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Schweizer Magazin für Ergonomie am Arbeitsplatz und zu Hause

r a l p m e x E G ra ti s - n e h m e n

Ausgabe 2011/2012

z u m Mit

...setzt sich durch Promitalk mit dem Berner Modi Monika Erb Report HÅG – Leben ist Bewegung

Medizin & Rücken

Trends & Wissen

Vom Klemmen in der Schulter

Sanftes Karate –ja das gibts


Der Wohlfühlschreibtisch mit stufenloser Höhenverstellung Produkt: Sitz-Steh-Tisch Typ B Werkstoffe: Holz, Weissaluminium Ausführungen: Kunstharz, Decor, Vollkern, Echtholzfurniere Höhe: stufenlos verstellbar von 63 bis 128 cm Referenzen: Die Schweizerische Post, Radio DRS, Schweizer Fernsehen, Stadt Zürich, siehe auch denz.ch

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New Designcenter Nänikon, T +41 (0)44 905 55 55


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Inhaltsverzeichnis

5 Editorial 6 Report Kind, sitz gerade!

9 Promitalk

Monika Erb – Model, Moderatorin, Berner Modi

13 Glosse

Das präsidiale Sitzmöbel

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14 Medizin & Rücken

Medizin & Rücken

18 Report

Weshalb und wie wirkt eigentlich Chiropraktik?

Schmerzen des unteren Rückens gabrielamaria – humorkünstlerin

20 Medizin & Rücken

Weshalb und wie wirkt eigentlich Chiropraktik?

23 Report

Lendenwirbel-Entlastung

25 Richtig sitzen

Richtig sitzen Der Ratgeber für richtiges Sitzen

52 Report

Gibt es eine beste Sitzhaltung?

57 Report

Eine Firma erfindet das Sitzen neu

0 Trends & Wissen 6 Sanftes Karate – ja, das gibts... 62 Lifestyle

Sofort Wohlbefinden, sofort Energie

64 Medizin & Rücken Vom Klemmen in der Schulter

67 Lifestyle

60 Trends & Wissen Sanftes Karate – ja, das gibts...

Schuhtrend für Geniesser

69 Wettbewerb

70 Das ABC der Therapien

IMPRESSUM – gesundsitzen • CH-Magazin für Ergonomie am Arbeitsplatz und zu Hause • Erscheint 1x jährlich • Ausgabe 8 • Auflage 150 000 Exemplare • Erscheinung: Sommer 2011 • Herausgeber/Anzeigenverkauf: Arbeitsgemeinschaft Gesundes Sitzen (AGeS), Kurt Schneider (Ergonomische Beratungen), Postfach 252, CH-3612 Steffisburg, Mobile 079 651 67 61 • kurt.schneider@anatom.ch • Mitarbeiter Redaktion: Kurt Schneider, Steffisburg / Kurt Mürset, Basel / René Buri, Bern / Miriam Lenz, Bern / Urs Geiger, Basel • Grafische Gestaltung: Schnittstelle PrePress Service AG, Bern • Druck: Stämpfli Publikationen AG, Bern • Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung

Attraktive Preise gewinnen! Therapieformen kurz erklärt

Gewinner des Leserwettbewerbs –10/11 1 Silya Standard – Margrit Cofalka, Thun 1 Silya Aktiv Rundsitz – Fritz & Ruth Spichiger, Erlach 1 Paar Joya-Schuhe – Karin Ollmann, Basel 1 ergonomisches Anatom Hilfsmittel (Gutschein im Gegenwert)– Ashish Juneja, Glattbrugg

Inhalt

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Der Ratgeber für richtiges Sitzen

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Schweizer Bestleistungen... Viktor Röthlin – der Schweizer EM-Marathonsieger 2010 von Barcelona – setzt auf «accento», den Schweizer Stuhl

Publireportage

Ergonomie, Ästhetik und Komfort in einem «accento» ist der «Marathonläufer» unter den Stühlen. Bernhard Heim hat ihn für den höchsten Sitzkomfort entwickelt. Als Möbel-Designer hat er ihn perfekt ergonomisch geformt und mit einer einzigartig beweglichen Rückenlehne versehen – ideal für das entspannte Sitzen am Tisch. Das solide einheimische Holz harmoniert mit dem Metall in ästhetisch schlichtem Design. «accento ist der unbestrittene Schweizermeister fürs Sitzen» sagt Viktor Röthlin, der diplomierte Physiotherapeut und Marathonläufer.

• «accento» gibt es in verschiedenen Hölzern, auch gepolstert, mit Armlehnen, als Barhocker und als Hocker ohne Lehnen.

Sitzen auch Sie auf «accento» – bei Ihnen zu Hause! Bestellen Sie jetzt «accento» zum Probesitzen nach Hause! Auf der Website oekotrend-accento.ch können Sie bequem einen Probestuhl anfordern.

«accento» in Kürze • Die accento-Rückenlehne passt sich stufenlos der Rückenposition an. • Das accento-Design ist topp ergonomisch und verbindet Natur und Technik zu einem ästhetischen Ganzen.

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Die besten Schweizer!

«accento» – der Schweizer Stuhl «‹accento› ist der ‹Marathonläufer› fürs bequeme Sitzen», sagt Viktor Röthlin – EM-Marathonsieger 2010 und «accento»-Markenbotschafter. öko trend gmbh | Schreinerei Bernhard Heim | Sempach Station | oekotrend-accento.ch

öko trend gmbh Schreinerei Bernhard Heim Industriestr. 16, 6203 Sempach Station Tel. 041 467 20 70 info@oekotrend-accento.ch oekotrend-accento.ch


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Liebe Leserinnen Liebe Leser

Abseits vom Mainstream – das gilt für die von uns porträtierte Humorkünstlerin Gabrielamaria genau so, wie die Idee vom sanften Karate. Aussergewöhnliche Menschen und aussergewöhnliche Ideen würden nie so herausragen, wären da nicht die ganz alltäglichen Themen: die Rückenschmerzen zum Beispiel, wie sie der Beitrag von Physioswiss auf Seite 14 beschreibt. Oder die Lendenwirbel-Entlastung. Ein Thema, das wir auf Grund zahlreicher Reaktionen und Anfragen gerne noch einmal vertiefen. Schliesslich gehört es zu unseren Aufgaben, unseren Lesern Lösungen anzubieten. Deshalb finden Sie in der Mitte dieses Magazins den Sitzratgeber für ergonomische Sitzsysteme und wir machen Sie auf Hersteller aufmerksam, die sich der Ergonomie mit Haut und Haaren verschrieben haben, wie die von uns vorgestellten Firmen HÅG und swopper, oder der Test im Schuhtrend für Geniesser auf Seite 67.

