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BiBeriCA

GUCCi, DOLCe AUSGeLUTSCHT

Jetzt sind trendy Designer aus dem Osten mit ihren Klamotten am Vormarsch und erobern die Laufstege, bei uns auf S. 48

채rGer ALS Die SCHWArzer

kann nur die letzte echte Feministin aus Frankreich sein. Liest du, was dieser Frau in Sachen R체ckemanzipation auf den Geist geht. S. 50

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te, möch ! n e r en hö rn ge ks verpass xe t t e s lec ls e end on-Tr hen Farbk ixt und a darf i h s a F em t, tlic u den nen orden usammeng uster steh die z n o fM ais dz sind k ei ser S derschran farben wil nd wer au enprints e i d i m U ll in Wer einem Kle rden Kna getragen. - und Blu e o s e muss Frühling w Kunstwerk angen,- L aubt! l n rl s h Diese nistische eifen, Sc ustoben e tr A io press sleben. S für 2011. Cucujkić u a a e sich -Liebling aktion: Ivan n ed o i R Fash a Okazaki, Els Foto:

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Sant-tropez-Feeling Shirt: Paul and Joe by Gil, 169,00 Weste: Vero Moda, 24,95 Shorts: Day by Boutique Weiss, 195,00 Ketten: Day by Boutique Weiss, à 60,00 Tuch: Pieces by Vero Moda, 16,95 Hut: Mühlbauer, 158,00 Armreifen: Art Nouveau Art Deco, à 95,00

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new colourS oF the block Overall: H&M, 49,95 Bluse: Tara Jarmon by Mondial, 209,00 G端rtel: H&M, 9,95 Schuhe: Alisha by Humanic, 89,95

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pink my dreSS Kleid: Very by Vero Moda,100,00 Kette: H&M, 29,95 Armband: H&M, 19,95

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auF StreiFe Shirt: Wood Wood, 60,Hose: Vero Moda, 2695 G端rtel: Wood Wood, 50,Lederjacke: H&M: 59,95,Schuhe: United Nude by The 6th Floor, 460,Ohrringe: Accessorize by Monsoon, 14,90

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Politika


yellow print Kleid: Just Cavalli by Gil, 329,00 Halsreifen: Art Nouveau Art Deco, 278,00 Collier: Art Nouveau Art Deco, 278,00 Armband: Art Nouveau Art Deco, 185,00

frühlingserwachen

7.

5.

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Pickel ade! – hallo strahlender teint!

6.

UNreiNe HAUT, MiTeSSer ODer VerSTOPFTe POreN WAreN GeSTerN – iM März iST NUr eiN "reiNer" BeAUTy-LOOK iN MODe! Text: Viktoria Platzer

3. 1.

8.

Fotos: Hersteller

2. 1. Visibly Clear Pink Grapefruit tägliches Waschgel: befreit die Haut von Talg und Öl, ohne sie zu reizen, Neutrogena, 6,39. 2. „2in1 waschgel + maske“: als tägliches Waschgel sowie als 5-Minuten Maske zu verwenden, bebe young care, 4,99. 3. reinigungsmaske im Tiegel: klärende intensivpflege mit natürlicher Heilerde, Kapuzinerkresse und zaubernuss, Dr. Hauschka, 18,70. 4. reinigender Gesichtschaum: zur reinigung empfindlicher, unreiner Haut, eFFACLAr H, 12,90. 5. „Oil-Control Blotting Paper“: Papierblättchen, die den Teint durch einfaches Auftupfen mattieren, Shiseido, 19,50. 6. Mattierende Tagescreme: reduziert Hautglanz und versorgt gleichzeitig trockene Gesichtspartien mit optimaler Feuchtigkeit, NiVeA, ca. 6,60. 7. NOrMADerM Abdeckstift gegen Hautunreinheiten: Trocknet Pickel aus und deckt sie ab, Vichy, 12,00. 8. HautklarAktiv Tiefen-rein Bürste: die Komibination aus Massage-Bürstchen und reinigungslotions entfernt Unreinheiten besonders gründlich, Garnier, 7,99. 9. Soft Lotion Pads: entfernen sanft Make-up und Talg, My young face, 1,95. 10. „Nix wie weg“ AntiPickel-reinigungstücher“: mit diesen Tüchern lassen sich Schmutzreste einfach wegwischen, P.a.A.

