Issuu on Google+


BACK STEINGOT IK Kirchenposter im Format A1mit Hintergrundinformationen zu bedeutenden Personen die zur kunsthistorischen Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern u.a. beigetragen haben. Auftragsarbeit 2011


ZAHNARZTPRAXIS WESTENDORFF W채hrend meines Praktikums bei Lachs von Achtern durfte ich mich mit der Gestaltung von Wandgrafiken, Terminkarten und Maskottchen f체r eine Zahnarztpraxis in Wendorf beteiligen.


rff a x is tendo a f t s pr a Wes einsch tom. Helg m e G -S e ismar . Dipl. 68 W rzt lich a, 239 Zahn채 Schreiber 1 2 r. t e k -S 8 Dr. A n scheid 841/64 471 -Breit . 3 e Rudolf 43636 0 d r. a /6 -w ism de 03841 Po s t aerzte r. n / Fa x info@zahn rzte-w isma Telefo e a hn a .z il w a ww E-M et Inter n

0-13:00 8:00 / Mi, Fr: 8:0 Mo, Di, Do: 8:00-1 Uhrzeit /Wochentag Ter min Datum 1 2

Mi u

nd F r na chm Ter m it tag in s na Dat u ch V erei n m/ W 1 ba r u o c he ng ntag 2 U hr ze 3

3 4 4

it


OPEN AIR KINO IN WISMAR Ein Wettbewerbsbeitrag f端r die Sommerkinowochen. Gesucht wurde ein Logo sowie Programmflyer und Poster. 2011


GESCHENKE


NEU JAHR SEMPFANG Illustration f端r die Einladung zum Neujahrsempfang in Strasburg 2010


Die Entstehung der Brohmer und Helpter Berge

it sze elei H r E n ch1s4 000 J a richtunegs i e W r ca. b is chu e s E S

vo

d

T

Die Brohmer und Helpter Berge gehören zur Rosenthaler Stauchendmoräne. Die Spuren ihrer Entstehungsgeschichte kann man heute noch sehen.

G S T

zeit a f t r Eis n dS c H e dä er t iG E L a pt- e d n E Enw H au or än GEG

Urs

t rom

t al

end

Gr u

m

K

ndm Rs

or ä

ne Km

Ts Ts

Abkürzungen Toteis Schmelzsee Gletschertor

T S G

Kesselmoor Km Rinnsee Rs Kegelsander K Toteissee Ts

Die Brohmer und Helpter Berge entstanden vor ca. 13 700 Jahren. Der aus Norden kommende und mehrere hundert Meter hohe Gletscher schob sich mit großem Druck ein letztes Mal in das Landesinnere. Dabei wurde das bereits abgelagerte ältere Gletschermaterial, das aus Sand, Eisstücken und Geschiebemergel bestand, um mehr als 100 Meter gestaucht und aufgeworfen. Die Landschaft ist heute Teil des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft. In der Senke, östlich des Schanzenberges, befand sich das bedeutendste Gletschertor der Brohmer Berge. Das austretende Schmelzwasser schuf hier im Vorland die Rinne, in der sich heute der auch als Badesee genutzte

66

BROHMER BERGE BROSCHÜRE Kinderrätsel und wissenschaftliche Illustration sowie Text 2011

Demenzsee befindet. Weitere interessante Überbleibsel der Eiszeit kann man noch immer besichtigen: In Schwichtenberg (S. 32) befindet sich der größte Findlingsgarten Mecklenburg-Vorpommerns. Über 1200 Findlinge kann man hier vorfinden und ein großer Teil der Steine zeigt sogar Spuren der Reise von Skandinavien bis nach Mecklenburg-Vorpommern auf. Auch sogenannte Kesselmoore, die nach Abschmelzen von Toteis (starres Gletschereis) entstanden, kann man bei Matzdorf und Rosenthal sehen. Hin und wieder treffen Sie in den Brohmer Bergen auf Hinweisschilder mit Informationen zu eiszeitlichen Spuren. Halten Sie die Augen offen.


