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Nr. 8

Geschichten, Gedankenspiele, Mitmachseiten und vieles mehr zum Thema Kochen! Stories, brainteasers, activity pages and lots more on the world of cooking!

Deutsch Englisch German English Die zweisprachige Bilderbuchzeitschrift fĂźr Kinder ab fĂźnf Jahren The illustrated bilingual storybook for children aged 5 years and older


Kochen Cooking

Der Kaiserschmarren The Emperor’s new pancake

Alles Pizza! Pizza for everyone!

Mach mit! Join in!

Der Kaiserschmarren und wie es dazu kam

Gedankenspiele Brainteasers

Oli + Grant Oli + Grant

UWZ_Vermerk_GmbH_4C_Umweltzeichen_Vermerk.qxd 31.05.13 08:02 Seite 1

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gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens Druckerei Janetschek GmbH · UW-Nr. 637

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Illustrationen Illustrations gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des PEFC zertifiziert

Österreichischen Umweltzeichens Druckerei Janetschek GmbH · UW-Nr. 637

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Was ist deine Lieblingsspeise? What’s your favourite food?

The Emperor’s new pancake

The invention of a traditional Austrian dish

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PEFC/06-39-03

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Christoph Abbrederis

PEFC/06-39-03

PEFC zertifiziert Österreichischen Umweltzeichens PEFC zertifiziert · Druckerei Janetschek GmbH · UW-Nr. 637

PEFC zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, Recycling und kontrollierten Quellen. PEFC/06-39-03

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, Recycling und kontrollierten Quellen.

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„So kann es nicht weitergehen! Bereits seit drei Tagen verlässt mein Sohn sein Zimmer nicht und spielt nur auf dem Handy herum. Noch dazu auf meinem. Er muss mit etwas anderem beschäftigt werden“, brummte der Kaiser. Er ging ins Zimmer des Prinzen und nahm ihm das Handy weg. Der Prinz tobte!

“This has to stop right now! My son hasn’t left his bedroom for three days and all he has done is play on that mobile phone. Worst of all – it’s my phone he’s got! It’s time we found him something else to do,” growled the Emperor. He marched into the Prince’s bedroom and took the phone away. The Prince had a tantrum!


Daraufhin rief der Kaiser seine Berater zu sich. „Was ist zu tun?“, wollte der Kaiser wissen. Die Berater dachten nach. „Was macht der Prinz noch, außer mit dem Handy zu spielen?“, wollten sie wissen. „Er schläft“, sagte der Kaiser. „Was noch?“, fragten die Berater. „Er isst“, sagte der Kaiser. „Aha“, strahlten die Berater, „und was schmeckt ihm besonders?“ „Eigentlich mag er nur Chips. Die kann er, wenn er’s eilig hat, auch auf der Straße essen“, erklärte der Kaiser.

Die Berater überlegten: „Der Prinz sollte etwas tun, das Spaß macht, am besten in einer Gruppe. Ein Kochkurs wäre genau das Richtige!“ The advisors had another think and said: “The Prince needs to do something fun. A group activity would be perfect. We think a cooking lesson is the answer!”

„Guter Vorschlag“, freute sich der Kaiser. Er rief in der kaiserlichen Küche an und erteilte den kaiserlichen Köchen den Befehl: „Der Prinz soll bei Ihnen kochen lernen! Ich erwarte Teamgeist und ein essbares Ergebnis! In spätestens 30 Minuten!“

The Emperor summoned his advisors. “What should we do?” asked the Emperor. The advisors thought long and hard. They asked: “What does the Prince do when he isn’t playing on a mobile phone?” “He sleeps,” said the Emperor. “What else?” asked the advisors. “He eats,” said the Emperor. “Aha!” said the advisors with a smile. “And what’s his favourite food?” “Well, actually he only likes crisps. He can even eat them on the go if he’s ever in a rush,” explained the Emperor.

“Great idea!”, the emperor rejoiced. He called up the palace kitchen and gave the royal chefs the order: “You are going to teach the Prince how to cook! I expect team spirit and tasty results! Within the next 30 minutes!”


