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Pfarrbrief Nr. 76 ∙ Sept. 2009

HER B ST 2009

Pfarre Lehen ∙ zum Hl. Vinzenz Pallotti ∙ Zelt Gottes unter den Menschen


Die Nuss Ganz unscheinbar lag sie im Garten auf der Erde. Schwarz und braun wie ein halb verwelktes, herabgefallenes Blatt: eine Walnuss, noch umhüllt von der derben, ursprünglich grünen, jetzt schon schwarzbraun verfärbten Schale… So ähnlich kann es uns gehen: Wir fühlen uns ganz unscheinbar. Es mag da einen Unterschied geben zwischen Sicht von außen und Sicht von innen, zwischen der Art, wie andere von außen auf mich schauen und wie ich mich selbst erlebe. Andere sehen uns vielleicht als goldene Kugel, als großen Baum oder in einem anderen Bild, man selbst erlebt sich innen in vielen Situationen eher als gewöhnlich, unauffällig, unscheinbar. Obwohl sie unauffällig auf dem Boden lag, fiel mir die Nuss auf. Ich hatte meinen Blick auf sie gerichtet. So geht es uns auch im Leben: Etwas fällt in unseren Blick, wir beachten es oder beachten einen Menschen. Andere mögen die Sache oder den Menschen übersehen, doch ich habe gesehen, auch das scheinbar Wertlose wahrgenommen. Wie achtsam ist mein Blick? Fallen mir auch Kleinigkeiten auf? Gelingt es mir, auch einen nach außen hin unscheinbaren, unauffälligen Menschen in den Blick zu nehmen? Wie wertlos und in Auflösung begriffen sieht sich dieses Etwas an. So 2

wird es für mich zu einer Weise, auf unser Leben zu schauen. Da gibt es ja viele unterschiedliche Momente: stille und laute, bedeutsame und unwichtige, großartige und schlichte. Ein Aspekt ist die Vergänglichkeit, an die man ja in vorgerückten Jahren öfter erinnert wird und sich von den kleinen Zeichen des Verfalls erinnern lässt. Ich mag Nüsse. Ganz spontan beugte ich mich zu Boden und hob sie auf. Da hatte ich diese schwarzbraun eingehüllte Nuss in der Hand. Eine Nuss: Was ist das schon? Immer sind Nüsse von Vögeln und Eichhörnchen begehrt, sind Lebensmittel für diese Tiere. Zugespitzt formuliert: ohne Nüsse kein Überleben. Für uns sind die Nüsse gar nicht so wichtig. Aber ein guter Nusskuchen ist doch lecker. Und viele kleine Nüsse haben dem Kuchen seinen besonderen Geschmack und seine Nahrhaftigkeit gegeben. Wenden wir es auf uns an: Wie trage ich zum Leben anderer bei? Womit nähre und stärke ich meine Mitmenschen?


Es gibt auch taube Nüsse. Manchmal erkennt man sie schon an dem leichten Gewicht. Aber gelegentlich achtet man nicht darauf, knackt die Nuss: Sie war hohl. Welche Enttäuschung, wenn nichts dahinter steckt! Bei der Nuss kann ich den Kern nicht sehen. Er kann verschimmelt sein, verdorben oder gut. Ich muss die Nuss knacken, wenn ich an den Kern kommen will. Wie im Leben. Das kostet manche Mühe. Da muss man sich anstrengen, wenn man zum Kern der Sache kommen will. „Eine harte Nuss“ ist sprichwörtlich geworden. Das kann sich auf eine schwierige Aufgabe beziehen oder auch auf einen Menschen. Dann kommt es darauf an, ob er nur harte Schale ist oder ob sich hinter der harten Schale der weiche Kern verbirgt. Muss ich mich durch eine harte Schale schützen? Die Schale ist von der Natur als Schutz der Frucht eingerichtet. Auch jeder Mensch hat seinen Innenraum, in dem er für sich ist, hat den Raum persönlicher Beziehungen, der behütet ist. Kann ich mich auch genügend abgrenzen? Kann ich unangebrachte Versuche, in mich zu dringen oder mich zu drängen, abwehren? – Oder bin ich hart, abweisend, nicht „knackbar“ geworden? Die Nuss kann auf zweierlei Weise zum Leben beitragen: Sie kann gegessen werden und so Energie spenden; sie kann aber auch in die Erde

