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100 % Jugend in Aktion In Europa gemeinsam aktiv werden


BELGIEN

LIECHTENSTEIN

ÖSTERREICH

Jugendbüro der Deutschsprachigen Gemeinschaft Quartum Center Hütte 79/16 B-4700 Eupen Tel.: +32 (0) 87 - 56 09 79 Fax: +32 (0) 87 - 56 09 44 E-Mail: info@jugendbuero.be Website: www.jugendbuero.be

aha – Tipps & Infos für junge Leute Nationalagentur für das EU-Programm „Jugend in Aktion“ Bahnhof, Postfach 356 FL – 9494 Schaan Tel: +423 - (0) 23 99 115 Fax: +423 - (0) 23 99 119 E-Mail: aha@aha.li Website: www.aha.li

Interkulturelles Zentrum – Österreichische Agentur „Jugend in Aktion“ Lindengasse 41/10 A – 1070 Wien Tel.: +43 (0) 1 - 586 75 44-12 Fax: +43 (0) 1 - 586 75 44 -9 E-Mail: iz@iz.or.at Website: www.jugendinaktion.at

DEUTSCHLAND

LUXEMBOURG

SCHWEIZ

JUGEND für Europa Deutsche Agentur für das EU-Programm „JUGEND IN AKTION“ Godesberger Allee 142-148 D-53175 Bonn Tel.: +49 (0) 228 - 950 62 20 Fax: +49 (0) 228 - 950 62 22 E-Mail: begegnung@jfemail.de Website: www.webforum-jugend.de

Service National de la Jeunesse Agence Nationale „Jeunesse en action“ 138, bld. de la Pétrusse L - 2330 Luxembourg Tel.: +35 (0) 2247 - 86 477 Fax: +35 (0) 2264 - 83 1 89 E-Mail: myriam.putzeys@snj.etat.lu Website: www.snj.lu/europe

Schweizerische Koordinationsstelle JUGEND IN AKTION c/o INTERMUNDO Gerechtigkeitsgasse 12, Postfach CH-3000 Bern 8 Tel: +41 (0) 31 - 326 29 22 Fax: +41 (0) 31 - 326 29 23 E-Mail: info@jugend-in-aktion.ch Website: www.jugend-in-aktion.ch

Impressum Verantwortliche Herausgeberin: Jugendbüro der Deutschsprachigen Gemeinschaft I Irene Engel I Hütte 79/16 I B-4700 EUPEN Redaktion: Petra Förster I Gestaltung: Andrea Lennartz, lennartz@euregio.net Oktober 2009 Die Veröffentlichung wurde mit Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft finanziert. Der Inhalt der Broschüre gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Gemeinschaft wieder und sie übernimmt dafür keinerlei Haftung. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir auf die Nennung der weiblichen und männlichen Form verzichtet. Es sind selbstverständlich immer beide Geschlechter gemeint.


Vorwort

Das Programm „Jugend in Aktion“ bietet jungen Menschen zwischen 13 und 30 Jahren die Möglichkeit, sich im lokalen und internationalen Rahmen zu engagieren und eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Mit „Jugend in Aktion“ erhalten sie einen Raum, in dem sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und erweitern können, eigene Projekte verwalten und das Alltagsleben entscheidend mit beeinflussen können. Wir, die deutschsprachigen Nationalagenturen und die Schweizerische Koordinationsstelle, haben im Jahr 2008 in einer gemeinsamen Broschüre Beispiele für Jugendaustauschmaßnahmen gesammelt. Damit konnten wir das Lernpotenzial der Jugendlichen verdeutlichen und neue Träger dazu motivieren, diese Chancen und Möglichkeiten zu ergreifen. Da diese Broschüre einen hohen Zuspruch fand, haben wir uns entschlossen, die Vielfalt der Projekte zur aktiven Beteiligung von Jugendlichen, die in den verschiedenen Ländern umgesetzt wurden, in einer weiteren Broschüre vorzustellen. Helmut Willems, Soziologe und Professor an der Universität von Luxemburg, unterstreicht in einem Interview die Wichtigkeit der Partizipation der Jugendlichen in der Gesellschaft. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen! Die Leiterinnen und Leiter der Nationalagenturen Stephan Brun (NK Schweiz) I Irene Engel (NA Belgien, Deutschsprachige Gemeinschaft) Loretta Kaufmann (NA Liechtenstein) I Gerhard Moßhammer (NA Österreich) Myriam Putzeys (NA Luxemburg) I Hans-Georg Wicke (NA Deutschland)


„Jugend in Aktion“ bietet allen jungen Europäern die Möglichkeit, sich aktiv an Europa zu beteiligen und ihre eigenen Ideen, Vorstellungen und Projekte in die Tat umzusetzen. Im Mittelpunkt des Programms 2007 bis 2013 stehen die aktive Beteiligung junger Menschen (und besonders auch derjenigen mit erhöhtem Föderbedarf ) und die kulturelle Vielfalt. Die verschiedenen Programme richten sich an alle zwischen 13 und 30 Jahren, ganz egal, welche Bildung, Religion oder welchen sozialen und kulturellen Hintergrund sie haben.

