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auf den punkt

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Group

auf den punkt Das KWT-Magazin für Mitarbeiter und Kunden

Sascha Heyer – Leidenschaft ist der Schlüssel zum Erfolg! Horizontalsonden – Die Wärmequelle für den ländlichen Raum Mit gutem Beispiel voran – Die Gemeinde Worb nutzt KWT-Solarstrom Vitotop – Intelligenter statt härter Arbeiten


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Editorial Liebe LeserInnen, Max Egger

Ich freue mich, Ihnen die neueste Ausgabe unseres Magazins überreichen zu dürfen. Hervorstreichen möchten wir in dieser Ausgabe vor allem unsere neuen Produkte. So haben wir im vergangenen Jahr eine Standardwärmepumpe ent wickelt und damit die Lücke zwischen den Maschinen kleiner Leistung und unseren Eigenbauten geschlossen. Mit der neuen Vitocal 300-G Pro-Baureihe steht Ihnen ein überzeugendes Gerät mit folgenden Merkmalen zur Verfügung: • extrem leise • bis 250 kW Heizleistung als Einzelgerät, bis 1000 kW als Kaskade einsetzbar • fix-fertige Planungsunterlagen verfügbar inkl. allen Zubehörteilen • preislich sehr attraktiv Die Maschine setzt in Bezug auf Effizienz und Leistungsvermögen neue Massstäbe. Um diese Werte dreht sich auch alles bei Sascha Heyer, dem international erfolgreichen Beachvolleyballer. Als wir uns, bedingt durch sein privates Bauvorhaben, kennenlernten, waren wir uns schnell einig, dass wir Sascha als Botschafter für die neue Vitocal 300-G Pro-Baureihe einsetzen möchten. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Ihm und wünschen Ihm und seinem Partner Sébastien Chevallier auf der Tour alles Gute. Und wir sind stolz, als Partner mit dabei zu sein.

Impressum Redaktionsteam

Zurückkommend auf die Produkte: KWT verfügt über das mit Abstand breiteste Produktportfolio im BW- und WWBereich. So können wir Ihnen folgendes Spektrum anbieten: Standardgeräte der Reihe Vitocal 300-G Pro von 6–250 kW bis max. 60°C, Standardgeräte der Reihe CMH1 (erweiterte Regulierung) von 27–350 kW bis 55°C, Standardgeräte der Reihe CMH2 (erweiterte Regulierung) von 18–230 kW bis 70°C, individuell gefertigte Maschinen von 1–2000 kW

Beatrice Balmer Corinne Gfeller Erich Hirsig Benjamin Knöpfel René Steiner Oliver Zwahlen Roger Dell’Ava

Kontakt

Lassen Sie sich von unseren technischen Beratern über die einzelnen Produkte informieren und erleben Sie, wie einfach die Planung mit unseren Instrumenten ist.

KWT Kälte-Wärmetechnik AG Redaktionsteam Rütimoosstrasse 5

Ich wünsche Ihnen, werte Leserinnen und Leser, einen schönen Sommer.

3076 Worb SBB Telefon 031 818 16 16

Daniel Trüssel

redaktion@kwt.ch

Gestaltung und Druck AST & FISCHER AG 3084 Wabern www.ast-fischer.ch

neutral Drucksache No. 01-11-256568 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership


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Inhalt 4

Kundenporträt

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Produkte

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Lehrlinge

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Personal

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Arbeitssicherheit

Kundenporträt Sascha Heyer

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Referenz Inselspital Bern

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Produkte Horizontalsonden Vitocal 300-G Pro KWTherm CMH

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Lehrlinge Lehrlingsprojekt Umbau Tennishalle Belp

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Mit gutem Beispiel voran Solarstrom

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Personal Werksbesichtigung Viessmann Allendorf Mitarbeiterporträt Sacha Zurflüh

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Infrastruktur Vitotop

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Arbeitssicherheit Elektro-Anschlussbewilligung

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Verschiedenes Dienstjubiläen Wichtige Termine Monitor Photovoltaikanlage KWT erhält Worber Wirtschaftspreis

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Kundenporträt

«Leidenschaft ist der Schlüssel zum Erfolg!» Spitzenleistungen zu erbringen ist für Sascha Heyer tägliches Brot. Seit 17 Jahren ist der ­Zweimeter-­Hüne aus Frauenfeld als Profi auf der Beachvolleyball World Tour unterwegs. Europa­ meisterschafts-Gold, WM-Silber und unzählige Schweizermeisterehrungen gehören zum Palmares des 38-jährigen Zürcher ETH-Ingenieurs. Für den Bau seines Eigenheims hat Sascha Heyer die KWT als Partnerin gewählt. Im persönlichen Interview verrät er uns, worin er seinen Schlüssel zum Erfolg sieht, was ­lösungsorientiertes Handeln für ihn bedeutet, warum er sich für eine Sole/Wasser-Wärmepumpen­lösung entschieden hat und was die nächsten Monate auf ihn wartet.

Redaktion: «Sascha Heyer, als Profi trainierst du täglich. Du hast eine Familie mit zwei Kindern (Saro, 4 und Nila, 1), betreust als Projektleiter die Sportmannschaft «Bschüssig Pro Team», machst regelmässig Mental-Workshops in Unternehmen und kümmerst dich um das gesamte Sponsoring und die Medienarbeit deines Teams mit Sébastien Chevallier. Nun baust du in Frauenfeld auch noch dein Traumhaus. Woher nimmst du die Energie dazu?» Sascha Heyer: «Das Elixier ist Leidenschaft, die Passion für deine Aufgabe im Leben. Ohne diese ­Leidenschaft für den Sport und Spitzenleistungen

Das Haus der Heyers an wunderschöner Lage

wären mir die Entbehrungen, welche das Leben als Sportler mit sich bringt, zu gross. Meine Familie muss oft auf mich und ich auf sie verzichten. Dein Körper wird durch die Strapazen in Training, Wettkampf und Reise ausgereizt. Und trotzdem ist der Reiz enorm gross, erfolgreich zu sein, gewinnen zu wollen und der Beste zu sein. Um diese Passion leben zu können, brauche ich aber klar definierte Fenster, um mich auf die jeweiligen Anforderungen einstellen zu können. Da gehören bewusst auch Fenster für meine Familie dazu, wo ich mich ihnen uneingeschränkt widme und dabei die nötige Energie tanke, um in jedem Training und bei jedem Wettkampf wieder den optimalen Leistungszustand zu erreichen.» Redaktion: «Sascha, es wird gesagt, du seist ein Perfektionist. Ständig auf der Suche nach der optimalen Lösung für eine Herausforderung. Ist das dein Schlüssel zum Erfolg?» Sascha Heyer: «Neben der Leidenschaft für dein Tun ist lösungsorientiertes Handeln die Basis für Erfolg in jeder Beziehung. Das ist nicht nur im Lei-


