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Jahresbericht VBV 2013


VERBAND Vorstand Auf allen Ebenen konnten die VBV-Kernaufgaben stabilisiert und ausgebaut werden. In seiner Strategieklausur vom 28./29. Oktober 2013 hat der VBV-Vorstand eine stärkere Orientierung der VBV-Produkte am Vertrieb beschlossen. Die Kundenorientierung ist laufend zu überprüfen. Ausserdem sollen die Lernmedien durch eine weitere Digitalisierung und den Einbezug neuer Formen zur Befriedigung der individuellen Bedürfnisse flexibilisiert werden. Die bildungspolitische Zusammenarbeit zwischen SVV und VBV zeigte konkrete Resultate, indem zwei wichtige strategische Projekte ausgelöst wurden. Eines ist das Lernattestierungssystem, eine Qualitätsoffensive zur Steigerung der Beratungskompetenz von Versicherungsvermittlerinnen und -vermittlern. Versicherungsunternehmen betreiben viel Aufwand für die regelmässige Weiterbildung ihrer Aussendienstmitarbeitenden, aber ohne einen gemeinsamen Branchenstandard haben die Massnahmen keine Wirkung in der Öffentlichkeit. Der VBV hat im Geschäftsjahr 2013 einen wesentlichen Beitrag an die Machbarkeitsstudie für ein System geleistet, das die Lernleistungen der Mitarbeitenden sichtbar macht. Am 10. Dezember 2013 hat der SVV-Vorstand beschlossen, ein solches Lernattestierungssystem einzuführen. Der VBV erhielt den Auftrag, das System umzusetzen und die Verantwortung für die Fachstelle zu übernehmen. Dies bedeutet, dass der VBV einen neuen Bereich auf der Geschäftsstelle aufbaut. Dessen Leitung wird Nicole Pfister, aktuell noch für die überbetrieblichen Kurse verantwortlich, per 1.1.2014 übernehmen. Nach den Gesamterneuerungswahlen im 2012 gab es an der Delegiertenversammlung im Frühling 2013 bereits die ersten Mutationen. Nach langjähriger Vorstandsarbeit ist Beat W. Meier, Zürich, infolge beruflicher Veränderungen innerhalb der Zürich von seinem Vorstandsamt zurück getreten. Als Nachfolgerin konnte Edith Stuber, Head Zurich Academy, gewählt werden. Ebenfalls wegen beruflicher Veränderungen hat Robert Dufner die Vaudoise verlassen. Wir danken ihm und Beat Meier für die geleistete Vorstandsarbeit. Auf den Schulten des VBV-Netzwerk ruht die gesamte Branchenbildung. Die Bedeutung des Miliznetzwerks ist dem VBV sehr bewusst. Im Rahmen verschiedener Anlässe durfte das Team im 2013 den Vorstandsmitgliedern, Expert/-innen, Referent/-innen, Autor/-innen sowie Kommissions- und Arbeitsgruppenmitgliedern für ihren engagierten und wertvollen Einsatz danken. Einer der wichtigsten ist die traditionelle Expertenehrung am Zibelemärit. Rund 80 Expertinnen und Experten aus der Höheren Berufsbildung und erstmals auch aus der Vermittlerqualifikation nahmen im Restaurant „Kapitel“ ihr Geschenk für fünf Jahre treue Dienste entgegen. Dass so viele Fachleute angereist sind, ist ein Zeichen für ihre Verbundenheit mit dem Netzwerk, das nebst fachlichem Austausch auch viel Gelegenheit zum Networking bietet.