Musik oder Popkultur, Rassismus, Armut, Aids, Alkohol, Umwelt oder oder oder – junge Leute aus mehreren europäischen Ländern kommen zusammen, um sich miteinander auszutauschen, zu diskutieren, neue Erfahrungen zu sammeln oder andere Kulturen kennen zu lernen.

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Das Thema bestimmen sie dabei selbst, ihr Programm auch. Jugendbegegnungen können zwischen 6 und 21 Tagen dauern. Besonders gefördert werden natürlich diejenigen, die sonst nur wenig Chancen auf internationalen Austausch haben – aber auch alle, die Lust auf Begegnung und Aktion haben.

Nichts los in der Stadt? Ein geeigneter Treffpunkt oder eine Jugendzeitschrift fehlen? Kein Platz für Streetball? Oder unbändige Lust auf Graffiti und keine Lust auf illegale Aktionen? Mit Hilfe von „Jugend in Aktion“ können Jugendliche ihr eigenes Umfeld gestalten und ihre selbstentwickelten und selbstverwalteten Projekte in die Tat umsetzen – zu Hause vor dem Bildschirm, im Park um die Ecke oder europaweit. Einzige Bedingung: Sie müssen mindestens zu viert sein – aber wer will schon alles alleine machen?


„Das entscheiden ja sowieso die da oben“ – eben nicht! Über Jugend-Demokratie-Projekte können Jugendliche sich aktiv an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligen. Der Jugendtreff in der Gemeinde soll geschlossen werden? Für die Einstellung von Lehrlingen gibt es neue Bestimmungen? Abi künftig früher und den Führerschein später? Gemeinsam können junge Menschen erfahren, wie Politik funktioniert, die politischen Entscheidungsträger in ihrer Gemeinde, ihrem Land oder auf europäischer Ebene treffen und – was viel wichtiger ist – direkten Einfluss auf die Entwicklung der demokratischen Spielregeln nehmen.

Auch Jugendarbeiter wollen und sollten mal etwas anderes sehen: Ehren- und hauptamtliche Kräfte der Jugendarbeit, Projektentwickler, engagierte Fachkräfte und Betreuer können sich über diese Aktion weiterbilden und vernetzen. Oder einfach mal in einem anderen Land schauen, wie die Kollegen mit aktuellen Herausforderungen umgehen. Das Angebot gilt für Neulinge und für alte Hasen. Finanziert werden Austausch, Training, Fort- und Weiterbildung sowie der Aufbau von Netzwerken. Nicht selten entstehen aus diesen Treffen langfristige Partnerschaften – und neue Ideen, z. B. für Jugendbegegnungen oder -initiativen – wer weiß?

Fit werden für die eigene Zukunft, Verantwortung tragen, Selbstbewusstsein entwickeln, Neues entdecken und dabei Europa fühlen und leben: Mit dem europäischen Freiwilligendienst können Jugendliche ab 18 Jahren bis zu einem Jahr in einem anderen Land leben und mithelfen. Ganz nebenbei setzen sie sich dabei für eine gute Sache ein und packen in einer Einrichtung aus den Bereichen Kultur, Sport, Sozialwesen, Kulturerbe, Kunst, Katastrophenschutz, Umwelt oder Entwicklungszusammenarbeit mit an. Angst vor Heimweh oder baldiger Studienbeginn? Kein Problem. Es gibt auch Kurzzeit-Aufenthalte ab zwei Wochen.

Ideen gefragt: Die Leute, die Europa auf politischer Ebene aktiv gestalten, sind oft nicht mehr ganz jung. Sie sind aber keine Hellseher und können nicht wissen, was Jugendliche in Europa sich wünschen. Wie soll die Zukunft gestaltet werden? Wie sieht Arbeiten, Leben und Reisen in Europa 2030 aus? Die Meinung der künftigen Generation ist gefragt. Deshalb sollen junge Menschen in Veranstaltungen, Seminaren oder Veröffentlichungen ihre Meinung kundtun – am besten gleich an die richtige Adresse, nämlich an die der Politiker, und ihnen erklären, was sie für die Zukunft brauchen.


