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Peter Killert

Vierzehn Kurzgeschichten


BELLAME ist die erste Kurzgeschichtensammlung von Peter Killert. Sie wurde im November 2012 fertiggestellt und ist ausschließlich als eBook für den Amazon Kindle, das iPad und andere Standard eBook-Reader erhältlich. BELLAME - Das sind 14 Kurzgeschichten, eingerahmt von einer seltsamen Reise. Die Geschichten zeigen ein breites Spektrum von literarischen Motiven, die Peter Killert seit Jahren beschäftigen.

„Lieben ist das Erkennen von Leben oder gleichsam in der Tiefe eines Zweifels zu vergehen.“

www.killert.de Weitere Infos per E-Mail an: bellame@killert.de published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de Copyright alle Texte und Illustrationen © 2012 Peter Killert ISBN 978-3-8442-3995-9


Die Geschichten PROLOG Der Beginn einer seltsamen Reise. BELLAME Die Titelgeschichte ist ein Märchen. Bellame ist die Prinzessin in einem mächtigen Königreich, in dem es nicht erlaubt ist, einen Spiegel zu benutzen oder in sein Spiegelbild zu schauen. Aber Bellame möchte wissen, ob sie schön ist... FREAK FATALE Massaker auf Usedom. Ein Amokläufer tötet auf der Insel Usedom mehr als sechzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Feriencamps der Jungen Liberalen. Auf dem Weg zum Haftrichter wird der Attentäter von einem Unbekannten entführt und nach zwei Wochen frei gelassen. Einem Blogger erzählt er, dass die Ereignisse in diesen zwei Wochen dazu geführt haben, dass er seinem Leben ein Ende setzen werde. Und der Blogger solle von dieser Geschichte berichten. Wird der Blogger das tun? Ist dies seine Chance für eine große Journalistenkarriere? Und was ist in diesen zwei Wochen geschehen? DIE BEGEGNUNG MIT DEM SPATZ Nach einer wahren Begebenheit - Eines Tages ist etwas anders in meiner Wohnung. Ein kleiner Spatz hat sich Zugang verschafft und verändert mein Denken. APATHY Patachon ist ein stadtbekannter Clochard in den S-Bahn Linien im Rhein-Sieg-Kreis. Sein Leben endet, als zwei Jugendliche ihn aus Langeweile in einem Bahnhofstunnel tottreten. EAU ROUGE Am 1. September 1985 stirbt das größte deutsche Rennsporttalent Stefan Bellof in der wohl berühmtesten und gefährlichsten Kurve der Rennsportwelt: Eau Rouge. Daraus wird das Leitmotiv eines Vaters und seines Rennsport begeisterten Sohnes. Das Schicksal ist ein Leben in der Vergangenheit, nahe am Rande des Verderbens. Eau Rouge ist die Metapher aller Metaphern. ZEHN GRÜNDE … Ich kenne ihn seit meiner Kindheit. Manfred. Er ist dumm, er ist lernbehindert, er stinkt. Er ist vielleicht der wichtigste Mensch für mich. ABSCHIED (…) Jetzt war das, was Dich in dieser Welt auflöst, in Dir drin und nur noch ein Augenblick zählt. Es ist jetzt so nah. Es will an Dein Herz. An meins auch. Und ich kann mir nicht mal mehr vorstellen, dass die Sonne jemals wieder aufgehen könnte, wenn es dort angekommen ist. (…)

STERBEVIEH Die konsequente Fortzsetzung aus dem Abschied. Ein Erfahrungsbericht, von dem von vorneherein feststand, dass er eine Hasstirade sein wird. Lesen sie, was sie erwartet, wenn sie einmal alt und hilflos sind. Lesen sie, wie sie in ihren Exkrementen liegen gelassen werden und ihr Dasein nur noch einen Zweck hat: Sterbevieh.