fallen und einen neuen Nussbaum hervorbringen. In jedem Fall bleibt sie nicht, was sie ist, bleibt sie nicht, wie sie ist. Es verhält sich wie beim Bild vom Weizenkorn, das in die Erde fällt. Was nicht bewahrt wird, bringt neues Leben hervor. Die Nuss ist ein hochwertiges Lebensmittel. Sie schmeckt gut, bereichert den Speisezettel, enthält reichlich kostbares Eiweiß und Fett, Mineralstoffe und Vitamine. Bin ich – im Allgemeinen – zu genießen? Bin ich wertvoll für das Leben anderer? Wir haben viele Gründe zu danken. Wir feiern Erntedank. Damit erinnern wir uns an alles, was Gott im vergangenen Jahr wachsen ließ, vom kleinen Senfkorn über die Nuss und den Apfel bis zum großen Kürbis. Bei allem, was wir Menschen beigetragen haben, bleibt das Wachsen und Reifen Sein Werk und Seine Gabe. So auch im eigenen Leben. So sehr es von eigenen Entscheidungen und eigenem Tun abhängt, so sehr ist es auch Geschenk und Gnade. Wir haben viele Gründe für alles zu danken. In diesem Sinne wünschen wir Seelsorger mit den PGR-Mitgliedern allen einen guten Start ins neue Arbeitsjahr.

P. Ewald Hartmann

P. Alois Kremshuber

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ERNTEDANK –

ein Umwelt- und Innenweltfest Gedanken von Hans Gerhard Behringer (aus dem Buch: „Die Heilkraft der Feste“)

Am Beginn des Herbstes liegt das Erntedankfest. „Ernte“ heißt im Grunde: auf das Gewesene und das Gewordene zurückzuschauen, wahrzunehmen: Was ist da? Und auch auszusortieren: Was von dieser „Ernte“ möchte ich behalten – was kommt in meinen Keller, in meine Scheune, in meinen Kühlschrank? Was bleibt liegen, was wird Abfall? Wenn man Bilanz zieht, die Erlebnisse und Erfahrungen des Jahres betrachtet, dann wird klar, wofür man dankbar sein kann. „Viele Menschen aber haben heute nicht mehr viel mit der Natur zu tun, mit dem, was draußen angebaut und

gepflegt wird und wächst.“ schreibt Behringer. Im Erntedankfest spiegelt sich die Tradition bäuerlicher Kultur, durch Jahrhunderte geprägt. Wo aber finden wir uns? Welchen Stellenwert hat bei uns das Danken?

Arbeitsdank „Ob wir nun von der Haus-, Familienund Beziehungsarbeit daheim, oder von der Erwerbsarbeit draußen, in Firmen, Betrieben, Institutionen oder Ämtern sprechen: Dass Arbeit und Arbeiten-Können zur Würde der Menschheit gehören, dass dahinter ein Urbedürfnis der Menschen steht, und dass es bedrohlich ist, wenn wir diesen Wesenszug nicht mehr adäquat leben können, das lernen wir in diesen Jahren erst richtig – infolge steigender Arbeitslosigkeit. Grund genug also, für die Arbeit zu danken. Vergessen wir aber nicht die Lage jener Menschen, die aufgrund der wirtschaftlichen Probleme gar nicht mehr die Gelegenheit haben, einen solchen Dank auszusprechen.