Das Küchenteam war entsetzt! Die kleine Lina beruhigte sich als Erste: „Wir müssen alle Chips-Sackerln verschwinden lassen. Und dann sollte uns ein Rezept einfallen, bei dem nichts schiefgehen kann.“ Es wurde so still, dass man die Uhr ticken hörte. „Nichts Schwieriges und mit nur wenigen Zutaten“, unterbrach die runde Ella das Schweigen. „Eine Palatschinke!“, hörte man. „Gut! Aber es muss eine ganz besondere Palatschinke sein“, stimmte der Küchenchef zu. Everyone on the kitchen team was horrified. Little Lina was the first to calm down: “We need to get rid of all those bags of crisps. Let’s think of a simple recipe so there’s no chance of anything going wrong.” It was so quiet that you could hear the sound of the clock ticking. “Something really easy with only a few ingredients,” said big Ella, breaking the silence. Then came an idea: “Pancakes!” “That’s good! But we need to create an extra-special type of pancake,” said the Head Chef in agreement.

Der Prinz fand die Sache mit dem Kochkurs gar nicht lustig. „Was für ein Schmarren!“, schimpfte er. Die Geduld des Kaisers war jedoch zu Ende und er drängte seinen Sohn hinaus aus dem Zimmer. Unten in der Küche wurde bereits eine Schüssel auf den Tisch gestellt und rund herum alle Zutaten, die man für Palatschinken braucht. Schon polterten der Kaiser und der Prinz die Treppe herunter.

The Prince did not care for the cooking lesson idea in the slightest. “What a load of old rubbish!” he complained. But the Emperor had lost his patience and so he shoved his son out of the room. Down in the kitchen, they had already placed a bowl on the table, which was surrounded by all of the ingredients needed to make pancakes. The Emperor and Prince soon came crashing down the stairs.


Um dem Prinzen gute Laune zu machen, griff Ella tief in die Trickkiste erfahrener Köchinnen: Sie nahm ein Ei, schlug es auf die Schüsselkante, brach es entzwei und ließ den Inhalt von einer Hälfte in die andere hüpfen. Wie durch ein Wunder löste sich das wabbelige Eiweiß, bis nur noch der Dotter übrig blieb. Der Prinz war entzückt. Ella musste das Kunststück für ihn so oft wiederholen, bis alle Eier verbraucht waren. Ella tried to cheer up the Prince by showing off a classic trick used by experienced cooks. She picked up an egg and tapped it on the edge of the dish, cracked it in two and transferred the contents from one half of the shell to the other and back again. As if by magic, the jelly-like egg whites gradually disappeared into the bowl beneath, leaving just the yolk behind. The Prince was amazed. He made Ella repeat the trick for him until there were no eggs left.

Nun wollte der Prinz doch mitkochen. Mit beiden Händen manschte er so lange im Gemisch aus Dottern, Mehl, Milch und einer Prise Salz herum, bis ein Palatschinkenteig entstanden war. Der Küchenchef stand etwas ratlos mit dem wabbeligen Eiweiß da. Was sollte er damit anfangen? After that, the Prince was keen to get involved with the cooking. He used both hands to mix the egg yolks together with flour, milk and a pinch of salt until he had created a lovely pancake batter. The Head Chef stood staring at the bowl of wobbly egg whites. What was he going to do with those?


Plötzlich hatte er einen genialen Einfall: Er schlug mit dem Schneebesen das Eiweiß steif und mischte es vorsichtig unter den Palatschinkenteig. Dann streute er noch eine Handvoll Rosinen ein und goss die flaumige Masse in die Pfanne. Es brutzelte und duftete. Der Küchenchef war nun sehr zufrieden mit sich und seiner kaiserlichen Palatschinke. Suddenly, he had a fantastic idea! He whisked up the egg whites until they were stiff and gently mixed them into the pancake batter. He then sprinkled in a handful of raisins and poured the fluffy mixture into a frying pan. It sizzled away, making a lovely smell. The Head Chef was very pleased with his work and was busy admiring his royal pancake fit for an Emperor.

