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Verein fĂźr Jugend und Freizeit _

Jahresbericht

2012


Konzept und Gestaltung: Patrick Hoffmann patrick.hoffmann@gmail.com Druckerei: SprĂźngli Druck AG Auflage: 700 Ex.


Inhalt 03 JAHRESBERICHT DES PRÄSIDENTEN

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JAHRESBERICHT DER GESCHÄFTSLEITUNG

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OFFENE JUGENDARBEIT WOHLEN

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OFFENE JUGENDARBEIT VILLMERGEN

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OFFENE JUGENDARBEIT SINS

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OFFENE JUGENDARBEIT MURI

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OFFENE JUGENDARBEIT SEON

24

OFFENE JUGENDARBEIT MAIENGRÜN

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OFFENE JUGENDARBEIT ZUFIKON

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OFFENE JUGENDARBEIT SISSLERFELD

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OFFENE JUGENDARBEIT KELLERAMT

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INTEGRATIONS- UND MIGRATIONSPROJEKT TOOLBOX

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FACHBERICHTE:

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• «VEREINE UND SOZIOKULTURELLE ANIMATION – POTENZIALE EINER KOOPERATION» • «SEXUELLE BILDUNG UND SOZIOKULTURELLE ANIMATION»


«DIE OFFENE JUGENDARBEIT IST EIN WICHTIGES PUZZLETEIL IN UNSEREM HEUTIGEN SOZIALEN UMFELD»

Alex Meyer, Präsident

W

ie und wo haben Sie in Ihrer Jugend die Freizeit verbracht? Haben Sie Termine mit Ihren Freundinnen und Freunden auch per SMS oder über einen Chat koordiniert, sich über Partys und Aktivitäten per Facebook informiert und via ­Twitter Ihre Meinung einem Weltpublikum mitgeteilt? Was heute für die Jugendlichen nichts Aussergewöhnliches darstellt, war vor wenigen Jahren noch undenkbar. Die Welt dreht schnell, der Wandel der Zeit ist unaufhaltbar. Die Anforderungen an die Jugendlichen und die Ansprüche des Umfeldes steigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Jugendlichen Rückzugs- und Freizeitmöglichkeiten angeboten werden oder einfach nur eine Person für den Gedankenaustausch zur Verfügung steht. Bei den von den Jugendlichen initierten und vom VJF begleiteten Projekten lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam am gleichen Strick zu ziehen. Aus diesen Gründen ist die offene Jugendarbeit aus meiner Optik ein wichtiges Puzzleteil in unserem heutigen sozialen Umfeld. Es freut mich, Ihnen den ersten Jahresbericht als Präsident des Vereins für Jugend und Freizeit vorstellen zu dürfen. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem Team

kann der Vorstand auf ein vielseitiges, interessantes und herausforderndes Vereinsjahr zurückblicken. Nachdem die letzten Jahre durch die Ausbreitung unseres Angebotes der Jugendarbeit in verschiedenen Gemeinden im Kanton Aargau geprägt war, haben wir uns im vergangenen ­Geschäftsjahr im Vorstand vor allem auf zahlreiche Themen rund um die Zukunft und Entwicklung des Vereins fokussiert. Durch die Erweiterung des Vorstandes mit Veronika Schürer-Küng und Lukas Vogt konnten wir bewährte Kräfte mit einem profunden Wissen zur Jugendarbeit für den VJF gewinnen; mit Nadja Koch werden die Finanzen in Zukunft durch professionelle Hände betreut. Der Vorstand ist somit breit abgestützt und mit dem entsprechenden Know-How ausgestattet, um die positive Entwicklung gemeinsam mit der Geschäftsleitung weiter zu führen. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand für ihr grosses Engagement und die vielen konstruktiven Diskussionen. Durch die Einführung einer Geschäftsleitung im Jahr 2012 ­tragen wir der gewachsenen Vereinsgrösse und den gestiegenen Anforderungen Rechnung. Stellvertretungen können wahrgenommen und das Wissen auf mehrere Personen verteilt werden. Unter der Führung von Arsène Perroud, unterstützt durch Josephina Vogelsang (fachliche Leitung) und Karin Stoll (Administration und Finanzen) haben wir ein sehr professionelles, dynamisches Team, welches die Geschicke des Vereins leiten. Euch und dem ganzen Team ein herzliches Dankeschön für den tollen Einsatz! Im Namen des ganzen Vereins bedanke ich mich bei den Gemeinden und Gremien, welche uns die Jugendarbeit in ihrem Gebiet anvertrauen, für die angenehme Zusammenarbeit. Wir freuen uns mit Ihnen auf weitere tolle P­ rojekte und die konstruktive Weiterführung unserer Arbeit. Ein grosses Dankeschön gebührt auch unseren zahlreichen, langjährigen Mitgliedern, die uns tatkräftig unterstützen. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Eintauchen in die Tätigkeiten des Vereins für Jugend und Freizeit. Beste Grüsse Alex Meyer


«JE GRÖSSER EINE ORGANISATION WIRD, UMSO SCHWIE­ RIGER WIRD ES, DAS VORHANDENE WISSEN ZU PFLEGEN»

Arsène Perroud, Fachliche Leitung, Geschäftsführer

S

eit 2012 wird der VJF operativ von einer dreiköpfigen Geschäftsleitung geführt. Das Geschäftsleitungsmodell hat das Modell der Stellenleitung abgelöst, da die zunehmende Komplexität und der Umfang der Tätigkeiten eine breitere Abstützung auf Leitungsebene verlangte. Die Geschäftsleitung bilden ­Josephina Vogelsang (Fachliche Leitung, stv. Geschäftsführerin), Karin Stoll (Administration, Finanzen) und Arsène Perroud (Fachliche Leitung, Geschäftsführer). Notwendig wurde die Einführung der Geschäftsleitung aufgrund der Erweiterung des Tätigkeitsgebiets im Jahr 2012. Mit zwei neuen Projekten in den Gemeinden im Kelleramt (Jonen, Rottenschwil, Arni, Unterlunkhofen, Oberlunkhofen) und im Sisslerfeld (Eiken, Stein, Münchwilen, Sisslerfeld) erweiterte sich das Arbeitsfeld des VJF massgeblich. Der VJF ist nun in insgesamt 17 Aargauer Gemeinden mit zehn verschiedenen Projekten tätig. Neben den neuen Projekten gelangten zwei Pilotphasen zum Abschluss. In Seon und Muri konnten beide Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Beide Projekte starteten 2010 und wurden 2012 evaluiert. Im November wurde über die definitive Einführung positiv entschieden, sodass in beiden Gemeinden die offene Jugendarbeit ab 2013 als unbefristetes Angebot eingeführt werden kann. Mittlerweile arbeiten 24 Mitarbeitende beim VJF und set-

zen die verschiedenen Aufträge um. Mit dem Ausbau des Tätigkeitsgebiets stiessen Maria Penthor und Manuel Kaufmann (Kelleramt) sowie Tomas Horak und Raphaela Gisler (Sisslerfeld) zum Team des VJFs. Mit Dani Slama, Tanja Hufschmid und Lilian Stammbach verliessen drei teils langjährige Mitarbeitende den VJF. Ersetzt wurden die Abgänge durch Luca Baldelli, Ramona Hochrainer, Gabriel Ganarin und Karin Stoll. Mit dem Wachstum des VJFs erhält das Thema Wissensmanagement grössere Bedeutung. Innerhalb der Organisation ist sehr viel Know-How vorhanden, die Mitarbeitenden verfügen über Methoden- und Fachwissen, verschiedene Erfahrungen und Kontakte zu wichtigen Partnern bestehen. Je grösser eine Organisation wird, umso schwieriger wird es, das vorhandene Wissen zu pflegen und für alle Mitarbeitenden zugänglich zu machen. Dieser Herausforderung hat sich die Geschäftsleitung im Jahr 2012 angenommen und Instrumente eingesetzt, mit denen diese Aufgaben in Zukunft zu lösen sind. Freundliche Grüsse Arsène Perroud

➔ PERSONELLES Josephina Vogelsang (50%) und Arsène Perroud (60%) übernehmen die fachliche Leitung der verschiedenen ­Arbeitsbereiche und führen die Mitarbeitenden. Karin Stoll (60%) ist für die Leitung der administrativen und finanziellen Belange zuständig.

