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Alfred Hochedlinger

Unsere Kirche verstehen Geschichte, Kunst, Symbolik und Theologie der Pfarrkirche Mauthausen


Vorwort

Inhalt

Im Jahr 2002 verfasste ich im Auftrag der Pfarre Mauthausen einen Kirchenführer. In der Folge 2003 bis 2007 eine 11-teilige Artikelserie für die Pfarrnachrichten mit dem Titel „Unsere Kirche verstehen“.

Die sichtbare Kirche ist ein Symbol für die unsichtbare Kirche. . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Dass diese Artikelserie nun aus Anlass des Jubiläums „400 Jahre eigenständige Pfarre Mauthausen” in einer eigenen Publikation erscheinen kann, freut mich außerordentlich, befinden sich in diesen Artikeln doch die Früchte einer sehr interessanten, und arbeitsintensiven Recherche. Für diese Publikation war es zum einen nötig, einige kleine Anpassungen im Text vorzunehmen und qualitätivolleres Bildmaterial einzubringen, zum anderen legte es sich auch nahe, die Lücke zwischen Barockzeit (Ende der Artikelserie) und Gegenwart noch zu schließen. Die Seiten 14 – 17 sind daher für diese Publikation neu verfasst worden. Hier hätte sich noch so manches Thema eingehender behandeln lassen, dies war mir aber in der kurzen Zeit nicht mehr möglich. Die Wurzeln der Pfarre Mauthausen gehen zurück ins 12. Jahrhundert. Zu Anfang war Mauthausen eine Filialpfarre von Ried. Im Jahr 1613 wurde Mauthausen eine eigenstsändige Pfarre. Die vorliegende Publikation möge einen kleinen Einblick geben in die wechselvolle Geschichte der Kirche in Mauthausen.

Die Wurzeln reichen weit zurück . . . . . . . . . . . 4 Eine Stiftung des Kaisers Friedrich III . . . . . . . . 5 Dem auferstandenen Christus zugewandt . . . . 6 Himmlisches Jerusalem – Haupt der Gemeinde – Kreuz . . . . . . . . . . . . . . 7 Hanns Egkenfelder – ein Gönner der Kirche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Von Schiffen, Jochen und Rippen . . . . . . . . . . . 9 Eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Anna . . . . 10 Eine weithin leuchtende Zierde . . . . . . . . . . . 11 Ein bemerkenswertes Kurzifix. . . . . . . . . . . . . 12 Barock – katholische Propagandakunst . . . . . 13 Ein großartiges historisches Geläute, dem leider die Klangkrone fehlt . . . . . . . . . . . 15 Ein Wechselbilder-Altar, der seinesgleichen sucht. . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Immer wieder Veränderungen . . . . . . . . . . . . 17 Quellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Mauthausen im Juni 2013 Alfred Hochedlinger


Die sichtbare Kirche ist ein Symbol für die unsichtbare Kirche Dieser Satz aus dem Mittelalter ist vielleicht ein Schlüssel zum Verstehen eines Kirchengebäudes, insbesondere eines so alten, ehrwürdigen wie der Pfarrkirche St. Nikolaus zu Mauthausen.

Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke: wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar, mit Jubel und Dank in feiernder Menge. Psalm 42,5

Anders ausgedrückt: Die Kirche aus Steinen ist sichtbares Symbol der Gemeinschaft der Menschen mit Gott, mit Christus und untereinander.

Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt. Psalm 26,8

Eine Kirche ist niemals bloß „Zweckbau“ sondern Theologie zum Anschauen und Erleben. Es kommen uns Glaubensvorstellungen der Vergangenheit entgegen - Stein gewordene Geschichte des christlichen Glaubens. Religiöse Anschauungen, der bautechnische Wissenstand und das künstlerische Ausdrucksvermögen der verschiedenen Epochen lassen sich daraus ablesen. Das Kirchengebäude spiegelt das Gottes-, Menschen- und Weltbild, sowie geschichtliche und politische Ereignisse wider.

Die wechselvolle Geschichte der Pfarrkirche von Mauthausen reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück.

Manches lässt sich mit unseren heutigen Glaubensvorstellungen, unserem heutigen Lebensgefühl in Einklang bringen, ist leichter zugängig, manches erscheint uns heute fremd, vielleicht sogar als Irrweg oder Verzerrung der christlichen Botschaft oder ist uns unverständlich. Unsere Kirche ist jedenfalls ein kostbares, bemerkenswertes, symbolträchtiges Gebäude, ein „heiliger Ort“, der Freud und Leid von etwa 800 Jahren „atmet“. Es lohnt sich, sie zu entdecken.

Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Psalm 27,4

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit. Psalm 23,6

Ich freute mich, als man mir sagte: «Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.» Ps 122,1

Das Wort „Kirche“ kommt vom griechischen „kyriaké”, d. h. „dem Herrn gehörend” (kýrios = „der Herr ”).

In den Anfängen des Christentums ist damit zunächst die Gemeinschaft der „zum Herrn Gehörenden“ gemeint, später auch das Gebäude, in dem sich die „zum Herrn gehörenden Gläubigen“ zu Gebet und Gottesdienst versammeln.

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Wer die Vergangenheit nicht versteht, versteht nichts wirklich. (Stefan Zweig)

Früher Ursprung Das Kirchenpatrozinium St. Nikolaus weist auf einen sehr frühen Ursprung der Mauthausener Pfarrkirche hin.

Die Wurzeln reichen weit zurück handelte es sich dabei um Fragmente eines römischen Beobachtungs- oder Wehrturmes, der als erster Kirchturm Verwendung gefunden haben könnte - eine Theorie, der damals nicht nachgeDurch Pilgerfahrten ins Heilige gangen wurde und die somit aus Land bis ins 11. Jh. kam im Westen heutiger Sicht nicht näher belegt die Verehrung östlicher Heiliger in werden kann. Mode. Man kann das an den Dieser romanische Kirchenbau Patrozinien vieler sehr alter erhob sich zweifellos zur Zeit des Kirchen ablesen. Der Heilige dritten Kreuzzuges über dem Ort. Nikolaus lebte in der heutigen Ob Stauferkaiser Friedrich I. BarTürkei, wie übrigens auch die barossa 1189 - wie die mündliche Heilige Barbara von Nikomedien, Überlieferung zu berichten weiß der der Karner (die „Barbaraka- ausdrücklich den Befehl gegeben pelle“) aus dem 13. Jh. geweiht hat, Mauthausen einzuäschern, ist. Ein erster Hinweis also auf weil man von den Kreuzfahrern einen sehr alten Bestand einer Maut verlangte, obwohl ihnen Kirche in Mauthausen. Mautfreiheit gewährt war, ist Als Ende des 10. Jahrhunderts die Babenberger eine Mautstätte einrichteten, hat sich schon früh eine Ansiedlung gebildet und damit wohl auch bald ein christlicher Gottesdienstraum.