Lebensdank Sich ganz und gar auf das Positive zu konzentrieren, hat eine angenehme Wirkung. Bei der Rückschau Bilder aus der Serie „Biblische Erzählgeschichten“, Pfarrkindergarten Lehen

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auf die „Ernte“, das Erreichte in unserem Leben zeigt sich auch die Verbindung von Empfangenem und Erarbeitetem, von Geschenk und Selbstgeleistetem. Wie beim Betrachten eines Fotoalbums fallen einem bei der Betrachtung des Lebens Gelungenes und Misslungenes ein. Ein geglücktes Leben in seiner ganzen Fülle besteht eben aus beiden Erfahrungen. Dank zu sagen für all das, was einem Gutes widerfahren ist, Dank zu sagen, für alle Erfahrungen, die einen zu dem gemacht haben, was man ist: ein Mensch mit all seinen Fehlern und Schwächen, mit all den Stärken und Talenten. „Wenn wir, wie beschrieben, unsere Erfolge und Misserfolge betrachten, sie unterscheiden, Ernte einbringen, so stellt sich heraus, wie wohltuend diese heilsame Erlaubnis zu einer Würdigung und Anerkennung der eigenen Erfolge wirkt. So verstanden kann ein Erntedankfest eine wirkliche Lebenshilfe geben, wenn wir unsere Wahrnehmung und Achtsamkeit auf das Positive lenken.“

die Gaben der Schöpfung anzunehmen, sich selbst anzunehmen. Ein Lächeln auf den Lippen, ein Strahlen im Gesicht, im Vollzug solchen Liebens und Genießens: das ist gelebter Erntedank. Durch den gelebten Dank schließt sich der Kreislauf. Ein Lächeln, ein gutes Wort wird zum Samen, durch den gelebten Glauben wird der Boden bereitet, dass Saat aufgeht. Jeder sät, jeder erntet. Und mit diesem Wissen fällt es nicht schwer, das Gleichnis vom Sämann auf sein eigenes Leben zu übertragen. In Verantwortung mit allem so umgehen, dass andere auch ernten können – Möglichkeiten schaffen, dass etwas wachsen und gedeihen kann – in Beziehungsarbeit investieren, sei es privat oder beruflich: so wird es gelingen, anderen ein Dankerlebnis erfahren zu lassen.

Dieser Gedanke und sein Ratschlag, täglich und auch ab und zu im Jahreslauf innezuhalten, öffnen uns den Blick für den Wechsel und den Wandel, dem alles unterliegt, und hilft uns leben.

Danken durch Genießen Erntedank leben heißt im weitesten Sinne auch, das Leben zu genießen, 5


Gedanken zum Säen und Ernten… An Hand einer Sonnenblume konnten wir sehen, dass nicht unbedingt der Mensch am Säen beteiligt sein muss, da die Natur sich selbst durch die Vögel oder Bienen weiterentwickelt und erneuert. Und wir uns an den schönen Blumen erfreuen können.

Da wir das Gras nicht selber wachsen lassen können, können wir uns nur bemühen, auf Gott zu vertrauen. Dass vielleicht andere aus unserer Saat profitieren und wir die Gewissheit haben, dass Gott aus allem das Richtige macht. (Ida 67 Jahre)

(Elisabeth 9 Jahre)

Warum wird unsere Arbeit durch Naturkatastrophen zerstört? (Sabine 39 Jahre)

Mir fällt immer das Gleichnis vom fruchtbaren und unfruchtbaren Boden ein. Trotzdem haben wir den Auftrag, unser Wissen weiterzugeben. Ernten wir immer was wir gesät haben?

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Wir säen das zarte Pflänzchen des Glaubens in unsere Kinder, hegen und pflegen es, dann kommt die Zeit der eigenen Wege. Man weiß nicht, ob aus der Saat eine Missernte wird, weil sie in der Pubertät meist nichts von Glaube und Kirche wissen möchten, doch der Keim ist in ihnen drinnen. Und wenn sie erwachsen werden und selber Familie bekommen säen sie weiter. (Sabine 40 Jahre)


