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ST. elisabeth thema: Lebensquellen


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pfarrer gehüllt in Licht. Ein absurdes Rettungsbild. Seit elf Jahren arbeite ich mit einer Gruppe an der Idee, die Bibel lebendig werden zu lassen. Im kommenden April ist es so weit. Ein guter Teil der Kirche St.Elisabeth hat sich in ein Bibelerlebnishaus verwandelt. Viele Leitern sind wir hoch gestiegen, unzählige Wege gingen wir vergeblich, Türen wurden zugeschlagen, jetzt nimmt die Idee Gestalt an. “Lebensquellen” lautet das Thema dieses Heftes: woraus leben wir? Ich lebe aus meinem Mut, meine Träume ernst Liebe Leserin! Lieber Leser! zu nehmen. Das ernst zu nehmen, was ich in mir spüre. Die Arche Gredlers ist Das Umschlagbild zeigt ein Schiff, das verrückt, aber sie durchbricht die Finsin der Luft hängt, ein schwerer Holzternis dieser Erde. Die Arche hat kein bau. Zerbrechliche Leitern führen von Fundament, aber sie ist durch etwas der Erdkugel zu dieser Arche. Oben gehalten, sie schwebt gleichsam. Und am Deck fliegen dünne Holzmasten sie nimmt Verbindung zum Himmel durch die Luft, es schaut so aus, als ob auf. Das wünsche ich diesem Haus. Es sie hinaufflögen. Die Spannung zwigibt in Europa nichts Vergleichbares. schen der Schwere des Bootes und den Es ist angefüllt mit unseren Träumen, leichten Leitern und Holzstäben gibt unseren Ideen, inspiriert durch die dem Bild Martin Gredlers etwas Bibel. Der erste SchauGeheimnisvolles. Will jemand mit diesem ich lebe aus dem Mut, meine raum dieses Hauses ist übertitelt mit “Überfülle”. Schiff durch die Luft Träume ernst zu nehmen. Jesus bringt Überfülle, segeln? Die Leitern fühÜberschießendes, Übermütiges, Überren zu keinen Türen in der Arche, aber raschendes. So stellt Johannes Jesus sie laden ein hinaufzusteigen. Öffnet vor: als einen, der über das Ziel hinaussich dann der Rumpf des Schiffes? Der schießt, Jesus war überschwänglich Boden unten ist in einem Halbkreis und verrückt, will er sagen: wer ihm geformt. Man denkt nicht so sehr an begegnet, begegnet seinem Übereinen Hügel, als an die Erde selber, auf schwang. Da ist dann alles möglich, da der große Felsbrocken liegen. Unwirtschwebt ein Schiff in der Luft, da flielich erscheint die Erde, umgeben von gen Balken nach oben, da werden Träudüsterem schwarzem Gewölk. Aber die me wahr. Arche durchtrennt die Düsternis und ist Pfarrer Heinrich Wagner 2


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Thema: lebensquellen Man kann nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Ich weiß nicht, woher diese Aussage stammt. Sie begleitet mich seit einiger Zeit. In Situationen, die mir Angst machen, die mir ausweglos erscheinen, in denen ich mich alleine fühle, sage ich mir diesen Satz vor. Ganz gleich was also passiert, ich kann darauf vertrauen, dass Gott mich hält und mich stärkt. Es ist oft nicht einfach, dieses großartige Geschenk anzunehmen, denn das beständige Vertrauen ist eine tägliche Übung, die oft nicht gelingt. Dann schöpfe ich aber bloß noch aus trüben und seichten Quellen. Dem Konsum zum Beispiel, der sich als sprudelnder Quell verkleidet und Glück verheißt. Umso größer die Enttäuschung, wenn die Freude über das soeben Erworbene verblasst. Schnell das nächste Ding kaufen, um die Illusion des erquickenden Lebens aufrechtzuerhalten. Solch seichte Quellen sind schnell erschöpft und man kann tief fallen. Doch nie tiefer als in die schützende Hand Gottes.

