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Seitdem Avantgardebewegungen in der Kunst der Moderne und Nachmoderne für radikale Umbrüche sorgten, ist die Auseinandersetzung über Kunst stark von Begriffen wie „Unverständlichkeit“ oder „Beliebigkeit“ bestimmt. Zugleich lässt sich, gerade in den letzten zwei Jahrzehnten, eine verstärkte philosophische Auseinandersetzung mit Werken und Praktiken zeitgenössischer Kunst beobachten. Unkonventionelle Materialien, eigenwillige Schaffensprozesse und vielfältige mediale Wechselwirkungen lassen Kunst als komplexes Bezugssystem erscheinen, an das die Philosophie unter anderem folgende Fragen richtet: Was zeichnet Gegenstände der Kunst gegenüber anderen Gegenständen aus, wie sind sie strukturiert – und welche Korrespondenzen lassen sich zwischen ihnen und Formen philosophischen Denkens entdecken?

P H I LO SO P H IE D E R K UN ST I

P H I LO SO P H IE D E R K UN ST III S YN E R GI E N Z W . P H I LO SO P H IE U N D K ÜN ST LE R I SC H E R

P R AX I S

Ein wesentlicher Teil philosophischer Ästhetik ist also die Philosophie der Kunst. Im Unterschied zur Kunsttheorie geht es dabei nicht nur um Theoriebildung zu existierenden Kunstwerken, sondern um die Suche nach philosophischen Perspektiven der Kunstinterpretation – Philosophie als Fundierung und Bezugssystem für den Umgang mit Kunst.

Als ein Mehrsparten-Festival, das stets darauf ausgerichtet war, neben den Verbindungen zwischen künstlerischen Arbeiten auch deren Verschränkung mit Theorie und Philosophie zu erkunden, bietet der steirische herbst in Graz ideale Voraussetzungen, um in Seminargesprächen, Vorträgen und SO P H IE Podiumsdiskussionen das Verhältnis zwischen Philosophie und neueren, künstlerischen Positionen zu diskutieren. In den vergangenen Jahren hat das Festival in verschiedenen Vortragsprogrammen, aber auch in der Entwicklung neuerer Formate wie zum Beispiel eines wissenschaftlich-künstlerischen Workshops zu „Virtuosität“ (2010) daran gearbeitet, Kunst und Philosophie produktiv in Beziehung zu setzen. Die Kooperation im Rahmen der Fachschaftstagung knüpft an diese Vorgeschichte an und versucht, sie für ein größeres Publikum zu P H I LO SO P H IE D E R öffnen. K UN ST II A N A L YT I S CH E K UN ST P H I LO -

Programm: Veranstaltungsbesuche beim Festival dienen der P H I LO SO P H IE U N D mit aktuellen Arbeiten der Bildenden und der Darstellenden Kunst K UN ST T H E O R I E im Rahmen der Tagung. Interdisziplinär besetzte Podien diskutieren Kunstwerke und die Bezugnahme von Künstlern auf Konzepte der bieten Einführungsvorträge und Workshops einen Einstieg in zentrale

unmittelbaren Auseinandersetzung sowie als Grundlage für die Gespräche über philosophische Perspektiven auf philosophischen Ästhetik. Tagsüber Fragestellungen der Philosophie der Kunst.


A N A L YT I S CH E K U N ST P HI L OS OP H IE P H I LO SO P H IE U N D K U N S T T HE OR IE S YN E R GI E N Z W IS C HE N P H IL O SO P H IE Do. 18.00

Fr.

JUFA Graz ↘↘↘

Abendessen (im JUFA)

20.00

Hannah Hurtzig (Mobile Akademie)

ab 21

steirischer herbst, Festivaldistrikt

ab 08

Frühstück (im JUFA)

09.00

Maria E. Reicher-Marek (Aachen)

10.15

Pause

10.30

Constanze Peres (Dresden)

11.45

Diskussion zu Vortrag 1 und 2

12.15

Mittagessen (im JUFA) & Pause

13.15

Katharina Pewny (Gent)

15.00

steirischer herbst, c/o Gallerie Zimmermann Kratochwill

Zweite Welt

steirischer herbst, Festivaldistrikt Maruša Sagadin (Österr./Slovenien)

Festivaldistrikt

19.00 19.30

P R A X IS

Begrüßung und Einführung

19.00

16.00

UN D K Ü N S T L E R IS C HE R

steirischer herbst, MUMUTH

Installation und Philosophie. Filmausschnitte und Gespräch über Nachtlektionen 1 - Joseph Vogl: Über das Zaudern, Die Untoten - Life Siences & Pulp Fiction und Schwarzmarkt

Festivaldistrikt ↘↘↘

Konzert und Bar

JUFA Graz ↘↘↘ Gestalt, Gefühl, Gedanke. Zum "Geistigen" in der Kunst. Ontologie von Kunstwerken als materielle und nicht-materielle Gegenstände