Ein starkes Team: Arsène Perroud mit Josephina Vogelsang (links) und Karin Stoll

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➔ REGELMÄSSIGES 2012 JUGENDTREFF / ANLÄSSE IM HAUS

Mittwoch 15 bis 19 Uhr, Freitag 19 bis 22 Uhr, samstags nach Ansage: Treffpunkt für Jugendliche der Oberstufe mit Bar, Tischfussball, Pingpong, Billard und Musikanlage. Durchführung von Veranstaltungen wie Back- und Kinoabende, DJ-Workshops, Partys oder gemeinsame Aktivitäten wie Bowling, Schlittschuhlaufen, Grillieren mit Begleitung durch Jugendarbeitende. ANLAUFSTELLE UND INFOTHEK

Die Anlaufstelle bietet Raum für Anliegen der Jugendlichen und Gespräche über den Alltag und jugendrelevante Themen. Die Jugendlichen werden motiviert und unterstützt bei der Planung und Durchführung von Anlässen, Projekten und Mitgestaltung des Monatsprogramms. INFOTHEK

Für verschiedene Problemsituationen können an der Info­theke Informationen und Hilfestellungen zu diversen ­Jugendthemen bezogen werden. Es werden verschiedene Workshops für Jugendliche und Eltern zu aktuellen Themen durchgeführt. BEWERBUNGSBÜRO

Mittwoch 13 bis 15 Uhr, Donnerstag 16 bis 18 Uhr: ­Unkomplizierte Unterstützung bei Anliegen rund um die Berufswahl und der Lehrstellensuche. Insbesondere beim Erstellen eines Bewerbungsdossiers und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

VERMIETUNGEN

Die offene Jugendarbeit Wohlen bietet die Möglichkeit, Tanzraum, Aufenthaltsraum mit Küche und Discokeller sowie Musikanlage und Partybeleuchtung für private Anlässe zu mieten. Das Angebot steht sowohl Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung. MOBILE JUGENDARBEIT

Die regelmässige Präsenz, jeweils am Donnerstagnachmittag, im Schulhaus Halde und Junkholz wird mit dem Jugendmobil abgedeckt. Am Mittwochnachmittag und ­ Freitag­ abend wird zusätzlich der öffentliche Raum in ­Wohlen von den Jugendarbeitenden zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Jugendmobil besucht. Damit werden auch Jugendliche erreicht, welche nicht das Angebot im Haus nutzen. HALL OF FAME

Im Rahmen des Graffiti Projekts wurden die bestehenden Wände im Jahr 2012 regelmässig kunstvoll besprayt. Die Wände bei der Badi und in der Unterführung Halde-BBZ sind sehr gefragt. Durch eine zusätzliche Fläche beim Dirt Park konnte das Angebot erweitert werden. JUGENDRÄUME Party im neugestalteten Discokeller

Es stehen den Jugendlichen ab 16 Jahren aus Wohlen sieben Räume zur Verfügung, welche als Bandraum, Atelier


oder Ähnliches genutzt werden können. 2012 waren alle Räume immer besetzt und der Betrieb lief ordnungsgemäss ab. SACKGELDJOBS

Das Angebot richtet sich an Jugendliche aus der Oberstufe, die in ihrer Freizeit einem Nebenverdienst nachgehen möchten. Das Jobangebot für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren ist gering und es besteht eine sehr grosse Nachfrage danach. Jobanbieter können die Verdienstmöglichkeiten auf einer Plattform inserieren, worauf sich die interessierten, registrierten Jugendlichen melden können. www.sackgeldjobs.ch

ROUNDABOUT

Die Tanzgruppe Roundabout richtet sich an Mädchen, welche Lust am Tanzen und Beisammensein haben. Das Roundabout wird von zwei jungen Frauen geleitet und wird finanziell von der Jugendarbeit Wohlen unterstützt. MIDNIGHT SPORTS

Spiel und Spass mit Sportprogramm, Musik und Kiosk in der Junkholzturnhalle. Das Midnight Sports für Oberstufenschüler/innen findet in den Wintermonaten jeweils am Samstagabend von 20.30 bis 23 Uhr statt. Die Jugendlichen werden von einem Team von jungen Erwachsenen betreut, welches von der Projektleitung gecoacht wird. Im Jahr 2012 fanden 12 Abende statt.

JUGENDRAT

Der Jugendrat wurde als Projekt der Jugendsession­ lanciert. Ab der dritten Oberstufe können politisch interessierte,­engagierte Jugendliche dem Jugendrat beitreten. Der Jugendrat nimmt Ideen und Wünsche der ­Jugend auf und bearbeitet diese. Sie stehen in Kontakt mit dem Gemeinde- und Einwohnerrat und bearbeiten aktuelle politische Themen. Bei der Jugendsession arbeitete der Jugendrat aktiv mit.

Kantonaler Mädchenkulturtag 2012 in Wohlen

OPEN SUNDAY

Ebenfalls 12-mal wurde das Open Sunday Programm durchgeführt. Das offene Sportangebot ist das Pendant zum Midnight Sports und richtet sich an Kinder im Primarschulalter. Der Anlass findet jeweils am Sonntagnachmittag in der Junkholzturnhalle statt.

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OPEN STAGE

22. NOVEMBER

2012 wurde eine Projektgruppe bestehend aus zehn ­musikinteressierten Jugendlichen geschaffen. Die Gruppe hat zum Ziel, Auftrittsmöglichkeiten für junge Musiker aus der Region zu schaffen und organisiert dafür regelmässig Anlässe mit offener Bühne für junge Bands aus der Region.

Kantonaler Mädchenkulturtag. Durchführungsort war im Jahr 2012 Wohlen. 86 Teilnehmende aus dem ganzen Kanton arbeiteten in verschiedenen Workshops zum ­Thema­ «I feel good!». 9.–10. NOVEMBER

➔ AGENDA 2012

Jugendsession: 46 Jugendliche beteiligten sich an der diesjährigen Session. Thema war: «Unser Platz in der Gemeinde». Erfolgreiche Session mit grosser Medienpräsenz.

27. JANUAR

17. UND 24. NOVEMBER

Eröffnung Disco und Chill-Room. Einweihung des neu ­renovierten Discokellers mit Apéro für die Öffentlichkeit und Party für Oberstufenschülerinnen und -schüler.

Bewerbungskurs «Lehrstelle in Sicht». Ganztägige Bewerbungskurse für 3. und 4. Oberstufenschüler/innen mit praktischem Coaching durch vier Kommunikationstrainer. Mit 30 Teilnehmenden waren die Kurse ein voller Erfolg.

10. MÄRZ

Velobörse in der Bleichi Wohlen. Sehr hohe Besucherzahlen, grosses Bedürfnis.

26. NOVEMBER BIS 2. DEZEMBER

18.–20. APRIL

NOVEMBER–DEZEMBER

Spieltage zum Thema Indianer.

Alle Schulklassen der 1. Oberstufe der Schulhäuser Bünzmatt, Junkholz und Halde besuchten gemeinsam mit ihren Lehrpersonen die Jugendarbeit Wohlen, um das Team und die Angebote kennenzulernen.

26. APRIL

Workshop Sexualpädagogik. Von einer Lehrperson aus dem Bünzmatt angefragt, führte die Jugendarbeit einen Sexualpädagogik-Workshop in einer 3. Oberstufe durch. 12. MAI

Open-Stage Anlass: In der Plattform fand ein Abend mit Konzerten von jungen lokalen Bands statt. Ca. 80 Personen besuchten den Anlass. 2. JUNI

Dirt Park Spatenstich: Auf dem bereits planierten Gelände wurde die Bauphase eingeläutet. Die Erde für die Sprünge wurde angeliefert und mit dem Bau konnte begonnen werden. 29. SEPTEMBER

Eröffnung Dirt Park: Einer der schweizweit grössten Dirt Parks konnte eröffnet werden. Die Gäste hatten die Möglichkeit sich am Grill und an der Bar verpflegen zu lassen. Mit Live-Musik wurde der Anlass musikalisch abgerundet. Die Projektgruppe von Open Stage hat für den Anlass zwei Konzerte organisiert.

Kerzenziehen in der Bleichi Wohlen

➔ HIGHLIGHTS 2012 ERÖFFNUNG DISCO UND CHILL-ROOM

Bei der Neugestaltung des Discokellers der Jugendarbeit hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Ideen für die Raumgestaltung einzubringen, bei den Renovierungs­ arbeiten mitzuhelfen und dem Raum einen neuen Namen zu verleihen. Nach monatelanger Arbeit war es im Januar dann endlich soweit: Der «5610 Chill-Room» wurde offiziell eröffnet! Am Nachmittag hatte die Öffentlichkeit die Gelegenheit, den Raum zu besichtigen und sich von den Jugendlichen selbst zubereitete Drinks und Häppchen servieren zu lassen. Am Abend zelebrierten dann rund 80 Oberstufenschüler/innen die Eröffnung des neuen Raumes mit einer grossen Party. DJs und Rap-Acts brachten die Stimmung zum Kochen. JUGENDSESSION 2012

31. OKTOBER

Halloweenparty

Die Jugendsession 2012 war sehr erfolgreich. Es nahmen rund 46 Jugendliche daran teil. Erstmals wurde ein


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Der Dirt Park in der Bauphase

Oberthema bestimmt, welches die Jugendlichen während der ganzen Session begleitete. Zum Thema «Unser Platz in der Gemeinde» arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam Projektideen und konkrete Anliegen aus. Am offiziellen Teil der Session übernahm der Jugendrat eine tragende Rolle. Er beteiligte sich am Podiumsgespräch, moderierte die Plenumsdiskussion und stellte den Jugendrat vor. An der Jugendsession waren einige Einwohnerräte und auch Gemeinderäte anwesend. Alles in allem eine sehr erfolgreiche Jugendsession mit grosser Medienpräsenz. DIRT PARK

Nach der Projektierungsphase fuhren im Mai die Baumaschinen vor. Diese trugen auf dem ganzen Gelände die oberste Erdschicht ab. Mit der angelieferten lehmhaltigen Erde wurden die verschiedenen Sprünge geformt. Die aus motivierten Jugendlichen bestehende Projektgruppe erarbeitete die Baupläne und organisierte die Umsetzung. Während der Bauphase wurde jeden Samstag am Park gebaut und eine Bauwoche in den Sommerferien eingeschaltet. Das ehrgeizige Terminprogramm konnte nicht ganz eingehalten werden. Komplexere Planungs- und Vorbereitungsarbeiten sowie schlechte Witterungsbedingungen verschoben das gesamte Programm. Ende September wurde der Dirt Park nach der intensiven, monatelangen und schweisstreibenden Arbeit gebührend

eröffnet. Trotz Wetterpech fanden zahlreiche Besucher den Weg in den Wohler Dirt Park. Der geplante Contest zur ­Eröffnung konnte leider aufgrund schlechter Witterung nicht stattfinden. Die musikalische Unterhaltung, von der Open-Stage-Projektgruppe organisiert, sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Die letzten Arbeiten des Dirt Parks erfolgen im Frühjahr 2013.