Durch dieses tiefe Fallen wird mir klar, dass ich aus den falschen Quellen schöpfe. Dass es viel reinere und unerschöpfliche Quellen gibt. Um dort hinzugelangen, müssen wir durch die oberflächlichen Wasser hindurch, tiefer in uns hinein. Die Stille ist mir der helfende Freund, der mich dorthin führt. Wenn ich still werde, dem Atem lausche, haben all die verwirrenden Gedanken Pause. Dann brauche ich einfach nur da zu sein und die Quelle kommt zum Vorschein. In diesen Momenten scheint alles möglich, doch zugleich sagt mir der Moment, dass es völlig unwichtig ist, dass alles möglich Der Konsum, der sich als sprudelnder Quell verkleidet ist. Es geht nur um das Sein. Und in diesem stillen Sein sättigen sich mein Körper und mein Geist. Es ist leicht, aus seichten Quellen zu schöpfen, doch sind sie schnell ausgeschöpft, das Wasser ist meist nur trüb. Es braucht Mut, Kraft und Beständigkeit zu den klaren Quellen zu gelangen. Doch man kann aus ihnen immerwährend schöpfen. Bettina Berghuber

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Thema: lebensquellen Das wird Auch die Natur ist eine wahre Tankstelsicher jeder le an Lebensenergie. Es gibt verschiedevon euch kenne Möglichkeiten, sich an der Natur zu nen, mancherfreuen. Eine Wanderung durch die mal wacht man traumhafte Salzburger Bergwelt, ein Spazierauf und man gang durch die Altstadt, im Garten sitzen ist grundlos und die Blumen, Bäume und Insekten schlecht beobachten, auf einer Picknickd eck e liedrauf. gen mit dem Blick zum Himmel gerichEs ist nichts tet und den vorbeiziehenden Wolken passiert, was zusehen, was gibt es Schöneres? dazu Anlass Liebe geht durch den Magen, du bist geben könnte, schlecht drauf zu sein, was du isst, triff Entscheidungen nie auf aber man fühlt sich in seiner Haut nicht leeren Magen,....auch die Ernährung ist wohl und ahnt schon, dass sich das vieleine unserer wichtigsten Lebensquellen. leicht den ganzen Tag nicht ändern Das Genusserlebnis, wenn man in einen könnte. Doch dann kommt es durch frischen Apfel beißt oder sich in einem Zufall zu einem netten Zusammentrefnetten Lokal köstliches Essen gönnt, fen mit einem Bekannten oder Freund will wohl keiner von uns missen. und schon löst sich die schlechte Laune Gemeinsame Mahlzeiten mit gesunden in Luft auf. Man und liebevoll zubeunterhält sich kurz reiteten Speisen Ein gutes Gespräch kann einen und schon ist man wie schlecht gestarteten Tag in eine ganz geben Energie für verwandelt und kann Körper und Geist. andere Bahn lenken. gar nicht mehr nachAuch Gott ist eine vollziehen, dass man am Morgen noch Lebensquelle für mich. Ich gebe zu, grantig war. Sehr oft sind andere Mendass wenn es einem gut geht, man sehr schen und vor allem das Gespräch mit schnell vergessen kann, wie wichtig dieihnen enorme Lebensquellen. Ein gutes se Quelle ist, doch sobald das Leben Gespräch kann einen schlecht gestarteeinen auf die Probe stellt, ist der Glaube ten Tag in eine ganz andere Bahn leneine enorme Stütze. Gott ist eine Quelken. Oft sind es Gespräche, die aufle, die jederzeit und im Überfluss verschlussreich sind und einen weiterfügbar ist und doch fällt es uns so bringen, oder auch Gespräche, in denen schwer, genau diese Quelle "anzuzapwir anderen Menschen helfen oder man fen" und zu nutzen. Es ist die Quelle, sich gegenseitig zum Lachen bringt. aus der wir kommen und bestehen, und Manchmal sind es Gespräche, in denen doch haben wir uns von ihr abgenabelt, man sich verstanden fühlt oder man sich da uns das Alltagsleben voll und ganz seine Sorgen von der Seele redet. beansprucht. Arbeit, Kinder, Öffentlich-

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Thema: lebensquellen keit, Hobbys usw. alles fordert Energie, doch man darf dabei nicht vergessen zwischendurch auch wieder Energie aufzutanken. Bereitwillig fahren wir mit unseren Autos zur Tankstelle und zahlen jede Menge Geld fürs Auftanken und genau dies sollten wir auch uns öfter gönnen, noch dazu kostenlos!! Katharina Kutsam

Woraus schöpfe ich Kraft?