Das älteste, was davon erhalten ist, sind die Grundmauern eines hochromanischen, rechteckigen Sakralraumes aus dem 12. Jahrhundert, welche im Zuge der Renovierungsarbeiten 1982 in der Westhälfte der Kirche zum Vorschein kamen. Dieser Steinbau hatte eine lichte Breite von etwa 7,5 - 8,5 Metern, sein Boden liegt ca. 60 - 100 cm unter dem heutigen Kirchenpflaster.

heute quellenmäßig nicht belegbar. Kirchen wurden bei Brandschatzungen jedenfalls wohl eher verschont. Die Kreuzzüge brachten aber für so manchen Ort große wirtschaftliche Probleme durch Plünderungen mit sich. Das führte oftmals dazu, dass Kirchengebäude vernachlässigt werden mussten und dem Verfall preisgegeben waren.

In besseren Zeiten baute man Im Bereich der Westmauer fand neu. man Reste eines Turms. Vielleicht

Dichtung oderWahrheit? Ließ Barbarossa Mauthausen beim 3. Kreuzzug einäschern? Romanische Fundamente, im Hintergrund der Nordaufgang zur Empore:

Romanische Fundamente, die 1982 gefunden wurden. Foto: Hugo Rauscher, 1982

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Skizze von Dipl.-Ing. Günther Kleinhanns (Bundesdenkmalamt)


Eine Stiftung des Kaisers Friedrich III. Vermutlich nach der Zerstörung des frühgotischen Kirchenbaus durch die Hussiten 1424 entstand der heutige gotische Kirchenbau um die Mitte des 15. Jh.. Bei den Renovierungsarbeiten 1982 fand man Reste einer frühgotischen Apsis, die wohl zu diesem Vorgängerbau gehörte. Die heutige Westmauer dürfte ebenso größtenteils frühgotisch, eventuell auch romanisch sein. Ein altes Dokument, dessen Abschrift sich im Pfarrarchiv befindet, berichtet über die Entstehung des heutigen Kirchengebäudes: Kaiser Friedrich III. (1440 - 1493, ab 1452 Kaiser) ist der Stifter der Pfarrkirche Mauthausen

„Die Pfarrkirche zu Mauthausen am südlichen Abhange des Mauthausenerberge ist unter Kaiser Friedrich III., Sohn Ernst d. Eisenen von Steyermark der 1440 zur Regierung kam und 53 Jahre bis 1493 regierte gebaut worden und wie es scheint bald am Anfange seiner Regierung. Diese Kirche ist vom Kaiser mit dem Zehent auf dem Mauthausener Berge und mit den Unterthanen, die sie noch besitzet reichlich bedacht worden. Diese Zehenten gehörten in das R. …(?)… gut Mauthausens so wie auch die Unterthanen. Die Vogtey oder weltliche Schutzherrschaft wurde von demselben Kaiser dem Markte übertragen, da die Gründe, auf welchen der Kirchenzehent haftet auf dem Mauthausner Berge im Burgfrieden von Mauthausen lagen und dem Marktgerichte unterthänig und dienstbar waren.“

Die Kirche ist also eine Stiftung des Habsburgerkaisers Friedrich III., der die weltliche Schutzherrschaft an das Marktgericht Mauthausen übertrug. Im Gegensatz dazu hatten die meisten anderen Kirchen adelige Schutzherren. Die Pfarrkirche Mauthausen sollte aber in den folgenden Jahrhunderten eng mit dem Markt bzw. der Marktgemeinde verbunden sein. Die Kirche hatte damals einen Turm mit Zelt- oder Keildach, wie es auf den alten Stichen von G. M. Vischer (1674) und M. Merian (1649) ersichtlich ist. Dieses Dach setzte beim untersten heute sichtbaren Gesimse an. AEIOU - an der Südostseite des Karners Diese Vokalreihe ließ Kaiser Friedrich III. auf vielen Bauten anbringen. Es gibt verschiedene Deutungen: "Austriae est impe-rare orbi universo" (lateinisch = Es ist Österreichs Bestimmung, die Welt zu beherrschen), "Au-stria erit in orbe ultima" (lateinisch = Österreich wird ewig sein) oder "Alles Erdreich ist Österreich untertan". Die Vokal-reihe ist vielleicht ein Ausdruck des magischmystischen For-melglaubens des Kaisers, vor allem aber bezeugt sie seinen Glauben an die Sendung des Hauses Österreich.

Der Turm war also nicht einmal halb so hoch wie der heutige (ca. 26 m. - heute inkl. Kreuz 60 m!). Die in Mauthausen kursierende Bezeichnung „Zwickelturm“ hat eigentlich nichts mit der Dachform zu tun, sondern rührt von der Position des Turmes in der NO-Ecke von Apsis und Langhaus her wo der Turm „eingezwickt“ ist. Im 5. Geschoss des heutigen Turms sind übrigens die zugemauerten gotischen Schallfenster des damaligen Glockenhauses erkennbar. Eine Glocke aus gotischer Zeit (1431) musste während des I. Weltkrieges leider für Kriegszwecke abgeliefert werden.

Ausschnitt aus dem Kupferstich von Georg Matthäus Vischer (1674)

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Dem auferstandenen Christus zugewandt Kirchen der Gotik sind „WEG-Räume“, so auch die Pfarrkirche Mauthausen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Weg führt durch den Haupteingang am Taufplatz vorbei hin zum Altarraum, dem auferstandenen Christus entgegen. Hinter diesem Raumgedanken verbirgt sich auch das Kirchenbild vom „Volk Gottes auf dem Weg“. Es gab in gotischer Zeit keine Stühle oder Bänke, in gewisser Weise keine Bequemlichkeit, sondern „Aufbruchsstimmung“. (Man denke hier auch an die mittelalterliche Wallfahrtsbewegung ins Heilige Land.) Das Gehen durch das Kirchentor ist nicht bloß das Betreten eines Raumes, so wie man in ein Wohnzimmer hinein geht, es ist das bewusste Eintreten in den heiligen Raum. („Ich bin die Tür.“ Joh 10,9). Dem entsprechend ist auch der Haupteingang überaus schön geschmückt. Man beachte das kunstvolle Steingewände (Schulterbogen, profilierter, kielbogig verstäbter Trichterrahmen) und das sog. Blendmaßwerk mit Vierpass und Fischblasenornamentik im Tympanon über der Tür. - s. Bild.) Foto: Alfred Hochedlinger, 2004

„Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, der wird (Joh 10,9) selig werden“

