Page 1

www.pannorama.eu

012 03

Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl

Wert: 5,50 Euro • Zugestellt durch post.at-Gruppe

n Kultur in Bernstein n Kellerviertel Heiligenbrunn n Gesunde Trauben n Wein- und Kulturregion Corbières n E-Biken im Südburgenland

Genuss

d n a l n e g r im Südbu

kultur | kulinarik | leben | reise

| regionen | sport


ab

* , 8 E 16

GS-TIPP: ENTSPANNUN wendung l-An Traubenkernö r e 35,0 Minuten) nu (3


www.pannorama.eu

Nach Pannonien reinschauen, aus Pannonien rausschauen.

Interessante, aktuelle Themen in den Rubriken Kultur, Kulinarik, Leben, Reise, Regionen, Sport. Tipps für Ausflüge, Kurzurlaube, neue Trends. Kostenlos online lesen unter www.pannorama.eu Die Winter-Ausgabe erscheint im November 2012.

www.pannorama.eu

011 04

www.pannorama.eu

Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl

| regionen | sport

n Historische Zeitreise n Wein mit Herkunft n Schönheit aus der Natur n Neusiedler See n Kite Surfen

n Raus in de

Garten

kultur | kulinarik | leben | reise

012 02

Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl

| regionen | sport

www.pannorama.eu

Z eit ee am S Wert: 5,50 Euro • Zugestellt durch post.at-Gruppe

1

Wert: 5,50 Euro • Zugestellt durch post.at-Gruppe

Wert: 5,50 Euro • Zugestellt durch post.at-Gruppe

Winterzauber kultur | kulinarik | leben | reise

www.pannorama.eu

012 01

Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl

n Kulturkarte Burgenland n Gesunder Dinkel n Kräutergarten n Osttirol

n Adventsbräuche n Festtagsküche n Gesund durch den Winter n Geschenktipps n Skiregionen n Urlaubsinsel Malta

Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl kultur | kulinarik | leben | reise

| regionen | sport

PANNOrama

3


20

36

28

KULTUR

KULinarik

leben

reise

Verwirrendes Bernstein Kulturelle Vielfalt Seite 10

Kellerviertel Heiligenbrunn Juwel des Südburgenlandes Seite 20

Einmal volltanken Traubenherbstkur Seite 28

Wohlfühloasen Thermen, Schlösser, Golf, Natur Seite 34

Weißes Gold Porzellanmanufaktur Herend Seite 13

Lesezeit Weinherbst Seite 22

Ökologisch einkaufen Mehrwert durch Mehrweg Seite 30

Humorvoll betrachtet Wechseljahre Revue Seite 15

Wild auf Wild Jagdsaison Seit 24

GEWINNEN Sie mit PANNOrama IMPRESSUM Medieninhaber/Herausgeber: MEMA Medien Marketing GmbH, Reitschulgasse 5, 8010 Graz info@mema.at Eigentümer/Geschäftsleitung: Bruno Rabl Chefredaktion: Mag. Brigitte Krizsanits (MEMA) Produktion/Grafik Claudia Zamanian (MEMA)

Corbières Mehr als eine Weinregion Seite 36

ein Wochenende im Best Western Hotel Aquarell**** in Cegled Seite 35

Freie Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Brunner, Brigitte Dürmaier, Paul Fischer, Karl Kaltenegger, Natascha Marakovits, Ursula Mungitsch, Miriam Wiegele Lektorat: Monika Haring Coverfoto: Südburgenland Tourismus Anzeigenverkauf: MEMA Medien Marketing GmbH

Anschrift Verlag und Redaktion: Robert Graf Platz 1/216, 7000 Eisenstadt Tel. +43 2682/69564-03, Fax +43 2682/69564-05, red@pannorama.eu, www.pannorama.eu Herstellung: a•PRINT GmbH, Industriering 7, 9020 Klagenfurt Vertrieb: Post.at-Gruppe und Österreichischer Lesezirkel Mediadaten: www.lesezirkel-oesterreich.at

Sisi auf Korfu

Die alleinige Verwendung der männlichen und weiblichen Wortformen in diesem Magazin bedeutet keine Diskriminierung des anderen Geschlechtes, sondern ist geschlechtsneutral und dient dem besseren Lesefluss. Für Seiten mit der Rubrizierung „Präsentation“ wurde ein Druckkostenbeitrag verrechnet. Es handelt sich daher lt. Mediengesetz §26 um eine entgeltliche Einschaltung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht der Meinung des Verlages oder des Herausgebers entsprechen. PANNOrama ist ein eingetragenes Markenzeichen. Gedruckt in Österreich.

Die Kaiserin und das Achilleion

26.9.2012 bis 27.1.2013 Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien

Andreasgasse 7 • 1070 Wien • Di-So 10-18 Uhr • U3 Zieglergasse www.hofmobiliendepot.at

4

Zum 175. Geburtstag der Kaiserin Elisabeth zeigt das Hofmobiliendepot eine Ausstellung zum Thema Griechenland und Korfu.

Zur Ausstellung bieten wir ein abwechslungsreiches Kinderprogramm an!

Fotos: v.l.n.r.: Porzellanmanufaktur Herend / Südburgenland Tourismus / Zamanian / Krizsanits / Bildein / ebikeparadies.at

13


40

38 Region

Sport

Stadtportrait Bruck an der Mur Seite 16

Schwebend durch das Südburgenland Trendsport E-Biken Seite 40

Entdecke dich Grenzerfahrungen in Bildein Seite 38

Brigitte Krizsanits Chefredakteurin

EDITORIAL Als wir begannen, diese Ausgabe zu planen, fragte mich meine Kollegin: „Welche Beziehung hast du eigentlich zum Südburgenland?“. Familiär gesehen keine, persönlich gesehen könnte man hingegen von einer großen Leidenschaft sprechen. Begonnen hat diese vor rund 20 Jahren. Nach einem Besuch der größten Messe Oberwarts setzten wir uns in das Käfer-Cabrio unseres lieben Freundes J. und er zeigte uns seine Heimat. Bis heute stellt sich das unbeschwerte Gefühl von damals ein, sobald ich bei Bernstein die Kehren passiere. Viele Geheimtipps habe ich in den letzten Jahren entdeckt, viele neue Seiten kennen gelernt. Etwa die 360-Seelen-Gemeinde Bildein, die jährlich im August zu einem Festival-Dorf wird. Sie wird künftig mit ihrem Festival picture on einen Fixplatz in meinem Südburgenland-Programm einnehmen, neben Uhudler (Seite 20 bis 21), Kellerstöckelidylle und Raderlebnis (Seite 40 bis 42) …

Foto: Südburgenland Tourismus

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe, nehmen Sie sich Zeit beim Durchblättern und genießen Sie die Ruhe des Südburgenlandes. Ihre

Herbstzeit ist Erntezeit: Die Weinlese ist bereits in vollem Gange. Eine vorsichtige Prognose für das Weinjahr 2012 lesen Sie auf Seite 22.

Wir machen das Magazin.

KO N Z E P T · R E DA K T I O N · A N Z E I G E N · L AYO U T · P RO D U K T I O N · D RU C K VO R S T U F E

mema

Medien Marketing

GmbH

8 010 G ra z · Reitsc hulgas se 5 · Tel . 0 316/81 70 9 0 · info@mema . at · w w w. mema . at

PANNOrama

5


Interview

Hochprozentige Powerfrau Ute Lagler ist eine Frau mit viel Elan und einem herzlichen Lachen. Eine Frau die aus einem Schicksalsschlag heraus ihr Leben neu organisiert hat. PANNOrama sprach mit ihr über das Leben im Südburgenland, die Kunst des Schnapsbrennens und den täglichen Apfel. Von Brigitte Krizsanits ZUR PERSON Ute Lagler wurde in Güssing geboren. 2000 errichtete sie gemeinsam mit ihrem Mann Kurt Lagler das erste Brennerei- und Wellnesshotel, 2002 wurde der Betrieb erweitert. Daneben unterrichtete sie an der HLW in Güssing. Seit dem tragischen Unfalltod ihres Mannes in der eigenen Brennerei im Jahr 2009 führt sie den Betrieb alleine weiter, die Kinder Michael, 16, und Anna Theres, 18, möchten nach Abschluss ihrer Ausbildungen ebenfalls in den Betrieb einsteigen.

PANNOrama: Das Südburgenland ist ein Ort der Entschleunigung. Wie lebt es sich eigentlich hier? Ute Lagler: Im Südburgenland lebt es sich sehr angenehm, es gibt die Natur rundum, es gibt die Ruhe. Es wird ja immer wieder als das „verschlafene Südburgenland“ bezeichnet. Ich muss sagen, wenn man hier leben kann und auch seine Arbeit hier machen kann, ist das Lebensqualität. Aber in den letzten Jahren ist das Südburgenland doch in positiver Weise aufgewacht. Oja, in den letzten Jahren hat sich einiges getan im Bereich Tourismus, die Betriebe und auch die Produkte dieser Region, unsere Partner und Betriebe haben es geschafft, dass sie ihre Produkte vermarkten, da stehen Leute dahinter, die von ihrer Qualität überzeugt sind. Wie hat sich das Apfeldorf Kukmirn durch diesen Trend verändert? Kukmirn ist die größte Obstbaugemeinde des Burgenlandes, man hat früher, wenn man durchgefahren ist, kaum Obstgärten gesehen, mittlerweile sind es circa 400 Hektar, die bewirtschaftet werden. Das hat sich gedreht und hat auch, so wie die Produkte, an Kultur

6

gewonnen. Früher ist man lieber in den Supermarkt gegangen als zum Bauern, niemand wollte mehr Landwirt sein, weil das ja jeden Tag Arbeit bedeutet. Heute ist das Gott sei Dank wieder anders. Als ich versucht habe, einen Termin für dieses Gespräch zu bekommen, hieß es am Telefon immer: „Frau Lagler ist im Haus unterwegs“. Haben Sie auch Zeit zum Durchschnaufen, haben Sie ein Wochenende? Die Zeit ist bei mir natürlich sehr rar geworden, das war schon immer so und durch den Todesfall von meinem Mann ist Zeit bei mir sehr kostbar. Und Freizeit, ich bin nicht der Typ, der immer Freizeit braucht oder Urlaub braucht. Bei mir sind Beruf und Hobby vermischt. Wir haben eine tolle Umgebung, wie haben die Natur, wir haben unser Apfeldorf und unsere tollen Produkte und da kann man Freizeit mit Beruf verbinden. Wie schaut Ihr Tagesablauf aus, worum kümmern Sie sich? Wir sind natürlich sehr vielseitig. Auf der einen Seite habe ich das Hotel zu führen, auf der anderen eine Brennerei, es ist ein landwirtschaftlicher Betrieb dabei. Der Tagesablauf


Ganz aufgegeben habe ich ihn nicht, ich bin karenziert, bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, mich karenzieren zu lassen, aber es wäre nicht mit dem Hotel vereinbar, man muss doch den ganzen Tag da sein, für die Mitarbeiter und natürlich auch für den Gast. Ihr Mann war der Pionier der Qualitätsbrände im Burgenland, Sie konnten heuer mit einer Goldmedaille bei der Landesprämierung an seine Erfolge anschließen. Auf das sind wir ganz stolz. Wir sind auch bei der Destillata, bei der internationalen Verkostung, unter den elf besten und das war für uns wirklich ein schöner Erfolg. Bei der Landesprämierung haben wir mit dem Traubentrester Muskat den Landessieger gemacht und ich muss sagen, wir haben dort angeschlossen, wo mein Mann aufgehört hat. Das ist für uns ein toller Erfolg und auch ein Zeichen, dass wir’s auch können (lacht). Welche Plattform haben die Qualitätsbrände im Burgenland? Wir haben Ende Jänner die „Top Destillerie Burgenland“ gegründet, da haben sich zwölf Brenner zusammengeschlossen, wir treten gemeinsam auf und präsentieren gemeinsam.

bräuchte mehr als 24 Stunden, aber wenn man es sich einteilt und tolle Mitarbeiter hat, auf die man sich verlassen kann, dann geht das schon.

Fotos: ZVG, Krizsanits

Sind die Kinder auch schon in den Betrieb eingebunden? Die Kinder sind noch relativ jung, die Anna Theres ist 18 Jahre und der Michael ist 16, beide machen eine Ausbildung in diese Richtung. Also sind schon die Tendenzen da, dass die Kinder in den Betrieb einsteigen. Bei beiden. Die Tochter macht in Bad Gleichenberg eine touristische Ausbildung, sie will ein bisschen in die Ferne schweifen und dann zurückkommen. Der Sohn ist in Eisenstadt in der Landwirtschaftlichen Fachschule, er macht Obst- und Weinbau. Es ist von beiden Seite so, dass sie in den Betrieb einsteigen wollen und dass sie ihn weiter führen wollen. Das ist ihr eigener Wunsch und auf das bin ich auch stolz. Am Todestag von ihrem Vater haben sie von mir das Versprechen gefordert, dass das alles genau so weiter geführt wird. Sie haben Ihren Beruf als Lehrerin dann aufgegeben?

Der Durchschnittsösterreicher isst 29 Kilogramm Äpfel im Jahr. Wie viel wird bei Ihnen im Jahr gebrannt? Wir verarbeiten im Jahr je nach Ernte und Jahr zwischen 50 und 60 Tonnen Obst allgemein, nicht nur Äpfel. Das Obst kommt aus der Umgebung, wir haben da so tolles Obst und verarbeiten das, was hier wächst. Schnaps und Wellness, wie passt das zusammen? Als wir das Hotel gebaut haben, wollten wir immer Hotel und Brennerei verbinden. Wir bieten für den Hotelgast Führung und Verkostung. Verbunden haben wir das dann so, dass man die Möglichkeit hat, sich bei uns am Tisch unter Anleitung den Schnaps selbst zu brennen und auch in kleine Fläschchen abzufüllen. Es gibt ja das berühmte Englische Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“ – iss einen Apfel pro Tag und du ersparst dir den Arzt. Wie halten Sie es persönlich mit dem täglichen Apfel? Sehr genau. Es stimmt wirklich. Man darf nicht glauben, dass man gar nicht krank wird, aber wir essen sehr viel Obst, natürlich hauptsächlich den Apfel. Wir haben für unsere Gäste den ganzen Tag den Obstkorb und da haben wir auch kein exotisches Obst drin. Auch die Kinder, wir sind da so auf das Regionale spezialisiert, das ist uns einfach das Wichtigste.