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stungssport so. Perfektionismus kann dabei aber auch hemmend sein. Das wichtigste scheint mir, sich regelmässig zu hinterfragen, Problembereiche zu eruieren und Lösungen zu suchen. Immer mit der Bereitschaft, selber und von anderen zu lernen. Das ist im Sport nicht anders als in der Geschäftswelt.» Redaktion: «Du bist nun 17 Jahre als Spieler auf der FIVB World Tour unterwegs. Bist du nicht müde, dich ständig zu fordern und beweisen zu müssen?» Sascha Heyer: «Mir ist nicht richtig bewusst, dass ich schon so lange auf der Tour unterwegs bin. Und das ist ein gutes Zeichen. Mir wird es nicht langweilig dabei, weil ich eben genau diese Herausforderung immer wieder neu suche. Aber es ist schon so, dass die langen Jahre an Körper und Geist zehren. Für mich stehen nach Peking 2008 mit meinem jungen, neuen Partner Sébastien Chevallier noch einmal Olympische Spiele im Fokus. Der Olympiaqualifikationsweg für London 2012 in den kommenden Monaten wird noch einmal hart und steinig. Danach ist definitiv Schluss mit Leistungssport.» Redaktion: «Beachvolleyball wird als vergleichsweise junge Spielsportart weitläufig mit den Attributen jung, athletisch, frisch, sexy oder den Begriffen Lifestyle und Party in Bezug gebracht. Es wird nur selten von knallhartem Leistungssport gesprochen. Stört dich das?» Sascha Heyer: «Im Gegenteil – die meisten Leute wissen, dass die heutigen Leistungen unter den Top 50 der Welt nur durch knallhartes Training erreicht werden. Alle, welche im Sommer am Strand schon mal durch Sand gegangen sind, wissen, was es heisst, sich in diesem Element schnell zu bewegen und hoch zu springen. Mit einem entsprechenden Leistungsausweis und Medaillen an grossen Wettkämpfen wie EM, WM und OS haben die Schweizer BeachvolleyballerInnen in den letzten 15 Jahren aufgezeigt, dass wir zur Elite des Sports gehören. Um den Sport aber neben Fussball, Formel 1, Tennis, Ski, Eishockey usw. medial vermarkten zu können, brauchen wir diesen Ansatz von Sexyness, Party und Lifestyle. Mit seinem unvergleichlichen Eventcharakter hat der Beachvolleyballsport damit alles, was es braucht.» Redaktion: «Als Beachvolleyball-Team seid ihr ein Mini-KMU – ist der grosse Aufwand, welchen du als

kleines Unternehmen im Marketing betreibst, eine Belastung?» Sascha Heyer: «Die Antwort ist einfach: es geht in einer Randsportart nicht ohne diese Aktivitäten. Ohne diese Anstrengungen im Marketingbereich wäre es nicht möglich, sich als Profi zu etablieren und als Familienvater davon gut zu leben. Zudem sehe ich den Beachvolleyballsport, unser Team und mich als Athleten, als spannendes Produkt. Da gibt es ständig neue Ideen und Projekte, diese Produkte zu vermarkten. Es stärkt dein Selbstvertrauen, wenn du für dein sportliches Projekt Partner und Sponsoren findest, die mit dir denselben Weg gehen und es als Wertsteigerung sehen, dich als Plattform für ihre Werbeaktivitäten nutzen. Und ein wichtiger Nebeneffekt kommt dazu: es gibt mir eine gewisse Ablenkung und macht enorm grossen Spass.»

Sascha Heyer vertraut in seinem neuen Haus auf eine Swissline- Wärmepumpe.

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Redaktion: «In Kürze wird dein neues Haus bezugsbereit sein. Wie fühlst du dich?» Sascha Heyer: «Ein grosser Traum geht in Erfüllung. Als Sportler war ich ab dem 18. Lebensjahr ständig unterwegs. Hier bei einem Indoorvolleyball-Club als Spieler angestellt, dann mal wieder da. Im Sommer sowieso ständig in Hotels untergebracht. Erst seit meiner Heirat mit Nicole ist Ruhe eingekehrt und wir haben seit sechs Jahren eine schöne Wohnung in Frauenfeld gemietet. Ein richtiges zu Hause zu haben ist mir über die Jahre hinweg zu einem prioritären Anliegen geworden. Und nach über dreijähriger Suche haben wir nun in Frauenfeld ein wunderschön gelegenes Bauland gefunden und unser Traumhaus entworfen. Wir freuen uns riesig auf die eigenen vier Wände.»

Redaktion: «Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der KWT als Wärmepumpen-Lieferant?» Sascha Heyer: «Die KWT als Wärmepumpen-Profi ist mir seit langem ein Begriff. Mein Ex-Coach Patrick Egger hat sich vor einigen Jahren bei seinem Hausbau auch für ein KWT-Gerät entschieden und die professionelle und unkomplizierte Zusammenarbeit sehr betont. In diesem Zusammenhang habe ich auch Lisa und Daniel Trüssel als ausserordentlich sympathische und passionierte Exponenten des Unternehmens kennengelernt. Nach Rücksprache mit unserem Energieberater von der BKW-FMB Energie AG waren wir uns dann bezüglich unserem Neubau schnell einig: es gibt in diesem Produktesegement keinen besseren Partner als die KWT – der Grundstein war gelegt!»

Redaktion: «Wieso hast du dich mit deiner Familie für eine Sole/Wasser-Wärmepumpenlösung entschieden?» Sascha Heyer: «Wir leben sehr bewusst und streben im Alltag wenn immer möglich ökologisch sinnvolle Lösungen an. Der Minergie-Standard für unseren Neubau war Pflicht. Dabei stand von Anfang an auch eine Sole/Wasser-Wärmepumpen-Lösung im Mittelpunkt. Das ‹Peak-Oil›-Referat des Basler Universitätsprofessors Daniele Ganser am Jubiläums­ anlass der KWT hat mich dann definitiv in meinem Entscheid bestärkt, die richtige Heizungslösung und den richtigen Partner gefunden zu haben.»

