich für nachhaltige Maßnahmen RAIMUND NIEDERFRINIGER, TANAS, aussprechen, damit die Men­ 08.04.2017 schen in ihren jeweiligen Hei­ matländern bleiben und zuver­ sichtlich in die Zukunft blicken PESTIZIDE (3) können. Ich bin für eine gesunde Entwicklungspolitik, aber gegen Das Urteil N. 730 vom 26.8.2014 Hass und Panikmacherei. Ich des Richters Dr. Sergio Garofalo kann mich zum Beispiel gut er­ von Pistoia bringt es klar auf innern, dass wohl einige behaup­ den Punkt, was das ungehemm­ teten, dass spätestens im Jahr te Pestizidspritzen und somit

das Treffen von Nichtzielflä­ chen sprich von Mensch, Tier und Umwelt durch Pestizide betrifft: „(…) Pestizideinbrin­ gungen müssen als inakzeptabel gewertet werden, (...) denn das Recht auf Gesundheit steht – verfassungsmäßig – höher als die Notwendigkeiten von Produkti­ on.“ („Dette immissioni devono considerarsi intollerabili (…) stante la prevalenza - sulla base dei principi costituzionali - del diritto alla tutela della salute rispetto alle esigenze della pro­ duzione”). FRAGNER-UNTERPERTINGER JOHANNES, MALS, 30.03.2017

PESTIZIDE (4) Frei nach Kurt Tucholsky: „In Südtirol gilt offensichtlich der­ jenige, der auf die Giftigkeit der Pestizide hinweist, als viel gefährlicher als derjenige, der giftige Pestizide versprüht.“ FRAGNER-UNTERPERTINGER JOHANNES, MALS, 30.03.2017

„gehen-staunen-genießen“ MARIENBERG - Wer sich auf ei­ nen Pilgerweg begibt, verlässt Vertrautes und stellt sich dem Unbekannten. Dieses Aufbre­ chen wirkt heilsam auf Körper, Geist und Seele. Die drei Pusterer

Männer Paul, Meinhard und Hans erzählen am 25. April um 19 Uhr im Kloster Marienberg von ihren Erfahrungen und Erlebnissen auf dem noch wenig bekannten, aber einzigartigen Pilgerweg durch

Mittelitalien auf den Spuren des Hl. Benedikt von Nursia, dem Patron von Europa. Sie erzählen unter dem Motto „gehen-stau­ nen-genießen“, begleitet von stimmungsvollen Lichtbildern,

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Auf über 1.500 m mitten im Naturpark Texelgruppe Direkter Einstieg in den Meraner Höhenweg Abstieg zur Talstation über den Partschinser Wasserfall (höchster Wasserfall Südtirols) Wanderungen ins Zieltal zur Zielalm oder Lodnerhütte

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