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Nr. 13

Geschichten, Gedankenspiele, Mitmachseiten und vieles mehr zum Thema Oh, wie peinlich! Stories, brainteasers, activity pages and lots more – all about Oh, how embarrassing!

Deutsch Englisch German English Die zweisprachige Bilderbuchzeitschrift für Kinder ab fünf Jahren The bilingual picture book magazine for children aged five and up


Oh, wie peinlich! Oh, how embarrassing!

Unsichtbar sein Being invisible

So groĂ&#x; wie das Mittelmeer As wide as the Mediterranean Sea

Gedankenspiele Brainteasers

Oli + Grant Oli + Grant

Suche und finde! Search and find!

Frag zwei, drei Erwachsene . . . Ask two or three adults . . .

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Illustrationen Illustrations

Vorlage zum Herunterladen: Copies available to download at: www.papperlapapp.co.at


Unsichtbar sein Being invisible Elisabeth Steinkellner Lili Richter


Leo setzt Fuß vor Fuß, so langsam, als hätte er tonnenschweres Gepäck zu schleppen. Dabei ist es nur ein altes weißes Lein­ tuch, das er trägt. Fast bodenlang hängt es an Leo herunter. Durch die zwei kleinen ausgeschnittenen Löcher in Augen­ höhe kann er nicht besonders viel sehen, aber das ist egal. Er hält den Kopf ohnehin ganz tief gesenkt und schaut nur auf den Gehsteig direkt vor ihm. Leo puts one foot in front of the other, as slowly as if he were dragging a really heavy bag. But it’s only an old white sheet that he has on. On Leo, it almost touches the floor. He can’t really see much through the two small cut-out holes, but he doesn’t care. He hangs his head low anyway and looks only at the path right in front of him.


Leo weiß, dass die anderen Kinder tolle Verkleidungen haben werden. Dass sie wie richtige Piraten, Ritter und Feuerwehr­ männer, wie echte Prinzessinnen, Feen und Meerjungfrauen aussehen werden. Vielleicht wird sogar jemand einen Ganzkörper-Spiderman-Anzug tragen, sodass man ihn gar nicht gleich erkennt. Das ist es auch, was Leo insgeheim hofft: dass die anderen Kinder nicht erraten, wer unter dem alten, verschlissenen Leintuch steckt. Leo knows that all the other children will have brilliant costumes. That they will look like real pirates, knights and firemen, like proper princesses, fairies and mermaids. Maybe there will even be someone dressed head to toe in a Spiderman costume, so you won’t even be able to recognise them. That’s what Leo is secretly hoping for too: that the other children won’t guess who’s hiding under the old, worn-out bed sheet.


Leo betritt so unauffällig wie möglich das Klassenzimmer. Er wünscht sich, unsichtbar zu sein, wie ein echtes Gespenst. Einen Moment lang scheint es zu klappen, denn niemand nimmt ihn wahr. Aber dann sieht Julian zu ihm herüber und kriegt große Augen. „Er erkennt mich nicht“, denkt Leo und freut sich ein bisschen. Doch da ruft Julian schon: „Ha, der komische Geist da ist der Leo, die kaputten Patschen kenn’ ich doch!“ Jetzt sehen auch die anderen Kinder zu ihm her. Leo beginnt zu schwitzen. Leo enters the classroom as discreetly as pos­ sible. He wishes he were invisible, like a real ghost. For a moment it seems to work, nobody notices him. But then Julian looks over at him and his eyes widen. “He doesn’t know who I am,” Leo thinks, and feels a bit better. But then Julian shouts out, “Ha, the funny ghost over there is Leo, I recognise the battered old slippers!” The other children look over at him too. Leo begins to sweat.


Voriges Jahr, als er noch im Kindergarten war, ist niemandem aufgefallen, dass Leos Hosen manchmal löchrig und die Ärmel seiner Pullis ständig zu kurz waren. Nicht einmal ihm selbst, er fand seine Sachen eigentlich ganz in Ordnung. Aber seit er in die erste Klasse geht, verspotten ihn manche Kinder deswegen. Vor allem Julian. Last year when he was in nursery, nobody noticed that Leo’s trousers sometimes had holes in them or that the arms of his jumpers were get­ ting too short. Not even himself, he had thought his things were fine. But since starting school, some of the other children pick on him because of it. Especially Julian.


