"Schmuggler im Anmarsch"

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Ziesel-Action

„Flüchtlingsschwindel“

SCHNALS - Ziesel. Was hat es mit dem Namen, der eine seltene Tierart vermuten lässt auf sich? Bei Ziesel-Fahrzeugen handelt es sich um eine Art elektrisches Raupenfahrzeug. Passend, denn eigentlich sind Ziesel ja wirklich eine Gattung der Erdhörnchen und passen sich ideal ihrer Umgebung an. Entwickelt in Schwaz in Nordtirol, eignen sich die flotten Maschinen unter anderem als Helfer für Skigebiete, für geführte Touren oder in der Landwirtschaft als Mäher, sowie als Freizeit-Unterhaltung. „Die Fahrzeuge erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 35 km/h, sind sehr geländetauglich und machen sowohl auf der Straße, als eben auch so wie hier im Schnee eine gute Figur“, betont Roland Huber von der Firma ­Mattro, welche den Ziesel entwickelt. 2013 kamen die Maschinen, die als Kleintraktor deklariert sind, eine europäische Straßenzulassung haben und ab 26.000 Euro kosten, auf den Markt. Seitdem steht der Ziesel für ein außergewöhnliches Fahrerlebnis. Sein kräftiger elektrischer Antrieb, die intuitive Joystick-Steuerung und die beeindruckende Geländegängigkeit lassen eine Vielfalt von Anwendungen zu. Und das alles gemischt mit Spaß-Faktor. Davon konnte sich auch der Autor dieser Zeilen kürzlich bei den Ziesel-Tests am Schnals­ taler Gletscher überzeugen. Aber

Foto: Caro Gurschler

Off-Road Abenteuer am Schnalstaler Gletscher.

Testeten das Fahrzeug ausgiebig: Caroline Gurschler und Manuel Kaserer.

Der Ziesel im der Vinschger-Test.

begeistert. Sie und Handbikerin damit nicht genug. Nicht nur Schuler zeigten ihr Geschickt konnten die Geräte ausgiebig im Umgang mit dem Ziesel. Für getestet werden, sondern auch den Sieg reichte es jedoch nicht. ein Rennen, als Art Riesentorlauf, Dieser blieb im Schnalstal. Und wurde ausgetragen. Während zwar war es Christoph Hofer, die Tests an der Talstation der der technische Leiter der SchnalGletscherbahnen ausgetragen staler Gletscherbahnen, der Taworden waren, ging das Rennen gesbestzeit erzielte. Er benötigte selbst direkt auf dem Schnalstaler für die Strecke 1.36 Minuten. Gletscher über die Bühne. „Das Ziesel-Adventure war ein voller Erfolg. Es hat sich bezahlt gemacht, dieses Event nach Sieg bleibt im Schnalstal Schnals zu holen. Das Rennen Rund 40 Teilnehmer ließen war ein großer Spaß“, freut sich sich das Spektakel nicht entgehen. auch Elmar P ­ ichler-Rolle, der Darunter die Österreicherin Kira Direktor der Schnalstaler GletGrünberger und die Plauserin scherbahnen, der selbst am RenClaudia Schuler. Grünberger, die nen teilnahm. Mit dabei waren ehemalige österreichische Stab- auch der Schnalser Bürgermeister hochspringerin und Leichtath- Karl Josef Rainer und zahlreiche letin, die seit einem schweren weitere Personen aus Politik und Trainingsunfall im Juli 2015 quer- Gesellschaft. schnittgelähmt ist, zeigte sich von den flotten Fahrzeugen und der MICHAEL ANDRES Kulisse des hinteren Schnalstals

VINSCHGAU - Benjamin Pixner, Bezirksleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit und Mitglied des Gemeinderates von Kastelbell-Tschars, kritisiert die Vorgehensweise der Bezirksgemeinschaft und der Bürgermeister bezüglich des neuen „SPRAR Projekts“. Mit diesem können sich die Gemeinden bereit erklären, weitere rund 80 Flüchtlinge aufzunehmen. „Bis jetzt hat nur der Gemeinderat von Schlanders diesem Projekt zugestimmt. In vielen anderen Gemeinden des Vinschgaus wird das Thema in den nächsten Tagen erst noch behandelt. Verschiedene Medien titelten jedoch, dass dieses Vorhaben bereits im ganzen Tal beschlossene Sache wäre und das entspricht nicht der Wahrheit“, so Pixner. Das letzte Wort habe immer noch der jeweilige Gemeinderat und die meisten Gemeinderäte hätten noch nicht darüber abgestimmt. Pixner sieht in der Vorgehensweise der Bezirksgemeinschaft und der Bürgermeister einen klaren Schwindel: „Man will mit einem Mal alle Gemeinden mitziehen und den Eindruck schaffen, dass dieses Projekt sowieso schon beschlossene Sache ist!“ Bei einer informellen Sitzung des Gemeinderates von Kastelbell-Tschars, bei der die Direktorin der Sozialdienste, Karin Tschurtschentaler, die Initiative vorstellte, habe sich gezeigt, dass noch viele Fragen offen seien, „und es keine Absicherungen gibt, weder was die Finanzierung noch die Abwicklung betrifft.“ RED

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DER VINSCHGER 11/17

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