PERSONELLES Claudia Weber 50%, Stefanie Twerdy 60%, Luca Baldelli 60%, Gabriel Ganarin 20%, Isabelle Steiner, Praktikantin 60%, Dardan Bujupaj, Zivildienstleistender Das Team der offenen Jugendarbeit Wohlen verzeichnete im Jahr 2012 zwei Wechsel. Tanja Hufschmid beendete nach 5 Jahren ihr Engagement als Projektleiterin für die Projekte Midnights Sports und Open Sunday und übergab die Tätigkeiten neu an Gabriel Ganarin. Zudem verliess ­Daniel Slama den VJF nach 3 Jahren. An seiner Stelle ­startete Luca Baldelli als Jugendarbeiter in Wohlen.


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➔ REGELMÄSSIGES 2012 JUGENDTREFF AM MITTWOCHNACHMITTAG

Treffpunkt für Oberstufenschüler und -schülerinnen von 14.30 bis 17.30 Uhr. JUGENDTREFF AM FREITAG

Jede zweite Woche von 19.00 bis 23.00 Uhr. Die Jugendlichen gestalten den Abend mit ihren Wünschen und Vorschlägen mit. PAUSENPLATZAKTION

Einmal pro Monat ist das Treffteam auf dem Pausenplatz in Villmergen und der Bezirksschule in Wohlen. Das Ziel ist, mit Nichttreffbesuchern und Nichttreffbesucherinnen in Kontakt zu treten und über die geplanten Anlässe zu informieren.

TREFF FÜR 1. & 2. OBERSTUFE

Einmal pro Monat ist der Treff speziell für die Jüngeren geöffnet. Das Ziel ist, die Bedürfnisse dieser Altersstufe anzusprechen, zu fördern und die Teilnahme am Treffangebot zu erleichtern.

➔ AGENDA 2012 JANUAR

Töggeliturnier, von den 1. & 2. Oberstufenschüler / -innen organisiert. FEBRUAR

Mädchenprojekttag in Zusammenarbeit mit der Schule Villmergen. Das Thema ist Ernährung, Bewegung, Entspannung und Strategien bei Problemen.

MÄDCHENARBEIT

MÄRZ

Einmal pro Monat ist der Treff speziell für Mädchen offen. Das Angebot wird zusammen mit den Mädchen gestaltet.

Tanzworkshop von Mädchen für Mädchen. APRIL

Auf Initiative des DJ-Teams wurde die alte Anlage ersetzt.


Das DJ Team führt DJ-Kurse für den Nachwuchs durch. MAI

- Die Jugendkommission Villmergen wird gegründet und umfasst 9 Mitglieder. - Der Neuanstrich des Eingangsbereiches wurde mit den Jugendlichen realisiert. - «Only for Man»-Abend (nur für Jungs) mit Pokern, ­Gespräch über die Spielsucht und Fairplay

DEZEMBER

- Guetzlibacken für den Weihnachtsmarkt - Ladysabend mit gewünschten Gesprächsthemen - Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Villmergen - Töggeliturnier, von den 1. & 2. Oberstufenschüler und Oberstufenschülerinnen organisiert

➔ HIGHLIGHTS 2012

JUNI

- Gemeinsamer Treff mit Pool und Grillen mit der Jugendarbeit Maiengrün - Cocktailkurs für die 1. & 2. Oberstufenschüler und Oberstufenschülerinnen

MÄDCHENARBEIT

- Mixkurs mit dem Blauen Kreuz plus Prävention für die Beachparty - Beachparty in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Maiengrün und Wohlen - Schulbesuche der ersten Oberstufenklassen im Treff

Die einmal im Monat stattfindenden Ladysabende w ­ erden von einer kleinen Gruppe von Mädchen besucht. Es entstehen immer wieder gute Gespräche und wertvolle ­Reflexionen über Themen, die die Mädchen beschäftigen. Die Mädchen sagen, dass es ihnen gut tut, unter Mädchen zu sein und sich auszutauschen. Der Mädchenkulturtag im September war ausgebucht und von zahlreichen Mädchen aus der Gegend besucht. Die positiven Feedbacks der Mädchen zeigen, dass das spezifische Angebot für Mädchen wichtig ist.

SEPTEMBER

BEACHPARTY

Mädchenkulturtag mit über 80 Teilnehmerinnen

Die Beachparty wurde gemeinsam von den Jugendarbeitsstellen Maiengrün, Wohlen und Villmergen organsiert. Im Vorfeld wurde ein Cocktailkurs mit dem Blauen Kreuz ­organisiert. Das Beachvolleyballturnier wurde am Nachmittag durchgeführt und die Sieger und Siegerinnen mit Preisen geehrt. Am Abend der Party wurde die Kasse, die Bar und die Musik von den Jugendlichen organisiert. Die beleuchteten Pools luden zum Baden ein, zudem engagierte sich die Juko am Grill und an der Bar. Es herrschte eine gute Stimmung und zahlreiche Jugendliche haben an diesem Anlass teilgenommen.

AUGUST

OKTOBER

Halloweenparty NOVEMBER

- Ladystreff mit Badekugel- und Lipglossworkshop - DJ-Kurse für die Nachwuchs-DJs - Filmabend auf Initiative von Jugendlichen

➔ PERSONELLES Tenzing Frischknecht arbeitet seit Anfang 2011 für die offene Jugendarbeit Villmergen. Sie absolviert in Luzern die Ausbildung zur Soziokulturellen Animatorin FH. Jocelyn Daloz beendet seinen Zivildienst Ende Januar 2012. Dave Eichenberger leistet seinen Zivildienst von Februar bis Ende Juni 2012. Jonas Bürgi startet seinen Zivildienst ab August 2012.

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➔ REGELMÄSSIGES 2012 IM FRÜHLING, SOMMER UND HERBST

ist das Jugendmobil an den informellen Treffpunkten der Jugendlichen in der Gemeinde Sins präsent. Mit den Jugendlichen werden Gespräche zu unterschiedlichen Themen geführt, Spiele und Aktivitäten durchgeführt und Anlässe vorbereitet. IM HERBST, WINTER UND FRÜHLING

findet ein wöchentlicher Treff im Jugendkeller statt. Musik, Töggele, Billard, Gsund-Food, Gespräche führen, diverse Spiele und Aktivitäten sowie Anlässe vorbereiten sind wichtige Elemente dieser Nachmittage. DURCHFÜHRUNG VON ANLÄSSEN UND PROJEKTEN

mit Jugendlichen und anderen Anspruchsgruppen.

➔ AGENDA 2012 JANUAR

AUGUST

Regionales Töggeliturnier in Muri

- Apéro am Pfarreifest - Turnhalleneröffnung

FEBRUAR

Auf- und Umbau Jugendkeller

SEPTEMBER

Gamenachmittag MÄRZ

Jugenddisco mit neu gegründetem Barteam APRIL

Kick-off Grill & Chill MAI

- Klassenbesuche der gesamten Oberstufe Sins - Grill & Chill

OKTOBER

- Kinonachmittag - Grill & Chill - Girls only - Info-Abend Jugend-Mit-Wirkungs-Tag - Saturday Night Sports Sins - Halloween-Party NOVEMBER

JUNI

- Disco – organisiert & durchgeführt durch das Barteam - Klassenübernachtung: Zusammen mit der Schulsozialarbeit wurde eine Klasse an ein Zelt-Weekend oberhalb von Sins begleitet. JUNI

Grill & Chill

- Elternabend «elektronische Medien» von Zischtig.ch - Girls only - Game-Night DEZEMBER

- 1. OK Sitzung für den Jugend-Mit-Wirkungs-Tag - Saturday Night Sports I & II. - Weihnachts-Party


➔ HIGHLIGHTS 2012 OFFENE JUGENDARBEIT:

Bei der Eröffnung der 3fach-Turnhalle konnte sich die ­Jugendarbeit Sins mit dem Jugendmobil der breiten Bevölkerung präsentieren. Mit der Saftbar, vielen Sitzsäcken und noch mehr Kreide wurde der Platz vor der Turnhalle von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingenommen. Die motivierte und aufgestellte Truppe des Roll-Ladens Zürich hat mit 30 verschiedenen Kickboards bei Jung und Alt für viel Bewegung und Spass gesorgt. Die Jugendlichen haben sich mit viel Elan dem Cocktail mixen gewidmet und innert kürzester Zeit waren die Cocktails ausverkauft. Die Feedbacks der Jugendlichen, der Erwachsenen wie auch der Behörden von Sins waren ausnahmslos positiv. MOBILE JUGENDARBEIT:

Mit dem monatlichen Grill & Chill nutzen wir die tolle Umgebung von Sins für Ausflüge und können mit kleinem Aufwand grosse Begeisterung bei den Jugendlichen auslösen. Beim gemeinsamen Zusammenstellen des Mittagsmenus, beim Einkauf planen und durchführen und beim Essen zubereiten werden die Selbst- & Handlungskompetenzen der Jugendlichen gestärkt. Ihre Stärken zeigen, neue Ideen und Fähigkeiten entdecken, das entspannte Umfeld und die vielen Möglichkeiten für Spiele, Gespräche, Musik hören und in der Reuss baden – das macht das Grill & Chill für die Jugendlichen zu einem wichtigen monatlichen Anlass.