GRÜNE WIESE Für die Grüne Wiese (Studentenmagazin aus Wismar: http://www.gruenewiese.info) schreibe ich hin und wieder ein paar Artikel und layoute bzw. illustriere diese. seit 2009


Günter Wiening

Z E ITE N RE ISE Meine Erlebnisse & Stralsund

1930 – 1951

Stralsund 2012 1

A L LTAG EI N E S Z EH N JÄ R IGEN

Seite 6

VOR K RI EG S A L LTAG

Seite 18

AUẞERH A L B U N D

Seite 28

1933

I N H A LT S V E R Z E IC H N I S

Jahreszahl Jahreszahl

Titelei und Inhaltsverzeichnis

1946 1945 1944

1939

1938

ßern: < nern: ce :

I N N ER H A L B DER S C H U L E

K R I EG S A L LTAG

Seite 36

DA S GE T EI LT E JA H R

Seite 62

Seite 100

Seite 136 Seite 140

N E UOR I EN T I ERU NG

L I T ERAT U R A NG A BEN

Seite 142

U N D AU F BRUC H

A BBI L D U NG SV ER Z EIC H N IS

Seite 142

1949

S CH LUS SBE M ERK U NG SEL B S T DA R S T EL LU NG

4

HOF FN U NG AU F F R I EDEN

1951

U N D DE MOK R AT I E

ZEITENREISE Buchkonzept und -gestaltung erscheint demnächst im Mückenschweinverlag, Stralsund 2012

Seite 126

5


Was kann man schon über die ersten zehn bewusst gelebten Jahre eines Lebens berichten? Nun, im Jahr 1933 wurde ich vier Jahre alt. Meine Eltern und ich bewohnten eine kleine Zweizimmerwohnung in der Papenstraße in Stralsund, in der ich auch geboren wurde. Das Wohnzimmer, für mein damaliges Verständnis recht groß, mit einem Fenster zur Judenstraße, bekam nur im Sommer für knapp zwei Stunden etwas Sonne. Die Küche, ohne Fenster, befand sich im Treppenhaus und das Schlafzimmer hatte als so genanntes Kabinett nur ein Fenster zum Treppenhaus, also nicht direkt ins Freie. Aber es gab schon ein Wasserklosett, allerdings unten auf dem Hof, für vier Mietparteien des Hauses. Doch das hat mich damals nicht gestört. Warum ich über diese »Belanglosigkeiten« so ausführlich berichte? Die Antwort findet der Leser weiter hinten!

1933

A LLTAG EIN ES ZEHNJÄ HR IGEN

ößern: +< einern: pace en:

Meinen Vater lernte ich sehr bald als Liebhaber von Volksund Marschmusik kennen. Er selber spielte gerne auf einer Handharmonika. So ist es ganz natürlich, dass mein Vater mit mir an fast jedem zweiten oder dritten Sonntag zum Alten Markt in Stralsund ging und wir uns an die dort veranstalteten Platzkonzerte einer Militärmusikkapelle erfreuten. Wie mir erst viel später bewusst wurde, war 1933 für mein Heimatland und für sehr viele Menschen ein »Schicksalsjahr«. Für mich war es selbstverständlich, dass meine Eltern in den umliegenden Geschäften alles kaufen konnten, was man zum täglichen Leben brauchte und noch viel mehr. Dieses »noch viel mehr« sollte so verstanden werden, dass nur Besserverdienende in der Lage waren, Gegen-

Altstadt Stralsund

6

7

rößern: +< einern: pace en: stände wie Möbel, Teppiche, Kleidung und anderes, in größerem Umfang zu erwerben. Am Pfingstsonntag gingen meine Eltern mit mir bei schönem Wetter bereits morgens um sieben Uhr zum sogenannten Frühkonzert in den Garten der Gaststätte »Zum Brunnen« am Knieperdamm. Das war für mich schon ein relativ langer Spaziergang. Doch ich habe nur schöne Erinnerungen daran. Oder mein Vater fuhr mit mir auf seinem Fahrrad in die Prohner Chaussee, um hier im Monat Mai die beliebten Maikäfer zu sammeln. In eine alte leere Zigarrenkiste hineingepfercht, ließ ich die Käfer dann in den nächsten Tagen wieder von zu Hause bei offenem Fenster fliegen, was immer riesigen Spaß machte. Sonntagnachmittags waren häufig ausgedehnte Spaziergänge angesagt. Diese führten oft in das Hafengebiet oder auch in den Bereich der Zuckerfabrik. Hier gab es für mich ein kleines Wunder zu sehen: und zwar die Seilbahn. Derartige technische Einrichtungen waren damals im heimischen Flachland noch recht selten zu beobachten. Diese Seilbahn führte von der 8

