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Naturerlebnispfad Peißnitzrunde

12.Totholz / Igelburg Abgstorbene Pflanzenteile, die durch Besiedelung zu Humus zersetzt werden, nennt man Totholz. Viele Pilzarten und Insekten sind an der Umwandlung beteiligt. Insekten übertragen Pilzsporen auf den Holzkörper, die Pilze sind wiederum Nahrungsquelle und Lebensraum für Insekten (z.B. Zunderschwamm und Nashornkäfer). Weitere Zersetzer sind Schnecken, Asseln, Ameisen, Regenwürmer, Schnurfüßer und Saftkugler. Igel verbergen sich in Felsspalten oder graben sich zwischen Baumwurzeln eigene Baue. Sie zählen zu den größten Insektenfressern. Viele Arten können gut klettern und schwimmen. Die meisten Igel leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch und halten Winterschlaf.

(x2) 13. Insekten Hotel „Halle Neustadt“ Das ist ein Zuhause für bestimmte Fluginsekten. Sie legen hier in Löchern ihre Eier ab oder tragen Beutetiere heran. Von der Senkrechten können sie besser in ihre Umgebung starten. Sie besiedeln vorzugsweise kleine Höhlen und Nischen an Böschungen und Steilufern. Trampelnichtpfad Markierung Markierung mit Stein Ohne Markierung PH

Peißnitzhaus

P

Planetarium

Zu den Bewohnern zählen Rote Mauerbienen, Maskenbienen, Goldwespen, Schlupfwespen und Erdhummeln. Es finden sich auch andere Gäste wie Laufkäfer, Ameisen, Baumwanzen, Holzkäfer u.a. ein, die keine Gefahr für die Wildbienen darstellen und deshalb geduldet werden.


Wer wohnt wo?

Nr. Station

D

1 Milan, 2 Eichhörnchen, 3 Hirschkäfer, 4 Fledermaus, 5 Dachs, 6 Flechte Lösung: 2A im Kobel, 1D im Nest, 3E im Aststumpf, 4B im verlassenen Spechtloch, 6C auf der Rinde, 5F im Erdbau.

A

E B C

F

11. Lebensraum Auwald Überschwemmungen und hohes Grundwasser prägen die Peißnitzinsel. Auwälder gleichen hohe Pegelstände der Saale aus. Wie ein Schwamm speichern sie Wasser und geben es langsam wieder ab. Von diesem Wechsel profitieren viele Insekten, Vögel, Kriechtiere und Lurche. Die Nachtigall ist ein Singvögel, der häufig im Saaletal anzutreffen ist. Studenten nannten früher die Peißnitzinsel „Nachtigalleninsel“. Der Kleine Wasserfrosch lebt hier in Tümpeln und Gräben. Mit der Umgebungstemperatur wechselt er seine Farbe von graubraun zu gelbgrün. Er ist ein Grünfrosch und in großen Gruppen den ganzen Sommer über schon am Lautkonzert erkennbar. Die Wasserfledermaus (bis 5,5 cm groß) jagt nachts über dem Wasser Zuckmücken, Köcherfliegen und andere Insekten. Ins Wasser gefallene Beute fischt sie mit ihrer Schwanzflughaut und den rechenartig gespreizten Füssen auf. Am Tag schläft sie in verlassenen Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern oder unter Brücken. Sie paart sich während des Winterschlafes. Hier lebt der Große Blaupfeil, eine Großlibellenart. Sie kann sehr gut sehen und fliegen, ist neugierig und beobachtet auch Menschen aufmerksam. Diese Art lauert auf andere Insekten und fängt sie im Flug. Aus ins Wasser abgeworfenen Eiern wachsen flügellose Nymphen heran.

Wilde Saale

Felsentreppe

Naturschutzgebiet

Bäume / Pilze

Lebensraum Baum

Felsentor

Lebensraum Auwald

Sträucher

Totholz / Igelburg

Schwanenbrücke

Insektenhotel

Lianen / Schlinger

Waldrand

Parkbäume u. Einwanderer

Wiese

Weglänge: ca. 1,57 km; reine Gehzeit: ca. 35 min. Herzlichen Dank für die Unterstützung geht an: Alle Mitarbeiter, Projektleiter, den Vereinsvorstand naturemo Kooperationspartner Naturerlebnis-Führungen Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle / Saale e.V. / Umweltbibliothek Halle „Jürgen-Bernt-Bärtl“ Stadt Halle und an die Arge SGB II Halle GmbH