von ihnen genutzten Geräte zu sorgen. Als Unterstützung werden (junge) Erwachsene, andere Jugendarbeiter oder Zivis angefragt. Aus einem zuerst als einmalig gedachten Einsatz der Pfadi / Jungwacht Sins wuchs aufgrund der grossen Begeisterung der jungen Erwachsenen eine tolle Zusammenarbeit. Sie übernehmen den sportlichen Teil in der Halle und sorgen dafür, dass sich alle Jugendlichen ungestört ihren Aktivitäten widmen können. Zudem bringen sie neue Ideen ein und begeistern die Kids z.B für Slackline und andere Sportarten, die sie selber ausüben. Ihre Hilfe beim Auf- und Abbau ist unbezahlbar und reduziert den Aufwand der OJA Sins erheblich. VERNETZUNG IM GEMEINWESEN:

Die offene Jugendarbeit erfährt in der Gemeinde Sins viel Unterstützung und Anerkennung. Die Jugendkommission legt grossen Wert auf eine Einbindung bei sämtlichen relevanten Anlässen und Aktivitäten der Gemeinde. Die offene Jugendarbeit präsentiert dabei ihre Tätigkeiten der breiten Öffentlichkeit und schafft Plattformen für den Austausch und die damit verbundene wichtige Sensibilisierungsarbeit für die Anliegen der Jugendlichen. Die Gemeinde sieht die Jugendlichen als wichtigen Bestandteil der Bevölkerung und ist bestrebt, diesen immer wieder und auf möglichst verschiedenen Ebenen eine Mitsprachemöglichkeit zu geben. So zum Beispiel mit dem Jugend-Mit-Wirkungs-Tag im Frühjahr 2013.

BETRIEB JUGENDKELLER:

Im letzten Jahr hat sich das neu gegründete Bar-Team gefestigt und sich zu einem eigentlichen Disco-Team weiterentwickelt. Die Gruppe organisiert die Discos mehrheitlich selbständig und erhält weiterhin die benötigte strukturelle Unterstützung. Mit steigenden Besucherzahlen der Anlässe wächst auch die Motivation der Gruppe. Die Teammitglieder beteiligen sich bei der Umsetzung einzelner Anlässe genauso wie ganz allgemein beim Betrieb oder bei kleineren­Unterhaltsarbeiten. Beim Unterhalt der Elektronik ­helfen weiterhin zwei junge Erwachsene aus dem ehemaligen Betriebsteam. SATURDAY NIGHT SPORTS:

Das Bedürfnis, sich während der kalten Jahreszeit zu bewegen und miteinander Sport zu treiben, ist gross in Sins. Das Saturday Night Sports deckt dieses Bedürfnis ab und wird gut bis sehr gut besucht. Die Jugendlichen werden angehalten, eigenständig für den Auf- resp. Abbau der

➔ PERSONELLES Gaston Perroud: 1. Januar bis 28. Februar 2012 60% Simone Allenspach: ab 1. März 2012 60%

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➔ REGELMÄSSIGES 2012 JUGENDTREFF

Mittwoch von 14.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 18.00 bis 22.00 Uhr JUGENDKULTURRAUM:

Töggele, Billard und Ping-Pong spielen, Musik hören, Tanzgruppen JUGENDCAFÉ:

Knabbern, trinken, im Internet surfen STUDIO 13:

Eigene Musik produzieren JUGENDBAR 13:

Cocktails mixen, backen und kochen

➔ AGENDA 2012

VERMIETUNG

Jugendkulturraum: Durchführung diverser Anlässe durch Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene

21. JANUAR

AUFSUCHENDE JUGENDARBEIT:

01. FEBRUAR

Während den Sommermonaten ist die OJA Muri mit einem Anhänger, welcher mit diversen Spielgeräten ausgestattet ist, in der Badi anzutreffen.

Kinder und Jugendtanzgruppe «Dance» installiert

Finale des interregionalen Töggeliturniers

24. FEBRUAR

Öffentlichkeitsarbeit für den Betrieb Muri13 auf Radio ­Kanal K 28. APRIL

Tag der offenen Tür im muri13 15.–16. JUNI

Teilnahme am Jugendfest in Muri 29. AUGUST

Graffiti-Workshop 05. DEZEMBER

Beginn der Schulklassenbesuche 2. Oberstufe


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➔ HIGHLIGHTS 2012 Die OJA Muri startete mit der Durchführung des inter­ regionalen Töggeliturniers ins Jahr 2012. Für das Finale im Jugendhaus muri13 hatten sich Jugendliche aus neun ­Jugendarbeitsstellen angemeldet. Es kamen weit über 100 Jugendliche, welche sich für diesen grossen Anlass begeistern liessen. Der Wanderpokal ging nach einem nerven­aufreibenden Finalspiel an Wohlen. Ende April fand der Tag der offenen Tür im Jugendhaus muri13 statt. Es war ein Anlass, welcher weit über die Grenzen der Jugendarbeit hinausging. Alle Nutzergruppen, welche sich neben der Jugendarbeit für ein Programm im Haus muri13 verantwortlich zeigen, konnten für diesen Anlass eingebunden werden. Hanspeter Budmiger, Vizeamman von Muri, eröffnete den Tag der offenen Tür mit einer spannenden Rede. Die unterschiedlichen Nutzergruppen hatten sichtlich Freude daran, mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten und ihr Angebot zu präsentieren. Die ­Bevölkerung von Muri konnte den Betrieb muri13 in seinem ganzen Facettenreichtum erleben. Am Jugendfest war die OJA Muri mit einem Jugendmobil präsent und zeigte sich verantwortlich für einen Teil des Bühnenprogrammes. Zusätzlich konnte eine Bar organisiert werden, welche, nach anfänglicher Instruktion durch die Jugendarbeitenden, vollumfänglich von den Jugendlichen geführt wurde.

Nach den Sommerferien konnten die Jugendarbeitenden einen lang ersehnten Wunsch der Jugendlichen aufgreifen und führte gemeinsam mit einem lokal verankerten Graffiti­ künstler, einen Graffitworkshop durch. Seither ziert ein künstlerisch anspruchsvolles Graffito die Aussenfassade des Jugendhauses. Die Jugendlichen sind sehr stolz auf ihr Werk, welches auch von der Nachbarschaft äusserst positiv aufgenommen wurde. Anfangs Oktober ging die zweijährige Pilotphase der OJA Muri zu Ende. Nach der Gemeindeversammlung im ­Dezember, an welcher sich eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für eine Jugendarbeit aussprach, konnte die OJA Muri mit einer unbefristeten Leistungsvereinbarung­ mit einem erhöhten Pensum von 100% Stellenprozenten erfolgreich installiert werden.

➔ PERSONELLES Ramona Hochrainer 20%: Jugendarbeit und Mädchenarbeit und Vermietungen Mischa Rosenberger 60%: Jugendarbeit und Koordination der Nutzergruppen und Vermietungen Luca Baldelli: Unterstützung im Treffbetrieb bis August Simon Huber: Zivildienstleistender ab August

Die offene Jugendarbeit Muri wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.


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➔ REGELMÄSSIGES 2012 ANLAUFSTELLE

Jeweils Mittwoch und Freitag Nachmittag geöffnet, mit Tischfussballkasten MOBILE ARBEIT / ANGEBOTE

Jeweils Mittwoch und Freitag Nachmittag KLEINE UND GROSSE PROJEKTE

wurden zusammen mit Jugendlichen umgesetzt NETZWERKAUFBAU

Mit Schule, Gemeinde, Vereinen und Organisationen

➔ AGENDA 2012

Die Teeny-Disco im November 2012

11. FEBRUAR

1. Oberstufen Disco / Projektidee von Jugendlichen

21. JANUAR

18. FEBRUAR / 14. APRIL / 5. MAI

Finaltag Regio-Töggeli Turnier in Muri / Zwei Teams aus Seon haben teilgenommen

Teeny-Kino / Projektidee von Jugendlichen 10. APRIL

29. JANUAR – 04. FEBRUAR

Skilager mit der Oberstufe Seon / Kontaktaufbau und ­Vernetzung

Start Sackgeld-Jobs / Regio-Projekt mit der Jugendarbeit Lotten und Lenzburg 14. JUNI / JUGENDFEST

Schülerband Konzert Abend / Projekt mit der Musikschule Seon 15. BIS 17. JUNI

Jugendfest / Jugendraum / Projekt mit den Kirchen­ gemeinden Seon 22. JUNI

Fussball-Nacht / Projektidee von Jugendlichen 17. AUGUST

Streetball Turnier / Regio-Projekt mit der Jugendarbeit ­Lotten und Lenzburg 15. SEPTEMBER

Unterdorfmarkt / Stand mit der JuKo und Jugendlichen 15. SEPTEMBER

Streetball Turnier / Regio-Projekt mit der Jugendarbeit ­Lotten und Lenzburg


28. SEPTEMBER

Streetball Final Turnier in Schafisheim / Ein Team aus Seon hat teilgenommen 16. NOVEMBER

Gemeindeversammlung / Jugendarbeit Seon wird unbe­ fristet weitergeführt 24. NOVEMBER

Teeny-Disco / Projektidee von Jugendlichen

Am 16. November wurde an der Gemeindeversammlung über die Weiterführung der Jugendarbeit Seon abgestimmt. Die Jugendarbeit Seon wurde bis anhin als Pilot-Projekt geführt und lief Ende 2012 aus. Eine Schlussevaluation des Projekts wurde durchgeführt und an den Gemeinderat eingereicht. Dieser ist mit der Arbeit der Jugendarbeit Seon zufrieden und empfahl der Gemeinde die Jugendarbeit im bisherigen Umfang weiterzuführen. Die Gemeinde Seon ist der Empfehlung gefolgt und hat die Jugendarbeit unbefristet ins Budget genommen.