PANNOrama

7


22. Farracher Advent

Einfach zauberhaft S

ie sollten ihn gleich vormerken, den 22. Farracher Advent, denn er ist mittlerweile einer der schönsten und größten in Österreich geworden. Das Schlösschen nahe Zeltweg mit der „Knusperhäuschen-Fassade“ bietet Adventstimmung pur und lässt für einige Stunden Hektik und Stress in der Vorweihnachtszeit vergessen! Rund 70 Aussteller aus ganz Österreich und den umliegenden Ländern präsentieren hier

Zauberhaft ist aber nicht nur die Ausstellung, sondern auch das Rahmenprogramm: Junge Musiker begleiten die Besucher auf ihrem Weg durch das festlich geschmückte Schloss. Ein Zuckerbäcker sorgt für den Duft von frisch gebrannten Mandeln ... und wenn Chöre aus der Region im romantischen Schlosshof bei Dämmerung ihre Lieder anstimmen, spätestens dann wird klar, dass der Advent in Farrach auch heute noch Stimmung und Flair abseits der Hektik bietet!

SchloSS Farrach 22. Farracher Advent 6. – 9. Dezember 2012 täglich 10 – 18 Uhr Zeltweg-West A-8740 Zeltweg, Schlossweg 13 info@schlossfarrach.at www.schlossfarrach.at

eventHIGHLIGHTS live erleben EIN HITFEUERWERK MIT DEN SUPERSTARS

ÖSSTE DIE GR PARTY! GER SCHLA

24.04.13 WIEN Stadthalle D

15.11.12 Arena Nova WIENER NEUSTADT 16.11.12 VAZ ST. PÖLTEN • 17.11.12 Stadthalle WIEN

ANDREAS GABALIER HANSI HINTERSEER ANDY BORG NOCKALM QUINTETT CHRISTOFF DJ ÖTZI VICKY LEANDROS MICKEY KRAUSE SCHÜRZENJÄGER

28.10.12 Wien Stadthalle D

REGIE

GERBURG JAHNKE

A TRIBUTE TO ABBA

DIE WECHSELJAHRE-REVUE VON

TILMANN VON BLOMBERG MUSIKALISCHE LEITUNG

UND

BÄRBEL ARENZ

LIEDTEXTE

BEARBEITUNG

JAN CHRISTOF SCHEIBE BÄRBEL ARENZ ANNA BOLK

02.03.13 WIEN STADTHALLE D

23.10.-01.11.12 WIEN MUSEUMSQUARTIER E

EINER DER BESTEN GOSPELCHÖRE DER WELT

20.12.12 WIEN Stadthalle F

Kartenvorverkauf an allen oeticket Centers und oeticket Verkaufsstellen in ganz Österreich unter 01/96096 und unter www.oeticket.com. Tickets erhalten Sie in allen Filialen der Erste Bank und ausgewählten Sparkassen. Weiters unter www.erstebank.at, www.spark7.com, sowie unter 050 100-10 111. Karten auch an allen Kassen der Wiener Stadthalle und unter 01/79 999 79 oder www.stadthalle.com. Tickets ebenso unter www.lskonzerte.at

8

Präsentation, Foto: ZVG

beste Handwerkskunst und viel Selbstgemachtes, das man in dieser Auswahl heute selten findet. Kulinarische Köstlichkeiten sind natürlich auch dabei. Manchen Handwerkern kann man bei der Arbeit sogar über die „Schulter“ schauen … zum Beispiel den „Spinnerinnen“, die seit dem 1. Farracher Advent ihr Handwerk mit Begeisterung für alle Besucher vorführen! Natürlich findet man hier auch tolle Geschenke für das Weihnachtsfest.


Hallo Brünn. Die Villa Tugendhat Die Stadt Brünn beherbergt ein architektonisches Juwel der Moderne.

Fotos: David Židlický

B

rünn bzw. Brno gilt als ein Zentrum der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit – des Funktionalismus. 1928 hat die Stadt Brünn auf ihrem Messegelände aufregende neuartige Bauten errichtet und damit Architekturgeschichte geschrieben. Im selben Jahr beauftragte der Textilfabrikant Fritz Tugendhat den deutschen Stararchitekten Ludwig Mies van der Rohe mit dem Bau einer supermodernen Villa in den Abhang des Residenzviertels Černá Pole. Feinste Proportionierung, Verwendung edelster Materialen aus der ganzen Welt und technische Innovationen wie eine versenkbare Glasfront zum Garten hin, Klimaanlage und innovative Küche, Stahlrohrmöbel

kultur

Von Paul Fischer

etc. machten diese Villa einzigartig. Interessant das weitere Schicksal: 1938 mussten die jüdischen Tugendhats nach Venezuela auswandern. 1939 machte sich im Haus die Gestapo breit. 1944 richtete Heinrich Messerschmidt hier sein Konstruktionsbüro für den neuartigen Düsenjäger Me 109 ein, der dann im nahen Blansko produziert wurde. 1945 stellte die Rote Armee hier ihre Pferde ein, 1948 wurde eine psychiatrische Klinik eingerichtet und im Herbst 1992 wurde der Garten der Villa Tugendhat Ort der Unterzeichnung des Trennungsvertrages Tschechien – Slowakei. Im März 2012 wurde die Villa Tugendhat schließlich als sehenswertes Museum eröffnet.

Geschichte hautnah

Präsentation, Foto: ZVG

G

aukler, Schlachten, Kämpfe. Am 22. und 23. September werden auf Burg Forchtenstein die Uhren wieder um ein paar hundert Jahre zurückgedreht. Im Rahmen des Festivals „Pulverdampf“ werden Tanzvorführungen, Gaukler und spektakuläre Artillerievorführungen wie in den vergangenen Jahren die Besucher mit auf eine Reise in die Zeit zwischen dem 17. und dem beginnenden 19. Jahrhundert nehmen – bei einer der größten historischen Veranstaltung in Österreich.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Handwerk, Kulinarik und historischem Bazar bietet allen „Zeitreisenden“ spannende Tage auf Burg Forchtenstein. Stündlich finden beeindruckende Fechtprogramme, Artilleriefeuer und Schaukämpfe statt, auf die jüngsten Gäste wartet ein umfangreiches Kinderprogramm. Burg Forchtenstein 7212 Forchtenstein, Tel. + 43 (0) 2626/812 12 www.burg-forchtenstein.at

Pulverdampf 22. und 23. September von 9 bis 19 Uhr Burg Forchtenstein Wer historisch gekleidet ist, zahlt nur den halben Eintritt!

Kaiserin Sisi feiert ihren Geburtstag

S

elbst unseren Kindern ist Sisi ein Begriff und hier können sie viel Interessantes über das Reisen vor hundert Jahren und das Leben der berühmten Kaiserin erfahren. In Workshops werden Veilchenseifen hergestellt, Fächer gebastelt und Sirtaki getanzt. Sogar der K&K-Hofsalonwagen wird nachgebaut und die Lust am Reisen entdeckt. Sisis großes Interesse an historischen Funden erweckt auch bei den Kleinen den Entdeckerdrang. Die eigenen Ausgrabungen aus der Sandkiste „Troja“ können

die Mini-Archäologen mit nach Hause nehmen! Spezielle Kinderführungen, Rätselrallys und Programme für Schulklassen runden das Angebot ab. Sisi auf Korfu. Die Kaiserin und das Achilleion 26. September 2012 – 27. Jänner 2013 täglich außer Montag 10 – 18 Uhr Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien Andreasgasse 7, 1070 Wien, Tel. +43 (0) 1/52 43 357 www.hofmobiliendepot.at

PANNOrama

9


Kulturelle Vielfalt

Verwirrendes Bernstein Nicht nur Astrid Lingrens „Kinder aus Bullerbü“, auch die Kinder aus Bernstein, einer höchst interessanten Gemeinde im Burgenland, hatten und haben wahrlich abenteuerlich anmutende faszinierende Spielstätten und Spielzeuge! Von Ursula Mungitsch

E

s war nichts Außergewöhnliches für uns, im Burggraben und oft auch in der Burg Bernstein selbst, Ritter und Edelfrau zu spielen. Die mächtigen, die ganzen Mauern bedeckenden Efeuranken verwandelten sich in unserer Fantasie in die Dornenhecke des Dornröschenschlosses – und es gab dort auch eine richtige Prinzessin! Mária Róza Esterházy (1900 – 1971), die Schwester des Fürsten Paul V. Esterházy, war verheiratet mit „unserem Grafen“ János Almásy von Zsadány und Török-Szent-Miklós (1893 – 1968). Und natürlich geistert es hier auch: Die weiße Frau und der rote Iwan sorgen bis heute abwechselnd für gespenstische Auftritte! Die Burg selbst kam nach sehr häufigem Besitzerwechsel 1864 durch Verkauf von Adám Batthyány in den Besitz des Iren O’Egan, dessen Sohn gab sie 1892 an die Familie Almásy weiter. Dieses Adelsgeschlecht war vom Südosten Ungarns (in Gyula ist heute noch ein Schloss Almásy zu sehen) nach Bernstein gekommen.

Verwehter Wüstensand

Fasziniert waren wir auch immer von der Steintafel im Torbogen der alten Burg: Arabische Schriftzeichen – fremdländisch und geheimnisvoll für uns Kinder! Die Übersetzung sagt aus, dass hier „Abu Ramla, der Vater des Sandes“, gelebt hatte. Der damit geehrte Bruder

10

des Schlossherrn, Graf László Ede Almásy (1895 – 1951, auch er ein Kind aus Bernstein) war mir persönlich nicht mehr bekannt. Allerdings ist der Wüstenforscher und Abenteurer inzwischen zu einer weltberühmten Legende geworden! Seit er in dem 1992 erschienenen Roman von Michael Ondaatje „Der englische Patient“ und dem gleichnamigen hochdekorierten Film von Anthony Minghella (neun Oscars, zwei Golden Globes, etc.) zu neuem Leben mit ungeahnter Popularität (auch Inspiration zu Madonnas Musikvideo „Frozen“) erwacht ist, haben Graf Ladislaus Almásys Leben und Persönlichkeit zahlreiche Interpretationen erfahren. Denn die Filmfigur deckt sich nicht wirklich mit dem echten Almásy. Sein reales Leben war viel abenteuerlicher und aufregender als das Hollywood-Drehbuch! Bis Mitte November ist dieses im Burgenländischen Landesmuseum in Eisenstadt in einer Ausstellung mit Originalfilmen und -dokumenten nachzuvollziehen. Kindlicher Forscherdrang, technische Hochbegabung, Heldentum und Kriegsspionage, die Entdeckung


Einzigartig und geheimnisvoll Die kunstvolle Bearbeitung des Edelserpentins erweckt den Stein zum Leben.

Der Halbedelstein Edelserpentin wird zu kostbaren Schmuckstücken und Dekorationsgegenständen verarbeitet. Die Vielfalt der Farbnuancen und die kunsthandwerkliche Formgebung macht jedes Stück zu einem Unikat. Eine Führung durch eine Serpentinschleiferei zeigt, wie viel Können und Kreativität dazu nötig sind. Steigen Sie in die Tiefe des Museumsstollens hinab, um weitere Schätze, aber auch das harte Leben des Bergbaus kennenzulernen. Edelserpentin ist als universaler Energieträger auch ein Stein des Ausgleichs und der Harmoniebringung.

einer archäologischen Sensation (jungsteinzeitliche Höhlenmalereien, die Schwimmer in einem ehemals fruchtbaren Landstrich der Wüste zeigen) und die vielleicht einzige wahre Liebe von Ladislaus Almásy – die Weite der arabischen Wüste – sind dort zu bestaunen.

Verarbeiteter Stein

Wir Kinder von Bernstein konnten aber nicht nur auf einer Burg, sondern auch mit Halbedelsteinen spielen! Ein Nachmittag in einem der zahlreichen Steinbrüche rund um den Ort war immer verbunden mit dem Aufspüren besonders schöner Edelserpentin-Steine. Dieser edle Chrysolitserpentin wird durch Farbe und Aussehen leicht mit chinesischer Jade verwechselt, ist aber noch viel seltener als diese. Bernstein ist weltweit der einzige Fundort! 1860 entdeckte der Drechslermeister Höfer, dass sich der im „gemeinen Serpentin“ in Adern eingeschlossene Edelserpentin zu Schmuck verarbeiten lässt. Die herrlichen Resultate daraus kann man in den hier ansässigen Handwerksbetrieben käuflich erwerben und vielleicht erkauft man sich damit sogar zusätzliche Energie, denn in der Lithotherapie steht der Edelserpentin für Ausgleich von Energieblockaden und zur Stärkung der Abwehrkraft. Die mild pulsierende Kraft von Edelserpentin wirke sich auch günstig zur Energie-Raumharmonisierung und bei störenden Reizeinflüssen, wie z.B. unterirdischen Wasseradern, aus.

Verehrter Maestro

Auch ein besonderes gesellschaftliches Ereignis konnten wir 1970 in Bernstein erleben: Der damalige Bürgermeister hatte die Idee, die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde dem namensgleichen berühmten Stardirigenten und Komponisten (West Side Story, etc.) Leonard Bernstein anzubieten. Bei dessen nächstem Engagement in Wien war es dann so weit: Die große Welt kam nach Bernstein – ein unvergessener Tag für alle Beteiligten!

Verschwundenes Zimmer

Wenn ein Ort Bernstein heißt, dort aber der Stein Edelserpentin abgebaut wird, bedarf es einer Erklärung! Die Herkunft des Ortsnamens ist umstritten. Waren es die furchterregenden Bären in den dunklen Wäldern ringsum oder doch ein Seitenarm der namensgebenden Bernsteinstraße, der als „Via Magna“ vorbeiführte? Unbestritten ist, dass ein Bernsteinvorkommen hier unmöglich ist, denn der zumeist gelbfarbene bis braune Bernstein ist versteinertes Harz, sein Fundort vorwiegend die Ostseeküste. Die Besucher des Felsenmuseums – mit der Geschichte über den heimischen Bergbau und den Geheimnissen der Edelserpentinverarbeitung – erwarten aber dennoch auch eine Bernstein-Ausstellung und dazu Hinweise auf das berühmte, in den Kriegswirren verschwundene Bernsteinzimmer!

Weihnachten naht – finden Sie in einem unserer Edelserpentinbetriebe das ganz besondere Geschenk!

Edelserpentinschleiferei Komm.-Rat Josef Piringer Inh. Rosa Maria Balla-Piringer A-7434 Bernstein, Hauptplatz 3 und 7 – Hauptstraße 39 Tel. +43 (0) 3354/6504 Mobil: +43 (0) 676/5256806 www.edelserpentin.at

Edelserpentin Habetler A-7434 Bernstein, Siedlungsgasse 7/1 Verkaufsausstellung Hauptplatz 8 Tel. +43 (0) 3354/6367 www.edelserpentin.com

Felsenmuseum Kunstwerkstätte für Edelserpentin und Naturbernstein Potsch A-7434 Bernstein, Hauptplatz 5 Tel. +43 (0) 3354/6620 www.felsenmuseum.at, www.felsenmuseum4kids.at

PANNOrama

11


Zum Auftanken der Lebensgeister und dem Ausgleich von Energieblockaden geht es in den EdelserpentinEnergiegarten!

