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jean-françois bauret pascal ferro lucie et simon carlos barrantes john batho michel peiro etienne elinaconte brotherus fernand pio lea crespi julie conte frÊdÊrique plas gabriel ramonda cunha amaury inescharlotte serrano tanguy dorothy-shoes b. vollmer

boris gayrard vincent goutal et olivia leriche nicole hametner

revue de photographie Fotozeitschrift

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anderswo unte r der L e itung v o n Et i en n e C o n t e u n d Od i l e C o r r a t gé .

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”anderswo” Odile Corratgé

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Boris Gayrard Julie Conte Vincent Goutal et Olivia Leriche Nicole Hametner Amaury da Cunha Dorothy-Shoes Elina Brotherus

Couverture : Elina Brotherus, Annonciation, 2009, 70x86 cm, de la série Artist and her Model

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”La vraie vie est ailleurs” (Das wahre Leben ist anderswo). Rimbaud ... und das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite... Ich erinnere mich noch, welch utopische Träume wir als Zwanzigjährige hatten, und dass dieses Gras auf der anderen Seite grüner zu sein schien. War das wahre Leben wirklich anderswo? Ich denke an die Wochenenden und diese Road-movies, die uns hoffen ließen, es würde sich ein bisschen was ändern. Die Straße an sich lockte uns an, und nicht so sehr die Orte, durch die sie führte, es war eine Sinnsuche, eine dieser Reisen, dank derer man, ähnlich wie bei einem Initiationsritus, „erwachsen“ wird. Wo aber befindet sich dieses „anderswo“? In den von Reiseveranstaltern gepriesenen, eintönigen Zielorten, wo sich unzählige Touristen mit Fotoapparaten tummeln oder unter der warmen Decke, um mit einem Buch von Jack Kerouac zu träumen? Das anderswo und das hier sind eng miteinander verbunden. Das „hier“ stellt eine ungerechte Welt, eine endlos scheiternde Gesellschaft dar, ideal dagegen ist das „anderswo“. Es ist schon klar, dass anderswo nicht unbedingt gleich exotisch heißen muss, trotzdem erinnere ich mich an das herrliche Gefühl, das mich mitten in der Wüste Tadrart überkam, als wir in dieser Unendlichkeit plötzlich auf einen dieser mehrarmigen Wegweiser stießen, der in Richtung Tombouctou, Kairo… zeigte, also ein anderswo im anderswo, eine Mise-en-abyme wie im Theater. Anderswo bedeutet Wunsch nach Besserung, Lust zu reisen, zu träumen. Ein Traum, um in Gedanken in die Ferne zu schweifen und sich ein anderes Leben zu erfinden, wie es der Julian in einem meiner Kinderbücher gemacht hat; er schnitt in Zeitungen Artikel aus, die seinen Wachträumen einen Rahmen gaben. Er faltete sie sorgsam und räumte sie dann in einen Karton. Sobald es dunkel war, holte er auf gut Glück einen davon heraus, und daraus entstand dann eine Geschichte, in welcher er den Helden spielte. Wie schon in unserer Ausgabe „mouvement“ (Bewegung) bezieht sich „ailleurs“ nicht nur auf die Problemstellung nah/fern, sondern auch auf jene des davor/danach. Das fotografische anderswo hat mit der Zeit eine gewaltige Veränderung erfahren. Die Kalotypien von Maxime Du Camp aus den Jahren 1849-1851 zeigen Ägypten wie man es bis dahin noch nicht kannte, und tragen zu dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Europa sich entwickelnden Orientalismus bei. Die Verfahren wurden bald vereinfacht und damit hatten zahlreiche Reisende die Möglichkeit, fotografische Dokumente über dieses anderswo zu sammeln und Ereignisse, wie etwa die chinesischen Aufstände im Jahre 1900 zu beschreiben, womit sie auch schon die Fotoreportage ankündigten. Im 3