Europa „Educate and Perform“ Am 10. und 11. Oktober 2013 war der VBV Gastgeber der diesjährigen Konferenz der Berufsbildungsorganisationen der europäischen Versicherungswirtschaft (EIET). Bildungsfachleute aus 17 Ländern sind der Einladung nach Luzern gefolgt. Der VBV nutzte diese Plattform, um Kolleginnen und Kollegen aus den europäischen Ländern das duale Berufsbildungssystem der Schweiz vorzustellen. Namhafte Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft beleuchteten das System aus verschie-


denen Blickwinkeln, und in diversen Diskussionsforen wurden die Vor- und Nachteile der schweizerischen Berufsbildung hinterfragt. Aber auch die aktuellen Herausforderungen wie IMD II und die darin geforderte Weiterbildungspflicht waren Gegenstand des Erfahrungsaustausches zwischen den Ländern. Am Schluss der Konferenz verständigten sich die nationalen Berufsbildungsorganisationen auf die Gründung einer Austauschplattform für junge Berufsleute, die nach dem EU-Programm „Leonardo da Vinci“ ein Berufspraktikum im Ausland absolvieren möchten. Dies ist auch für die schweizerische Versicherungswirtschaft sehr attraktiv, können wir doch in Zukunft unseren jungen Lernenden ein Angebot für Berufserfahrungen im Ausland anbieten. Im Vorfeld der Konferenz fand die Generalversammlung der European Financial Certification Organisation eficert statt. Das jährliche Treffen der Berufsbildungsorganisationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (DACH) fand im April 2013 in Salzburg statt.

VBV und Öffentlichkeit Für die Schweizerische Tagung der Ausbildungs- und Personalverantwortlichen der Assekuranz STAPA lässt sich der VBV gerne etwas Neues einfallen. Die STAPA vom 29. Mai 2013 in der Umwelt Arena Spreitenbach trug den Titel: „Window of opportunity für eine eigenständige Assekuranz als attraktive Arbeitgeberin“. Mit einer für die meisten Gäste neuen Methode wurde intensiv in Gruppen gearbeitet. Gemeinsam schälten die Teilnehmenden konkrete Ansätze zur Imageverbesserung heraus. Sieben Lösungsansätze – die grössten Potenziale und wichtigsten zu eliminierenden alten Zöpfe – waren das Resultat der intensiven Auseinandersetzung. VBV on the road: Mit den jeweiligen Versicherungsunternehmen als Gastgeber war das Roadshow-Team vor allem im Herbst 2013 unterwegs, um die VBV-Produkte vorzustellen und Weiterbildungsinteressierte vor Ort zu beraten. Die Informationsveranstaltungen standen unter dem Motto: „Stay hungry. Stay foolish.“ Hungrig auf Vorankommen ist besonders die Generation Y, die jetzt in die Versicherungsindustrie drängt. Ihnen die Vorzüge der durchlässigen Bildungswelt der Versicherungsbranche zu erläutern, ist sehr bereichernd. Die Nachricht, dass die Höhere Fachschule Versicherung HFV ab Frühjahr 2014 auch für artverwandte Fachausweise offen steht, konkret für den Fachausweis Sozialversicherung, Krankenversicherung oder Finanzplaner, wurde über die Medien kommuniziert und äusserst positiv aufgenommen. Wenn sich Fachausweisinhaberinnen und -inhaber aus verschiedenen Versicherungsbereichen in nur anderthalb Jahren (Modell Höhereintritt) zum dipl. Versicherungswirtschafter HF resp. zur dipl. Versicherungswirtschafterin HF weiterbilden können, stärkt das die Versicherungswirtschaft als Ganzes. Das ist Sinn und Zweck dieser Öffnung: das grosse „V“. In Zusammenarbeit mit dem SVV hat der VBV an der Entwicklung einer Plattform für Jugendliche mitgewirkt, die vor der Berufswahl stehen oder umsteigen wollen. Mit Informationen über die Grundbildung und die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten sowie mit Videoclips über interessante Menschen in spannenden Funktionen will startsmart.tv bei der Zielgruppe und bei Beeinflussern auf die attraktive und vielseitige Versicherungswelt aufmerksam machen. Die Plattform kann im April 2014 aufgeschaltet werden.