BELGIEN

Früh übt sich, wer sein Umfeld aktiv mitgestalten möchte Einen Jugendbeirat als Bindeglied zwischen Politik und Jugend gab es in Raeren schon länger – dann machten die Jugendlichen sich Gedanken, wie sie Kinder aktiv am Gemeindeleben beteiligen könnten. In der Nachbargemeinde Lontzen wurden ähnliche Überlegungen angestellt. Anfang 2007 traf man sich, um ein Kinderdemokratieprojekt auszuarbeiten. Weitere Partner fanden die Belgier im deutschen Bernau und in Hütten. Der Jugendtreff Dosto in Bernau führte eine Befragung der jüngsten Dorfbewohner durch. Die Jugendbildungsstätte Hütten baute ein Kinderdorf auf, in dem die Kinder ihren Alltag selbst organisierten. In Raeren und Lontzen wurden Kinderräte gegründet. „Bei den Wahlen hatten wir viel mehr

Kandidaten als verfügbare Plätze“, erinnert sich Marc Niessen. 18 Mitglieder im Alter von zehn und elf Jahren wurden schließlich von ihren Mitschülern in das Gremium gewählt. Sie treffen sich nun alle drei Wochen und beschäftigen sich z. B. mit der Gestaltung von Spielplätzen oder Fragen der Verkehrssicherheit. Ihre Ideen werden an den „großen“ Gemeinderat weitergegeben. Parallel dazu wurden Internet-Seiten aufgebaut, über die Kinder und Jugendliche ihre konkreten Fragen stellen können. Warum gibt es hier kein Schwimmbad? Gilt in den Kneipen eine Sperrstunde? Wo kann man einen Raum für eine Feier mieten? Die Anliegen werden an die richtige Stelle weitergeleitet und online beantwortet. Zum Abschluss des Projektes wollen sich die belgischen und die deutschen Partner noch einmal über ihre Erfahrungen austauschen. Vielleicht kann dann noch die eine oder andere Idee im anderen Land übernommen werden.


BELGIEN

Ein Austausch zum Thema Umwelt Ihre neuen Erfahrungen bei Austauschprojekten mit anderen Ländern hat Selina Lüttgens (18) immer sehr genossen. Warum nicht selbst einmal einen Austausch im eigenen Land organisieren, hat sie überlegt und fünf Freundinnen gesucht, die das Projekt mit ihr verwirklichen. Ein erstes Projekt mit Partnern in der Türkei platzte. Schließlich meldete sich eine Gruppe aus Deutschland, die über eine Datenbank auf das Vorhaben aufmerksam geworden war. Letztendlich kamen zu Dosela Sabe im deutschsprachigen Belgien 25 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren aus Deutschland, Estland, der Türkei und natürlich Belgien zusammen. Inhaltlich ging es um das bewusste Erleben von Umwelt und Natur. Das Thema wurde von allen Partnern gemeinsam festgelegt, das Programm von den sechs jungen Initiatorinnen entwickelt und bei einem vorbereitenden Treffen mit allen Beteiligten besprochen. Es orientierte sich vor allem an den Möglichkeiten, die Ostbelgien bietet: ein Ausflug ins Naturschutzgebiet Hohes Venn, Pfle-

gemaßnahmen im Naturschutzgebiet, zahlreiche Workshops zu umweltorientierten Themen. Nebenbei lernten die Teilnehmer sich auch gegenseitig mit ihren kulturellen Eigenarten, ihren Sitten und Gebräuchen und ihren Gepflogenheiten in punkto Umwelt und Natur kennen. Außerdem ließen die Gäste es sich in Belgien nicht nehmen, einen Tag in der europäischen Hauptstadt zu verbringen. „Ohne Organisation im Rücken ist es schwierig, alle Formalitäten zu erfüllen“, ist die Erfahrung von Selina Lüttgens. Um die Teilnehmer zu versichern, musste die Gruppe beispielsweise auf eine Vereinigung zurückgreifen, bei der Budgetplanung konnte sie auf keinerlei Erfahrung verweisen und schließlich stellten sich täglich neue praktische Fragen. „Es war sehr viel Arbeit, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht“, sagt die Abiturientin und ist davon überzeugt, dass die Erfahrung sie auch künftig sehr beeinflussen wird – ganz unabhängig von den Ergebnissen, die die Projektwoche gebracht hat.