9.

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hot in Snake Kleid: Just Cavalli by Gil, 429,00 Armreif: H&M, 19,95 Tasche: Art Nouveau Art Deco, 310,00

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the new leo Shirt: Only, 34,95 Hose: H&M, 9,95 Jacke: H&M, 29,95 Schuhe: Starlet by Humanic, 34,95 Ohrringe: Accessorize by Monsoon, 18,90 Armreifen: Accessorize by Monsoon, 12,50

Foto: elsa Okazaki Fotoassistenz: Philipp Haffner Styling: Susa ryniak / Making of Styling Assistenz: Julia rupertsberger / Making-of Make-up/Haare: yasmin Pirouzi / Making-of Vielen Dank an SAPA, Dominik und Krz

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Made in eastern europe

1.

mode aus osteuropa? grauer, billig produzierter genossinnen-einheits-look ist im osten längst passé. von bukarest bis litauen pflastern mittlerweile zahlreiche rennomierte designer-namen die modeboulevards. biber zeigt euch ein best-of aus dem mode-osten für die neue Saison! von Paulina Szmydke und Monika Bratić

1. petar petrov: ukraine/bulgarien/wien Petar Petrov ist in der Ukraine geboren, in Bulgarien aufgewachsen und hat in Wien Erfolg. Er liefert das perfekte Crossover zwischen osteuropäischem Streetstyle und westeuropäischer Couture. Nach internationalen Erfolgen mit seiner Männerlinie, entwirft er nun auch für Frauen. 2. baiba ripa: lettland Baiba Ripa ist bekannt für ihren naturbelassenen Zugang. Aufwendige Stickereien gepaart mit klaren, nüchternen Linien geben ihren Kleider-Kollektionen einen innovativen Touch. Weniger bekannt, aber nicht zu übersehen, auch Baibas Schmuck. Geschmiedet aus Nylon-Faser und Sterlingsilber – ein Fest für die Großstadt-Kämpferin.

4. ivo nikkolo: eStland Ivo Nikkolo ist ein Schneidermeister der alten Schule – dementsprechend klassisch sind seine Vorstellungen von Mode. In seiner Heimat wird er als „Armani des Nordens“ gefeiert. Der Este setzt dort auf romantische Gefühle, wo man rationale Stärke erwartet. Frau darf wieder Frau sein.

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3. 4.

Fotos: Petar Petrov, Baiba ripa, A&V, ivo Nikkolo: Madis Palm

3. a&v: litauen A&V – zwei Buchstaben, die zweierlei bedeuten: Ästhetik und unkonventionelle Eleganz. A&V – das sind Aleksandras Pogrebnojus und Vida Simanaviciute, zwei Kreativköpfe aus Litauen. Die Zwei sind gern gesehene Gäste bei Vogue und Harper's Bazaar.

2.


5. mareunrolS: lettland Mareunrols' Kollektion „Epizode 1“ ist eine Hommage an den modernen Stadtmenschen. Erschöpft durch die hohen Ansprüche des urbanen Dschungels, braucht der ewig Gestresste Kleider, die auch tragen anstatt nur getragen zu werden. 6. dora konSanSzky: ungarn Dora Konsanszky studierte an der Kunstakademie in Budapest und an der Haute-Couture Uni in Paris. Danach arbeitete sie einige Zeit bei Dior, Lanvin und Nina Ricci. Nach ihrer Heimkehr nach Ungarn wurde sie als beste Modedesignerin im Jahre 2006 und 2008 ausgezeichnet. Ihre Kollektionen sind immer von traditionellen ungarischen Designs inspiriert.

6. 7.