NACHWUCHSENTWICKLUNG Qualifikationsverfahren kaufmännische Grundbildung 472 Lernende unserer Branche haben im Juni das Qualifikationsverfahren absolviert. Wie viele bestanden haben, lässt sich aus Datenschutzgründen nicht eruieren. Höhere Notendurchschnitte ergaben die ALS, PE und die schriftliche Lehrabschlussprüfung im Vergleich zum Vorjahr. In der mündlichen Prüfung lag der Schnitt leicht unter dem letztjährigen Wert. In den vier Qualifikationselementen ergeben sich folgende Durchschnitte, berechnet auf die Anzahl Lernenden (Zahlen 2012 in Klammern): 

ALS Arbeits- und Lernsituation

5.23

(5.18)

 

PE Prozesseinheit Schriftliche Lehrabschlussprüfung

5.24 4.49

(5.13) (4.23)

Mündliche Lehrabschlussprüfung

4.70

(4.74)

Die Durchschnittsnoten der Lehrabschlussprüfungen in den einzelnen Prüfungskreisen variieren zwischen dem Tiefst- bis zum Höchstwert wie folgt: Schriftliche Lehrabschlussprüfung NE

4.00

Tiefstwert, Schnitt aus 13 Kandidat/-innen

ZH/SH/Teil SZ

4.53

grösster Prüfungskreis mit 132 Kandidat/-innen

AG

4.91

Höchstwert, Schnitt aus 16 Kandidat/-innen

Mündliche Lehrabschlussprüfung ZH/SH/Teil SZ

4.48

Tiefstwert, grösster Prüfungskreis mit 131 Kandidat/-innen

Rapperswil (SG)

5.33

Höchstwert, Schnitt aus 3 Kandidat/innen

Bildungsverordnung kaufmännische Grundbildung Im August 2013 startete die zweite Generation mit ihrer Ausbildung nach der Bildungsverordnung 2012. Gegen Ende des Jahres konnten die Projekte in Bezug auf die Umsetzung der neuen Bildungsverordnung grösstenteils abgeschlossen werden. Das neue Lernleitsystem youngprofessional@insurance wurde in die Kursplattform education@insurance integriert, und die Ausbildungsbetriebe profitieren von erweiterten Funktionalitäten. Mit der Einführung des Blended Learning wurde ein Professionalisierungsschritt im Bereich der überbetrieblichen Kurse umgesetzt. Dieser beinhaltet auch die methodisch-didaktische Weiterbildung der üK-Leitenden, um sie mit dem neuen Ausbildungskonzept vertraut zu machen. Die neue Qualitätssicherungskommission üK wurde konstituiert und nimmt ihre Aufgaben ab 2014 wahr.

Ausbildung Versicherungsassistent/-in VBV Das im Jahr 2010 eingeführte neue Bildungsgefäss für Absolventen/-innen einer gymnasialer oder Berufsmaturität hat sich in der Privatassekuranz nachhaltig etabliert. Es ist ein Trend feststellbar, dass sich die Versicherungsassistent/-innen VBV nach Ausbildungsabschluss vermehrt für einen Bildungsgang der Höheren Berufsbildung des VBV entscheiden (Fachausweis oder Höhere Fachschule Versicherung).


Am 14. Februar konnten 44 Absolventinnen und Absolventen der Deutschschweiz und 15 aus der Westschweiz ihr Zertifikat als Versicherungsassistent/-in VBV in Empfang nehmen. Im September 2013 starteten erneut 71 Young Professionals die Branchenausbildung.

VERMITTLERQUALIFIKATION Vermittlerausbildung Leicht mehr Personen als im Vorjahr, nämlich 96 Personen gegenüber 91 Personen, nahmen am Vermittlerlehrgang teil. Mit den Kooperationspartnern Zurich Schweiz und IfFP Institut für Finanzplanung wurden vier Lehrgänge in der Deutschschweiz mit total 54 Teilnehmenden realisiert. Im Ausbildungszentrum der Zurich Schweiz in Lausanne konnten zwei Lehrgänge mit 20 Teilnehmenden und im Tessin im Centro di Studi Bancari ein Kurs mit 20 Teilnehmenden durchgeführt werden.