Die Taufe ist das Ereignis, durch das ein Mensch in diesen heiligen Raum im symbolischen Sinn eintritt. In vielen gotischen Kirchen ist deshalb der Taufplatz in der Nähe des Portals angesiedelt. Es entspricht der Intention dieses gotischen Raumes, dass der Taufplatz im Jahr 2001 hier eingerichtet wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat er sich bereits einmal in diesem Bereich befunden. Zur Pfarrkirche gehörte jedenfalls ein gotisches Taufbecken, das lange Zeit nahe dem Karner deponiert war. Der Weg führt zu Christus, dem Auferstandenen, dem „Licht der Welt“ (Joh 8,12). Der Kirchenbau ist geostet, er „blickt“ der aufgehenden Sonne entgegen, d. h. wer die Kirche betritt, macht sich auf den Weg zum Licht, blickt Richtung Orient, „orient-iert“ sich an Christus. Der Altarbereich ist dort, wo das Licht herkommt. Hier stand wohl ursprünglich ein gotischer Altar (vgl. Kefermarkter Altar oder Altdorfer Altar von St. Florian), jedenfalls ein viel niedrigerer als der heutige barocke Hochaltar, der die Apsisfenster großteils verdeckt. In gotischer Zeit waren alle Fenster der Kirche farbig verglast, daher die Kirche insgesamt wesentlich dunkler und die Wirkung der Morgensonne als Auferstehungs- bzw. Christussymbol umso eindrucksvoller. Interessanterweise sind die Maßwerke der drei Apsisfenster verschieden gestaltet: links ein dreiteiliges Fischblasen-ornament, in der Mitte ein Fünfpass, rechts ein Vierpass. (s. Bild)

Foto: Hugo Rauscher, 1982

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens (Joh 8,12) haben.“

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In der mittelalterlichen Zahlensymbolik steht „3“ für Dreifaltigkeit, für alles Göttliche; „4“ für das Universum, den Menschen, die vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente und „5“ für die Wundmale Jesu. Die Künstlerin Lydia Roppolt scheint in ihrer Glasmalerei mit dem Titel „Aufbruch zu Gott“ aus dem Jahr 1982 das religiöse Empfinden der Gotik aufgenommen zu haben. Das mittlere Fenster (Fünfpass - Wundmale) ist wohl auch nicht zufällig von der Farbe des Blutes dominiert.


Er (einer der 7 Engel) zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.

Himmlisches Jerusalem Haupt der Gemeinde Kreuz

Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis. … Und der Engel, der zu mir sprach, hatte einen goldenen Messstab, mit dem die Stadt, ihre Tore und ihre Mauer gemessen wurden. … Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas. … Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm. … aus Offb 21

Um einen gotischen, mittelalterlichen Kirchenbau, wie die Pfarrkirche Mauthausen, zu verstehen ist – wie ich auf Seite 6 bereits verdeutlichen wollte – ein Blick in die Heilige Schrift sehr hilfreich. Auf diesem Gedankengang möchte ich gerne weiterführen.

Ein himmlisches Jerusalem Im 21. Kapitel der Offenbarung des Johannes finden wir eine Vision des himmlischen Jerusalem (siehe nebenstehend) Wichtigstes Leitmotiv mittelalterlicher, hoch zum Himmel aufragender gotischer Kirchen ist diese Beschreibung des himmlischen Jerusalem. Gotische Kirchen sind Abbild des himmlischen Universums. Das lichtdurchlässige, kräftig-färbige Glas gotischer Kirchen „simuliert“ die Edelsteine von der die Offenbarung spricht. Die farbig verglasten Fenster, deren originale Glasmalerei ja in Mauthausen leider nicht mehr erhalten ist, gaben eine Ahnung dieser Herrlichkeit. Durch das Entfernen der Farbverglasung Ende des 17. Jahrhunderts zerstörte man dieses Konzept. Ein neues Denken hatte sich durchgesetzt.

Haupt und Leib Ein wichtiger Zugang zum Verständnis der gotischen Kirche ist der Grundriss der Kirche. Er erinnert an eine liegende menschliche Gestalt. (s. Abb.) Symbolisiert wird dadurch Christus als das Haupt (Presbyterium), die Christen als der Leib (Kirchenschiff), entsprechend dem paulinischen Kirchenbild: Paulus stellt fest, dass „Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat“ (Eph 5,23) und „von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist“ (Eph 4,15)

Das Kreuz als bestimmendes Symbol In großen Kirchen bildet der Grundriss durch den Quergang oftmals einen menschlichen Körper mit ausgebreiteten Armen ab, also die Kreuzform. Das Kreuzrippengewölbe hat neben der statischen Funk-tion auch eine symbolische: die Kreuzform auch als christliches Symbol.

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Hanns Egkenfelder ein Gönner der Kirche Keine andere Persönlichkeit hat an diesem Bauwerk so viele Spuren hinterlassen, die älteste und kunsthistorisch bedeutsamste Grabplatte der Kirche erinnert an ihn: „hie ligt begraben der erber Hanns Egkenfelder der dy Capellen gepaut und gestifft hat dem got genad und ist gestorben am o abend Martini a 1532. Auch ligt hie begraben Amelia sein hausfraw die gestorben ist am tag Dionisio anno 67 iar“

Wappengrabplatte beim Eingang in die heutige Sakristei an der Außenmauer mit Wappen Hanns Egkenfelders, (steigender Panther), Hausmarke (links unten) und dem Wappen seiner Frau Amelia, einem Eichenblatt (rechts unten).

Eggenfelder war also Bauherr und Stifter der Annakapelle (heutige Sakristei). Im Gewölbe der 1522 erbauten Kapelle befindet sich ein Wappenschlussstein mit der Hausmarke der Egkenfelder. Diese Hausmarke finden wir außerdem auf der erwähnten Grabplatte links unten, sowie auf einem Schlussstein im Gewölbe des Kirchenschiffes (über der Musik-Empore, im Westjoch, Nordhälfte):

Annakapelle

Eine großartige Arbeit aus dem Spätmittelalter: Weihwasserbecken Anfang 16. Jh.

Grabplatte

Kirchenschiff (Westjoch)

Ein weiterer Hinweis auf Egkenfelder ist das kunsthistorisch bemerkenswerte Weihwasserbecken, das sich heute bei der nördlichen (kleinen) Kirchentüre befindet. Es ist eine sehr qualitätvolle Arbeit der spätmittelalterlichen Bildhauerkunst aus Adneter Marmor, die in der Fachliteratur irrtümlich dem Ennser Andreas Kärling zugeschrieben wurde. Auch die Zuschreibung an den Salzburger Hans Valkenauer ist zweifelhaft. Das Becken gehört jedenfalls zu den großen Kostbarkeiten der Kirche und hat einen überregionalen Stellenwert. Es ist von einer überaus fein gearbeiteten (leider an der Nase leicht beschädigten) Engelkopfkonsole getragen. Die Haare des Engels fallen in parallelen Strähnen, deren Enden zu Locken gedreht sind. Die Schulterpartien des Engels sind grob behauen, alle anderen Teile des Beckens sind poliert. Die vorderen drei Seiten des fünfseitigen Beckens zeigen links das Wappen Hanns Egkenfelders (Panther), rechts das Wappen seiner Frau Amelia (Eichenblatt), welche im mittleren Feld miteinander verschlungen sind. Die anderen beiden Seiten schmücken Überreste eines Namenszuges: links „EGKE“und rechts „ANS“ (EGKENFELDER HANS). Das Becken ist also leider nicht mehr ganz vollständig erhalten.