„Iiiiih, da sind ja gelbe Flecken auf dem Leintuch“, ruft Julian jetzt, und ein paar beginnen zu lachen. Das Blut schießt Leo in den Kopf, so schnell, dass ihm beinahe schwindlig wird. Er spürt, wie er rot anläuft. Zum Glück kann das niemand sehen. “Ugh! There are yellow marks on the sheet,” cries Julian, and a few kids begin to laugh. Blood rushes to Leo’s head so quickly that he almost faints. He feels himself turning red. Luckily no­ body can see it.


Aber da ist noch etwas anderes, was Leo spürt: die Wut, die in ihm aufsteigt. Wut auf Julian, diesen Dummkopf, der gelbe Flecken sieht, wo gar keine sind. Aber auch Wut auf Mama, die nicht genug Geld hat, um ihm ein richtiges Kostüm zu kaufen. Er will davonlaufen. Oder besser noch: sich in Luft auflösen. Gespenster sollten das doch können! Aber Leo ist kein Gespenst. Er hat einen Körper aus Fleisch und Blut. Und Füße, die mit dem Boden verwachsen zu sein scheinen und sich keinen Millimeter bewegen können. But Leo notices something else, too: the anger rising up inside him. Anger at Julian, that idiot who sees yellow marks where there are none. But also anger at mum, who never has enough money to buy him a proper costume. He wants to run away. Or better still: disappear into thin air. Ghosts should be able to do that! But Leo isn’t a ghost. His body is made of flesh and blood. And feet that seem to have stuck to the floor and won’t move even a single millimetre.


Genau an diesen unbeweglichen Füßen spürt Leo auf einmal ein Kitzeln. Das Kitzeln wandert ein Stück höher, in Richtung Waden. Im nächsten Moment hebt sich der Stoff des Leintuchs ein wenig, und jemand schlüpft unter Leos Verkleidung. Leo kann nicht gleich erkennen, wer das ist. Erst als er ein ver­ trautes Kichern nah an seinem Ohr hört, weiß er es: Miriam hat sich zu ihm hereingeschlichen. Sie drängt sich dicht an ihn und ruft: „Huhuuu!“ Leo merkt, wie sich sein kaltes Geisterversteck in eine wohlig warme Höhle verwandelt. Right there on those non-moving feet, Leo suddenly feels something tickling. The tickling moves up a bit, towards his calves. The next moment, the bed sheet flaps a bit and some­­one squeezes under Leo’s costume. Leo can’t tell straight away who it is. It’s not until he hears a little giggle by his ear that he realises: Miriam has snuck in beside him. She huddles up to him and cries, “Cooeee!” Leo notices how his cold ghostly disguise turns into a cosy hiding place.


Miriam nimmt Leos Hand. Als zweiköpfi­ ges Gespenst stolpern sie durch das Klas­ senzimmer und jagen die anderen Kinder. Die laufen kreischend davon. Irgendwann schlüpft auch noch Felix unter Leos Ver­ kleidung, und dem Gespenst wächst ein dritter Kopf. Es macht immer gruseligere Geräusche. Das Johlen der anderen Kinder wird noch wilder. Da klatscht jemand dreimal laut in die Hände: Die Lehrerin hat die Klasse betreten. Sie will, dass alle Kinder einen Kreis bilden, um gemeinsam ein Spiel zu spielen. Miriam takes Leo’s hand. As a two-head­ ed ghost, they fly around the classroom chasing the other children, who run away screaming. At some point Felix climbs in underneath Leo’s costume too and the ghost grows a third head. It makes even spookier noises. The other children scream more and more wildly. Then someone claps their hands three times: the teacher has arrived. She wants all the children to make a circle and play a game together.


Später bemalen Leo, Miriam und Felix das Leintuch. Mit Toten­ kÜpfen, Spinnweben und anderen gespenstischen Dingen. Dazwischen patzen sie eine Menge bunter Farbe auf den Stoff und gestalten mit dem Pinsel die wildesten Muster. Later on, Leo, Miriam and Felix draw skulls, cobwebs and other ghostly things all over the bed sheet. They add some splashes of bright colour to the fabric, using the paintbrush to decorate the sheet with the wildest patterns.


Als Leo in seinem Kostüm von der Schule nach Hause geht, lächeln ihn ein paar Vorbeikommende an. Kleine Kinder bleiben stehen und schauen groß. Leo kann das sehen, denn er blickt nicht zu Boden, sondern geradeaus. Ein bisschen fühlt es sich sogar so an, als würde er schweben. As Leo walks home from school in his costume, a few passers­ by smile at him. Small children stop and stare at him. Leo can see it this time, because he’s not looking at the ground, but straight ahead. He even feels a bit like he could float.