Laufe der Kolonisierung fotografierte man die „Eingeborenen“, die „Wilden“, wodurch der Exotismus verklärt wurde. Henri Cartier Bresson erarbeitete im Laufe seiner Fernreisen ab 1930 eine ihm eigene künstlerische Vision weit enfernter Gegenden und verlieh diesem Verfahren damit ein besonderes Ansehen. Aber auch da spielte die technische Entwicklung, insbesondere jene der Leica-Kameras, eine große Rolle. Die hochwertigen Emulsionen ermöglichten es, präzise Bildtöne wiederzugeben, womit größere Abzüge gemacht werden konnten, und genau diese Art von Fotografien gehörte schon zu Beginn der 1950er-Jahre in den Bereich der Kunst. Die Farbe und die Veröffentlichung in bekannten Zeitschriften wie Life oder Paris Match bot jedem die Möglichkeit, sein „anderswo“ zu dokumentieren: alles, oder fast alles wurde fotografiert. Die weißen Flecken in den geografischen Atlanten verschwanden, und als der Filmemacher Barbet Schroeder im Jahre 1972 den Film „La Vallée“ drehte, der von einer in einem unbekannten Tal in Neu-Guinea verirrten Forschergruppe handelt, deutete das auch daraufhin, dass fast alle anderswo gelegenen Orte dokumentiert waren. Wo soll man also heute das anderswo suchen? Wie soll man, als Gegensatz zum afrikanischen oder orientalischen Exotismus, in der Arbeit eines Martin Parr nicht ein abstoßendes anderswo, in den weiten, nordamerikanischen Landschaften eines Ansel Adams nicht ein idealisiertes anderswo sehen, auch wenn beiderlei wohl als Karikatur gedacht ist? Muss man es mit unmöglichen Orten wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Bereichen von Lewis Baltz, Bustamante oder Fieshli-Weiss identifizieren? Oder ist es das subjektive Tagebuch der mexikanischen Reise von Plossu? Auch der Begriff Exotismus selbst hat sich in unserer Zeit gewandelt. Wenn die Reiseveranstalter das „anders reisen“ preisen, auf andere Art, fern ab von bekanntem Terrain, so bedeutet das, dass die Reise allein nicht mehr zum Träumen verleitet. Sie muss andersartig sein. Es gibt Leute, welche dan n von Grenzerfahrungen sprechen, von Drogen, anderen Lebensstilen - einer „erwünschten Irrfahrt“: frei sein, nichts besitzen, abseits bleiben. Sie mustern das Hier der anderen, mit dem sie nichts mehr zu tun haben wollen. Auch heute könnte das anderswo eine Lebensart bedeuten, Offenheit, den Blick über seinen Tellerrand hinaus, neue Kontakte… All diese Dimensionen in der aktuellen Fotografie zeigen zu wollen, würde an ein Wunder grenzen und die Gründlichkeit würde unserem Ziel im Wege stehen. Unsere Idee ist es also, einige Methoden aufzuzeigen, dank derer wir ganz begeistert… anderswo gelandet sind.

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Boris Gayrard entpuppt sich als Abenteurer, wenn er sich in den Fernen Westen Grönlands begibt und uns das unwirkliche Schauspiel dieser gefrorenen Weite während der Eisschmelze in der Diskobucht zeigt, ein weißgraues, fast grenzenloses „anderswo“. Julie Conte ist in den Traum geflüchtet. Sie erzählt uns von einem imaginären Abenteuer. Sie entzieht sich für kurze Zeit, um sich ein „anderswo“ auszudenken, ein etwas regressives Universum, in das wir ihr entzückt folgen. Sie träumt, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Vincent Goutal und Olivia Leriche zeigen mit ihrer Serie „Transitions“ eine schizophrene Vision unserer Gesellschaft auf. Die in ihrem täglichen, hier künstlich inszenierten Umfeld posierenden Personen stellen die Urtypen der Modernität dar. Trotz der in den Kostümen und in der Umgebung zum Ausdruck gebrachten Schwerfälligkeit, scheinen die Gestalten bei der Bildaufnahme aus ihrer Rolle zu schlüpfen. Ihr Blick entzieht sich uns… Sind sie hier, aber noch anderswo oder anderswo, und doch schon hier? Nicole Hametner entführt uns in ein düsteres „anderswo“. Sie fotografiert die Nacht mit allem, was dazu gehört, Abwesenheit, Leere, Dunkelheit, Verborgenes, und wir haben auch hier wieder eine wirklichkeitsferne Umgebung. Amaury da Cunha scheint uns verwirren zu wollen. Man ist versucht zu glauben, dass er, wenn er uns seine „Augenblicke des Lebens“ zeigt, gleichzeitig möchte, dass wir anderswo sind. Seine Welt ist die Dekonstruktion, in die er auf keinen Fall eingreifen will. Er erzählt nichts. Er lüftet sein Geheimnis nicht und es ist gut so. Dorothy-Shoes hält uns mit ihrer fast surrealistischen Darstellung dazu an, unsere persönlichen Formen des anderswo miteinzubeziehen. Die ins Bild gesetzte Person protestiert gegen das destabilisierende „hier“ und stößt daher Türen ins Unbekannte auf, das uns ohnehin besser scheint… Elina Brotherus nutzt ihre Position zwischen ihrem finnischen Heimatland und Frankreich, wo sie arbeitet, um uns mit ihrer sehr persönlichen, fotografischen Ausdrucksweise in ein mal bedrückendes, mal friedliches anderswo mitzunehmen, das uns jedoch große Freude macht. 5