Da traut man doch seinen Augen nicht: Im Sommer wird Ski gefahren und das im Burgenland! Auf sanften Grashügeln gleiten die (größeren!) Kinder ins Tal und wachsen zu GrasSki-Weltmeistern heran!

Verkleinertes Universum

Zwar in vielem einzigartig, dennoch nicht allein auf dieser Welt, haben die Bernsteiner auch noch einen speziellen Zugang zum Universum aufzuweisen. Ein „Planentenwanderweg“ im Maßstab 1:1,1 Milliarden durchquert und umfasst diesen Ort und seine herrliche Umgebung.

So ist es hier nur ein kurzer Weg von der Sonne bis zu Pluto (dem hier sein Planetenstatus noch nicht aberkannt wurde) und die Fantasie darf in Sternenwelten schweben … … hier in Bernstein, in der Marktgemeinde mit dem verwirrenden Namen, im südlichen Teil des Burgenlands, das auch als Land eine faszinierende und spannende Geschichte zu erzählen hat. Für alle, die Ohren haben, zu hören. Und Augen, zu sehen.

Bernstein – Dreihütten – Redlschlag – Rettenbach – Stuben

Die Edelserpentingemeinde n Walken entlang des Planetenwanderweges n Im Felsenmuseum unterirdische Welten erforschen n Serpentinschleifereien besuchen und staunen n Energie tanken im Serpentin-Energiegarten n Historisches um die Burg Bernstein erkunden n Beim Madonnenschlössl Feste feiern und auf Märkten stöbern n Auf dem alpannonia-Weg zum „Guglhupf“ wandern n Sport und Spaß im Naturschwimmbad erleben n Mineralwasser direkt von der Quelle kosten n Auf der Grasskipiste mutige Athleten anfeuern n Das „Speckkammerl“ und noch viel mehr entdecken … In Bernstein ist immer was los 22. Sept. Krämermarkt mit Flohmarkt des Gewerbevereins, 6 Uhr 26. Okt. „Gemeinsam Gesund Bewegen“ -Tag, Start 9 Uhr am Hauptplatz 8. Dez. Weihnachtsmarkt beim Madonnenschlössl, 14 Uhr 23. Dez. Winterwaldwanderung, Start 14 Uhr am Hauptplatz

22. Juni – 11. Nov. 2012 www.landesmuseum-burgenland.at

SONDERAUSSTELLUNG

Schwimmer in der Wüste

Auf den Spuren des „Englischen Patienten“ Ladislaus Eduard von Almásy

Marktgemeinde Bernstein Tel.: +43(0)3354 65 02, post@bernstein.bgld.gv.at www.bernstein.gv.at

12

Fotos: Niko Potsch, Gabriel Pammer

Vertauschte Jahreszeiten


Der Petersiliendekor zählte neben der Wiener Rose zu den Lieblingsdekoren von Kaiser Franz Joseph.

Porzellan des Adels

Weißes Gold

Das auch heute noch modern anmutende asiatische Design des „Esterházy Service“ stammt aus dem Jahr 1857.

Der ungarische Ort Herend ist sowohl in seinem Namen als auch in seiner Geschichte eng mit Porzellan verknüpft. Noch heute gilt die Manufaktur als eine der bedeutendsten in Europa. Von Brigitte Krizsanits

M

arco Polo war es, der in seinem Reisebericht „Il Milione“ den Europäern erstmals von dem in China verwendeten feinen Tafelgeschirr erzählte. Da es in seiner Farbe und Oberfläche an Kaurimuscheln – Italienisch „porcellana“ – erinnert, glaubte man erst auch, dass die zerriebenen Muscheln das Grundprodukt für das edle Geschirr wären. Tatsächlich liegen ihm jedoch Kaolin, Feldspat und Quarz zugrunde und ein Geheimnis, das die Europäer erst rund 1.000 Jahre nach den Chinesen lüften konnten.

von einer Fabrik zu einer Manufaktur um, die bald namhafte Adelshäuser in ihren Kundenlisten führen konnte. Kaiser Franz Joseph I. zählte zu dem erlesenen Kreis wie auch die englische Königin Victoria, aber auch viele bekannte Adelsgeschlechter wie die Familien Esterházy, Batthyány, Metternich, Liechtenstein oder Schwarzenberg. Als Dankeschön wurde jedes Service nach seinem ersten Besteller benannt, die Namensliste der einzenen Dekore liest sich daher wie das „Who is Who“ des 19. Jahrhunderts.

Produkt mit Monopol

Weltweit gefragt

Bereits seit dem Jahr 620 wurde in China Porzellan erzeugt, in Europa gelang es dem Alchimisten Johann Friedrich Böttger erst Anfang des 18. Jahrhunderts, hinter das Geheimnis zu kommen. Die Lösung des Rätsels führte jedoch bald zur Gründung von einigen Porzellan-Manufakturen. In Tata eröffnete Vince Ference Stingl gemeinsam mit Mózes Áron Fischer 1824 eine Steingutfabrik. Stingl verließ jedoch das Unternehmen und gründete 1826 seine eigene Fabrik in Herend.

Edle Kunden

Nach finanziellen Schwierigkeiten – die Erforschung des Porzellans war sehr kostspielig – ging die Herender Fabrik 1839 an Mózes Áron Fischers Cousin Mor Fischer über. Dieser wandelte das Unternehmen im Laufe der Jahre

Nachdem das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht worden war, erfolgte 1993 die Privatisierung. Die Manufaktur befindet sich heute zu 75 Prozent im Besitz ihrer Mitarbeiter, sie beschäftigt rund 250 Töpfer und 700 Maler. Der größte Teil der Erzeugnisse, 80 Prozent, wird exportiert. USA, Japan, Russland, Italien, Großbritannien, die arabische Region und Deutschland zählen zu den Hauptabnehmern, rund 20 Prozent werden in Ungarn verkauft.

Jedes Stück wird von Hand geformt und auch von Hand bemalt.

In Österreich ist das „Weiße Gold“ aus Herend bis 31. Oktober 2012 in einer Ausstellung auf Schloss Esterházy in Eisenstadt zu sehen. www.herend.com www.esterhazy.at

PANNOrama

13


Zooming Culture

Fotos, Gigs und lachende Gewinner

Kultur ist cool, Kultur macht Spaß. Die Jugendkulturinitiative „Zooming Culture" bietet ein weitreichendes Programm von Foto über Musik bis zu Video.

B

ereits zum fünften Mal läuft in diesem Jahr die Burgenländische Jugendkulturinitiative „Zooming Culture“, wieder mit neuen Angeboten für kulturinteressierte Jugendliche. „Wir haben die Inhalte auf Themen abgestimmt, die die Jugendlichen selbst erarbeiten können. Die Ergebnisse werden in das Jugendkulturfestival einfließen“, betont der Initiator, Kulturlandesrat Helmut Bieler und verweist auf die Vielfalt des Angebotes, das neben bereits durchgeführten Veranstaltungen wie einem Foto- sowie zwei Bandworkshops, einem Bandwettbewerb und einem Workshop für elektronische Musik im Herbst noch einen Jugendfotowettbewerb und zum Abschluss das

Jugendkulturfestival im OHO Oberwart bereithält.

Jugendfotowettbewerb

Der diesjährige Jugendfotowettbewerb steht unter dem Thema „Tolerant sein“. Bis 12. Oktober 2012 können dazu Fotos eingereicht werden, Teilnahmebedinungen unter www.zooming-culture.at/foto.html

Music Award

Der Music Video Award ist der nach wie vor einzige burgenländische Film-/Videowettbewerb, der sich ausschließlich auf Musikvideos bezieht.Die Verleihung des Awards findet am 27. Oktober 2012 in der KUGA Großwarasdorf statt.

Vor vier Jahren rief Landesrat Helmut Bieler (3.v.l.) die Inititive „Zooming Culture“ ins Leben.

14

Den Abschluss der Kulturinitiative stellt das Jugendkulturfestival „Zooming Culture“ am 17. November 2012 im OHO Oberwart dar. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch die Gewinner des Jugendfotowettbewerbs präsentiert, burgenländische und österreichische Bands gestalten das Festival mit Live-acts. Infos und Programm unter: www.zooming-culture.at

Präsentation, Foto: ZVG

Jugendkulturfestival


Wechseljahre-Revue

Humorvoll betrachtet Mit „Heiße Zeiten“ verpasst Gerburg Jahnke den Wechseljahren einen humorvollen Anstrich.

G

erburg Jahnke war die eine Hälfte der legendären „Missfits“. Seit 2005 ist sie allein unterwegs, als Schauspielerin, Kabarettistin und vor allem als Regisseurin, z.B. der frivol-melancholischen Revue „Witwendramen“, „Ganz oder gar nicht“, der deutschen Bühnenfassung des britischen Erfolgsfilms „The Full Monty“ oder der musikalischen Western-Komödie „Kalte Colts und heiße Herzen“. Das Resultat ist immer dasselbe: Das Publikum kriegt sich vor Lachen kaum ein. Im Sommer 2010 nahm sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein „heißes Thema“ vor: die Wechseljahre – der vermeintliche Schrecken aller Frauen (und Männer!). Seither hat die Komödie bereits mehr als 200.000 Zuseher in Deutschland begeistert, von 23. Oktober bis 1. November gastiert sie in Wien in der MQ-Halle E.

Sie haben etwas gemeinsam …

Präsentation, Fotos: ZVG, Zamanian

Wie bringt man aber dieses Thema, das vielen schon beim Gedanken daran die Schweißperlen auf die Stirn treibt, humorvoll auf die Bühne? Ganz einfach, indem man Frauen untereinander sprechen lässt. Vier Charaktere, die untschiedlicher nicht sein können, treffen in der Abflughalle eines Flughafens aufeinander.

Bei allen Unterschieden stellt sich bald heraus: Sie haben doch etwas gemeinsam ...

Vier Geschichten, ein Thema

Da ist einmal die Karrierefrau, 53, die von Termin zu Termin hetzt, nicht aber ohne auf ihre One-Night-Stands zu beharren. Dann die besorgte Hausfrau und Mutter, 52, die mal ein bisschen egoistisch sein möchte und zum ersten Mal aus ihrer kleinen Welt ausbricht – nicht ohne vorher für alle vorgekocht und vorgesorgt zu haben. Die vornehme Dame, 57, ist reich verheiratet und stets darauf bedacht, Contenance zu bewahren und die jüngste im Bunde, 42 und mit einem zeugungsunfähigen Mann verlobt, wünscht sich nichts sehnlicher als Nachwuchs und hört die innere Uhr ständig ticken. Diese vier Damen treffen also aufeinander und so entspinnt sich das Gespräch zu einem komödiantischen und musikalischen Feuerwerk der besonderen Art. Mit bekannten Pop- und Rocksongs, aber auch Schnulzen und Klassikern der Discowelle sowie Jazzstandards – alle in deutscher Version – rocken die „Ladies im Hormonrausch“ das Haus.

HeiSSe Zeiten von Tilman von Blomberg und Bärbel Arenz Regie: Gerburg Jahnke 23. Oktober bis 1. November 2012 MQ-Halle E Museumsplatz 1 1070 Wien Tickets: In allen oeticketCentern und Verkaufsstellen in ganz Österreich telefonisch unter 01/96096 und unter www.oeticket.com , in allen Filialen der Erste Bank und ausgewählten Sparkassen unter www.erstebank. at und www.spark7.com sowie unter 05 0100 – 10111

PANNOrama

15


Präsentation, Fotoatelier Thomas Remele

Stadtportrait

Eine Stadt zum Verlieben Bruck an der Mur – am Treffpunkt von Mürz und Mur – zählt zu den schönsten historischen Städten der Steiermark.

D

as Stadtzentrum von Bruck an der Mur zählt zu den schönsten der Steiermark. Erstmals als „ad pruccam“ im Jahre 860 erwähnt, konnte der historische Baubestand großteils erhalten werden. Bruck selbst liegt eingebettet zwischen Hochschwab, Roseggers Waldheimat und Grazer Bergland am bekannten Murradweg.

In und um Bruck

Die historische Stadt kann man bei einer der speziellen Touren erkunden. Ob Nachtwächterführungen durch die historische Innenstadt, kulinarische oder eigene Kinderführungen – in Bruck hat man die Qual der Wahl. Die Stadt ist aber auch der ideale Ausgangspunkt zu Ausflügen in die gesamte Steiermark wie etwa zum Grünen See, nach Mariazell, zur Bärenschützklamm oder zum Semmering.

Heiraten in Bruck an der Mur Tourismusverband und Stadtmarketing Bruck an der Mur Koloman Wallisch Platz 1 8600 Bruck an der Mur tourismusverband@bruckmur.at

www.bruckmur-tourismus.at www.heiraten-bruckmur.at

16

Heiraten in Bruck an der Mur – das heißt heiraten in einer der schönsten historischen Städte Österreichs. Hier haben sich 16 Unternehmen, vom Friseur bis zum Juwelier und vom Fotografen bis zum Modefachgeschäft, zusammengeschlossen, um den schönsten Tag des Lebens perfekt zu organisieren, direkt miteinander vernetzt, bieten sie ein „Alles inklusive

Service“ auf höchstem Niveau. So kann man alle erforderlichen Wege innerhalb kurzer Zeit erledigen und vermeidet Stress.

Messemonat

Mit insgesamt drei aufeinander folgenden Themenmessen steht im November in der Stadt Bruck ein Innovationsschub vor der Tür. Die Themenmessen umfassen die erste Brucker Hochzeitsmesse von 3. bis 4. November im Hotel Landskron, die traditionelle Brucker Messe von 8. bis 12. November am Hauptplatz mit der Aktion „Bruck ist Messestadt“ und einer Sonderschau „Bauen und Wohnen“. Von 15. bis 18. November findet dann die Brucker Genussmesse statt. Erstmals in der Region ist hier gleichzeitig eine Wintersportmesse mit verschiedenen Attraktionen wie etwa einem großen Ski-Second-­ hand-Markt oder der Präsentation verschiedenster Pistengeräte und Schneekanonen mitten im Brucker Stadtzentrum geplant. Zusätzlich haben sich einige Unternehmer ein paar Überraschungen für die Brucker Innenstadt während der Messezeit einfallen lassen. Und wer sich über die vielfältigen Freizeitangebote in und um die Kornmesserstadt informieren möchte, hat am Infostand des Tourismusverbandes Bruck an der Mur die beste Gelegenheit dazu.