© Copyright: axebos design halle ®, www.axebos.de Erstauflage: 300 Stück, Stand: Juli 2006 Druck: Druckerei H. Berthold, Halle Titelbild: Jörg Winkler Nutria: © Solveig Scharmann, Reiher: © Heiko Schütz Wasserfledermaus: © Dietmar Nill, www.dietmar-nill.de Schwarzweiß-Grafiken: BUND - Kreisgruppe Leipzig Restliche Abbildungen / Fotos: axebos design halle und Projektmitarbeiter des Peißnitzhaus e.V.


1. Felsentreppe (Pfadbeginn) Der Hirte und die Sau

Errate das Tier zum Fußabdruck (Orginalgröße): c (x2)

Einst kam eine alte Sau, die sich im Sumpf bei der Saale gewälzt hatte, mit einer weißlich überzogenen Kruste heim. Da wunderte sich der Hirte. Er untersuchte die Stelle, an der das Tier im Sumpf gewühlt hatte, und entdeckte den Schatz, den hier die Natur verbarg. Nachdem das Geheimnis an den Tag gekommen war, wurde es in der einsamen, öden Gegend recht lebendig. Kelten bauten die ersten Hütten rings um den Sumpf, aus dem eine Flüssigkeit hervorquoll. Der Wasseranteil der Flüssigkeit wurde verdampft und zurück blieb kostbares Salz. Aus den Hütten wuchs ein Dorf und daraus ein Städtchen. Schiffe brachten das gewonnene Salz in die umliegende Gegend. Es entstand ein reger Handel. Der Salzbetrieb brachte es mit sich, dass das Umland aus der Verwilderung herausfand und in fruchtbares Ackerland verwandelt wurde. Die nahen rauschenden Wälder mussten für das Auskochen des Salzes herhalten.

h(x2)

d(x2)

b(x2)

f(2x)

a(x2)

j(x2)

e(x2) k(x2) m(x2)

i(x2)

n(x2)

g(x5)

Lösung: a Haus-/Steinmarder (3cm), b Fuchs (5cm), c Krähe (5,5 cm), d Dachs (4,5cm), e Eichhörnchen (5,5cm), f Wildkaninchen (3,8cm), g Braunbär (30cm), h Reh (4cm), i Nutria (12cm), j Graureiher (7,5cm), k Waldmaus (1cm), m Ente (5cm), n Wildschwein (5cm)

9.Naturschutzgebiet

So mancher deutet das Wappen der Stadt als Siedepfanne, in der das Salz gewonnen wurde.

Linden stehen auf dem Platz vor der Terrasse des Peißnitzhauses. Hier seht ihr die Blattform und den Samen dieser beliebten Baumart.

Wertvolle bzw. bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier Schutz- und Rückzugsraum. Es ist ein Bereich, in dem die Natur sich selbst in ihrer Entwicklung überlassen wird, möglichst ohne dass der Mensch eingreift. Vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen werden in den sogenannten Roten Listen vermerkt. 10. Lebensraum Baum Ein Baum bietet Raum für viele Lebewesen. Er beheimatet Insekten, Vögel und Säuger, die auf, im und unter dem Baum wohnen – in einer Höhle, in einem Bau zwischen den Wurzeln, im Stamm, in der Rinde oder im oberen Geäst.


7. Parkbäume und Einwanderer Die nicht einheimischen Baumarten wurden als Zierbaum oder für forstwirtschaftliche Versuche eingeführt. Manche verwildern und breiten sich stark aus, da sie z.B. krankheitsresistenter sind. Andere halten sich nur in städtischen Wärmeinseln. Hier stehen Roteichen (am baschkirischen Spielplatz), eine Gleditschie (auch Lederhülsenbaum genannt, am Markierungsstein), Kastanien und Platanen (am weiteren Pfadverlauf). Kannst du sie entdecken?

2. Zusammenspiel (Bäume und Pilze) Mykorhizza ist ein Pilz, der mit Pflanzenwurzeln zusammenlebt. Er gibt der Pflanze Wasser und gelöste Mineralien und bekommt von ihr unter anderem Zucker. Eine solche Beziehung zu gegenseitigem Nutzen nennt man Symbiose. Schau mal, ob du Bäume mit diesen Blättern entdeckst.