21. DEZEMBER

Sportnacht / offene Turnhalle / viele Jugendliche nehmen teil

➔ HIGHLIGHTS 2012 Zusammen mit der Jugendarbeit Lotten und Lenzburg wird eine regionale Plattform für Sackgeld-Jobs lanciert. Das Projekt startet kurz vor den Frühlingsferien. Bis heute­­haben sich viele Jugendlichen aus allen beteiligten ­Gemeinden und sogar darüber hinaus angemeldet. Viele ­Private wie auch einige Firmen haben Jobs aufgegeben und diese konnten erfolgreich an die Jugendlichen vermittelt werden. Das Projekt Sackgeld-Jobs wird auch im 2013 weitergeführt. Im Juni 2012 hat die Jugendarbeit Seon das erste Mal am Jugendfest teilgenommen. Zusammen mit der Musik­ schule Seon wurde ein Schüler/Lehrer Konzert Abend veranstaltet. Die Jugendarbeit Seon hat mit Jugendlichen die Bar organisiert und am Anlass betrieben. Mit den Kirchengemeinden Seon (ref. Kirche, kath. Kirche, SeetalChile) wurde im Zentrum des Jugendfest-Geländes ein grosser Jugendraum in der Mehrzweckhalle angeboten. Es gab eine grosse Bar mit bunten alkoholfreien Drinks, Tischtennis, Tischfussball, Musik und eine grosse Sofaecke. Die Jugendlichen haben das Angebot geschätzt und rege genutzt. In Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Lotten und Lenzburg wurde wieder ein Regio-Streeball-Turnier durchgeführt. An den beiden Qualifikationsabenden in Seon haben jeweils fünf Teams mitgespielt und viele Jugendliche waren als Zuschauer anwesend. Mehrere Jugendliche haben beim Anlass an der Bar, als DJ und beim Auf- und Abbau mitgeholfen. Die beiden Abende waren ein voller Erfolg.

Eine Gruppe Mädchen hatte den Wunsch eine Jugend­ disco durchzuführen. Zusammen haben wir die reformierte Kirche angefragt, ob wir ihren Jugendraum für eine Disco mieten dürfen. Wir haben grünes Licht erhalten und dann mit der Planung begonnen. Zusammen wurde der Flyer ­gestaltet, DJs engagiert, Helfer für den Auf- und Abbau, die Bar organisiert und eine Dekoration gebastelt. Die Disco wurde von vielen Jugendlichen besucht und ging reibungslos über die Bühne. Die Gruppe Mädchen war sehr zufrieden mit dem Abend und auch die jugendlichen Besucher haben den Abend sehr geschätzt.

➔ PERSONELLES Seit dem 1. Oktober 2010 ist Benjamin Zahner als Jugendarbeiter in Seon aktiv. Er absolviert die Ausbildung an der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Luzern. Die offene Jugendarbeit Seon wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.

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➔ REGELMÄSSIGES 2012

JUNI/JULI

Jugendfestwoche: Verschiedene Workshops rund ums ­Jugendfest Dottikon

MOBILE JUGENDARBEIT

Unterwegs im Maiengrün (jeden Mittwoch und Freitag): Die Jugendarbeit war mit Velo und Velo-Anhänger regelmässig in Dottikon und Hägglingen unterwegs.

2./3. AUGUST

ZIRKUSWAGEN:

6./7./9. AUGUST

Der Zirkuswagen war regelmässig (vor allem in der kälteren Jahresperiode) geöffnet. Er wird von den Jugendlichen gut genutzt und regelmässig den aktuellen Vorstellungen angepasst.

Jugend filmt: Wir drehen unseren eigenen Kinofilm

➔ AGENDA 2012

«Köng sein auf Königstein» (Ferienpass): Auf der Ruine ­Königstein übernachten, im Freien

18. AUGUST

Beachparty Villmergen: Beachvolley, Sonne, Badeplausch und vieles mehr! Shuttletaxi nach Dottikon und Hägglingen. 21. SEPTEMBER

Openair Kino

18. MAI

02. OKTOBER

Summersplash: Besuch Badi Villmergen

Halloweenparty

01. JUNI

8./9. NOVEMBER

Summer Welcome Party: Wir Begrüssen den Sommer! Grosse Party im Maiengrün

Kerzenziehen

15. JUNI

Grill’n’Chill Grillieren, Chillen und einfach geniessen


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➔ HIGHLIGHTS 2012 JUGENDFEST DOTTIKON

Das Jugendfest in Dottikon fand unter dem Motto Feuer und Flamme statt. Die Jugendarbeit Maiengrün gestaltete in mehreren Workshops die Disco und Bar und bildete jede Menge DJ’s aus. Der Zirkuswagen wurde zum beliebten Treffpunkt an der Rennstrecke für die selbstgebauten Skateboards. Im Vorfeld des Jugendfests führt die Jugendarbeit Maiengrün zu zweit einen einwöchigen Workshop zu mehreren Themen an der Schule durch. Von dieser intensiven Zusammenarbeit mit den Jugendlichen konnte die Jugendarbeit im zweiten Teil des Jahres mehrfach profitieren. Die neuen Beziehungen wurden gefestigt, und es konnte auf die ausgebildeten Gruppen zurückgegriffen werden sobald ein Event anstand.

Disco am Jugendfest

BEACHPARTY

Gemeinsam mit den Jugendarbeitsstellen Wohlen und Villmergen führte die Jugendarbeit Maiengrün im S­ ommer 2012 eine Beachparty im Freibad Villmergen durch. Das sonnige Wetter in Kombination mit vielen Besuchern machte dieses Wochenende zum vollen Erfolg. Es wurde das beste Beachvolley-Team gekürt, gebadet, gelacht und getanzt.

Der Zirkuswagen an der Skateboardstrecke am Jugendfest

KERZENZIEHEN

Gemeinsam mit dem Elternverein führte die Jugendarbeit Maiengrün ein Kerzenziehen speziell für die Jugendlichen durch. Begleitet von einem Cajon-Workshop ging der Abend mit Afrikanischem Tanz und Gesang über die Bühne. FERIENPASS

Gleich zwei Kurse führte die Jugendarbeit Maiengrün durch. «König sein auf Königstein» hiess das eine ­Motto. Auf den Spuren der Sage um die Ruine Königstein in der Küttiger Klus am Fusse des Benkerjochs verbrachte die Gruppe zwei Tage in der Natur, genoss das Tages- und Nachtprogramm. Der Besuch in der Bio Badi an der Aare bei Aarau dürfte als Abschluss dieser zweitägigen E­ xkursion vielen Jugendlichen gut in Erinnerung bleiben. Auch der zweite Kurs war gut besucht, wir drehten unseren eigenen Krimi. Die Premiere veranstalteten wir gleich selbst. Ein wunderschöner Sommerabend mit vielen Kinogästen.

➔ PERSONELLES Dominik Holliger leitet die offene Jugendarbeit Maiengrün­ seit 2011. Er ist mit einem 50%-Pensum angestellt und bereitet sich auf die Ausbildung zum Soziokulturellen ­Animator vor.

Die offene Jugendarbeit Maiengrün wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.


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REGELMÄSSIGES 2012

8. JUNI

«Rap Workshop», nur für Jungs

JUGENDBÜRO

21. SEPTEMBER

Mittwochs jeweils 15:30 – 17:30 Uhr und freitags von 16:30 – 18:30 Uhr mit Basteln, Musik hören, Töggelen, Bewerbungen schreiben, Projekte planen und umsetzen usw. Von September bis Ende Dezember wurden die Öffnungszeiten des Jugendbüros erweitert, da der Bedarf der Jugendlichen gross war.

«Das perfekte Dinner», nur für Jungs 6. AUGUST

Die Jugendarbeit Zufikon erhält einen zusätzlichen Raum im alten Gemeindehaus 21. NOVEMBER

«Beauty Day», nur für Mädchen 2. MÄRZ, 15. JUNI, 31. OKTOBER

Drei von Jugendlichen selber initiierte Parties

HIGHLIGHTS 2012 PROJEKTWOCHE «DU MACHST RADIO»

AGENDA 2012 21. JANUAR

Teilnahme am interregionalen Töggeliturnier in Muri 2.– 5. MÄRZ

Schulprojektwoche «Du machst Radio» in Zusammenarbeit mit Kanal K 18.– 20. MÄRZ

Wir drehen einen Kurzfilm zum Thema «Schuldenfalle ­Jugend»

Vor den Frühlingsferien konnte die Jugendarbeitsstelle in Zusammenarbeit mit zwei Lehrpersonen, einer Fachperson vom Regionalradiosender Kanal K und 15 Jugendlichen der Oberstufe eine 60-minütige Radiosendung zum Thema Jugendgewalt erarbeiten. Am Montagmorgen profitierte die Gruppe von einer ausführlichen Einführung ins Medium ­Radio, das von der zuständigen Fachperson des Kanal K geleitet wurde. Im Anschluss wurden kurz die Aufnahmegeräte, wie auch das Schneidprogramm erklärt sowie das Sendungsthema gewählt. Schon am Montagnachmittag konnte produktiv gestartet werden. Von der Themenwahl über die Wahl der Interviewpartner, dem Zusammenschneiden der selbständig aufgezeichneten Beiträge bis zur ­Zusammenstellung der Musikinputs und der Moderation im Studio des Radiosenders in Aarau waren die Jugendlichen in die direkte Ausführung involviert. Die Projektwoche war für die Jugendlichen arbeitsintensiv, doch wurden Stimmen laut, dass sie im nächsten Jahr gerne wieder an einem ­solchen Projekt mitmachen würden. Der Sendetermin im Mai wurde als gemeinsamer Abschlussevent genutzt.