Odile Corratgé


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boris gayrard 69.13° N 51.06° W Die geographischen Koordinaten „69.13° N 51.06° W“ bezeichnen auf der Erdkugel die genaue Lage des Sermeq Kujalleq Fords im Westen Grönlands. Die Häuser und Kirchen aus Holz mit ihren roten und braunen Fassaden, die zur Reparatur vor Anker liegenden Boote, die niedergelassenen Fabriken reihen sich die Bucht entlang aneinander, da, wo die Menschen leben. Der Mann blickt aufs Meer hinaus und beobachtet die an der Oberfläche langsam dahingleitenden Eisblöcke, die sich vom schmelzenden Eisschild ablösen. Es ist Sommer. Um ihn herum, mitten in der Stille des Hohen Nordens, spaltet sich der endlose Raum im Rhythmus der abbrechenden Eisblöcke, die ins Wasser sinken. Der Mann träumt einsam von dieser weißen Wüste mit dem endlosen Himmel, aus dem tausendfach das Echo des Zusammenbruchs widerhallt. Der Sommer geht bald zu Ende. Unter der grauen Linie am Horizont, da, wo das Meer und der Himmel eins werden, gluckst vielleicht das Wasser aufgrund des Eises, das sich neu bildet; Elemente im langsamen, aber stetigen Wandel. Weit hinter den Häuserfassaden beobachtet der Mann, wie seine Boote das Packeis brechen und am Horizont verschwinden. Mit dieser Serie bescheinige ich den Niedergang der Arktis: die in ein sanftes, verhangenes und jungfräuliches Licht getauchten, althergebrachten Lebensweisen weichen einer konsumorientierten Gesellschaft. Und die skizzenhaften Formen und Farben betonen – auf unwiderlegbare Weise – die daraus entstehenden, nicht wieder gutzumachenden Schäden: der Lebensrahmen verkommt, das Klima ändert sich, das Eis schmilzt. Langsam erstarrend brechen Erde und Mensch entzwei, es ist die Chronik eines angekündigten weißen Todes.

borisgayrard@hotmail.fr

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julie conte aliceland „Ich fürchte, mich nicht klar genug ausdrücken zu können, weil ich vor allem selbst nicht richtig verstehe, was los ist, und außerdem verwirrt es einen, wenn man so oft am Tag die Größe wechselt.“

Lewis Caroll, Alice im Wunderland.

„Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf… Ich laufe an den Strand, und verwandle mich in Alice. Meine blauen Schuhe im Schnee. Mein roter Mantel von hinten gesehen mit der weißen Landschaft im Hintergrund. Ich habe Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Ich trage nie Stöckelschuhe, erst recht nicht im Schnee. Erste Abzüge. Ich mache einen Test: Selbstauslöser, ich posiere in ein paar Metern Entfernung vor dem Objektiv, ich zähle leise bis 20. Klick. Digitaldruck. Der Wind fährt mir in die Haare. Die Sonne blendet mich und bestrahlt kurz das Objektiv. Nochmals von vorne. Selbe Einstellung. Diesmal gehe ich weiter weg… »

Julie Conte, Auszug aus meinem Tagebuch, Reykjavik, Island Oktober 2008

http://web.me.com/julieconte

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vincent goutal und olivia leriche Transitions Der Mensch ist das Komplexeste, das Mysteriöseste, was es überhaupt gibt. Die Modernität lenkt uns von diesem Geheimnis, das in jedem von uns leuchtet, ab. Der Mensch wird von einer illusorischen, dem Konsumkult gewidmeten Gesellschaft abgelenkt und er entfernt sich somit von der Spiritualität. Wo befindet sich unser Anteil am Traum? Die „Transitionen“ holen sich ihre Inspiration direkt in den idealisierten Werbeplakaten und stellen Archetypen des Alltagslebens dar, die für einen Augenblick in ihrer Abwesenheit erstarrt sind und im Moment des Fotografiertwerdens von dem, was für sie am wichtigsten ist, abgeschnitten sind: Produktivität, Bewegung. Die Personen sind Geschäftsleute, Working Girls, Hausfrauen, die aus der Rolle ihres Lebens zu schlüpfen scheinen. In einem solch geschlossenen, künstlichen Universum bleibt der Körper verborgen und der Blick verliert sich in einem anderswo, zu welchem niemand Zugang hat. Der Betrachter wird somit zum Zeugen intimer und einsamer Augenblicke, in denen das tägliche Protokoll eine Reihe von stummen und mysteriösen Zeichen ohne jegliche menschliche Belebung ist. Jedes Bild bewegt sich zwischen Wirklichkeit und Traum und zeigt „in absentia“ die Schwachstellen, die in einer kodifizierten und genau geplanten, dauernd in Bewegung begriffenen Welt, in der das „ich“ nicht das ist, was man glaubt, übersehen werden.

