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Klappspate 1.2009 | 3. Stufe | 

3. Stufe – PS3

Warum nicht einmal ein Raid? Du hat schon einige Male vom Raid oder dem 15-Stunden-Raid gehört? Du möchtest diese typische Drittstufenaktivität mit deiner Equipe umsetzen, weisst aber nicht genau wie? Das PS3 hilft. Matthias Hügli v/o Elster Ziele Der Raid soll den Pios emotionale Begegnungen besonderer Art mit Menschen, Berufen oder Instituten ermöglichen. Dabei ist es wichtig, dass die DrittstüfelerInnen ihren eigenen Interessen nachgehen. Der Raid soll eine Horizonterweiterung für deine Pios sein. Neben dem aktiven Erleben eines Betriebes oder dem Kennenlernen einer faszinierenden Persönlichkeit, ist die persönliche Begegnung mit einem Equipenmitglied ebenfalls wichtig. Der zu besichtigende Betrieb oder der Ort, an dem man die faszinierende Persönlichkeit trifft, sollte sich im Umkreis von ca. 15 km von eurem Standort befinden. So können die Pios ihr Ziel zu Fuss erreichen. Während der Wanderung sollen sich die Pios mit sich selbst aber auch mit ihrem Gegenüber auseinander setzen; Am besten gebt ihr den Zweiergruppen mögliche Gesprächsthemen mit auf den Weg. Der Raid besteht aus vier Teilen: Vorbereitung, Weg, Begegnung und Austausch. Die Vorbereitung Wahrscheinlich kennen die DrittstüfelerInnen die Idee des Raids noch nicht. Rechnet deshalb genügend Zeit für die Vorbereitung ein. Erklärt ihnen die Ziele genau und liefert ihnen bereits einige Beispiele von möglichen Begegnungen. Sinnvoll ist es, wenn ihr mit der Vorbereitung bereits einige Tage vor dem Raid beginnt. So bleibt den DrittstüfelerInnen genügend Zeit, um die verantwortlichen Personen zu kontaktieren und interessante Fragen zu entwickeln.

BEISPIELBOX: Ein Raid sorgt auf jeden Fall für spannende Begegnungen und für Gespräche, die unter die Haut gehen. Beispiele von besonderen Begegnungen: Hinter die Kulissen schauen im Zoo, bei einer Glasbläserei, Uhrmacherei, Zuckermühle, Präventionsstelle oder einem Radio-, Fernsehsender etc. Gespräche führen mit altem Ehepaar, PolitikerIn, UnternehmerIn, ModeratorIn, UAP (Uralt-PfaderIn), SängerIn, Flüchtling, Detektiv, Frauenrechtlerin.

Vorbereitung in gemütlichem Umfeld.

Ablauf der Vorbereitung in zwei Phasen: 1. Phase – Raid-Idee erklären. Vorgehensweise und Zeitplan vorstellen – Zweiergruppen bilden (wenn möglich jeweils zwei, die sich noch nicht gut kennen) – Ideen für die Begegnung sammeln 2. Phase – Adressen, Telefonnummern heraussuchen, telefonieren, organisieren – Begegnung planen – Zeitplan und Wanderroute festlegen – Thema für den Weg festlegen (erleichtert den Einstieg ins Gespräch) – Packliste schreiben Der Weg Die DrittstüfelerInnen sollen sich wenn möglich am Morgen sehr früh auf die Wanderung machen. Sie stehen jedoch selbstständig auf und bestimmen den genauen Zeitpunkt selber. Tipp: Der Weg sollte auf keinen Fall zu kurz eingeplant werden. Die Begegnung Die Begegnung ist der eigentliche Höhepunkt des Raids. Um sich auch noch Jahre später an die Begegnung erinnern zu können, sind Fotos klasse: Fotoapparat nicht vergessen! Der Austausch Viele Pios haben das Bedürfnis, dem Rest der Equipe mitteilen zu können, was sie erlebt haben. Achtet deshalb darauf, dass ihr nach der Begegnung genügend Zeit für den Austausch einplant. ı

Klappspate 1/2009  

Die Leiterzeitschrift der Pfadi Aargau - Ausgabe 1/2009

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