ZEITLOSER ENGEL Eine Liebeserklärung an die beeindruckendste junge Frau, von der die Menschheit jemals erfahren hat. DORT IST ES LAUT Eine experimentelle Prosaskizze über das Empfinden von Eindrücken im Hier und Jetzt. MEIN GOTT GAUCK Zwischen unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck und dem wichtigsten Begriff seines politischen Weltsicht - die Freiheit - gibt es einen unglaublichen Zusammenhang, den bisher noch niemand aufgedeckt hat. Niemand? Doch ein alter, ausrangierter Lokalreporter hat ihn erkannt und überlegt nun, wie er sich äußern soll. LATTER DAY BOHEMIAN Ihre Liebe hat Bestand über den Atlantik und findet ihren Weg vom Web 2.0 in Welt 1.0. ASPECT RATIO Er ist monosexuell. Sein Verlangen ist kanalisiert. In der Findung der perfekten technischen Umsetzung zur Befriedigung seiner Lust. DAS GLÜCK IST EINE INSEL Ein Abgesang an die Nachfolgegeneration der 68er. Thomas hat seine Beziehung mit Tina beendet. Er fragt sich nicht, was er falsch gemacht, sondern warum er die falsche Frau für sich begeistern konnte. Er geht für eine Woche auf „seine Insel“, um wieder zu sich zu finden. EPILOG Die seltsame Reise findet ihr Ende.

Besuchen Sie bitte www.killert.de - Dort gibt es auch Lesungen als Kostproben.


BELL AME


Der Autor über „BELLAME“ Was bedeutet „Bellame“? Der Name „Bellame“ ist frei erfunden. Er hat meines Wissens nach keinen etymologischen Hintergrund. „Bella“ steht für schön und „Me“ vielleicht für eine Ich-Bezogenheit. Auf jeden Fall ein schöner Name für eine Prinzessin, die wissen will, ob sie schön ist. Das ist auch die Titelgeschichte. Ein Märchen, das in einem Land spielt, in dem Spiegel verboten sind. 14 Kurzgeschichten - gab es ein Leitmotiv für die Auswahl? Eigentlich nicht. Die Geschichten sind allesamt wie Bruchstücke zu verstehen. Viele Stoffe hätten sich auch für längere Texte geeignet, aber mir war klar, dass dies jeden Rahmen sprengen würde. In einigen Jahren folgt bestimmt die nächste Sammlung. Wie viel Peter Killert steckt in „Bellame“? Sehr viel. Es gibt drei, vielleicht vier Geschichten, in denen man den Ich-Erzähler mit mir gleichsetzen kann. Dazu gehören die Geschichten „Die Begegnung mit dem Spatz“, „Abschied“ und „Sterbevieh“. Und - um es gleich vorwegzunehmen: Der Protagonist in „aspect ratio“ - ich bin sicher, dass diese Geschichte das meiste Feedback erzeugen wird - hat nur ganz am Rande etwas mit mir zu tun ... . „aspect ratio“ ist vermutlich der beste Titel, der mir je eingefallen ist. „aspect ratio“ beschreibt in der IT ein gleichbleibendes Seitenverhältnis in der Bildskalierung. Ein Thema, mit dem sich der Protagonist der Geschichte beschäftigt. Gleichzeitig kann man den Titel mit „Vernünftiger Betrachtungswinkel“ oder „Aspekt des Rationalen“ übersetzen. Hier steckt eine echt gelungene Doppeldeutigkeit in dem Text. Aber, wie gesagt, der Protagonist darf hier nicht mit dem Autor gleichgesetzt werden. Jetzt sind natürlich alle neugierig - worum geht es in der Geschichte? Naja, es geht um einen Nerd, der seine Lebensaufgabe darin sieht, eine Traumfrau „technisch-virtuell“ nachzubauen. Es gibt Menschen, die sehen in mir auch einen Nerd. Die werden Ähnlichkeiten ausmachen wollen. Die gibt es aber nicht. „Amor Simplex“ war ja zunächst eine romantische Liebesgeschichte, driftet dann in eine historische Geschichte ab. „Stille Helden“ war eher idealistisch. Wo kann man „Bellame“ einordnen? Das kann man so im Ganzen sehr schlecht sagen. Es sind ja mehrere Kurzgeschichten. Es kommt alles darin vor, aber ich glaube, es lässt sich eine Tendenz zu eher wüsten, martialischen Themen erkennen. Zum Beispiel? „Sterbevieh“ ist zum Beispiel eine Hasstirade, die sich gegen die Menschen richtet, denen ich in diesem Jahr während des Sterbeprozesses meines Vaters begegnet bin. Der Text ist voller Verachtung gegen die Menschen, die ein in meinen Augen menschenunwürdiges Gesundheitssystem tolerieren und stützen.