KUNST UND KIRCHE… Windows einmal ganz anders Ganz prägnant treten die bunten Fensterbänder an den Seitenwänden unserer Kirche in Erscheinung. Sie wurden von dem bekannten österreichischen Maler Josef Mikl geschaffen, dessen Geburtstag sich heuer zum 80. Mal jährte. 1929 in Wien geboren zählte er zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern seiner Zeit. Er wurde unter anderem bekannt für seine großformatigen Wand- und Deckenbilder im großen Redoutensaal der Wiener Hofburg. Er starb im März 2007. Josef Mikl war auch Zeichner und Bildhauer, er hat Bühnenbilder und Kostüme entworfen und ist Schöpfer so bedeutender Kirchenfenster wie der der Friedenskirche in Hiroshima (1959 - 1961). In Salzburg hat er die Kirchenfenster in Parsch (1956) und bei uns in Lehen (1963 - 1964) entworfen. Bei der Gestaltung orientierte Mikl sich an einem Wort des christlichen Philosophen Sören Kirkegaard: „Wie des geübten Schützen Pfeil, wenn er vom Bogenstrang abfährt, keine Ruhe sich gönnt ehe er am Ziel ist: so ist der Mensch von Gott geschaffen mit dem Ziel auf Gott und kann nicht Ruhe finden, ehe er in Gott ist“.

Unsere Lehener Kirche hatte bei ihrer Einweihung 1965 Seitenwände aus Profilit-Industrieverglasung, vor der die bunten Fensterbänder eine wesentlich stärkere Wirkung hatten als heute, da bei der Renovierung Ende der 80er Jahre sowohl die Seitenwände als auch die große dreieckige Stirnfassade aus baulichen Gründen weitgehend geschlossen ausgeführt wurden. Um die Fensterbänder wieder in ihrer Farbenpracht präsentieren zu können ist angedacht, diese elektrisch zu hinterleuchten, jedoch konnte bis dato eine gelungene Konzeption nicht gefunden, geschweige denn finanziert werden. Da an dieser Stelle eine aussagekräftige Abbildung der Fensterbänder nicht wirklich gelingen kann, werden Sie, liebe Leser, eingeladen, sich vor Ort einen Eindruck von den Kunstwerken Josef Mikls zu verschaffen. Erleben Sie unser Gotteshaus sowohl als spirituellen als auch künstlerischen Ort. Um Ihnen dabei die Orientierung zu erleichtern, planen wir, bei den einzelnen Kunstgegenständen in der Kirche Beschreibungen anzubringen. Walter Fath

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Termine SEPTEMBER Bergmesse am Sonntag, 20. September (bei geeigneter Witterung!) Erntedankfest Sonntag, 27. September 9.30 Uhr Festgottesdienst, anschl. Gemeindefest

OKTOBER F lohmarkt der Pfarre Lehen: Abgabe: Mi 7. + Do 8. Oktober 8 - 12 und 14 - 18 Uhr Verkauf: Do 8. Okt. 14 - 18 Uhr Fr 9. Okt. 8 - 12 + 13 - 18 Uhr Sa 10. Okt. 9-12 Uhr

NOVEMBER Gedenkgottesdienst für alle Verstorbenen unserer Pfarre und verstorbene Angehörige Montag, 2. November, 18.30 Uhr Martinsfest für Kinder und Familien bei den Pallottinern auf dem Mönchsberg Samstag, 7. November, Abmarsch 16.00 Uhr beim Pfarrzentrum

Anmeldung zur Firmung: Do 5. und 12. Nov., jew. 17-18 Uhr Ehejubiläen Sonntag, 8. November 8.30 Uhr Festgottesdienst für Ehepaare mit „rundem“ Ehejubiläum Elisabeth-Sonntag Sonntag, 15. November Ausschank und Verkauf von „Elisabeth-Tee“ ADVENT / WEIHNACHTEN Adventmarkt mit Verkauf von EZA-Waren am Sa 28. Nov. 9-12 + 13-17 Uhr So 29. Nov. 9-12 + 13-16 Uhr Adventkranzweihe Samstag, 28. November beim Familiengottesdienst, 18.30 Uhr 21. Lehener Adventsingen Sonntag, 29. November 16.00 Uhr in der Pfarrkirche Feierliches Rorate jeden Donnerstag im Advent (3., 10. und 17. Dezember) um 5.15 Uhr in der Pfarrkirche, anschl. Frühstück im Pfarrsaal Nikolausfeier für Kinder in der Pfarrkirche (Bitte um Anmeldung!) Sonntag, 6. Dezember