DEUTSCHLAND

Brauchen Jugendliche eigentlich Politik? Können junge Menschen und Politiker ernsthaft miteinander reden? Um das herauszufinden, organisierte das Forum Politik und Geschwisterlichkeit in Solingen in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern ein viertägiges Seminar, in dem Jugendliche auf Politiker trafen. Ein Jahr wurde das Treffen vorbereitet. Schon in dieser Phase war es ein Dialog auf Augenhöhe, berichtet die Schülerin Hannah Faust. 65 Teilnehmer aus Deutschland, Litauen, Rumänien und Österreich erlangten ein Basiswissen über interkulturelle Kommunikation, Medien und Politik in Europa. In Workshops entwarfen sie Plakate für die Europa-Wahl, drehten Werbespots oder mixten einen europäischen Beat. Vier Bürgermeister stellten sich den Blitzfragen der Jugendlichen. „Damit sie nicht in altbekannte Muster fallen und zu lange reden, hatten sie nur zwei Minuten Zeit zu antworten“, erinnert sich Hannah Faust. In der Abschlusskonferenz formulierten die Jugendlichen ihre Wünsche zu einer Politik,

an der sie sich selbst gerne als Ideengeber beteiligen wollen. Die überraschendste Erfahrung für die Teilnehmer war, dass die Politiker von sich aus eine weitere Zusammenarbeit vorgeschlagen haben. Somit wurde der strukturierte Dialog fortgesetzt: In Solingen luden Vertreter verschiedener Parteien die Jugendlichen zu einem Ideenaustausch ein. Ein regelmäßiger Dialog zu ausgewählten Themen ist alle zwei bis drei Monate vorgesehen. Bei einer zweitägigen Reise nach Brüssel konnten die Schüler ihre Gespräche mit Politikern fortsetzen und die Europäische Union konkret erfahren. Das Engagement zeigte sich noch einmal durch eine Aktion in der Solinger Fußgängerzone: Mit einer wandelnden Litfaßsäule wurden die Bürger auf die Wahl zum EU-Parlament hingewiesen und sensibilisiert, zur Urne zu gehen.


DEUTSCHLAND

Ein Netzwerk für mehr Demokratie an Schulen Ob es um das Angebot in der Cafeteria oder die Gestaltung des Pausenhofs geht – Schülervertretung ist gut und wichtig, aber oft auch überfordert. „Viele Leute, die in Schülervertretungen aktiv sind, wissen gar nicht, welche Rechte sie haben“, sagt Marina Lessig.

dort meist nur schwache Mitbestimmungsstrukturen bestehen. Die Teilnehmer lernen in Workshops, welche Rechte z. B. ein Klassensprecher hat. Zudem werden Diskussionen beispielsweise über Rassismus oder Gleichstellung von Mädchen und Jungen geführt.

Die 19-Jährige ist Vorsitzende des Münchner Schülerbüros, das sich für mehr Demokratie an Schulen einsetzt. Die zwölfjährige Erfahrung der Einrichtung hat gezeigt, dass in punkto schulische Mitbestimmung noch einiges zu tun ist. „Vor allem neu gewählte Schülervertretungen haben das Gefühl, das Rad ständig neu erfinden zu müssen“, so die Schülerin. In Fortbildungen gibt das Schülerbüro deshalb das Wissen weiter, das andere Schülergenerationen bereits zuvor gewonnen haben. Die Seminarreihe „Der Schulbaukasten“ richtet sich an Hauptschulen, da

Das Wissen aus den Seminaren wurde in einem Handbuch gebündelt. Manche Schüler fühlten sich von der Fülle der Informationen schlichtweg erschlagen und wollten die Ratschläge schriftlich, auf einen Blick. Sechs Autoren haben deshalb die wichtigsten Tipps auf 152 Seiten zusammengefasst. Seit 2006 gibt es außerdem jährlich einen Schülerkongress, bei dem Vertreter aus den 500 Schulen in München und Oberbayern an einemTisch sitzen, um sich auszutauschen, hinzuzulernen und sich zu vernetzen. „Wir denken weiter“ lautete das Motto 2007 – und mancher Teilnehmer hat sich danach selbst im Schülerbüro engagiert. Das Rad rollt also weiter.


LIECHTENSTEIN

1000 Unterschriften gegen rechtsextreme Symbole „Einige Probleme mit Neonazis“ haben einen Freundeskreis dazu gebracht, die Stimme laut gegen Rechtsextreme zu erheben. Sieben junge Leute im Alter von 17 bis 25 Jahren haben sich zu „Colorida“ zusammengeschlossen und eine Petition gestartet, in der sie vom liechtensteinischen Parlament ein klares Zeichen gegen rassistisches Gedankengut forderten. Ihr Ziel war es, ein Verbot von rechtsextremen Symbolen zu erwirken. Ein neues Gesetz gab es nicht, aber über 1000 Menschen wurden durch die Aktion auf das Anliegen aufmerksam. Zudem schaffte die Gruppe es, die Problematik ins Parlament zu bringen. „Vertreter aller Parteien haben uns angehört und unser Anliegen ernst genommen", berichtet Benjamin Quaderer, einer der Initiatoren. Abgeschlossen wurde das Projekt mit einem Anti-

