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Halberstädter Tageblatt

Volksstimme

Mittwoch, 5. Mai 2010

Teil

II

Hort und Kindertagesstätte aus Halberstadt werden als Kinder-Eltern-Zentrum anerkannt

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LEUTE, LEUTE Ein herzliches Dankeschön gab es kürzlich für Christa Peterson, die bei der jüngsten Veranstaltung der Seniorenakademie aus dem Buch „Das Bernstein-Amulett“, die Geschichte einer deutschen Familie, vortrug. Am 31. Mai wird bei einem Treffen im Hotel Villa Heine an die Gründung der Seniorenakademie des Landkreises vor 30 Jahren erinnert. (dku)

kürzlich der Dom geleert, sprich alle Stühle aus dem Gotteshaus entfernt. Jetzt soll das Gestühl wieder zurückkehren. Ulrich Schäffner schrieb per E-Mail: „Mit Stühlen ist der Dom St. Stephanus auch sehr schön. Wir bitten um viele Mitträger am Montag, dem 10. Mai, ab 11 Uhr. Dann soll der Innenraum wieder gefüllt sein mit zirka 450 Stühlen. Es beginnt damit auch die Sommerzeit im Dom *** für Gottesdienste, Konzerte und weitere VeranstaltunFür die Internationale Bau- gen. Wir freuen uns über (je)+ ausstellung (IBA) wurde viele Helfer.“

Engagement und das Miteinander der Generationen Von Jörg Endries Halberstadt. Fast unscheinbare Schilder zieren seit Montag den Hort der FreiherrSpiegel Grundschule in der Hans-Neupert-Straße und die Kindertagesstätte Zwergenland in der Lieberkühnstraße, die beide Einrichtungen als Kinder-Eltern-Zentrum ausweist. Bereits vor drei beziehungsweise zwei Jahren hatten sich beide am vom Land Sachsen-Anhalt geförderten Projekt zur Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Kinder-Eltern-Zentren beteiligt. 50 von etwa 1300 Betreuungseinrichtungen im Bundesland wurden jetzt als Zentrum anerkannt, darunter die zwei aus Halberstadt. Was zeichnet sie aus?

Eltern und Erzieher bilden ein Team „Eltern und Erzieher sehen sich als partnerschaftliches Team“, sagt Kita-Leiterin Sylvia Grohmann. In Kita und Hort gibt es zahlreiche Angebote für die Familienbegegnung, -bildung, -beratung und -hilfe. Außerdem wird bürgerschaftliches Engagement und das Miteinander der Generationen gefördert. Im Zwergenland wurde unter

Oberbürgermeister Andreas Henke enthüllte das Schild, das die Kita Zwergenland als Kinder-Eltern-Zentrum ausweist. anderem ein Elterncafé etabliert, wo man bei einer Tasse Kaffee über die Kleinen, deren Entwicklung und Probleme

klönen kann. Oberbürgermeister Andreas Henke begrüßte die Auszeichnung der beiden Einrich-

Arbeitsagentur lehnt Vermittlungsgutschein ab

Arbeitslos trotz Jobangebot Ein 23-jähriger Halberstädter bekam ein Arbeitsangebot. Der private Arbeitsvermittler wollte dafür einen Vermittlungsgutschein. Die Arbeitsagentur musste den Vermittlungsgutschein ablehnen, da der junge Mann in einer ArgeMaßnahme steckt. Sie soll ihn bei der Bewerbung unterstützen.

KURZ NOTIERT Chor Gregorianka zu Gast in Liebfrauen

Klassische Choräle Halberstadt (phb). Das Live-Programm des Chores Gregorianka umfasst neben klassischen Chorälen und eigenen Hits Auszüge aus dem neuen Album „Elements“.

Hier zeigt der Chor seine musikalische Vielfältigkeit und Stimmgewalt. Zu erleben am Sonntag, dem 9. Mai, ab 18 Uhr, in der Liebfrauenkirche in Halberstadt.

ZUM TAGE

Kleingedrucktes Würden wir nicht schon den 5. Mai schreiben, dann könnte man vermuten, dass Christopher Pitt Opfer eines zugegeben schlechten Aprilscherzes geworden ist. Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind arbeitslos, suchen händeringend nach einem Job, können ihn bekommen, und dann macht die Bürokratie Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Das geschieht in den Amtsstuben, wo den Arbeitslo-

sen eigentlich schnell und unbürokratisch geholfen werden soll, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Unfassbar! Statt zu helfen kitzelt man den Amtsschimmel, der in diesem Fall ohrenbetäubend wiehert. Statt Menschen schnell zu helfen, lässt man sie und ihre Zukunft über Kleingedrucktes stolpern. Aktive Arbeitsmarktpolitik, sieht anders aus. Jörg Endries