GESPRÄCHSTERMINE mit den Seelsorgern u. BEICHTGELEGENHEITEN bitte im Pfarrbüro während der Öffnungszeiten vereinbaren: Mo,Di,Mi,Fr 8.30-12.30 Uhr Do 14-18 Uhr · Tel.: (0662)-43 16 20, Fax Dw 2 · pfarre.lehen@pfarre.kirchen.net 8


Termine Aktion Bruder in Not der Kath. Männerbewegung am Sonntag, 13. Dezember Senioren-Weihnachtsfeier Donnerstag, 17. Dezember 14.30 Uhr im Pfarrsaal Donnerstag, 24. Dezember: Fest der Geburt des Herrn 16.00 Uhr: Kindermette 23.00 Uhr: Christmette

MONATLICHE Termine Club 60+ 1x im Monat, lt. Ankündigung! Pfarrkaffee jeden 1. Sonntag im Monat nach den Gottesdiensten Seniorenrunde jeden 1. Donnerstag im Monat 14.30 Uhr im Pfarrsaal

WÖCHENTLICHE Termine

Senioren-Glaubensgespräch jeden 2. Mittwoch im Monat 15.00 Uhr im Pallottizimmer

Kirchenchor jeden Montag, 19.30 Uhr

Bibelrunde jeden 2. Mi i. M. 19.30 Uhr im Pallottizimmer

Jungschar- und Ministrantenstunden werden nach Schulbeginn bekanntgegeben!

ALLE 2 WOCHEN Gebetskreis jeden 2. Dienstag 19.30 Uhr im Seminarraum nächstes Treffen 22. September

Spielenachmittag für Jung und Alt jeden 2. Montag im Monat 15.00 Uhr im Seminarraum jeden Donnerstag vor dem HerzJesu-Freitag (1. Freitag im Monat) 18.30 Abendmesse, anschl. gestaltete Anbetung des Allerheiligsten bis 20.00 Uhr jeden Herz-Jesu-Freitag 13.00 Uhr Anbetung des Allerheiligsten bis zur Abendmesse jeden letzten Samstag im Monat 18.30 Uhr Abendmesse mit Kommunionspendung in beiderlei Gestalt

GOTTESDIENSTE · Samstag: 18.30 Uhr · Sonntag: 8.30 und 10.00 Uhr

Wochentag: täglich 18.30 Uhr · zusätzlich Di 8.00 Uhr (demnächst 9.00 Uhr) Mi und Fr 8.00 Uhr · Rosenkranz: täglich um 17.50 Uhr, außer Sonntag 9


50 Jahre Katholisches Bildungswerk Lehen Am 8.3.1946 gründete EB Dr. Andreas Rohracher das Kath. Bildungswerk der ED Salzburg. Er wünschte sich in allen Pfarren ein KBW als Ort der Erwachsenenbildung. Bei uns in Lehen war es 1959 so weit, noch zur Zeit der Barackenkirche. Landtagsabgeordneter Hans Ungar war der erste ehrenamtliche Leiter, 1988 übernahmen mein Mann und ich die Leitung, kurze Zeit hat auch Univ.Prof. Max Fussl mitgearbeitet. Unsere Bildungsarbeit ist dem christlichen Welt- und Menschenbild verpflichtet und orientiert sich an den Freuden und Hoffnungen, der Trauer und den Ängsten der Menschen (2. Vatik. Konzil, Gaudium et spes). Unsere Angebote sind Themen zur Glaubensvertiefung und Spiritualität. Im Jänner haben wir mit dem Ehepaar Mag. Birgit und Mag. Albert Esterbauer als Erwachsene über unsere Taufe nachgedacht. In der Fastenzeit haben sich die Pfarren des Dekanats Nord und ihre Kath. Bildungswerke gemeinschaftlich Themen zum Paulusjahr angenommen, um so bereichert das Osterfest zu feiern. In Lehen leben wir in multikultureller und multireligiöser Nachbarschaft. Mag. Hohla informierte uns über Glauben und Leben der Muslime. Kennenlernen führt zu Verständnis und Toleranz. Besonders lebendig war der Abend mit Frau Else Seidl, sie erzählte von ihrem 6-maligen Pilgern am Jakobsweg. Im Herbst widmen wir uns Themen zu unserem Körper, der Gesundheit und 10