Redaktion: «Darüber hinaus nutzt dich die KWT auch als Produkte-Botschafter für die neue Vitocal 300-G Pro-Baureihe. Was bedeutet das für dich?» Sascha Heyer: «Es ist mir eine besondere Ehre, für ein sympathisches Unternehmen wie die KWT als Botschafter aktiv zu sein. Die neue Vitocal 300-G Pro-Serie ist ein neues Meisterstück aus dem Hause KWT. Leistungsstark, laufruhig, effizient und zuverlässig. Genau die Werte und Anforderungen, welche es auch als Leistungssportler zu erfüllen gilt – Tag für Tag! Ich freue mich sehr auf die aktive Zusammenarbeit und hoffe, einen ganz kleinen Teil zur erfolgreichen Lancierung der Pro-Serie beitragen zu können.» 

Steckbrief Name

Heyer

Vorname Sascha Geburtsdatum 21.7.1972 Grösse

203 cm

Gewicht

106 kg

Ausbildung

Dipl. Kult. Ing. ETH

Beruf

Sportler, Projektleiter Bschüssig Pro Team

Wohnort

Frauenfeld TG

Zivilstand

verheiratet mit Nicole (Kinder: Saro, 4 / Nila, 1)

Palmares Vizeweltmeister 2005, Europameister 2001,

3-facher Vize-Europameister, 6-facher Schweizermeister,

Olympiateilnehmer Beijing 2008

René Steiner


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Impressionen vom Hausbau

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Referenzen

Inselspital Bern Neue Kälteverbundstrategie in Zusammenarbeit mit KWT Der Gesamtwärmebedarf für das Inselspital Bern wird seit über 50 Jahren fast vollständig durch Abwärmenutzung der Kehrichtsverbrennungsanlage (KVA) gedeckt. Das Wärme- und Kälteverteilnetz auf dem Areal war nach und nach gewachsen, unübersichtlich, aufwendig zu bedienen, verursachte unnötige Wärmeverluste und hohe Unterhaltskosten. Viele Wärme- und Kältezentralen haben das Ende des Lebenszyklus erreicht, Massnahmen wurden nötig, um die zukünftige Betriebssicherheit zu gewährleisten. Der Planungs- und Realisierungsperimeter umfasste das ganze Areal des Inselspitals Bern. Als erstes wurde eine Strategie für die Wärme- und Kälteversorgung im Areal erstellt und darauf basierend eine umfassende Erneuerung und Vereinfachung der gesamten Versorgungs-Strukturen geplant. Mit Umsetzung der neuen Strategie kann das Inselspital Bern zukünftig jährlich namhafte Betriebs- und Unterhaltskosten einsparen. Ausgehend von der Strategie formulierte das Projektmanagement Technik + Sicherheit, Leiter Toni Riesen, des Inselspitals Bern zusammen mit ewb (Energie Wasser Bern) Schnittstellen und Vorgaben für künftige Bauten. Somit sichert die Wärme- und Kältestrategie zukünftig alle anstehenden Sanierungs- und Neubauprojekte.

Die Kälte- und Wärmestrategien mit ihren Umsetzungen garantieren Nachhaltigkeit. Sie sind zeitgemäss, inovativ und bilden ein dynamisches Arbeitsinstrument. Die Firma KWT leistet ihren Beitrag zur Kälteversorgung und setzt im Rahmen der Wärme- und Kälteversorgungs-Strategie des Inselspitals Bern eine Kältemaschine ein. Die Kältemaschine stellt gemäss Vorgabe verschiedene Betriebsarten sicher: • Nur Kühlen ohne Wärmenutzung • Kühlen mit Wärmeabgabe an den Heizkreis • Kühlen mit Wärmeabgabe an den Heizkreis und den Rückkühler Die Anlage im Inselspital zeigt einmal mehr die grosse Kompetenz von KWT beim Bau von aussergewöhnlichen Anlagen und der Realisierung von anspruchsvollen Konzepten. 

Benjamin Knöpfel

Technische Daten

Situationsplan Inselspital

Verdichter

4 x CSW9563-140Y

Anzahl Kältekreise

2

Regelung

KWT SPS

Arbeitspunkt VT / KT

+1 / 42°C

Kälteleistung

1552 kW

Heizleistung

1769 kW

El. Leistungsaufnahme

357 kW

Gewicht

ca. 15 Tonnen

Abmessungen (L x B x H) 510 x 290 x 260 cm


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Einbringung in die Zentrale mit zwei Kranen

Zur Entlastung des Krans wurden die Verdichter demontiert und separat eingebracht

Eine imposante Erscheinung mit rund 15 Tonnen Gewicht


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Horizontalsonden

Die Wärmequelle für den ländlichen Raum KWT bietet den Kunden schon seit einigen Jahren horizontale Erdsonden an. Diese Wärmegewinnung eignet sich bei Objekten mit grossem Umschwung und bietet eine ähnlich gute Leistung wie die vertikale Erdsonde.

Besonders im ländlichen Raum ist oft aufgrund topographischer oder grundwasserrechtlicher Rahmenbedingungen die Wärmegewinnung mittels Erdsonden oder Grundwasser nicht möglich. In solchen Fällen wird meist Luft als Wärmequelle genutzt. Mit der Horizontalsonde hätte man eine optimale, bewilligungsfreie und kostengünstige Alternative zur Verfügung, das System ist aber zu wenig bekannt und wird darum auch nur relativ selten genutzt. Dabei drängt sich die Horizontalsonde bei Objekten mit grossem Umschwung fast auf und die Rahmenbedingungen sind schnell aufgezählt: Genügend Platz und ein befahrbares Terrain. Die Horizontalsonde ist mit den besser bekannten Horizontalregistern aber nicht vergleichbar, weil die Register auf einer kleineren Fläche verlegt und näher an der Oberfläche liegen, den Boden also stärker auskühlen und sich negativ auf die Bepflanzung auswirken. Dies spielt bei der Horizontalsonde keine grosse Rolle.