Memento-Mori-Stein 1532 Fotos: Alfred Hochedlinger, 2004

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Ein kleiner Epitaph aus Rotmarmor, der ursprünglich an der Friedhofsmauer der Kirche angebracht war (bis 2001 nahe der kleinen Kirchentür - innen), erinnert ebenso an Hanns Egkenfelder. Er zeigt Totengebein und eine Kröte (in der mittelalterlichen Bildersprache ein Symbol des Bösen, aber auch des Lebens), darüber die Inschrift „Memento Mori“ (Gedenke des Todes) und darunter den Namenszug „Hanns Egkenfelder“. Durch die Umgestaltung im Jahr 2001 erhielt dieser Epitaph den neuen Platz im Zusammenhang mit der Lichtstiege und dadurch eine neue Bedeutung.


Von Schiffen, Jochen und Rippen … Zur baulichen Gestalt der Pfarrkirche St. Nikolaus

Bei einer gotischen Kirche erfolgt die Längsgliederung in sogenannte „Schiffe“, die Quergliederung in sogenannte „Joche“. Die Pfarrkirche Mauthausen ist eine spätgotische symmetrische sog. Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Halle (das Langhaus) ist in 4 Joche gegliedert, wovon drei Joche zweischiffig sind, während das Emporenjoch (West-Joch) dreischiffig ist (unter der Empore rein dreischiffig, über der Empore Richtung W wieder zurück zu zweischiffiger Gliederung). Im Osten folgt ein einschiffiger und einjochiger Chor (Altarraum), der mit einem sogenannten 5/8-Schluss abgeschlossen wird (fünf von acht Segmenten eines Achtecks) Dieser Wechsel von ungerader und gerader Anzahl von Schiffen in der Raumgliederung (von O nach W: 1 - 2 - 2 - 2 - 3 ) ergibt eine hochinteressante Zeich-nung der Gewölberippen, die in der Fachliteratur als „Typus Mauthausen“ bezeichnet wird. Der Übergang wird erreicht durch den sog. „Rippendreistrahl“ und die Verzerrung bzw. Verkürzung der seitlichen Kreuzrippen. Diese Form der „Rippenorganisation“ wurde ca. 100 Jahre vor Mauthausen in der Wallseerkapelle der Stadtpfarrkirche Enns erprobt. Gelegentlich wird diese Synthese von Ein- zu Zwei- bzw. Zwei- zu Dreischiffigkeit in der Fachliteratur mit dem sogenannten Innviertler Dreistützenraum in Verbindung gebracht. Mauthausen dürfte davon

aber eher unabhängig sein. Vielmehr wurde der „Typus Mauthausen“ in zwei Kirchen der Umgebung gegen Ende des 15. Jahrhunderts wieder aufgenommen und perfektionert: Ried i. d. Riedmark und Bad Kreuzen. Im zweiten Joch und südlichen Schiff des Langhauses findet sich im Gewölbe ein sogenannter Ringstein. Dieser hat praktische Bedeutung für Belüftung bzw. Entfeuchtung der Kirche. Von manchen Kirchen ist die Verwendung solcher Ringsteine für religiöse Inszenierungen überliefert, z. B.: Hochziehen einer Christusstatue zu Christi Himmelfahrt bzw. Einlassen einer Taube ins Kirchenschiff zu Pfingsten. Das könnte durchaus auch für Mauthausen zutreffend sein. Weiters finden sich noch eine Reihe von Gewölbeschlusssteinen an den Scheiteln der Gewölbe, von denen einer an den im letzten Kapitel erwähnten Hanns Eggenfelder erinnert. (Emporenjoch, Nordschiff). Die Symbole der anderen Schlusssteine sind (noch) nicht entschlüsselt. Insgesamt muss festgehalten werden, dass die Gewölbezeichnung einerseits symbolischen bzw. dekorativen Charakter hat (Kreuzform), andererseits ergibt sie sich aus der Statik. So verlaufen die Rippen jeweils von den Strebepfeilern (an der Kirche außen sichtbar) zu den Säulen. Das Gewölbe erlangt so die statische Festigkeit. In der Kirche hat sich überdies an drei Stellen der Kirche folgendes Steinmetzzeichen erhalten:

Joche Gewölbeschlussstein Eggenfelder

Apsisjoch

Emporenjoch

Strebepfeiler

Schiffe 5/8-Schluss Ringstein

Im Admonter Hüttenbuch um 1500 wird ein Zeichen dieser Figuration einem Steinmetz Namens Frosnitzer zugeschrieben.

Rippendreistrahl

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Eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Anna

Die Heilige Anna (Leonardo da Vinci, 1515)

Die Heilige Anna (hebräisch: Hannah), Mutter Mariens, ist in der Bibel nicht erwähnt. Sie wird in mehreren apokryphen Evangelien ab dem 2. Jhdt. als die Großmutter von Jesus bezeichnet. Sie ist Patronin der Mütter und der Ehe, der Hausfrauen, Hausangestellten, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, Bergleute, Weber, Schneider, Strumpfwirker, Spitzenklöppler, Knechte, Müller, Krämer, Schiffer, Seiler, Tischler, Drechsler, Goldschmiede; der Bergwerke; für eine glückliche Heirat, für Kindersegen und glückliche Geburt, für Wiederauffinden verlorener Sachen und Regen; gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchschmerzen, Gewitter. Außerdem ist sie Glockenpatronin der Mauthausener „Elfer-Glocke“

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Im Südosten der Kirche ist die einjochige, einschiffige „Annakapelle“ angebaut. Im Jahr 1522 wurde sie vom Mauthausener Bürger Hanns Egkenfelder gestiftet und erbaut, daher rührt auch der Name „Egkenfelder-Kapelle“.

(16. Jh.) freigelegt, welches die Beweinung Christi nach der Kreuzabnahme darstellt.

Warum man die Hl. Anna als Patronin erwählte, ist nicht ganz klar. Die Verehrung der Hl. Anna war allerdings im Spätmittelalter - also zur Erbauungszeit der Kapelle - sehr populär. Sie war die Lieblingsheilige von Kaiser Maximilian I. von Habsburg (*1459, † 1519 in Wels) und auch von Martin Luther (!)

schichten Freskoreste zum Vorschein. Ein kleiner Teil, die „Geißelung Christi“ (16. Jh.), wurde im Auftrag des Bundesdenkmalamtes freigelegt und kann heute besichtigt werden.