Wenn ich mir diese Frage stelle, dann erscheinen in meinem Kopf sehr rasch Bilder, die Ruhe ausstrahlen. Viele Bilder spielen in der Natur: Ein plätschernder Bach, ein Sonnenuntergang, die Ruhe am Berg, das Rauschen des Meeres, der erste Schnee… Diese Vorstellungen sind verbunden mit einer bergenden Ruhe - Verkehrslärm und geschäftiges

Treiben tragen auf den ersten Blick nicht zum Kraftschöpfen bei. Ist es nicht gerade auch die Werbebranche, die in den vielen Urlaubsund Wellnessangeboten mit diesen Fantasien spielt? "Die Seele baumeln lassen", "Energie tanken", "die leeren Akkus wieder aufladen" etc. Meist funktioniert das mit dem Krafttanken im Urlaub ja auch erstaunlich gut - aber bitte warum ist der Tank im Alltag oft so schnell wieder fast leer? Der Mechanismus scheint ja geradezu perfekt zugeschnitten zu sein für die Tourismusbranche. Was aber gibt mir Kraft im Alltag? Für

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thema: lebensquellen mich ist es ein " Zeit haben", sich "Zeit nehmen" für etwas - dieses Im-Augenblick-Sein - das mir im Alltag Kraft schenkt. Im Augenblick sein bei der Arbeit, die ich gerade verrichte, beim Gespräch mit meinem Nächsten, beim Warten auf die Kinder vor der Schule, aber auch im Verkehrsstau an der Ampel. In all diesen Situationen kann ich Zeit haben für das, was eben gerade um mich herum ist. Es ist diese Form der Achtsamkeit im Alltag, aus der ich Kraft schöpfe. Natürlich fällt uns dieses Zeit-Haben für etwas im Urlaub wesentlich leichter, aber der uns umgebende Alltag bietet so viele Gelegenheiten zum Kraft- Schöpfen, die auch ich so oft unbeachtet lasse und die entdeckt werden wollen. Zum Schluss möchte ich es noch einmal genau wissen und schlage nach im Lexikon: "Kraft: Die Kraft ist ein Vektor. Zu ihrer Beschreibung ist die Angabe ihres Betrages, ihrer Richtung und ihrer Wirkungslinie erforderlich." - so weit lehrt uns die Physik. Zur Kraft gehört also immer auch eine Richtung, sie besteht sozusagen nicht für sich selbst in einem Punkt, sondern ist immer verbunden mit einer Richtung, in die sie wirkt. Manfred Schoder

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Meine Gedanken und Gefühle niederzuschreiben, fällt mir nicht leicht, sind sie doch das Intimste eines Menschen. Der Platz meines Lebens befindet sich am Berg, umgeben von Wiesen und Wäldern. Ich lernte erst mit der Zeit engeren Kontakt mit der Natur herzustellen. Um die Höhen und Tiefen zu bewältigen, wandte ich mich an die Natur, die für mich auch Gott ist. Meine besondere Liebe gehört den Blumen und Bäumen. Die Natur schenkt mir die Kraft und die Ruhe. Nach dem frühen Tod meines Mannes schlossen sich meine drei Kinder ganz eng um mich und gaben mir dadurch Halt.


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thema:Lebensquellen In dieser Zeit intensivierte ich meine Malerei und versuchte damit meine Traurigkeit zu kompensieren. Die Natur, die Kinder, die Malerei sind meine stärksten Kraftquellen, woraus ich schöpfe. Irmgard Blaikner

Urvertrauen: Ich wurde geliebt. Ich schöpfe m e i n e Kraft von meiner Liebe zu allem Schönen, denn schön ist nicht langweilig, man muss es nur sehen. Ich sehe in anderen nur das Gute. Ich liebe mich selbst und das ist meine Kraft, die mich vorwärts treibt. Menschenrechte. Wenn ein Mensch verletzt wird, erwacht in seinem Innern die Kraft zu kämpfen. Durch diesen Trieb bekomme ich ungeheuerliche Kraft. Denn das ist die Natur. Liebe - Glaube - Geduld Leichtigkeit - Unbeschwertheit Kraft - Leben