Eiche

Roteiche

Ulme

Kastanie

Spitzahorn

Esche

3. Felsenpanorama Gleditschie 8. Wilde Saale Das Nutria (auch Sumpfbiber) ist ein tag- und nachtaktives Säugetier. Es ernährt sich von Pflanzenteilen. Im Gegensatz zum echten Biber besitzt es einen runden Schwanz und ist kleiner. Das Nutria kam aus Südamerika und ist in Europa aus der Pelzzucht entkommen. Nutrias leben in großen Schilfnestern oder graben Baue in Uferböschungen. Der Graureiher ist ein Schreitvogel und fängt außer Fischen auch Frösche und Mäuse. Stockenten sind Zahnschnäbler, da ihr Schnabel seitlich mit Hornzähnen besetzt ist. Sie fressen grüne Algen, die man auch als Entengrütze bezeichnet.

Platane

Die Saale hat eine im Boden erstarrte Magmablase (vulkanisch) freigespült. Das Gestein besteht aus Porphyr. In dessen feinkörniger Masse sind große, gut ausgebildete Kristalle eingebettet.

Saale Salinen Zechstein Quartär Tertiär Unterer Muschelkalk Oberer Buntsandstein Mittl. Buntsandstein Unterer Buntsandstein Oberer Hal. Porphyr Unterer Hal. Porphyr Sedimente des Rotliegenden Kröllwitz, Burg Giebichenstein, Zoo, Neustadt, Peißnitz, Weinberge, Klausberge, Wittekindsolbad, Galgenberg, Markt


Heißer Käfer Umwickle eine Hand voll Rinde und Blätter fest mit Grashalmen. Stell dir vor, der vulkanische Boden ist sehr heiß und der „Käfer“ darf ihn nicht berühren. Wirf ihn hoch in die Luft, und wenn er in Bodennähe kommt, versuchen alle Mitspieler ihn sorfort wieder nach oben zu werfen. Tipp: Mit Klettenlabkraut (li.) baut man prima Käfer. Pass aber auf vor dem Riesenbärenklau (re.), an dem verbrennt man sich die Haut ganz fürchterlich.

4. Sträucher und ihre Nutzung Die Kornelkirsche hat hartes Holz und kleine, gelbe, kugelige, doldenförmige Blüten von Februar bis April. Aus den großen, auffällig roten, ovalen Steinfrüchten macht man Marmelade und Saft. Der Holzapfel hat rosa-weiße Blüten von April bis Mai. Er verfügt über sehr kleine, häufig schrumpelige Früchte und ist der Stammvater unser heutigen Kulturäpfel. Sein Obstfleisch ist hart und herbsauer. Der Holunder ist ein raschwüchsiger, hoher Strauch. Die gelblich-weißen, stark duftenden, doldenförmigen Blüten blühen von Mai bis Juli. Zur Teezubereitung sind sie sehr gut geeignet. Aus den Früchten gewinnt man einen aromatischen Saft. Der Weißdorn ist ein sommergrüner Strauch aus hartem Holz, und seine Gestalt ist meist kugelförmig. Im Herbst hat er viele rot-ovale Früchte, die leicht mehlig schmecken. Verwendet werden die Blüten und Blätter für herzstärkende Tees. Sage ganz schnell: „Zwischen zwei Zwetschgenbaumzweigen zwitschern zwei geschwätzige Zilpzalpe.“

