"Schmuggler im Anmarsch"

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Ich hocke oft irgendwo draußen“

Alois Ziernheld und die Kulturreferentin Annegret Rück. PRAD - Eine besondere Ausstellung kann noch bis zum 2. April im Nationalparkhaus „aquaprad“ in Prad besichtigt werden. Zu sehen sind 85 Bilder des Autodidakten Alois Ziernheld. Die Ausstellung umfasst Werke der vergangenen 30 Jahre. Es handelt sich zum Großteil um Aquarelle und Ölgemälde auf Papier und Holz. Aber auch Radierungen und Zeichnungen sind zu bewundern. Die Liebe zur Malerei hat Alois Ziernheld, der aus Burgeis stammt und 1985 nach Prad zog, von seinem Vater Anton geerbt. Auch sein Vater hatte von Kindheit an gemalt. Zumal er als Technischer Zeichner im Ruhestand ist, hat Alois Ziernheld

Viel Interesse für die Bilder von Alois Ziernheld.

jetzt noch mehr Zeit für sein Hobby. Prad, zeigte sich bei der AusstelEr liebt es, auf Berge und Anhöhen lungseröffnung von der Vielfalt, der zu steigen und hockt oft irgendwo Wahl der Motive, den Farben der draußen, um Landschaften, Höfe, Berge und Täler in einem ersten Entwurf festzuhalten. „Dann eile ich nach Hause, um die frischen Eindrücke daheim zu verfeinern“, verriet Ziernheld dem der Vinschger. Er ist ein ausgezeichneter Beobachter. Eine besondere Vorliebe hat er für die Veränderungen der Landschaften im Hochgebirge. Ein aufmerksames Auge wirft er seit jeher auf den Rückgang der Gletscher, in den Ortler-Bergen ebenso wie in weiteDiese Radierung (1988), zeigt die ren Gebirgsketten. Annegret Rück, „Woschtl-Regina“ aus Agums. die Kulturreferentin der Gemeinde

Werke und der Leidenschaft von Alois Ziernheld für die Malerei beeindruckt. Auch Bürgermeister Karl Bernhart war zur Eröffnung gekommen. Esther, die Tochter von Alois Ziernheld, ist übrigens ebenfalls schon seit Jahren künstlerisch tätig. Ihre erste Ausstellung „Himmelblau“ war zum Jahreswechsel 2014/15 am Sitz der Raika Prad-Taufers zu sehen. Für Alois Ziernheld ist die derzeitige Ausstellung im Nationalparkaus die insgesamt 4. große Einzelausstellung und zugleich die erste in Prad. Seine Werke sind werktags von 9 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr zu sehen sowie sonntags von 14.30 bis 18 Uhr. SEPP

Ja zu Platzbenennung, Akustikplan und Grün-Grün-Umwidmung SCHLANDERS - Bei der ­jüngsten Sitzung des Schlanderser Gemeinderates wurden gleich mehrere Beschlüsse einstim­ mig gefasst. So etwa jener, den Platz in Vetzan, der derzeit neu gestaltet wird, „Missionar Luis Helfer Platz“ zu benennen. Der St. Josefs-­Missionar aus Vetzan, geboren am 15. Oktober 1936,

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ist am 31. Dezember 2014 verstorben. Er hatte lange Zeit in Uganda gewirkt und viel Gutes für die dortige Bevölkerung in Gang gesetzt. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde der von Ingenieur Michele Morandini (Firma Eurokustik) und Günther Wanker (Landesamt für Luft und Lärm) vorgestellte Akustikplan.

Die darin festgelegten Zonen und jeweiligen Lärm-Grenzwerte sind bei allen künftigen Abänderungen des Bauleitplanes zu berück­ sichtigen. Einige Probleme in punkto Lärmbelastung gibt es in Vetzan, wo das Gewerbegebiet angesiedelt ist. Einhellig genehmigt wurden außerdem eine sogenannte Grün-Grün-Umwidmung von

insgesamt rund einem Hektar an Waldrandflächen in Grünwiese am Nördersberg, der Anschluss des Betriebes Zwick GmbH an das Gasverteilernetz sowie die Ernennung von Andreas Wenter zum neuen Rechnungsprüfer der SEPP Gemeinde.