16. MAI

Start der Sackgeldjobbörse Zufikon 25. MAI

«Film & Pizzaabend», nur für Mädchen Rap-Workshop nur für Jungs


Sackgeldjobbörse: Jugendliche beim Kinderhüten PROJEKT «SACKGELDJOBBÖRSE ZUFIKON»

Planungssitzungen mit der Jugendarbeiterin entstand ein viergängiges Menu, bestehend aus einem Apéro, Salat, einer Hauptspeise, zwei Desserts und selbstgemachtem Eistee. Den Einkauf erledigten die Jugendlichen selbständig­. An «Das perfekte Dinner» luden die Jugendlichen je ein Mädchen ein. Schlussendlich kamen jedoch nur zwei ­Mädchen, da das Datum zu kurzfristig kommuniziert w ­ urde. Da das Projekt ausschliesslich von Jungen organisiert ­wurde, lud die Jugendarbeiterin einen leidenschaftlichen Koch und Jugendarbeiter zum Anlass ein, der die Jugendlichen bei der Zubereitung der Mahlzeiten unterstützte. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit wurde der Abend aufgezeichnet und die Jugendarbeiterin verarbeitete das Filmmaterial zu einem Kurzfilm, der als Andenken an den Anlass den Teilnehmenden verteilt wurde.

Auf der Basis der Bedürfnisabklärung vom Sommer 2011 lancierte die Jugendarbeit im Frühling das langfristige Projekt «Sackgeldjobbörse Zufikon». Die Gemeinde unterstützte die Lancierung des Projekts in Form eines gemeindespezifischen Rundschreibens, welches an alle Haushalte verschickt wurde. Die Jugendarbeit streute auf dem Pausenplatz und in der Anlaufstelle die Informationen zum neuen Projekt. So konnten schon ein Dutzend Jobs generiert werden, die nun entweder schon vergeben oder noch zu besetzen sind. «DER NEUE RAUM»

Da im Schuljahr 12/13 ein Schulraum im alten Gemeindehaus frei wurde, erhielt die Jugendarbeit neben dem bestehenden Raum eine zusätzliche Bleibe. Der neue Raum konnte von den Jugendlichen zu einem bedeutenden Teil selbst eingerichtet werden. Die Jugendlichen bekamen die Möglichkeit, ihre Wünsche für den Raum zu platzieren und wurden aufgefordert, gewisse Einrichtungsgegenstände­ selbständig zu organisieren. So kamen im Laufe der Zeit ein ausziehbares Sofa, eine Lichtanlage und Kissen zusammen, die den Raum gemütlich machen. Da es die Grösse des neuen Raums zulässt, können Jugendliche nun Malatelier im Jugendbüro verschiedenen Aktivitäten gleichzeitig nachgehen. Zudem kann während den Öffnungszeiten der Anlaufstelle die bereits bestehende Büroräumlichkeit für Hausaufgaben und für das Erstellen von Bewerbungen genutzt werden. PERSONELLES «DAS PERFEKTE DINNER» NUR FÜR JUNGS

Mitte September kam eine Gruppe von Jungen auf die ­Jugendarbeit zu, die «Das perfekte Dinner» durchführen wollten. Die Gruppe, die aus neun männlichen Jugend­ lichen bestand, entschied sich, in Zweiergruppen verschiedene Speisen zusammenzustellen. Während mehreren

Lea Schmidmeister, Sozialarbeiterin FH i.A., 50%

Die offene Jugendarbeit Zufikon wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.

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REGELMÄSSIGES 2012 ANLAUFSTELLE

Die Anlaufstelle in Stein ist jeweils am Mittwoch- und ­Freitagnachmittag offen.

OKTOBER

Halloweenparty: Zusammen mit Jugendlichen wurde eine Halloweenparty geplant und durchgeführt. Gruseldekoration­ und schaurige Snacks und Drinks sorgten für die richtige Atmosphäre. NOVEMBER

MOBILE ARBEIT

Mit dem Velo oder dem Jugendmobil sind wir in den verschiedenen Gemeinden unterwegs.

Anlaufstelle: Verschiedenste spezielle Aktivitäten in der ­Anlaufstelle: Tortenbacken, Pokerkurs mit a­ nschliessendem Pokerturnier, Gamenachmittag, Spieleparcours, Töggeli­ turnier, Karaoke.

JUGENDCONTAINER SISSELN

Ab Oktober 2012 ist der Container alle zwei Wochen ­jeweils am Freitagabend offen. Es finden verschiedene Anlässe wie zum Beispiel Halloweenparty, Disco oder Kino- und Poker­ abende statt.

AGENDA 2012 MAI

Einrichten: Die Anlaufstelle wurde eingerichtet. Das ­Jugendmobil wurde ausgestattet. Erste Kontaktaufnahmen zu den Jugendlichen fanden in Form von Schulbesuchen statt. JUNI

Slow Up: Am 17. Juni fand der Slow Up statt. Die Jugendarbeit Sisslerfeld war mit einer alkoholfreien Cocktailbar mit am Start und sorgte für erfrischende Drinks. JULI

Umbau Jugendcontainer Sisseln: Der Jugendcontainer in Sisseln wurde geputzt, umgestellt, renoviert und d­ ekoriert, so dass dort bald wieder Veranstaltungen stattfinden konnten.­ AUGUST

Spiel und Spasstag Sisseln: Am alljährlichen Spiel und Spasstag in Sisseln wurde der Jugendcontainer zum ­ersten Mal in seinem neuen Glanz präsentiert. Den Besuchern wurde eine fruchtige Bowle offeriert. SEPTEMBER

Tag der offenen Tür: Am 1. September öffnete die Jugendarbeit Sisslerfeld ihre Tore für alle Interessierten.

DEZEMBER

Spielraum: Einmal wöchentlich kam eine Kunstpädagogin in die Anlaufstelle und brachte verschiedene Materialien, Werkzeuge und Utensilien mit, mit welchen die Jugend­ lichen experimentieren konnten.


HIGHLIGHTS 2012 TAG DER OFFENEN TÜRE

Am 1. September präsentierte sich die Jugendarbeit Sissler­feld der Öffentlichkeit. Gut 30 Personen besuchten die Anlaufstelle in Stein an diesem Tag. Nebst I­nformationen rund um die Jugendarbeit und einem interaktiven Teil, bei dem sich die Gäste mit einer Sofortbildkamera kreativ verwirklichen konnten, bot dieser Tag reichlich Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen und das Angebot zu präsentieren.

se, blutige Hände und Spinnennetze schufen eine gruselige ­Atmosphäre, welche mit genretypischen Drinks und Snacks wie Augencocktails und Hexenblut vollendet wurde. Höhepunkt des Abends war für die rund 25 Jugendlichen ein lustiger Gruselfilm, den wir uns gemeinsam angeschaut haben.

HALLOWEENPARTY

Die Halloweenparty vom 31. Oktober war eine Idee der ­Jugendlichen. Mit unserer Unterstützung haben sie die ­Party geplant. Selbst gebastelte Grabsteine, Fledermäu-

Halloweenparty im Jugendcontainer in Sisseln

PERSONELLES Raphaela Gisler arbeitet zu 50% seit Mai 2012 als Jugendarbeiterin bei der offenen Jugendarbeit Sisslerfeld. Sie absolviert berufsbegleitend das Studium in Sozialer ­Arbeit an der FHNW in Olten. Tomas Horak ist ebenfalls seit Mai 2012 zu 50% angestellt. Der ausgebildete Sozialpädagoge befindet sich im Masterstudiengang in Sozialer Arbeit an der FHNW.

Die offene Jugendarbeit Sisslerfeld wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.

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XXXX


Zahlreiche Besucher am Tag der offenen Tür

REGELMÄSSIGES 2012

AGENDA 2012

JUGENDBÜRO:

01. APRIL

Jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr mit Infothek, Beratungen, diversen Spielen, Töggelikasten und Zeitschriften

Start der OJA Kelleramt / Einrichtung Jugendbüro, ­Inbetriebnahme Jugendmobil, Vernetzung mit Schule und Schulsozialarbeit

MOBILE JUGENDARBEIT

MI: 15–18 Uhr in Rottenschwil, Schulhausplatz (Manuel) DO: 15–18 Uhr in Arni, beim Schützenhaus (Maria) FR: 15–18 Uhr abwechslungsweise Ober- und Unterlunkhofen, Schulanlagen (Oberlunkhofen: Manuel / Unterlunkhofen: Maria) MÄDCHENRAUM:

Seit Oktober jeden zweiten Mittwoch 15–18 Uhr im ­Jugendbüro Jonen

IM MAI

Umbau im Jugendbüro: gemeinsam mit einer Gruppe ­Jugendlichen wurde eine Jugendbar eingerichtet. 09. JUNI

Cocktailkurs für alkoholfreie Cocktails. Am selben Abend konnten die Kursteilnehmer eine alkoholfreie Cocktailbar an der Midnightstation Kelleramt führen. 06. / 07. JULI

Nachtwanderung am Flachsee 24. AUGUST

Tag der offenen Türe


07. SEPTEMBER

TAG DER OFFENEN TÜRE

Töggeliturnier

Beginn Umbau des Gärtlis in Arni

Als das Team der Jugendarbeit Kelleramt mit der Anstellung von Maria Penthor komplett war, konnten Ende August die Türen für alle Interessierten geöffnet und die Jugend­ arbeit Kelleramt vorgestellt werden. Es kamen zahlreiche Besucher: Jugendliche, Eltern, Vertreter/innen der Gemeinden und Schulpflegen. Sie erhielten alle einen Einblick in die Arbeit und Angebote der Jugendarbeit.

