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Zehn Ratschläge zur körperlichen Aktivität: weniger Diät und mehr Bewegung! Eugenio Del Toma

Der ehemalige Präsident von „Associazione Italiana di Dietetica e Nutrizione Clinica“ (italienischer Verein für Diätetik und klinische Ernährung) ist Berater der Fernsehsendung Elisir und der Tageszeitung La Repubblica.

für

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Wir verbrauchen weniger Kalorien als unsere Großeltern, weil wir einen Großteil unserer Zeit im Sitzen verbringen: im Auto, am PC und bei anderen Tätigkeiten, die keiner Muskelaktivität bedürfen.

Eine allgemeine Aufforderung zu „mehr Bewegung“ reicht nicht aus: es bedarf eines ständigen Einsatzes, damit die körperliche Aktivität jene gesundheitlichen Vorteile bringt, die ihr die wissenschaftliche Forschung nachgewiesen hat. Ein neuer Begriff wurde geprägt: das „hypokinetische Syndrom“.

Wenngleich die genetische Veranlagung nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der wesentliche Auslöser von Übergewicht und Fettleibigkeit der eigene Lebensstil. Jedes Programm zur Gewichtsabnahme muss die Umweltbedingungen, das Alter und das Geschlecht der betroffenen Person berücksichtigen und sich realistische Ziele setzen, die durch eine stufenweise, progressive Gewichtsabnahme erreicht werden können.

Für unser Wohlbefinden: täglich 60 Minuten Bewegung, möglichst nicht an einem Stück. Außerdem sollten wir dreimal pro Woche 30 Minuten eine anspruchsvollere Tätigkeit ausführen, die unsere Kreislauffitness verbessert.

Noch ein paar praktische Ratschläge: einen längeren Weg gehen, um zu einem Termin zu gelangen; Treppen steigen anstatt den Aufzug zu nehmen; zu Fuß zur Arbeit oder einkaufen gehen; im Autobus eine Haltestelle früher aussteigen; Gartenarbeit erledigen, wenn wir dazu die Möglichkeit haben; mit dem Hund spazieren gehen, wenn wir Tierfreunde sind …


Zehn Ratschläge zur körperlichen Aktivität: weniger Diät und mehr Bewegung!

Namhafte Studien belegen, dass zu den Vorteilen einer regelmäßigen körperlichen Aktivität auch die Verbesserung unseres Affekts und unserer Laune zählt. Durch Verbesserung der Atmung anhand eines kontrollierten Programms körperlicher Aktivität bekommen wir den Sauerstoffmangel und die damit einhergehende Zunahme von Kohlendioxid besser unter Kontrolle, damit sie unsere Geistes- und Gehirnaktivität nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder bedrücken können.

Eine gute Prävention muss individuell gestaltet werden. Die Turnhalle ist eine gute Lösung, doch muss man beachten, dass Aerobic anspruchsvoller sein kann als man denkt und für manche übergewichtige Personen sogar gefährlich sein kann.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass übergewichtige Jugendliche zu fettleibigen Erwachsenen werden: deshalb müssen wir schon in der Kindheit mit der Prävention beginnen. Kinder und Jugendliche können und müssen angeregt werden, zu spielen und sich frei zu bewegen.

Geschwindigkeit und Bewegung in allen Ehren. Es gibt jedoch wenigstens eine Ausnahme: die Mahlzeiten sollte eine Pause im Tagesablauf darstellen. Und wenn die Mittagspause notwendigerweise kurz ausfallen muss, müssen wir sie sowohl in diätetischer als auch in gastronomischer Hinsicht rationalisieren. Ein Teller Spaghetti mit Tomatensoße mit zwei Löffeln Parmesankäse: weniger als 500 Kalorien, nach italienischer Manier.

Hinweise Eugenio Del Toma. La dieta si fa contando i passi. Meno diete, più movimento. Roma: 2011. Eugenio Del Toma. Vivere senza dieta. Roma: 2010. Eugenio Del Toma. Mangiare per correre. Roma-Bari: 2004.

Die diätetische Prävention und auch die Diättherapie sollten mit dem guten Geschmack beim Essen vereinbar sein. Das ist ein Kompromiss, der sich umsetzen lässt und jenes „stillschweigende Einverständnis“ zwischen der übergewichtigen Person und dem Gesundheitsexperten ermöglicht, das ohne übermäßige Opferbringung oder Verzicht zu einem größeren Wohlbefinden führt.

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