der Schöpfung. Wir bemühen uns, in Übereinstimmung mit unserem Pfarrer, P. Ewald Hartmann ein weitgefächertes Programm zu erstellen. An dieser Stelle bedanken wir uns für seine und P. Alois Kremshubers Unterstützung und ihre Teilnahme an den KBWAbenden. Zu unseren Veranstaltungen laden wir durch Plakate, Handzettel und die sonntägliche Verlautbarung ein sowie durch persönliche Ansprache. Wir danken den Teilnehmern an unseren Abenden, besonders den ganz Treuen. Alle Lehener laden wir zu den KBWAbenden ein, sie gehen bestimmt bereichert nach Hause! Margarita und Adalbert Gatsch Leiter des KBW Lehen

Wir laden herzlich ein

KATHOLISCHES

BILDUNGSWERK L E H E N Do, 17.9.09 Bandscheibe und Wirbelsäule Dr. Hagen SKIBBE Do, 15.10.09 Die Welt im Kopf – Unser Gehirn Mag. Johanna LAIMINGER Do, 12.11.09 „Stimmig“ leben mit der Schöpfung und der Natur Leopold PRENNINGER jeweils um 19.30 Uhr im Seminarraum der Pfarre


LITURGIE UND MEHR… Hat die Kirche ein eigenes Jahr? So wie sich über das Jahr die Jahreszeiten, und das Säen und Ernten immer wiederholen, so ist auch die Abfolge der kirchlichen Feste und Feiern im so genannten „Kirchenjahr“ immer gleich. Da Gott und Christus im Mittelpunkt der Feste stehen ist die offizielle Bezeichnung dafür das „Herrenjahr“. Die Kirche möchte damit natürlich nicht in Konkurrenz zum bekannten Kalenderjahr treten, sondern man suchte einfach einen Starttermin für die liturgischen Bücher, der weltweit in der katholischen Kirche gelten sollte. Früher gab es lokal unterschiedliche Termine für den Beginn des Herrenjahres, wie z.B. Ostern, Weihnachten, oder das Fest der Verkündigung des Herrn (25. März). Letztendlich wurde im Heiligen Jahr 1975 mit der Erstellung des „Gotteslobes“ der erste Adventsonntag als Beginn des Herrenjahres festgelegt, so dass das Messbuch für den Priester, das Lektionar für die Lesungen und das Gotteslob für die Gemeinde seither gemeinsam beginnen. Einzige Ausnahme bleibt ein sogenanntes „Heiliges Jahr“, das alle 25 Jahre zu Weihnachten beginnt. Mit dem 1. Adventsonntag beginnt immer auch ein neues Lesejahr, d. h. die Bibelstellen für die Lesungen und

das Evangelium wechseln sich ab. Durch diese Festlegung ist es möglich geworden, dass gemäß den Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils alle wesentlichen Teile des Alten und Neuen Testamentes der Gemeinde vorgelesen werden, sich dabei aber nicht zu oft wiederholen. Demnach gibt es für die Feier der Sonntage drei Lesejahre, die als A, B und C bezeichnet werden (alle durch 3 teilbaren Jahre sind C, wie z. B. 2010). Die Evangelientexte sind im Allgemeinen im Lesejahr A dem Matthäus-, in B dem Markus- und in C dem Lukas-Evangelium entnommen. Für die Werktagsmessen gibt es nur zwei Lesejahre: I) für die Jahre mit ungeraden Jahreszahlen und II) für die geraden Jahreszahlen. Vom christlichen Verständnis her beginnt die Woche mit dem Sonntag (1. Tag), international wurde allerdings der Montag als der 1. Tag der Woche festgelegt. Walter Fath

