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Winternacht – so geschah es an Weihnachten Eine Geschichte aus dem Subraum…


Russische Kaltluft lässt das Land gefrieren. Wir schreiben ein unbekanntes Zeitalter, die Maya nennen das Jahr zweitausend und droeaelf. Das Wort „droeaelf“, auch in manchen berichten als „drölf“ mit „ö“ geschrieben, konnte bisher noch nicht entziffert werden. Wie immer zog der Weihnachtsmann nächtlich auf Streife durch sein Revier, um alle Wunschlistengeschenke zu verteilen. „Rudolf, du hast schon wieder so eine Rote Nase! Langsam nervt das!“, jammerte der Weihnachtsmann. Rudolf entgegnete ihm mit einem langgezogenen, wohlklingenden, jedoch auch etwas ängstlichem „hä?“ aus dem Subraum. -„Hast du das gerade gesagt??“ -„Nein, es kam aus dem Subraum.“ -„Du überraschst mich wirklich immer wieder, mein guter, alter, tierischer und dauerbetrunkener Freund.“ Der Weihnachtsmann zog weiter und dachte über den Job nach, den er schon seit langer Zeit zu verrichten haben vermochte. Er bog in eine Seitengasse und sah einen kleinen Jungen. Der Junge zog blitzschnell etwas aus seiner Tasche heraus. Rudolph, der sich wie ein Elch benahm, welcher zuvor vergorenes Obst aus Schweden zu sich genommen hat, begann vom einen Moment auf den Anderen zu schreien: "Hilfe Weihnachtsmann! Lauf weg! Er hat eine Banane!" Der Junge zögerte nicht lange und warf dem Weihnachtsmann die Banane gegen den Kopf. Der Weihnachtsmann, etwas benommen wegen der Banane, entgegnete Rudolph: "Was zum Teufel ist mir dir los Rudolph? Seit Tagen landest du nicht mehr auf den Hausdächern sonder in deren Wohnzimmern, und all dass, nur weil du dich jeden Tag besaufen musst!" -"Es tut mir leid Meister..." -"MEISTER?! Geh weg Rudolph, ich werde meinen Weg alleine ohne dich gehen. Und außerdem habe ich keinen Bock mehr auf jedes Jahr Geschenke austeilen mit einem Besoffenen Rentier.“ Daraufhin flog Rudolph besoffen schwankend und singend, gleichzeitig pfeifend und rülpsend, ebenso wie jauchzend und lachend weg, jedoch weinte er auch im selben Moment. Rudolph beschloss nach Schweden auszuwandern. Überall sprach sich herum dass er der besoffene Gehilfe des Weihnachtsmanns war, und somit fand er schnell Anschluss in der Gemeinschaft der Elche. Gemeinsam machten sie sich jeden Tag daran neue Obstarten auszuprobieren, bis sie schließlich komplett zugedröhnt am Boden lagen. Zur gleichen Zeit, jedoch nicht am gleichen Ort, gingen andere Geschehnisse von dannen... Der Nikolaus füllte die Strumpfsocken mit Nüssen. Wenn es Nacht war, wurde der Nikolaus zum Schwerverbrecher. Er raubte Banken aus und gab sich wenn er gestellt wurde als Nikolaus aus. Kein Polizist konnte ihm bisher Glauben schenken. Eines Tages kam beim Nikolaus ein einfacher Mann vorbei. -„Entschuldigen Sie, könnten Sie mir vielleicht 5€ wechseln??“ Der Nikolaus fixierte ihn mit prüfendem Blick. Als der Herr jedoch tief in die Tasche griff, bemerkte er, wie etwas Goldenes in der Tasche funkelte. Sofort zog der Nikolaus seine Dual Berettas und gab dem Mann einen Kopfschuss. Er nannte sich nicht umsonst „Gangster Nikolaus“. Er war der größte „Hustler“ (Dealer) in der Stadt. Er fand in der Tasche einen gewöhnlichen Paradiesapfel (Solanum lycopersicum). Der Nikolaus dachte sich nichts dabei und aß den Paradiesapfel. Plötzlich geschah ein