So groĂ&#x; wie das Mittelmeer As wide as the Mediter­ranean Sea Hubert Schirneck Tessa Sima


Zum Abendessen gibt es Nudeln. Timmy mag Nudeln, am liebsten mit Tomatensoße. Er kann einen ganzen Berg Nudeln essen. Doch heute gibt es etwas, das seine gute Nudel­laune trübt: Er hat im Kindergarten in die Hose ge­ macht. Das haben nicht nur alle Kinder gesehen – ausge­ rechnet jetzt, beim Abendes­ sen, muss auch Mama damit anfangen. „Warum war denn heute eine nasse Unterhose bei deinen Sachen?“, fragt sie.

There’s spaghetti for dinner. Timmy likes spaghetti, espe­ cially with tomato sauce. He can eat a whole mountain of spaghetti. But today there is something troubling his good spaghetti mood: he wet himself at nursery. Not only did all the other children see him, but now Mum has had to go and bring it up over dinner. “Why were there wet under­ pants with your things today?” she asks.


„Weiß nicht“, antwortet Timmy und schaut auf seine Nudeln. „Du weißt es nicht?“ „Nein. Vielleicht hat die Unterhose geschwitzt.“ Der Papa lacht und sagt: „Dann hat sie wahr­ scheinlich viel Sport gemacht, die Unterhose. Vielleicht ist sie Fahrrad gefahren? Oder hat Liegestütze ge­ macht?“ Timmy schließt die Augen und stellt sich seine Unterhose auf einem Fahrrad vor. Aus Versehen fährt sie bei Rot über die Kreuzung und wird von der Polizei angehalten. „Macht zehn Euro Strafe!“, sagt der Polizist streng. Die Unterhose hat kein Geld dabei und kann die Strafe nicht zahlen.

“I don’t know,” replies Timmy, staring at his spaghetti. “You don’t know?” “No. Perhaps the underpants were sweat­ ing.” Dad laughs and says, “The pants have probably been playing a lot of sport. Maybe they’ve been riding a bike? Or perhaps they’ve been doing press-ups?” Timmy closes his eyes and imagines a pair of underpants riding a bike. By mistake, they ride through a red light and are stopped by the police. “That’s a ten euro fine!” the police officer says sternly. The underpants have no money on them and can’t pay the fine.


Timmy macht die Augen wieder auf und sagt: „Die Unterhose hat keine Taschen. Deshalb kann sie kein Geld mitnehmen.“ Die Eltern sehen ihn verwundert an. „Es kann aber auch sein“, sagt Timmy leise, „dass ich in die Hose gepinkelt habe. Und die anderen haben mich ausgelacht.“ Als Timmy daran denkt, schmecken ihm die Nudeln nicht mehr. Er schiebt den Teller weg und verschränkt die Arme.

Timmy opens his eyes again and says, “Underpants don’t have pockets. So they can’t take any money with them.” His parents look at him, confused. “It could also be,” says Timmy quietly, “that I wet my pants. And everyone laughed at me.” As Timmy thinks about it, his spaghetti doesn’t seem very tasty any more. He pushes his plate away and crosses his arms.


„Blöd sind die“, sagt er mit gesenktem Kopf. „Halb so schlimm“, sagt die Mama. „Beim Mittagsschlaf kann das schon einmal passieren.“ „Genau“, erwidert Timmy und hebt den Kopf ein bisschen höher. Er beobachtet eine kleine Spinne, die an der Wand nach oben läuft. „Die hat bestimmt noch nie in die Hose gemacht“, denkt er und isst seine Nudeln weiter. „Mach dir nichts draus, mein Großer“, sagt der Papa, „das ist doch jedem schon ein‑ mal passiert.“ „Nein!“

“They’re stupid,” he says with his head down. “It’s not that bad,” says Mum. “It can happen sometimes when you’re having a nap.” “Exactly,” replies Timmy and lifts his head up a bit. He watches a little spider climbing up the wall. “He won’t ever have wet himself,” he thinks to himself, eating his spaghetti again. “Don’t worry about it, big man,” says Dad. “It’s not the first time that’s happened to someone.” “No!”