BRUCK an der MUR S e i n e

t a d t

v e r b i n d e t

m e n S c h e n

Bruck an der Mur präsentiert sich dank zahlreicher infrastruktureller Veränderungen so schön wie nie zuvor. Lebensqualität und Wohlfühlen – Bruck an der Mur - eine Stadt bietet mehr. Die historisch gewachsene Handelsstadt im Herzen der Steiermark präsentiert sich heute als Ort höchster Lebensqualität. In der traditionellen Wirtschafts– und heutigen High-Tech-Region wuchs in den letzten Jahrzehnten eine moderne, pulsierende Stadt, die seit Jahren zu den kommunalen Aushängeschildern der Steiermark zählt. = KUNST UND KUlTUR = TopMoDERNE INfRASTRUKTUR = ATTRAKTIvES fREIzEITpRogRAMM = Top-MUSIKvERANSTAlTUNgEN

DIE STADT

BRucK An DeR MuR - eIne STADT füHLT SIcH WOHL

BRUCK

MUR

AN DER

Kultur verbindet Menschen

PANNOrama

17


Schilcherland

Erlebnisreiches Stainz

Kultur

K

ultur, Kulinarik, Erlebnis, Geschichte, Abenteuer und Eigenart, das ist der weststeirische Markt Stainz. – Die Marktgemeinde darf übrigens auf ein Mitglied des Kaiserhauses als ihren ersten Bürgermeister verweisen – im Juli 1850 wurde Erzherzog Johann, Sohn Kaiser Leopolds II. und Bruder von Kaiser Franz I., gewählt!

& Genuss

Stainz ist nicht nur Erzherzog-Johann-, sondern auch Schilchermarkt und verweist damit auf eine weitere Besonderheit: den Schilcher, ein eigenwilliges Tröpferl, gekeltert aus der Wildbacherrebe und einzigartig auf der ganzen Welt! Der Visionäre Erzherzog Johann war es auch, der mit der Schilcherherstellung in der West­-steiermark ein wirtschaftliches Standbein für die Region fand. Heute erobert der Schilcher die Welt.

www.stainz.at, www.schilcherland.com

Stainz

dem Erzherzog-Johann& Schilchermarkt Präsentation, Foto: ZVG

Stainz ist reich an Kuriositäten wie den Flaschenzug, der jährlich ca. 20.000 Fahrgäste anlockt. Das neue Jagdmuseum in Schloss Stainz wird ebenso gestürmt wie die Ölspur oder die Kulinarik in der Genussregion usw.

W i ll k o m m e n i n

Der beste den ich je hatte ;-) Mitspielen & gewinnen! www.ichwillsekt.at Sektkellerei Szigeti, 7122 Gols, Sportplatzgasse 2a

18

www.stainz.at


Auf ins Paradies

kulinarik

Die Zutaten für den reinen Genuss findet man im Südburgenland.

D

as Paradies ist näher als man denkt: Denn geografisch liegt „Ein Stück vom Paradies“ zwischen Bernstein und Neuhaus am Klausenbach, also im Südburgenland. Kulinarisch finden sich die Genießer dort im Siebten Himmel: Kekserl, Honig, Edelbrände, Obstsäfte- und -spezialitäten, Wein und natürlich

darf dabei auch der Uhudler nicht fehlen, längst hat er den Sprung aus dem Glas auch in den Kochtopf geschafft. Sie wollen sich das Südburgenland nach Hause holen? Dann hat PANNOrama ein Rezept für Sie, mit dem Ihnen das garantiert gelingt!

Foto: ZVG

Geschmorte Schweinswangerl mit Uhudlerzwiebeln und Polenta nach einem Rezept von Markus Leitgeb, Landgasthof „Zum alten Weinstock“ in Ruderdorf Zutaten für die Polenta: 1/8 l Milch, 1/8 l Obers, 20 g Butter, 80 g Maisgrieß, Salz, Muskat, 1 EL Ricotta Uhudlerzwiebeln: 3 Zwiebel, Olivenöl, 1 EL Zucker, 1/4 l Uhudler Schweinswangerl: 8 Stk. Schweinswangerl, Zwiebel, Knoblauch, 1 TL Tomatenmark, 1/8 l Rotwein, 1 l Rindsuppe, Gewürze

Zubereitung: Für die Polenta Milch, Obers und Butter aufkochen, Grieß einrühren, würzen. Vor dem Anrichten Ricotta dazugeben. Für die Uhudlerzwiebel 3 Zwiebeln in Streifen schneiden, in Olivenöl ohne Farbe in Zucker anschwitzen, mit Uhudler aufgießen und weichdünsten. Die Schweinswangerl in Olivenöl anbraten, würzen. Zwiebel, Knoblauch und Tomatenmark dazugeben, bis braune Farbe entsteht und mit Rotwein ablöschen. Mit Rindsuppe aufgießen und zugedeckt bei 150° im Rohr schmoren lassen.

Mehr über das „Paradies“, viele weitere tolle Rezepte und Paradies-Betriebe auf: www.ein-stueck-vom-paradies.at

Bier nach der Méthode Traditionnelle

Präsentation, Foto: ZVG

S

ekt aus dem Hause Szigeti hat längst Furore gemacht. Für das Klimt Jahr 2012 durfte die Sektkellerei aus Gols sogar den Jubiläumssekt für die Neue Galerie in New York kreieren. Weniger bekannt ist hingegen ein weiteres Produkt der Golser Sekterzeuger: das Szigeti Beer. Ja, Sie haben richtig gelesen. Szigeti macht auch Bier. Statt mit normaler Hefe wird es mit Champagner-Hefe in der Flasche vergoren, wie man es vom Champagner her kennt. Vom Geschmack her ist es herb, spritzig und erinnert

an belgisches Weißbier. Rund 12.000 Flaschen werden jährlich davon produziert und haben bei internationalen Messen bereits großen Anklang gefunden, 1.500 Flaschen wurden bereits nach Taiwan exportiert. Erhältlich ist das Szigeti Beer direkt in der Sektkellerei in Gols (Großhandel und Ab-HofVerkauf), in den Szigeti-Sektcompoirs in Wien (Judengassse und Schleifmühlgasse), Graz und Linz sowie bei C+C Pfeiffer. www.szigeti.at

Kulinarisches Vorspiel

Präsentation, Fotos: ZVG

W

ie schon die Jahre davor haben Annelise Weidhofer und Helmut Weinberger die Gäste der Seebühne in ihrem Restaurant „Marina Mörbisch“ und den dazugehörigen Dependancen auch in diesem Sommer kulinarisch begleitet. 2013 wird in Mörbisch unter neuer Intendanz „Der Bettelstudent“ aufgeführt. Die Marina Mörbisch behält ihren bewährten Kurs bei und freut sich schon auf ein Wiedersehen mit den Gästen im nächsten Jahr.

Wer sich jetzt schon einen Platz sichern möchte, der kann dies unter der E-Mail-Adresse: office@restaurant-marina-moerbisch.at bereits tun, und so viel sei verraten: Das Festspielmenü 2013 wird 19,90 Euro kosten. Restaurant Marina Mörbisch Seebad 1 7072 Mörbisch am See Tel. + 43 (0) 2685/60660 www.restaurant-marina-moerbisch.at

PANNOrama

19


Kellerviertel Heiligenbrunn

Juwel des Südburgenlandes Die alten Weinkeller aus dem 18. Jahrhundert verleihen der Gemeinde Heiligenbrunn einen besonderen Charme. Von Natascha Marakovits

E

inzigartig – nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt.“ Mit diesem Slogan wirbt der Kellerverein Heiligenbrunn auf seiner Homepage. Und tatsächlich: Wer schon einmal die Gemeinde im Südburgenland besucht hat, weiß, dass die großteils mit Stroh gedeckten Weinkeller rund um die Ortschaften Heiligenbrunn, Hagensdorf und Luising nirgendwo sonst in Österreich oder gar in der Welt zu finden sind.

Warum die Keller gar keine Keller waren

Informationen Weinbau- und Kellerverein Heiligenbrunn Obmann Helmut Kedl 7522 Heiligenbrunn Tel. +43 (0) 664/1055102

20

Die ersten Weinkeller wurden im 18. Jahrhundert gebaut. Wobei die Bezeichnung Weinkeller eigentlich falsch ist, denn bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Bauten aus groben Holzblöcken auf einem gestampften Lehmboden gezimmert. Diese Holzblockbauten waren fensterlos, mit Lehm verputzt und die Dächer mit Stroh bedeckt. Ein Depotraum, eine Stube und das Presshaus mit der großen Holzpresse bildeten langgestreckte Häuser. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Weinkeller über einem halb in die Erde gegrabenen gemauerten Kellerraum in Hanglage errichtet. Es waren die ersten Kellerstöckel, die kleine Fenster hatten. Auch hier wurden die Dächer mit Stroh gedeckt. Bei den Bauten nach 1900 wurde das Stroh durch Ziegel ersetzt und die Fensteröffnungen wurden wesentlich größer ausgelassen. Weinkeller, die nach 1950 entstanden sind, waren zunächst einfache, schmucklose Keller. Später hat man auf moderne Architekturdetails gesetzt. Doch auch in dieser Zeit wurden noch viele Keller errichtet, die an die ursprüngliche Form erinnern. Heute umfasst das Kellerviertel Heiligenbrunn auf einer Länge von zwei Kilometern insgesamt 141 Keller entlang Stifterberg, Zeinerberg, Zeinergraben, Kirchhöh und Hochberg. Alle Weinkeller befinden sich in Privatbesitz.

Das Besondere ist, dass auch heute beim Großteil der alten Weinkeller noch eine, teilweise sogar aus dem 17. Jahrhundert stammende, Weinpresse zum Inventar gehört. Und auch die altertümlichen Eichentüren mit Schnitzereien und Jahreszahlen lassen die lange Geschichte der Weinkeller erkennen. Deshalb wurde schon 1969 das Kellerviertel Heiligenbrunn von der Burgenländischen Landesregierung zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und seit 1986 stehen 108 Weinkeller unter Denkmalschutz.

Weinbau- und Kellerverein Heiligenbrunn

Was wäre ein Kellerviertel ohne Wein. Um den Weinbau in der Region zu fördern, wurde 1973 der Ortsweinbauverein Heiligenbrunn gegründet. Gleichzeitig war es der Bevölkerung wichtig, das historische Kellerviertel zu erhalten. Daher kam es 1999 zur Gründung des Kellervereins Heiligenbrunn. Von ihm wurden im Jahr 2000 zwei Keller angekauft, grundlegend saniert und zu öffentlich zugänglichen Schaukellern gemacht. 2007 wurden die beiden Vereine zum Weinbau- und Kellerverein zusammengelegt. Seine Aufgabe ist es, das Kellerviertel und das Ansehen und die Qualität des Uhudlers, der Weinspezialität der Region, für zukünftige Generationen zu erhalten. Seit 2008 gibt es Bestrebungen seitens des Vereins mit Unterstützung von Gemeinde, Land und Bund, das Kellerviertel Heiligenbrunn auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe setzen zu lassen.

Heimat des Uhudlers

Nicht nur die Kellerstöckel, auch der Wein hier ist etwas Besonderes. Denn kein anderer Wein ist mit der Region so eng verbunden wie der Uhudler mit dem Südburgenland. In den 1970er Jahren wurde der Name erstmals erwähnt. Der Geschichte nach stammt der Name Uhudler von den Frauen der Weinbauern, weil


sie nach übermäßigem Konsum große Augen wie ein Uhu bekamen. Die unveredelten Sorten Isabella, Noah Grün, Elvira oder Ripatelle werden schon seit 100 Jahren in Heiligenbrunn angebaut. Unterschieden wird zwischen weißem und rotem Uhudler. Je nach Sorte und Herkunft variiert die Farbe des von Stroh- bis Hellgelb beim weißen und von Rosa, Kirschrot bis hin zu Ziegelrot beim roten Uhudler. Sowohl Geruch als auch Geschmack sind einzigartig. Die fruchtige Note von Walderdbeeren steigt sofort in die Nase, beim Geschmack ist dennoch eine herbe und säurebetonte Note erkennbar. Anfangs entstand das Gerücht, dass der Uhudler gesundheitsgefährdend sei. Doch das konnte wissenschaftlich widerlegt werden. Seit 1992 sind Produktion und Vertrieb erlaubt und der Wein als regionale Spezialität zugelassen.

Fotos: ARGE Naturparke (2), Plutzer

Uhudler-Prinzessin und Uhudler-Sturmfest

Traditionell gehört zu jeder Weinregion auch eine Weinprinzessin, in der Gemeinde Heiligenbrunn ist das die Uhudlerprinzessin. Seit 2007 wird die offizielle Vertreterin des Uhudlers gewählt. Heuer wurde Christina I. zur Uhudler-Prinzessin gekührt. Als Botschafterin des Uhudlers wird die 16-Jährige die einzigartige Weinspezialität des Südburgenlandes bis zur nächsten Wahl repräsentieren. Gelegenheit dazu hat sie bereits am 29. September. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Uhudler in Heiligenbrunn veranstaltet der Weinbau- und Kellerverein das Uhudler-Sturmfest. Bei musikalischer Unterhaltung können neben dem Uhudler Schmankerl aus den Trauben wie Säfte, Marmeladen, Schokoladen, Würste und Käse verkostet werden.