Die Zufriedenheit des Küchenchefs machte den Prinzen wütend: Wie hatte er es wagen können, die Speise ohne ihn zu vollenden? Er entriss ihm den Pfannenwender und im Handumdrehen war die kaiserliche Palatschinke in tausend Stücke zerfetzt. Seeing how proud the Head Chef looked made the Prince angry. How dare he finish off the dish without his help? He snatched the spatula out of the Head Chef’s hands. Within a matter of seconds, the royal pancake was shredded into a thousand pieces.


Dem Koch war zum Weinen: Der Kaiser hatte sich inzwischen zur Kontrolle angesagt. Was war zu tun? Der kleinen Lina kam die rettende Idee: Sie richtete die vielen Palatschinkenstückchen auf dem kostbarsten Porzellan des Kaiserhauses an und bedeckte sie mit Zucker, sodass von dem Unglück nichts mehr zu sehen war. The Head Chef was almost in tears, as the Emperor had arrived ready to taste what they had whipped up. What were they going to do? Little Lina came up with a plan to save the day. She served up all the messy pieces of pancake on the most expensive china in the palace and covered the whole thing with sugar to try to hide it.

„Sehr gelungen“, lobte der Kaiser, „gut gemacht, mein Sohn!“ Und wie es sich bei einem Märchen gehört, waren am Ende alle glücklich. “Delicious!” said the Emperor, full of praise. “Well done, my son!” And so, just like in a fairy tale, they all lived happily ever after.


In Wahrheit hielt beim Prinzen die Begeisterung für das Kochen jedoch nicht sehr lange an und bald standen wieder nur Chips auf seinem Speiseplan. In Wahrheit gibt es auch keinen Kaiser mehr. Aber eines steht fest: Den Kaiserschmarren gibt es wirklich! In actual fact, the Prince soon got bored of cooking and he returned to his boring old diet of crisps, crisps and more crisps. And, to be honest, we don’t even have an Emperor these days. But one thing is for sure: That delicious pancake dessert remains a traditional Austrian dish to this day!

Alles Pizza! Pizza for everyone! Désirée Schellerer Barbara Dziadosz


„Kinder“, ruft die Oma, „wir haben nur noch zwei Stunden Zeit. Dann kommt der Papa von der Arbeit und bringt euch heim!“ „Schade. Bei dir ist es immer viel lustiger als zu Hause, Omi. Du erlaubst uns viel mehr“, beklagt sich Tino. Emilia stimmt zu: „Deshalb wollen wir unbedingt noch etwas mit dir tun, das Spaß macht und wofür Papa nie Zeit hat.“ „Oder keinen Nerv“, setzt Tino nach. Draußen vor dem Fenster wirbeln dicke weiße Flocken durch die eiskalte Luft. Es schneit. Der Himmel ist grau. Wie soll einem da etwas Lustiges einfallen? Mutlos starrt Tino hinaus. Sein Blick bleibt am Schneemann im Garten hängen. Wie keck der dasteht! Auf seinem Kopf sitzt ein Kochtopf. Seine Nase ist eine Karotte und in seiner Hand hält er einen Kochlöffel. Der Schneemann sieht aus, als wollte er Tino einen Wink geben. “Children!” calls Grandma. “We’ve only got two hours left before Daddy finishes work and comes to take you home.” “Ohhhh! We have a lot more fun here with you than we do at home, Grandma. You let us do so much more,” whines Tino. Emilia has to agree: “We have to do something else fun with you before we go home. Something that Daddy would never have time for.” “Or would never dare to do,” adds Tino. When they look out of the window, they see thick white flakes floating through the ice-cold air. It is snowing. The sky is grey. How are they supposed to think of something fun to do in this weather? Tino stares sadly outside. The snowman in the garden catches his eye. He looks so cheeky standing there! He has a saucepan for a hat, a carrot for a nose and a wooden spoon in his hand. Tino feels as though the snowman is trying to wink at him.