Als Grundlage zur Dimensionierung der Sondenanlage dient wie bei allen Objekten der Heizleistungsbedarf. Damit kann die korrekte Auslegung der Erdsondenwärmepumpe sowie die Länge der Horizontalsonde zuverlässig ermittelt werden. Die Länge der Horizontalsonde muss dabei der benötigten Kälteleistung der Wärmepumpe entsprechen. Die Sonde wird mittels eines speziell für diese Anwendung konstruierten Einsetzpflugs auf einer Tiefe von ca. 1.40 Meter eingezogen. Dies ermöglicht auf landwirtschaftlichen Nutzflächen die weitere uneingeschränkte Bewirtschaftung. Bei optimaler Geologie kann damit eine Soletemperatur von bis zu 8°C erreicht werden. 

Erich Hirsig


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Kostenbeispiel für eine Wärmepumpe mit 16 kW Horizontalsonde Sonde einziehen bis Heizungsraum

ca. Fr. 16 200.00

Verteilschacht

ca. Fr. 2 800.00

Anschliessen der Sonde bis auf Wärmepumpe und Füllen mit Wärmeträgermedium

ca. Fr. 10 500.00

Total Wärmegewinnung

ca. Fr. 29 500.00

Zum Vergleich: Erdsondenbohrung

ca. Fr. 38 000.00

(inkl. Arteserversicherung / Installation / Geologische Begleitung / Entsorgung Bohrgut) Preisvorteil der Horizontalsonde

ca. Fr. 8 500.00

oder

ca.

Mit dem Pflug wird das ­Sondenrohr eingebracht

Das Trägerfahrzeug wird mit der Seilwinde gezogen

Startpunkt

–22 %


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Vitocal 300-G Pro

Serienfertigung ­gestartet In der letzten Ausgabe von KWT-auf den Punkt haben wir bereits über die neue Wärmepumpen­baureihe Vitocal 300-G Pro berichtet. Seither sind alle Typen als Nullserie gebaut auf dem Prüfstand unter ­verschiedensten Betriebsbedingungen und mit verschiedenen Komponenten getestet und vermessen worden. Die Bau­reihe ist somit fertig für den Markt und kann ab sofort geliefert werden.

Vitocal 300-G BW 2150

Die Entwicklung der ersten serienfähigen Wärmepumpenbaureihe von KWT ist abgeschlossen und die Serienfertigung hat begonnen. Nach Prototypen und Nullserie stehen die ersten Kundengeräte auf den Montageplätzen und werden für Kunden im In- und Ausland gefertigt. Die Entwicklung der Vitocal 300-G Pro stellte für KWT eine neue Herausforderung dar, die von der uns geläufigen Herstellung von Einzelanfertigungen markant abweicht. So galt es, die Konstruktion der Maschinen nach Gesichtspunkten von Montage, Wartung und Schallemission zu optimieren und auf dem Prüfstand reproduzierbare Leistungskennlinien zu erzielen. All diese Anstrengungen führen am Schluss zu einem ausgereiften Erzeugnis, das ohne Eventualitäten und Unsicherheiten hergestellt und verbaut werden kann. Die Testreihen haben im Prüfbetrieb durchs Band die kalkulierten Leistungs- und Effizienzwerte bestätigt und wir können nicht ohne Stolz die Vitocal 300-G Pro-Baureihe als eine der leistungsfähigsten im Markt überhaupt bezeichnen. Die Baureihe fügt sich damit nahtlos in den von Viessmann Wärmepumpen gewohnten Qualitätslevel ein. Mit fünf Leistungsgrössen zwischen 90 und 250 kW ergänzt sie das bekannte Vitocal Programm nach oben und bieten dank Vitotronic-Regelung das glei-


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Sole / Wasser Wärmepumpe Vitocal 300-G BW Pro

BW 190 BW 1120

BW 2150

BW 2180 BW 2250

Nenn-Wärmeleistung

93 kW

123 kW

150 kW

186 kW

246 kW

Kälteleistung

75 kW

95.9 kW

119.8 kW

155 kW

205 kW

El. Leistungsaunahme

19.8 kW 26 kW

31.9 kW

39.6 kW

52 kW

COP

4.7

4.7

4.7

4.73

Schallleistung

61.5 dB 63 dB

63 dB

64 dB

65 dB

Anzahl Verdichter

1

1

2

2

2

Gewicht

710 kg

820 kg

1180 kg

1240 kg

1360 kg

Abmessungen mm L x B x H

1280 x 880 x 1545

1920 x 880 x 1545

2520 x 880 x 1545

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Alle Daten bei Auslegung S0 / W35 nach EN 14511

che Funktionsspektrum der kleineren Baureihen, inklusive der Möglichkeit von Kaskaden- und Master / Slave-Anwendungen. Prospekt und technische Unterlagen zur Vitocal ­300-G Pro sind auf www.kwt.ch verfügbar und die Geräte können über die üblichen Vertriebskanäle ab sofort bestellt werden. 

René Steiner

Montieren der Komponenten

Montageplätze der ProBaureihe im Werk Worb

Inbetriebsetzung am Prüfstand


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KWTherm CMH

Weiterentwickelte Plattform Auf der Basis der Standardbaureihe Vitocal G Pro wurde parallel die Baureihe KWTherm CMH (für CustomMade Hubkolbenverdichter) zur Marktreife entwickelt. Das Anlagekonzept vereint Vorteile der Vitocal Pro-Baureihe mit den Möglichkeiten einer Einzelfertigung.

KWT Wärmepumpen werden in den meisten Fällen auf Kundenwunsch und gemäss den individuellen Spezifikationen des Planers konzipiert und gebaut. Viele dieser Individuallösungen lassen sich mit einer standardisierten, seriennahen Wärmepumpe umsetzen und das mit einem oft entscheidenden Kostenvorteil. Auf Basis der Vitocal 300-G Pro-Baureihe haben wir darum die CMH weiter standardisiert und in Bezug auf Kosten, Raumbedarf und Schallemissionen massgebend verbessert. Die aktuelle CMH-Baureihe ist kompakt, leise, effizient und bietet mit einer breiten Optionenpallete für viele Standardanforderungen eine attraktive Lösung. Basis der CMH ist das neuentwickelte Modulchassis, das im Fall der CMH über eine variabel einsetzbare Montageplatte verfügt. Auf dieser lassen sich alle möglichen Komponenten sauber, stabil und schnell montieren. Das Chassis ist mit Hubwagen unterfahrbar, was die Einbringung der Anlage wesentlich erleichtert. Regelung der neuesten Generation Die Regelung erfolgt über eine modular konzipierte KWT SPS-Steuerung mit Touchscreen, die entsprechend den erhältlichen Optionen konfiguriert wird und weit reichende Möglichkeiten bezüglich Bedienung, Kommunikation und Fernzugriff bietet.