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EINBLIC K E … Ministranten Unsere Ministranten haben eine „tragende Rolle“: Als Vertreter der Pfarrgemeinde bringst Du nicht nur Brot und Wein zum Altar. Du selber darfst Gott am Altar ganz nahe sein, stellvertretend für die ganze Pfarrgemeinde, die sich um den Altar versammelt. Darum ist es wichtig, dass in jedem Gottesdienst Ministranten anwesend sind. Der „Arbeitsplatz“ eines Ministranten ist die Kirche, wo er sich auch entsprechend auskennen sollte. Damit der Dienst gelingt und es kein gedankenloses Herumrennen am Altar gibt, schult Pater Alois Kremshuber SAC unsere Ministranten jeden Herbst und führt sie in allerlei „Geheimnisse“ ein: Kreuz, Altar, Tabernakel, Ambo, Weihwasserbecken, Taufbrunnen, Kredenztisch, Apostelleuchter, Kreuzwegstationen und die Sakristei: alles ist neu und fremd! Fremd sind auch die liturgischen Geräte und Gewänder, die Haltungen und Handlungen während der kirchlichen Feiern. Viele Fragen und auch Ängste können sich im Herzen der Messdiener ausbreiten. Aber mit Interesse und der Bereitschaft in der Kirche mitzuwirken, gelingt es den jungen Menschen bald, sich in die wichtige Rolle des Dienens am Altar einzufinden und sie auszufüllen. 12

An alle Buben und Mädchen: Möchtest du gerne mitmachen? Willst du neue Freundinnen, Freunde finden? Denn nicht nur das Ministrieren ist wichtig – du bist auch eingeladen, mit uns die kirchlichen Feste zu feiern, lustige Stunden beim Rupertikirtag zu verbringen – in den „Ministunden“ und am Sommerlager Spaß zu haben! Bist du bereit? Dann melde dich bei unserem Pater Alois! Christine Bauerstätter


EINBLICK E … Pfarrausflug: Friaul/Julisch Venetien

18. - 21. Juni 2009

„Gegrüßet seist du, Königin!“ so tönte es auf der Hinfahrt fröhlich durch unseren Reisebus und so könnte das Thema unseres diesjährigen Pfarrausfluges lauten: 4 Tage lang besuchten wir die bekanntesten Marienwallfahrtsorte dieser wunderschönen Gegend. Bled mit seinem unglaublich türkisfarbenen See war das erste Ziel. Auf der Insel erklommen alle Teilnehmer tapfer die 98 Stufen hinauf zur Marienkirche und hielten kurze Andacht. Über Brezje (Wallfahrtskirche Maria Hilf) ging’s weiter nach Grado, wo wir im Hotel Eden Quartier bezogen, direkt an der Lagune. Am zweiten Tag besichtigten wir Aquilea. Entlang des ehemaligen Flusshafens spazierten wir zur romanischen Basilika des Poppo, besichtigten die wunderbaren Fußbodenmosaike der alten Basilika (4. Jh.) und die Krypta mit den Fresken aus dem 12. Jh. Eine Kurzführung in Grado führte uns zum Dom aus dem 16. Jh. (mit der Markuskapelle) und zur danebenliegenden, etwas älteren Marienkirche mit den schönen Mosaiken. Der Nachmittag verging wie im Flug bei einer Schiffsrundfahrt durch die Lagune und beim Besuch der Kirche S. Maria di Barbana auf der gleichnamigen Insel.