5. Schwanenbrücke Die Saale ist einer der größten Zuflüsse der Elbe. Sie entspringt in einer Höhe von 728 m im Fichtelgebirge und ist in ihrem heutigen Zustand 413 km lang. In Halle teilt sich der Fluss in mehrere Arme (Wilde Saale, Gerbersaale, Elisabethsaale, Mühlgraben), so dass einzelne Inseln (Rabeninsel, Saline, Peißnitz, Ziegelwiese, Forstwerder) entstehen. Wehre gleichen den natürlicherweise stark schwankenden Wasserstand der Saale aus. In der Saale leben unter anderem diese Fische: Karpfen, Rotfeder, Plötze, Hecht, Aal, Brasse / Blei, Gründling, Zander, Wels, Schleie, Flußbarsch, Döbel, Karausche. Kennst du den folgenden Spruch? „Die erquickende Quelle qillt quirlend empor, empor quillt quirlend die erquickende Quelle“ 6. Dschungel-Ecke (Lianen und Schlinger) Die Liane ist eine Wuchsform von Pflanzen, die schnell zum Licht wollen und sich dabei auf Bäumen abstützen. Die Waldrebe ist eine einheimische Liane mit weißen Blüten und federschweifartigen Fruchtständen. Sie dient als Pionierpflanze zur Erstbegrünung und Bodenfestigung. Der Efeu ist ein immergrünes, am Boden kriechendes oder mit Haftwurzeln bis 30 m hoch kletterndes Gehölz. Die Früchte, die erst im Jahr nach der Blüte reifen, sind giftig. Aus dem Kraut macht man Hustentropfen. Weitere Kletterer: Hopfen, Knöterich und Wilder Wein. „Meine Liane klettert über einen Ast und über...“ Die Spieler wiederholen der Reihe nach den Satz und hängen jedesmal noch einen Gegenstand an. Wer einen Fehler macht scheidet aus. Bildet die längste „Liane“.


Heißer Käfer Umwickle eine Hand voll Rinde und Blätter fest mit Grashalmen. Stell dir vor, der vulkanische Boden ist sehr heiß und der „Käfer“ darf ihn nicht berühren. Wirf ihn hoch in die Luft, und wenn er in Bodennähe kommt, versuchen alle Mitspieler ihn sorfort wieder nach oben zu werfen. Tipp: Mit Klettenlabkraut (li.) baut man prima Käfer. Pass aber auf vor dem Riesenbärenklau (re.), an dem verbrennt man sich die Haut ganz fürchterlich.

4. Sträucher und ihre Nutzung Die Kornelkirsche hat hartes Holz und kleine, gelbe, kugelige, doldenförmige Blüten von Februar bis April. Aus den großen, auffällig roten, ovalen Steinfrüchten macht man Marmelade und Saft. Der Holzapfel hat rosa-weiße Blüten von April bis Mai. Er verfügt über sehr kleine, häufig schrumpelige Früchte und ist der Stammvater unser heutigen Kulturäpfel. Sein Obstfleisch ist hart und herbsauer. Der Holunder ist ein raschwüchsiger, hoher Strauch. Die gelblich-weißen, stark duftenden, doldenförmigen Blüten blühen von Mai bis Juli. Zur Teezubereitung sind sie sehr gut geeignet. Aus den Früchten gewinnt man einen aromatischen Saft. Der Weißdorn ist ein sommergrüner Strauch aus hartem Holz, und seine Gestalt ist meist kugelförmig. Im Herbst hat er viele rot-ovale Früchte, die leicht mehlig schmecken. Verwendet werden die Blüten und Blätter für herzstärkende Tees. Sage ganz schnell: „Zwischen zwei Zwetschgenbaumzweigen zwitschern zwei geschwätzige Zilpzalpe.“

5. Schwanenbrücke Die Saale ist einer der größten Zuflüsse der Elbe. Sie entspringt in einer Höhe von 728 m im Fichtelgebirge und ist in ihrem heutigen Zustand 413 km lang. In Halle teilt sich der Fluss in mehrere Arme (Wilde Saale, Gerbersaale, Elisabethsaale, Mühlgraben), so dass einzelne Inseln (Rabeninsel, Saline, Peißnitz, Ziegelwiese, Forstwerder) entstehen. Wehre gleichen den natürlicherweise stark schwankenden Wasserstand der Saale aus. In der Saale leben unter anderem diese Fische: Karpfen, Rotfeder, Plötze, Hecht, Aal, Brasse / Blei, Gründling, Zander, Wels, Schleie, Flußbarsch, Döbel, Karausche. Kennst du den folgenden Spruch? „Die erquickende Quelle qillt quirlend empor, empor quillt quirlend die erquickende Quelle“ 6. Dschungel-Ecke (Lianen und Schlinger) Die Liane ist eine Wuchsform von Pflanzen, die schnell zum Licht wollen und sich dabei auf Bäumen abstützen. Die Waldrebe ist eine einheimische Liane mit weißen Blüten und federschweifartigen Fruchtständen. Sie dient als Pionierpflanze zur Erstbegrünung und Bodenfestigung. Der Efeu ist ein immergrünes, am Boden kriechendes oder mit Haftwurzeln bis 30 m hoch kletterndes Gehölz. Die Früchte, die erst im Jahr nach der Blüte reifen, sind giftig. Aus dem Kraut macht man Hustentropfen. Weitere Kletterer: Hopfen, Knöterich und Wilder Wein. „Meine Liane klettert über einen Ast und über...“ Die Spieler wiederholen der Reihe nach den Satz und hängen jedesmal noch einen Gegenstand an. Wer einen Fehler macht scheidet aus. Bildet die längste „Liane“.