Viele Standardoptionen Basis der Baureihe ist die Ausführung für den reinen Heizbetrieb. Zusätzlich sind für die CMH folgende Standardoptionen erhältlich: • Wärmequellen Erdsonden oder Grundwasser • Anbindung und Regelung Kaltwassernutzung • Anbindung und Regelung Restwärmenutzung • Anbindung und Regelung Rückkühler • Anbindung und Regelung Natural Cooling • Anbindung und Regelung Brauchwarmwasser­ bereitung • Pufferspeicherbewirtschaftung • Regelung Entladegruppen 1, 2 und 3 • Visualisierung • Fernzugriff / Fernwartung Hoch- und Niedertemperaturausführung Die Baureihe wird in den Ausführungen CMH1 mit dem Kältemittel R407c und als CMH2 mit R134a angeboten, das Leistungsspektrum reicht dabei von 27.5 bis 358.4 kW bei der CMH1 und von 18.3 bis 229.2 kW bei der CMH2 Reihe bei B0 / W35-Auslegung. Beide Baureihen sind auch als Wasser / Wasser-Ausführung erhältlich. Leistungsdaten Mit der KWT CMH-Baureihe erhält der Kunde die aktuell attraktivste Wärmepumpenlösung im Markt und das zu äusserst attraktiven Konditionen.


auf den punkt

Inbetriebsetzung am Prüfstand.

Dem Planer erleichtert sie dank Standardunterlagen und -schemen die Arbeit und ermöglicht bis zu einem hohen Grad individuelle und trotzdem ausgereifte Anlagekonzepte. Lassen Sie sich die Möglichkeiten zeigen und überzeugen Sie sich davon, wie einfach und komfortabel die Arbeit mit KWT Standardprodukten sein kann.

Blick von oben auf die Komponenten.

Gut zugängliche Anschlüsse an der Stirnseite.

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Tennishalle Belp

Lehrlingsprojekt ­ ewerbliche Kälte g Regelmässig erhalten unsere Kältemonteur-Lehrlinge Projekte im Bereich ­gewerbliche Kälte zur Aufgabe, die sie dann meist in Eigenregie umsetzen. Nach Objekten wie dem Hotel Bellevue Palace in Bern oder dem Berghaus Hahnenmoos galt es diesmal in der Tennishalle in Belp die gewerbliche Kälte zu installieren.

Blick durch die Küche zu den Kühlzellen


auf den punkt

Die Anlage in der Tennishalle besteht aus zwei Kälte­ aggregaten in der Haustechnikzentrale und daran angeschlossenen, dezentralen Kühl- und Tiefkühlräumen und -möbeln. Dazu sind ein zentral gekühlter Abfallkorpus, ein Getränkedurchlaufkühler und eine steckerfertige Eismaschine Teil der Gesamtanlage. Begonnen haben die Arbeiten bereits in der Rohbauphase, wo für die Küche und das Buffet die Kälteleitungen im Boden eingelegt wurden. Nach einem baubedingten Unterbruch konnten die Kühlzellen errichtet und anschliessend die aufgehängten Verdampfer an die Hauptleitungen zum Maschinenraum angeschlossen werden. Die Sammler-Verdichter-Einheiten wurden im Maschinenraum mit selbst konstruierten Konsolen an die Wand befestigt. Die Abwärmenutzung erfolgt über Plattenwärmetauscher, die sich direkt neben den Anlagen befinden, die Restwärme wird über luftgekühlte Restwärmekondensatoren an die Umgebung abgegeben. Gesteuert wird die Anlage durch ein von uns selber erstelltes Elektrotableau und handelsübliche Kühlstellenregler. Die Anlage ist seit März 2011 in Betrieb und hat sich bisher bestens bewährt.

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Restwärmekondensatoren an der Aussenfassade

Marcel Müller (3. Lehrjahr) Didier Heinzmann (1. Zusatzlehrjahr)

Technische Daten: Pluskühlanlage Verdichter

2FC-2.2Y

Arbeitspunkt

–8 / 45°C

Kälteleistung

3.0 kW

Aufnahmeleistung

1.25 kW

Tiefkühlanlage Verdichter

2GC-2.2Y

Arbeitspunkt

–30 / 45°C

Kälteleistung

1.2 kW

Aufnahmeleistung

1.15 kW

Kälteaggregat in der Haustechnikzentrale


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Mit gutem Beispiel voran

Die Gemeinde Worb nutzt KWT-Solarstrom Die Gemeinde Worb tut einiges um den Energieverbrauch der eigenen Liegenschaften zu senken und erneuerbare Energien zu fördern. Seit Anfang 2011 bezieht sie Strom aus der KWT-Photovoltaikanlage. Der Gemeinderat hat im Rahmen der Gemeindeentwicklung 2009 / 12 eine Serie von Entwicklungszielen für unsere Gemeinde definiert. Beim Bereich «Energienutzung» hat er festgehalten, dass die Gemeinde Worb in Umwelt-, Energie- und Ressourcenbelangen eine Vorbildfunktion wahrnehmen und eine nachhaltige Umweltpolitik betreiben soll. Was heisst das konkret? Beim Energieverbrauch in der Schweiz fällt bekanntlich der Bereich Wärme am stärksten ins Gewicht. Rund die Hälfte des schweizerischen Energieverbrauchs wird für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung benötigt. Dieser hohe Anteil liegt nicht zuletzt an vorhandenen Defiziten bei der Gebäude-

dämmung und den Heizsystemen. Wenn Worb in Energiebelangen eine Vorbildfunktion wahrnehmen will, so hat dies folglich im Bereich Wärme zu erfolgen. Hier ist ein enormes Potential vorhanden. Bei der Erzeugung von Wärme wird darauf geachtet, dass erneuerbare Energiequellen genutzt werden. Auf den Turnhallendächern der Schulanlagen in Rüfenacht und im Worbboden stehen deshalb Sonnenkollektoren, mit denen das täglich benötigte Warmwasser aufgeheizt wird. In der Schulanlage Rüfenacht wird zusätzlich das Lernschwimmbecken mit Warmwasser versorgt. Mit diesen Anlagen können wir die Schulkinder ausserdem auf die Bedeutung der Sonnenenergie aufmerksam machen. Holz, eine andere Form erneuerbarer Energie, wird im «Bärenareal» genutzt, dem Dorfkern von Worb. Dieses Areal, bestehend aus Coop, Gemeindeverwaltung und mehreren Mehrfamilienhäusern, wird zentral mit einer Holzschnitzelheizung geheizt.

