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Fenster zur Forschung 2012

Porträt Ines Günther-Leopold

Forschung an heissen Proben Ines Günther-Leopold gehört zu den Forschenden am PSI, die das von ihnen untersuchte Material kaum je direkt in die Hand nehmen. Die Chemikerin leitet die Gruppe Isotopen- und Elementanalytik im Hotlabor, einer schweizweit einzigartige Anla­ge zur sicheren Untersuchung hoch toxischer, radioaktiver Substanzen – egal, ob es sich um Proben aus medizinischen Anwendungen, aus den Beschleunigeranlagen des PSI oder aus Kernkraftwerken handelt. Die Materialproben, wie etwa abgebrannte Brennstäbe, werden hin­ ter meterdicken Abschirmungen mithilfe von Manipulatoren, roboterartigen Greifarmen, vorbereitet oder in abgeschirmten Handschuhboxen verdünnt und aufwendig analysiert. So kann man Alterungsund Korrosionsphänomene untersuchen. An ihrer Arbeit schätzt sie, dass die Ergebnisse meist schnell in die Praxis umgesetzt werden. «Wir helfen Kraftwerken, ihre realen Probleme zu lösen. Unsere Forschung findet direkte Anwendung», sagt GüntherLeopold. Darüber hinaus empfindet sie es als grossen Vorteil, dass die Abteilung aus verschiedenen Disziplinen zusammengewürfelt ist: Physiker, Chemikerinnen, Materialwissenschaftlerinnen, Ingenieure und

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Fenster zur Forschung (02/2012)  

Das Wissenschaftsmagazin des Paul Scherrer Instituts

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