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Region

Zürichsee-Zeitung linkes Ufer Montag, 30. März 2009

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Wädenswil

U19-Handballer mit dem 15. Sieg in Serie

Julian Burkhard, Projektmitglied, Ivica Petrusic, Leiter der Jugendarbeit, und Perparim Kastrati, Projektmitglied, im Jugendkulturhaus Sust (von links). (André Springer)

Wädenswil Das Jugendprojekt «Moana» endete mit vielen guten Erfahrungen

Alkoholausschank als Prävention Alkoholausschank in Gemeinderäumen galt bis vor drei Jahren als unvorstellbar. «Moana» hat dies geändert. Jetzt löst sich das Projektteam auf. Ein neues steht aber schon in den Startlöchern. Roger Geier Das vor drei Jahren gestartete Projekt «Veranstaltungen ab 16 Jahren mit Bierausschank» in der «Moana-Lounge» im Jugendkulturhaus Sust endete vergangenen Freitag mit einer letzten Party. Aufgrund personeller Veränderungen sowie vollzogener Wohnorts- und Stellenwechsel im Projektteam blieben die Pforten für die Jugendlichen im letzten Jahr verschiedenste Male geschlossen.

Dies wirkte sich negativ auf die Besucherzahlen aus und veranlasste schlussendlich das Bar-Team Perparim Kastrati und Julian Burkhard dazu, das Projekt zu beenden. Für das erste Begehren des Leiters der Jugendarbeit Ivica Petrusic, im Jugendkulturhaus Alkohol auszuschenken, erntete er vom Stadtrat für Schule und Jugend, Johannes Zollinger, höchstens ein Lächeln und dann eine Absage. «Dadurch liess sich Petrusic aber nicht von seiner Idee abbringen», erinnert sich Zollinger. Er sei noch einmal zu ihm gekommen und habe es erneut versucht, bis er ihn schliesslich überzeugt habe. Auch heute noch ist Zollinger mit diesem Entscheid zufrieden. Alkohol gehöre zur Gesellschaft. Dieser Tatsache dürfe man sich nicht verschliessen. «Wenn wir den Jugendlichen keinen Alkohol verkaufen würden, hätten sie ihn an einem anderen Ort bezogen und ihn am Bahnhof oder am See konsumiert.

So hatten wir wenigstens die Gewissheit, dass alles im geordneten Rahmen mit Mass und Kontrolle stattfand», erklärt Stadtrat Zollinger.

«Akzeptanz gefunden» Die Projektgruppe «Moana» hatte ein sauberes Konzept herausgearbeitet und eng mit der Suchtpräventionsstelle des Samowar zusammengearbeitet, bei welcher die Projektgruppe Kurse zum bewussten Umgang mit dem Jugendschutz absolvierte. Der Stadtrat für Gesundheit und Sicherheit, Philipp Kutter, würdigte das Projekt als «tolles Projekt, wie man Alkoholprävention auch machen kann». Obwohl dieses Projekt, eines seiner ersten auf seinem Schreibtisch als Stadtrat, anfänglich noch stark kritisiert wurde, habe es nun die «nötige Akzeptanz im Dorf gefunden». Nicht nur in Wädenswil beobachtete man das Projekt mit Argusaugen, auch verschiedenste Medien

zeigten starkes Interesse. Dies vor allem deshalb, weil der gewählte Ansatz in der Region einzigartig war und als sehr mutig galt. «Die Medien warteten gespannt auf erste Zwischenfälle oder Fehltritte – doch es gab keine», sagt Ivica Petrusic. Auch mit der Polizei habe es keine Probleme gegeben, bestätigt Philipp Kutter. Zwar verabschiedet sich die Projektgruppe «Moana» aus dem Jugendkulturhaus Sust, dennoch stirbt die Projektidee «Veranstaltungen ab 16 Jahren mit Bierausschank» in den Räumen der Jugend und Kultur der Stadt Wädenswil nicht ganz. Ein neues Team von zehn Jugendlichen, genannt «M 1», möchte die Idee in einem ebenso kontrollierten Rahmen und in ähnlicher Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle Samowar weiterverfolgen. Die erste Party soll schon am nächsten Freitag im «G4» (altes «Exit») beim Schulhaus Untermosen stattfinden.