Niklaus Gfeller, Gemeindepräsident Worb

Die Wohnhäuser in unserer Gemeinde werden zunehmend mit Umweltwärme geheizt. Umweltwärme ist die zeitgemäße und kostensparende Alternative zu fossilen Brennstoffen. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann ein grosser Teil des Wärmebedarfs direkt aus der Luft, aus dem Grundwasser oder aus dem Erdreich entnommen werden. Wir sind in Worb in der glücklichen Lage, dass in den meisten Teilen des Gemeindegebietes Erdwärme mit Hilfe einer Erdsonde gewonnen und genutzt werden kann. Bei 90 % der Baugesuche für Neubauten, die in den letzten Jahren eingegangenen sind, basiert die Heizung auf ei-


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Im 2010 wurde die Gebäudehülle inklusive den Fenstern des Kindergartens Manuela am Sonnhaldenweg saniert. Die Wanddämmung wurde von 8 cm auf 20 cm und die Dachdämmung von 8 cm auf 28 cm aufgestockt. Durch die Gesamtsanierung konnte der Energieverbrauch der bestehenden Ölheizung massiv reduziert werden.

ner Wärmepumpe. Diese Zahl beweist Qualität und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Der Einsatz der Gemeinde zu Gunsten der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern wird schliesslich unterstrichen, indem die Gemeinde jährlich 37 500 kWh ihres Stromverbrauchs durch Ökostrom abdeckt. Um ihre Wertschätzung gegenüber der neugebauten, grossen Photovoltaikanlage der Firma KWT auszudrücken, hat sich der Gemeinderat per Anfang 2011 entschieden, den Ökostrom in Form von Solarstrom zu beziehen.

Ich bin stolz darauf, dass die innovative und hochmotivierte Firma KWT ihren Sitz in Worb hat, und ich hoffe sehr, dass sich unsere Gemeinde vom zukunftsgerichteten Engagement dieser Firma anstecken lässt. 

Niklaus Gfeller, Gemeindepräsident Worb


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Personal

Werksbesichtigung Viessmann Allendorf Seit drei Jahren gehört KWT zur Viessmann Group. Da viele unserer Mitarbeiter bisher keine Gelegenheit für einen Werksbesuch hatten, nahmen wir im Mai dieses kleine Jubiläum zum Anlass für einen Ausflug nach Allendorf (Eder).

Das Programm liess schon im Voraus auf eine interessante Reise schliessen. Trotz der relativ langen An- und Rückfahrt mit dem Reisebus, konnten wir uns auf einen sehr attraktiven Besuch freuen. In Battenberg angekommen quartierten wir uns im Viessmann-Gästehaus ein und anschliessend wurden Apéro und Nachtessen serviert. Nach dem Essen traf man sich in der Jagdstube zu Bier und Kegeln, was dann bei den einen oder anderen Teilnehmern etwas länger gedauert hat. Morgens nach dem Frühstück, wo aber alle vollzählig anwesend waren, konnten wir uns – nach kurzer Fahrt ins Werk – bei einem Impulsvortrag zum Thema Energie davon überzeugen, dass sich Viessmann intensiv mit den Themen Energieträger- und versor-

gung befasst und dass nachhaltiges Wirtschaften kein leeres Wort, sondern bereits Alltag ist. Beim nachfolgenden Besuch der Biogasanlage, die nach dem Prinzip der Trockenfermentation funktioniert, war sehr eindrücklich zu sehen, wie Gras, Mais und anderes Grünzeug zu Strom und Wärme wird, was das Werk beides ganzjährig verwerten kann. Gleich über die Strasse steht das Warenverteilzentrum, das uns mit seinen sehr beeindruckenden Abmessungen und dem ausgeklügelten automatischen Lagersystem zum Staunen gebracht hat. Natürlich durfte auch der Rundgang durch die Fabrikation nicht fehlen, wo den Besuchern klar geworden ist, mit welcher Präzision die unterschiedlichen Wärmeerzeuger gefertigt werden und wie ausgefeilt die einzelnen Fabrikationsschritte sind. Da sind doch deutliche Unterschiede zur Einzelfertigung bei KWT zu sehen, aber die Erzeugnisse sind auch nicht ohne Weiteres vergleichbar. Nach diesen Eindrücken konnten wir uns in der Akademie beim Mittagessen für die Rückfahrt stärken und im Sportshop die überzähligen Euros loswerden. Vor der Rückfahrt wollten wir uns natürlich noch in der Kältezentrale die KWT-Anlage anschauen, die im Produktionsprozess das Rückkühlnetz bedient. Danach gings ohne die befürchteten Freitagstaus zurück nach Worb, wo wir pünktlich und ohne Zwischenfälle wieder eintraffen. Der Besuch war die Reise wert und wird den Teilnehmern sicher in bester Erinnerung bleiben. 

René Steiner


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Mitarbeiterporträt

Sacha Zurflüh Wohnort: Oberdiessbach Tätigkeit: Stv. Leiter Montage, Bauleiter Als Teamplayer gilt: «Fairness, Spaß und Disziplin müssen sein, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.»

Mein Name ist Sacha Zurflüh und ich wurde am 21. April 1973 in Langnau i/E geboren. Seit 2004 lebe ich an der Seite meiner Partnerin Gerlinde. Beruflich habe ich Heizungsmonteur bei der Firma Roth Wärmetechnik AG in Langnau gelernt. Nach der RS nutzte ich die Möglichkeit bei der selben Firma im zweiten Ausbildungsweg Heizungszeichner zu erlernen. Berufsbegleitend besuchte ich diverse Weiterbildungen. Ich arbeitete 14 Jahre für die Firma Roth Wärmetechnik AG und war sowohl im Büro, als auch auf den Baustellen tätig. Mein letzter Arbeitgeber war die Firma Walker HT in Grosshöchstetten . Dort war ich sechs Jahre lang für die Abteilung Heizungstechnik und für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig. Am 1. April 2010 nahm ich bei der Firma KWT in Worb eine neue Herausforderung als Bauleiter an. Die Kältetechnik ist für mich ein vielseitiges und interessantes Aufgabengebiet. Hobbies: In meinen Jugendjahren war ich ein begeisterter Spitzensportler. Ich spielte 15 Jahre in der 1. und 2. Liga bei verschiedenen Eishockey-Vereinen. Bis heute bin ich diesem Sport treu geblieben.