Wer schon einmal mit den Schultern Probleme hatte, weiss, wie mühselig und langwierig sich das hinziehen kann. Im Beitrag von Dr. Hansjörg Straumann, Chiropraktiker an der Holbeinpraxis in Basel, versuchen wir, einen kleinen Teil von vielen möglichen Komplikationen aufzuzeigen. Es ist selbstredend, dass Sie sich bei Problemen an alle in der Schweiz tätigen Chiropraktiker wenden können; Sie brauchen nicht extra nach Basel zu reisen. gesundsitzen, das unverkennbare Unikat auf dem Markt der Fachmagazine, wäre nicht vollständig ohne den attraktiven Wettbewerb auf der zweitletzten Seite. Füllen Sie ihn aus und gewinnen Sie mit etwas Glück bei der Verlosung den besten, in der Schweiz entwickelten und hergestellten, tausendfach verkauften und gs-geprüften, ergonomischen Bürostuhl Silya (gs = geprüfte Sicherheit).

Editorial

Wer es auf das Titelbild eines Magazins schafft, ist normalerweise ein prominenter Zeitgenosse. Unser diesjähriges Cover ziert eine Person, die zwar nicht ganz so bekannt ist, aber desto Trotz nicht weniger interessant. Überhaupt können Sie in unserem Magazin viel Neues entdecken. Dabei geht es uns immer auch darum, jemanden zu Wort kommen zu lassen, der etwas abseits vom sogenannten Mainstream schwimmt. Der Beitrag über Phiten auf Seite 62 ist ein gutes Beispiel dafür. Lesen Sie selbst und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.

5 Mit diesen Wünschen und noch viel mehr grüsst Sie herzlich

Kurt Schneider Arbeitsgemeinschaft Gesundes Sitzen (AGeS)


Kind, sitz gerade!

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Nichts gegen die wiederholte Ermahnung. Sie ist of nötig und zeigt, dass Eltern aufmerksam sind. Aber wirklich sinnvoll wird sie erst, wenn den Kindern auch das richtige Mobiliar zur Verfügung steht. Aber beginnen wir am Anfang: Menschen – und Menschenkinder ganz besonders – sind nicht zum Sitzen geboren. Wenn es schon für Erwachsenen wenig erstrebenswert ist, einen langen Bürotag sitzend zu verbringen, dann ist es für Kinder im Wachstum erst recht Gift, nicht nur in der Schule, sondern auch noch zu Hause vor dem Computer oder am Arbeitstisch weiter passiv zu sitzen. Wenn also Statistiken zeigen, dass schon 8- bis 10-Jährige bis zu acht Stunden am Tag sitzend verbringen, verwundert es nicht, wenn man bei den Jugendlichen dann 20 bis 30 Prozent zählt, die sich eine schlechte Körperhaltung angewöhnt haben und nun mit den ersten Rückenproblemen kämpfen. Um dem entgegenzuwirken, braucht es

neben den Ermahnungen erst mal das richtige Mobiliar. Tisch und Stuhl für die Schularbeiten zu Hause, aber auch für Spiele und Computer, sollten aufeinander abgestimmt sein. Beide sollten in der Höhe verstellbar sein. Die Höhe des Stuhls stimmt dann, wenn die Oberschenkel beim Sitzen waagrecht sind oder etwas nach vorne abfallen. Der Winkel beim Knie sollte etwas mehr als 90 Grad betragen und

Bis zu 8 Stunden verbringen Teenager sitzend – gute Haltung beim Sitzen und ergonomisch abgestimmtes Mobilar schützt Kinder vor späteren Rückenproblemen.

Text: Kurt Mürset; Bilder: zvg

beide Füsse müssen vollständig den Boden berühren. Optimal ist ein Stuhl, der das «Sitzen in Bewegung» erlaubt. Dabei muss die Rückenlehne beweglich sein, d.h. die Bewegungen des Rückens mitmachen, und sie muss den unteren Teil des Rückens stützen. Bildet man jetzt bei locker hängenden Schultern mit Ober- und Unterarmen einen 90-Grad-Winkel, kommt der Ellen-

Bild: HÅG

Trens & Wissen

Wer den Spruch noch aus seiner eigenen Kinderzeit kennt, weiss, wie wenig damit anzufangen war. «Sitz grade» – dabei war das alles andere als einfach!


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Weitersagen: • Ermahnungen sind wichtig, aber das Mobiliar muss passen. • Stuhl und Tisch müssen aufein­ ander abgestimmt sein. • Kinder wachsen. Deshalb muss das Mobiliar höhenverstellbar sein. • Eine bewegliche Rückenlehne hilft dem Kind «dynamisch zu sitzen». • Gute Haltung beim Sitzen schützt Kinder vor späteren Rückenproblemen.

bogen auf die Höhe der Tischkante – so sitzt man richtig. Kinder wachsen. Deshalb muss die Tischhöhe immer wieder mal überprüft werden.

Gutes Mobiliar hat seinen Preis. Es muss ja nicht gleich die Design-Variante sein, die der Kinderstar in der TV-Serie sein eigen nennt. Aber hier zu sparen, wäre der falsche Ort. Rechnen Sie mit bis zu 1000 Franken für Tisch und Stuhl. Mit etwas Geschick kann man die Tischhöhe auch schon mal mit Keilen oder Klötzen verändern. Hingegen kostet es nur etwas Überlegung, um den Arbeitsplatz am richtigen Ort im Kinderzimmer einzurichten. Hier gilt: kein Tageslicht von hinten, keines von vorn, sondern seitlicher Lichteinfall. Denken Sie auch an eine sinnvolle Beleuchtung. Und wenn Ihr Kind häufig an einem Laptop sitzt, dann sind separate Tastatur und Maus kein Luxus, sondern hilfreich, um ein gute Haltung auch im Sitzen zu ermöglichen.

Trens & Wissen

Der Tisch sollte auch genügend gross sein, damit er als Arbeitsfläche zweckdienlich ist. Idealerweise hat die Arbeitsfläche eine Neigung von 8 bis 16 Grad. Das macht Lesen, Schreiben und Zeichnen angenehmer.

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Verführerisch gesunde Nachtruhe

DUXIANA erfüllt den Traum vom perfekten Bett Giovanni Giacomo Casanova hat es auf den Punkt gebracht: «Wer schläft sündigt nicht. – Wer vorher sündigt, schläft besser.» Den Anfang jener geflügelten Worte, des berühmt berüchtigten Schriftstellers, Abenteurers und Libertins des 18. Jahrhunderts, könnte man ohne weiteres stehen lassen. Was der romantische venezianische Weltenbummler, der bis heute als Sinnbild des Verführers gilt, möglicherweise für nebensächlich hielt, ist die Qualität des Schlafs, insbesondere der Schlafunter­ lage. Die Schlafforschung, als Wissenschaft ein noch relativ junges Teilgebiet der Medizin, hat es ans Licht gebracht: Schlaf ist ein hoch komplexer Vorgang, und alles andere als eine rein passive Tätigkeit. Tiefschlaf-, Traumschlaf-, und Leichtschlafphasen wechseln sich ab und haben bedeutende Funktionen. Unsere geistige und körperliche Fitness ist in hohem Masse von der Qualität unserer Regenerationsphasen abhängig.