www.vincentgoutal.com

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Vincent Goutal und Olivia Leriche


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nicole hametner Aster. Aster (lat. astrum ”Stern”) ist der Name einer langlebigen Blume, welche in der expressionistischen Lyrik häufig als Symbol des Verfalls und einer inneren Zerrissenheit verwendet wird. Die Fotografien wechseln zwischen Porträts, Stilleben und Außenaufnahmen bei Nacht. Die Langzeitbelichtung der Nachtaufnahmen hat zum Ziel, Verborgenes sichtbar zu machen. Die Grenze des Wahrnehmbaren erweckt eine Unsicherheit. Außenräume werden somit ebenfalls wie die Porträts und Objekte zu inneren Bildern. Diese sollen ein unbestimmtes ängstliches Grundgefühl zum Ausdruck bringen, eine diffuse Befangenheit unseres Selbst in Verdrängtem und Vergessenem. Sie weisen über das visuell Erkennbare hinaus, in die Dunkelheit hinein und auf die Geheimnisse, die in ihr verborgen liegen. Die Motive der Fotografien wirken eindringlich und zugleich phantomhaft. Sie bewegen sich in einer Umgebung, die mit Angst verbunden ist, mit einer Ahnung, die bedrückender ist als das Wissen um eine konkrete Furcht. www.nicolehametner.ch

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amaury da cunha Als Sie den Begriff anderswo erläuterten, fragte ich mich, ob meine Bilder auf diese Weise verstanden werden könnten. Wenn dieses Thema davon ausgeht, dass nicht das „hier und jetzt“, sondern eine unwahrscheinliche Surrealität gezeigt werden soll – dann würde ich sagen, dass meine Fotografien mit dieser Studie nichts zu tun haben. Mein Wunsch, an dieser Welt teilzuhaben, ist jeden Tag so groß, dass die alleinige Idee des Entweichens mir so unerträglich ist wie der Tod selbst. Sobald es jedoch ein Bild gibt, kommt es zu Trennung, und im Weiteren zu Verlagerungen. Wo ist jetzt diese Hand, die die Spielkarte versteckt? Das aus dem Alltag gegriffene Bild hat nicht den Anspruch, über ihn hinausgewachsen zu sein oder ihn sublimiert zu haben; es hat den Vorteil, ein Motiv zugleich an zwei, im reellen Leben einander ausschließenden Orten vergegenwärtigen zu können: es ist hier, für immer, und zugleich nirgendwo. Die Spannung zwischen diesen beiden Zeitbegriffen ist es wohl, die meine Arbeit bestimmt.

www.amaurydacunha.com

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dorothy-shoes Der Horizont als einzige Richtschnur. Dorothy-Shoes ist in der Welt des Theaters und der Inszenierung zu Hause. Sie erzählt sonst Geschichten, heute lässt sie jedoch ihren Bildern das Wort. Dichtung und Sinn imprägnieren das Papier. Man trifft hier auf Humanität, die kopfsteht, weil sie von der Fantasie eingeholt wird. Jeder hat denselben Rang: den eines aufgebrachten Idealisten. Die Fotografien von Dorothy-Shoes verknüpfen Realismus und Surrealismus und stellen eine Reihe kleiner zeitloser Fabeln dar. Da nur eine einzige Person zu sehen ist, erscheinen sie uns wie eine Vielzahl von Monologen, in denen die Fotografin unsere inneren Labyrinthe erforscht, unsere dunkelsten Orte subjektiv beleuchtet und das Unterbewusstsein ans Tageslicht befördert. Von einem jeweils individuell angepassten Sucher aus gesehene, unverhoffte Pfützen des Universums. „Da mein Herz von den Widersinnigkeiten der Welt ganz schwer ist und diese immer weniger zu retten ist, habe ich beschlossen, mit Hilfe der Fotografie vom Menschen als Individuum zu sprechen. Ich möchte mich auf das, von der Unrast einer von Wirtschaft, Macht, Wettkampf, Produktivität, Ertrag beherrschten Gesellschaft sabotierte Wesentliche der Menschen konzentrieren, denn der Humanismus wird bedauerlicherweise allmählich aus dem Lastenheft verdrängt. Da man täglich von Ländern, sozialen Schichten, Völkern, Nationen, politischen Parteien, religiösen Gemeinschaften, Altersgruppen, Geschlechtern, Zahlen, gemeinsamen Nennern spricht… Da man immer im Plural spricht… Habe ich beschlossen, im Singular zu sprechen.“ www.dorothy-shoes.com