„Freak Fatale“ handelt von einem Massaker auf der Insel Usedom - angelehnt an das, was letztes Jahr in Norwegen passiert ist. Es ist der gewagte Versuch, dieses Leid literarisch zu verarbeiten. Von mir als gänzlich Außenstehendem. Und schließlich „APATHY“ - eine Geschichte, in dem der stadtbekannte Clochard „Patachon“ von zwei Jugendlichen totgetreten wird. Aus Langeweile. Harter Stoff. Aber gerade die letzte Geschichte gehört meiner Meinung nach vom konzeptionellen Aufbau her zu den Besten der Sammlung. Zu „Bellame“ gibt es zwei Promotionvideos - was hat es damit auf sich? Man sagt ja, dass ein Autor heutzutage mehr Talente haben muss, als das Schreiben. Das ist sicher richtig. Und diese Videos sollen ein bisschen die Gesamtstimmung von „Bellame“ zeigen. Wahre Videokünstler finden das vermutlich eher dilettantisch. Mir hat das einfach nur Spaß gemacht. „White Bellame“ ist eine Montage aus eigenen Illustrationen. „Black Bellame“ zeigt die Anordnung der Kurzgeschichten als Bruchstücke. „Bellame“ erscheint ausschließlich als eBook. Warum? In Großbritannien übertrafen die Verkaufszahlen für eBooks in diesem Jahr erstmals die der Paperbacks. Großbritannien ist damit das erste Land in Europa, in dem das der Fall ist. In den USA haben eBooks gigantische Wachstumsraten. Deutschland tut sich noch etwas schwer, aber ich höre von immer mehr Leuten, dass die Vorurteile gegenüber eBooks tatsächlich nur Vorurteile sind. Konzepte, wie elektronische Buchausleihen oder ePapers von Zeitungen tragen dazu bei. Für einen Autor hat das eBook enorme Vorteile. Vorausgesetzt man weiß, wie man technisch ein eBook für die großen Plattformen erstellt, geht der größte Teil des Preises als Marge tatsächlich an den Autor. Das ist selbst bei OnDemand-Verlagen anders. Die Marge für mich als Autor meiner zwei bisherigen Bücher lag pro Exemplar weit unter 2,- EUR. Mit einem eBook kann ich einen fairen Preis kalkulieren und habe noch etwas davon. „Bellame“ wird übrigens bei epubli.de publiziert. Machen eBooks nicht die Buchbranche kaputt? Die klassischen Verlage haben den Wandel der Zeit verpennt. Natürlich braucht es auch im Zeitalter der eBooks Verlage. Allein schön für das Promoten und das Lektorat. Aber diese Entwicklung haben eben einige Verlage nicht kommen sehen. Mein Kommentar dazu: Selbst schuld. Das gleiche sage ich natürlich auch konsequenterweise zu denen, die keinen eBook Reader besitzen. Sorry, aber ihr werdet nicht in den Genuss kommen, „Bellame“ lesen zu können. Wie geht es weiter? Was kommt als nächstes? Ich arbeite jetzt an der Fertigstellung der Novelle „Animal Tristesse“. Die existiert als Roh-Text und war das Ergebnis des NaNoWriMo 2011. Die Geschichte liegt seit dem unberührt auf meinem Rechner und wird jetzt umgeschrieben und verfeinert. Ich bin allerdings vorsichtig mit einem Erscheinungstermin... .


Bellame  

"Liebe ist höchste Abstraktion und tiefste Individualität zugleich." (Aus: "Zeitloser Engel")

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