Schlafen ist nicht nur gesund, schlafen ist lebenswichtig. Gut ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch schlafend. Manch einer geht gern zeitig ins Bett, ein anderer immer spät; es gibt Langschläfer, Frühaufsteher und solche, die generell erst mittags auf Touren kommen. Ganz gleich wie die persönlichen Schlafgewohnheiten auch sein mögen – Schlaf ist nicht gleich Schlaf und wer sich langfristig gesunde Nachtruhe wünscht, braucht vor allem eines: Ein gutes Bett! Höchste Ansprüche in Sachen Design, Qualität und Gesundheitsprävention erfüllt ein Schlafsystem, das seit über 80 Jahren in Schweden hergestellt wird: Das DUX-Bett. Aus hochwertigen Naturmaterialien mit einem einzigartigen Durchlüftungsprinzip und bis zu 2500 Stützpunkten, ein Bett, das weltweit seinesgleichen sucht. Seit drei Generationen beschäftigt sich das Familienunternehmen DUXIANA damit, die Erkenntnisse der Schlafforschung mit Luxus und Komfort zu vereinen. Konsequent kör-

pergerecht passt sich das DUX-Bett jedem Körper in jeder Lage optimal an, stützt und entlastet dort wo es notwendig ist. Nur so kann man Rückenproblemen wirksam vorbeugen. Nur so können sich die Muskeln vollständig entspannen. Und genau so lassen sich aus einer Nacht 10% mehr Tiefschlaf herausholen. Wer Lust auf ein neu gestaltetes Schlafzimmer hat, kann sich von den nahezu unbegrenzten individuellen Dekorationsmöglichkeiten inspirieren lassen, wem sein vorhandenes Bettgestell ans Herz gewachsen ist, der lässt das neue DUXBett einfach anpassen. Wer sich noch nicht sicher ist, kann sich in jedem DUXGeschäft unverbindlich beraten lassen und die verschiedenen Modelle ausprobieren. Casanova wäre begeistert – und eine Variation seines Bonmots könnte lauten: «Wer schläft sündigt nicht – wer ein DUX Bett hat, schläft besser» (... egal was vorher war...)


Promitalk

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Model, Moderatorin, Berner Modi Ein Treffen mit Monika Erb Sie gehört nicht zu jener Sorte Models, die auf jeder Plakatsäule und in jeder Modezeitschrift zu sehen sind. Trotzdem – und das ist beachtlich – ist die Bernerin seit zehn Jahren erfolgreich im Geschäft. Und feilt ganz nebenbei an ihrer beruflichen Zukunft als Moderatorin und Eventmanagerin. Wir haben Monika Erb in ihrem Lieblingscafé in der Berner Altstadt getroffen. Interview/Text: Miriam Lenz; Fotos: Lea Moser


Promitalk

Genau wie Monika Erb – so schiesst es einem beim ersten Zusammentreffen durch den Kopf – sieht ein gesunder Mensch aus. Das Berner Model hat einen strahlenden Teint, ihr blondes Haar ist lang, gepflegt und glänzend, ihr Körper modelmässig schlank aber keinesfalls dürr. Und dass die 31-Jährige in sportlichen Turnschuhen anstatt in High Heels zum Shooting in der Berner Brasserie Capitol erscheint, bekräftigt den Eindruck, dass Erb grossen Wert auf ihr Wohlbefinden legt. Entsprechend dem ersten optischen Eindruck ist auch ihre Art erfrischend natürlich. Monika Erb ist, was man sich unter einem waschechten «Berner Modi» vorstellt: Eine aufgestellte, bodenständige und aufrichtige Persönlichkeit.

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Zehn Jahre ist es her, seit sich Monika Erb zur Miss-Schweiz-Wahl angemeldet hatte – und Vierte wurde. Grund genug für die damalige Arztgehilfin, ihren Praxis­ job an den Nagel zu hängen und voll und ganz auf die Modelkarte zu setzen. Kaum 20-jährig hatte sie keine Ahnung, was sie erwarten würde. Rückblickend gibt Monika Erb zu: «Ich hatte Angst und die ersten beiden Jahre waren auch tatsächlich sehr hart». Sie habe kaum Geld verdient und musste «ziemlich unten durch.» Doch mit der Zeit hat der eiserne Durchhaltewille der Bernerin Früchte getragen – Monika Erb durfte als Model die Welt bereisen. Sie stand in Italien und Südafrika vor der Kamera, lief in Paris über den Laufsteg und lernte im Rahmen eines Auftrags die Hollywoodgrössen Michael Douglas und Antonio Banderas kennen. Im besten Wissen, dass sie auf Grund ihrer weiblichen Kurven nicht für ein internationales Laufstegdasein à la Julia Saner geschaffen ist, hat sich Monika Erb im nationalen und internationalen Mode- und Schönheitszirkus eine eigene Nische erobert. «Ich werbe vorwiegend für Beauty-Artikel und Schmuck», so

Erb. «Ich werde aber auch für Modeshootings und Modeschauen gebucht.» Letzteres sei im Ausland eher schwierig, da dort oftmals ganz dünne Models gefragt sind. «In der Schweiz dagegen sind Frauen wie ich, die nicht übermässig mager sind, durchaus gesucht.» Von strengen Körperkriterien und dem Klischee des gefährlichen, zerstörerischen Modelbusiness hat sich Monika Erb nie beirren lassen. Die Bernerin ist stets ihren Weg gegangen und hat auf ihre gesunde Selbsteinschätzung ver-