7. Parkbäume und Einwanderer Die nicht einheimischen Baumarten wurden als Zierbaum oder für forstwirtschaftliche Versuche eingeführt. Manche verwildern und breiten sich stark aus, da sie z.B. krankheitsresistenter sind. Andere halten sich nur in städtischen Wärmeinseln. Hier stehen Roteichen (am baschkirischen Spielplatz), eine Gleditschie (auch Lederhülsenbaum genannt, am Markierungsstein), Kastanien und Platanen (am weiteren Pfadverlauf). Kannst du sie entdecken?

2. Zusammenspiel (Bäume und Pilze) Mykorhizza ist ein Pilz, der mit Pflanzenwurzeln zusammenlebt. Er gibt der Pflanze Wasser und gelöste Mineralien und bekommt von ihr unter anderem Zucker. Eine solche Beziehung zu gegenseitigem Nutzen nennt man Symbiose. Schau mal, ob du Bäume mit diesen Blättern entdeckst.

Eiche

Roteiche

Ulme

Kastanie

Spitzahorn

Esche

3. Felsenpanorama Gleditschie 8. Wilde Saale Das Nutria (auch Sumpfbiber) ist ein tag- und nachtaktives Säugetier. Es ernährt sich von Pflanzenteilen. Im Gegensatz zum echten Biber besitzt es einen runden Schwanz und ist kleiner. Das Nutria kam aus Südamerika und ist in Europa aus der Pelzzucht entkommen. Nutrias leben in großen Schilfnestern oder graben Baue in Uferböschungen. Der Graureiher ist ein Schreitvogel und fängt außer Fischen auch Frösche und Mäuse. Stockenten sind Zahnschnäbler, da ihr Schnabel seitlich mit Hornzähnen besetzt ist. Sie fressen grüne Algen, die man auch als Entengrütze bezeichnet.

Platane

Die Saale hat eine im Boden erstarrte Magmablase (vulkanisch) freigespült. Das Gestein besteht aus Porphyr. In dessen feinkörniger Masse sind große, gut ausgebildete Kristalle eingebettet.

Saale Salinen Zechstein Quartär Tertiär Unterer Muschelkalk Oberer Buntsandstein Mittl. Buntsandstein Unterer Buntsandstein Oberer Hal. Porphyr Unterer Hal. Porphyr Sedimente des Rotliegenden Kröllwitz, Burg Giebichenstein, Zoo, Neustadt, Peißnitz, Weinberge, Klausberge, Wittekindsolbad, Galgenberg, Markt


1. Felsentreppe (Pfadbeginn) Der Hirte und die Sau

Errate das Tier zum Fußabdruck (Orginalgröße): c (x2)

Einst kam eine alte Sau, die sich im Sumpf bei der Saale gewälzt hatte, mit einer weißlich überzogenen Kruste heim. Da wunderte sich der Hirte. Er untersuchte die Stelle, an der das Tier im Sumpf gewühlt hatte, und entdeckte den Schatz, den hier die Natur verbarg. Nachdem das Geheimnis an den Tag gekommen war, wurde es in der einsamen, öden Gegend recht lebendig. Kelten bauten die ersten Hütten rings um den Sumpf, aus dem eine Flüssigkeit hervorquoll. Der Wasseranteil der Flüssigkeit wurde verdampft und zurück blieb kostbares Salz. Aus den Hütten wuchs ein Dorf und daraus ein Städtchen. Schiffe brachten das gewonnene Salz in die umliegende Gegend. Es entstand ein reger Handel. Der Salzbetrieb brachte es mit sich, dass das Umland aus der Verwilderung herausfand und in fruchtbares Ackerland verwandelt wurde. Die nahen rauschenden Wälder mussten für das Auskochen des Salzes herhalten.

h(x2)

d(x2)

b(x2)

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a(x2)

j(x2)

e(x2) k(x2) m(x2)

i(x2)

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Lösung: a Haus-/Steinmarder (3cm), b Fuchs (5cm), c Krähe (5,5 cm), d Dachs (4,5cm), e Eichhörnchen (5,5cm), f Wildkaninchen (3,8cm), g Braunbär (30cm), h Reh (4cm), i Nutria (12cm), j Graureiher (7,5cm), k Waldmaus (1cm), m Ente (5cm), n Wildschwein (5cm)

9.Naturschutzgebiet

So mancher deutet das Wappen der Stadt als Siedepfanne, in der das Salz gewonnen wurde.