7. Stephan pelger: rumänien Die High Society in seiner Heimat Rumänien trägt seine Entwürfe auf dem roten Teppich, aber auch internationale Stars wie Anna Netrebko hat er schon ausgestattet. Stephan Pelger studierte Modedesign in Wien und arbeitete danach einige Jahre in Deutschland, bevor er sein Label gründete, das er in Bukarest betreibt. Bei der Pro 7 – Designercastingshow „Fashion & Fame“ gilt er als Favorit. 8. rokSanda ilinić: Serbien Die Belgraderin studierte in ihrer Heimatstadt Kunst bevor es sie nach Großbritannien verschlug. Seit ihrem Abschluss 2002 sorgt sie für Aufsehen in der Londoner Fashionszene. Drei Mal gewann sie einen Design-Wettbewerb der von dem trendy Klamottenshop „Top Shop“ ausgeschrieben wurde. Außerdem wurde sie mit einem „Brit Fashion Award“ geehrt.

Fotos: Mareunrols: Nils Vilnis, Dora Konsanszky, roksanda ilinićr

5.

8.

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„FrÜHer WoLLten MusLiMinnen die piLLe, Heute das KopFtuCH“ Élisabeth Badinter über verzerrte Vorstellungen einer perfekten Mutter: „Stillen sollte keine moralische oder medizinische Verpflichtung sein.“

Élisabeth badinter ist eine der bekanntesten philosophinnen und Feministinnen und hat mit ihrem kürzlich erschienenem buch „der konflikt. die Frau und die mutter“ für gesprächsstoff über das verzerrte Frauenbild gesorgt. die Französin wundert sich nicht, wieso Österreicherinnen keine lust auf kinder haben und musliminnen vor zwanzig Jahren noch viel emanzipierter waren. Von biber-Paris-Korrespondentin Paulina Szmydke

: Madame Badinter, werden Sie am 8. März feiern? ÉLISABETH BADINTER: Nein, ich finde den Frauentag grotesk, erniedrigend, und ich weigere mich, ihn auf irgendeine Art und Weise zu begehen. Da fühle ich mich wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Das ist demotivierend. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Mädchen von zehn Jahren und schalten am 8. März den Fernseher ein. Sie sehen nichts als Frauen, die geschlagen, vergewaltigt, erniedrigt werden. Frauen, die unglücklichen Opfer! Männer, die Schweine! Das geht mir auf die Nerven. Ihre deutsche Kollegin Alice Schwarzer würde diesen Tag am liebsten abschaffen … Ach, Alice also auch? Ja, Frau Schwarzer spricht sich zudem gegen das Kopftuch für muslimische Frauen aus. Sie hat es neulich gar mit dem Judenstern verglichen … … So weit würde ich nicht gehen…

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… aber kann man einer Muslimin denn nicht glauben, dass sie freiwillig und aus Überzeugung ein Kopftuch trägt? Doch, aber was bleibt, ist die Tatsache, dass sie es tut, weil sie ihre Haare verdecken will, weil ihre Haare ein Objekt der Begierde für den Mann darstellen. Ohne Kopftuch macht sie sich schuldig. Das ist unerträglich. Wir wissen, dass es vor 20, 30 Jahren noch kein Kopftuch in Europa gegeben hat. Dann kamen Khamenei und die Salafisten an die Macht, überzeugten die Frauen davon, dass sie nur dann gute Musliminnen sein können, wenn sie ein Kopftuch tragen und gaben ihnen den Status Bürger zweiter Klasse. Man kann also nicht so tun als wäre das Kopftuch vom Himmel gefallen. Da steckt eine ganze Geisteshaltung dahinter, die die Frau umdefiniert.