Monika Erb wurde am 13. Mai 1980 geboren und wuchs in Därligen (bei Interlaken) auf. Seit rund zehn Jahren lebt sie in der Stadt Bern und arbeitet hauptsächlich als Model, neuerdings aber auch als freiberufliche Moderatorin und Eventorganisatorin. In ihrer Freizeit treibt sie am liebsten Sport oder trifft sich mit Freunden. www.monikaerb.ch

traut. «Trotzdem hat mich das Modeln verändert», sagt Monika Erb. Und meint ganz klar «im positiven Sinne». Die vielen Eindrücke, die sie von ihren Reisen mitgenommen habe, die erlangte Selbstständigkeit, die angenehmen wie auch die unangenehmen Erfahrungen als Botschafterin für Glamour und Schönheit – das alles habe sie erwachsener gemacht. Dass sie trotz allem Erfolg bodenständig geblieben sei, habe sie ihrem langjährigen Freund (und mittlerweile Ehemann) Toni zu verdanken. «Er hat mir stets vertraut und mir den erforderlichen Freiraum gelassen», sagt sie. «Ich weiss nicht, wie viele Partner einen Job wie meinen über so viele Jahre ertragen können.» Toni habe immer daran geglaubt, dass irgendeinmal ruhigere Zeiten einkehren würden. Neben der Unterstützung von ihm und aus dem Freundeskreis haben aber auch Mutter und Vater Erb für Stabilität und Rückhalt gesorgt. Monika Erb ist ihnen dankbar: «Sie haben geschaut, dass ich mit beiden Beinen auf dem Boden bleibe.» Ihr Elternhaus im Berner Oberland ist es


denn auch, in das sich Monika Erb zurückzieht, um Energie zu tanken. «Faulenzen tut mir immer gut – besonders in einer Umgebung, die einem lieb und vertraut ist», sagt sie. Der stressige Modeljob, die vielen Reisen hätten in der Vergangenheit nicht selten dazu geführt, dass sie überlastet war und in sich zusammen fiel. «Deshalb sind mir in solchen Momenten Energie- und Kraftquel-

len sehr wichtig», sagt die Frau, die zwar ihren ursprünglichen Praxisjob, nicht aber ihren Sinn für Gesundheit und Körperbewusstsein hinter sich gelassen hat. Ob bei ihren Eltern oder in ihrem Berner Daheim: Monika Erb differenziert ganz klar zwischen Beruf und Privatleben. «Wenn ich nach Hause komme, lege ich

mein Modeldasein ab, trage Turnschuhe und gehe auch mal ohne Schminke aus dem Haus», sagt sie. «Dann will ich mich sein – und darf es auch.» Sich selber zu sein, bedeutet für Monika Erb aber nicht nur ungeschminktes Relaxen mit ihrem Mann, ihren Freunden, in einer Stadt, die sie so liebt. Die Bernerin hat während ihrer Laufbahn als Model auch viele andere Leidenschaften und Wünsche entdeckt, die sie in ihrer modelfreien Zeit pflegt und weiterentwickelt. Gerade im beruflichen Sinne machte sich Monika Erb schon früh bewusst, dass der Modeltraum nicht ewig währen würde und dass eine Rückkehr in die Arztpraxis nicht mehr in Frage kommt. So nutzt Monika Erb ihren guten Draht zu namhaften Kunden im Lifestyle-Bereich, ihr Netzwerk zu bekannten Persönlichkeiten und natürlich ihren eigenen Namen, um sich in Zukunft auch als Eventorganisatorin und Moderatorin zu etablieren. «Die Eventorganisation ist eine wunderschöne Sache, die mir sehr viel Freude bereitet», sagt sie. Ihren Fokus richtet sie im Moment aber sehr stark auf das Moderieren. Und auch in diesem Gebiet kennt sie ihre Qualitäten. «Die Moderation von politischen Sendungen überlasse ich gerne anderen», sagt sie. «Die Bereiche Lifestyle und Werbung liegen mir viel mehr.» Vor allem bei Modeshows sei ihr Modelhintergrund natürlich optimal. Monika Erb nennt sich selber einen «kreativen Kopf». Ebenso gerne wie sie zu Hause pinselt und bastelt, malt sie sich eine bunte, vielseitige Zukunft aus. «Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mich mein Leben noch in ganz andere Berufsrichtungen führen wird.» Ausserdem träume sie von einer Familie. «Schön wäre, wenn ich Kinder haben und trotzdem immer mit einem Bein im Berufsleben stehen könnte.»

Promitalk

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Publireportage

Fibre –

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bringt Abwechslung in den Arbeitsalltag

Mit Fibre wird Stilo dem Wunsch vieler Kunden nach einem anpassungsfähigen Tischsystem gerecht, welches eine individuelle Arbeitsweise und eine gesunde Körperhaltung erlaubt. Fibre bietet drei verschiedene Fusstypen, die sich mit wenigen Handgriffen austauschen lassen. Ob klassischer 4-Fuss-Tisch oder mit elegantem Kufenfuss, die simple Adaption an die Tischplatte und die werkzeuglose Höhenverstellung sorgen für eine einfache Handhabung im Arbeitsalltag. Durch zusätzliche Erweiterungs- und Organisationsmöglichkeiten kann der Arbeitsplatz ganz an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Bei der

Montage des T-Fusses wird sogar das Arbeiten im Stehen möglich. Der in die Tischsäule integrierte Elektromotor sorgt für eine rasche, stufenlose und genau anpassbare Höhenverstellung von 680 bis 1260 mm. So lässt sich Fibre bequem vom klassischen Schreibtisch in ein Stehpult verwandeln und passt sich damit jeder Körpergrösse an. Eine entspannte Körperhaltung ist Voraussetzung für das eigene Wohlbefinden und fördert Gesundheit und Produktivität. Gleichzeitig bringt das Tischsystem Abwechslung, Flexibilität und Bewegung in den Büroalltag. In Zusammenarbeit mit dem Designbüro B4K ist ein multifunktionelles Tischsys-

tem entstanden, dessen schlichte Formensprache Stilos Anspruch an zeit-­ loses Büromöbeldesign widerspiegelt. Stilo legt Wert auf hochwertige Materia­ lien und eine umweltschonende Verarbeitung. Die pulverbeschichteten Tischfüsse sind aus Stahl gefertigt, was eine hohe Standfestigkeit und Belastbarkeit garantiert. Mit Fibre schafft Stilo neuen Bewegungsfreiraum und fördert individuelles Arbeiten: Weniger statische Einschränkungen, dafür mehr dynamischer Freiraum.

Stilo ist ein führendes Schweizer Unternehmen in der Büromöbelherstellung mit Sitz in Bühler im Appenzellerland. Die Kernkompetenzen von Stilo liegen in der Entwicklung und der Vermarktung hochwertiger Büromöbel und im eigenständigen, unverwechselbaren Design der Produkte. Stilo hat mit jahrzehntelanger Erfahrung ihren Ruf als Hersteller hochwertiger, ergonomisch angepasster und ökologisch einwandfreier Büromöbel mit innovativem, zeitlosem Design gefestigt.