Das bemerkenswerte Rautensterngewölbe mit mittlerem Maßwerkmotiv zeigt im Wappenschlussstein die Hausmarke des Seit dem Mittelalter war es durch- Stifters Hanns Egkenfelder. (siehe aus üblich Neben- bzw. Seiten- Bild unten) kapellen für die persönliche An- Bei der Renovierung der „neuen dacht zu einer Kirche hinzu zu bau- Sakristei“ im Jahr 2000 kamen an en. den Wänden unter den Kalk-

Ein großes spätgotisches Rundbogenfenster nach Süden erleuchtet den Raum.

Die heutige Eingangstür vom Kirchenschiff her wurde im Zuge der Renovierung 2001 eingebaut. Das schulterbogige Steingewände und das Rokoko-Türblatt dienten früher als Seiteneingang der Kirche (s. Nische an der NordDie Annakapelle wurde im Zuge wand des Langhauses) der Reformen unter Josef II aufgehoben. In der Folge zog man eine Zwischendecke ein und brachte im unteren Stock das Beichthaus und im oberen Stock das Oratorium der Marktbürger (mit Fenster zum Altarraum hin) unter. Die zahlreichen Anna-Darstellungen – auch von den prominentesten Künstlern dieser Zeit wie Leonardo da Vinci, Lucas Cranach, Albrecht Dürer, uvm. – spiegelt die Popularität der Heiligen wider.

1481 wurde Anna durch Papst Sixtus IV in den römischen Kalender aufgenommen.

Im Jahr 1977 wurde der ursprüngliche Bauzustand wieder hergestellt und die Sakristei untergebracht, die sich bis dahin im untersten Turmgeschoß befand.

Papst Gregor XIII legte 1584 den Gedenktag auf den 26. Juli fest.

Im Zuge der Außenrenovierung in den Jahren 1981/82 wurde an der östlichen Außenwand ein Fresko


Der Kirchturm im Wandel der Zeit

Eine weithin leuchtende Zierde So beschreibt Josef Mayr in der Geschichte des Marktes Mauthausen den Mauthausener Kirchturm. In der Tat: Der Kirchturm von Mauthausen schaut weit ins Land, ist weit und breit einer der größten und schönsten. Seine wechselvolle Geschichte beginnt im 12. Jahrhundert, wo bereits an der Stelle des heutigen Turms ein romanischer Turm errichtet wurde. Dieser war vermutlich ursprünglich freistehend, also nicht direkt an den Kirchenraum angebaut. Die Fundamente, die bei der Renovierung 1982 zu Tage traten, legen diese Vermutung nahe. Der Baukörper dieses Turmes ist Teil des heutigen und zwar ungefähr bis zum ersten Gesimse. Der Turm hatte - wie auf zeitgenössischen Stichen ersichtlich - ein so genanntes Zelt- oder Keildach (im Mauthausener Volksmund „Zwickelturm“). Der Kupferstich von Merian (1649) zeigt ihn sogar mit einer Turmuhr. (1)

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Durch die Glockenschenkung des Christoph Vorster (Elferglocke, Zwölferglocke, große „Türkenglocke“) wurde im Jahr 1689 der Ausbau des Turmes nötig. Der Turm wurde dabei um die (heutige) Glockenstube erhöht und barockisiert (Kuppeldach mit Laterne, barocke Fensterverzierungen etc.). In der Folge erhielt der Turm 1704 eine „eiserne Turmuhr“ (Pfenneberger) mit rundem Zifferblatt (2). Am 29. Juni 1778 wurde das Turmdach durch Blitzschlag zerstört („bis auf die Plöcherne Latern in die Asche gelegt“) und ist im September 1779 „von Neuem hergestellt worden“. 1857 wurde das Turmdach neu gedeckt.

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Franz Pfenneberger Uhrmachermeister und Mesner zu Mauthausen, der sich mit großer Umsicht um die Pfarrkirche kümmerte. Er betreute die Kirchturmuhr und ihm war es zu verdanken, dass die Pfarrkirche im ersten Weltkrieg nicht ihrer wertvollen Glocken beraubt wurde. (Siehe Seite 14 und 15!) Pfennebergers Aufzeichnungen über die Kirche liegen teilweise diesem Artikel zu Grunde. Seine Frau Amalia Pfenneberger übte das Mesneramt bis Anfang der 80er Jahre aus. Ihre Schwester, Frau Luise Teply setzte diese Tätigkeit bis Mitte der 90er Jahre fort.

Ende des 19. Jahrhunderts war das Turmdach in einem so schlechten Zustand, dass man sich über die Sanierung Gedanken machen musste. Um die Frage Wiederherstellung des alten, barocken Daches oder Bau eines neuen, neugotischen wurde heftig gerungen. Man entschied sich für die zeitgemäße Variante, nach Plänen des Dombauleiters Matthäus Schlager (3). 1901 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Am 16. August 1901 war der Dachstuhl fertig, am 31. August fand um ½ 3 Uhr Nachmittag die feierliche Kreuzweihe durch Prälat Josef Sailer anschließend die „Kreuzstekung“ statt. 3 1902 wurde eine neue Turmuhr aus der Werkstatt von Richard Liebing von Franz Pfenneberger „aufmontiert und in Gang gesetzt“. Das Turmdach war mit Kupferblech gedeckt, welches 1916 für 2 Kriegszwecke abgeliefert werden musste. Es wurde durch verzinktes Eisenblech ersetzt, das bald rostig wurde. Eine Renovierung gab es u. 1 a. im Jahr 1953. 1967 wurde das Dach neu mit Kupfer eingedeckt. (1.562 kg. Kupfer wurden verbraucht). Dabei wurden die ursprünglichen Gaupen (4) wohl aus Kostengründen leider nicht mehr wieder hergestellt. 1980 wurde der Turm renoviert, die Turmuhr wurde im Jahr 1992 durch eine 1901/02 12. Jh 1689 elektronische ersetzt.

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Ein bemerkenswertes Kruzifix Die Pfarrkirche St. Nikolaus besitzt ein überaus bemerkenswertes Kruzifix aus der Zeit um 1510/20. „Das lebensgroße Kruzifix gehört zusammen mit dem 1478 datierten Melker Kreuz und den Kruzifixen in Kefermarkt und Weißenkirchen zu einer einheitlichen Gruppe. Als unmittelbare Vorbilder sind Nikolaus Gerhaerts Kreuze am Nördlinger Hochaltar (1462) und in BadenBaden (1467) sowie der Stich L31 des Meisters E. S. zu nennen, deren asketischem Typus der Melker Gekreuzigte am weitestgehenden folgt. Der schlanke, abgehärmte Kopftypus Christi und der Faltenstil des zerknittert wegflatternden Lendentuchs gleichen aber andererseits den vom Hauptmeister geschaffenen Teilen des Kefermarkter Altars. Noch enger ist das Mauthausener Kruzifix der Kunst Martin Kriechbaums verbunden: Das stöhnende, im Augenblick zwischen letzter Anspannung und lebenlosem Erschlaffen festgehaltene Antlitz entspricht ebenso wie die sensualistische Körpermodellierung aufs engste dem Klosterneuburger Grabchristus von 1498.“ Dr. Lothar Schultes, „Das Mühlviertel. Natur Kultur Leben“ Katalog zur Landesausstellung 1988, S 240