Linden stehen auf dem Platz vor der Terrasse des Peißnitzhauses. Hier seht ihr die Blattform und den Samen dieser beliebten Baumart.

Wertvolle bzw. bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier Schutz- und Rückzugsraum. Es ist ein Bereich, in dem die Natur sich selbst in ihrer Entwicklung überlassen wird, möglichst ohne dass der Mensch eingreift. Vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen werden in den sogenannten Roten Listen vermerkt. 10. Lebensraum Baum Ein Baum bietet Raum für viele Lebewesen. Er beheimatet Insekten, Vögel und Säuger, die auf, im und unter dem Baum wohnen – in einer Höhle, in einem Bau zwischen den Wurzeln, im Stamm, in der Rinde oder im oberen Geäst.


Wer wohnt wo?

Nr. Station

D

1 Milan, 2 Eichhörnchen, 3 Hirschkäfer, 4 Fledermaus, 5 Dachs, 6 Flechte Lösung: 2A im Kobel, 1D im Nest, 3E im Aststumpf, 4B im verlassenen Spechtloch, 6C auf der Rinde, 5F im Erdbau.

A

E B C

F

11. Lebensraum Auwald Überschwemmungen und hohes Grundwasser prägen die Peißnitzinsel. Auwälder gleichen hohe Pegelstände der Saale aus. Wie ein Schwamm speichern sie Wasser und geben es langsam wieder ab. Von diesem Wechsel profitieren viele Insekten, Vögel, Kriechtiere und Lurche. Die Nachtigall ist ein Singvögel, der häufig im Saaletal anzutreffen ist. Studenten nannten früher die Peißnitzinsel „Nachtigalleninsel“. Der Kleine Wasserfrosch lebt hier in Tümpeln und Gräben. Mit der Umgebungstemperatur wechselt er seine Farbe von graubraun zu gelbgrün. Er ist ein Grünfrosch und in großen Gruppen den ganzen Sommer über schon am Lautkonzert erkennbar. Die Wasserfledermaus (bis 5,5 cm groß) jagt nachts über dem Wasser Zuckmücken, Köcherfliegen und andere Insekten. Ins Wasser gefallene Beute fischt sie mit ihrer Schwanzflughaut und den rechenartig gespreizten Füssen auf. Am Tag schläft sie in verlassenen Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern oder unter Brücken. Sie paart sich während des Winterschlafes. Hier lebt der Große Blaupfeil, eine Großlibellenart. Sie kann sehr gut sehen und fliegen, ist neugierig und beobachtet auch Menschen aufmerksam. Diese Art lauert auf andere Insekten und fängt sie im Flug. Aus ins Wasser abgeworfenen Eiern wachsen flügellose Nymphen heran.

Wilde Saale

Felsentreppe

Naturschutzgebiet

Bäume / Pilze

Lebensraum Baum

Felsentor

Lebensraum Auwald

Sträucher

Totholz / Igelburg

Schwanenbrücke

Insektenhotel

Lianen / Schlinger

Waldrand

Parkbäume u. Einwanderer

Wiese

Weglänge: ca. 1,57 km; reine Gehzeit: ca. 35 min. Herzlichen Dank für die Unterstützung geht an: Alle Mitarbeiter, Projektleiter, den Vereinsvorstand naturemo Kooperationspartner Naturerlebnis-Führungen Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle / Saale e.V. / Umweltbibliothek Halle „Jürgen-Bernt-Bärtl“ Stadt Halle und an die Arge SGB II Halle GmbH

© Copyright: axebos design halle ®, www.axebos.de Erstauflage: 300 Stück, Stand: Juli 2006 Druck: Druckerei H. Berthold, Halle Titelbild: Jörg Winkler Nutria: © Solveig Scharmann, Reiher: © Heiko Schütz Wasserfledermaus: © Dietmar Nill, www.dietmar-nill.de Schwarzweiß-Grafiken: BUND - Kreisgruppe Leipzig Restliche Abbildungen / Fotos: axebos design halle und Projektmitarbeiter des Peißnitzhaus e.V.