Fibre

Ergonomie mit Stil Stilo AG Büromöbel, 9055 Bühler, Switzerland, www.stilo.ch


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Das präsidiale Sitzmöbel Gleich zu Beginn ein kleines Rätsel: Könige werden gerne auf ihren Thronen dargestellt, Generäle auf Pferden, Denker auf Steinen. Den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy müsste man demnach worauf setzen?

umstehen. Sicher zur Freude der Kinder, denn für die Erwachsenen war das TrendMöbel auf längere Frist mehr VorzeigeObjekt als wirkliches Sitzvergnügen. Immerhin – der Kennedy-Stuhl wurde zum Begriff. Die Grossen dieser Welt und ihre Sitzgelegenheiten. Damit liesse sich ein recht voluminöses Fotobuch füllen. Denken Sie bloss an Mao Tse Tung. Immer in einem riesigen geblümten Fauteuil sitzend. Links Teetasse, rechts Spucknapf. Und je älter er wurde, desto grösser schien der Sessel zu werden. Oder jener afrikanische Diktator, der sich napoleonmässig zum Kaiser ernannte. Sein goldener Sessel, komplett mit Adler über der Rückenlehne, wurde immer wieder abgebildet. Der war so imposant, dass es wieder lustig wurde. Ich würde in einem solchen Buch auch dem Pfauenthron des Schah von Persien eine Doppelseite widmen, genauso wie der Sänfte, in der die Päpste in den Petersdom geschaukelt werden. Einen Gedanken werde ich beim Betrachten dieser Bilder einfach nicht los. Wie steht oder stand es eigentlich um die Rücken, die Wirbelsäulen, die Muskulatur, die das alles zusammenhält, bei diesen Grossen und Mächtigen? Das wäre bei jedem dieser Bilder wohl zumindest eine Fussnote wert. Denn auch meine bescheidenen Kenntnisse von Ergonomie gekoppelt mit meinem nicht weniger rudimentären Wissen

um Anatomisches, sagt mir doch deutlich, dass all diese Sitzgelegenheiten weder wirklich bequem, noch besonders zweckmässig oder sogar gesundheitsfördernd aussehen. Nun ist ja der Gesundheitszustand eines Politikers oder Monarchen meist ein Staatsgeheimnis. Politische Macht lässt sich halt nicht so gut mit körperlicher Schwäche in Einklang bringen. Andererseits gibt ein Geheimnis Anlass zu allerhand Spekulationen und Gerüchten, was dann der politischen Gesundheit auch nicht so zuträglich ist. Aber kommen wir nochmals auf John F. Kennedy zurück. Sein Rückenleiden war bekannt und dokumentiert. Schliesslich stammte es aus seiner Zeit als Soldat und war somit nichts Schwaches, sondern ehrenvoll. Und so denke ich mir, dass er wohl ein sehr tapferer Mann war. Ich würde mich jedenfalls mit einem kaputten Rücken kaum für längere Zeit in seinen Schaukelstuhl setzen wollen. Aber ich bin ja auch kein Präsident.

Glosse

Es ist nun schon eine Weile her, dass John F. Kennedy Präsident der Vereinigten Staaten war, aber die Bilder sind noch immer präsent: der jugendliche Präsident, der Familienvater, der charismatischer Redner – all das wurde denn auch bei der Wahl von Barak Obama gerne zitiert und der jetzige am früheren Präsidenten gemessen. – Bei all dem vermisste ich da ein Bild, das sich bei mir ganz besonders eingeprägt hatte. Ich meine weder den ernsten Gesichtsausdruck bei der Kuba-Krise, noch die Bilder von der letzten Autofahrt durch Dallas. Das alles kennt man. Live von damals oder aus vielen Filmen, Dokumentarfilmen und Hollywoodproduktionen gleichermassen. Nein, was mir fehlte war – sein Schaukelstuhl. Jetzt, da Sie das lesen, erinnern Sie sich sicher auch wieder. Dieses dunkel lackierte Sitzmöbel auf Kufen, die gedrechselten Streben, der Präsident, der sich drin nachdenklich schaukelte in seinem Büro im Weissen Haus. Der Schaukelstuhl des John F. Kennedy – das war damals zumindest in Europa eine Sensation. Schaukelstühle dieser Art waren hier zu Lande eher Opa-Stühle. Bei Wilhelm Busch etwa sieht man Meister Lempel im Schaukelstuhl sitzen, ein Pfeifchen schmauchend, die Zipfelmütze auf dem Kopf. Aber ein junger Präsident mit so einer attraktiven Frau und diesen reizenden Kindern – im Schaukelstuhl? Das war ja wohl ein Widerspruch. Wenn es denn einer war, dann wurde er schnell aufgehoben. Kennedy-Schaukelstühle wurden von grossen Möbelhäusern angeboten und man sah sie schon bald in vielen Wohnzimmern her-

Von Kurt Mürset, Basel

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Schmerzen des unteren Rückens

Medizin & Rücken

Ursachen und Gegenmassnahmen Leider sind Rückenschmerzen noch immer ein «Dauerbrenner». Unser Wissen über die Ursachen wird aber stets grösser, deshalb können die möglichen Gegenmassnahmen immer spezifischer und damit erfolgreicher eingesetzt werden. Text: Urs Geiger, physioswiss GYM medico, Basel; Bilder: zvg Für physioswiss, Komm. Prävention, Ergonomie und Gesundheitsförderung

14 Zuerst eine gute Nachricht! Spezifische Rückenschmerzen mit ernsthaften Pathologien wie Nervenwurzelkompressionen, Frakturen oder Wirbelsäulentumore sind mit 5 bis 10 Prozent aller Betroffenen mit Schmerzen im unteren Rücken verhältnismässig selten. Um aber diese möglichen Befunde nicht zu übersehen, müssen Rückenschmerzen ernst genommen werden. Wenn ein akuter Rückenschmerz nach einer Woche nicht abgeklungen ist, dann sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Je länger Rückenschmerzen andauern, desto schwieriger wird die Diagnose. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, die Ursache zu eruieren. Dafür steigt die Gefahr einer Chronifizierung mit bekanntlich hohen Folgekosten. Der verbleibende Grossteil von Rückenschmerzen beträgt damit etwa 90% und wird allgemein als unspezifischer unterer Rückenschmerz bezeichnet.

Von diesen 90% entfallen 30% auf Schmerzen im Bereich des zentralen Nervensystems. Depression mit möglichem Angstvermeidungsverhalten und Katastrophisieren spielt dabei eine bedeutende Rolle. Weitere 30% sind auf eine gravierende Bewegungseinschränkung und 30% auf eine relevante Einschränkung der Bewegungskontrolle zurückzuführen. Im letzteren Falle sind Beschwerden in Positionen wie Sitzen, Stehen oder bei bestimmten Bewegungen typisch (O’Sul­ livan, 2005). Die beiden letzten Gruppen machen demnach 60% aller Fälle aus und können mit korrektem Bewegungsverhalten und gezielter Kräftigung erfolgreich behandelt werden. Passive Therapiemassnahmen sind für diese grosse Gruppe von Betroffenen wenig hilfreich, weil primär die Symptome behandelt werden. Aktive Therapie und/oder Training unter physiotherapeutischer Anlei-

tung ist zu Beginn des Behandlungsprozesses die Therapie der Wahl.

