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16.02.1998 16:01 Uhr

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die Informationsreihe von PIG

die Informationsreihe von PIG

3-WOCHEN-RHYTHMUS

FERKELPREISE EFFIZIENTERER ARBEITSEINSATZ BESSERE LEISTUNG HÖHERE

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16.02.1998 16:02 Uhr

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3-WOCHEN-RHYTHMUS Mehr und mehr verlangen die Mäster größere Ferkelpartien, um ihre Stallabteile im Rein-Raus-System belegen zu können. Mengenzuschläge sind z. Zt. noch die Regel, jedoch werden die großen Ferkelpartien in Zukunft den Preis bestimmen.

Partiegröße 31 bis 60 Ferkel 61 bis 100 Ferkel über 100 Ferkel

Zuschlag (netto) auf 25kg Durchschnittspreis (sonstige Hybriden) (WJ 94/95 u. 95/96) + 5,05 DM + 6,81 DM + 8,73 DM

Ergebnisse spezialisierter Ferkelerzeuger

So stellt sich die Frage: Wie kann man als Sauenhalter mit mittlerem Bestand diesem Trend standhalten? Die eine Möglichkeit besteht in der spezialisierten Aufzucht (hier auch Stichwort: ISOWEAN®), die andere Möglichkeit ist die Ferkelpartien zu vergrößern durch Gruppenabferkelung im mehrwöchigen Rhythmus. Der mehrwöchige Absetzrhythmus ist für Bestandsgrößen von bis zu 150 Sauen ein praktikables Verfahren, das Management-Vorteile bietet: Vorteile der Gruppenabferkelung im mehrwöchigen Rhythmus • Zwang zur klaren Arbeitsgliederung und dem Setzen von Schwerpunkten • Rein-Raus-Belegung von Abferkelstall und Flat-Deck • Verbesserung der Hygiene • Durchbrechung von Infektionsketten • angepaßte Klimaführung möglich • konsequentere und systematischere Umsetzung von Impfprogrammen möglich • bessere Rausche bei Sauengruppen • effektiverer und systematischer Einsatz von KB • übersichtliche Bestandsführung • Wurfausgleich kann konsequenter praktiziert werden • gute Eingliederung umrauschender Sauen • auch Urlaub läßt sich in den „Arbeitstälern“ einplanen

Zeitliche Abfolge der Schwerpunkt-Arbeiten beim 3-Wochen-Rhythmus

Bestimmung der Produktionsperiode 5 Tage Güstzeit + 115 Tage Trächtigkeit + 21 bis 28 Tage Säugezeit = 141 bis 148 Tage bzw. 20 bis 21 Wochen Produktionsperiode. Je nach Säugezeit ergeben sich Absetzrhythmen von ein oder zwei Wochen bei 3-wöchiger Säugezeit bzw. von ein oder drei Wochen bei 4-wöchiger Säugezeit. Die vierwöchige Säugezeit ist bei einem durchschnittlichen Betriebsmanagement die derzeitige Standardlösung. Längere Säugezeiten sind ökonomisch nicht sinnvoll. (Zwischenwurfzeit 21 Wochen)

(= produktive Sauen durch Anz. Gruppen)

7

12 16 20 24 36

84 112 140 168 252

Woche 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 1

Tätigkeit Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen Belegen Abferkeln Absetzen

1

2

Sauengruppe 3 4 5

6

7

Quelle: Baubrief Landwirtschaft Nr. 37

Raumprogramm für die Gruppenabferkelung Gruppen- produktive größe Sauen

Erhaltung der Gruppengröße • Belegung von ca. 10-20% mehr Sauen als Abferkelplätze vorhanden sind • Selektion nach Trächtigkeitskontrolle • stehen Reserveabferkelbuchten zur Verfügung oder fallen die Abferkeltermine von Sauen verzögert, sollte eine leistungsorientierte Selektion erfolgen • Stimulierung des synchronen Rauscheeintritts durch Futterreduzierung nach dem Absetzen, Auslauf für abgesetzte Sauen (in Ebernähe auf dem Treibgang oder Außenauslauf), Hormonbehandlung in Problemmonaten (Spätsommer) • hormonelle Rauscheunterstützung bei Erstlingssauen, stark abgesäugten und zu fetten Sauen Jungsaueneingliederung • rechtzeitige Bestellung des Nachersatzes (Jahresremonte zu festgelegten Lieferterminen vorbestellen) • Sauen in Quarantänestall einstallen (Eingliederungsprogramm: Kontakt zu Läufern/Kontaktsuppe, Rauscheerfassung etc.) • nach der Umstallung in die produktive Herde dosierter Eberkontakt (zweimal täglich besser als Dauerkontakt)

Grundsätzliche Überlegungen zur Gestaltung des Absetzrhythmus • Absetzen immer donnerstags zur rationellen Planung der Arbeitsschwerpunkte • Wahl des Absetzrhythmus bestimmt Zahl der Sauengruppen und die Zahl der notwendigen Stalleinheiten (längerer Absetzrhythmus verringert die Zahl der Sauengruppen, die Stalleinheiten sowie die Arbeitsschwerpunkte und die Arbeitsspitzen innerhalb der Wochen) • ganzzahlige durch den gewünschten Absetzrhythmus teilbare Produktionsperiode nötig

Anzahl Gruppen

Welche Punkte sind bei der Umsetzung des 3-WochenSystems zu beachten? Gruppenbildung • am einfachsten bei Bestandsaufstockung • sofern möglich, Sauenplanerdaten nutzen (Abferkelungen einer Woche) • Bildung der ersten Gruppe durch Absetzen aller Sauen mit 3 bis 5 Wochen alten Ferkeln • fehlende Sauen einer Gruppe werden durch termingerecht bestellte Jungsauen nach einer Quarantäne eingegliedert • weitere Gruppenbildung durch konsequentes Absetzen nach jeweils 3 Wochen • nach 21 Wochen ist die Gruppenbildung abgeschlossen

Plätze Abferkelstall

Deckzentrum

Wartestall

Ferkelaufzucht

24 32 40 48 72

30 40 50 60 90

48 64 80 96 144

280 370 460 560 840

Merke: Gruppenweises Abferkeln/Absetzen ermöglicht zum einen das Angebot von größeren, gleichmäßigen Ferkelpartien, die entsprechend honoriert werden, zum anderen ergeben sich hygienische und arbeitswirtschaftliche Vorteile. Beim 3-wöchigen Absetzrhythmus sind Brunstzyklus und Absetzrhythmus identisch, so daß Umrauscher problemlos wieder eingegliedert werden können. Die Anforderungen an das Management sind jedoch höher als bei kontinuierlichem Absetzen. Das ganze System steht und fällt mit der Effektivität im Deckzentrum sowie der erfolgreichen Jungsaueneingliederung.

Abferkel- u. Wartestall 10% Reserveplätze, Deckzentrum zusätzlich 20% für Jungsauen Quelle: Baubrief Landwirtschaft Nr. 37

Deutsche PIG Improvement GmbH · Ratsteich 31 · D-24837 Schleswig · Telefon: 0 46 21/5 43-0 · Telefax: 0 46 21/5 43 36


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