„Ich hab’s!“, ruft der Bub und rennt in die Küche zur Oma und zu seiner Schwester. „Wisst ihr, was?“, keucht er aufgeregt. „Wir kochen etwas! Noch besser: Wir backen eine Pizza und überraschen Papa mit einem Abendessen!“ „Gute Idee“, ist die Oma sofort begeistert. Schon hat sie ihre Schürze an. „Kinder, es geht los! Wir brauchen . . . “, überlegt sie laut. „Was brauchen wir eigentlich? Eine Rührschüssel, einen Messbecher, etwas zum Umrühren, ein Tuch zum Zudecken, ein Backblech – ach ja, und natürlich die Zutaten für den Teig.“ Emilia schnappt sich die Schüssel aus Metall. Mit dem Kochlöffel trommelt sie drauflos: bumm, bumm, bumm! Tino nimmt den Schneebesen aus der Lade. Toll, wie der springt und klingt, wenn er ihn in der Schüssel tanzen lässt. „Genug musiziert, Kinder, jetzt geht’s an die Arbeit“, ruft die Oma. „Was sagt das Rezept?“ “I’ve got an idea!” cried out the young boy, running through to Grandma and his sister in the kitchen. “You know what we should do?” he gasped, out of breath with excitement. “Let’s cook something! Even better: Let’s make a pizza for dinner and give Daddy a real surprise when it’s waiting for him on the table!” “That is a good idea!” said Grandma without hesitation. She already had her apron on. “Come on then, children! Let’s get going! We need . . . she thought out loud. “Well, what do we need? A mixing bowl, a measuring jug, something for stirring, a tea towel to use as a cover, a baking tray and, of course, all the ingredients for the dough.” Emilia grabbed the metal bowl. She started hitting it with the wooden spoon like it was a drum: bang, bang, bang! Tino pulled the whisk out of the drawer. It made such a fun noise as he made it jump and dance around in the bowl. “OK, children, that’s quite enough music! Let’s get to work,” said Grandma. “Now, what does the recipe say?”


Einfacher Pizzateig

Easy pizza recipe

Zutaten für 4 Personen 350 g Mehl 2 TL Salz 1 Packung Trockengerm (Trockenhefe) 200 ml lauwarme Milch 2 EL Olivenöl Zum Belegen: Tomatensoße, Käse und alles, was schmeckt

Serves 4 350 g flour 2 tsp. salt 1 sachet dried yeast 200 ml lukewarm milk 2 tbsp. olive oil For the topping: Tomato purée, cheese and all your favourite pizza toppings

Zubereitung Mehl, Salz und Trockengerm vermischen. Mit dem Rührgerät die lauwarme Milch und das Olivenöl unterrühren. Den Teig eine halbe Stunde gehen lassen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und mit dem Nudelholz auf die Größe eines Backblechs ausrollen. Das Backpapier auf das Backblech legen. Den ausgerollten Pizzateig darauflegen und mit der Gabel mehrmals einstechen. Kurz ruhen lassen. Den Pizzaboden belegen. Fantasie ist erwünscht! Im vorgeheizten Backrohr bei 200 °C Ober- und Unterhitze etwa eine halbe Stunde backen.

Method Mix together the flour, salt and dried yeast. Use a mixer to stir in the lukewarm milk and olive oil. Leave the dough to rest for half an hour. Dust the worktop with flour and use a rolling pin to roll out the dough to the size of a baking tray. Line the baking tray with baking parchment. Place the rolled-out pizza dough on top and prick several times with a fork. Leave to rise for a little while longer. Add your toppings to the pizza base. Be as creative as you like! Cook for around half an hour in an oven preheated to 200°C (fan oven).


