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Villa AmalienstraĂ&#x;e, Oldenburg Sanierung und Umbau pbr Werkbericht


Villa Amalienstraße, Oldenburg Sanierung und Umbau Zur Nutzung als unternehmensinterne Weiterbildungsakademie wurde in Oldenburg ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert nach den Standards der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 saniert und modernisiert. Die vorhandene Bausubstanz wurde umgebaut und mit einem gartenseitigen Anbau ergänzt. Das äußere Erscheinungsbild der alten Villa blieb weitestgehend erhalten. Mit innovativen technischen Lösungen wurden vielseitige Räume für Tagungen und Seminare geschaffen. Als nachhaltiges Bauwerk erhielt das Gebäude das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). 2

Das Gebäude gliedert sich in vier Geschosse. Im Souterrain sind ein Speiseraum und eine Vorbereitungsküche sowie Lagerräume untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Tagungsraum, der bei Bedarf unterteilt werden kann. Es schließen sich Bar/Lounge, Bibliothek und Wintergarten als Kommunikationszonen an. Das Obergeschoss verfügt über zwei weitere Seminarräume und einen großen Präsentationsraum. Zwei Einzelübungsräume sowie zwei Gruppenarbeitsräume liegen im Dachgeschoss. Die Technikzentralen sind im Souterrain und auf dem Dachboden positioniert.


Heizung, Kühlung und Lüftung Mit Hilfe einer Wärmepumpe wird Geothermie als alleinige Energiequelle für die Beheizung und Kühlung des Gebäudes genutzt. Im Bereich der Fassade waren optimale Wärmedämmmaterialien und hochwertige Fenstersysteme notwendig. Für die Beheizung und Kühlung musste ein System gefunden werden, das unter beengten Verhältnissen in den Baukörper integrierbar war. Die erzeugte Heiz- und Kühlenergie im Gebäude wird möglichst lange genutzt. Erst bei einem Überhang wird die überschüssige Energie mit den Erdsonden in den Boden eingespeichert. Bei Bedarf wird sie über die Erdsonden wieder dem Erdboden entzogen und dem Heiz- und Kühlsystem mit der Wärmepumpe zur Verfügung gestellt. 3


Die Beheizung des Speiseraums im Souterrain wird mit einer Fußbodenheizung realisiert. Die Lüftung erfolgt über Quellluftauslässe unter den Sitzbänken an den Außenseiten des Raumes. Für die Belüftung der Vorbereitungsküche wurden Quellluftauslässe in ein großes Küchenmöbelstück integriert. Die Abluft wird über eine Abzugshaube mit einem Ventilator über das Dach abgeführt. In der Haupttechnikzentrale im Souterrain sind die Lüftungsgeräte für die Belüftung des Souterrain, des Erdgeschosses und der Vorbereitungsküche platziert. Außerdem befinden 4

sich hier die Wärmepumpenanlage mit Pufferspeichern und Heizungs-/Kälteverteilern sowie Schaltschränke der MSR-Technik und elektrischen Versorgung. Die Lüftungszentrale im Obergeschoss realisiert die Belüftung des Obergeschosses, der Technikräume und der WCs vom Souterrain bis Dachgeschoss. Der große Tagungsraum wurde mit Klimadecken und -wänden ausgestattet. So kann je nach Bedarf geheizt und gekühlt werden. Dieses System erlaubt es, mit niedrigen Vorlauftemperaturen die Wärmepumpenanlage optimal zu nutzen. Die Belüftung erfolgt über


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führen zusätzliche Kühllasten ab. Die Räume werden über Schlitzauslässe und Abluftfugen in der Klimadecke belüftet. Für die Beheizung der Einzeltrainings- und Gruppenräume im Dachgeschoss sind Heizwände vorgesehen. Die Kühlung erfolgt nach den baulichen Gegebenheiten mit Deckenkassettengeräten oder in die Möbel integrierten Ventilatorkonvektoren auf Klimakaltwasserbasis. In den Technikräumen für die EDV und Medientechnik sorgen Deckenkassettengeräte auf Klimakaltwasserbasis für die Kühlung.

Elektrotechnik

Quellluftauslässe und Abluftfugen, die in die Medienwände integriert sind. Die Bar/Lounge, Bibliothek und der Wintergarten werden mit einer Fußbodenheizung temperiert. Im Wintergarten ist das Fußbodensystem auch als Kühlung ausgelegt, um Überhitzungen im Sommer vorzubeugen. Für eine schnell regelbare Kühlung sind hier zusätzlich Brüstungs-Ventilatorkonvektoren auf Klimakaltwasserbasis eingebaut worden. Im Bereich Bar/ Lounge sind die Quellluftauslässe und Abluftfugen in die Barmöbel integriert. In der Bibliothek sind die Lüftungsauslässe in die Bücherwände eingearbeitet. Der Empfang, die WCs und Nebenräume werden mit Plattenheizkörpern beheizt. Die Tagungsräume im Obergeschoss können mit Klimadecken nach Bedarf geheizt oder gekühlt werden. Kanalkühler im Zuluftsystem