„Doch! Auch mir ist es passiert, als ich “Really! It happened to me too when klein war, im Kindergarten. Das braucht I was little, at nursery. You don’t need to dir also nicht peinlich zu sein.“ „Stimmt be embarrassed about it.” “Is that true?” das wirklich?“ „Ehrenwort! Ich habe “I promise! I did such a big wee that so lange gepieselt, bis ein richtiger Bach I made a big long stream.” “A stream? entstanden ist.“ „Ein Bach? Ach, das Oh, but that’s easy,” says Timmy casually. ist doch einfach“, sagt Timmy leichthin. “I’ve done it once already.” Dad smiles „Das hab’ ich auch schon geschafft.“ and says that once, he even made a big Der Papa lächelt und sagt, bei ihm sei es river. “I don’t believe it!” shouts Timmy. sogar einmal ein großer Fluss gewesen. “Hmm, haven’t you ever wondered „Das glaub’ ich nicht!“, ruft Timmy. how the Danube river was made?” asks „Hm, hast du dich denn nie gefragt, wie Dad, nodding thoughtfully. “What? die Donau entstanden ist?“, fragt der Papa The Danube is made of wee? Never!” und nickt versonnen. „Was? Die Donau soll aus lauter Pipi bestehen? Niemals!“


„Das kannst du mir glauben, mein Sohn. So etwas könnte ich nie erfin­ den!“ Timmy kichert: „Ich hab’ noch viel mehr gepieselt. Ein richtiges Meer hab’ ich gemacht.“ Der Papa scheint sehr interessiert: „Aha, und wie heißt das Meer?“ Timmy steckt sich den rechten Zeigefinger ins Ohr. Das ist eine Angewohnheit von ihm. Es hilft beim Nachdenken. „Es heißt einfach Meer!“, verkündet er schließlich. „Oh, dann ist es vielleicht das Mittelmeer?“, vermutet Papa. „Ja!“, ruft Timmy.

“You can believe me, my boy. I could never make up something like that!” Timmy giggles, “I did an even big­ ger wee. I made a whole sea.” Dad seems really interested, “Oh right, and what’s the sea called?” Timmy sticks his right index finger in his ear. It’s one of his habits. It helps him think. “It’s just called the sea!” he announces eventually. “Oh, perhaps it was the Mediterranean?” suggests Dad. “Yes!” cries Timmy.


Er muss so lachen, dass er eine Nu­ del mit Tomatensoße auf den Tisch spuckt. „Jetzt reicht’s aber!“, mischt sich Mama ein. „Spuck nicht auf den Tisch! Und könnt ihr vielleicht auf­ hören, über das Pieseln zu reden? Da vergeht einem ja der Appetit.“ „Mir nicht, mir schmeckt’s gut“, sagt Timmy und schiebt seinen leeren Teller in die Mitte des Tisches. „Kann ich noch was haben?“ „Tu doch nicht so, als hättest du nie in die Hose gemacht“, sagt der Papa zur Mama, während er die restlichen Nudeln auf Timmys Teller gibt.

He laughs so much that he spits a strand of spaghetti with tomato sauce onto the table. “That’s enough now!” Mum intervenes. “Don’t spit on the table! And perhaps you can stop talking about weeing? It’s putting me off my dinner.” “Not me, mine’s really tasty,” says Timmy, pushing his empty plate into the middle of the table. “Can I have some more?” “Don’t act as though you’ve never wet yourself before,” says Dad to Mum, as he dishes the rest of the spaghetti onto Timmy’s plate.


„Mit euch zwei Angebern kann ich noch “I’m sure I can keep up with you two lange mithalten“, sagt die Mutter streng. show-offs,” Mum says sternly. “I can „Ich kann stundenlang pieseln, wenn ich wee for hours if I want to. Maybe I made will. Vielleicht hab’ ich ja den Bodensee Lake Constance, who knows?” Grin­ gemacht, wer weiß?“ Grinsend isst ning, Timmy eats up all his spaghetti Timmy alle Nudeln auf und erinnert sich and remembers that he went swimming daran, dass er in den Sommerferien im in Lake Constance during the summer Bodensee geschwommen ist. Da hat das holidays. The water looked pretty clear Wasser ziemlich klar ausgesehen. back then.


Von nun an geht Timmy vor dem Mit­ tagsschlaf immer auf die Toilette. Trotz­ dem passiert es noch einmal, ein paar Tage später: Da beginnt Timmys Unter­ hose wieder zu schwitzen. „Ach, schon wieder“, murmelt er. Ob es die anderen Kinder schon bemerkt haben?

From now on, Timmy always goes to the toilet before his lunchtime nap. But a few days later, it happens again: Timmy’s pants begin to sweat again. “Oh, not again,” he murmurs. Have the other children already noticed?