Voller Begeisterung vermengen die Kinder die Zutaten zu einem Teig. Mit aller Kraft kneten sie ihn durch. Zum Schluss formen sie eine Kugel. Das macht Spaß! Danach legt die Oma den Ball aus Teig in eine saubere Schüssel. „So, nun muss der Teig aufgehen“, erklärt sie. „Das kann er nur, wenn er Ruhe hat. Er muss jetzt ein bisschen schlafen. Außerdem mag er Wärme. Wer von euch beiden möchte ihn zudecken?“ „Schlaf gut, lieber Teig“, flüstert Tino sanft und streicht das Küchentuch glatt. The children happily mix the ingredients together to form a dough. They use all their strength to knead it. Finally, they shape it into a ball. It’s so much fun! Grandma places the ball of dough into a clean bowl. “So now the dough has to rise,” she explains. “It can only do that if has peace and quiet. It has to sleep for a little while. It also needs to be put in a warm spot. Who would like to cover the dough?” “Sleep well, lovely dough,” whispers Tino softly, smoothing out the tea towel.

Tatsächlich: Nach einer halben Stunde wölbt sich das Tuch, als wäre der Teig zu einem dicken Bauch angeschwollen. „Hat da jemand den Teig aufgeblasen wie einen Luftballon?“, wundern sich die Kinder. „Nein“, lacht die Oma. „Germ ist hier das Wundermittel! Das ist ja das Tolle beim Kochen und Backen: Alles wird verwandelt – wie beim Zaubern! Wartet nur, bis wir fertig sind. Aber jetzt: Wollt ihr den Teig ausrollen?“ Indeed, half an hour later the tea towel is bulging as if the dough has swollen up like a huge belly. “Has someone blown up the dough like a balloon?” ask the children in amazement. “No, no,” chuckles Grandma. “Yeast is the magic ingredient! That’s the wonderful thing about cooking and baking. Ingredients are transformed. It’s like they’ve had a magic spell cast on them. Just you wait until we’re finished. But for now: Who wants to roll out the dough?”


Flugs nimmt Tino den Nudelwalker zur Hand und die Oma streut etwas Mehl auf die Küchenarbeitsfläche. Emilia setzt den Teigball darauf. Im Nu haben die beiden den Teig zu einem rechteckigen Fladen ausgewalzt, so groß wie das Backblech. Wie so ein roher Teig wohl schmeckt? Schwuppdiwupp steckt Tino einen Patzen in seinen Mund. Und Emilia? Sie macht es ihm nach! Irgendetwas kommt ihr aber seltsam vor. „Eine Pizza schmeckt doch nicht süß?“, wundert sie sich laut. „Ojemine, da hab’ ich beim Nachfüllen der Vorräte offenbar Zucker in das Salzfass getan“, stellt die Oma erschrocken fest, nachdem auch sie den Teig gekostet hat. Tino quickly picks up the rolling pin, whilst Grandma sprinkles a little flour onto the worktop. Emilia places the ball of dough on top. In no time at all, the two of them have rolled out the dough to a flat rectangle the size of the baking tray. What do you reckon raw dough tastes like? Tino quickly pops a little piece into his mouth. And Emilia? She copies her brother! But something isn’t quite right. “Pizza doesn’t usually taste sweet, does it?” they wonder out loud. Grandma realises with horror what she has done once she had tasted the dough too: “Oh dear! I must have put sugar in the salt pot when I filled it up.”


„Macht nichts. Jetzt heißt es zaubern!“, lacht sie im nächsten Moment und verschwindet in der Speisekammer. Freudestrahlend kommt sie mit einem Glas Pfirsichkompott, selbst gemachter Erdbeermarmelade und einem Säckchen Pistazien zurück. Im Kühlschrank findet sie einen Becher Topfen. „Kinder, bitte holt die Lebkuchenformen aus dem Kasten und stecht Herzen aus dem Pizzaboden aus.“ Eifrig befolgen die beiden die Anweisungen. „Als Nächstes bitte die Teigherzen mit Erdbeermarmelade bestreichen. Fruchtstücke drauflegen. Mit Topfen und ein paar Pistazien verzieren, aufs Backblech und ab in den Ofen.“ Kaum ist das soeben erfundene Gericht fertig, trifft der Papa ein. Schon nach dem ersten Bissen schlägt sein Herz höher. „Woher habt ihr nur dieses köstliche Rezept?“, fragt er erstaunt. „Das verraten wir nicht“, triumphieren Emilia und Tino. „Für dich haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Pizza süüüß!“ “Never mind! We really will need to work some magic now!” She is soon laughing to herself and disappears into the pantry. Grinning from ear to ear, she returns with a jar of peaches, some home-made strawberry jam and a little packet of pistachios. She finds a tub of mascarpone in the fridge. “Children, please get the cookie cutters out of the box and cut heart shapes out of the pizza base.” The pair don’t waste any time in following Grandma’s instructions. “Next, spread strawberry jam onto the dough hearts. Add some pieces of peach on top. Spread on some mascarpone and sprinkle on a few pistachios, fill up the baking tray and get it in the oven.” The newly invented treat is only just ready when Daddy turns up. His heart skips a beat as he takes the very first bite. “Where did you find such a delicious recipe?” he asks in surprise. “That’s top secret!” reply Emilia and Tino proudly. “We wanted to make you something extra special so here you have our ‘super sweet pizza’!”