Da komm ich her, da geh ich hin Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich nur bin, weil EINER uns erdacht hat. Der uns in die Welt setzt und uns wieder zu sich nimmt. Dieser EINE ist ein Liebender, Fürsorglicher, Vorausschauender. Ein Wissender. Durch IHN bin ich auch eine Wissende: Ich bin mir gewiss, dass es gut ist, so wie es ist. Weil uns der Schöpfer Verstand und Gefühl mitgegeben hat, weiß ich auch, dass auf jedes Tal ein Anstieg folgt. Dass den Tränen irgendwann ein Lachen begegnet. Dass irgendwo im Dunkeln ein Licht brennt. Für mich und alle in dieser Welt. In meinem Leben sind mir bisher zwei Menschen begegnet, die für mich Vorboten dieses Wissens und Urvertrauens sind. Der eine strahlt eine Ruhe und Aufmerksamkeit aus, die andere eine Wärme und Freude, wie ich sie noch nicht erfahren habe. Sie geben mir die Gewissheit, dass es im irdischen Dasein Lebensquellen gibt, aus denen ich schöpfen darf. Und sie halten mich an, ebenso ein Teil der Lebensquelle für andere zu sein.

Dagmar Dobias

Daniela Prevedel

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lebensquellen Der Morgen ist eine Quelle für jeden Tag und die Stille, die dem erwachenden Tag mit seiner anschwellenden Hektik vorausgeht, ist im Einklang mit der eigenen Ruhe im Schlaf.

Gottes. Wie sich Körper und Geist im Schlaf erholen, so heilsam kann es sein, zu sich zu kommen, sich von den Reizen abzuschirmen zwischendurch bei einer kontemplativen Rast. Die Muskelspannung sinkt, der Herzschlag wird langsamer. Um den Geist zu entspannen und nicht etwa einzuschlafen, wendet man seine Aufmerksamkeit von jeglichen Gedanken weg und richtet sie auf die Atmung. Man spürt seinen eigenen Körper, nimmt ihn wahr im Schnell bin ich Verhältnis zur Umgemunter, oft zu Entspannung und Anstrengung, das bung und ahnt die hastig. So schön es eigene Winzigkeit im soll zum Rhythmus des eigenen sein mag, die brach Kosmos. Lebens werden. gelegene Kraft wieDurch das Autogene der zu spüren, muss ich denn aus dem Training habe ich eine deutlichere Bett springen? Ich spüre wieder mein Empfindung der Schwere der Arme und Leben, die Müdigkeit der Nacht ist verBeine, wenn ich auf dem Rücken liege. flogen. Die Ruhe hat ein Quelle Man lernt bei dieser Methode auch das gespeist, die meine Augen geöffnet hat Gefühl einer Wärme im ganzen Inneren und hernach meinen Mund zu einem des Körpers bis in die Fingerspitzen Lächeln geweitet. Das Frühstück ist die kennen. Nach langer Praxis werden genussvolle Feier zum Abschluss der Wärmegefühl und Schweregefühl auch Nachtruhe. im Alltag zugänglich. Nacht und Tag, gleich Schweigen und Die Kraft kommt nicht von der ausgiebigen Reden, wie Entspannung und AnstrenEntspannung, sondern aus der Abfolge von gung, das soll zum Rhythmus des eigeAnspannung und Entspannung. Bewegung nen Lebens werden. Auch die Entspanist daher auch eine Lebensquelle. nung bekommt so ihren täglichen, *) fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum donec requieunverzichtbaren Stellenwert. scat in te.- A. Augustinus, Confessiones I,1. Der Heilige Augustinus wird gerne mit Ulrich Zehenter einem Satz von der ersten Seite seiner Autobiographie zitiert, “unruhig sei des Ich beziehe meine Quelle aus der JungMenschen Herz, bis es ruhe in Gott”*. frau Maria,weil sie stets mein Vorbild ist Das bedeutet nicht eine gewisse Rastloim Umgang mit den Menschen und in sigkeit und Stress bis zum Tode! Vielpuncto Erziehung. Meine zweite Quelle mehr erschließt sich dem gläubigen sind meine Kinder, da ich mein Wort der Menschen in der Ruhe die Gegenwart heiligen Jungfrau gegeben habe aus 8


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lebensquellen ihnen rechtschaffene und ehrliche Menschen zu machen, und ihnen den Weg zu zeigen zu unserem Herrn Jesus Christus. Mit ganzem Herzen seinen Weg zu folgen um bei ihm zu sein. Ursula Pliem