Doch dann muss er an die Donau denken und ans Mittelmeer und an den Bodensee, und er beginnt so laut zu lachen, dass ihn alle verwundert anschauen. Aber Timmy ist das kein bisschen peinlich.

But then he thinks about the Danube river, the Mediterranean sea and Lake Constance, and he begins to laugh so loudly that everyone looks at him in surprise. But Timmy isn’t embarrassed one little bit.


Gedankenspiele Oh nein! Lina hat den Ball gegen das Fenster des Nachbarn geschossen. Was soll sie jetzt nur tun?


Katja Mock

Brainteasers Oh no! Lina’s kicked the ball at next door’s window. What should she do now?


Der Liebesbrief The love letter

Kaum ist der Brief fertig, reißt ihn ein Windstoß davon. No sooner is the letter finished than a gust of wind tears it from him.

Was, wenn eine fremde Person diesen Brief liest? Das ist mir so peinlich, dass ich mich in der Erde vergraben möchte! What if a stranger reads my letter? I’m so embarrassed, I wish the earth would swallow me up!

Grant ist verliebt! Am ersten warmen Frühlingstag beschließt er, seiner geheimen Liebe einen Brief zu schreiben. Oli macht währenddessen ein Nickerchen. Grant is in love! On the first warm spring day, he decides to write a letter to his secret love. Meanwhile, Oli takes a little nap.

Schnell laufen Grant und Oli dem Brief nach, doch der Wind trägt ihn hoch über den Wald hinaus. Grant and Oli quickly run after the letter, but the wind carries it high above the woods.

Auf der anderen Seite des Waldes landet Grants Brief genau auf Rita, der Schildkrötendame. On the other side of the wood, Grant’s letter lands right on top of Rita the tortoise.


Grant, beruhige dich! Was steht denn in diesem Brief, das dir so peinlich ist? Grant, calm down! What’s in that letter that’s so embarrassing?

Oh, da muss ich Grant sofort eine Antwort schreiben. Vogel, würdest du den Brief bitte zu ihm bringen? Oh, I must write a reply to Grant straight away. Bird, would you take the letter to him?

„Lieber Grant! Ich mag dich auch! Sehr gerne gehe ich mit dir auf das Blumenfest. Deine Rita“ “Dear Grant! I like you too! I would love to go to the flower festival with you. Your Rita”

„Liebe Rita! Ich mag dich! Möchtest du morgen mit mir aufs Blumenfest gehen? Dein Grant“ “Dear Rita! I like you! Would you like to come with me to the flower festival tomorrow? Your Grant”

Post für Grant! Post for Grant!

Lenz


Joanne Liu


Uuuups! Gute Stimmung auf der Party! Die meisten Gäste fühlen sich wohl. Doch manche erleben gerade etwas Peinliches.

Oooops! The party is in full swing! Most of the guests are feeling good. But some are feeling a bit embarrassed.

Tom stolpert über ein Spielzeugauto und liegt gleich auf der Nase. Tom trips over a toy car and is about to fall flat on his face.

Frida hat soeben gefurzt, aber es scheint ihr gar nicht peinlich zu sein! Frida has just trumped, but she doesn’t seem too embarrassed about it!

Oh nein! Lauras Mutter hat Traubensaft auf ihr neues Kleid geschüttet! Oh no! Laura’s mum has just spilt grape juice down her new dress!

Balu, der Hund, wurde gerade von seinem Besitzer geschoren. Er hofft, die anderen Hunde bemerken es nicht! Balu the dog has just been shorn by his owner. He’s hoping the other dogs don’t notice!


Frag zwei, drei Erwachsene, welche Peinlichkeiten ihnen passiert sind, als sie so alt waren wie du. Ask two or three adults about times they felt embarrassed when they were your age.