Mach mit!

Join in!

Auf die Plätze, fertig, los! Wettrennen in Paprikaautos. Wer ist zuerst beim Kräuterdip?

On your marks, get set, go! It’s time to race cars made of peppers. Who will make it to the herb dip first?

Gemüsesticks im Rennauto

Was brauchst du für 4 Personen? 4 große Paprika (rot, grün, gelb, orange) 3 Karotten 2 Stangen Sellerie ½ Salatgurke 1 Kohlrabi 16 Zahnstocher Je nachdem, was du am liebsten magst, eignen sich auch Radieschen, Champignons, Zucchini, Kirschtomaten, Blumenkohl oder Brokkoli. Für den Kräuterdip 500 g Topfen 4 Esslöffel Milch 1 Bund Schnittlauch, gehackt 1 Bund Petersilie, gehackt Salz, Pfeffer

Trixi Schneefuß

Vegetable sticks in racing cars

What do you need for 4 people? 4 large peppers (red, green, yellow, orange) 3 carrots 2 sticks of celery ½ cucumber 1 kohlrabi 16 cocktail sticks You could also use radishes, mushrooms, courgettes, cherry tomatoes, cauliflower or broccoli. Pick your favourites! To make the herb dip 500 g cream cheese 4 tbsp. milk 1 bunch of chives (chopped) 1 bunch of parsley (chopped) Salt, pepper

Wie gehst du vor?

What do you have to do?

Wasche das Gemüse gründlich und trockne es gut ab. Schäle die Karotten und den Kohlrabi. Entferne die Blätter von den Selleriestangen. Baue die Rennwagen! Dafür schneidest du die Paprikaschoten neben dem Stiel der Länge nach entzwei und entfernst aus dem größeren Teil die Kerne. Dieser Teil wird das Auto mit dem Auspuff. Als Räder schneidest du für jedes Auto vier gleichmäßige Scheiben (ca. fingerdick) von den Karotten oder der Gurke ab und befestigst sie mit Zahnstochern an den Paprikaschoten. Schneide das restliche Gemüse in Streifen und belade die Paprikaautos damit. Für den Kräuterdip verrührst du den Topfen mit der Milch, mischst die Kräuter unter und schmeckst mit Salz und Pfeffer ab.

Wash the vegetables thoroughly and dry well. Peel the carrots and kohlrabi. Pick off the leaves from the celery sticks. Make the racing cars! To do this, cut the peppers in two lengthways close to the stalk and remove the seeds from the bigger part. This part of the pepper will become the car, with the stalk as the exhaust pipe. Cut four equal slices of carrot or cucumber (about as thick as your finger) for each car to use as the wheels and attach them to the peppers using cocktail sticks. Cut the rest of the vegetables into sticks and load them into your pepper cars. To make the herb dip, mix the cream cheese and milk together. Stir in the herbs and season to taste with salt and pepper.


Gedankenspiele Brainteasers Julie Guillem

An Festtagen werden oft besondere Speisen gekocht und aufgetischt. Warum, glaubst du, ist das so?

On holidays and festivals, we often cook and serve up special meals. Why do you think this has become a tradition?