A L LTAG EI N E S Z EH N J Ä H R IGE N

Platzkonzert am Alten Markt

Zuckerfabrik, über die Greifswalder Chaussee, bis zum Sund in Nähe der bekannten Schwarzen Kuppe und beförderte den Klärschlamm der gewaschenen Zuckerrüben in die dort liegenden Kähne. Das war schon eine sehr sinnvolle und dem Transport optimierte Einrichtung. Dann gab es im Sommer auch noch das Schützenfest an der damaligen Vogelwiese mit viel Volksbelustigungen, gutem Speiseeis und viel Musik. Allein auf dem Spaziergang dorthin war man schon voller freudiger Erwartungen. Es sah häufig aus, als sei die ganze Stralsunder Bevölkerung auf den Beinen. Gleich im Anschluss an dieses Schützenfest begann für Stralsund und seine ländliche Umgebung der traditionelle Johannimarkt. Für dieses Volksfest reichte der Neue Markt mit seiner

Zuckerfabrik Stralsund

9


rgrößern: alt + < rkleinern: kspace etzen:

zum Weihnachtsfest alle Reisen genehmigungspflichtig seien. Außerdem erfuhr die Bevölkerung, dass die Belieferung mit Marmelade gesichert sei und alle Flüchtlingskinder, die in der Stadt leben, an einer Bescherung teilnehmen werden. An alle Gärtnereien und Kleingärtner der Stadt war ein Aufruf mit der Forderung erlassen, einen Teil ihrer Obst- und Beerenernte für alle Kinder der Stadt zum Weihnachtsfest als Spende zur Verfügung zu stellen. Weiter wurde mitgeteilt, dass dem Bürgermeister einer kleinen Gemeinde im Landkreis für die Erfüllung des Abgabesolds eine Prämie in Form eines Radiogerätes überreicht wurde.

DAS GETEILTE JA HR

bis fünf oder noch mehr Kinder lebten und der Vater noch in Gefangenschaft war. Diese überraschende Weihnachtsbescherung war uns in allen Fällen gelungen. An dieser Bescherungsaktion hatten auch wir selber unsere große Freude. Was viele Menschen heute nicht mehr wissen, ist die Tatsache, dass bereits im Juni 1945, das ehemalige Marinelazarett als erbeutetes Armeeobjekt, durch die sowjetische Kommandantur in die Hände der Stadtverwaltung übergeben wurde. Ab dieser Zeit trug das Lazarett den Namen »Krankenhaus am Sund«. Infolge ständigen Kostenanstiegs, welcher durch die Stadt allein nicht mehr zu tragen war, wurde das Haus nach fünf Jahren an die Landesverwaltung abgegeben. Doch schon zwei Jahre später gelangte diese Gesundheitseinrichtung wieder in städtische Obhut. Zu dieser Zeit war die Einrichtung mit 1050 Betten ausgestattet und wurde in den Folgejahren durch umfangreiche Baumaßnahmen ständig weiter modernisiert. Ein weiteres Gebäude der ehemaligen Naziwehrmacht wurde vor einer Sprengung bewahrt. Es war das ehemalige Luftwaffenbauamt in der damaligen Hohe-Ufer-Straße. Von der sowjetischen Kommandantur am 8. März 1949 an die städtischen Behörden übergeben, wurde es nach erfolgten Umbau als Kinderheim und Waisenhaus genutzt. Mehr als 100 Kinder, insbesondere elternlose Flüchtlingskinder, erhielten in diesem Kinderheim, in der jetzigen Friedrich-Naumann-Straße, eine soziale und gesundheitliche Betreuung. Im Dezember 1945 war in der Zeitung »Volksstimme« – dem Organ der SPD in Mecklenburg-Vorpommern – zu lesen, dass

Tagesraum im Kinderheim

Ehemaliges Marinelazerett

98

99

Buchumschlag


K AR T ENGE S TALT UNG F端r eine Dissertation 端ber Otto Philipp Braun und seine Reisen im transatlantischen Raum noch in Arbeit


DIE BUSFAHR T Comic für eine Ausstellung zum Thema Körpermoden/Wahrnehmung 2010



Portfolio Nina Schumann