31. OKTOBER

HALLOWEEN PARTY

Halloweenparty im Jugendbüro

HIGHLIGHTS 2012

Mit 27 Besucherinnen und Besuchern aus der Oberstufe der KSK Jonen und der Bezirksschule Bremgarten fand am 31.10. eine Halloweenparty im Jugendbüro statt. Die Jugendlichen bereiteten engagiert und begeistert die ­ Party für den Abend vor, kochten Kürbissuppe, machten ­Hamburger und dekorierten das Jugendbüro. Mit Musik und verschiedenen Spielen (Räuber und Gendarm, Ab­ klatschen usw.) wurde bis 22 Uhr gefeiert.

(UM-) BAU DER JUGENDBAR UND

CASINO-NIGHT

COCKTAILKURSE

Zum Jahresabschluss der Jugendarbeit Kelleramt fand eine Casino-Night statt, wo die Jugendlichen die Kartenspiele «Poker» und «Black-Jack» erlernen und verschiedene Preise erspielen konnten. Im Sinne der Spielsuchtprävention konnten somit die Risiken und Gefahren von Glückspielspielen aufgezeigt und im geschützten Rahmen eigene Grenzen erkannt und ausgetestet werden. Die Jugendlichen waren auch hier in der Abendgestaltung ­ stark beteiligt und übernahmen die Tätigkeiten der Croupiers, eines Cocktailteams u.a.

12. OKTOBER

Grillabend vor den Herbstferien OKTOBER:

14. DEZEMBER

Casino – Night im Jugendbüro

In der Startphase der Jugendarbeit Kelleramt konnte mit einer Gruppe von 6 Jugendlichen im Jugendbüro in Jonen eine Jugendbar gestaltet werden. Die Jugendlichen nahmen die Gestaltung selber in die Hand. Mit dem Bau der Jugendbar war es dann auch möglich, Kurse für alkoholfreie Cocktails durchzuführen. Verschiedene Fruchtsäfte und Sirups konnten nach Rezept und nach Belieben geschüttelt, gerührt und dekoriert werden. Die erste Gruppe des Kurses konnte am gleichen Abend eine Cocktailbar an der Midnightstation Kelleramt selbständig führen. Aus diesen Kursen gingen einige gute Cocktail-Mischer hervor, welche an verschiedenen Projekten immer wieder gerne den Bar-Betrieb übernehmen.

PERSONELLES Seit dem 01. April 2012 ist Manuel Kaufmann als Jugendarbeiter im Kelleramt aktiv. Er absolviert den Bachelor­ studiengang Soziokultur an der Hochschule Luzern für Soziale Arbeit. Seit dem 01. August 2012 ist Maria Penthor als Jugendarbeiterin im Kelleramt aktiv. Sie absolviert den Master­ studiengang Soziale Arbeit im Fachhochschulenverbund Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich.

Bunte Drinks an der Cocktailbar

Die offene Jugendarbeit Kelleramt wird durch das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt.

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TOOLBOX-BUS PRÄSENZ

- Infoveranstaltung «Steuererklärung ausfüllen – so mache ich es richtig!» mit dem türkischen Hilfsverein - Podiumsdiskussion «Was darf es sein: Fondue, Spaghetti, Kebap – Migration – Bereicherung oder Bedrohung?»

Wöchentlich in den Gemeinden Wohlen, Villmergen, ­Dottikon und Dintikon

APRIL

➔ REGELMÄSSIGES 2012

mit Neuzugezogenen und MirgantInnen

- Referat über die Toolbox beim Projekt schritt:weise in Wohlen - Finanzielle Projektunterstützung für das Projekt: «Frühe Förderung» von der Dreyfuss-Stiftung

VERNETZUNG

MAI

mit Schulen, Kindergärten, relevanten Institutionen, Behörden und Kulturvereinen

- Infoveranstaltung «Erfolgreich unterwegs in die Lehre» mit dem ACLI und ASK! - Viele Beratungs- und Willkommensgespräche - Projektberatung bei «Lernen im Quartier» und «Begegnung der Kulturen 2013»

FÜHREN VON WILLKOMMENS- UND BERATUNGSGESPRÄCHEN

VERMITTELN VON PATENSCHAFTEN VERSAND VON WILLKOMMENSBRIEFEN

an Neuzugezogene der vier Gemeinden

JUNI

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

- Vernetzung mit weiteren Kulturvereinen aus der Region - Dreharbeiten von einem Fernsehteam von 10vor10 - Viele Beratungsgespräche und Sprachkursvermittlungen

in Zusammenarbeit mit Kulturvereinen oder anderen ­Institutionen

JULI PROJEKTBERATUNG UND –UNTERSTÜTZUNG

- Fachaustausch mit dem Partnerprojekt im Fricktal - Projektberatung mit ProVelo

REGELMÄSSIGE TREFFEN

mit der Steuergruppe und der Begleitgruppe

➔ AGENDA 2012

AUGUST

- Jahresplanung für 2013 - Austauschsitzung mit Partnerprojekten Fricktal, Glarus, Wohlen SEPTEMBER

JANUAR

- Ausstrahlung des Toolbox-Berichts in 10vor10

- Viele Willkommensgespräche - Vorbereitung von drei Infoveranstaltungen mit verschiedenen Kulturvereinen

OKTOBER

FEBRUAR

NOVEMBER

- Weitere Willkommensgespräche - Projektberatung zum Kulturfest vom anatolischen Kulturverein zusammen mit dem Trachtenverein - Vernetzungssitzung mit dem Projekt Schritt:weise

- Besuch der Toolbox in der Moschee anlässlich vom «Tag der offenen Moschee» - Präsenz am Elternbildungstag Freiamt - 2 neue Patenpaare - 2 Informationsveranstaltungen: «Aus- und Weiterbildung für Erwachsene» mit dem Café International, ACLI und ASK!

MÄRZ

- Referat bei dem Treffen der Gruppe: «Frauen im Freiamt» - Infoveranstaltung «Erfolgreich unterwegs in die Lehre – Probleme vor und während der Lehre» mit dem anatolischen Kulturverein und ASK!

- Neugestaltung der Willkommensbroschüren

DEZEMBER

- Toolbox-Präsentation in der Moschee Wohlen - Gestaltung der neuen Website


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Begleitgruppe der Toolbox Freiamt

➔ HIGHLIGHTS 2012 PODIUMSDISKUSSION

Ein besonderes Highlight 2012 bildet die Podiumsdiskussion «Was darf es sein: Fondue, Spaghetti, Kebap – Migration – Bereicherung oder Bedrohung?». Die Redner und Rednerinnen waren Mohammed Abdul Abdurahman (Vorstand Secondos Plus Aargau), Ralf Bucher (Geschäftsführer­ Bauernverband Aargau), Barbara Marra (DaZ-Lehrerin, schulische Heilpädagogin), Franco Narducci, (italienischer Parlamentarier, Auslanditaliener), Milly Stöckli (SVP-Grossrätin) und Ahmet Yldirim (Grüne Partei Wohlen). Geleitet wurde die Diskussion von Lelia Hunziker (Geschäftsleiterin Anlaufstelle Integration Aargau). Die Veranstaltung wurde sehr gut besucht und die Gespräche waren aufwühlend, spannend und lehrreich für alle Beteiligten. Die Begleitgruppe der Toolbox sorgte für das multikulturelle, kulinarische Wohl der Besucher und Besucherinnen.

NEUE BROSCHÜREN

Im Herbst wurden neue Broschüren für die Willkommensbriefe gestaltet und gedruckt. Der Zivildienstleistende Jonas­Bürgi (ausgebildeter Grafiker) leistete tolle Arbeit und bereits im Dezember konnten die neuen Broschüren in Umlauf gebracht werden. Die Reaktionen darauf sind durchwegs positiv. Durch die neue Broschüre, in welcher nun alle Informationen in zwölf Sprachen gleichzeitig abgedruckt sind, wird die Verteilung an die Neuzugezogenen massiv erleichtert und wirkt entlastend, so dass auch a­ ndere Institutionen und Behörden vermehrt die Broschüren verteilen. VIELE WILLKOMMENSGESPRÄCHE

Im 2012 wurden sehr viele Willkommensgespräche g­ eführt. Ein Zeichen, dass die Toolbox hiermit eine Dienstleistung anbietet, welche von Neuzugezogenen gerne genutzt wird. Durch die Willkommensgespräche wurden verschiedene Kontakte hergestellt, neue Patenschaften aufgegleist und Sprachkurse vermittelt.

10VOR10-BERICHT

Im Juni besuchte ein Fernsehteam von 10vor10 die Toolbox Wohlen. Ber Beitrag wurde im September ausgestrahlt, worauf es viele Reaktionen aus der Bevölkerung gab. Durch diesen Beitrag wurde die Toolbox sehr gut dargestellt und wurde noch mehr bei der Bevölkerung bekannt. Das Team der Toolbox bedankt sich an dieser Stelle nochmals herzlichst beim Schweizer Fernsehen für diesen Beitrag.