Halberstadt. Christopher Pitt steht verwundert vor der Arbeitsagentur in Halberstadt. Der 23-Jährige ist seit Mitte Januar arbeitslos und hatte gerade wieder eine Stelle in Aussicht. „Ich habe mit einem privaten Arbeitsvermittler gesprochen und der suchte für eine Firma Bewerber. Das Unternehmen baut momentan neue Filialen auf“, erzählt der gelernte Bürokaufmann. Eigentlich könnte Pitt für diesen Service einen sogenannten Vermittlungsgutschein in Anspruch nehmen. „Den bekomme ich aber nicht, weil ich gerade in einer Maßnahme bin“, erklärt er. Das paradoxe dabei: Die Maßnahme ist ein Bewerberservice für die Stellensuche. Im Ablehnungsbescheid der Bundesagentur für Arbeit heißt es: „Die Voraussetzungen für die Ausstellung eines Vermittlungsgutscheins sind nicht erfüllt, weil Sie in den letzten drei Monaten vor der Beantragung des Gutscheins keine zwei Monate arbeitslos waren.“ Zudem würde er nicht an einer Arbeitsbeschaffungsoder Strukturanpassungsmaßnahme teilnehmen. „Der Bewerberservice findet nur dann statt, wenn ich es möchte, allerdings mindestens einmal im Monat für eine Stunde“, so Pitt. „Nun könnte ich also eine Stelle bekommen und es scheitert daran, weil ich seit Beginn meiner Arbeitslosigkeit im Januar eine Maßnahme

Christopher Pitt vor der Agentur für Arbeit wahrnehme, um eine Stelle zu bekommen“, ist der Arbeitslose fassungslos. Daniel König, Pressesprecher der Arbeitsagentur, bestätigt die Ablehnung: „Der Antrag wurde abgelehnt, da Herr Pitt nicht die Fördervoraussetzungen erfüllt. Aufgrund der Teilnahme an der Maßnahme trifft er nicht die gesetzlich vorgeschriebene Rahmenfrist für einen Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein.“ Teil des Problems ist, dass der Arbeitssuchende in einer Sonderstellung ist. Der Erwerbslose bezieht Arbeitlosengeld I, das aber durch Arbeitslosengeld II, auch bekannt als Hartz IV, aufgestockt werden muss. Marlies Jehrke, ehemalige Mitarbeiterin der ehemaligen Linken-Bundestagsabgeordneten Elke Reinke, hilft ehrenamtlich Hartz IV-Empfänger und bestätigt: „Die Arbeitsvermittler sind besonders bei jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren verpflichtet, so schnell wie möglich ein Angebot zu unterbreiten. Der Bewerberservice

Im Zwergenland werden derzeit 75 Mädchen und Jungen betreut und im Hort der Grundschule 120.

TERMIN

Von Peter Althaus

Dieses seltene Exemplar einer Garteneidechse haben Hanna und Anna im heimischen Garten in Anderbeck entdeckt. Ganz genau wird diese nun betrachtet. Foto: Dörthe Zettel-Klopp

tungen als „Aufwertung“. „Es hat große Vorteile, wenn sich die Eltern dort mit einbringen können“, so Henke.

Foto: Jörg Endries

Foto: Peter Althaus

ist da erstmal das einfachste“, so die ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht. „Im Gespräch mit seiner zuständigen Arbeitsvermittlerin hat Herr Pitt mitgeteilt, dass er zu Bewerbungsselbstaktivitäten derzeitig nicht fähig ist, weil sein Drucker defekt sei. Daraufhin hat die zuständige Vermittlerin mit ihm die Möglichkeit der Zuweisung zum Bewerberservice zur Unterstützung bei der Stellensuche und beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen besprochen. Ihm sollte die Möglichkeit eingeräumt werden, mit den von ihm geschilderten Schwierigkeiten, seine Eigenbemühungen zu realisieren“, rechtfertigt die Pressesprecherin der Arge, Jaqueline Zielke, die Zuweisung. „Man hätte den jungen Mann in ein kürzeres Bewerbungstraining von nur zwei Wochen schicken oder ihn seines Berufes entsprechend gezielt weiterqualifizieren könne“, sagt hingegen Marlies Jehrke. Zudem bestand für den Arbeitsvermittler die Möglichkeit, die Maßnahme hinauszuschieben,

um andere Möglichkeiten auszuloten. Christopher Pitt meint, über die negativen Folgen wurde er nicht aufgeklärt. „Hätte ich das gewusst, hätte ich dieser Maßnahme nicht zugestimmt“, sagt er. „Die Arbeitssuchenden bekommen eine Menge Informationsmaterialien in die Hand gedrückt und irgendwo kann das mitunter stehen. Jedoch sind die Betroffenen mit der Vielzahl an Informationen oft überfordert“, so Marlies Jehrke. „Natürlich werden die Kunden über rechtliche Konsequenzen bezüglich einer Nichtteilnahme informiert. Jedoch ist an Herrn Pitt keine Information über die Folgen im Hinblick auf die Beantragung eines Vermittlungsgutschein erfolgt“, so Jaqueline Zielke. Das bestätigt auch die Eingliederungsvereinbarung, die Pitt im Januar bei der Arge unterschrieben hat. In der Rechtsbelehrung wird er darüber aufgeklärt, was ihm passieren kann, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt. „Es drohen Kürzungen. Bei völliger Missachtung gibt die Arge nur noch Lebensmittelgutscheine aus“, berichtet Marlies Jehrke. Nach Protesten aus der Bevölkerung sind die Arbeitslosen nun immerhin nicht mehr zu einer Unterzeichnung der Vereinbarung verpflichtet. Christopher Pitt hat sein Kürzel allerdings schon gesetzt. Trotzdem hat er nun seine Konsequenzen gezogen und die Bewerbungsmaßnahme gekündigt. „Jetzt muss ich eben die acht Wochen rumsitzen und dann klappt es hoffentlich mit dem Vermittlungsgutschein“, sagt er. Marlies Jehrke hofft, dass dieser Schritt für ihn folgenlos bleibt. „Falls er dann doch keine Stelle findet, kann ihm die Arge die Kündigung der Maßnahme als nachteilig anrechnen“, sagt sie.