Ob bei einer Radrast oder einer Wandereinkehr: Der Uhudler gehört zum Kellerviertel von Heiligenbrunn ebenso wie eine deftige Jause.

www.kellerviertel-heiligenbrunn.at www.suedburgenland.info

PANNOrama

21


Ausblick Weinjahr 2012

Guter Jahrgang Wine & Dine

20. September & 18. Oktober ab 19.30 Uhr Lassen Sie sich von uns im à la Carte Restaurant „das Linsberg“ mit einem 5-gängigen Degustationsmenü verwöhnen. Begleitend genießen Sie Top Weine von ausgewählten, prämierten Winzern! € 79,00 pro Person Hotel & Spa Linsberg Asia****s/ Thermenplatz 1/ 2822 Bad Erlach restaurant@linsbergasia.at/ +43 2627 48000 www.linsbergasia.at

Für das Weinjahr 2012 wird weniger Menge, aber hohe Qualität erwartet. Von Brigitte Krizsanits

D

as Weinjahr 2012 verlief für die Weinbauern bis jetzt sehr unterschiedlich. Der Spätfrost Mitte Mai und Hagelunwetter sorgten in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland für Millionenschäden. „Aufgrund gravierender Naturereignisse erwarten wir heuer mengenmäßig eine etwas unter dem Durchschnitt liegende Weinernte zwischen 2 und 2,2 Millio­nen Hektoliter“, erklärt Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes – der Durchschnitt liegt bei rund 2,6 Millionen Hektoliter. „In jenen Gebieten, die von den Schäden verschont geblieben sind, lässt sich jetzt aber schon eine außergewöhnliche Qualität feststellen“, sagt Christian Zechmeister, Geschäftsführer

Weinerlebnis in Frauenkirchen

Freitag, 12. Okt. 2012 16 – 21 Uhr Samstag, 13. Okt. 2012 13 – 19 Uhr Degustieren Sie im stilvollen Ambiente unserer Weingalerie die Top-Rotweine des Burgenlandes.Tauchen Sie ein und genießen Sie die farbenprächtige Herbstzeit am Neusiedler See! Unser Angebot in der Vinothek 400 Weine des Burgenlandes I Ab Hof Preise Weinaccessoires I Essig & Öle I Alimentari Edle Winzerbrände I Säfte I Eingelegtes in Süß und Sauer Seewinkler Teigwaren I Verpackungen in Holz & Karton

Treffpunkt für Weinfreunde Kirchenplatz 27, A-7132 Frauenkirchen Tel. + 43 (0) 664/4109697, vinothek@sailers.at www.sailers.at

22

as Weinland Burgenland hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und durch die hohe Qualität bei den Weinen auch internationale Anerkennung erhalten. Bereits 1988 erkannten Annemaria & Sepp Sailer die Möglichkeiten im Weinbau mit den klimatischen Bedingungen und den hervorragenden Böden im Burgenland. Durch das Konzept „Pannonischer Reigen“ wurde ein Forum für den Qualitätsweinbau im Seewinkel geschaffen – der Ausgangspunkt für viele Initiativen im Burgenland. 1990 eröffneten die Sailers ihre Vinothek Burgenland am Kirchenplatz in Frauenkirchen. Im stilvollen Ambiente präsentieren sie erfolgreich die besten Weine des Burgenlandes und haben durch Kompetenz und Kreativität ihre Vinothek bei vielen Weinfreunden Europas als Einkaufs- und Informationszentrum gefestigt. Das Angebot wird durch Alimentari aus der Region, Essig, Öle und edle Brände ergänzt. Überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität der Weine aus dem Burgenland und erleben Sie ein einmaliges Genusserlebnis …

Präsentation, Foto: ZVG

Einladung

D


Foto: NTG/Steve Haider

von Wein Burgenland. Dennoch bleibt mit einer endgültigen Aussage noch abzuwarten, denn die Weinlese läuft noch bis in den Oktober hinein. Jetzt schon zufrieden hingegen zeigt sich Zechmeister mit den aktuellen Entwicklungen des burgenländischen Weins. „Mit viel Einsatz,

Technik und Know-how haben es die burgenländischen Weinbauern geschafft, den Wein zu einem Zugpferd für das ganze Burgenland zu machen. Der burgenländische Wein genießt mittlerweile große Bekanntheit, von der auch der Tourismus profitiert.“

PRÄSENTATION DER DAC-WEINE DES BURGENLANDES 11. Oktober 2012 | MAK · Weiskirchnerstraße 3 · 1010 Wien Donnerstag · 15 bis 21 Uhr · Eintritt € 12,– · www.weinburgenland.at

DAC_BGLD_186x126.indd 1

29.08.12 14:56

PANNOrama

23


Rezepttipp Fasanbrüstchen auf Kirschsauce

Die Fasanbrüstchen waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Mit geriebenen Wacholderbeeren und Pfefferkörnern einreiben. Gutes Pflanzenfett in einer Pfanne erhitzen und die Brüstchen medium braten, herausnehmen, warmstellen. Zwiebel fein hacken, im verbliebenen Bratfett glasig schwitzen. Sauerkirschen kurz mitschwitzen. Mit Weichselsaft und gebundener Wildsauce auffüllen. Kirschgelee, Obst­ essig und 1 TL geschrotete Pfefferkörner einrühren. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, ­Cayennepfeffer und Zucker kräftig abschmecken, mit Kirschlikör aromatisieren. Die Sauce auf vorgewärmte Teller geben, die Brüstchen in Tranchen schneiden, darauf setzen und mit Bandnudeln, mit Petersilie bestreut, servieren. Guten Appetit

24

Jagdsaison

Wild auf Wild! Die Jagd ist nicht nur Nahrungslieferant, sondern auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Von Brigitte Dürmaier

I

n weiten Teilen der Bevölkerung hat die Jagd immer noch ein sehr schlechtes Image, was die Berichte der letzten Zeit nur zu bestätigen scheinen. Nur wenige wissen aber, dass die Jagd im Burgenland neben der langen Tradition ein wesentlicher positiver Wirtschaftsfaktor ist und allein rund 6,8 Millionen Euro wertgesicherte Jagdpachtbeiträge jährlich einbringt. Und dass Wildbret in jeglicher Form nicht nur gesund, sondern äußerst schmackhaft ist, ist ja wirklich unbestritten.

Die Zahlen

Die Jagdpachtbeiträge kommen den Grundeigentümern direkt zu Gute, sie werden für den Ausbau des land- und forstwirtschaftlichen Wegenetzes oder für die Schaffung von Bodenschutzanlagen verwendet. Im Burgenland darf man nur dann jagen, wenn man im Besitz einer gültigen burgenländischen Jagdkarte ist. Diese wird nach Ablegung einer strengen amtlichen Jagdprüfung, bei der auch der Umgang mit der Jagdwaffe eine entscheidende Rolle spielt, ausgestellt. Allein für 2011 waren im Burgenland 6.966 Jagdkarteninhaber registriert, wovon rund 6,7 Prozent NichtÖsterreicher sind. Die reine Jagdfläche im Burgenland beträgt rund 367.000 Hektar, davon entfallen rund

280.000 Hektar auf Genossenschaftsjagdgebiete und nur 87.000 Hektar (ca. 24 Prozent) sind Eigenjagdgebiete. Neben dem begehrten Wildbret, das zumeist in den Kochtöpfen landet, wurden im Burgenland im Vorjahr ca. 4.300 Füchse, 700 Dachse und 1.800 Marder erlegt.

Der Genuss

Doch nun genug der Jagdstatistik! Kommen wir zum Genuss. Wildfleisch ist nicht nur ein Geschmackserlebnis der besonderen Art, es ist das gesündeste Fleisch, welches die Natur anzubieten hat. Die Wildtiere ernähren sich selektiv nach ihrem Bedarf, haben eine hohe körperliche Aktivität, sodass im Fleisch von Hirsch, Reh und Wildhase hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren als Fett vorkommen. Trotz dieser Vorteile, die Wildfleisch bietet, wird hierzulande relativ wenig Wild gegessen und vor allem zubereitet. Dabei muss man längst kein Haubenkoch sein, um tolle Wildgerichte auf den Tisch bringen zu können. Sollte man keinen Jäger kennen, gibt es bei jedem guten Fleischhauer Wildbret auf Bestellung, besonders jetzt in der Jagdsaison. Zur Zubereitung allgemein: Vergessen Sie, was vielleicht die Oma noch gemacht hat. Das Beizen und Spicken kann man sich längst ersparen. Dadurch wird das zarte Fleisch von Reh

Foto:s BMLFUW/Rita Newman, Burgenländischer Landesjagdverband

Zutaten (4 Personen): 4 küchenfertige Fasanbrüstchen Salz, Pfeffer Wacholder­beeren (gerieben) Pflanzenfett 1 Zwiebel 100 g entsteinte Sauerkirschen (Weichseln) 1 Tasse Kirschsaft 3/8 l gebundene Wildsauce 2 EL Kirschgelee 2 – 3 EL Obstessig Bandnudeln


Grenzenlose Gastlichkeit

D

er Gasthof zur Grenze in Pöttsching zählt seit einem halben Jahrhundert zu einem Fixpunkt der burgenländischen Gastronomie. Neben abwechslungsreichen Veranstaltungen über das Jahr bietet der beliebte Familienbetrieb für jeden Anlass die ideale Räumlichkeit. Gästezimmer und ausreichend Parkplätze machen auch ausgedehnte Feiern möglich. In der Herbstzeit erwarten uns weitere Höhepunkte aus dem kulinarischen Angebot des Traditionshauses in Pöttsching.

Kommende Highlights

Präsentation, Foto: Archiv

n Ausgesuchte Gerichte vom Wild im Oktober n Jazzbrunch mit dem PeterHübl-Trio am 14. Oktober, 11.30 Uhr, Thema: „Herbstfrüchte“ n Bar-Live-Musik zu Halloween am 31 Oktober, 21.00 Uhr „Christoph Schellhorn“ mit Acoustik Rock, Folkblues und Irischem

Gasthof zur Grenze Zipfwald 1, 7033 Pöttsching, Tel. +43 (0) 2631/2265 Anmeldung zum Newsletter unter info@gasthof-zur-grenze.at oder www.gasthof-zur-grenze.at

und Hirsch oder Hase und Fasan nur ausgetrocknet und zerstört.

Die Vollendung

Richtig und gut würzen ist jedoch beim Zubereiten von Wild besonders wichtig. Hier gilt: eher ein wenig mehr als zu wenig. Die Lagerzeit des Wildbrets ist auch besonders hilfreich, man kann also während der Jagdsaison getrost Wild einlagern. Rotwild hält sich bis maximal 24 Monate in der Tiefkühltruhe. Rehwild ebenso lange, Hasen können Sie bis zu acht Monate einfrieren und Fasane immerhin noch vier Monate.

Kirchenwirt/Pension

·

Hoch-Zeitschenke

·

Weingut

·

Wilderei

HerzlicH willkommen! Unser Herz gilt dem Uhudler, jenem einzigartigen Fox-Ton, der verzaubert und durch die Lebendigkeit der Direktrebe überrascht. Mit dieser Lebendigkeit kreieren wir unsere Uhudlerspezialitäten im Weinbau und in der Wilderei. Neben dem Wohlfühl-Stammhaus Kirchenwirtin Eltendorf laden wir sie nun auch in die Hoch-Zeitschenke im Uhudlerviertel am Hochkogel ein, um bei truamhafter Fernsicht das Leben im Südburgenland von seiner stimmigsten Seite zu genießen. Veranstaltungen 7. bis 30. September Kürbis trifft südburgenländisches Waldschwein 5. Oktober bis 4. November Wildspezialitäten 9. bis 18. November Ganslspezialitäten im Dezember Weihnachtsmenüs

Kochbuchtipp Wild gekocht, gebraten, gegrillt … Burgenländischer Landesjagdverband (Hg.) Um € 15,– zu bestellen bei: BLJV, 7000 Eisenstadt, Bahnstraße 43/2/8, Tel. +43 (0) 2682/66878, info@bljv.at

www.uhudlerei-mirth.at

UHUDLEREI MIRTH · Kirchenstrasse 7 · A-7562 Eltendorf · Tel. +43 (0) 3325/22 16

PANNOrama

25


Gratuliere! Wenn du dich für einen Lehrberuf im Tourismus interessierst, ist der erste Schritt zu deiner erfolgreichen Zukunft getan. Aber wie geht’s weiter? Zuerst wollen wir dir ans Herz legen, dich genau zu informieren. Dabei hilft dir der Bildungsberater an deiner Schule gerne weiter – wer dies in deinem Falle ist, kannst du ganz leicht bei deinen Lehrern erfragen. Oder schau einfach auf www.wko.at/bgld/lehrlinge und hol dir alle wichtigen Informationen für deinen Lehrberuf!

Infos zur Lehre im Tourismus: Lehrdauer für Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau, HGA und Systemgastronomiefachmann/-frau: 3 Jahre Gastronomiefachmann/-frau: 4 Jahre


leben

Volkskultur zum Blättern Das längst vergriffene Buch von Franz Simon ist wieder im Buchhandel erhältlich.

A

ls „Sezierbilder“ wird in der zweiten Auflage des Buches „Bäuerliche Bauten im Südburgenland“ das bezeichnet, was der Kunsterzieher Franz Simon Anfang der 1970er-Jahre erstmals in einem Buch veröffentlich hat: Bilder alter Bauernhäuser, penibel vermessen, maßstabsgetreu von Hand aufgezeichnet, weil er „dem Leser ein klares Bild vom einstigen bäuerlichen Bauen im Südburgenland vermitteln und darüber hinaus die Wertschätzung dieser echten bäuerlichen Kultur mehren und die Sympathie zum schönen Burgenland vertiefen“ möchte, wie er es der in der ersten Auflage formulierte. Dass auch die zweite Auflage schon lange vergriffen und in Sammlerkreisen zu Preisen um die 1.000 Euro gehandelt wird, unterstreicht seine Einzigartigkeit. Im Herbst 2012 erscheint nun eine Neuauflage, gemäß der Intention des Autors Franz Simon,

„die Geschichte, das Wissen um das bäuerliche Leben im 18. und 19. Jahrhundert der Nachwelt zu erhalten“, erklärt Herausgeber und Verlagsleiter Gerhard Sulyok. Bäuerliche Bauten im Südburgenland Franz Simon Ein Bilderbuch über bäuer­ liches Bauen von einst im Heanzenland mit 77 ganzseitigen Bildtafeln nach Originalzeichnungen des Autors Verlag: edition europrint 176 Seiten / 77 Abb. Hardcover, in Kartonschuber ISBN 978-3-200-02658-2 Preis: 195 Euro

Paul Karasic’ erster Fall

R

ust am Neusiedler See ist Schauplatz eines neuen Krimis: Stephan Dorfmeister lässt in seinem Erstlingswerk „Stadtschlösslleichen“ den Unternehmensberater, Workaholic und Genießer Paul Karasic in einen Kriminalfall geraten. Die Aufdeckung der Hintergründe für die Ermordung eines EU-Revisionsbeamten im Haubenlokal „Stadtschlössl“ durch ein von Paul Karasic zusammengestelltes Untersuchungsteam hat nicht nur Folgen für sein aktuelles Privatleben, sondern auch auf die

Geschichte seiner Familie … Mit Ortskenntnis und jeder Menge Spannung rollt Dorfmeister nach und nach die Handlung auf, so mancher politische Seitenhieb und kulinarische Köstlichkeiten machen den Krimi zu einem Lesegenuss – nicht nur für Burgenländer. Stadtschlösslleichen. Der erste Fall des Paul Karasic Stephan Dorfmeister, Quasi Modo Publishing, Gebundene Ausgabe, 317 Seiten, Preis: 19,95 Euro ISBN 978-3-9503273-0-4

Wissensdurst stillen

Foto: PH Burgenland

W

as vor drei Jahren als Experiment begann, ist mittlerweile zur Institution geworden: die Kinderuni der Pädagogischen Hochschule Burgenland, die in diesem Jahr wieder von 29. bis 31. August in Eisenstadt abgehalten wurde. Wo sonst die angehenden Lehrer ausgebildet werden, lauschten rund 250 Kinder pro Tag Experten aus den Bereichen Naturwissenschaften und Kreativität. Die kleinen Studenten gingen interessanten Fragen nach, beschäftigten sich mit