Sein und About-Sein – zur ontosemantischen Struktur des Kunstwerks. Das Kunstwerk als Beziehung zwischen Publikum, Künstler und dem geschaffenen Gegenstand

Das Theater des Prekären überschreiben: Lévinas und die Postdramatik. Lévinas‘ ethisches Modell zur Interpretation von zeitgenössischem Theater. Beispiel: Eröffnung von K 3 – Zentrum für Choreografie / Kampnagel / Hamburg (2007)

Gallerie Zimmermann Kratochwill ↘↘↘

herbst-Ausstellung – Führung

Festivaldistrikt ↘↘↘

Führung und Diskussion Einführung von Florian Malzacher

MUMUTH ↘↘↘

Eszter Salamon: Tales Of The Bodiless Musical Fiction Without Science (in englischer Sprache) Talk im Anschluss an die Vorstellung


Sa.

Frühstück (im JUFA)

09.00

Reinold Schmücker (Münster)

10.15

Pause

10.30

Peter M Boenisch (Kent)

Relationalität und Emanzipation. (Arbeitstitel) Überlegungen zwischen Jacques Rancière und Leo Bersani zu drei Beispielen der aktuellen Theaterszene.

11.30

Eszter Salamon, Bojana Cvejic, Peter M. Boenisch, Katharina Pewny

Diskussion

12.30

Pause

13.30

Günter Zöller (München)

14.45

Pause

15.00

steirischer herbst, Kunsthaus Graz Antje Majewski (Berlin)

Antje Majewski Die Gimel-Welt: Wie kommen Objekte zum Sprechen? Führung mit anschließendem Gespräch in space03

Pause / Exkursion nach Wahl Fachschaft Philosophie

für Cusanuswerk (und Freunde): Fachschaftstreffen im Haus der Architektur: Wahl für FT 2012

17 - 24

So.

Haus der Architektur ↘↘↘

ab 08

ab 08

ab 10.30 11.00

Ab 13

Ästhetik ohne Metaphysik? (Arbeitstitel) Kann die (Kunst-)Ästhetik ohne Metaphysik auskommen? Sollte sie das? Warum geht es in einem bestimmten Fall nicht ohne Metaphysik?

"Dreierlei Stühle". Platon und Joseph Kosuth über nachahmende Künste. Eine Konfrontation von Platons Kunstkritik mit der kritischen Reflexion auf den mimetischen Charakter der Kunst in der konzeptuellen Kunst der Gegenwart. Beispiel: Joseph Kosuth: „One and Three Chairs“ (1965)

Kunsthaus Graz ↘↘↘

< rotor > ↘↘↘

Frühstück (im JUFA) Ani Vaseva und Boyan Manchev (Sofia)

abgehoben Künstlerische Positionierungen zu Netzen der Macht (Ausstellungsbesuch, auch nach Lecture mögl) Art and Philosophy. The Singular Universals and the Struggle for the Real (in englischer Sprache). Lecture on synergetic modes of teamwork between a stage director and a philosopher.

steirischer herbst – open end

zur freien Verfügung in Graz / Abreise

Die Tagung richtet sich an alle Interessierten. Teilnahme möglich bei Voranmeldung, weitere Info jederzeit gerne auf Anfrage. Konzept und Moderation: Marcela Knapp, Helena Schmedt, Michael B. Weiß, Nikolaus Witty Leitung: Nikolaus Witty


< rotor >

So. Haus der Architektur

Sa.

JUFA

Do. und FR.


< rotor > Verein für zeitgenössische Kunst Volksgartenstrasse 6a 8020 Graz Tel: +43 316 68 83 06 http://www.rotor.mur.at Email: rotor@mur.at

steirischer herbst Festivaldistrikt Mariahilferstraße 9-13 8020 Graz Tel: +43 316 81 60 70 http://www.steirischerherbst.at Email: info@steirischerherbst.at Unsere Unterkunft: JUFA Graz Idlhofgasse 74 8020 Graz Tel: +43 57 08 32 10 http://www.jufa.at/graz Email: graz@jufa.at

Haus der Architektur Palais Thinnfeld Mariahilferstraße 2 8020 Graz Tel: +43 316 32 35 00 0 www.hda-graz.at


Weitere Adressen im Programm: Gallerie Zimmermann Kratochwill Opernring 7, 8010 Graz Tel: +43 316 82 37 54 – 0 MUMUTH Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz

steirischer herbst

Telefonkontakt zum Tagungsteam:

Mariahilferstraße 9-13

Helena Schmedt: +49 157 82 52 17 40 Nikolaus Witty: +49 174 431 62 90

8020 Graz

Festivaldistrikt Impressum:

Nikolaus Witty Hiltenspergerstr. 27 Tel: +43 316 81 60 70 80798 München +491744316290 http://www.steirischerherbst.at info@wittylogistics.de http://www.wittylogistics.de

Email: info@steirischerherbst.at

Grafik: Andreas Witty

Haftungsausschluss: Siehe http://www.disclaimer.de/disclaimer.htm

philosophie der kunst  

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