Plötzlich beginnt es auch noch zu stürmen. A storm suddenly breaks out.

Der arme Oli! Hungrig und erschöpft verkriecht er sich in seinem Rucksack. Poor old Oli! Hungry and exhausted, he climbs into his backpack to hide away.

Doch bald . . . But wait . . .

Aufgeregt folgt Oli dem Duft, der ihn direkt nach Hause führt. Full of excitement, he follows his nose and the scent trail leads straight to his front door.

Die Heimkehr Welcome home! Oli kommt von einer Expedition zurück. Er war zwei Wochen in der Wüste. Oli is on his way back from a trip. He has spent two weeks in the desert.

Er ist ganz müde von der langen Busreise. He is very tired from the long bus journey.

Sein Magen knurrt bereits gewaltig vor Hunger, denn auf der Expedition gab es wenig zu essen. His tummy is rumbling extremely loudly. He is very hungry as there wasn’t much to eat on his trip.

Wildblumensuppe! Wildflower soup!

Zum Glück ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Luckily, he isn’t far from home now. Oje, ob es daheim wohl etwas zu futtern gibt? Oh, I really hope there’s something to eat when I get home!

Hmm! Was duftet denn da so köstlich? Mmm! What is that delicious smell?

Überraschung! Willkommen zurück! Surprise! Welcome home!

Lenz

Als Oli sieht, dass Grant ihm seine Lieblingsspeise gekocht hat, vergisst er sofort die anstrengende Reise und fühlt sich gleich wieder daheim. As soon as Oli realises that Grant has cooked him his favourite food, he forgets all about his tiring journey and feels right at home again.


Mmh! Wie gut es hier riecht! So viele verschiedene Menschen teilen ihre besten Kochrezepte miteinander! Mmh!

Mmm! It smells so good here! That’s because all of these different people are sharing their favourite recipes with one another. Yum!

Schau! Manuel zeigt, wie man mexikanische Tacos macht. Das Rezept hat er von seiner Mutter.

Wo ist Fatma? Sie ist so stolz auf ihre Gemüsespieße! Wir wollen sie auch probieren!

Look! Manuel is showing us how to make Mexican tacos. His mother passed her recipe down to him.

Where is Fatma? She is very proud of her vegetable skewers. We want to try one!

Suche Yoko! Sie liebt Sushi über alles und kann sie sogar selbst zubereiten.

Kannst du Sam finden? Er lernt gerade, wie man Schokoladekuchen bäckt.

Look out for Yoko! Her all-time favourite food is sushi and she even makes her own.

Can you spot Sam? He is learning how to bake a chocolate cake.

Bernardo P. Carvalho


Warum Vorlesen so wichtig ist. Was ist deine Lieblingsspeise? Wie sieht sie aus? Isst man sie mit Besteck? Oder vielleicht mit den Händen?

Lesekompetenz ist ein elementarer Schlüssel zur Welt. Kinder erwerben diese wichtige Fähigkeit rascher, wenn sie früh mit verschriftlichten Geschichten in Kontakt kommen. Dem Vorlesen kommt also eine besondere Bedeutung zu: Kinder, denen von klein auf regelmäßig vorgelesen wird, verfügen später über einen größeren Wortschatz, sind sozial kompetenter und in der Schule erfolgreicher.* Das gilt für alle Kinder in gleichem Maße. Kinder mit Migrationshintergrund sind zudem vor die Aufgabe gestellt, sich die Sprache ihrer neuen Umgebung anzueignen. Diese erlernen sie wissenschaftlichen Studien zufolge umso leichter, je sicherer ihr Umgang mit der Erstsprache ist. Papperlapapp möchte einen Beitrag leisten zur frühen sprachlichen Förderung jeweils in der Erstsprache und damit zugleich in der Bildungssprache Deutsch. Deshalb erscheint Papperlapapp in Deutsch und einer im deutschsprachigen Raum stark vertretenen Migrationssprache. Die Hefte eignen sich nicht nur als private Lektüre, sondern auch als Praxismaterial für Kindergärten und Volksschulen. Im Idealfall lernen die Kinder die Vorlese-Geschichten in ihrer Erstsprache zu Hause kennen und bringen sich selbstbewusster und aktiver ein, wenn die Geschichten in Kindergarten oder Volksschule nochmals auf Deutsch gelesen oder vorgelesen werden. So erlernen die Kinder auf unterhaltsame Weise die Bildungssprache Deutsch.