Au Der Lauf- und Walking-Träff beginnt am kommenden Mittwoch

Unfall

Gesundheit und Lebensqualität Das Training mit den Stöcken hat sich auf breiter Front durchgesetzt. Am 1. April beginnt der Lauf- und WalkingTräff auf der Halbinsel Au. Begeisterte aller Altersschichten der Region treffen sich seit bald 25 Jahren auf der Halbinsel Au beim Weinbaumuseum am Mittwochabend-Laufträff. Im Vordergrund steht die Bewegung in freier Natur und in lockerer Atmosphäre. In verschiedenen Gruppen wird gelaufen oder gewalkt. Der Träff ist kostenlos, weil sich die Leiterinnen und Leiter kostenlos zur Verfügung stellen. Joggen, Fitness, Walking oder Nordic Walking? Das kann jeder und jede selbst entscheiden. Können da alle mitmachen? «Ja, natürlich», sagt René Roner, einer der Gründer des Laufträffs. «Denn hier geht es nicht um einen Trainingsabend, son-

dern darum, etwas für die Gesundheit und die Lebensqualität zu tun. Fit sein heisst, eine gute Konstitution und Gesamtverfassung des Körpers anzustreben, die begleitet ist von Leistungsfähigkei und psychischer Belastbarkeit.» Der finnische Nordic-Walking-Virus packt immer mehr Schweizerinnen und Schweizer. Das Bewegen in der Gruppe macht Spass und motiviert einmal oder auch mehrmals in der Woche, sich selbst zu überwinden. Auf der Halbinsel Au wird in verschiedenen Stärkeklassen gelaufen und gewalkt; Teilnehmer und Teilnehmerinnen wählen nach ihrem Können und der Tagesform die entsprechende Gruppe.

Richtige Technik, gutes Material «Damit die sanfte Sportart Nordic Walking Spass macht, gibt es einige Grundregeln zu beachten», bemerkt René Roner, langjähriger Nordic-WalkingBasic-Instructor. Es sind gutes Schuh-

Unvorsichtiger Sportwagenlenker auf der A3-Einfahrt

werk, passende Stöcke (richtige Länge) und die richtige Technik die entscheidenden Voraussetzungen. Roner, selbst erfolgreicher Nordic-Walking-Wettkämpfer verschiedener Berg- und Distanzläufe äussert einen Wunsch: «Es ist unbedingt erforderlich, dass die Walkerinnen und Walker mit einer soliden Technik jeweils am Mittwochabend in der Au dabei sind. Denn ohne technische Vorkenntnisse ist es schwer, in einer Gruppe mitzuhalten.» Roner verweist auf viele Walker, die mit schlechter Körperhaltung anzutreffen sind, was mit Nordic Walking schlechthin nicht mehr viel zu tun habe. Daher empfiehlt René Roner, einen Schnupperkurs und einen bis zwei Grundkurse zu besuchen. (dä) Lauf- und Walking-Träff. Beginn: Mittwoch, 1. April, 19 Uhr, Weinbaumuseum Au. Kurse von Montag bis Samstag. Infos und Anmeldung: Telefon 044 781 29 66 oder E-Mail: roner©bluewin.ch.

Pfäffikon. Wegen unvorsichtigen Einfahrens eines Sportwagenfahrers auf die Autobahn kam es am Samstagabend zu einer Kollision, meldet die Polizei. Verletzt wurde niemand. Gegen 20.30 Uhr fuhr eine Frau mit drei Kindern auf der A3 Richtung Chur. Bei der Einfahrt Schindellegi fuhr ein Lenker mit einem silberfarbenen Sportwagen unvermittelt vor das Auto der Familie. Um eine Kollision zu vermeiden, riss die Frau das Lenkrad herum und prallte gegen die Mittelleitplanke. Das Auto schleuderte nach rechts über die Böschung und kam ausserhalb des Wildzauns zum Stillstand. Der Sportwagenfahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Zeugenaufruf: Personen, welche Angaben zum Unfall machen können, insbesondere zum silberfarbenen Sportwagen, melden sich bei der Kantonspolizei Zürich, Verkehrszug Neubüel, Telefon 043 833 17 00. (zsz)