Eine große Leidenschaft ist das Reisen und das Tauchen. Ein alter Polynesier sagte einmal zu mir, «Don`t dream your life, but live your dreams.» Durch das Reisen habe ich gelernt mit verschiedensten Situationen und Menschen umzugehen und die Dinge vielseitiger zu betrachten. Im Jahre 1996 unternahm ich meine erste große Reise und besuchte seither mehr als 25 Länder auf der ganzen Welt. Während meinen Reisen erkundete ich 1998 das erste Mal die Unterwasserwelt und 5 Jahre später absolvierte ich die Ausbildung zum Tauchlehrer. Heute bin ich ein begeisterter UnterwasserPhotograph und tauche mit Gerlinde, wenn irgendwie möglich, ab. Hier in der Schweiz unterrichte ich verschiedene Tauchkurse v. a. für Freunde und Bekannte. Familie und gemütliches Zusammensein mit Freunden sind für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Freizeit.


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Vitotop

«Intelligenter statt härter Arbeiten» Effizient zu arbeiten ist eine Grundanforderung an jeden Betrieb. Die stetige Verbesserung von Vorgängen und Abläufen sowie das stetige Hinterfragen von scheinbar gegebenen Zuständen bringt den Betrieb weiter und hilft letztendlich Arbeitsplätze zu sichern. Was andernorts KVP oder Kaizen genannt wird, heisst in der Viessmann Gruppe «Vitotop».

um konkrete Verbesserungsmassnahmen geht. In Workshops werden Ist-Aufnahmen durchgeführt und anschliessend gemeinsam mit den Mitarbeitern Optimierungsmassnahmen erarbeitet.

Reduktion von Verlusten als Ziel

Ersetzen von Verlusten durch produktive Arbeit

Mit Vitotop können Fehler vermieden, Transportwege verkürzt, Bestände reduziert und Werkzeugwechsel schneller durchgeführt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Vitotop setzt am Ort des Geschehens an. Durch die ständigen Verbesserungsprozesse werden Kosten eingespart, eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht und die Motivation der Mitarbeiter wird gesteigert. Denn diese sind gefragt, wenn es

Der Zweck von Vitotop ist: • Verbesserung und Sicherung der Qualität Und dadurch: • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit • Sicherung und Ausbau von Marktanteilen • Standortsicherung Einfache Ideen mit grosser Wirkung Vitotop lebt von unzähligen kleinen, aber stetigen Schritten und Verbesserungen. Ein konkretes Beispiel aus der KWT: Bei der Zwischenlagerung von Gehäusedeckeln während der Produktion treten immer wieder Beschädigungen auf, die zu Nacharbeit und damit zu Verlusten führen. Der betroffene Mitarbeiter in der Fabrikation hatte darum eine Idee, die seinen Arbeitsablauf erleichtert und Schäden verhindert. Durch die Montage eines «Rechens» können die Gehäusedeckel bei der Demontage stehend eingelagert werden und sind somit vor Beschädigungen geschützt. Diese kleine Massnahme führt zum Schluss dazu, dass der Produktionsprozess runder läuft und weniger Aufwand entsteht.


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Ausbildung zum Vitotop-Praktiker Die Einführung und Umsetzung von Vitotop erfordert, dass Mitarbeiter des Betriebs gezielt ausgebildet und ihr Auge für die Belange von Vitotop geschult wird. Ende des letzen Jahres wurde ich zur Vitotop Praktiker Schulung bei Viessmann angemeldet. Für mich war das Thema völlig neu, doch, wie sich herausstellte, eine tolle Bereicherung. Ich reiste Mitte Januar nach Berlin, wo ich drei lehrreiche Tage mit verschiedenen Mitarbeitern aus diversen Werken und Bereichen erleben durfte. Mit theoretischen und praktischen Arbeiten verging die Zeit während des ersten Kursteils sehr schnell. Der nächste Lehrgang findet Mitte Mai in Landsberg (D), bei der Viessmann-Gruppenfirma ESS statt. Im Juli folgt der letzte Teil, mit Abschluss in Berlin. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr der einzige Mitarbeiter der Firma KWT, der diese Ausbildung absolviert. Mit Markus Wägli gesellt sich ein Mitarbeiter der Logistik dazu und zusammen

Vitotop-Idee: Rechen zur Zwischenlagerung von Gehäusedeckeln

werden wir in verschiedenen Sparten unsere Ideen und unser Wissen an unsere Arbeitskollegen weitergeben können. Die Schulung bringt nicht nur dem Betrieb eine Menge, auch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters sind wichtige Gründe um sich für die Schulungen anzumelden. Trotz der vielen positiven Aspekte ist bei den Arbeitskollegen auch Skepsis und Unsicherheit spürbar. «Welche Auswirkungen hat Vitotop auf meine Arbeit? Werde ich wegrationalisiert?» Derartige Ängste sind unbegründet im Gegenteil. Vitotop hilft uns konkurrenzfähig zu bleiben und Stellen zu erhalten. Und dazu bediene ich mich gerne eines Zitats von Dr. Martin Viessmann: «Durch Vitotop verliert kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz». 

Peter Nydegger

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auf den punkt

Arbeitssicherheit

Elektro-Anschlussbewilligung Kältemonteure dürfen grundsätzlich keine Auswechslungen oder Neuanschlüsse von Nieder­ spannungserzeugnissen wie Motoren, Ventilatoren, Ventile usw. in der Hausinstallation ausführen.

Dazu ist eine Anschlussbewilligung nach Art. 15 der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen NIV (SR 734.27) erforderlich: «Zur Prüfung zugelassen wird, wer: a) das eidg. Fähigkeitszeugnis als Kältemonteur, Sanitärinstallateur, Heizungsinstallateur, Lüftungsanlagenbauer oder eine gleichwertige Ausbildung besitzt; und b) mindestens drei Jahre Berufspraxis im Fachgebiet nachweisen kann; und c) eine empfohlene Mindestzahl von 42 Lektionen in Grundlagen der Elektrotechnik, Vorschriften und Normen, Installationsmaterial und Betriebsmittel, Anschliessen von Erzeugnissen, Messtechnik sowie sicherer Umgang mit Elektrizität bei einem qualifizierten Ausbildner besucht hat.» Das Eidgenössische Starkstrominspektorat ESTI entscheidet, ob die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind und führt die Prüfung durch.