What’s your favourite food? What does it look like? Do you use cutlery to eat it? Or can you just use your hands?

Papperlapapp ist in folgenden neun Sprachkombinationen erhältlich: Deutsch/Albanisch, Deutsch/Arabisch, Deutsch/ Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Deutsch/Englisch, Deutsch/Farsi, Deutsch/Polnisch, Deutsch/Rumänisch, Deutsch/Tschetschenisch, Deutsch/Türkisch *(vgl. www.stiftunglesen.de) Agi Ofner

Why reading aloud is so important. The ability to read is a fundamental life skill. It unlocks the world around us. Children acquire this vital skill more quickly when they come into contact with written stories at an early age. That is why reading aloud is so important. Children who are read to regularly from an early age have a larger vocabulary and better social skills when they are older, and also tend to do better in school.* This applies to all children equally. Children from a migrant background face the additional challenge of learning the language of their new home country. Scientific studies have shown that the more confident these children feel with their first language, the easier they will find it to learn a second one. Papperlapapp wants to support early language development in the first language, and therefore in German as a second language. That’s why Papperlapapp is published both in German and in one of the immigrant languages commonly spoken in German-speaking countries. The magazines are suitable both for reading at home and as practice materials for nurseries and primary schools. Ideally, children will be introduced to the read-aloud stories in their first language at home, and will then be able to participate more actively and more confidently when they read or listen to the stories again in German, either at nursery or at school. This helps children learn German as a second language in a fun, entertaining way. Papperlapapp is available in the following nine language combinations: German/Albanian, German/Arabic, German/BosnianCroatian-Serbian, German/English, German/Farsi, German/Polish, German/Romanian, German/Chechen, German/Turkish *(see www.stiftunglesen.de)

Impressum Papperlapapp. Die zweisprachige Bilderbuchzeitschrift für Kinder ab fünf Jahren. Heft 8, Dezember 2017 Verlag, Redaktion, Copyright Papperlapapp, Kinderzeitschriften-Verlag, Karin Hirschberger, Schottenfeldgasse 53, 1070 Wien, office@papperlapapp.co.at, www.papperlapapp.co.at Chefredaktion Karin Hirschberger Beratung STUBE, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur

Redaktionsbeirat Claudia Dzengel, Philipp Schwärzler, Kathrin Wexberg, Katrin Zell Redaktionsassistenz Sophie Walchshofer, Johanna Sprenger Art-Direktion Katrin Smejkal, Brainds, www.brainds.com Grafikdesign Julia Schlager, Brainds Lektorat Eva Maria Widmair, www.widmair-lektorat.at Übersetzung Eurocom Translation Services, www.eurocom.at Druck Janetschek, www.janetschek.at


Lektüre für kleine und große Menschen. Geschichten, Gedankenspiele und Mitmachseiten zum Thema Kochen. Im nächsten Papperlapapp geht es um das Thema Wut.

Fun reads for young and old alike. Stories, brainteasers and activity pages all about cooking. The next edition of Papperlapapp is all about anger.

Empfohlen von der STUBE, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur. Recommended by STUBE, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur. www.stube.at

A 5,80 € / D 5,60 €

www.papperlapapp.co.at

Profile for Papperlapapp Medienverlag

Papperlapapp – The bilingual picture book magazine for children aged five and up  

Papperlapapp issue #8 on the theme „Cooking“ is available in the following language combinations: German-Albanian, German-Arabic, German-Bos...

Papperlapapp – The bilingual picture book magazine for children aged five and up  

Papperlapapp issue #8 on the theme „Cooking“ is available in the following language combinations: German-Albanian, German-Arabic, German-Bos...

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