Zum Abschluss der Gruppenspiele liess die U19-Mannschaft des Handballclubs (HCW) nichts mehr anbrennen und bezwang in einem einseitigen Spiel die SG Herrliberg/Erlenbach/Stäfa mit 34:14(15:5). Dies war gleichzeitig der 15. Sieg im 15.Spiel. Die Gäste vom linken Ufer waren nur in den ersten paar Minuten nicht bei der Sache, ehe sie die nötige Einstellung für diese Kehrauspartie fanden und innert zehn Minuten vom 2:3 auf 3:10 wegzogen. Wären die Gäste mit ihren Chancen nicht so leichtfertig umgegangen, so hätte das Skore bis zur Pause nicht nur 15:5 für den HCW lauten müssen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel am Geschehen auf dem Spielfeld. Die Linksufrigen dominierten nach Belieben und durften sich eine Viertelstunde vor Abpfiff, beim Stande von 9:26, die eine oder andere Pause erlauben. Für das Schlussresultat von 14:34 war dann Christoph Hauser besorgt. In einer Woche trifft die U19-Mannschaft im Rahmen der Finalspiele um den Regionalmeister auf den TV Uster. In diesem Spiel sind sechzig Minuten Konzentration, Einsatz und Engagement gefordert, denn nur der Sieger wird am Sonntag den Final bestreiten können. (e) HCW U 19: Basil Saner (Tor); Christoph Hauser (7), Florian Sutter (4), Stefan Gantner (6 / 1 Pen.); Lukas Wiederkehr (5), Hannes Schüpbach, Simon Spirig (3), Matthias Schönbächler (5), Dominik Mächler (4). Nächstes Spiel: HC Wädenswil U19 - TV Uster U19; Samstag, 4. April, 19.20 Uhr, Utogrund Zürich.

Wädenswil

Tischtennisleader siegt auch zu zweit Ohne den kurzfristig abwesenden Carlos Mejia gewannen die souverän führenden Bernd Volk und Thomas Blatter in der 2. Liga gegen die Tabellenvierten aus Wetzikon auch zu zweit mit 7:3. Die beiden Routiniers fuhren gegen die Aussenseiter von Beginn an einen direkten Kurs, sodass sich diese nur gerade die drei für sie bestimmten ForfaitEinzel gutschreiben lassen konnten. Die gegenüber der Vorrunde wesentlich stärker angetretenen Zweiten aus Rapperswil-Jona liessen an ihren Gegnern kein gerades Haar übrig. Gary Seitz, Sarah Frehner und Sara Kurtovic gingen sang- und klanglos gegen die motivierten Rosenstädter unter, gewannen nur gerade fünf einzelne Sätze. Sie laufen nun sogar noch Gefahr, den fünften Platz an Nachbar Horgen zu verlieren, der mit Schlusslicht Affoltern in der letzten Runde einen leichten Gegner sicher besiegen wird. (e) 2. Liga, Gruppe 2: 1. Wädenswil IV 17/60. 2. Pinguin Zürich 16/39. 3. Zürich-Affoltern III 17/38. 4. Wetzikon III 18/36. – Gruppe 3: 1. Chur II 18/54. 2. Rapperswil-Jona 17/50. 3. Wetzikon II 17/45. 4. Wollerau 17/40. 5. Wädenswil III 18/38. 6. Horgen 17/36.

Richterswil

Hohes Diplom erworben Der in Richterswil wohnhafte Roger Daniel Leimer (Jahrgang 1983) hat nach sechsjährigem Studium an der HSG St. Gallen den Titel «Master of Arts HSG» im Informations-Medien-Technologiemanagement erworben. Die Diplomfeier fand am 28. März statt. (e)

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Mittwoch, 1. April 2009, 14.30 Uhr

Bilder und ihre Wirkung 038.244668

Thomas Schäppi Redaktionsleiter Tagesschau SF erzählt aus dem Inneren des Bildmediums Fernsehen Telefon 044 725 95 55 / baumgaertlihof@horgen.ch

06AZZSL_3003_V0_I.pdf

Ihre Meinung ist gefragt:

zsz.ch


http://www.philippkutter.ch/presse/30_03_09_ZSZ_Moana  

http://www.philippkutter.ch/presse/30_03_09_ZSZ_Moana.pdf

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