Rassismus-Forum, bei dem Fachleute referierten, Kurzfilme und eine Ausstellung über Rechtsextremismus in Liechtenstein gezeigt wurden. Ganz einfach war es für „Colorida“ nicht, die Idee umzusetzen: Kurz vor der Übergabe der Petition an Vertreter des Landtags erhielten die Mitglieder Drohbriefe. Für die Jugendlichen war es eine völlig neue Erfahrung, mit ihrer Meinung in der Öffentlichkeit zu stehen. „Es war schwer, damit umzugehen“, gibt Benjamin Quaderer zu. Gelernt haben die Jugendlichen durch „Colorida“, ihr eigenes Projekt auf die Beine zu stellen und für eine Sache einzustehen. Letzten Endes war ihnen das Verbot von rechtsextremen Symbolen gar nicht mehr so wichtig: „Beim nächsten Mal würden wir mehr Wert darauf legen, für das Thema zu sensibilisieren.“ Das war ihnen nebenbei ohnehin gelungen: „In Liechtenstein ist noch nie so viel über Rechtsextremismus gesprochen worden“, sagen sie.


LIECHTENSTEIN

Jugendliche schaffen sich einen Treffpunkt Ein eigenes Café für die Jugend: Das fehlte in Liechtenstein. Deshalb fassten Gina Gross (17) und eine Freundin den Entschluss, einen Treffpunkt aufzubauen. Konzept und Mitstreiter waren schnell gefunden. Acht Jungen und Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren machten sich schließlich auf die Suche nach einem geeigneten Raum. In einem alten Haus in zentraler Lage wurde das Café Dice im Januar 2009 eröffnet. Über 500 Stunden hatten die Jugendlichen zuvor in Anstreichen, Reparieren, Montieren, Kreieren, Einrichten und Einkaufen investiert. Schon zur offiziellen Eröffnung war das „Dice“ voll und das Team stolz. Um dem Andrang gerecht zu werden, musste die Struktur angepasst werden. Die Gruppe wuchs auf 20 Personen an. Arbeitspläne für den Thekendienst und eine Hausordnung wurden erstellt. „Doch leider blieb die Arbeit an einigen wenigen hängen“, erinnert sich Gina Gross. „Ich hatte kein Wochenende mehr frei.“ Hinzu kam der

Ärger mit einigen Gästen, die keinen Respekt vor der Arbeit der anderen und der Einrichtung hatten. Schließlich entschied der Eigentümer des Hauses, die Immobilie abzureißen. Im April 2009, vier Monate nach der Eröffnung, schloss das „Dice“. „Es gibt in jeder Gemeinde einen Jugendtreff, aber keiner ist bei Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren so beliebt wie das Dice“, sagt Gina Gross. Neben praktischen Dingen wie z. B. Putzen oder Dienst an der Theke bei großem Andrang haben die Jugendlichen in diesem Projekt gelernt, im Team zu kommunizieren, schnell Entscheidungen zu treffen sowie Probleme zu erkennen und zu lösen. „Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte“, sagt Gina Gross.


LUXEMBURG

Aids-Prävention kreativ „Quilt for Life“, Teppich für das Leben, haben die Besucher des Jugendhauses Grund ihre Initiative gegen Aids genannt. Zusammen mit ihrem Betreuer Romain Juncker hatten die Jugendlichen sich überlegt, auf kreative Art und Weise Sensibilisierungsarbeit zum HI-Virus zu betreiben. Das wollten sie nicht alleine tun, sondern haben andere – von der Kindergartenklasse über den Sportverein bis hin zur Seniorenclique – einbezogen. Per Rundschreiben wurden die Partner gebeten, eine ein mal ein Meter große Arbeit zum Thema Aids zu gestalten. Die Einzelstücke wurden zu einem 35 Meter langen und drei Meter breiten Quilt zusammengenäht. „Es war ein farbenfrohes Patchwork für das Leben“, blickt Romain Juncker zurück. Der riesige Teppich wurde ausgestellt und die Initiatoren präsentierten ihn interessierten Besuchern. 60 Künstler lieferten weitere Bilder und Objekte. Zum WeltAids-Tag organisierten die

Jugendlichen ein Event mit Musik, Kunst, Informationen und Austausch. Die Kunstwerke wurden zugunsten der Aids-Hilfe versteigert. Was geblieben ist, ist eine CD mit Liedern, die die Jungen und Mädchen über Liebe, Sexualität und Vorbeugung geschrieben haben. Neben der Thematik war den Projektinitiatoren die Zusammenarbeit mit Gruppen aller Altersstufen und unterschiedlicher Herkunft wichtig. Auch Vereinigungen der Schwulen- und Lesbenbewegung hatten sich beteiligt. Dieser Kontakt trug dazu bei, ein anderes Bild von Homosexualität zu entwickeln. Geblieben ist den Jugendlichen auch die Erkenntnis, dass Aids nicht nur einige Randgruppen betrifft, sondern jeden treffen kann – und dass es nicht nur in diesem Zusammenhang wichtig ist, auf sich zu achten.