Vorher

Nachher – Die Ausbildung zahlt sich aus

Schulung für Kältemonteure mit EFZ Speziell für Kältemonteure mit eidg. Fähigkeitszeugnis führt die SVK-Weiterbildung als qualifizierter Ausbildner eine Schulung von drei Tagen (ein und zwei Tage) durch. Schulung für übrige Mitarbeiter der Kältebranche Für Mitarbeiter der Kältebranche, welche nicht einen Abschluss als Kältemonteur besitzen, jedoch eine langjährige Praxiserfahrung im Kältebereich aufweisen und die Kriterien für die Prüfungszulassung

erfüllen, wird eine Schulung von vier Tagen (zwei und zwei Tage) durchgeführt. Bedingung für den Prüfungserfolg ist die persönliche Vorbereitung, sowie eine engagierte Mitarbeit während der Schulung. Selbsttest für Kältemonteure mit eidg. Fähigkeitszeugnis Ob die Kenntnisse aus der Lehre noch vorhanden sind, lässt sich in einem Check selbst feststellen. Unter www.svk.ch lässt sich unter «Berufsbildung»,


auf den punkt

«Elektro-Anschlussbewilligung» ein Testbogen herunterladen. Wer die gestellten Fragen beantworten kann, darf den Kurs von drei Tagen ohne weitere Einschränkungen besuchen. Den angemeldeten Teilnehmern werden zur Vorbereitung zusätzliche Aufgaben mit der Kursbestätigung zugestellt. Kursziel Nach Abschluss der Schulung verfügen die Teilnehmer über das notwendige Wissen, elektrische Niederspannungserzeugnisse unfallfrei und sachgerecht anzuschliessen oder zu ersetzen. Weiter verfügen die Teilnehmenden über die erforderlichen Kenntnisse zum Bestehen der Prüfung des ESTI. Kursinhalte • Grundlagen der Elektrotechnik • Vorschriften und Normen • Installationsmaterial und Betriebsmittel • Anschliessen von Erzeugnissen • Messtechnik • Sicherer Umgang mit Elektrizität

Prüfungsanmeldung Die Kursteilnehmer können sich nach der Schulung beim ESTI zur Prüfung anmelden. Dazu sind alle Unterlagen (Fähigkeitszeugnis, Arbeitsbestätigungen oder -zeugnisse, Anmeldeformular des ESTI) durch die Teilnehmer beim Starkstrominspektorat einzureichen. Nach erfolgreicher Anmeldung wird das ESTI die Teilnehmer aufbieten und die Prüfung durchführen (Prüfungsort und Datum werden durch das ESTI bestimmt). Kontrollen: Betriebe mit Bewilligung sind verpflichtet, ein Verzeichnis aller ausgeführten Arbeiten nach Art. 15 und der durchgeführten Prüfungen zu führen. Sechs Monate nach Erteilung der Bewilligung und danach alle fünf Jahre muss das Verzeichnis zur Kontrolle eingereicht werden. Alle Informationen zur NIV, zur Anschlussbewilligung und zu den Gebühren finden Sie unter www.esti.­ admin.ch. 

René Steiner

Mindestanforderungen Bedingungen für die Zulassung zur Schulung: • Fähigkeitszeugnis als Kältemonteur für die dreitägige Schulung (Kurs NIVa oder NIVc) • Fähigkeitszeugnis als Sanitärinstallateur, Heizungsinstallateur, Lüftungsanlagenbauer oder eine gleichwertige Ausbildung für die viertägige Schulung (Kurs NIVb oder NIVd) • mindestens drei Jahre Berufspraxis Kursort Berufsfachschule Emmental, Zähringerstrasse 13, 3400 Burgdorf Weitere Informationen zur Schulung finden Sie unter www.svk-weiterbildung.ch

Die Teilnehmer erkennen die fachgerechte Installation von Elektrokomponenten. Damit sollten derartige Bilder Vergangenheit sein.

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auf den punkt

Dienstjubiläen Dieses Jahr können einige unserer langjährigen Mitarbeiter ein rundes Dienstjubiläum feiern. Wir gratulieren diesen Mitarbeitern herzlich und bedanken uns für den unermüdlichen und treuen Einsatz für die KWT.

10 Jahre

Jörg Etter Jörg Mucke Rolf Waldner

01.04.2001 01.06.2001 02.06.2001

20 Jahre

Daniel Trüssel Daniel Wegmüller Ueli Schafroth

01.02.1991 06.05.1991 01.06.1991

25 Jahre

Lilo Sahli

10.02.1986

30 Jahre

Werner Heiniger

01.09.1981

Agenda

Wichtige Termine Termin 29.1. bis 31.10.2011 24. bis 27.11.2011 24. bis 25.11.2011 23.12.2011 bis 3.1.2012 17. bis 21.1.2012 12. bis 16.3.2013

Thema Sonderschau Geothermie Hausbau- und Energiemesse SUISSE FRIO Reduzierter Betrieb über die Feiertage Swissbau 2012 ISH 2013

Ort Tropenhaus Frutigen BEA Bern Expo BEA Bern Expo KWT Messe Basel Messe Frankfurt


auf den punkt

Monitor

Photovoltaikanlage Worb Stand 19.5.11 Aktuelle Jahresenergie 2011: 122 538 kWh Aktuelle Gesamtenergie seit 15.11.10: 123 580 kWh Bisher eingespartes CO2   86 506 kg

Auszeichnung

KWT erhält Worber ­Wirtschaftspreis 2011 Das Konzept, eigenen Solarstrom zu produzieren und zusammen mit regionalen Partnern zu nutzen zeigt einen ersten Erfolg. Der Gemeinderat von Worb hat entschieden, dass die Firmen Brauerei Egger AG und KWT Kälte- Wärmetechnik AG für das Solarbier «Soleil» den Worber Wirtschaftspreis 2011 erhalten. Der Preis wird anlässlich des Worber Wirtschaftsapéro am 26.5.11

vom Gemeindepräsident Niklaus Gfeller übergeben. Für KWT ist der Preis eine grosse Ehre und er bestätigt uns einmal mehr, dass ökologische Massnahmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen und geschätzt werden.

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auf den punkt

Group

KWT K채lte-W채rmetechnik AG R체timoosstrasse 5 3076 Worb SBB Telefon 031 818 16 16 www.kwt.ch info@kwt.ch

auf den punkt

Kundenmagazin KWT  

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