Wenn ich morgens aufwache, turne ich und mache Yoga vor dem Frühstück. Ich bereite meinen Körper auf den Tag vor und auch meine Seele: ich bete und hebe meine Herz in die Höhe, in das Glück. Meine Gedanken hängen in der Welt, in dem, was ich erlebe. Ich achte auf das, was mich umgibt. Ich weiß, dass nur etwas Gutes mit mir passieren kann, weil alle Situationen mich etwas lehren. Allgemein bin ich ein glücklicher Mensch, ich lächle gerne und viele Menschen lächeln mir zurück. Ich finde immer eine glückliche Welt, dort wo ich lebe. Era Szabo

Wenn ich mir diese Frage stelle, habe ich nur eine Antwort. Die treibende Kraft für mein Leben ist meine Beziehung zu Gott. Seit ein paar Jahren hat mich die Liebe zum Glauben gepackt, und seitdem versuche ich, diese Beziehung zu pflegen, zu vertiefen und auch immer wieder zu hinterfragen. Zu dieser Vertiefungsarbeit gehören auch die Exerzitien im Alltag, welche vor Ostern stattfinden. Dieses Jahr hieß das Thema “Leidenschaftlich”. Da habe ich erkannt, dass mein Gott “Gott des Lebens” ist. Er will, dass wir unser Leben mit aller Leidenschaft leben, im

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lebensquellen Jetzt und Hier, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, nicht in der Sklaverei, sondern in Freiheit. So ist es für mich klar, dass Gott das Leben ist und das Leben gelebt sein darf, meine Quelle ist, woraus ich gesegnet wurde zu schöpfen. Tam Nguyen

Ich liege am Rükken und atme schwer. Mich hetzen der Alltag, die Verpflichtungen, aber auch das Wollen. Von mir und anderen. Über mir der blaue Himmel. Es ist viel zu warm für diese Jahreszeit und die Bäume beginnen schon wieder Knospen zu tragen. Und ich ächze nur wie ein alter Baum, der sich unter der eigenen Last biegt. Es ist alles im Überfluss vorhanden. Unendliche Möglichkeiten und Entscheidungen, Tag für Tag. Kein Wunder, wenn es irgendwann zu viel wird! Ich denke an einen Spruch, den ich einmal auf einer Postkarte gelesen habe: "Wenn du nicht weißt, wie du dich entscheiden sollst, entscheide dich für das, was dich lebendiger macht." Ich liege am Rücken und spüre meinen Atem. Bin glücklich, dass mir die Son10

ne ins Gesicht scheint. Höre die Fahrräder an mir vorbeiflitzen und bin dankbar für diese Auszeit. Mein Atem beruhigt sich. Ich habe mich entschieden noch fünf Minuten liegen zu bleiben und dem Fluss des Lebens zu lauschen. Ursula Wondraschek

Anmeldung zur Firmung für 2015 Jugendliche ab 14 Jahre können sich im Oktober anmelden. Das erwartet dich: Eine Gruppe mit anderen Jugendlichen, Auseinandersetzung mit deinem Glauben, Diskussionen, Spaß und kreatives Gestalten. Anmeldung bei (bitte vorher anrufen) PA Martin Gröschl 0676 8746 6736


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bibelwelt Bibelwelt-Eröffnung

Am 10. April 2015 öffnet das Bibelwelt-Erlebnishaus in unserer Kirche. Auf 600 qm erschließen wir den ersten Teil der geplanten Ausstellung mit den Themen Jesus und Paulus. Die einzelnen Themen sind bereits zu einem großen Teil fertig. Jetzt geht es noch um die Feinarbeit: einzelne Hörspiele sind noch aufzunehmen, Stationen zu beschriften, der Brandschutz ist zu installieren... Jede kleine Spende oder jede Mitarbeit können wir gut brauchen. Wir haben schöne Bausteine, die Du erwerben kannst: Orgelpfeifen in verschiedenen Größen ab 10 €. (Unsere alte Orgel wurde von der Orgelkommission als nicht renovierungswert verworfen.) Oder ein handsignierter Druck von Johann Weyringer: „Heute wirst Du mit mir im Paradies sein“ (rechts) gemalt vom Künstler für unser Bibelhaus. Auf der Seite 1 unseres Pfarrbriefes die Radierung von Martin Gredler: eine fliegende Arche, Auflage 70 Stück, handsigniert, um 300 €. (Größe 20 x 30 cm) GroßspenderInnen können eine ganze Station erwerben: Eine Tora-Tafel um