„verrückten Aggregatzuständen“, machten eine „Unterwasser-Safari, ohne nass zu werden“, setzten „Rauchzeichen aus der Kräuterküche“ und gingen der Frage nach, ob Teppiche fliegen können. Am Ende erhielten die Teilnehmer, so, wie es sich für eine richtige Universität gehört, ein Kinder_Hoch_Schuldiplom verliehen. Worauf sie sich jetzt schon freuen? Auf die Schule natürlich – und auf die Kinder_Hoch_Schule nächstes Jahr. www.ph-burgenland.at

PANNOrama

27


Herbstkur

Einmal Volltanken Die Weinlese hat bereits begonnen oder steht unmittelbar bevor – für Ernährungsbewusste heißt es jetzt zugreifen, denn eine Traubenkur füllt die Vitaminund Mineraldepots wieder auf. Von Miriam Wiegele

Wein-Panschereien

„In vino veritas“, die Frage, „reinen Wein einzuschenken“ stellte man sich schon seit ewigen Zeiten. Allerdings war es in der Antike durchaus üblich, den Wein mit Wasser zu vermischen. Den reinen Wein zu verwässern war demnach damals noch keine Panscherei. Dieses Verwässern kann auch positive Wirkungen haben, wie ein Gedicht des Dichterfürsten Goethe schön beschreibt. Der ehrwürdige Dichter, der dem Weingenuss nicht abhold war, ließ sich einmal zum Wein auch einen Krug Wasser servieren und wurde dafür von Studenten, die am Nebentisch fröhlich zechten, ausgelacht. Darauf ließ sich Goethe ein Blatt Papier servieren und schrieb nachfolgendes Gedicht: „Wasser allein macht stumm, das zeigen im Wasser die Fische, Wein allein macht dumm, das zeigen die Herren am Tische, da ich keines von beiden will sein, trinke ich Wasser gemischt mit Wein.“

28

Herbstliche Traubenkur

Doch nicht den Wein, sondern die Früchte kann man im Herbst nützen, um seinem Körper etwas Gutes zu tun. Dabei muss man nicht nach Meran fahren, um die berühmte Traubenkur zu machen, auch wenn die Großvernatsch-Traube als Meraner Kurtraube berühmt geworden ist. Auch mit unseren burgenländischen Traubensorten ist der Effekt einer Kur auf Grund der Wirkstoff-Vielfalt so wie einmal „Volltanken“. Mineral- und Vitamindepots werden wieder aufgefüllt, Mangelzustände ausgeglichen. Die wichtigste physiologische Wirkung einer solchen Kur ist aber die massive Ausleitung, Entgiftung und Ausscheidung. Zu diesem Zweck sollten allerdings unbedingt Trauben aus biologischem Anbau verwendet werden. Die wertvollsten Wirkstoffe einer Weintraube befinden sich innen und außen, also in den Kernen und in der Schale. Deshalb ist eine Kur, bei der die Trauben gegessen werden und natürlich besser keine kernlosen, wirkungsvoller als eine Kur mit Traubensaft.

Der Kurablauf

Eine wirkungsvolle Kur dauert in Südtirol im Idealfall zehn Tage. Während dieser Zeit gibt es außer einem Glas Wasser am Morgen nichts anderes als zwei Kilogramm Trauben am Tag. Man kann weiße oder blaue Trauben auswählen, sollte aber besser nicht verschiedene Sorten zusammenmischen. Durch den starken Effekt einer solchen Kur wäre eine ärztliche Begleitung sehr anzuraten. Wer sich zu einer vollen Kurlänge nicht „durchringen“ kann, ist auch mit einer WochenendKur auf einem guten Weg. Also zwei Tage

Fotos: Zamanian

B

ereits im alten Griechenland hatte der Wein einen besonderen Stellenwert, er stand als Gabe des Dionysos, die ehrfurchtsvoll „Blut der Erde“ genannt wurde, den Gaben der Demeter, dem Getreide gleichwertig gegenüber. Der efeubekränzte Dionysos soll als Weingott die Kunst des Rebenbaues und der Weinbereitung nach Griechenland gebracht haben. Als Vegetationsgott galt er als sterblich und wurde im Laufe des Jahres immer wieder geboren. Wie bei vielen anderen Pflanzensymbolen übernahm die christliche Kirche diese und näherte die Deutung ihrer Sichtweise an. So erhielt der Wein seine Bedeutung in der eucharistischen Wandlung als Blut Christi.


ca. zwei Kilogramm Trauben essen, wenn man Hunger hat, ist auch ein Stück Knäckebrot mit etwas Topfen drauf oder eine Pellkartoffel mittags erlaubt. Das hat wenig Kalorien, birgt aber eine Menge Ballaststoffe. Übrigens, wenn diese Wochenend-Kur auch zum Abspecken dienen soll, wären weiße Trauben zu empfehlen.

Schwächliche Menschen, vor allem Senioren sollten eine Traubenkur lieber mit Saft durchführen. Dabei werden neben einer reduzierten Nahrung täglich 1 ¾ Liter frisch gepresster Traubensaft getrunken und dazu mindestens zwei Liter Wasser. Diabetiker sollten auf eine Traubenkur besser verzichten.

PANNOrama

29


Ökologisch einkaufen

Mehrweg mit Mehrwert Nachhaltigkeit ist ein geflügeltes Wort unserer Zeit. Wer auf Mehrweg- statt Einweggebinde setzt, leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

A

ls Konsument steht man beim Flaschenregal vor der Qual der Wahl: Dose, Einwegflasche oder Getränkekartons sprechen vom Preis her das Geldbörsel an, Mehrweggebinde hingegen appellieren an das ökologische Gewissen.

Mehrfache Nutzung für weniger Müll

Plastikflaschen, Aludosen, Getränkekartons. Was sich praktisch und leicht nach Hause tragen lässt, endet nach dem Gebrauch – hoffentlich sachgemäß entsorgt – im Müll.

30

Mehrweggebinde hingegen treten nach ihrer Entleerung eine Reise an, um bald wieder im Getränkeregal zu stehen. Obwohl Mehrwegflaschen in der Regel etwas robuster bzw. schwerer sind als ihre Einwegpendants, verursachen sie durch die mehrfache Nutzung deutlich weniger Verpackungsmüll als Einwegverpackungen. Die Mehrwegflasche punktet aber schon bei ihrer Produktion: So braucht man für 1.000 Liter Bier in vermeintlich leichten Aluminium-Dosen beispielsweise 46 Kilogramm Aluminium.


Wird das Bier in Glas-Mehrwegflaschen abgefüllt, braucht man nur 26 Kilo Rohstoffe – also etwa die Hälfte. Ökologisch gesehen ist die einmalige Verwendung besonders nachteilig, da für die Produktion verhältnismäßig viel Energie und Ressourcen aufgewendet werden müssen. Auch wenn Einwegartikel recycelt werden, entstehen Emissionen, die durch die Verwendung von Mehrwegprodukten großteils vermeidbar wären. Während eine Einwegflasche nach ihrem Gebrauch meist weggeworfen wird, ist eine Mehrwegflasche bis zu 100 Mal im Umlauf. Mehrweg vermeidet also Abfälle, schont Ressourcen und belastet die Umwelt in geringerem Ausmaß.

Präsentation, Fotos: ZVG, Zamanian

Preisfrage versus ökologisches Bewusstsein

Bei allem ökologischen Verständnis ist der Kunde aber dennoch mit der Problematik konfrontiert, dass ein Liter Mineralwasser aus der Mehrwegflasche meist mehr kostet als eineinhalb Liter im Einweggebinde. „In diesem Fall muss der Konsument selbst entscheiden“, sagt der Obmann des Burgenländischen Müllverbandes, Dr. Leonhard Schneemann. „Durch die Verwendung von Mehrweggebinden spart man Energie und schützt das Klima.

Der Burgenländische Müll­ verband informiert die Bürgerinnen und Bürger über ökologisches Einkaufen.

Als Konsument muss man im Handel konkret nachfragen. Früher waren es 85 Prozent Glasflaschen, heute sind es nur noch 20 Prozent. Wenn die Kunden die Glasflaschen jedoch wieder verlangen, dann ist auch der Handel gezwungen, da etwas zu unternehmen.“ Somit liegt es beim Kunden selbst, zu entscheiden und auch etwas zu bewegen. www.bmv.at www.mehrweg.at

Information Mülltelefon des Burgenländischen Müllverbands: 08000/806154 zum Nulltarif

E-mobiles Eisenstadt

D

Sportlich mit Komfort

Präsentation, Foto: ZVG

D

er i40 wurde in Europa (Rüsselsheim, Deutschland) designet und entwickelt. Eine Besonderheit ist der hexagonale Kühlergrill, der den Fahrzeugen der Marke Hyundai einen unverkennbaren Look verleiht. Das Konzept des i40 vereint Sportlichkeit und Komfort. Er zählt somit zu den räumlich attraktivsten Fahrzeugen des D-Segments. Mit seinem 553-Liter-Kofferraumvolumen, welches beim Umlegen der Rücksitzlehne sogar auf 1.719 Liter erweitert werden kann, hält der neue i40 in puncto Transportmöglichkeiten mehr als der Konkurrenz stand. Auch bei der angebotenen Ausstattung liegt der neue i40 weit vor seinen Mitbewerbern. Neben der branchenüblichen Standardausstattung begeistert der i40 mit einer Vielzahl an serienmäßigen Features, überzeugen Sie sich selbst!

ie burgenländische Landeshauptstadt punktet durch hohe Lebensqualtität – nicht zuletzt durch ihre idyllische Lage an den Hängen des Leithagebirges. Für Radfahrer ist diese jedoch eine Herausforderung, denn es gibt kaum eine Strecke in der Stadt, die ohne eine Steigung zurückzulegen ist. Seit März 2012 haben Bürger und Gäste nun die Möglichkeit, bis Ende des Jahres kostenlos E-Bikes auszuborgen, ein Service, das in keiner anderen Stadt Österreichs geboten wird. In der ersten Testphase waren bereits 1100 Entlehnungen zu verzeichnen, was den Erfolg der Aktion unterstreicht. Mit der Eröffnung von zwei neuen Entlehn-Stationen Anfang September gibt es nun fünf Punkte, an denen die E-Bikes entnommen und wieder zurückgestellt werden können. Voraussetzung zur Nutzung sind der Besitz einer Eisenstädter Bürger- oder Gästekarte und eine Registrierung im Eisenstädter Rathaus bzw. in der Mobilitätszentrale Eisenstadt. Bis Frühjahr 2013 sollen es 15 Standorte mit 60 E-Bikes sein, die den Eisenstädtern bei ihren täglichen Wegen helfen, das Auto auch einmal in der www.eisenstadt.at Garage stehen zu lassen. Dr. Alois Ecker (Vorstandsdirektor der BEWAG), Bgm. Mag. Thomas Steiner und Stadtbezirksvorsteherin Heidi Hahnekamp testeten die E-Bikes.

PANNOrama

31


Foto: Willems-Theisen/pixelio

Über die n e k c i l b n e z n Gre uben Grenzenlos urla

Das Burgenland und Westungarn verbindet nicht nur die gemeinsame Geschichte, sondern auch Natur, Kultur und Kulinarik. Ausgezeichnete Weine wachsen hüben wie drüben, der grenzüberschreitende Nationalpark sowie die Naturparke zeigen auf, dass auch die Natur keine Grenzen kennt und berühmte „Musikexporte“ wie Franz Liszt oder Joseph Haydn sind Zeugen für die Inspiration, die von dieser Region ausgeht. Die Vielfalt dieser Region wurde im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts tourist-net nun erstmals in zwei Landkarten – geteilt in Nord und Süd – zusammengefasst. Erhältlich sind die Karten bei der Wirtschaftskammer Burgenland, Sparte Tourismus, Robert Graf Platz 1, 7000 Eisenstadt sowie in allen Regionalstellen der Wirtschaftskammer Burgenland.

tourist-net · Verein zur Förderung des burgenländischen Gastgewerbes A-7000 Eisenstadt · Robert Graf-Platz 1 · Tel. +43 5/90 907-1893 · bgld-office@touristnet-etc.eu


reise

Beim Lieblingsnachbarn Urlaub in Deutschland begeistert immer mehr Österreicher.

Fotos: Deutsche Zentral für Tourismus

I

m Zeitraum von Jänner bis Mai 2012 konnte der nördliche Nachbar ein Übernachtungs­ plus von 8,5 Prozent an österreichischen Gästen verbuchen, 2011 lag Deutschland laut Word Travel Monitor des Beratungsunternehmens IKP hinter Italien und vor Kroatien auf Platz zwei der beliebtesten Destinationen der Österreicher. „Das glaube ich nicht!“, möchten Sie jetzt meinen. Aber Hand auf’s Herz, haben Sie sich im Vorbeifahren noch nie gedacht, dass es eigentlich nett wäre, einmal am Chiemsee Urlaub zu machen? Und sicher waren Sie schon einmal in Berlin, Hamburg oder München – somit gehören Sie wahrscheinlich auch schon zu den Österreichern, die Deutschland für sich gewonnen hat. 80 Prozent der österreichischen Deutschlandreisenden gaben bei einer Befragung an, wegen der Sehenswürdigkeiten zu kommen, 78

Prozent kämen aufgrund der Einkaufsmöglichkeiten und 73 Prozent aufgrund der Vielfalt. Und neben attraktiven Städtereisen punktet es vor allem auch durch seine Nähe.

www.germany.travel

Luxus in den Bergen

Foto: Archiv

D

as Tiroler Tannheimer Tal liegt für uns Pannonier nicht unbedingt gerade ums Eck. Dennoch lohnt es sich, die Ebene zu verlassen und in die Welt der Berge einzutauchen. Das 5-Sterne Hotel ... liebes Rot-Flüh wäre dafür der ideale Ort. Zugegeben, der Name ist ein wenig ungewöhnlich. Aber wer schon einmal hier war, der weiß, warum das Wörtchen „liebes“ vor den Namen des nahen Berges gestellt wurde: Hinter dem Betrieb steht Familie Huber, der das Wohl ihrer Gäste wirklich am

Herzen liegt. Unaufdringlicher Luxus in gedigener Atmosphäre, zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit aktiv zu verbringen oder im Spa einfach nur abzuschalten. Kein Tag ist wie der andere – auch in kulinarischer Hinsicht: Drei Restaurants folgen drei verschiedenen Linien, vom Grillabend bis zum Galadinner. Was wirklich schön dabei ist: Man fühlt sich als Gast angekommen. Auch, wenn der Name zuerst irritert – er ist so einzigartig, wie das Hotel selbst. www.rotflueh.com