Einschränkung der Beweglichkeit Die Beweglichkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig und deshalb sehr individuell. Geschlecht, Alter, aber auch Tageszeit und alltägliche Bewegungsbeanspruchung beeinflussen die Beweglichkeit mehr oder weniger stark. Eine vermeintlich schlechte Beweglichkeit muss nicht zwingend zu Rückenschmerzen führen. Wenn aber Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule und Hüftgelenke die Alltagsaktivität deutlich behindern, dann führen diese häufig zu schmerzhaften Fehlbelastungen des Rückens. Neben Streck- und Beugebewegungen der Lendenwirbelsäule sind auch Seitneigung und Rotationen des Rumpfes von vitaler Bedeutung. Durch diese Bewegungen werden die Bandscheiben in


08/2011/2012 · gesundsitzen einer Art verformt, die zur Stärkung ihrer Ringfasern beiträgt und die Ernährung durch eine Art Pumpmechanismus begünstigt.

Einschränkung der Bewegungskontrolle

Der schwarze Pfeil symbolisiert die Wirkung bei Anspannung der tiefen Bauchmuskelschicht; durch den erhöhten Bauchinnendruck wird die Lendenwirbelsäule von vorne gestützt und damit schädigende Biegung verhindert (C. Richardson, 1999).

Vordere Bauchwand ohne aktive Spannung der tiefen Bauchmuskelschicht.

Querschnitt durch den Rumpf auf Höhe der Lendenwirbelsäule. Die schwarz eingefärbte innere Muskelschicht lässt erkennen, dass bei der wichtigen Anspannung eine Verkleinerung des Bauchdurchmessers zur Wirbelsäule hin erfolgt (vgl. Pfeilrichtungen). (Aus Therapeutic exercise in low back pain, Churchill Livingstone).

Die wirksame Muskelspannung ist am geringeren Bauchumfang und an der Vertiefung im Bereich der unteren Rippen und des Bauchnabels erkennbar.

Bitte beachten! Beim Üben dieser wichtigen, die Wirbelsäule schützenden Muskelspannung ist darauf zu achten, dass nicht primär der Bauch eingezogen wird. Die Spannung der Muskulatur muss auch seitlich spürbar aufgebaut werden und nach innen gerichtet sein. Zur Vorstellung dient das Tragen eines Nierengurtes, der satt angezogen wird.

Lot durch Oberkörperschwerpunkt

Ventrales Drehmoment auf das ISG

hypertone Tendomosen Mit der Spinal Mouse lassen sich Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule ohne Strahlenbelastung präzise messen. Das Messresultat lässt sich für die Positionen Aufrecht, Beugung Streckung graphisch darstellen. Eine genaue Beurteilung der Beweglichkeit oder einer regionalen Versteifung ist damit möglich.

Durch die gerundete Sitzhaltung kippt das Becken nach hinten. Das Lot (Körperschwerpunkt) verläuft vor den Hüftgelenken und Sitzknochen, dadurch entstehen unphysiologische Biegespannungen auf die Bänder des Beckens, das Kreuz-Darmbeingelenk und die Lendenwirbel (vgl. schwarze Pfeile als pathomechanische Zugbelastung) Kreuzschmerzen, Geigy Pharma, M. Weber.

Medizin & Rücken

Neben den Bewegungseinschränkungen werden heute in zunehmendem Masse Einschränkungen der Bewegungskontrolle als Ursache von unteren Rückenschmerzen angesehen. Es handelt sich bei diesem funktionellen Defizit nicht um ein Problem der groben Kraft, sondern um die ungenügende oder fehlende Fähigkeit, die Wirbel untereinander zu stabilisieren. Diese wichtige Aufgabe der tief liegenden Muskulatur wird deshalb segmentale Stabilisation genannt. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Vermeiden von Scherbewegungen zwischen den Wirbelkörpern. Wenn wiederholt Gleitbewegungen infolge verspäteter oder fehlender Halteaktivität der kurzen Muskelzüge entstehen, dann ist eine chronische Reizung im Bereich der

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Das häufige Phänomen der segmentalen Instabilität wird durch chronischen Nichtgebrauch infolge «Dauersitzen» stark begünstigt. Die oberflächlichen langen Rückenmuskeln sind dabei andauernder Zugbelastung ausgesetzt. Die Folge ist eine Minderdurchblutung mit schmerzhafter Verspannungsreaktion. Im Gegensatz dazu verliert das tiefliegende Muskelsystem seine Fähigkeit der korrekten Einstellung und Führung der Wirbel; die Folgen sind Abschwächung, Verar-

mung der motorischen Programme (Feinkoordination) und Verlust des richtigen Timings. Mit den beiden nachfolgenden Übungen können Sie die tiefe Rumpfmuskulatur wirksam trainieren und deren Koordination (Timing) verbessern. Die Übungen sind aus dem Buch «Muskeltraining mit dem Thera-Band» (U. Geiger, BLV Buchverlag, München).

Legen Sie ein kompakt gerolltes Handtuch unter Ihre Lendenwirbelsäule. Nur die Fersen haben Bodenkontakt. Kippen Sie nun das Becken maximal nach hinten/unten und erhöhen Sie dadurch den Druck auf die Rolle maximal. Dabei darf sich der Druck auf den Fersen nicht erhöhen (stellen Sie sich bei der Übung vor, dass unter Ihren Fersen zwei rohe Eier liegen).

Medizin & Rücken

Führen Sie die Kippbewegung des Beckens 20 Mal durch und versuchen Sie jedes Mal, im unteren Bauch eine maximale Spannung zu erzeugen.

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Das Thera-Band ist unter der rechten Hand fixiert und steht unter mässiger Spannung. Durch Anheben des linken Knie und Fusses um wenige Zentimeter, wird die Spannung des Bandes wirksam. Während der Haltezeit von 5 Sekunden muss die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form gehalten werden. Dabei darf die Lendenwirbelsäule nicht in ihrer leichten «Hohlkreuzstellung» verändert werden. Verstärken Sie während der Haltephase die Spannung der Rumpfmuskulatur aktiv. Wenn Sie kein Thera-Band zur Verfügung haben, dann können sie die Übung abändern, indem sie aus dem Vierfüssler-Stand beide Knie wenige Millimeter vom Boden abheben und dabei auf den Zehenspitzen beider Füsse abgestützt bleiben.

Gelenkkapsel, Bänder und Bandscheiben die Folge. Dieser mechanische Auslöser wird heute als häufige Ursache für Rückenschmerzen angesehen..

dauertraining motivieren, dann sollte der Schmerzfreiheit nichts mehr im Wege stehen.