Vermittlerprüfungen 2013 wurden in der Annahme eines Rückgangs an Prüfungskandidaten erstmals nur zwei Prüfungssessionen durchgeführt. Diese erwies sich jedoch als falsch. Eine neue Software und die steigende Erfahrung in der Durchführung von grösseren Prüfungen führten aber dazu, dass in den beiden Sessionen nahezu die gleiche Zahl von Prüfungskandidatinnen und Kandidaten geprüft werden konnten. Total nahmen 988 Kandidat/-innen an den Prüfungen vom Frühjahr und Herbst teil. Diese Zahl ist leicht höher als im Vorjahr (921). Die Zahl der Zertifikate entspricht mit 651 annähernd der im Vorjahr ausgestellten (637). Die Prüfungsorganisation erfolgt in Zusammenarbeit mit den dezentralen Prüfungszentren. Prüfungsergebnisse 2013

schriftlich

mündlich

Anzahl Prüfungsabsolventen

941

626

Anzahl erfolgreiche Prüfungsabsolventen inkl. Teiläquivalenzen

791

770

Anzahl durchgefallene Kandidat/-innen

197

164

Anzahl Teiläquivalenzen

47

308

Anzahl nicht angetreten

0

13

Prozentsatz erfolgreiche Kandidaten

79.1

73.8

Prozentsatz durchgefallene Kandidaten

20.9

26.2

Die Erfolgsquoten für die schriftliche Prüfung bewegten sich zwischen 78% und 80.6%, für die mündliche zwischen 72% und 75.7%.

Vermittler-Zertifikatsfeier Ab 2013 führen wir für die erfolgreichen Absolvent/innen der Vermittlerprüfung eine Zertifikatsfeier durch. Die erste Feier fand am 2. Mai 2013 im Bierhübeli Bern bei strahlendem Frühlingswetter statt. Rund siebzig frisch zertifizierte Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler VBV feierten ihren Ab-


schluss zusammen mit Hauptexperten, Leitern der Prüfungszentren und übrigen geladenen Gästen. Als Überraschungsgast trat Matthias Hofbauer, Captain der Unihockey Nationalmannschaft, auf. Mit seiner starken Präsenz und einem ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein war der Routinier ein perfekter Botschafter für seinen Sport, aber auch für Menschen, die über längere Phasen Aussergewöhnliches leisten. Die Feier der erfolgreichen Absolvent/-innen aus der zweiten Prüfungssession 2013 fand am 19. Dezember wiederum im Bierhübeli statt. Wie es „Thömus“ mit viel Leidenschaft und ausgeprägter Kundenorientierung gelungen ist, ein Lebensgefühl mit ihrer Produktewelt zu verknüpfen, berichtete „Thömus“-Mitgründer und VR-Delegierter Markus Binggeli. Ob sich die frisch zertifizierten Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler von seiner Begeisterung anstecken lassen?

HÖHERE BERUFSBILDUNG Fachausweis Privatversicherung Ausbildung Fachausweis Im 2013 startete die sechste Generation mit 265 neuen Kandidat/-innen an neun Schulstandorten die Ausbildung zum Versicherungsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis. Diese Weiterbildung scheint sich als „natürliche“ Fortsetzung der Grundausbildung und als zentraler Baustein in der Bildungslandschaft der Assekuranz zu etablieren. Der grosse Vorteil der Durchlässigkeit kommt bei einer systematischen Karriereplanung zum Tragen. Die meisten neuen Versicherungsfachleute in spe stammen wiederum aus der AXA Winterthur, der Mobiliar und dem Broker-Kanal. Die positive Entwicklung der Studierendenzahlen ist nur möglich, weil der VBV sich intensiv um die Interessenten bemüht. Auch dank der Unterstützung der jeweiligen HR-Verantwortlichen der SVV-Verbandsgesellschaften war es im 2013 wieder möglich (und nötig!), landesweit Roadshows anzubieten. Diese erfolgte in den Gesellschaften, aber auch auf den Ausbildungsort bezogen, zum Beispiel in Bern und Basel. Die Wahlmodule wurden an insgesamt 7 Schulstandorten fast 1000mal gebucht. In der Deutschschweiz war es möglich, alle elf Wahlmodule anzubieten. In der Romandie waren es beachtliche acht, im Tessin erfreulicherweise drei Module aus dem Bereich Personenversicherungen. Das meistgebuchte Modul war wiederum das Modul Sachversicherung. Insgesamt kann der VBV auf die Unterstützung von mehr als 50 Masterdozenten zählen, welche im MilizSystem, in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle VBV, alle Schulungsunterlagen und Kursinhalte der Ausbildung FA und HFV bewirtschaften. Die rund 125 Schweiz weit eingesetzten Dozent/-innen werden, wenn sinnvoll, durch den VBV zu nach Modulen aufgeteilten ERFA-Treffen aufgeboten. Somit wird sichergestellt, dass die Erfahrungen der Front in die (Weiter-)Entwicklungsarbeiten einfliessen. Speziell im Modul Versicherungswirtschaft war dies in diesem Jahr wichtig.

