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Region

Zürichsee-Zeitung Sihltal-Thalwil Montag, 15. Juni 2009

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Wädenswil Voraussichtlich kämpfen 2010 vier Kandidaten um einen frei werdenden Sitz im Stadtrat

Richterswil

Kandidatenliste fast komplett

Paracelsus expandiert

Ernst Stocker (SVP), Bauvorstand Christian J. Huber (SVP), Schulpräsident Johannes Zollinger (EVP) sowie Sozialvorsteherin Felicitas Taddei (FDP). Werkvorstand Sepp Dorfschmid (SP) dagegen tritt zurück. Die SP hat bereits angekündigt, dass sie den Sitz von Sepp Dorfschmid mit dem 39-jährigen Gemeinderat und Arzt Thomas Largiadèr verteidigen will.

«Wackelkandidat» Paul Rota hat sich entschieden: Er kandidiert bei den Wahlen 2010 für weitere vier Jahre in der Exekutive. Mit ihm und Stadtrat Philipp Kutter setzt die CVP auf bewährte Kräfte.

Kandidat der Grünen bekannt Anja Müller «Ich kann mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, dass dies meine letzten vier Jahre im Stadtrat sein werden – vorausgesetzt, ich werde wiedergewählt», sagte Finanz- und Liegenschaftenvorstand Paul Rota an der Pressekonferenz der CVP zu den Stadtratswahlen 2010. Der 54-jährige Plattenlegermeister ist seit 1994 im Wädenswiler Stadtrat. Lange hat er sich überlegt, ob er nochmals antreten will. Nun ist die Entscheidung gefallen: «Die private und geschäftliche Situation hat sich beruhigt, und auch nach 16 Jahren macht mir die Arbeit als Stadtrat noch immer Spass. Ich stelle mich deshalb gerne für weitere vier Jahre zur Verfügung.»

Sie gehen für die CVP erneut ins Rennen um einen Sitz in der Wädenswiler Exekutive: Sicherheitsvorstand Philipp Kutter (links) und Finanzvorstand Paul Rota. (Anja Müller) Schon länger bekannt ist, dass sein Parteikollege, Sicherheitsvorstand Philipp Kutter, ebenfalls im Stadtrat bleiben will. Dies hat er gestern nochmals bestätigt. Der 33-jährige Kommunikationsfachmann wurde 2006 neu in die Wä-

denswiler Exekutive gewählt. Damit ist die Ausgangslage für die Stadtratswahlen am 31. Januar 2010 klar: Sechs der sieben aktuellen Stadträte treten wieder an. Neben den beiden CVP-Vertretern Rota und Kutter sind dies Stadtpräsident

Ihren Kandidaten ebenfalls schon bekanntgegeben haben die Grünen, die bis jetzt nicht im Stadtrat vertreten sind. Der bisherige Präsident der Ortspartei und langjährige Gemeinderat Heinz Wiher soll dies 2010 ändern. Alle Kandidaturen sind damit aber noch nicht bekannt. Das Bürgerliche Forum Positives Wädenswil (BFPW) hat angekündigt, dass es ebenfalls jemanden ins Rennen um einen Sitz in der Exekutive schicken will. Wer das ist, steht laut Ernst Brupbacher noch nicht fest. Wie die Grünen ist auch das «Forum» bisher nicht im Stadtrat vertreten. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass die FDP mit einer zweiten Person ins Rennen steigt. «Sicher ist das aber noch nicht», informierte FDP-Präsidentin Astrid Furrer Ende Mai.