➔ PERSONELLES Katharina Stäger, Projektleitung (40%) Claudia Weber, Projektmitarbeiterin (20%) Zivildienst: Dave Eichenberger, Januar bis Juli 2012 Jonas Bürgi, seit August 2012


VEREINE UND SOZIOKULTURELLE ANIMATION – POTENZIALE EINER KOOPERATION

Der VJF trägt als Praxisausbildungsorganisation für Studierende in Sozialer Arbeit und Soziokultureller Animation einen wichtigen Beitrag zur ständigen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des Berufsfelds bei. Laufend absolvieren Studierende ­ ihre Ausbildung beim VJF. Der folgende Fachbeitrag stammt aus der Bachelor­ arbeit von Josephina Vogelsang. Sie arbeitet seit 2006 beim Verein für Jugend und Freizeit und hat an der Fachhochschule Luzern den berufsbegleitenden Ausbildungsgang zur Soziokulturellen Animatorin FH absolviert. Mit der Bachelorarbeit schloss sie ihre Ausbildung erfolgreich ab. Darin befasste sie sich mit den Kooperationspotentialen von Vereinen und Soziokultureller Animation. Die folgende Zusam­ menfassung der zentralen Erkenntnisse soll einen Einblick in ein Thema geben, das den VJF in der täg­ lichen Arbeit begleitet.

«Das Ergebnis ist mehr als die Summe seiner Einzel­ teile.» Diese Annahme liegt der Bachelorarbeit zugrunde. ­Kooperationen zwischen Vereinen und der Soziokulturellen Animation bergen Potenziale, die nicht nur den Beteiligten, sondern auch der Gesellschaft einen Mehrwert bringen. Die Arbeit befasst sich einerseits mit den Vereinen und der Soziokulturellen Animation, beleuchtet ihre Funktionen in der Schweizer (Zivil-)Gesellschaft und zeigt ihre Grenzen auf. Dabei fällt auf, dass nicht nur der geschichtliche Hinter­ grund, sondern auch die Tätigkeitsfelder von ­Vereinen und der soziokulturellen Animation Ähnlichkeiten aufweisen. Beide tragen massgeblich zur Integration von Menschen in Gruppen und in die Gesellschaft bei und fördern Netzwerke. Andererseits beschäftigt sie sich mit dem Phänomen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, dessen Förderung beiden Akteuren zugesprochen wird. Anhand der Untersuchung verschiedener Aspekte des gesellschaftlichen

VEREINE SIND WICHTIGE PARTNER IN VERSCHIEDENEN PROJEKTEN DER OFFENEN JUGENDARBEIT. WAS GILT ES BEI EINER ZUSAMMENARBEIT ZU BEACHTEN, WO LIEGEN POTENZIALE UND WELCHE WIRKUNG KANN EINE SOLCHE KOOPERATION HABEN?

Zusammenhalts, des sozialen Kapitals, der Integration und des Vertrauens wird das Phänomen fassbar gemacht. Die aus dieser Betrachtung gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage, um mögliche Kooperationsformen zwischen den Vereinen und der Soziokulturellen Animation aufzuzeigen, um daraus Potenziale abzuleiten. Die Autorin zeigt auf, dass die Vereine und die Soziokulturelle Animation einen Mehrwert durch Kooperationen haben können.


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Selbstgebauter Kinderspielplatz anlässlich der Aktion 72 Stunden 2010 in Wohlen . Ein Zusammen­ arbeitsprojekt zwischen Pfadi, Jungwacht/Blauring und der offenen Jugendarbeit Wohlen.

Beispielsweise kann der fachliche Hintergrund von Berufs­ leuten der soziokulturellen Animation einem Verein bei seiner Professionalisierung behilflich sein. Oder umgekehrt kann die soziokulturelle Animation vom lokalen Wissen oder von den Kernthemen der Vereine profitieren. Aber nicht nur die Akteure profitieren von einer erfolg­ reichen Kooperation. Diese kann ebenso gesellschaftsrelevante Potenziale aufweisen. Kooperationen von Vereinen und der soziokulturellen Animation können beispielsweise eine Möglichkeit darstellen, neue Beteiligungsformen zu schaffen und somit zur Förderung der Demokratie beizutragen. Diese theoretische Betrachtung möglicher Kooperationen von Vereinen und der Soziokulturellen Animation soll insbesondere eine Grundlage und eine Inspiration für Berufsleute der Soziokulturellen Animation sein, Kooperationsformen zu legitimieren, zu fördern und zu initiieren.

WEITERE INFOS Sämtliche Literaturangaben sowie die vollständige Bachelorarbeit sind im IDS Katalog Luzern online zugänglich: > ilu.zhbluzern.ch – Stichwort z.B. «Josephina Vogelsang»


SEXUELLE BILDUNG UND SOZIOKULTURELLE ANIMATION

Seit November 2011 ist Claudia Weber beim VJF angestellt. Sie arbeitet als Soziokulturelle Anima­ torin bei der offenen Jugendarbeit Wohlen. Anfang 2012 hat sie ihre Ausbildung an der Fachhochschule ­Luzern abgeschlossen und in ihrer Bachelorarbeit das Thema sexuelle Bildung bearbeitet. Das Thema Sexualität ist für die Zielgruppe der offenen Jugendarbeit eine der zentralen Fragen ­ ­ihres Lebensalters und damit ist das Thema sexuelle Bildung auch für die Jugendarbeitenden von grosser Bedeutung. Die folgende Zusammenfassung zeigt die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema auf.

Der soziokulturelle Wandel und die damit verbundenen Leitbegriffe Wertewandel, Enttraditionalisierung, Individualisierung sowie Pluralisierung führten im Bereich der Sexualität zu mehr Selbstbestimmung. Dies stellt eine herausfordernde Aufgabe für Jugendliche dar, wobei insbesondere der Identitätsentwicklung eine wichtige Rolle zukommt. Sexuelle Bildung reagiert auf diese Heraus­ forderungen der postmodernen Gesellschaft und erweitert die Sexualpädagogik, indem sie den Schwerpunkt auf das Erkennen, ­Differenzieren und kritische Hinterfragen von gesellschaft­ lichen und kulturellen Zusammenhängen in Bezug auf ­Sexualität legt und deren identitätsstiftende Seite betont. Die Soziokulturelle Animation weist mit ihren Zielen und Haltungen wichtige Gemeinsamkeiten mit der sexuellen Bildung auf. Beide Disziplinen haben zum Ziel, Jugendliche in der Aneignung und Stärkung von Lebenskompetenzen zu fördern, das sexualitätsbezogene Basiswissen zu erweitern und Jugendliche in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen. In der informellen und non-formalen Bildung leistet die Soziokulturelle Animation implizite Beiträge zur sexuellen Bildung mit Jugendlichen. Das Potential sowie die ­Legitimation zu mehr expliziten Beiträgen sind vorhanden. Für eine nachhaltige Umsetzung muss sie auf der Mikro­ ebene (hier: Jugendliche und Eltern), der Mesoebene (hier: ­Bildungsinstitutionen, Fachstellen, ArbeitgeberIn) und der Makroebene (hier: Politik und Öffentlichkeit) tätig sein. Mit der Gesamtheit dieser Handlungen kann die Soziokulturelle Animation als ergänzende Instanz zu Elternhaus, Schule­ und Peers angesehen werden, welche dazu beiträgt,

DIE SOZIOKULTURELLE ANIMATION ERGÄNZT ELTERNHAUS UND SCHULE UND TRÄGT MASSGEBLICH DAZU BEI, DASS JUGEND­ LICHE EINE GESUNDE UND VERANTWORT­UNG­SV ­ OLLE SEXUALITÄT LEBEN KÖNNEN.

dass Jugendliche eine gesunde und verantwortungsvolle ­Sexualität leben können. Es hat sich gezeigt, dass die Soziokulturelle Animation gerade im Arbeitsbereich der offenen Jugendarbeit, ­prädestiniert ist, sich dem Thema der sexuellen Bildung anzunehmen. Denn die JugendarbeiterInnen pflegen einen engen Kontakt mit den Jugendlichen und kennen dadurch die Bedürfnisse, Interessen und den Entwicklungsstand der Jugendlichen. Zudem ist die Beziehung zwischen Jugend-


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«Die Arbeit zum Thema Sexualität ist oft auch mit Widerständen der Gesellschaft verbunden, da dies nach wie vor noch tabuisiert wird.» Bild: Teenager in Sins

arbeiterInnen und Jugendlichen durch den freizeitlichen und offenen Charakter der Jugendarbeit meist anders als beispielsweise zu einer Lehrperson. Dieses Beziehungsund Vertrauensverhältnis können JugendarbeiterInnen nutzen, um Jugendliche in ihrer Kompetenzaneignung zu unterstützen und den Dialog über sexualitätsbezogene ­Themen zu fördern. Jedoch müssen dazu einige Rahmenbedingungen gesetzt und eingehalten werden. Die Arbeit zum Thema Sexualität ist oft auch mit Widerständen der Gesellschaft verbunden, da dies nach wie vor noch tabuisiert wird. Es ist ­essentiell, Haltungen anhand des Berufskodex, Leitbilder oder ­Organisationsaufträgen zu entwickeln. Parallel dazu ist es unabdingbar, dass JugendarbeiterInnnen sich ihren eigenen Werten und Normen bewusst sind und wissen, dass

d­ iese keine Allgemeingültigkeit haben. Eine gute Grundlage bilden hier die Menschenrechte und die Charta der IPPF (International Planned Parenthood Federation, Erweiterung des Menschenrechtes: Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit).

WEITERE INFOS Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie in der Bachelorarbeit «Sex und so – Ein Plädoyer für die Soziokulturelle Animation als ­Akteurin in der sexuellen Bildung mit Jugendlichen» von Bettina Roth, Claudia Weber und Stefan Wenger. > ilu.zhbluzern.ch – Stichwort z.B. «Bettina Roth»


Profile for Patrick Hattrick Hoffmann

VJF Jahresbericht 2012  

VJF Jahresbericht 2012  

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