Prüfungen Fachausweis Die Absolventen des modular aufgebauten Lehrgangs müssen insgesamt vier obligatorische Module besuchen – drei schliessen mit einer Prüfung ab, eines - das Persönliches Management – mit einer im Kurs integrierten Transferaufgabe. Anschliessend sind Prüfungen über die gewählten drei Branchenmodule abzulegen. Das Be-


stehen aller sieben Vorprüfungen ist eine der Voraussetzungen, um zur eidgenössischen Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Die Schlussprüfung erfolgt dann über einen der drei Schlüsselprozesse in der Assekuranz. Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen ihre Handlungskompetenz in einer vierstündigen schriftlichen und in einer anderthalbstündigen mündlichen Prüfung unter Beweis stellen. Im Berichtsjahr wurden wie üblich zwei Prüfungssessionen durchgeführt: Im März die Wahlmodulprüfungen und im Herbst die Prüfungen der obligatorischen Module, gleichzeitig mit den Abschlussprüfungen in den Prozessmodulen. Alle Sessionen sind ohne nennenswerte technische, inhaltliche und organisatorische Probleme über die Bühne gegangen. In den mündlichen Prüfungen wurde der 2011 eingeschlagene Weg, die Prüfungen noch kompetenz- und handlungsorientierter zu gestalten, konsequent weiterverfolgt. Diese Prüfungsweise wird durch Schulungen des Expertenkorps sichergestellt; die Erfahrungen sind durchwegs positiv. Weil auch das SBFI (Staatssekretariat für Forschung, Bildung und Innovation) die Thematik aufgegriffen hat, wurde der VBV von „dualstark“ eingeladen, im Rahmen des halbjährlichen Treffens der Prüfungsorganisationen einen Best-Practice-Workshop zu bestreiten. In diesem Rahmen wurde die Umsetzung der mündlichen Prüfungen den anwesenden Prüfungsorganisationen präsentiert. Prüfungssession März 2013 386 Kandidatinnen und Kandidaten absolvierten total 845 Wahlmodulprüfungen an den sieben Prüfungsstandorten Basel, Bern, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen und Zürich. Die Ergebnisse präsentieren sich wie folgt: Wahlmodule

Kandidat/-innen

Erfolgsquote

AHV/IV u. übrige Sozialversicherung

42

54.8%

Banking und Finance

29

62.1%

Einzellebensversicherung

94

80.8%

Kollektivlebensversicherung

63

85.7%

Krankenversicherung

13

38.5%

203

72.4%

89

91.0%

Sachversicherung Technische Versicherungen Transportversicherung

23

87.0%

Unfallversicherung

123

67.5%

Vermögensversicherungen

149

73.8%

17

100%

Versicherungsmedizin Prüfungssession September 2013 Obligatorische Module 2013

Im Herbst 2013 absolvierten 337 Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfungen für die obligatorischen Module mit folgendem Resultat: Obligatorische Module

Kandidat/-innen

Erfolgsquote

Versicherungswirtschaft

228

67.1%

Versicherungsrecht

273

61.2%

Versicherungsmarketing

262

79.8%

An insgesamt sieben Prüfungsorten wurden 963 Modulprüfungen durchgeführt. Dazu standen rund 40 Aufsichtspersonen an den schriftlichen Prüfungen, rund 70 Expert/-innen während 1-2 Tagen für die mündlichen Prozessmodulprüfungen und 150 Expert/-innen während 1-2 Tagen zum Korrigieren in Bern im Einsatz. Mit viel Engagement tragen sie Jahr für Jahr zu einer reibungslosen Durchführung der Qualifikationen bei.