500.- € oder einen Marktstand um 700.oder die Werkstatt des Paulus um 1.000.- €. Ein Stadttor bieten wir um 2.000.- € an. Die Skulptur aus Alteisen (2,50 m hoch) „Johannes der Täufer“ um 2.400.- €, „Paulus in der Wüste“ um 4.000.-. Die Namen der SpenderInnen verewigen wir in der „Bar zur Alten Orgel“ Wer etwas erstehen möchte, kann am Erlagschein einfach das Gewünschte hineinschreiben und bekommt den Baustein zugestellt. Herzlichen Gruß und Dank Pfarrer Heinrich Wagner

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pfarrangebote Exerzitien auf der Straße 11.-20. Juli

Bergmesse am Salzburger Hochthron /Untersberg am Sonntag, den 6. Juli um 11 Uhr. Ermäßigungskarten für die Gondel sind im Pfarrbüro erhältlich.

Sonntags-Predigten

von Pfarrer Heinrich Wagner können im Internet gehört werden: www.bibelwelt.at

Sa 13.09. So 14.09.

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Respektvolles Sehen und Hören Dieses neue geistliche Projekt in Salzburg findet in der Begleitung des Jesuiten Christian Herwartz aus Berlin mit TeilnehmerInnen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum statt. Die Gemeinde St. Elisabeth und die Betriebsseelsorge sind Gastgeber in diesen zehn Tagen. Die TeilnehmerInnen gehen tagsüber aufmerksam durch die Stadt. An für sie besonderen Orten bleiben sie, ziehen zumindest innerlich ihre Schuhe aus, meditieren, beten, werden ansprechbar. Sie wohnen und essen in den Jugendräumen und im Pfarrcafe, feiern dort Gottesdienst und leben Gemeinschaft und Gastfreundschaft. Wer aus der Gemeinde teilnehmen oder einfach mal nur reinschauen möchte, ist herzlich willkommen. Heiner Sternemann, Kirche und Arbeitswelt / Kath. Aktion Sbg. Betriebsseelsorge Kirchenstraße 34 - 0662/451290-12 heiner.sternemann@abz.kirchen.net www.kirchen.net/abz

Bibelseminar

Einführung ins Judentum Einführungsvortrag am 30. September 2014 um 19.30 Uhr im Pfarrcafé, 6 Abende in einer Kleingruppe bis Februar 2015.


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pfarrangebote Die Schrift jüdisch lesen

Bibeltagung 11.07., 15:00 bis So 13.07.14, 12:30

Die biblischen Texte werden mit einer neuen Brille betrachtet. Das Kennenlernen jüdischer Traditionen steht im Mittelpunkt. Der großen jüdischen Auslegungsgeschichte nähern wir uns mit zwei Fragen: Wie sind jüdische Vorstellungen zum Textverständnis? Welche Regeln für die Auslegung gibt es im Judentum? Darüber hinaus werden jüdische Entscheidungen zu aktuellen ethischen Fragen auf Basis der Thora besprochen. Da die Tagungszeit den Sabbat umfasst, erleben die TeilnehmerInnen eine wesentliche Tradition jüdischen Lebens ganz anschaulich mit. Referent: Dr. Willy Weisz, in der Synagoge im AKH Wien als Vertreter der israelitischen Kultusgemeinde für die Seelsorge zuständig. Leitung: Heinrich Wagner, Beitrag: 65,- €, Studierende: 10,- €, Anmeldung bis 1.7. 2014 erforderlich. Detailprospekt erhältlich in der Pfarre.