Wunder: Er musste erbrechen. Mitten in seinem eigenen Erbrochenen, das mittlerweile auf der Straße lag, sah er eine Formel. Es war die Relativitätstheorie. Plötzlich erhellte der Himmel über dem Weihnachtsmann. Dieser dachte zu jener Zeit, eben dieser Zeit, dass sich die Hand Gottes zu ihm reichen würde um ihn zu holen. Doch diese Verm utung stellte sich als Fehlinterpretation des Subraum dar, und so flog lediglich ein alter Mann namens Albert Einstein mit seinem Raketenstuhl zu ihm herab. Albert Einstein war ein einfacher, arbeitsloser Analphabet und Alkoholiker. Er testete Raketenstühle seines Kumpels, denn Albert fungierte als das Versuchskaninchen seines Kumpels. Außerdem glaubte Albert Einstein an die Kraft der Wünschelrute, die ihm zu seinen Schatz, der Relativitätstheorie, welche er in Mittelerde von einer Kreatur namens Gollum geklaut hatte. Er hatte Gollum daraufhin mit seinem Frühstück, einer Banane, getötet. Sofort, ohne zu zögern, rennt der Weihnachtsmann vor Albert Einstein, der seine Wünschelrute ausgepackt hat, mit Hilfeschreien, weg, da ihn die geheimnisvolle Kraft der Wünschelrute vertreibt. Der Nikolaus wusste nichts mit der Formel anzufangen, jedoch trug er sie immer sorgfältig in seiner Tasche. Eines Abends, als der Nikolaus einkaufen gehen wollte, sah er sein Ebenbild. „Wer bist du?“, fragte der Nikolaus. -„Mich nennt man Weihnachtsmann und wer bist du?“ -„Ich bin der Nikolaus und wenn du dich in diesem Augenblick nicht umziehst, damit du anders aussiehst wie ich, dann mach ich dich kalt!!“ Der Weihnachtsmann dachte nicht einmal daran seinen Style zu ändern, denn es war der Style des Weihnachtsmann. Jetzt zog der Nikolaus erneut seine Dual Berettas aus seinem Sack heraus. Er zog am Schaft, es machte klick klack, daraufhin machte es „boom“. Eine Stimme aus dem Subraum ertönte. Es war schon wieder der Weihnachtsmann: „Du hast mich getötet. Aber was kommt jetzt?“ „Nichts, bei dir?“ „Auch nichts.“ „Ja nee du Trottel!“ Albert Einstein war zu dieser Zeit mit seiner Wünschelrute quer durch die Stadt unterwegs. Sie führte ihm zum Nikolaus, der sich gerade an seiner Relativitätsformel ergötzte. Der Nikolaus bemerkte Albert nicht und schwafelte unsinniges Gedöns: „Mein Schatz… Meeeein Schaatz. Komm in meinen Sack.“ Daraufhin erstach zuallererst den Sack, danach den Nikolaus mit dem spitzen Ende seiner Wünschelrute. Nun stand ihm nichts mehr im Wege, denn die geniale Theorie war sein. Er ergötzte sich an der Formel, ohne dass er den Inhalt zu lesen vermochte, denn er war Analphabet. All das war ihm egal, denn er veröffentlichte seine Theorie und wurde kurz darauf berühmt. Rudolf, der zu holländischem Gras gewechselt hat, hatte in jener Zeit, eben dieser Zeit, viele Freunde kennengelernt. Er war von vergorenen Früchten nun auf diverse Pflanzen umgestiegen und bekiffte sich jeden Abend mit seinem treuen Weggefährten Bux Bunny, der ihm über dem Weg gelaufen war. In der Realität, war Bux Bunny jedoch nur eine Figur aus dem Subraum. Eines Tages, als er wie an jedem Tag, frisches Gras für seinen Konsum pflückte, begegnete ihm im Rausch eine Kuh. Sie war von unglaublicher Schönheit. Die Kuh erschien ihm heilig. Ihre Augenwimpern zuckten im Glanze des Sonnenlichtes, welches ihr zartes Fell zum Strahlen brachte. Im Vollrausch hielt er die Kuh für Lila-gefleckt, es war die Milka Kuh. Er verliebte sich sofort in sie und gab ihr täglich eine Portion Gras zum Rauchen, ab. Die Kuh bekam Wahnvorstellungen und verliebte sich auch in Bux Bunny. So kam es, dass sie ein Kind zur Welt brachten. Es war eine Mischung aus Hase, Kuh und undefinierbarem Gedöns. Die Propheten Muhammed, Jesaia und Gemini hatten die Geburt eines solchen Mutanten-Babys schon vor unzähligen Jahren prophezeit. Sie entwickelten gemeinsam mit einem berühmten Regisseur einen Film, der jetzt im Kino zu sehen ist. „2012“ heißt das Meisterwerk


der Propheten. Das Mutanten-Baby solle die gesamte Welt zerstören. Wieder einmal im Rausch, sprang Bux Bunny spontanerweise auf den Mond und zerstörte die Sonne, wodurch Russische Kaltluft die ganze Welt umhüllte. Das führte wiederum zu einer klassischen dunklen Winternacht und versetzte alle Erdbewohner in Aufruhr. Die Milka dachte sie sei blind, das Mutanten-Baby hingegen war schon immer blind. Dadurch stellte es sich die Welt als naturprächtige, begrünte, Weidefläche vor. Plötzlich ertönte ein lauter Knall. Die ganze Erde verwandelte sich in einen einzigen, glühenden Lavaball. Schuld daran war das Mutanten-Baby, das durch seine Hässlichkeit, eine Interferenz im Subraum erzeugte, und somit die Welt in sich implodieren lies. Die letzten Überlebenden waren Bux Bunny, der zugedröhnt auf dem Mond lag, und die Milka Kuh die das letzte Fleckchen Grün auf dem Planeten namens "Erde" übrig hatte. Die Welt war finster und kalt, von anbeginn der Zeit, nannte man die Zeit Winternacht…

Made by Jens Hermann and Philipp Heider Ideas by Vladimir Naumtschik


Winternacht – so geschah es an Weihnachten  

Eine Geschichte aus dem Subraum...