Kulturherbst im sonnigen Süden

Foto: Viewingmalta.com

N

ur sechs Kilometer von Malta entfernt liegt Maltas kleine Schwesterinsel Gozo. Sie ist bekannt für die herrlichen Strände, für ihre Mythen und für ihre Kultur. Zu feiern gibt es immer etwas, denn jede Ortschaft würdigt ihren Patron mit Blasmusik und buntem Treiben. Daraus ist vor elf Jahren auch ein großes Festival entstanden, bei dem Einheimische wie Gäste vier Wochen lang feiern. In diesem Jahr findet das Mediterranea-Festival von 25. Oktober bis 17. November 2012

statt. Es erwartet die Gäste mit Konzertabenden, aber auch mit kunsthistorischen und kulinarischen Exkursionen und nimmt sie auf eine Reise in die 7.000 Jahre alte Geschichte der Insel mit. Höhepunkt des Festivals ist Puccinis Oper „Madame Butterfly“, die am 25. und 27. Oktober 2012 im Teatru Astra in Gozos Hauptstadt Victoria zur Aufführung kommt. Fremdenverkehrsamt Malta Corinna Ziegler, Tel. 01/585 37 70

www.urlaubmalta.com, www.mediterranea.com.mt

PANNOrama

33


Ungarn

Thermen, Schlösser, Golf, Natur Westungarn ist mehr als einen Ausflug wert. Von Brigitte Dürmaier

„Greenfield“ für Golfer und Genießer

Auskunft und Buchungen: Lotus Therme Hotel und Spa ***** * Lótuszvirág u. 1 H-8380 Hévíz Tel. +36 83/500510 www.lotustherme.net Greenfield Hotel Golf & Spa Golf út 4 H-9740 Bükfürdö Tel. +36 70/8665319 www.greenfieldhotel.net

34

Nicht nur eingefleischte Golfspieler sind zufriedene Gäste des „Greenfield Hotel Golf & Spa **** superior“. Menschen, die nur ausspannen und sich verwöhnen lassen wollen, Personen mit gesundheitlichen Problemen, aber auch jene, die lieber Gesundheitsvorsorge betreiben als später mühsam bei einer Rehabilitation alle Sünden wieder gutzumachen, sind überaus zufriedene Gäste des weitläufigen Hotels und der noch größeren, mit viel Liebe und Sachkenntnis angelegten Anlage. Das Hotel und der es umgebende 18-Loch-Championship-Golfplatz haben insgesamt 100 Hektar. Das Hotel selbst bietet seinen Gästen ca. 200 elegante Zimmer und 15 Suiten. Der Spabereich wartet gleich mit sechs Becken auf, die von einer umfangreichen Saunalandschaft mit acht verschiedenen Saunen umgeben ist. Wellness wird hier ganz groß geschrieben: Der Gast kann zwischen 80 gesundheits-, körper- und schönheitspflegenden Therapien wählen. Im ganzen Haus ist selbstverständlich Rauchverbot.

Das Büker Heilwasser hat ca. 38,5 Grad, ist reich an Natrium, Kalium, Magnesium-Chlorid und Hydrogen-Karbonat, also ideal für Behandlungen des Bewegungsapparates, bei Muskelbeschwerden, für die Rehabilitation und für neurologische Beschwerden. Das „Greenfield“ wird als All inclusive Hotel geführt. Der Gast kann morgens, mittags und abends bei reichhaltigen und ausgezeichneten Buffets seine Auswahl treffen. Getränke sind frei, außer Alkoholika.

Luxusherberge „Lotustherme“

Das 5-Sterne-Hotel und Spa „Lotustherme“ in Heviz ist unter neuer weiblich-liebevoller Hand noch schöner geworden und entzückt schon beim Betreten der Lobby mit ganz tollem Blumenschmuck. Erzsebet Pusztai, der neuen Generalmanagerin, ist es gelungen, dem beliebten und bekannten Luxushotel ihren Stempel aufzudrücken, was sich für die Gäste schon bei Kleinigkeiten bemerkbar macht. Sie hat ihre Augen überall und greift leise und unauffällig ein, sollte es nötig sein. Ganz wichtig: Es werden Raucherzimmer angeboten. In beiden Hotels ist das Personal von ausgesuchter Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, sodass man sich umsorgt und umhegt fühlt, ohne sich gestört zu fühlen. Auch hier ist wieder All inclusive angesagt, Im Sommer werden Pool­grillabende veranstaltet und Ausflüge, etwa zum Balaton, zum Schloss Festetics oder zum Schloss Nagycenk, das dem „größten“ Ungarn gehörte, Graf Istvan Szechenyi, dem „Erneuerer“ Ungarns und unter anderem Erbauer der berühmten Kettenbrücke in Budapest.

Fotos: ZVG

F

ür Burgenländer, Wiener und Oststeirer ist Westungarn, genauer die Gegend rund um Bük, Heviz und den Balaton, längst zur Entspannungsenklave geworden. Die heilenden Wässer von Bük und Heviz helfen bei Gelenksbeschwerden, Rheuma, Muskelverspannungen, eignen sich hervorragend zur Rehabiliation und das Hevizer Wasser hat sogar einen geringen, aber wirksamen Radonwert aufzuweisen.


Gewinnspiel

Wellness in Cegled

N

Naturidylle Kleiner Balaton

Wer unberührte Natur liebt, sollte einen Ausflug zum Balaton machen und hier unbedingt dem kleinen Balaton einen Besuch abstatten. Das unter strengem Naturschutz stehende Gebiet ist Herberge seltener Vögel, vieler Fische, naturgeschützter Pflanzen und ein Eldorado für Naturliebhaber. Besonders zauberhaft ist ein Besuch im Mai, wenn gerade die Seerosen aufblühen, in einer Farbenpracht und Fülle, wie man sie selten sieht.

ehmen Sie sich Auszeit und genießen Sie ein Wochenende im ungarischen Heilbad Cegled, rund 45 Kilometer südöstlich von Budapest. Das Best Western Hotel Aquarell**** bietet modernen Komfort, Gastfreundlichkeit und eine Vielfalt an Behandlungen, die Körper und Seele in Einklang bringen. Von den 22 Studios und 64 Zimmern kann ein Teil zusammengelegt werden, das heißt, dass sich die Zimmer auch als Familienzimmer eignen. Der Wellnessbereich umfasst neben 600 Quadratmetern Heil- und Erlebnisbad sowie Finnischer- und Biosauna, Dampfkabine und Ruheinsel einen Therapiebereich mit Physiotherapie und Cardiogeräten im Fitnessraum, Kohlensäurebad, VichyDusche oder Kneipp Rondell. Das Restaurant des Hotels bietet neben der traditionellen Küche der Tiefebene auch nationale ungarische Spezialitäten. Das Hotel eignet sich auch als Ausgangspunkt, um Ungarn östlich von Budapest zu erkunden – wobei natürlich ein Ausflug in die Puszta nicht fehlen darf!

Best Western Hotel Aquarell**** Fürdö út 24. H-2700 Cegléd Tel. +36 53/51 09 00 www.aquarellhotel.hu

GEWINNEN Sie mit PANNOrama 2 Übernachtungen für 2 Personen mit Frühstück, Abendessen und Nutzung des Wellnessbereichs.

Gewinnfrage: Wie groß ist der Wellnessbereich des Hotels Aquarell? Teilnahmebedingungen: Schreiben Sie ein E-Mail oder eine Postkarte mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse und Telefonnummer an: PANNOrama Robert Graf-Platz 1/216, 7000 Eisenstadt E-Mail: gewinn@pannorama.eu Einsendeschluss: 15. Oktober 2012 Rechtsweg ist ausgeschlossen, keine Barablöse, Gewinner werden schriftlich verständigt. Teilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Mitarbeiter von PANNOrama/MEMA sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer stimmt zu, dass seine Daten für die Übermittlung von Informationsmaterialien verwendet werden können. Diese Einverständniserklärung kann jederzeit unter red@pannorama.eu widerrufen werden.

PANNOrama

35


Corbières

Mehr als eine Weinregion Nach Frankreich fährt man wegen der Kultur, des Essens, des Weins. Und weil das Savoir Vivre nicht nur in Paris stattfindet, haben wir uns ein anderes Plätzchen gesucht, um all das zu genießen. Von Brigitte Krizsanits

D

ie Wahl fiel auf ein altes Weingut im Weinanbaugebiet Corbières, mitten im Grünen. Ausgangspunkt für kulinarische und kulturelle Ausflüge, Rückzugsort nach einem ereignisreichen Tag.

Reise ins Mittelalter

Im Kreuzgang des der Abbaye de Fontfroide scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Die Weinregion Corbières – mit 14.440 Hektar etwa so groß wie die Weinanbaufläche im Burgenland – beginnt bei Narbonne und erstreckt sich bis Carcassonne, der riesigen Festungsstadt, die heute voll und ganz von Touristen eingenommen ist. Gut, man muss die Cité gesehen haben, doch hält die Region noch weit mehr bereit. Orte, in denen die Zeit stehen Alles was das Herz begehrt findet man auf dem Markt in Gruissan.

Information Atout France Tel. + 43 (0)1/5032892 at.rendezvousenfrance.com

36

geblieben zu sein scheint, so wie das südöstlich von Carcassonne gelegene Lagrasse – es gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Schon im frühen Mittelalter siedelten sich hier Mönche an, später entstand auf der gegenüberliegenden Seite des Flüsschens Orbieu das heutige Dorf. Verwinkelte Gässchen, alte Häuser, die bis in das 14. und 15. Jahrhundert zurückreichen, auch eine Markthalle aus dem Mittelalter sind erhalten. Deutsch hört man hier gar nicht, Englisch kaum und so werden die Französischkenntnisse aus der Schule wieder ausgegraben. Freundlich nehmen die Franzosen dies zur Kenntnis und letztendlich kommen wir damit ganz gut durch. Der malerische Ort Lagrasse gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs.


Klösterliches Dufterlebnis

Fotos: Krizsanits

Von Lagrasse geht es nun weiter in Richtung Narbonne. Nicht über die Autobahn, sondern über die Landstraße, denn die Strecke hält noch einen Höhepunkt bereit: die Abbaye de Fontfroide. Ein altes Zisterzienserkloster, idyllisch in einem Tal gelegen, nahe einer kalten Quelle – Fontfroide. Hier lebten und arbeiteten Mönche und Laienbrüder. Hier weht der Geist der Gotik durch den Kreuzgang, die Kirche, die Schlafsäle. Zarter Duft steigt über eine Mauer. Beim Öffnen des Tores offenbart sich seine Quelle: ein Rosengarten mit 1.800 Rosen. Rosen in weiß, rosa, gelb, orange. Eingebettet in das Ensemble des Klosters aus Sandstein. Es fällt schwer, sich von dem Duft loszureißen, aber zurück auf der Landstraße zieht der Wein unseren Blick auf sich: Wein, Wein, Wein. Wohin das Auge reicht. Einzelne Stöcke in gelbem, sandigem Boden. Alle paar Kilometer lädt ein Chateau zur Degustation ein.

Gotenresidenz

Hauptsächlich Rotwein wird im Corbières angebaut – was aber nicht heißen muss, dass In vielen Weingärten wird der Wein noch in Stockkultur gezogen.

dieser hier primär getrunken wird. Denn die Franzosen lieben den Rosé. Ob zu einem ausgedehnten Mittagessen oder bei einem gemeinsamen Nachmittag am Strand. Ein Glas Rosé macht sich einfach gut, sobald die Temperaturen nach oben klettern und ist mit einem durchschnittlichen Preis von drei Euro für ein Viertel auch durchaus annehmbar. Apropos Strand: Wer Kultur, Wein und Stand verbinden möchte, für den bietet Narbonne einen idealen Ausgangspunkt. Einst war das ruhige Städtchen Residenz der westgotischen Könige, sollte später auch eine Kathedrale erhalten, doch kam es nie zu ihrer Fertigstellung. Haupt- und Querschiff fehlen, einzig der Chor wurde erbaut. Verwirrend wirkt er heute auf seinen Betrachter. 40 Meter hoch, aber nicht sehr groß.

Wie eine Filmkulisse thront die Cité de Carcassonne über der Stadt, umgeben von einer drei Kilometer langen Mauer mit 52 Türmen.

Sonne, Salz und blaues Meer

In rund 20 Minuten ist man vom Stadtzentrum am Meer. In dem alten Fischerdorf Gruissan tummeln sich Touristen und Einheimische, kosten Käse oder Oliven auf dem Markt, kaufen Würste, Fisch oder andere Delikatessen. Auch die berühmte Marseillaiser Seife gibt es hier. Handgemacht, in vielen erdenklichen Duftnoten. Und es gibt Salz. Salz aus der nahen Saline der Ile Saint Martin. Ein kleines Museum über den Salzabbau ist hier eingerichtet und natürlich auch ein Shop. In dem Buffet daneben gibt es fangfrischen Fisch – und den Blick auf die Salinen gleich dazu. Klar, dass da der obligatorische Rosé nicht fehlen darf! Den Badestrand haben wir hier nicht, dorthin mussten wir noch ein Stück fahren. Dafür wurden wir in den Cabanes de Fleury dann aber mit allem belohnt, was das Strandurlauber-Herz begehrt – inklusive der Erkenntnis, dass Sonnenschirm nicht „Parapluie“, sondern „Parasol“ heißt – schließlich war das Schulfranzösisch doch ein wenig eingerostet …

PANNOrama

37


Grenzerfahrungsweg

Entdecke dich Der Wander- und Entdeckungsweg in Bildein bietet „freiwilligen Grenzgängern“ eine großartige Möglichkeit, sich den Themen Grenze und der eigenen Grenzerfahrung zu nähern. Von Petra Brunner

„Soll ich, soll ich nicht? Was, wenn ich ins Wasser purzle? Schaut schon ein wenig wackelig aus ... Boah, ist das hoch! Lieber nicht ... Aber geh, was soll passieren. OK, ich trau mich!“ Es muss nicht, kann aber und wird wahrscheinlich so sein, dass sich der Besucher, der sich auf den grenzerfahrungsweg Bildein begibt, diese und ähnliche Fragen stellt – und so unweigerlich zum „Grenzgänger“ wird, da es durchwegs gilt, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Da ein viel zu hoher Grenzwachturm, dort ein viel zu tiefer Bunker aus dem II. Weltkrieg, um

38

den auch noch ein drohender Schützengraben angelegt wurde, hier die Schwimmende Brücke, bei der man durch das kalte Wasser muss – ohne Schuhe, versteht sich. Ist man geduldig und mutig genug oder ist man ganz verrückt danach und kann es vor Ungeduld nicht erwarten, all die Stationen zu erkunden: Immer wieder geht es um das Ausloten der persönlichen Grenzen.