Zusammenfassung Wenn Sie von dieser Problematik der permanent sitzenden Arbeitshaltung betroffen sind, dann kann häufiges Aufstehen, lockernde Beckenkippbewegungen nach hinten und vorn, regelmässiges Rotieren, Durchstrecken und Dehnen des Rumpfes rasche Linderung bringen. Wenn Sie zusätzlich in der Freizeit ihre Rumpfmuskulatur kräftigen, dann ist der wichtigste Schritt in Richtung Rückengesundheit gemacht. Vielleicht können Sie sich auch noch für ein moderates Aus-

Eine Chronifizierung von Rückenschmerzen muss mit allen Mitteln verhindert werden. Deshalb sollten Rückenschmer-

physioswiss, der Schweizer Physiotherapie Verband, vertritt die Interessen von 8000 selbstständig erwerbenden und angestellten PhysiotherapeutInnen.

zen fachärztlich und physiotherapeutisch abgeklärt werden. Wenn eine pathologische Gewebeschädigung ausgeschlossen wurde, dann erfolgt eine aktive Therapie. Heute ist bekannt, dass passive Massnahmen und Schonung kontraproduktiv sind. Körperliche Aktivität, Ausdauertraining und angepasste physiotherapeutische Spezialübungen verbessern nachweislich die allgemeine körperliche Verfassung. Damit lassen sich Schonhaltungen und schmerzhafte Behinderungen im Alltag vermindern. Durch das gezielte Trainieren wichtiger Situationen in Beruf und Freizeit wird das Gefühl vermittelt, die Kontrolle über die Schmerzen zurück zu gewinnen.


08/2011/2012 · gesundsitzen Wenn folgende Symptome vorliegen, dann sind die Rückenschmerzen nicht chronisch und die Chancen auf eine baldige Verbesserung der Beschwerden sind sehr gut: • Die Schmerzen sind erst kürzlich aufgetreten (weniger als drei Monate); • eine gleichartige Belastung hat immer denselben voraussehbaren Effekt (Schmerzreaktion); • kein Dauerschmerz (in der Akutphase möglich); • Schmerzen treten nur bei Belastung des irritierten Gewebes auf; • Der Schmerzbereich ist klar um­ schrieben; • Schwache Behandlungs- oder Trainingsreize lösen auch nur geringe Schmerzen aus.

Das Beispiel dieser Yogaübung zeigt eine uneingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule.

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gabrielamaria – humorkünstlerin Ob mit oder ohne rote Nase – eine Clownfigur kann Wunder wirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Firmenanlass oder so etwas Text: Kurt Mürset; Fotos: zvg in einem Pflegeheim handelt. Plötzlich wird alles möglich...

Report

Für Gabriela Zenhäusern ist es gerade die Vielfalt der Möglichkeiten, die sie immer wieder mit neuer Begeisterung an ihre Aufgaben herangehen lässt. Jede Aufgabe ist eine Herausforderung, der sie mit neuen Ideen begegnet, die sie ihr Handwerkszeug überdenken lässt und dazu bringt, neue Mittel auszuprobieren.

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Nicht einmal «Gesund sitzen» ist ein Fremdwort für sie. Sie hat in einer gros­ sen Firma eine ganze Woche lang immer wieder aufs Neue den Mitarbeitenden aufgezeigt, wie wichtig richtiges Sitzen ist, wie sehr sich Tipps zu Haltung und Ergonomie, Müdigkeit, Schmerzen und längerfristig auch Schäden vermeiden lassen. Der Erfolg war durchschlagend. Da sieht heute mancher Mitarbeiter die

«Aha, schlechte Haltung vor dem Bildschirm! Uiuiui, was machen wir denn da?» – Die Clownin im Dienste der Arbeitsgesundheit. Auf so humorvolle Art, dass sich alle gerne daran erinnern werden, was gesünder Sitzen heisst.

rote Clownnase aufleuchten und erinnert sich an die richtige Übung, wenn er wieder mal den Rücken spürt... Für Gabriela Zenhäusern gab es schon als Kind nur eine Figur, für die sie sich wirklich interessierte: Das war der Clown!

Es dauerte seine Zeit, bis sie diesen Traum dann auch verwirklichen konnte. Die Umwege, wenn man sie denn so nennen will, brachten ihr jene Lebenserfahrung, die sie in ihrer Clownrolle ver­ arbeitet. Tanz und Bewegung, Theater­ arbeit, Körpersprache und Pantomime –


aus diesen Elementen setzt sich das Spiel der Clownin zusammen. Damit erreicht sie bei jedem Publikum ihr Ziel. Nämlich «mit Begeisterung und Lebensfreude gute Laune zu verbreiten». Ob Alters- oder Pflegeheim – die Figur der Clownin Rosalinde verzaubert immer in verschiedensten Institutionen den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Spontaneität wirkt ansteckend. Da entstehen aus einem Gespräch Spielszenen, kleine Geschichten, da wird gesungen und getanzt. Erstaunen lässt einen immer wieder die offene und herzliche Reaktion der Bewohnerinnen und Bewohner. Gabriela meint dazu: «In absehbarer Zeit wird ein Heim ohne Clown kaum mehr vorstellbar sein!» Und tatsächlich kann man sich nur schwer vorstellen, eine direktere und einfachere Art der Unterhaltung und Aktivierung zu finden. Und was fürs Altersheim gilt, hat bei Anlässen jeder Art seine Richtigkeit: Apéro, Ein­ weihung, Empfang, Firmenanlass, Geburtstag oder Hochzeit. Da werden die Eingeladenen empfangen, das Service-Personal «unterstützt», Schlechtgelaunte aufgemuntert, da wird mit den Gästen improvisiert und der Anlass mit einem speziell zugeschnittenen Auftritt bereichert. Das lockere Spiel kann aber auch einen ernsthaften Hintergrund haben. 
An Sitzungen, Tagungen, Firmenveranstaltungen können auf diese Weise Fragen gestellt, Zusammenhänge deutlich gemacht und Lösungen aufgezeigt werden. In dieser aufgelockerten Atmosphäre werden die Mitarbeitenden motiviert, selber Fragen, Wünsche und Bemerkungen auszusprechen, die normalerweise niemand zu stellen wagt.
Natürlich werden solche Auftritte gut geplant, das heisst, es finden vorher Besprechungen statt, ein Konzept wird entwickelt, Szenen werden probiert und die Figur der Clownin in den Event eingebaut. Aber zum Schluss steht und fällt alles mit dem magischen Moment, wenn «meine Spontaneität den Nagel auf den Kopf trifft» wie Gabriela Zenhäusern sich ausdrückt.

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Weshalb und wie wirkt eigentlich Chiropraktik? Was der Chiropraktor bewirken kann, erlebt der Patient an seinem eigenen Leib: Er stellt die normale Funktion von Gelenken wieder her, macht sie wieder beweglich. Doch wie er das erreicht, bleibt vielen verborgen: Was genau passiert bei den präzise dosierten Impulsen auf das Gelenk, dessen Funktion gestört ist?