Kindergarten St. Elisabeth Wir sind ein kleiner Kindergarten mit maximal 25 Kindern. Unser Haus zeichnet sich durch großzügige Räumlichkeiten aus (drei Spielräume mit zusätzlichem Atelier), einen schönen, weitläufigen Garten sowie durch die intensive Betreuung von vier Pädagoginnen und einer Sprachförderin. Interkulturelle Begegnung, soziale Beziehungen, Bewegung als Basis für eine intensive Sprachförderung, Stärkung von Lebenskompetenz, das und vieles mehr sind unsere Schwerpunkte. Besuchen Sie uns auf unserer Internetseite: www.kindergarten-st-elisabeth.at oder über die Internetseite der Pfarre. Für das Kindergartenjahr 2014/15 sind noch Plätze frei. Einen Termin für ein Informationsoder Anmeldegespräch vereinbaren Sie bitte mit unserer KG-Leitung Irmtraud Horn, Tel.: 0662-454263 Ein Klick zur Pfarre >> aktuelle Bilder in der Fotogalerie http://www.pfarre-stelisabeth.at

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aus der Pfarre GOTTESDIENSTZEITEN in St. Elisabeth: Di./Do. 18:30 Messe, im August nur Di. Mi. 18:30 Anbetung So. 09:30 Messe 19:00 Messe mit sakralem Tanz im August keine Abendmesse

Das Pfarrbüro ist geöffnet: Montag bis Freitag 09:00 bis 12:00 Uhr im Sommer eingeschränkte Bürozeiten

Neu: Im Juni hat wieder eine neue Mutter-Kindgruppe begonnen. Das nächste Pfarrbriefthema ist: “Was möchtest Du noch tun vor deinem Tod?” Schreib uns! Impressum: Pfarre Aktuell; erscheint viermal jährlich und wird jedem Haushalt im Pfarrgebiet zugestellt. Auflage 3.100 Exemplare. Medieninhaberin, Herausgeberin: r.k. Pfarre St. Elisabeth. Mit Namen genannte Beiträge müssen sich nicht mit den Anschauungen der Redaktion decken. Für den Inhalt verantwortlich und Redaktion: Heinrich Wagner & Team, alle: Plainstr.42b, 5020 Salzburg; Tel.: 0662/450017, Fax-DW 17, E-Mail: st.elisabeth@utanet.at; Internetseite: www.pfarre-stelisabeth.at. Druck: Druckerei Huttegger. Bildnachweis: 1: Martin Gredler; 2. KRONE ,3: B.Berghuber, 4: K.Kutsam, 4, 5, 12, 16, Fundus Pfarre, 5: re. M. Schoder, 6: I.Blaikner, 6 unten: S.Grießner, 7, 9 li unten, 13: H.Wagner, 7 re: D.Prevedel, 8: U. Zehentner, 9 re: J.Vötterl, 10: U.Wondraschek. Das Redaktionsteam behält sich das Recht vor, Beiträge und Leserbriefe zu kürzen.

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termine

28. Juni

MitarbeiterInnenfest

6. Juli

Bergmesse Untersberg 11:00 Uhr

11. Juli

Bibeltagung Judentum

11.- 20. Juli

StraĂ&#x;enexerzitien

13./14. September

Flohmarkt

30. September

Start Bibelseminar 19:30 Uhr

Aus dem Inhalt: Brief des Pfarrers Thema: Lebensquellen Kolumne Daniela Prevedel Firmung

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Bibelwelt Pfarrangebote Aus der Pfarre Gottesdienste

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Plainstr. 42b, 5020 Salzburg Tel.: 0662/ 45 00 17 Fax: 0662/ 45 00 17-17 E-mail: st.elisabeth@utanet.at www.pfarre-stelisabeth.at Bankverbindung: Oberbank IBAN: AT311509000111014536; BIC: OBKLAT2L 15


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Aus was ich Kraft schöpfe Wenn ich Kraft brauche, erinnere ich mich an die Samen, die ich ausgesät habe, als ich genügend Kraft besessen habe. „Der Himmel, der mir jetzt dunkel erscheint, ist ja derselbe, der einmal hell war!“

Ich denke bei hellem Himmel auch an die dunklen Tage, versuche, nichts für selbstverständlich zu nehmen, sage Danke. Aber eigentlich nicht oft genug.

Und wenn das nicht genügt? Dann bitte ich einen lieben Menschen mir etwas von seiner Kraft zu borgen. Ich gehe spazieren, tanzen oder tu` das, was jeder mit seinem Schätzchen so gerne macht. Bianca Pruner

meditation


Pfarre aktuell sommer 2014  

Pfarre aktuell sommer 14; Pfarrblatt Pfarre St. Elisabeth Sommer 2014

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