Tiergarten

Show zum Muttertag Halberstadt (je). Ein besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr der Tiergarten Halberstadt, er wird ein halbes Jahrhundert alt. Was jedoch nicht bedeutet, das die Einrichtung auch in die Jahre gekommen ist. Der Tiergarten ist jung und vital geblieben, was nicht zuletzt die Besucherzahlen belegen. Als Magnet ziehen nicht nur die Bewohner des Tiergartens Jung und Alt magisch an. Dafür sorgen auch immer wieder die bunten Veranstaltungen. „Im 50. Gründungsjahr wird es einige besondere Veranstaltungen geben“, macht Michael Bussenius, stellvertretender Leiter, neugierig. Dazu zählt auch eine zum Muttertag am kommenden Sonntag, dem 9. Mai. Ab 15 Uhr lädt das Team des Tiergartens zu einer lustigen Familienveranstaltung ein. Michael und Mathias Bussenius, die seit 30 Jahren die Tiershow aus dem Halberstädter Tiergarten präsentieren, laden zur lustigen „Tierschule Klasse 4a“ ein. Die Akteure sind Garant für tollen Spaß. Für musikalische Unterhaltung sorgt das Jugendblasorchester Halberstadt in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Die Bussenius Brüder reisen mit ihrer Show als „tierische Diplomaten im Dienst Halberstadts durch die Lande und bringen Besucher und Touristen mit in den Vorharz“, so Michael Bussenius. Immerhin gab es bereits 1700 Auftritte. Über 270 Tiere traten in den 30 Jahren schon auf, acht verschiedene Programme wurden entwickelt.

Nachgehakt: Parkplatzprobleme in der Oehlerstraße

Kehrzeiten wurden für Bauzeit außer Kraft gesetzt Halberstadt (je). Die Halberstädter Volksstimme hatte kürzlich über die Parkplatzprobleme im Zusammenhang mit dem Ausbau der Oehlerstraße berichtet. Kurz danach wurden die Parkbarrieren, die den betroffenen Anwohnern die Zornesröte ins Gesicht trieben, von der Stadtverwaltung wieder beseitigt. Die Bürger bedankten sich bei der Volksstimme für die Hilfe. In einer offiziellen Stellung-

nahme, die die Redaktion der Volksstimme jetzt erreichte heißt es: „Mit Wirkung vom 26. April wurden die Kehrzeiten in der Lieberkühnstraße und in der Maybachstraße für die Bauzeit außer Kraft gesetzt. Der Parkraum kann dann unter anderem auch von den Anwohnern rund um die Uhr genutzt werden. Gemäß der Presseveröffentlichung vom 26. April hat die

Stadt eine Prüfung des beidseitigen absoluten Halteverbotes in der Lieberkühnstraße auf beiden Straßenseiten, welches im Zuge des Bauablaufes notwendig wurde, zugesagt. Die Prüfung hat ergeben, dass das absolute Halteverbot mit einer zeitlichen Beschränkung von 18 bis 6 Uhr aus folgendem Grund nicht möglich ist: Im Bereich der Oehlerstraße

zwischen der Quedlinburger Straße und der Lieberkühnstraße beginnt am 10. Mai der dritte Bauabschnitt (der organisatorische und finanzielle Aufwand für die Umbeschilderung wäre für diesen kurzen Zeitraum zu hoch). Das bedeutet, dass die gesamte Oehlerstraße von Quedlinburger Straße bis Lieberkühnstraße voll gesperrt ist. Lediglich die Zufahrt zu den Sackgassenteilen in der Wilhelm-Traute-

wein-Straße und zur Friedrich-Wolf-Straße bleibt erreichbar. Im Bereich der Lieberkühnstraße wird aufgrund der Sanierungsmaßnahme die Straße auf 3,50 Meter verengt. Da der Lieferverkehr mit größeren Lkw darüber erfolgt, muss das absolute Halteverbot als Ausweichstelle für den Begegnungsverkehr so erhalten bleiben (Aufrechterhaltung Flüssigkeit des Verkehrs).“

Vermittlungsgutschein  
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