Horgen Rund 2000 Personen besuchten die Zeltstadt zu 100 Jahre Feller AG

Tausende genossen die Feller-Woche Fünf Tage lang präsentierte sich die Feller AG im Seerosenpark ihren Kunden. Mit einem Mitarbeiterfest endete gestern die Jubiläumswoche. Lukas Matt Die Öffentlichkeit hatte bereits Mitte Mai an einem Tag der offenen Tür Gelegenheit, die Horgner Traditionsfirma Feller zu besichtigen. Ein Angebot, das rege genutzt worden war (die «ZSZ» berichtete). Während der letzten Woche bot nun die Unternehmung, die im ganzen Land wegen ihren Elektroschaltern und Steckdosen ein Begriff ist, ihren Kunden und Mitarbeitern im Seerosenpark beim Bahnhof Horgen eine Plattform, um sich gegenseitig auszutauschen. «Rund 2000 unserer 3000 Kunden aus der ganzen Schweiz sind in den fünf Tagen erschienen», bilanziert Elisabeth Rohrer, Leiterin Interne Kommunikation von Feller, am Ende der Jubiläumswo-

Die Feller-Mitarbeiter in den roten T-Shirts waren gut erkennbar. (André Springer) che zufrieden. «Für uns war dies eine gute Gelgenheit, uns wieder einmal zu präsentieren.»

10 Prozent sind Lehrlinge Die Stimmung unter den geladenen Gästen – Elektroinstallateure, Grosshändler und Vertreter des lokalen Hand-

Horgen

werks usw. – war gut, die Atmosphäre gelöst. Dies zeigte ein Augenschein in der Zeltstadt am Freitagnachmittag. Die Mitarbeiter – in auffälligen «Feller-roten» T-Shirts gut erkennbar – erklärten ihren Kunden zum Beispiel in einer Ausstellung in der Villa die Feller-Produkte von gestern, heute und morgen oder

hielten ganz einfach einen Schwatz in der Seelounge oder dem Bierzelt. Vorgestellt wurde auch das extra für die Jubiläumswoche lancierte Lehrlingsprojekt «Mobile Lounge». Die 41 Lehrlinge, das sind rund 10 Prozent des Mitarbeiterbestands, hatten innert eines Jahres einen Handy-Halter entwickelt, mit dem man sein Mobiltelefon an einer Steckdose aufhängen und zugleich aufladen kann. Beliebt seien auch die sogenannten Side Events gewesen, berichtet Kommunikationsfachfrau Rohrer. Zuoberst auf der Hitliste stand die Besichtigung der Feller-Fabrikationshallen an der Bergstrasse in Horgen. Vor allem die externen Besucher zog es ins Bergwerk oder auf die Schiffrundfahrt auf dem Zürichsee. Immer wieder präsent war auch Feller-CEO Roger Karner, der die Gäste jeweils offiziell begrüsste und am Nachmittag auch verabschiedete. Ihren Abschluss fand die Jubiläumswoche am Sonntag mit einem grossen Fest für alle Feller-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und ihren Familien – rund 1100 Personen feierten sich und ihre «Feller-Familie» im Seerosenpark.

Adliswil

(Hans-Heiri Stapfer)

Oliver Lutz «Mit dem neuen Angebot in der Stadt Zürich kommen wir näher an einen grossen Teil unserer Klientel heran», erklärte Paracelsus-Spital-Geschäftsführer Lukas Rist am Samstagnachmittag während der Mitgliederversammlung im Restaurant Drei Könige in Richterswil. «Insgesamt eröffnen wir bis im Frühjahr 2010 vier bis fünf Praxen im ambulanten Bereich am Standort des Trägervereins.» Das Hauptaugenmerk liegt aber weiterhin auf dem Paracelsus-Spital selber, das im vergangenen Jahr einen Betriebsgewinn von 380 000 Franken erzielen konnte. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Quästor des Trägervereins, Robin Schneider, mit «schwarzen Zahlen oder sogar einem kleinen Gewinn». «Mit dem Trägerverein zusammen erwarten wir einen konsolidierten Gewinn von 405 400 Franken, wodurch wir die Sanierung des momentan noch leicht verschuldeten Trägervereins abschliessen könnten.» Sowohl Schneider wie auch Lukas Rist und Trägerverein-Präsidentin Elfi Seiler strichen die grosse Spendensumme heraus, die Mitglieder und Sympathisanten im vergangenen Jahr Spital und Trägerverein zur Verfügung gestellt hatten.