Deswegen beschwert sich eine Französin viel häufiger über den Staat als über ihren Kompagnon. Sie ruft: „Verdammt, wo bleiben die Krippenplätze?“

Sie glauben, die Muslimin von heute ist weniger emanzipiert als noch vor 20 Jahren? Bestimmt. Damals trugen die Mädchen im Banlieue keine Kopftücher. Geschweige denn ein Hijab. Erst als die Moscheen begonnen haben, sich für die Frauen zu interessieren, weil sie ihren Einfluss innerhalb der Gesellschaft sahen. Sie waren die besten in der Schule, wollten die Pille. Heute stehen die Mädchen so unter Druck, dass sie nicht Nein sagen können. Sie verdecken ihre Haare, um ihren Frieden zu haben, um nicht als Schlampe beschimpft oder betatscht zu werden.

Sie sind kein Fan des Stillens? Ich bin nicht gegen das Stillen, sondern gegen den zunehmenden Zwang, es tun zu müssen. Tut man es nicht, ist man gleich eine schlechte Mutter. Stillen sollte keine moralische oder medizinische Verpflichtung sein, sondern eine persönliche Entscheidung. Und die wird nicht respektiert. Die Wurzel der Ungleichheit zwischen Frau und Mann liegt keineswegs im Öffentlichen, sondern im Privaten. Die Frau wird nie gleich sein, wenn sie diejenige ist, die mit einer Tonne auf dem Rücken herumläuft.

Sehen Sie einen emanzipatorischen Rückschritt auch bei Frauen anderer Gesellschaftsgruppen? Ja. Die Frauen meiner Generation hatten alle dasselbe Ziel: Sie wollten Unabhängigkeit und sie wollten Kinder haben. Heute ist das nicht mehr der Fall. Wozu zwei Schichten arbeiten und an die gläserne Decke stoßen, um am Ende mit 20 Prozent weniger Gehalt auszusteigen als die Männer? Dann lieber Mutter werden, daheim bleiben und aus meinem Kind ein Meisterwerk machen. Persönliche Unabhängigkeit ist nicht mehr das Ziel der Frau von heute. In einer Gesellschaft aber, wo eines von zwei Paaren sich trennt, ist das zu kurzsichtig. Sie wissen, anders als die Französinnen, entscheiden sich immer mehr Österreicherinnen gegen das Kinderkriegen. Weil man in Frankreich viel weniger von einer Mutter erwartet als bei Ihnen. Sie wird nicht als die einzige Verantwortliche gesehen. Der Staat ist genauso für die Erziehung der Kinder zuständig.

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Und was ist eine gute Mutter? Ein kleines Wunder – und so selten wie Mozart. Gut ist eine, die die richtige Distanz zu ihrem Kind findet, nicht zu viel und nicht zu wenig macht. Die große Gefahr besteht doch darin, zu glauben, dass es eine perfekte Mutter gibt. Niemand ist perfekt und schon gar nicht die Mutter. wer ist sie: name: élisabeth badinter beruf: philosophin, feministin wird sicher nicht: den frauentag feiern brachte: kürzlich das buch „der konflikt. die frau und die mutter“ heraus

„MUSLiMiNNeN VerDeCKeN iHre HAAre, UM iHreN FrieDeN zU HABeN, UM NiCHT ALS SCHLAMPe BeSCHiMPFT ODer BeTATSCHT zU WerDeN.“

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In Frankreich reicht man das Kind auch schnell an die Nanny weiter. Aber wozu Kinder kriegen, wenn man sie nie sieht? Und da wundern Sie sich, dass in Österreich nicht genug Kinder geboren werden. Die Frau kann doch Mutter sein und Frau bleiben. Es ist nicht zwingend notwendig, das sie 24 Stunden am Tag beim Baby hockt, aber gerade das versucht man ihr einzureden. Ich bin sicher, wenn man der Französin sagen würde, sie könne kein Kind haben, ohne es sechs Monate lang stillen zu müssen, hätten wir dasselbe Problem wie Sie.

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DIE ARBEIT DIESES KINDES WIRD SPÄTER WENIGER WERT SEIN.

Weil ich ein Mädchen bin? Österreich ist ein feministisches Entwicklungsland – seit Jahren beschämendes Schlusslicht in allen Gleichstellungsrankings.

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biberica 03/2011