Es gehört - neben dem Eggenfelder'-schen Weihwasserbekken bzw. dem Memento-Mortis-Stein - zu den ältesten Kunstobjekten der Kirche. Ursprünglich war aus: Stepan, Eduard: Unteres Mühlviertel. es als Friedhofs1. Band: Bau- und Kunstdenkmale Wien 1930 kreuz an der Außenseite der Kirche an der Stelle des mittleren Apsisfensters angebracht . Hier befand sich zwischen den beiden Strebepfeilern eine Steinnische zur Aufbewahrung der Knochen des Friedhofs. Darüber war das Kreuz vor einem Hintergrundgemälde im NazarenerStil angebracht, von einem Holzvorbau mit Glasfront geschützt. Nachdem erkannt wurde, um welch kostbaren Kunsgegenstand es sich bei diesem Kruzifix handelt, wurde es in den 70er Jahren zum Schutz gegen Diebstahl und vor Witterungseinflüssen in die Kirche übertragen. Bei der Landesaustellung 1988 „Das Mühlviertel. Natur - Kultur Leben“ auf Schloss Weinberg war das Kreuz Leihgabe. Im Zuge des- Foto Georg Atzlesberger sen wurde es auf Kosten des Bundesdenkmal-am-tes gründlich unter-sucht und restauriert. Von den sieben Farbfassungen (Farbschichten) war die fünfte aus dem 19. Jahrhundert am besten erhalten. Diese wurde freigelegt und restauriert.

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Barock - katholische Propagandakunst Die bisherigen Folgen dieser Artikelserie haben sich im Wesentlichen dem Mittelalter gewidmet. Dieses fand seinen künstlerischen Ausdruck in der Romanik (Vorgängerbau unserer Kirche) und der Gotik. In diesem Stil wurde das heutige Kirchengebäude errichtet. Nur wenige Kunstgegenstände aus dieser Zeit sind erhalten: Kruzifix 1520, Eggenfelder-Weihwasserbecken 1532. Die anschließende Kunstepoche der Renaissance ist an dem Gotteshaus spurlos vorübergegangen. Das Zeitalter des Barock* allerdings brachte eine Veränderung des Erscheinungsbildes der Kirche, wie sie revolutionärer gar nicht hätte sein können. War die mittelalterliche Religiosität von sehr mystischer, inniger Frömmigkeit geprägt, was sich natürlich in der romanisch/gotischen Kunst niederschlug, so war die Kunst des Barock von unbändiger Lebensfreude erfüllt. „Die Menschen des Barock führten ein Leben im Kontrast. Sie waren aufgrund von Katastrophen und Kriegen tief durchdrungen vom Bewusstsein der Vergänglichkeit. Weil sie aber an das Unvergängliche glaubten, entwickelten sie gleichzeitig eine hohe Fähigkeit zur Lebensbejahung, die in Fest und Feier, Kunst und Gottesdienst ihren Ausdruck fand.“ (Rudolf Zinnhobler) Gewissermaßen suchte man in der barocken Prachtentfaltung den Himmel zu schauen. Mithilfe barocker Architektur, bildender Kunst und Musik entstand ein Gesamtkunstwerk, Liturgie, die den Himmel auf die Erde holte, konnte gefeiert werden. Anfang des 16. Jahrhunderts nahm die Reformation ihren Anfang und löste in der katholischen Kirche eine Erneuerung, die Gegenreformation aus. Diese fand ihren Ausdruck in der Kunst des Barock, mit der die katholische Kirche ein neues „Erscheinungsbild“ erhielt. Die Kunst diente daher unter anderem auch als eine Art „Propaganda“ für den erneuerten Katholizismus. Das Barock fand in der Pfarrkirche Mauthausen reichen Niederschlag. Es wurde im wahrsten Sinn des Wortes eine neue Zeit eingeläutet. Eine einschneidende Veränderung war die Entfernung der gotischen Farbver*) “BAROCK" von portugies. "barroca" oder ital. "barocco" (schiefrund, glasung derabFenster, damit Tageslicht in den Raum eigenartig) in Anklang an die so genannte pérola barroca (unregelmäßig geformte Perle). dringen und so der Glanz der barocken Ausstattung zur Wirkung kommen konnte. Die ursprünglich gotischen Spitzbögen wurden zu Rundbögen umgestaltet, die drei Apsisfenster wurden zugemauert, um beim Betrachten des Hochaltarbildes nicht vom Gegenlicht geblendet zu sein, gotische Einrichtungsgegenstände wurden entfernt.

Veränderungen/Anschaffungen in der Barockzeit 1630 Wandlungsglocke, 1630 von Hans Lang (Steyr) 1671 Errichtung des (heutigen?) Hochaltars vermutlich mit Altarbild „Glorie des Hl. Nikolaus“, eines der heutigen Wechselbilder Seitenaltäre wurden „repariert“ 1688 Große Glocke („Türkenglocke“) von Melchior Schorer 1689 Aufstockung und Barockisierung des Turms (Zwiebelhelm) 1692 Zwölferglocke, 1692 von M. Schorer Elferglocke, 1692 von M. Schorer 17. Jh Fresken an den beiden Mittelsäulen 1703 Anschaffung einer neuen Kanzel 1708 Neugestaltung des Hochaltars (im Kern wohl aus 1671) 1710 Bau der ersten Orgel (Franz Frosch aus Landau in Niederbayern) Anf. 18. Jh Statue Judas Thaddäus 1733 Seitenaltäre „neu gefasst“, vermutlich Neuschaffung der Bilder Um 1750 Ratsherrnstühle Umgestaltung oder Neuanschaffung der (heutigen) Kanzel Mitte 18. Jh Türblatt Südportal und ehem. Nordportal (heute: Sakristei) 1770 (heutige) Kirchenbänke 1770/74 Statuen: Hl. Florian, Hl. Donatus, Hl. Sebastian, Hl. Maria (Immaculata, verschollen auf einem Foto aus 1938 noch vorhanden) 1774 Seitenaltäre „abgeändert“ 1796 Hochaltarbilder: Die Verkündigung Mariens (sign. „M. J. Schmidt f. 1796“) Die Geburt Christi (sign. „M. J. Schmidt f. A. 1796“) Die Auferstehung Christi (von M. J. Schmidt, 1796) 1797 Hochaltarbilder Das Letzte Abendmahl (sign. „M. J. Schmidt f. 1797“) Christus am Kreuz mit Maria Magdalena (vermutlich aus der Werkstatt von M. J. Schmidt) 1802 Hochaltarbild Maria Himmelfahrt (bez. Anton Hitzent(h)aler 1802)