Eidgenössische Abschlussprüfung 2013 Im September traten 199 Kandidat/-innen zur Schlussprüfung an. Nachfolgend die Prüfungsresultate pro Prozessmodul: Eidg. Abschlussprüfung (Prozessmodule)

Kandidat/-innen

Erfolgsquote

Underwriting und Produktmanagement

21

90.5%

Schaden- u. Leistungsfallbearbeitung,

42

88.1%

136

83.8%

Dienstleistungsmanagement Vertrieb und Support

An der Fachausweisfeier vom 18. Januar 2013 durfte der VBV 182 neue Fachausweise als „Versicherungsfachfrau/Versicherungsfachmann“ abgeben. Mit einer stilvollen Feier im festlichen Rahmen und anschliessender „After Certification Party“ wurden die grossartigen Leistungen der erfolgreichen Absolvent/-innen gebührend gewürdigt. Als Festredner trat Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln auf. Der charismatische Abt verstand es, alle Anwesenden in seinen Bann zu ziehen.

Höhere Fachschule Versicherung HFV Im Herbst 2013 startete der sechste Jahrgang der HFV mit insgesamt 39 Student/-innen in je einer Klasse in Zürich und Bern. Die jeweils im Frühling startende verkürzte Ausbildung „Modell Höhereintritt“ für FachausweisInhaber führt zu einer Trennung eines Schuljahrgangs. Diese abgestimmte Ausbildung ergänzt die bereits angeeigneten fundierten Versicherungskenntnisse mit den Themenkreisen Rückversicherung, Versicherungsmathematik, mit allen drei Versicherungsprozessen sowie Führung und Kundenorientierung. Die Studenten im Höhereintritt werden ihren Abschluss gleichzeitig mit der Generation 2011 des klassischen Lehrgangs im Herbst 2014 abschliessen. Seit dem Start vor 6½ Jahren sind also 442 Studenten in die Höhere Fachschule Versicherung eingetreten. Am 25. Oktober 2013 feierte die Versicherungswirtschaft die zweite Generation diplomierter Versicherungswirtschafter/-innen HF. 53 erfolgreiche Absolvent/innen der Höheren Fachschule Versicherung HFV nahmen ihr verdientes Diplom entgegen. Die grossen kommunikativen Anstrengungen wurden im Berichtsjahr weitergeführt. Der ganze Auftritt in Print und im Web wurde überarbeitet. Die Zusammenarbeit zwischen AKAD Business und VBV klappte auch im vergangenen Jahr hervorragend. Neu werden im Frühjahr 2014 beim Start des Höhereintritt HFV auch die Absolvent/-innen der artverwandten Fachausweise der Fachrichtungen Finanzplaner, Krankenversicherung und Sozialversicherung einen erleichterten, attraktiven Zugang in die Schule für Versicherungstalente haben. Die Strategie der vereinten Bildungsangebote im Sinne des grossen „V“ (alle Versicherungszweige) ist somit lanciert. Wir versprechen uns sehr viel davon.


LERNMEDIEN Fachbücher 2013 sind folgende Fachbücher neu erschienen:  René Beck, Haftpflicht III: Fahrzeugversicherungen 

René Beck, Responsabilité civile III: Assurances de véhicules

Die Buchserie für die Lernenden (youngprofessional@insurance) und für die Vermittler (intermediary@insurance) wurde aktualisiert. Ebenso wurde das Fachbuch „Personen- und Sozialversicherungen – Grundlagen“ in 5. überarbeiteter Auflage neu herausgegeben.

Elektronische Lernmedien 

Neues Lernprogramm 2013: WBT Basiswissen für Branchenfremde

 

Aktualisierungen: ELV Einzellebensversicherung Laufende Arbeit (Abschluss der Arbeiten im 2014): Neues WBT Personenversicherungen

Lehrmittelvertrieb Die elektronischen Lernmedien können ab der VBV-Bildungsplattform education@insurance gebucht werden. Die Fachbücher können bei der Compendio Bildungsmedien AG, Zürich, bestellt werden, welche auch ausliefert.

