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Region

Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen Montag, 27. Juli 2009

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Adliswil

Wachtstrasse bis Dienstag gesperrt Weil es am Freitagabend zu regnen begann, mussten die Bauarbeiten an der Wachtstrasse unterbrochen werden. Die Arbeiten dauern deshalb noch bis zum Dienstagmorgen, 28. Juli, um 5 Uhr an. Dies teilt die kantonale Baudirektion mit. Die bisherigen Bauarbeiten auf der Wachtstrasse verliefen termingemäss: Seit Donnerstag, 23. Juli, ist das Teilstück zwischen Wachtbrücke und Eggstrasse gesperrt. Während der Sperrung wird der Durchgangsverkehr wie folgt umgeleitet: In Richtung Rüschlikon rollen die Autos über die Kilchberg- sowie Dorf- und Alte Landstrasse (Kilchberg). In Richtung Adliswil läuft der Verkehr über Thalwil, Gattikon und Langnau am Albis. Die Umleitungen sind signalisiert. Die Bushaltestellen Rifertstrasse, Schulhaus Kopfholz, Rütistrasse/Wacht, Friedhof und Tobelhof werden bis zum Dienstag, 5 Uhr, nicht bedient. (e)

Die Bademöglichkeit im Bachgadenweiher bleibt trotz malerischer Umgebung oft unbenutzt. Die Wasserqualität lässt an heissen Tagen zu wünschen übrig. (Oliver Lutz)

Wädenswil Im Bachgadenweiher soll zumindest noch einige Jahre gebadet werden dürfen

Biotop kommt erst in 10 Jahren Drei Vereine möchten den Bachgadenweiher in Frondienst säubern und so das drohende Badeverbot verhindern. Wädenswil begrüsst das Engagement, langfristig sei es aber keine Lösung. Oliver Lutz Das Landschaftsbild um den Bachgadenweiher wirkt an diesen beiden heissen Julitagen malerisch: Eine weitläufige Wiese, an deren Ränder die verschiedensten Pflanzen spriessen, umgibt das Gewässer, und in der Ferne hört man das Rauschen des Aabachs, der aufgrund der zahlreichen Gewitter während der letzten Tage viel Wasser mit sich führt. – Doch trotz freundlichem Wetter bleibt die bereitstehende Feuerstelle an den beiden Nachmittagen unbenutzt, und auch im Badeweiher tummelt sich niemand.

In zwei Wochen wird sich das zumindest vorübergehend ändern. Dann beginnt das Zeltlager für die Kleinen (Zela), das bereits zum 31. Mal in der Nähe des Bachgadenweihers stattfindet. Bäder im kleinen Gewässer sind seit jeher fester Bestandteil des Lagers, für das sich in diesem Jahr 64 Kinder angemeldet haben. Deshalb ist man bei der Lagerleitung wenig begeistert, dass der Badespass in Zukunft nicht mehr möglich sein soll.

Guggenmusiken wollen mithelfen Das Badeverbot hat der Stadtrat Wädenswil verfügt, weil der bakteriologische Toleranzwert des Wassers in heissen Sommern den Grenzwert teilweise überschreitet. Eine bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Auftrag gegebene Studie kam zum Schluss, dass eine Klärung des Badewassers mit einem Pflanzenvorfilter sowie mit Laichkraut und Schwimmblattgesellschaften im Weiherbecken je nach Umfang der benötigten Massnahmen zur Bepflanzung 70 000 bis 120 000 Franken kosten würde.

Dieses breite Kostenspektrum stellt Ralf Grob von der Zela-Leitung in Frage. «Ich würde gerne wissen, wie viel davon Personalkosten sind», sagt Grob, «denn dieser Posten könnte durch Frondienst wesentlich reduziert werden.» Neben den Zela-Organisatoren hätten sich mit den Guggenmusiken Wadinschränzer und Troubadix zwei weitere Vereine zur Mithilfe bereit erklärt. Zudem habe man unterstützende Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. «Der Kontakt besteht zwar bereits, doch nun möchten wir uns gerne mit Stadtvertretern an den Tisch setzen und konkrete Massnahmen besprechen. Vorstellbar wäre für uns beispielsweise auch die Verkleinerung des Badeweihers», sagt Ralf Grob.

Vorläufig kann man noch baden Der Wädenswiler Gesundheitsvorstand Philipp Kutter ist bereit, mit den Organisatoren des Zela mögliche Massnahmen wie eine Putzaktion zu besprechen, damit die Lagerteilnehmer auch in den nächsten Jahren nicht auf den Badeplausch verzichten müssten. «Es

ist nicht unsere Absicht, den Bachgadenweiher bereits in den kommenden Wochen für Badegäste zu sperren», erläutert Kutter, «die kostengünstige Idee, den Bachgadenweiher zu einem naturbelassenen Stück Natur zu machen, wird aus heutiger Sicht erst in zehn Jahren umgesetzt.»

Nur wenige Badegäste Langfristig wäre die Aufrechterhaltung der Wasserqualität gemäss Stadtrat Kutter zu kostspielig, da neben der Klärung des Badewassers auch die Betonwanne und der Damm saniert werden müssten. «Im Verhältnis zu den wenigen Leuten, die den Weiher zum Baden nutzen und den zahlreiche Badealternativen in Wädenswil sind diese Kosten schlicht zu hoch», erklärt Kutter, der als Kind auch einmal am Zela teilgenommen hat. «Wenn das Badeverbot tatsächlich kommt, müssen wir uns möglicherweise nach einem neuen Lagerplatz umsehen», sagt Zela-Leiter Ralf Grob, «das wäre sehr schade, denn der Bachgadenweiher hat in unserem Lager Tradition.»