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Die erste Spur der Barockisierung in der Pfarrkirche St. Nikolaus findet sich im Turm. Hier befindet sich die Wandlungsglocke aus dem Jahr 1630. Sie trägt die Inschrift: „In honorem Sanctissime Trinitatis * - Anno 1639 … Aus dem Feuer bin ich geflossen, Hanns Lang zu Steier hat mich gegossen“ (* Zu Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit.) Forscht man weiter, so stößt man im Kircheninnenraum an den Mittelsäulen auf Malereien aus dem 17. Jh., welche Engel mit Weinranken darstellen. Möglicherweise waren diese Malereien teil der 1671 stattgefundenen Renovierung der Kirche: „1671 ist die St. Nikolauskirche innen repariert und der Hauptaltar ganz neu erbaut, die Seitenaltäre aber sind nur repariert worden.“ (Wimmer S. 106) Man darf wohl davon ausgehen, dass der heutige Hochaltar auf dieses Jahr 1671 zurück geht und ursprünglich als (einziges) Altarbild die „Glorie des Hl. Nikolaus“ enthielt, welches heute Teil des achtteiligen Wechselbilderzyklus ist. Im Lauf der Zeit wurde der Hochaltar immer wieder restauriert bzw. umgebaut (so z. B. im Jahr 1708), sodass wir heute nicht mehr seine ursprüngliche Gestalt vorfinden.

Pfarrkirche St. Nikolaus in barockem Erscheinungsbild Foto um 1900

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Eine mächtige Barockisierungswelle erfolgte, als die Kirche durch den gebürtigen Mauthausener Christoph Vorster mit drei neuen Glokken beschenkt wurde. Vorster war kaiserlicher Rat, Ober-Feldproviantadministrator und Ober-Kriegskommissär und hatte an fünf Feldzügen unter Prinz Eugen teilgenommen. Als Dank für die abgewendete Bedrohung durch die Türken stiftete Vorster seiner Heimatgemeinde ein neues Geläut – gegossen aus erbeuteten türkischen Kanonen (1688 - 92). Diese Schenkung war der Grund für die 1689 erfolgte Aufstockung des Turmes um eine neue Glockenstube, wodurch das äußere Erscheinungsbild der Kirche im Stil der Zeit einschneidend verändert wurde, bekam doch der Turm dadurch einen barocken Zwiebelhelm. (s. Foto). Im letzten Drittel des 17. Jh wurden auch die bestehenden gotischen Fensteröffnungen des Kirchenschiffs rundbogig verputzt, die ursprünglich farbige Verglasung entfernt und die drei Apsisfenster überhaupt vermauert um Gegenlicht zu vermeiden und die Altäre mit ihren Bildern in den Blick zu rücken. Die durch die gotische Farbverglasung ursprünglich sehr dunkle, verinnerlichte, mystische Atmosphäre des Kirchenraumes wich einem lichtdurchfluteten Raum, der die geradezu ausgelassene Lebensfreude des Barock zur Wirkung bringen konnte. Man holte gewissermaßen die Freuden des Himmels ins irdische Dasein, oder anders ausgedrückt: Der Kirchenraum war ein Vorgeschmack auf den Himmel.


Ein großartiges historisches Geläute, dem leider die Klangkrone fehlt Dass in der Nikolauskirche zu Mauthausen dieses Geläute erhalten ist und nicht zur Gänze dem ersten Weltkrieg zum Opfer gefallen ist, ist dem damaligen Mesner Franz Pfenneberger (siehe Seite 11) zu verdanken. Heute erhaltenes Geläute: 1. Große Glocke oder Türkenglocke, gegossen 1688 aus türkischen Kanonen von Melchior Schorer in Linz, geweiht den hll. Florian, Sebastian und Nikolaus. (1120 kg)

Musik aus dem Turm

2. Elferglocke, 1692 von M. Schorer, geweiht den hll. Maria, Christophorus und Anna. (605 kg) 3. Zwölferglocke, 1692 von M. Schorer, geweiht dem hl. Johannes dem Täufer sowie den hll. Maria und Barbara. (362 kg) 4. Wandlungsglocke, 1630 von Hans Lang in Steyr, geweiht der Hl. Dreifaltigkeit. (174 kg)

Im ersten Weltkrieg wurden zerstört: 5. Sterbeglocke, gegossen 1734 von Silvius Creuz, geweiht den hll. Josef und Barbara (87,5 kg) 6. Speisglocke, gegossen 1431 (?), Inschrift „ave maria gracia plena dominus tecum“ („Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir“) (55,5 kg) 1. – 3. wurden von Christoph Vorster der Kirche gestiftet. 5. und 6. wären die Klangkrone unseres Geläutes.

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Ein Wechselbilder-Altar, der seinesgleichen sucht Heute sind nur noch sehr wenige Wechselbilderaltäre erhalten. Der Mauthausener Wechselbilder-Altar kann als der bedeutendste seiner Art in Österreich bezeichnet werden. Das (vermutlich) ursprüngliche Altarbild, welches sich heute an der Nordwand des Presbyteriums befindet, zeigt den Patron der Kirche: 1. Die Glorie des hl. Nikolaus (unbekannter Meister, vermutlich um 1670)

Die vier kostbarsten Altarblätter des Wechselbilderzyklus der Pfarrkirche Mauthausen stammen vom wohl populärsten österreichischen Barockmaler Martin Johann Schmidt „Kremser Schmidt” (1718-1801): 2. Verkündigung Mariens (M. J. Schmidt, 1796) 3. Geburt Christi (M. J. Schmidt, 1796) 4. Auferstehung Christi (M. J. Schmidt, 1796) 5. Letztes Abendmahl (M. J. Schmidt, 1797) Man beachte, dass der Künstler diese Bilder im Alter von 78/79 Jahren geschaffen hat! Im Stift St. Florian sind Vorzeichnungen, die die Entstehung dieses außergewöhnlichen Bilderzyklus dokumentieren, erhalten. Vermutlich hat Martin Johann Schmidt bzw. seine Werkstatt das Nikolaus-Bild restauriert bzw. dem Zyklus angepasst.

Große Kunst zum „Freundschaftspreis Martin Johann Schmidt in einem Brief an den Pfarrer Pfisterer:

Martin Johann Schmidt Selbstporträt. Gemälde, um 1760

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"Ich habe noch eine Bitt, niemand zu sagen, das ich solche Bilder so wolfail gemacht habe, damit es Kinftig mir nicht schändlich sein möchte, dann ich mach sonst keines von diesen großen unter 100fl weilen aber von dem Löbl. Stift S. Florian schon manigen Verdienst gehabt, so habe auch da wollen etwas nachsehen".