LUXEMBURG

Behinderte schreiben ihre Lebenstagebücher Für Menschen mit einer Behinderung ist es nicht leicht, eine eigene Identität zu entwickeln. Noch schwieriger ist es, einen Platz in Europa zu finden und sich der eigenen, europäischen Identität bewusst zu werden. Die Vereinigung „Yolande“, die Wohn-, Tages-, Arbeits- und Therapiestrukturen für 180 Menschen mit Behinderung bietet, legt Wert darauf, dass in ihren Häusern die europäische Idee gelebt wird. Sieben europäische Freiwillige aus Deutschland, Litauen und Norwegen haben seit 2004 den internationalen Gedanken in die Einrichtung getragen und z. B. einen Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben gerufen. Zudem erarbeitet eine Volontärin aus Deutschland im Réimecher Heem mit fünf Bewohnerinnen im Alter von 47 bis 78 Jahren Lebenstagebücher. Die Frauen kommen einmal in der Woche zusammen, um sich an ihre Vergangenheit zu erinnern und aktuelle Lebensgeschichten festzuhalten. Wie wurde bei uns Weihnachten gefeiert? Wie haben wir die Ferien verbracht? Welche

Menschen waren mir wichtig und haben mich auf meinem Weg begleitet? Anhand von Fotos und kleinen Texten versuchen die Frauen die Puzzlestücke ihres Lebens zusammenzufügen. Im Austausch mit der Volontärin erfahren sie nebenbei etwas über den Alltag, die Sitten und Bräuche der europäischen Nachbarn. „Diese Frauen haben wenig Möglichkeiten, Europa auf anderen Wegen zu erleben“, sagt die Projektverantwortliche Annette Schuler. Die nächste „europäische Freiwillige“ wird aus Österreich kommen und auf ihre Art und Weise arbeiten – sei es über die Fortsetzung der Lebenstagebücher oder durch andere kreative Methoden wie Theater oder eine Chronik.


ÖSTERREICH

Chancengleichheit gefordert Wie sieht mein Arbeitsplatz in Europa 2030 aus? Gibt es gleichen Lohn für gleiche Arbeit und werden Familie und Beruf leicht miteinander zu vereinbaren sein? 80 Lehrlinge, Berufsschüler und junge Arbeitnehmer aus Österreich, Finnland und Polen haben sich im Rahmen von „Give youth a voice“ mit Fragen wie diesen beschäftigt. Bewusst hatten die Partner unter Federführung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich sehr unterschiedliche Länder für dieses Jugenddemokratieprojekt ausgewählt. Höhepunkt der Aktion war ein viertägiges Jugendparlament im Mai 2009.

Zentrales Thema wurde die Chancengleichheit. „Wir brauchen mehr und flexiblere Arbeitszeitmodelle für Frauen und Männer, damit die Gründung einer Familie erleichtert wird“, formulierten z. B. Bernhard Nini und David Waidenhofer, Lehrlinge der Energie-AG, ihre Forderungen.

Schon vor diesem Treffen haben Projektgruppen in den teilnehmenden Ländern sich Gedanken zu den Zukunftsvisionen ihres Europas des Jahres 2030 gemacht.

Über eine Internetplattform tauschten die Jugendlichen ihre Ideen aus und bereiteten das Jugendparlament im Salzkammergut vor. Bei der Aktionswoche entwickelten die Teilnehmer gemeinsam ein Memorandum für Chancengleichheit. Absolutes Highlight war der Austausch mit Politikern, die den Jugendlichen zeigten, dass sie ihre Ideen zur Mitgestaltung ernst nehmen und somit ein starkes Signal sendeten.

Die Lehrlinge des Ausbildungsverbundes Metall aus dem Bezirk Voitsberg wünschten sich, dass Jobs unabhängig vom Äußeren und vom Geschlecht vergeben werden. Außerdem soll in Schulen und Betrieben besser über das Thema Geschlechtergerechtigkeit informiert werden.