Horgen «Dorfplatz lebt» mit Dixie-Musik

Die Dixie Kids heizten mächtig ein Fast 200 Horgnerinnen und Horgner trafen sich am Freitagabend im Zelt auf dem Dorfplatz. Die Dixie Kids sorgten für rassige Rhythmen. Carole Bolliger Die Frauen und Männer – vorwiegend Generation 50 plus – pilgerten am Freitagabend auf den Dorfplatz, um die Dixie Kids zu hören und live zu erleben. Fast alle Tische und Bänke waren besetzt mit Dixie-Kennern, Liebhabern und Fans. «Die Musik wäre schön und die Veranstaltung lässig, aber leider ist es viel zu laut», kritisierte ein Mann am hintersten Tisch. Er sei auch hier, um sich zu unterhalten, aber das sei schlichtweg unmöglich bei dieser Lautstärke. Doch nicht alle schienen das gleich zu empfinden. Ein Mann – wohl einer der Jüngsten im Zelt – wirbelte seine Frau im buntgestreiften Pullover gekonnt über die Tanzfläche. Und dem swingenden Paar folgten einige andere

Mutige und schwangen das Tanzbein zu den rassigen Jazz- und Dixie-Rhythmen. Das Horgner Urgestein Oski Steiner heizte mit seinen fünf DixielandMusikern dem Publikum mächtig ein.

Ein Basler, der hängenblieb Die Klänge, die aus der Trompete, der Klarinette oder der Posaune – begleitet von Schlagzeug und Cello – ertönten, begeisterten die Frauen und Männer. Sie wippten mit den Füssen im Takt oder klatschten begeistert in die Hände; die einen mehr, die anderen weniger im Takt. Trompeter Oski Steiner forderte das Publikum auf, das bekannte Stück «Down by the riverside» mitzusingen. Dem kamen die Zuschauer, welche den Text kannten, gerne nach und andere, die etwas weniger textsicher waren, trällerten irgendetwas vor sich hin. «Auf meiner Velotour bin ich zufällig hier vorbeigekommen und habe Musik aus dem Zelt gehört», sagte ein 77-jähriger Basler. Sein heutiges Etappenziel sei bei seiner Nichte in Wädenswil. «Aber das hier ist ein schöner Zwischenstopp», grinste der fitte Rentner, bevor er sich auf sein Velo schwang und in der Nacht verschwand.

Leserbrief

Längere Öffnungszeiten sind überflüssig Zum Leserbrief «Es braucht längere Öffnungszeiten» (Ausgabe vom 25. Juli)

Es ist schon erstaunlich, welche Argumente für die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten vorgebracht werden: Die Vergesslichen, die Ferienheimkehrer, die Berufstätigen mit unregelmässiger Arbeitszeit werden bemüht, um etwas zu erzwingen, was völlig überflüssig ist. Im 21. Jahrhundert verfügt der einfachste Haushalt über einen Kühlschrank. Darin lassen sich etliche Dinge auf Vorrat halten: Brot im Tiefkühlfach ist im Backofen oder im Toaster innert kurzer Zeit zum Verzehr bereit. Milch im Vorrat: kein Problem – UHT. Ich könnte die Liste mühelos erweitern. Und wie oft ist es nicht schon vorgekommen, dass etwas vermeintlich Vergessenes zu guter Letzt gar nicht gebraucht wurde. Längere Ladenöffnungszeiten sind eine Zwängerei! Johanna Vyskocil, Thalwil

Veranstaltung Romantisches Roadmovie Wädenswil. An den Filmnächten im Rosenmattpark ist heute Abend der Streifen «Im Juli» mit Moritz Bleibtreu und Christiane Paul zu sehen. Die Story: Seine Schüler tanzen ihm auf der Nase rum, in den Szeneläden wird er grundsätzlich nicht bedient und sein Nachbar hat mehr Sozialleben als er. So uncool wie der Junglehrer Daniel kann man eigentlich gar nicht sein. Erst als er sich unsterblich in die schöne Melek verliebt und spontan beschliesst, ihr nach Istanbul nachzureisen, ändert sich sein ödes Spiesserdasein. Begleitet von der flippigen Schmuckverkäuferin Juli, die ihn schon lange heimlich anhimmelt, macht sich Daniel auf den weiten Trip von Hamburg in die Türkei. Die wilde Odyssee durch Südosteuropa wird für ihn dabei zur Reise in ein neues Leben. Eine luftig-leichte Sommerkomödie mit grosser Lust am Fabulieren, Reisen und Verliebtsein – eben im Juli. (e) Montag, 27. Juli, Filmnächte Rosenmattpark,Wädenswil ab 21.30 Uhr. Abendkasse ab 21 Uhr. Vorführung bei jedem Wetter.

Handelsregister W. Schneider+Co AG, Langnau am Albis

Habens drauf, auch wenn sie nicht mehr die Jüngsten sind: die Dixie Kids. (bol)

Aktiengesellschaft. Ausgeschiedene Personen und erloschene Unterschriften: Andreas Schmied, Wollerau, mit Kollektivprokura zu zweien. Eingetragene Personen neu oder mutierend: Alfred Hefti, Wollerau, mit Kollektivprokura zu zweien; Bruno Strebel, Muri, mit Kollektivprokura zu zweien.

http://www.philippkutter.ch/presse/27_07_09_ZSZ_Bachgaden  
http://www.philippkutter.ch/presse/27_07_09_ZSZ_Bachgaden  

http://www.philippkutter.ch/presse/27_07_09_ZSZ_Bachgaden.pdf

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