Naturerlebnispfad Peißnitzrunde

12.Totholz / Igelburg Abgstorbene Pflanzenteile, die durch Besiedelung zu Humus zersetzt werden, nennt man Totholz. Viele Pilzarten und Insekten sind an der Umwandlung beteiligt. Insekten übertragen Pilzsporen auf den Holzkörper, die Pilze sind wiederum Nahrungsquelle und Lebensraum für Insekten (z.B. Zunderschwamm und Nashornkäfer). Weitere Zersetzer sind Schnecken, Asseln, Ameisen, Regenwürmer, Schnurfüßer und Saftkugler. Igel verbergen sich in Felsspalten oder graben sich zwischen Baumwurzeln eigene Baue. Sie zählen zu den größten Insektenfressern. Viele Arten können gut klettern und schwimmen. Die meisten Igel leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch und halten Winterschlaf.

(x2) 13. Insekten Hotel „Halle Neustadt“ Das ist ein Zuhause für bestimmte Fluginsekten. Sie legen hier in Löchern ihre Eier ab oder tragen Beutetiere heran. Von der Senkrechten können sie besser in ihre Umgebung starten. Sie besiedeln vorzugsweise kleine Höhlen und Nischen an Böschungen und Steilufern. Trampelnichtpfad Markierung Markierung mit Stein Ohne Markierung PH

Peißnitzhaus

P

Planetarium

Zu den Bewohnern zählen Rote Mauerbienen, Maskenbienen, Goldwespen, Schlupfwespen und Erdhummeln. Es finden sich auch andere Gäste wie Laufkäfer, Ameisen, Baumwanzen, Holzkäfer u.a. ein, die keine Gefahr für die Wildbienen darstellen und deshalb geduldet werden.


14.Waldrand Gehölze und Sträucher bilden einen Mantel am Übergang von einer Wiese zum Wald. Er schützt vor Wind und gleicht die Temperatur aus. Pflanzen haben viele Tricks, um sich auszubreiten. Silberpappeln bilden am Rand ihrer Krone einen Kreis aus Wurzelschösslingen. Andere, wie z.B. der Ahorn, lassen ihre Samen mit dem Wind forttragen. Eichhörnchen oder Vögel verschleppen und fressen fruchtige Samen. Klettfrüchte heften sich an Tierfell oder Kleidung.

Naturerlebnispfad

Wer verbreitet diese Pflanzen? 1 Eichhörnchen 2 Wind 3 Vogel a 4 Schleuderfrucht

b

c

d

g

e f h i a Springkraut, b Eichel, c Klettenlabkraut, d Löwenzahn, e Hasel, f Ahorn, g Hagebutte (Rose), h Klette, i Linde Lösung: 1 (b,c,e,h) 2 (d,f,i) 3 (b,e,g) 4 (a)

15.Wiese Wiesen entstanden meist aus der Bewirtschaftung als Weide. Sie bieten auf kleinstem Raum Platz für viele Insekten- und Pflanzenarten. Je nach Boden gibt es z.B. Magerrasen, Sumpfwiesen oder alpine Wiesen. Wiesennutzer sind der Maulwurf, der Fuchs, das Wildkaninchen, das Reh, das Wildschwein, die Maus, der Frosch, der Igel, viele Käfer, Spinnen, Fliegen, Bienen, Schmetterlinge und Grashüpfer. Auf der Wiese wachsen Blumen, Gräser, Getreide, Kräuter und Pilze.

Von der Natur umrahmt Der erste Spieler legt sich in einer beliebigen Pose auf den Boden. Die anderen Spieler besorgen Moos, Steine, Gras, Zweige, Blätter, Schneckenhäuser usw. Sie legen den Umriss des Liegenden genau nach. Den Umriss erkennt man gut, wenn der „Umwachsene“ später wieder aufsteht.

Maulwurfspur (x2) (vorne und hinten rechts)

Peißnitzhaus e.V. Info: 0345-2394666 Burgstraße 38 06114 Halle Führungen für Schulklassen und Kindergärten: 0345-9597716

Naturlehrpfad Peißnitzrunde  

Das Heft zum Naturerlebnisspfad auf der Peißnitzinsel Halle.