ÖSTERREICH

Heiße Eisen vor der Wahl zum Parlament Ein Ungeheuer: Dieses Wortspiel kann man aus der Abkürzung EU bilden. Das war aber nicht die Botschaft, die das Forum Politische Bildung Steiermark in Zusammenarbeit mit Partnern vermitteln wollte. Ganz im Gegenteil. So bekam die sechsteilige Veranstaltungsreihe vor der Europawahl 2009 den Namen „EU – (k)ein Ungeheuer“. Erstmals durften 2009 in Österreich auch 16-Jährige ihre Vertreter ins Europaparlament wählen. Gerade diesen, aber auch Politikverdrossenen, Skeptikern und Kritikern wollte das Forum eine Entscheidungshilfe bieten. Deshalb wurden sechs Jugend-Workshops mit anschließenden Podiumsdiskussionen organisiert. Bei der Auftaktveranstaltung ging es unter dem Titel „Pulverfass Europa – Kulturen und Religionen

als Herausforderung“ um die Einwanderungspolitik. Andere Themen waren die europäische Energiepolitik oder der Weg der EU zum XXL-Staat. Bei der Abschlussveranstaltung stellten sich die Kandidaten für das Europaparlament den Fragen von Jugendlichen. Alle Diskussionen wurden live im Internet übertragen, die Zuschauer an den Bildschirmen konnten sich direkt beteiligen. Bei der Eröffnungsveranstaltung freuten die Veranstalter sich über 150 jugendliche Zuschauer, 300 verfolgten die Debatte im Web. Die Initiatoren führen das große Interesse vor allen Dingen darauf zurück, dass sie die Themen in den Vordergrund gerückt haben, die manche Politiker gerne verdrängt hätten. Ob die Wahlberechtigten am Ende von ihrem Bürgerrecht Gebrauch machten, war dabei nicht die entscheidende Frage: „Wenn die Leute wählen gehen, dann ist das super. Wenn nicht, dann ist das auch ok. Wichtig ist nur, dass sie eine gute Grundlage für ihre Entscheidung hatten.“


SCHWEIZ

„Global education“ im Schulalltag Frieden, Menschenrechte, die Beziehungen zwischen Nord und Süd und zwischen den Kulturen: Diese Themen gehören zur globalen Bildung, deren Ziel es ist, ein Bewusstsein für den Menschen und seinen Lebensraum zu entwickeln. Auf den Lehrplänen ist „global education“ nicht direkt zu finden. Die Union der Schülerorganisationen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (USO) ist jedoch der Ansicht, dass globale Bildung eine Voraussetzung für die aktive Partizipation ist. Deshalb hat die USO zusammen mit ihrem europäischen Dachverband 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren aus ganz Europa zu einem Training zum Thema „global education“ eingeladen. Die jungen Leute versuchten herauszufinden, wie sie selber aktiv auf die Gesellschaft einwirken und ihre Ideen z. B. in den Schulalltag einbringen können. Referenten bei der viertägigen Zusammenkunft waren z. B. Vertreter von Amnesty International, des North-SouthCenters des EU-Parlaments, des Programms

„Jugend in Aktion“ und der Initiative „Operation Day Work“. „Wichtig scheint uns, dass die Jugendlichen beispielsweise die Menschenrechte verinnerlichen und leben“, erklärt Lara Widmer von der USO. Auch die Schule selbst – so eine weitere Erkenntnis – sollte in Sachen Menschenrechte, Toleranz und Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Dies lässt sich oft durch ganz einfache Dinge, wie z. B. Verwendung von Recycling-Papier realisieren. „Man lernt aus der Erfahrung“, fasst Lara Widmer zusammen. Zum Abschluss des Treffens wurden einige Methoden konkretisiert, mit denen die Teilnehmenden die Erkenntnisse in ihrer Heimat in Projekte einfließen lassen können. Die Aktionen sollten nachhaltig sein, damit quer durch Europa ein Netz des Bewusstseins für das Leben in der globalen Welt entsteht.


SCHWEIZ

Friedensarbeit in aller Welt Bevor Marilena Andrenacci aus Italien im Schweizer Büro des Service Civil International (SCI) Freiwillige in alle Welt vermittelte, hat sie selbst in Workcamps in Finnland, Deutschland und der Ukraine als Volontärin gearbeitet. „Ich habe gemerkt, dass man gerade durch ein freiwilliges Engagement viel bewirken kann in einer Gesellschaft!“ Nun hat Marilena die Seite gewechselt: Sie unterstützt junge – und manchmal auch ältere – Menschen, die irgendwo auf der Welt für ein soziales, kulturelles oder ökologisches Projekt arbeiten möchten. „Viele Leute sind nicht zufrieden mit der heutigen Welt und möchten sich für etwas Sinnvolles engagieren.“ Diesen Leuten hilft Marilena durch ihre Arbeit im Schweizer Büro der internatio-

nalen Organisation, ein passendes Projekt zu finden: „Es ist toll, selbst vor Ort zu arbeiten, aber es ist auch toll, die Helfer zu vermitteln.“ Die Italienerin meldet die Interessenten bei den Partnerorganisationen an und nimmt die Einschreibungen der ausländischen Freiwilligen in der Schweiz entgegen. Sie kümmert sich um administrative Abläufe und versorgt alle Beteiligten mit Informationen. Auch sieht sie sich selbst vor Ort um. Jeder, der für den SCI zum ersten Mal ins Ausland geht, nimmt an einem Seminar teil. Oft sind aber auch die persönlichen Gespräche sehr wichtig. Der „Super-Freiwillige“, den das Schweizer Büro im Rahmen des EU-Projektes „formen“ möchte, sollte offen, hilfsbereit und vor allen Dingen nicht gleichgültig sein. „Ich kann allen nur empfehlen, sich in der Friedensarbeit zu engagieren“, sagt Marilena. „Es hilft, ein ganz anderes Bewusstsein für das Miteinander zu entwickeln und ein aktiver Bürger zu werden. Es ist ein sehr gutes Gefühl, etwas bewegen zu können!“