In der Folgezeit wurde die Reihe mit drei Bildern ergänzt: 6. Christus am Kreuz mit Maria Magdalena (aus der Werkstatt von M. J. Schmidt??) 7. Maria Himmelfahrt (Anton Hitzenthaler d. Ältere 1802) 8. Das Pfingstwunder (Josef W. Meuth, 1845)


Immer wieder Veränderungen

Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1938. Auf den ersten Blick hat es nicht den Anschein, also ob es große Veränderungen gegeben hätte. Wagen wir einen zweiten Blick und wir werden viele größere und kleinere Veränderungen entdekken! Die Marienstatue vermutlich um 1770 ist auf einem Foto, das einige Jahre später entstanden ist, nicht mehr zu finden. Es wurde durch jene ersetzt, die heute in der Nische der Nordwand zu sehen ist. Wo die barocke Statue geblieben ist lässt sich derzeit nicht klären.

Wichtigste Veränderungen seit dem Konzil unmittelbar nach dem II. Vat. Konzil (1962-65) s Entfernung des Speisgitters s Anschaffung eines provisorischen Ambos und Volksaltars (Das Provisorium hat immerhin bis 2002 gehalten!) s Vermutlich Neuausmalung (Übermalung d. Sterne im Presbyterium) Renovierung 1970er und 1980er Jahre s Turmrenovierung, Außenrenovierung s Verlegung der Sakristei in die Annakapelle s Gründliche Innensanierung mit Aufgrabung des Bodens, Neuausmalung der Wände s Entfernung der Altäre, der Kanzel, der Kreuzwegbilder s Öffnung der Fenster im Altarraum – Verglasung mit Fenstern von Lydia Roppolt s Restaurierung der Kirchenbänke und der Ratsherrnstühle

Das Gewölbe im Altarraum war damals mit Sternen geschmückt, den Altarraum trennte ein „Chorschranken“ („Speisgitter“) vom Raum des Kirchenvolks. Es gibt noch keinen Volksaltar, kein Ambo. Die Fenster hinter dem Hochaltar sind zugemauert, der linke Seitenaltar ist mit einer Marienstatue geschmückt (es dürfte Mai gewesen sein). Am rechten Seitenaltar steht ein Herz-Jesu-Bild. Altäre und Kanzel sind noch in der alten Fassung (grünmarmoriert): Die Statuen des Hl. Florian und des Hl. Donatus sind am Fronbogen angebracht, die Bankblöcke noch dreiteilig. „Ecclesia semper reformanda”

In der Folge s Restaurierung und Wiederaufstellung Von Hochaltar und Seitenaltären und nach und nach der Statuen. s Restaurierung der Kreuzwegbilder. Diese werden zentral aufgehängt. s Restaurierung der Orgel (erbaut 1897 von Josef Mauracher) Ins neue Jahrtausend s 2000 mit einer neuen Orgel (Rieger Orgelbau) s 2002 mit der Umgestaltung der Inneneinrichtung

s Versetzung der Altarraumstufen, damit die liturgischen Orte mehr ins Zentrum rücken s s

s s

können. Neuaufteilung der Bänke in 2 Blöcke um bessere Sichtverhältnisse zu schaffen. Künstlerische Gestaltung von Altar, Ambo und Sedes als schlichten Kontrapunkt zum überschwänglichen Barock durch die Künstlerin Katarina Matiasek. Von ihr auch die „Lichtstiege“ als Erinnerung und Gegenpol zur Todesstiege in Verbindung zum Mementomori-Stein des Hanns Egkenfellder (16. Jh.) Wiederaufhängung der Kanzel, allerdings höher, damit mehr Raum zur Verfügung steht. Versetzung des nördlichen Eingangs um einen behindertengerechten Zugang zu schaffen.

Anmerkung: Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Neuerungen hätten eine genauere Beschreibung verdient. Dies war dem Autor in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich.

So sieht das zweite Vatikanische Konzil die Kirche: „Die Kirche muss sich immer reformieren“. Dies gilt für die Kirche als Gemeinschaft ebenso wie für die Kirche aus Steinen, die ja gewissermaßen die Praxis der Kirche sichtbar macht. Hier wie dort wirbeln Veränderungen Staub auf. So darf zum Abschluss noch einmal die Überschrift des 1. Kapitels zitiert werden: „Die sichtbare Kirche ist ein Symbol für die unsichtbare Kirche“

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Quellenverzeichnis Literaturverzeichnis Amt der oö. Landesregierung, Abt. Kultur (Hg.), Das Mühlviertel. Natur. Kultur. Leben, Katalog und Beiträge, Linz 1988. Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmale Mauthausen (Hg.), Denkmale Donaumarkt Mauthausen, Mauthausen 2000. Bundesdenkmalamt, Kunstgutinventar der Pfarre Mauthausen. Chronik der Pfarre Mauthausen, Band I–IV. Dehio-Handbuch, Oberösterreich Bd. 1, Mühlviertel, Horn-Wien 2003. Rupert Feuchtmüller, Der Kremser Schmidt. 1718–1801, Innsbruck / Wien 1989. Alfred Hochedlinger, Pfarrkirche zum hl. Nikolaus in Mauthausen, Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 394, Salzburg 2003 Kurt Lettner, Kirchenführer Mauthausen, Mauthausen o. J. „Liber vitae. Das Buch des ewigen Lebens“ – 1690–1774, Stiftsarchiv St. Florian. Franz Linninger, Reichsgottesarbeit in der Heimat. Aus der Geschichte der Florianerpfarren, St. Florian 1954. Marktgemeinde Mauthausen (Hg.), Heimatbuch Mauthausen, Mauthausen 1985. Josef Mayr, Geschichte des Marktes Mauthausen, Mauthausen 1908. – Pfarrnachrichten der Pfarre Mauthausen, 1968–2002. Aufschreibungen des Mesners Franz Pfenneberger (1900–1936) Eduard Stepan (Hg.), Unteres Mühlviertel. 1. Band: Bau- und Kunstdenkmale, Wien 1930. Lothar Schultes, Mauthausen, in: Gotikschätze, Ausstellungskatalog, Linz 2002. Benno Ulm, Das Mühlviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen, Salzburg 1976. Joseph Wimmer, Skizzen zur Geschichte Mauthausens aus den alten Schriften und Urkunden, 1834.

Der Autor dankt folgenden Personen für Beratung und Hilfestellung: Georg Atzlesberger (St. Florian), Dr. Bernd Euler (Linz), Pfarrer Mag. Hans Fürst, Dipl.-Ing. Günther Kleinhanns (Linz), Dr. Ulrike Knall (Wien), Hans Panhofer, Marie Luise Raffetseder, Dr. Lothar Schultes (Linz), Techn. Rat Josef Stummer, Dr. Elisabeth Vavra (Krems), Mag. Reinhard Weidl (Salzburg), Dr. Franz Kogler (Linz), Dr. Franz Hubmann (Linz), MMMag. Hubert Nitsch (Linz). Fotomaterial: Archiv der Pfarre Mauthausen, Hans Maly, Gisi und Peter Aichinger, Alfred Hochedlinger Privatarchiv. Herzlicher Dank für das Zurverfügungstellen der Fotos!

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Fotos Hans Maly

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