Agi Ofner


Warum Vorlesen so wichtig ist. Lesekompetenz ist ein elementarer Schlüssel zur Welt. Kinder erwerben diese wichtige Fähigkeit rascher, wenn sie früh mit verschriftlichten Geschichten in Kontakt kommen. Dem Vorlesen kommt also eine besondere Bedeutung zu: Kinder, denen von klein auf regelmäßig vorgelesen wird, verfügen später über einen größeren Wortschatz, sind sozial kompetenter und in der Schule erfolgreicher.* Das gilt für alle Kinder in gleichem Maße. Kinder mit Migrationshintergrund sind zudem vor die Aufgabe gestellt, sich die Sprache ihrer neuen Umgebung anzu­ eignen. Diese erlernen sie wissenschaftlichen Studien zufolge umso leichter, je sicherer ihr Umgang mit der Erstsprache ist. Papperlapapp möchte einen Beitrag leisten zur frühen sprachlichen Förderung in der jeweiligen Erst­ sprache und gleichzeitig in der Bildungssprache Deutsch. Deshalb erscheint Papperlapapp jeweils in Deutsch und einer im deutschsprachigen Raum stark vertretenen Migrationssprache. Die Hefte eignen sich nicht nur als private Lektüre, sondern auch als Praxismaterial für Kindergärten und Volksschulen. Im Idealfall lernen die Kinder die Vorlese-Geschichten in ihrer Erstsprache zu Hause kennen und bringen sich selbstbewusster und aktiver ein, wenn die Geschichten in Kindergarten oder Volksschule nochmals auf Deutsch gelesen oder vorgelesen werden. So erlernen die Kinder auf unterhaltsame Weise die Bildungssprache Deutsch. Papperlapapp Nr. 13 ist in folgenden zehn Sprachkombinationen erhältlich: Deutsch/Albanisch, Deutsch/Arabisch, Deutsch/ Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Deutsch/Englisch, Deutsch/Farsi, Deutsch/Französisch, Deutsch/ Polnisch, Deutsch/Rumänisch, Deutsch/ Tschetschenisch, Deutsch/Türkisch *(vgl. www.stiftunglesen.de)

Why reading aloud is so important. The ability to read is a fundamental life skill. It unlocks the world around us. Children acquire this vital skill more quickly when they come into contact with written stories at an early age. That is why reading aloud is so important. Children who are read to regularly from an early age have a larger vocabulary and better social skills when they are older, and also tend to do better in school.* This applies to all children equally. Children from a migrant background face the additional challenge of learning the language of their new home country. Scientific studies have shown that the more confident these children feel with their first language, the easier they will find it to learn a second one. Papperlapapp wants to support early language development in the first language, and therefore in German as a second language. That’s why Papperlapapp is published both in German and in one of the immigrant languages commonly spo­ ken in German-speaking countries. The magazines are suitable both for reading at home and as practice materials for nurseries and primary schools. Ideally, children will be introduced to the read-aloud stories in their first language at home, and will then be able to participate more actively and more confidently when they read or listen to the stories again in German, either at nursery or at school. This helps children learn German as a second language in a fun, entertaining way. UWZ_Vermerk_GmbH_4C_Umweltzeichen_Vermerk.qxd 31.05.13 08:02 Seite 1 Papperlapapp Nr. 13 is available in the following ten language combinations: gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens Druckerei Janetschek GmbH · UW-Nr. 637 German/Albanian, German/Arabic, German/BosnianCroatian-Serbian, German/English, German/Farsi, gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens German/French, German/Polish, German/Romanian, Druckerei Janetschek GmbH · UW-Nr. 637 German/Chechen, German/Turkish *(see www.stiftunglesen.de)

gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens · Druckerei Janetschek GmbH · U PEFC zertifiziert

Impressum Papperlapapp. Die zweisprachige Bilder­ buchzeitschrift für Kinder ab fünf Jahren. Heft 13, März 2019 Verlag, Redaktion, Copyright Papperlapapp, Kinderzeitschriften-Verlag, Karin Hirschberger, Schottenfeldgasse 53, 1070 Wien, office@papperlapapp.co.at,

www.papperlapapp.co.at Chefredaktion Karin Hirschberger Redaktionsbeirat Claudia Dzengel, Philipp Schwärzler, Kathrin Wexberg, Katrin Zell Redaktionsassistenz Sophie Walchshofer, Johanna Sprenger Art-Direktion Katrin Smejkal, www.katrinsmejkal.com

Lektorat Eva Maria Widmair, www.widmair-lektorat.at Übersetzung Eurocom Translation Services, www.eurocom.at Übersetzung Farsi Armin Langroudi Übersetzung Französisch Martine Feix Druck Janetschek, www.janetschek.at

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Lektüre für kleine und große Menschen. Geschichten, Gedankenspiele und Mitmachseiten zum Thema Oh, wie peinlich! Im nächsten Papperlapapp geht es um das Thema Im Wald.

Fun reads for young and old alike. Stories, brainteasers, activity pages and lots more – all about Oh, how embarrassing! The next Papperlapapp is all about In the woods.

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Papperlapapp – The bilingual picture book magazine for children aged five and up  

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