«Im Basislager angelangt» Während im Jahr 2007 1673 Personen Geld spendeten, stieg diese Zahl im 2008 auf 4942, wodurch insgesamt 765 000 Franken zusammenkamen. Christoph Messmer, der Geschäftsführer des Trägervereins, verglich die aktuelle Finanzsituation mit einer Himalaya-Expedition. «Wir sind zwar mittlerweile im Basislager angelangt, doch bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg.» Der Pfad dorthin soll unter anderem über die angestrebte Berücksichtigung auf der Spitalliste 2012 und einen weiteren Ausbau des Spitalangebots, auch im infrastrukturellen Bereich, führen. Die Detailstrategie dazu wird laut Lukas Rist in den nächsten Monaten ausgearbeitet.

Leserbrief

Diskriminierung ist das Problem Zu «Jede Krise geht wieder vorbei» (Ausgabe vom 9. Juni)

(Tamara Peterhans)

Der grösste Zmorge im Dorf

105 «Graduees» schmissen Hüte

Rund 1000 Gäste bewirteten die Angestellten der Sparkasse Horgen anlässlich der 15. Auflage des Sparkasse-Zmorge auf dem Dorfplatz. Mit der Jazz-Formation «Dixie Kids» spielte eine neue Musik auf. Die Angestellten des Hauptsit-

105 Schulabgänger, 750 Gäste: Die Graduations-Feier an der Zurich International School in Adliswil war für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis. Die Absolventen der Upper School, alle in bodenlangen Roben gekleidet, wurden

zes sowie den Niederlassungen in Oberrieden und Hirzel bewirteten die Gäste mit Zopf, Käse und Fleisch. Weil die Kaffeemaschinen wegen eines Stromschlags streikten, waren Tee, Milchschokolade und Orangensaft gefragt. (sta)

Am 1. Juli werden in der Stadt Zürich vier bis fünf ParacelsusPraxen im ambulanten Bereich eröffnet. Das Spital steht aber weiter im Mittelpunkt.

von der Schulleitung einzeln verabschiedet. Anschliessend folgte die Szene, die aus amerikanischen Serien längst bekannt ist: Die «Graduees» schmissen ihre eckigen Hüte jubelnd in die Luft. (pkl)

Die Fachgruppe Bildung der Schweizerischen Schwulenorganisation Pink Cross hat sich über den Artikel und ganz besonders über die Veranstaltung in Adliswil gefreut. Auch Pink Cross findet das Thema Suizid unter Jugendlichen und die Tabuisierung äusserst traurig. Im Artikel ist nebenbei erwähnt, dass auch Schwulsein zu Suizid führen kann. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang einerseits, dass nicht das Schwulsein zu Suizid führt, sondern dass die Ursache in der Diskriminierung und Tabuisierung des Themas in der Schule und im Wegschauen der Lehrkräfte liegt. Den jugendlichen Homosexuellen fehlen Vorbilder, wie sie auch in der Kunstgeschichte, in Märchen oder Staatskunde zu finden wären. Anderseits sei betont, wie an der Tagung «Sexuelle Orientierung an den Schulen» vom 16. Mai (www.sos-tagung.ch) belegt wurde, dass die Suizidrate unter jugendlichen Homosexuellen um das Vier- bis Sechsfache höher ist als die ihrer gleichaltrigen heterosexuellen Freunde und Freundinnen. Dem darf nicht mehr so sein. Pierre Schommer, Vorstandsmitglied Pink Cross

http://www.philippkutter.ch/presse/15_06_09_ZSZ_Nomination%20SR  

http://www.philippkutter.ch/presse/15_06_09_ZSZ_Nomination%20SR.pdf

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