LEARNING MANAGEMENT SYSTEMS Der VBV hat sich zum Ziel gesetzt, dass ein Kunde während seines gesamten Ausbildungswegs nur ein Login auf der Lern- und Prüfungsplattform „education@insurance.ch“ benötigt. Im Rahmen dieser Strategie wurde 2013 die Plattform „intermediary@insurance.ch“ – eine separate Clix-Installation, auf welcher ausschliesslich Vermittlerprüfungen durchgeführt wurden – abgeschaltet. Im Oktober wurden diese Prüfung erstmals über die Lern- und Prüfungsplattform „education@insurance.ch“ durchgeführt. Damit ist das Ziel eines einzigen Logins erreicht. Mit der Abschaltung von „intermediary@insurance.ch“ wurde gleichzeitig eine neue Prüfungsverwaltungssoftware eingeführt. Diese wurde im Bereich Learning Management Systems auf der Basis von Microsoft Access entwickelt und hat sich in ihrem ersten Einsatz bewährt. Die Lern- und Kursplattform educationatinsurance wurde auch 2013 als zentrale Bildungsdrehscheibe des VBV genutzt. Insgesamt sind auf der Plattform 18‘293 Nutzer registriert. 2013 haben sich 3‘970 Nutzer neu registriert. Von den neu registrierten Nutzern haben insgesamt 3‘570 die Plattform effektiv benutzt, d.h. sie haben sich nach der Registrierung auch auf der Plattform angemeldet. Monatlich erfolgten durchschnittlich 9‘680 Anmeldungen von 2‘110 unterschiedlichen Personen auf der Plattform. Das Angebot auf der Plattform umfasst einfache Ausschreibungen von Präsenzkursen über Communities oder Online-Prüfungen bis hin zu Kursen mit Blended Learning-Ansatz. Im Berichtsjahr wurden auf der Plattform insgesamt 450 verschiedene Kurse gestartet.


GESCHÄFTSSTELLE Das VBV-Team ist sehr stabil: Im Berichtsjahr hat einzig Natascha Tritten den VBV nach neun Jahren verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen. So präsentiert sich das VBV-Team per 31.12.2013:

Zur Betreuung des neuen Bereichs „Lernattestierungssystem“ (Arbeitstitel) wird das VBV-Team im Laufe des Jahres 2014 erweitert. Das aktuelle Organigramm findet sich unter: http://www.vbv.ch/ueber-uns/organisation/, resp. mit Foto und E-Mail-Link zu den jeweiligen Ansprechpartnerinnen und -partnern in der Rubrik „Geschäftsstelle“.


DER VBV MACHT VERSICHERUNGSBILDUNG IN FOLGENDEN SEGMENTEN:

youngprofessional@insurance: Die Nachwuchsentwicklung Für young talents stehen zwei Bildungsangebote bereit:  Die kaufmännische Grundbildung 

Die Ausbildung zum/zur Versicherungsassistent/-in VBV für Maturitätsabsolvent/-innen.

intermediary@insurance: Die Vermittlerqualifikation Der VBV bietet die modulare Ausbildung zum/zur Versicherungs-vermittler/-in an. Gleichzeitig ist er im Auftrag der FINMA für die Prüfungen zur Erlangung der Vermittlerqualifikation zuständig.

expert@insurance: Die Höhere Berufsbildung Die aktuelle Bildungspolitik sieht für die Höhere Berufsbildung der Versicherungswirtschaft zwei eidgenössisch anerkannte Weiterbildungsangebote vor:  Der Fachausweis Versicherungsfachmann/-frau 

Die Höhere Fachschule Versicherung HFV (dipl. Versicherungswirtschafter/-in HF)

Impressum VBV / AFA Berufsbildungsverband der Versicherungswirtschaft Laupenstrasse 10 Postfach 8625 3001 Bern Telefon 031 328 26 26 www.vbv.ch Kontakt: Bettina Moser (bettina.moser@vbv-afa.ch)


Jbr 140424 jahresbericht vbv final