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elina brotherus In den Suites Françaises genauso wie in ihren ersten fotografischen Arbeiten (wie etwa Das Mädchen sprach von Liebe) wählt Elina Brotherus das persönlich Erlebte als Bildhintergrund; da ihre Werke jedoch die Wirklichkeit einer persönlichen Erfahrung darstellen, sind sie mehr als nur einfache Illustrationen. In dieser Serie kann jedes Werk im Zusammenhang mit einer Geschichte gelesen und verstanden werden, gleichzeitig ist es jedoch als starke und autonome, unabhängige Größe zu sehen. Sie hat ihre fotografische Serie mit dem Titel Model Studies als Weiterführung von The New Painting (2000-2004) konzipiert. Noch weniger als schon in der vorhergehenden Serie ist bei den Model Studies von persönlichen Geschichten oder Erläuterungen zum Leben einer Person die Rede. Die Konstruktion der Bilder entspricht visuellen Gründen. Die Künstlerin konzentriert sich auf das Licht, die Farben, den Rhythmus der Masse und auf klassische Themen. Die Person ist oft von hinten zu sehen. Diese Haltung lädt zu friedlicher Betrachtung ein, nicht zur Konfrontation.

www.elinabrotherus.com

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Model Study 17, 2005, 80x60 cm, de la sĂŠrie Model Studies

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Model Study 23, 2008, 50x46 cm, de la sĂŠrie Model Studies


Model Study 9, 2004, 70x83 cm, de la sĂŠrie Model Studies 88


Model Study 11, 2004, 70x75 cm, de la sĂŠrie Model Studies 89


Model Study 7, 2004, 80x113 cm, de la sĂŠrie Model Studies

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Model Study 5, 2004, 105x85 cm, de la sĂŠrie Model Studies


Le Sommaire, 1999, 70x87 cm, de la sÊrie Suites françaises 2

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Contente enfin, 1999, 70x88 cm, de la sÊrie Suites françaises 2 93


Les Oranges, 1999, 80x102 cm, de la sÊrie Suites françaises 2 94


Model Study 1, 2002, 105x84 cm, de la sĂŠrie Model Studies 95


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Die Fotozeitschrift Regard wird vom Verband Association bla-blART, 20 rue JB Lulli, 66000 Perpignan, Frankreich, herausgegeben. www.bla-blart.com können Sie auf der Website www.revue-regards.com finden Verantwortlicher Redakteur: Pierre Corratgé (pierrecorratge@yahoo.fr) Verlagskomitee: Claude Belime, Etienne Conte, Odile Corratgé, Pierre Corratgé, Jean Dauriach, Pascal Ferro, Michel Peiro. Kommunikation: Odile Corratgé Technische Ausführung: Pierre Corratgé Druckversion von Crealink, création et impression numérique, Perpignan. Kontakt: revueregards@yahoo.fr Wenn Sie die Zeitschrift in der elektronischen Version abonnieren, ein Druckexemplar kaufen oder Ihre Unterlagen für eine der kommenden Ausgaben einreichen wollen, finden Sie die nötigen Informationen auf der Website www. revue-regards.com

Nächste Ausgaben:

• ”Noir” (Schwarz) (unter der Leitung von Pascal Ferro und Pierre Corratgé) April 2011 • ”XX° Rencontres” (20. Treffen) Juni 2011

Partnerschaften, Werbung: odilecorrage@yahoo.fr Alle in der Fotozeitschrift Regards veröffentlichten Fotografien unterliegen dem Copyright. Jegliche Reproduktion oder Veröffentlichung ist ausschließlich mit Genehmigung der Autoren gestattet.

ISSN: 2110-7513 97


ISSN: 2110-7513


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