Achtung Staatsgrenze

Der grenzerfahrungsweg, umgesetzt vom Künstler und Ausstellungsgestalter Andreas Lehner, hat seinen Ausgangspunkt auf dem Dorfplatz von Bildein und erstreckt sich über insgesamt fünf Kilometer, die durch und um den Ort herum führen. So findet bald jeder in das Labyrinth der Schneestöcke hinein – aber nicht immer auf Anhieb wieder hinaus. Weiter geht es über eindrucksvolle Plätze wie den

Fotos: ZVG, Krizsanits

G

renzen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln sehen, daneben Interessantes über die Geschichte von Bildein erfahren und einen mehr als idyllisch gelegenen Ort durchstreifen – Willkommen auf dem Weg der Grenzerfahrung!


Das Überwinden der Schwimmenden Brücke ist eine neue, ungewohnte Grenz-Erfahrung.

Abrocken unter dem Kirchturm: Das festival picture on bietet einen ungewöhnlichen Musikmix in einer einzigartigen Atmosphäre.

Meditationsplatz zur österreichisch-ungarischen Grenze, sogar der elektrische Schreckenszaun des „Eisernen Vorhangs“ darf angegriffen werden. Viele interessante Stationen später wird die Pinka überquert, Jung und Alt spazieren am gegenüberliegenden Flussufer weiter.

Des einen Freud, des anderen Leid

Apropos „Jung und Alt“ – überwinden Kinder eine „Hürde“ problemlos und angstfrei, ganz leicht und haben großen Spaß an der Sache, sieht man oft, dass Erwachsene ihre eigenen Grenzen eher durchschreiten und sich überwinden müssen – etwa die Schuhe wirklich auszuziehen und durch die Pinka zu waten oder über das wackelige Seilnetz zu klettern. Die erlebnisreichen Stationen greifen historische, kulturelle und landschaftliche Gegebenheiten auf und führen an schönen Rastplätzen sowie kreativ gestalteten Informationstafeln vorbei, durch das idyllische Pinkatal nahe der Grenze zu Ungarn.

Grenzenloses Grenzgebiet

Auch wenn sie gefallen ist, ist sie noch da. Sie ist es – die Grenze zu Ungarn, die den Ort Bildein jahrzehntelang prägte – und ihn stets offen für Neues machte. So galt es, Augen, Ohren und Sinne zu öffnen für eine andere Kultur, wenngleich sie nur wenige Kilometer entfernt lag. Es galt, seine eigenen Grenzen auszuloten,

abzuwiegen, was man davon halten sollte, so nah an der Grenze zu sein – einerseits mit dem Nachteil, mitten im Grenzgebiet, im so genannten „Niemandsland“ zu leben, andererseits diese Nähe zu nutzen, lockten doch niedrige Preise, günstig im Nachbarland einzukaufen, zu tanken oder zu essen. Themen wie Sicherheit, Vertrauen oder Angst waren Begleiter, auch wenn es oft tabu war, laut da­rüber nachzudenken. Und dennoch entstanden und hielten echte Freundschaften – heute wie damals! Eine Region, die lange Jahre ein und dasselbe Land gebildet hat, war und ist nicht einfach durch eine Grenze zu trennen.

Grenzenloses Festival

Viele Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wurde ein Festival ins Leben gerufen, das heute noch existiert – und das Bildein über die Grenzen hinaus bekannt machte: Das picture on festival. Ein grenzüberschreitender, zwei Tage dauernder Event mit Musikgruppen aus verschiedenen Ländern, aus Österreich und aus Ungarn, das jährlich Mitte August viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenbringt. Der grenzerfahrungsweg wird immer wieder mit einbezogen: Sei es durch die Lage des Campingplatzes in der Nähe des Weges, als Rahmenprogramm oder – wie es 2012 der Fall war – indem das Pinkaufer als Location für eine Lesung mit Volkstheater-Schauspielern genutzt wurde.

Informationen Kulturverein Grenzgänger Florianigasse 1, 7521 Bildein Tel. +43 (0) 3323/21999 www.bildein.at

PANNOrama

39


Trendsport

Schwebend durch das Südburgenland Eine Radtour durch das Südburgenland ist ein wunderbares Erlebnis, verlangt dem Radler durch die hügelige Landschaft aber auch einiges ab. Fein, dass es da jetzt Abhilfe gibt. Von Karl Kaltenegger

Fühl di wohl beim Lagler Genießen Sie das Südburgenland dort, wo der Apfel zu Hause ist!

zum Beispiel mit diesem tollen Angebot …

2 x Übernachtung im komfortablen Doppelzimmer Zur Begrüßung ein hochprozentiges Fruchtzwergerl am Kopfpolster pro Person 2 x reichhaltiges Südburgenland Frühstücksbuffet 2x Kaffee und Kuchen am Nachmittag (15:00 – 16:00 Uhr) 2 x 5-Gang-Schmankerlabendmenü mit Auswahlmöglichkeiten und Salatbuffet pro Person 1x Anti-Stress-Gesichtsbehandlung pro Person Täglich Grander- und Mineralwasser, Tee, frisches Obst, Knabbereien und Tageszeitungen zur freien Entnahme Benützung unserer Wellnessoase inkl. Saunen und Solarien zum Preis von Badekorb mit Badetüchern und Bademänteln Brennereiführung und Verkostung unserer Edelbrände pro Person

€ 198,–

(Preis inkl. aller Abgaben, exkl. Ortstaxe)

Brennerei- und Wellnesshotel Lagler **** · Hotelgasse 1, 7543 Kukmirn · Tel. 03328/32003 · info@lagler.cc · 

40

www.lagler.cc


Fotos: ZVG, MAXUM

E

s ist herrlich, wenn man irgendwo hi­nauf fahren will und ein Rad mit Elektromotor hat. Beispielsweise auf den Eisenberg an der Pinka. Normalerweise muss ich bei Bergfahrten immer wieder absteigen, intensiv durchatmen und dann ein Stück weiterfahren, oder schieben … Diesmal bin ich ziemlich locker und ohne Stehenbleiben durch die Weinberge bergaufwärts geradelt. Natürlich hat das Kraft gekostet. Jedoch hilft die Unterstützung des E-Motors auf sagenhafte Weise. In Wachter-Wieslers Ratschein in Deutsch Schützen habe ich mich mit Béla Jóska Nudeln und ein wenig vom Blaufränkischen gestärkt, bevor es weiterging.

Fruchtbare Symbiose

Die südburgenländische Landschaft ist lieblich, sanft hügelig. Ein ideales Gebiet für den Einsatz von E-Bikes. Das erkannte vor drei Jahren der Touristiker Ing. Martin Ochsenhofer aus Oberwart. Als passionierter Motorradfahrer war es ihm ein Anliegen, alles über diese modernen Geräte in Erfahrung zu bringen. Ganz ideal

ergab sich die Verbindung mit dem Verein „Südburgenland – Ein Stück vom Paradies ®“. Das sind mehr als 50 Genuss-Betriebe, die ihre köstlichen Erzeugnisse wie z.B. Kernöl von der Fritz Mühle in Rudersdorf, Bad Tatzmannsdorfer Spiegel-Pralinen, Stegersbacher Südobst, Lagler Brände, Wein und andere kulinarische Überraschungen selbst vermarkten.

Bike ist nicht gleich Bike

In vielen Bereichen setzen burgenländische Unternehmer moderne Impulse. Ein gelungenes Beispiel ist der Trend zum Aktiv-Urlaub wie etwa eben mit E-Bikes. Wobei gleich zu Beginn eine Unterscheidung zu treffen ist. E-Bikes sind Räder mit Elektromotor, bis 25 km/h schnell, bei denen man nicht treten muss. Bei einem Pedelec (Pedal Electric Cycle), muss man so wie bisher treten. Allerdings wird die Tretkraft bis 25 km/h durch einen Motor unterstützt. Sie sind mit ca. 23 Kilogramm etwa doppelt so schwer wie normale Fahrräder. Ein gutes Exemplar kostet bis 2.300 Euro. Von Billig-Angeboten ist abzuraten. Weiterlesen –>

Martin Ochsenhofer hatte die zündende Idee für die touristische Nutzung von E-Bikes im Südburgenland.

TOP-Angebot „Weinlese-Zeit“ • 3 Tage Miete Top Class Elektrofahrrad wahlweise ab/bis Verleihstation Oberwart oder ab/bis Koasa Schlössl • 2 Nächtigungen inkl. Buffetfrühstück im 4****- Koasa Schlössl direkt am Weinberg • Weinverkostung (5-7 Proben) inkl. Brot & Käsehäppchen in der Vinothek Vinum Ferreum • Genuss-Gutschein im Wert von € 5,--

E-Biken zur Weinlesezeit im Südburgenland

• 18 E-Bike Verleihstationen • 800 km Radwanderwegenetz • Paradiesische Genussbetriebe auf der Strecke • Täglicher E-Bike Verleih von April-Oktober • Geführte E-Bike Touren • Pauschal & Gruppenangebote

reis: Pauschalp . im DZ € 189,- p.P ) lag: € 24,(EZ-Zusch shotline: nd Buchung dburgenla radies Sü E-Bike Pa 79 4/386 89 + 43(0)66 .at rs u to e@fox oder offic

Weitere attraktive Angebote auf www.ebikeparadies.at

PANNOrama

41


INFORMATIONEN E-Bike Paradies Südburgenland Wienerstrasse 18 7551 Stegersbach Tel. + 43 (0) 664/3868979 www.ebikeparadies.at www.ebikesuedburgenland.at

Südburgenland – Ein Stück vom Paradies Wienerstrasse 18 7551 Stegersbach Tel. +43 (0) 664/1085888 www.ein-stueck-vom-paradies.at

Am besten bewährt haben sich Räder mit Mittelmotor und Hinterradantrieb. Dabei liegt der Schwerpunkt recht tief, was zu mehr Komfort beim Fahren führt. Speziell für die Mountainbiker wurde der BionX Nabenmotor im Hinterrad entwickelt. Den gibt es von Magna, allerdings wird er nicht bei uns, sondern in Kanada produziert. Ein guter Li-Ion Akku von Kalkhoff ist 3,5 Kilogramm schwer, kostet 600 Euro und hält ohne Memory Effekt etwa 1.000 Ladezyklen. Mit einer vollen Ladung kann man an die 100 Kilometer fahren, wobei es beim Fahren drei Leistungsstufen zum Zuschalten gibt. Eine Voll-Ladung dauert fünf Stunden und kostet 7 Cent. Eine Stunde laden bringt Unterstützung für etwa 20 Kilometer.

Bestens geleitet

Radeln im Süd Burgenland ist ein Hit. 750 km beschilderte Radwege bestehen in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf. 140 Pedelecs bei 18 Verleihstationen stehen bewegungshungrigen Freizeitsportlern zur Verfügung. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Radrouten. Ein Klassiker ist der Radweg durch die wunderbare Flusslandschaft des Naturschutzgebiets im Lafnitztal. Genauso empfehlenswert ist der grenzüberschreitende Radwanderweg Weinidylle von Rechnitz über Deutsch Schützen bis

Heiligenbrunn, mit der Möglichkeit eines Abstechers nach Nárai, Ják und Szentpéterfa. Erwähnenswert ist auch der Lebenswartweg um Oberwart, wobei hier bei verschiedenen Statio­ nen auf die Geschichten von steinernen Bäumen, lebendigen Flüssen oder sprechenden Häusern in den Sprachen Deutsch, Ungarisch, Kroatisch und Roman eingegangen wird.

Viele Vorteile

Ein Pedelec auszuborgen kostet 22 Euro pro Tag, dafür bekommt man auch einen ParadiesKompass mit Konsumations-Gutschein von fünf Euro, den man in einem der Paradies Genuss-Adressen einlösen kann. Beispielsweise in Aloisias Mehlspeiskuchl und Kaffestub’n in Badersdorf am Fuß des Csaterbergs. Auch die Einwegmiete eines Bikes ist möglich: Zurückgeholt wird man bequem mit einem Kleinbus und Radanhänger. Auch werden viele buchbare Pakete mit Übernachtung angeboten wie zum Beispiel: Lafnitztal & Weinidylle – das speziell zur Weinlesezeit gern gebucht wird oder „Bierig & G’schmackig“ uvm. Abschließend sei noch das größte Plus eines Pedelecs erwähnt: Paare und Gruppen unterschiedlichen Alters und Leistungsfähigkeit können so gemeinsam durch die südburgenländische Landschaft flitzen. Und Bewegung tut uns allen gut.

Wein ist ein Gedicht, das der Winzer mit den Trauben schreibt. So möchte ich als junger Winzer meine Philosophie des Weinbaues beschreiben. Begleiten Sie uns auf den Weg der Weinpoesie und „lesen“ Sie mit uns Jahr für Jahr aus einem neuen Glas die Geschichten der südlichst gelegenen Weinberge des Burgenlandes! Sanfte Hügellandschaften vulkanischen Ursprungs und mediterranes Klima sind die Grundlage für unsere Weine – fruchtig saftige Weiße, komplexe feinwürzige Rote und Uhudler in verschiedenen Kreationen. Veranstaltungen 17. November 2012...... Ganserlweinverkostung mit kaltem Buffet 2. – 3. Februar 2013.... Sautanz mit Produkten aus der hauseigenen Schweinerei Unterkünfte: www.sonnengartl.at, www.ein-stueck-vom-paradies.at

42

Was vor rund 15 Jahren auf den Spuren der Vorfahren begann, wurde 2009 nach einem Kellerbau moderner Art zur Berufung. Auf einer kleinen Anhöhe errichtet, bietet dieser für 60 Personen Platz, der ganzjährig für Veranstaltungen, Verkostungen und Feiern jeglicher Art genutzt wird, wobei man einen herrlichen Panoramablick in die sanften Hügellandschaften genießen kann. Wir freuen uns jetzt schon, Sie lukullisch-poetisch mit unseren Weinen verwöhnen zu dürfen! Martin Zieger

Mitte Mai 2013........ Tag der offenen Kellertür mit Buschenschank Ende Juli 2013........ Hoffest mit Spanferkelgrillen

Martin Zieger Weinbau- & Kellermeister

8385 Neuhaus/Klausenbach Altenhof 14 +43(0)664 780 35 38 wein@weinziegartig.at www.weinziegartig.at


Pannorama 3/2012  
Pannorama 3/2012  

PANNOrama ist DAS Hochglanzmagazin für den pannonischen Raum. Das Magazin präsentiert pannonisches Lebensgefühl und bietet Inhalte für Jugen...

Advertisement