wegen eines Wackelkontakts in der Elektronik nicht starten lassen. Aber gegen Ende des Unwetters war er wieder in Ordnung und wir konnten Schloss Duino (in Besitz der Familie Thurn und Taxis) besichtigen, das nach dem 1. Weltkrieg vorbildlich restauriert worden war. Im Weinbaugebiet machten wir noch Halt in Cividale, besichtigten S. Maria in Valle mit dem Tempietto Langobardo und verkosteten auch den herrlichen Wein dieser Gegend. Die Heimreise führte uns durch Udine und zuletzt nach Santa Maria Lussari. Bei kühler Witterung ließen wir uns mit der Seilbahn auf den Berg tragen, genossen den tollen Rundblick und feierten noch einmal gemeinsam Gottesdienst. Die Vorbereitung unserer Reise hatten in äußerst kompetenter Weise Helga und Gernot Stuchlik übernommen. Wir danken ganz herzlich! Anneliese Gerner

Am dritten Reisetag holte uns das für den heurigen Sommer typische Wetter ein: ab 5.00 Uhr tobte ein gewaltiges Gewitter mit Sturm. Unser Reisebus ließ sich anstecken und wollte sich 13


EINBLIC K E … Unsere Bibelrunde Das Wort Gottes ist der Same Die Teilnehmer der Bibelrunde treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat im Pfarrzentrum Lehen. Unter der Leitung von Pater Alois suchen wir gemeinsam Bibelstellen aus, mit denen wir uns ganz besonders auseinandersetzen. Hören und Verstehen – das ist allen Anwesenden ein Bedürfnis. Nachdem das geschriebene Wort gehört wurde, setzt sich jeder selbst damit auseinander, versucht die Bedeutung des Wort Gottes in sich wirken zu lassen. Beim anschließenden Gedankenaustausch besprechen wir die verschieden An- und Einsichten, wodurch sich uns immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Erklärungen und Erörterungen der geschichtlichen Hintergründe tragen zum besseren Verständnis der damaligen Kultur und Lebensweise bei. Die offene Runde lädt Interessierte herzlich zum Mittun ein.

Pauline Leprich

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Das Samenkorn wird in die Erde geworfen. Noch kein Brot. Es stirbt, bricht auf und wächst zu neuer Frucht. Noch kein Brot. Die Ähren werden geschnitten. Noch kein Brot. Das Korn wird gedroschen. Noch kein Brot. Es wird gemahlen zu Mehl. Noch kein Brot. Mehl wird zu Teig vermengt und geknetet. Noch kein Brot. Der Teig muss ins Feuer, wird im Ofen gebacken. Noch kein Brot. Das Gebackene kommt auf den Tisch. Noch kein Brot.

Erst wenn Menschen es teilen und ihren Hunger nach Gemeinschaft stillen, ist Brot da.


VINZI & L O T T I … Liebe Kinder! Vinzi und Lotti raucht der Kopf! Helft ihr beim Rätsellösen? Sie suchen den Namen des Festes, das wir bald feiern! 5 1

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1. Unser Planet heißt … 2. Wir bitten Gott: Gib uns unser tägliches … 3. Das Gegenteil von JA ist … 4. Es wächst auf dem Feld, man macht daraus Mehl. 5. Sie blühen und duften … 6. Das Gegenteil von hell ist … 7. Adam reichte Eva einen … 8. Gottes Liebe ist wie die …, sie ist immer und überall da! 9. Ein gutes Frühstücksgetränk – mit Milch gemacht …

Übrigens: Vinzi und Lotti sind noch auf Urlaub! Sie werden aber dieses Fest mit uns feiern! Kommt ihr sie besuchen? Bis dahin wünschen wir euch alles Gute, vor allem einen guten Start in das neue Kindergarten- und Schuljahr! Liebe Grüße von

Vinzi

und

Lotti 15


IMPRESSUM:

Herbst-Pfarrbrief 2009, Nr. 76 · Medieninhaber & Redaktion: Stadtpfarre Lehen · Grafik & Layout: www.selahdesign.at f.d.I.v.: KR P. Ewald Hartmann SAC, Stadtpfarrer, 5020 Salzburg, Vinzenz-Pallotti-Platz 2 · Druck: Geschützte Werkstätten

Herbstpfarrbrief 2009  

Pfarrbrief Herbst 2009 / Nr. 76

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