Im Gespräch mit Dr. phil. habil. Helmut Willems

Was kann es einem jungen Menschen bringen, in einer Jugendinitiative, einem Austauschprojekt oder einem Jugenddemokratieprojekt mitzumachen? Ich habe selbst als junger Mensch an einem Austausch teilgenommen. Bis heute habe ich die Begegnung mit Jugendlichen aus anderen Kulturen nicht vergessen. Sie haben mir gezeigt, wie viel wir trotz anderer Sprachen und Gebräuche doch gemeinsam hatten, wie leicht es sein kann, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Auch die wissenschaftliche Evaluation zur Partizipation in Jugendinitiativen, Jugendprojekten oder Austauschprogrammen und ihren langfristigen Effekten hat dargelegt, dass die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer an solchen Aktivitäten über nachhaltige, positive Erfahrungen berichtet.

Die Partizipation in Jugendprojekten und Jugendinitiativen ist generell von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Fähigkeiten und die Stärkung des Selbstvertrauens junger Menschen. Sie lernen sich selbst in neuen Kontexten kennen und werden mit unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert, bei deren Bewältigung sie viel über sich selbst und die eigenen Stärken und Schwächen lernen können. Die Partizipation in Jugendinitiativen und Projekten wird daher zu Recht als eine wichtige Erfahrung gesehen, die positive Wirkungen hat für die Entwicklung sozialer und demokratischer Kompetenzen, für das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein junger Menschen und für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Vor diesem Hintergrund wird daher verständlich, wenn viele ehemalige Teilnehmer an solchen Aktivitäten die entsprechenden Erfahrungen als sehr wichtig für ihr weiteres Leben bezeichnen.


In diesem Zusammenhang wird oft von nonformaler Bildung gesprochen. Was genau ist darunter zu verstehen?

großer Bedeutung, weil sie ihnen die Eingliederung in die Arbeitswelt und die Gesellschaft erleichtern.

Unter non-formaler Bildung verstehen wir alle organisierten Bildungs- und Lernaktivitäten, die nicht im Kontext des traditionell von Schulen und Hochschulen angebotenen Rahmens stattfinden und auch in der Regel nicht zum Erwerb eines formalen Bildungsabschlusses führen. Dazu zählen insbesondere alle Formen der Weiterbildung, wie sie in öffentlichen oder privaten Einrichtungen angeboten werden. Sie richten sich insbesondere auf den Erwerb einer Vielfalt von spezialisierten Kompetenzen, die in spezifischen Arbeits- und Berufsfeldern benötigt werden oder die generell in der heutigen Lebensund Arbeitswelt von Bedeutung sind (social skills, work skills, diversity skill).

Wie wichtig ist dabei der europäische bzw. der internationale Rahmen?

Warum ist es wichtig, dass diese Erfahrungen außerhalb der Schule gesammelt werden? Schule kann nur begrenzt auf die Welt außerhalb der Schulen vorbereiten. Die spezifischen Kompetenzen, die in spezialisierten Arbeits-, Freizeitund Lebenswelten von Bedeutung sind, sind oft nicht generalisierbar und abstrahierbar. Daher sind arbeits- und lebensnahe Formen des Lernens insbesondere für junge Menschen von

Angesichts einer zunehmenden Globalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt müssen junge Menschen heute bereits früh in die Lage versetzt werden, sich mit unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Traditionen auseinanderzusetzen. Der europäische bzw. internationale Rahmen ist daher in diesen Austauschprogrammen von besonderer Bedeutung.

Wie sehen Sie die Zukunft der non-formalen Bildung? Wird es in fünf oder zehn Jahren eine Form der Anerkennung geben? Wäre dies wünschenswert? Der Trend zur Anerkennung non-formaler Bildungsaktivitäten hat sich in den letzten Jahren bereits stark entwickelt und wird sich meiner Meinung nach auch weiter ausweiten. Nachdem in unserer Gesellschaft immer mehr Lernaktivitäten auch außerhalb der Schulen organisiert stattfinden, scheint es mir wichtig, dieses Engagement durch die Suche nach adäquaten Formen der Anerkennung zu unterstützen.



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