Das Gebäude ist nahezu vollkommen mit einem Installationsbus KNX ausgestattet. Dieser schaltet und regelt die Beleuchtung, den Sonnenschutz sowie die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. In allen Räumen kann die Beleuchtung über diesen Bus gedimmt werden. Die Beleuchtungskonzepte des Architekten sind mit hochwertigen Designerleuchten ausgeführt worden. Die Fassadenbeleuchtung zum Parkplatz und Garten hin ist mit LED-Leuchten umgesetzt worden. Touchpanels an den Seminareingangstüren dienen der Steuerung der Medientechnik und Leuchten sowie der Heizungs- und Lüftungstechnik. Eine Zentralbatterieanlage speist den Energiebedarf der Sicherheitsbeleuchtung. Nachinstallationen sind durch die Nutzung von Unterflursystemen mit Auslassdosen möglich. Für das Gebäude wurde ein 250-AmpereAnschluss gelegt. Dies entspricht dem vierfachen eines üblichen Stromanschlusses für Bürogebäude dieser Größe.

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Villa Amalienstraße, Oldenburg Sanierung und Umbau Planungsbeginn 04/2009 Baubeginn 10/2009 Fertigstellung 04/2011 Flächen und Rauminhalte HNF 783 m² BGF 1.306 m² BRI 4.485 m³

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Technische Ausrüstung 1,18 Mio. € (brutto) Architektur Angelis + Partner Leistungen pbr AG Technische Ausrüstung


Anbau

Villa

Amalienstraße Lageplan

Als pbr Werkberichte liegen u. a. vor: Institut der Feuerwehr NRW, Münster Neubau einer Übungshalle

E.ON Avacon AG Stendal Sanierung und Neubau eines Verwaltungs- und Betriebsgebäudes

Gymnasium Carolinum Osnabrück Umbau und Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz

• Querschnitt – pbr Unternehmensdarstellung • Staatliche Regelschule Jena-Winzerla • Feuerwache und Polizeiabschnitt 35 für das Parlaments- und Regierungsviertel in Berlin • Neubau des Erwin-Schrödinger-Zentrums, Informationsund Kommunikationszentrum Humboldt-Universität zu Berlin • Amtsgericht Sonneberg • Schwimmoper Wuppertal Sanierung, Modernisierung und Erweiterung • Neubau einer zentralen Feuer- und Rettungswache in Gelsenkirchen • Lindner Park-Hotel Hagenbeck, Hamburg Neubau eines Tierpark-Themen-Hotels • Neubau der Zentrale der E.ON Avacon AG in Helmstedt • Forum am Dom, Osnabrück – Um- und Ausbau des Diözesanmuseums mit Cafeteria sowie Neubau eines Chorsaals • Borromäus-Hospital Leer, Umgestaltung und Erweiterung • Nettebad Osnabrück, Neubau eines Sport-, Erlebnis- und Freibades mit Gastronomie, Sauna und Wellnessbereich • Universität Osnabrück, Laborneubau und Sanierung eines Hörsaalgebäudes • Bode-Museum Berlin, Grundinstandsetzung denkmalgeschützter Bausubstanz • Fachbereich Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Neubau eines Institutsgebäudes mit integrierter Tierhaltung

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Gründungsjahr 1960

pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure

Gesellschaftsform Aktiengesellschaft

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Fotos: Klemens Ortmeyer . Druck: Günter Druck, Georgsmarienhütte . Konzeption/Realisierung: Kuhl|Frenzel, Osnabrück

Komplexe Bauaufgaben erfordern umfassende Fachkompetenz, gestal­terische und technische Kreativität sowie wirtschaftliches Know-how. Diese vom Bauherrn gestellten Anforderungen erfüllt die pbr Planungsbüro Rohling AG. Mit über 400 Mitarbeitern an 9 Standorten gehören wir zu den größten Architektur- und Ingenieurbüros Deutschlands. Wir betreuen und steuern Projekte von der ersten Idee über den Entwurf bis zur Objektüberwachung. Die 50-jährige Planungserfahrung und ein stetiger Wissens­transfer bilden die Grundlage für die erfolgreiche Abwicklung der unterschiedlichsten Bauprojekte. Wir planen Objekte für den Verwaltungs-, Ausbildungs-, Indust­rie-, Kultur-, Freizeit- und Gesundheitsbereich. Die fachübergreifende Ver­netzung unserer Geschäftsbereiche ist der Garant für hochwertige, wirtschaftliche und zeitoptimierte Gesamtlösungen aus einer Hand. Unser qualifiziertes Team bietet dem Kunden aber nicht nur ganzheitliche Lösungen, sondern auch Fachplanungen in den Bereichen Architektur, Bauinge­nieurwesen und Technische Ausrüstung.


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