Medizin & Rücken

Text: Dr. Marco Vogelsang, Chiropraktor, Zürich; Photos: zvg

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Der Chiropraktor setzt verschiedene manuelle Techniken ein, wenn er Blockaden eines Gelenkes behebt oder dessen eingeschränkte Beweglichkeit wieder herstellt. Dabei bewegt er das Gelenk – auch Wirbelgelenke – mit einem präzisen, fein dosierten, manuellen Impuls, ohne die physiologischen Grenzen zu überschreiten. Die blockierten Gelenkflächen werden dabei getrennt. Das stellt die Beweglichkeit des Gelenkes wieder her oder erhöht sie zumindest. Hier sei gleich ein häufiges Missverständnis ausgeräumt: Der Chiropraktor renkt Gelenke weder ein noch aus! Betrachten wir die Arbeit des Chiropraktors bei der Behandlung eines Gelenkes Griff für Griff – und lernen wir dabei die beteiligten Teilnehmer im Körper und ihre Aufgaben kennen.

Der Chiropraktor renkt Gelenke weder ein noch aus! Die bewegliche Verbindung zweier oder mehrerer Knochen ist das Gelenk. Häufig wird übersehen, dass auch die Wirbelsäule aus einer Reihe von Gelenken besteht. Gelenke treffen mit ihren Gleitflächen aus Knorpel aufeinander. Eine

Gelenkkapsel mit Gelenkflüssigkeit umschliesst die meisten Gelenke. Die Aufgaben der Flüssigkeit sind die Ernährung des Gelenkknorpels, das Schmieren der Gelenkflächen und die Stossdämpfung. Gelenkkapsel, Bänder, Sehnen und der Unterdruck in der Gelenkkapsel halten die Gelenke zusammen. Bänder verbinden Knochen mit anderen Knochen, Sehnen sind die Verbindung zwischen

Knochen und Muskeln. Sehnen über­ tragen die Kräfte der Muskeln auf die Gelenke. Die aktiven Teile der Gelenke sind die Muskeln: Sie haben eine Grundspannung. Das Nervensystem bestimmt und kontrolliert die Grundspannung. Die Grundspannung der Muskulatur steigt bei Erregung – zum Beispiel bei Stress,


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Je mehr Informationen ins Gehirn und ins Rückenmark gelangen, desto mehr Informationen fliessen zurück zu den Gelenkrezeptoren, zu den Muskeln und zum vegetativen Nervensystem. Wird

beispielsweise ein Knie verletzt, gelangt verstärkt Information über diesen Vorfall ins Rückenmark und ins Gehirn zur Verarbeitung. In der Folge werden entsprechend mehr Informationen in die betroffenen Muskeln gesandt: Die Muskelspannung steigt, ebenso der Schmerz. Als Regel gilt, dass Informationen aus einem bestimmten Bereich ins Rückenmark Rückinformationen in den gleichen Bereich zur Folge haben: Nach einer Verletzung der Knies etwa gelangen Befehle zum Reagieren hauptsächlich an Muskeln des Ober- und des Unterschenkels. Jetzt ist klar, dass der Zustand der Wirbelsäule das Nervensystem beeinflusst: Funktioniert die Wirbelsäule einwandfrei, gelangen von den Wirbelgelenken

Ablauf der chiropraktischen Behandlung Muskeln sind in Grundspannung

Medizin & Rücken

nach Koffein- oder Nikotinkonsum. Als Sensoren, zum Beispiel in den Gelenken, in Muskeln, Bändern, Sehnen und in der Haut dienen die Rezeptoren. Sie erfassen äussere und innere Reize: Druck, Dehnung, Hitze, Kälte. Diese Empfindungen Аübersetzenњ die Rezeptoren in eine für das Nervensystem verständliche Form und senden sie in das Rückenmark. Das Rückenmark ist die Verlängerung des Gehirns. Dort werden Informationen verarbeitet und weiter- beziehungsweise zurückgeleitet.

21 Rezeptoren in Gelenken erfassen Reize, etwa bei Verletzungen

Betroffenes Gelenk wird falsch belastet

Reize gelangen als Informationen ins Rückenmark und ins Gehirn

Schonhaltung

Verarbeitung der Informationen

Andere Muskeln müssen Zusatzaufgaben übernehmen.

Informationen gelangen in die betroffenen Muskeln

Fehlfunktionen, Blockierungen und Entzündungen wegen Überlastung

Muskelspannung und Schmerz steigen

Chiropraktor trennt blockierte Gelenkflächen

Durchblutung des Muskels verringert sich

Erhöhter Informationsfluss ins Rückenmark wird vermindert

Funktion des Muskels ist eingeschränkt

Grundspannung normalisiert sich


Vor der chiropraktischen Behandlung steht die präzise Diagnose.

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wenig Informationen ins Rückenmark und ins Gehirn und von dort zurück zur Muskulatur: Die Muskelspannung ist normal. Die Muskulatur ist einsatzbereit.

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Ist jedoch die Funktion der Wirbelsäule gestört, weil zum Beispiel ein Wirbelgelenk blockiert ist, erhöhen die Sensoren, also die Rezeptoren in den Wirbelgelenken, den Fluss der Information ins Rückenmark und ins Gehirn. Entsprechend mehr Signale werden auf ihren Rückweg in die Muskulatur gesandt – jedoch nicht nur in die Muskeln im betroffenen Teil der Wirbelsäule: Auch Muskeln ferner liegender – peripherer – Gelenke, die ihre Befehle aus dem betroffenen Abschnitt der Wirbelsäule erhalten, werden mit einbezogen. Nun erhöhen die Muskeln ihre Grundspannung. Werden sie jetzt bewegt, ziehen sie sich stärker zusammen als es für ihre Aufgabe eigentlich notwendig wäre. Die zu hohe Spannung verringert die Durchblutung des Muskels. Minderdurchblutete Muskeln aber werden nicht ausreichend mit АBrennstoffњ für die Muskelzellen versorgt. Die Muskelzelle kann sich nicht mehr lösen, die Funktion des Muskels ist stark eingeschränkt, weil Bewegungsumfang und Kraft vermindert sind. Das Malheur nimmt jetzt seinen Gang: Das betroffene Gelenk wird falsch belas-

Oft kann der Patient, vom Chiropraktor angeleitet, selbst viel für seine Genesung tun.

tet. Bei jeder Bewegung wirken höhere Zug- und Druckkräfte als üblich. Knorpel, Gelenkkapsel, Bänder und Sehnen leiden darunter, aber auch andere Muskeln. Diese müssen Aufgaben übernehmen, für die sie nicht vorgesehen sind. Die Folgen: Fehlfunktionen, Entzündungen von Sehnen und Schleimbeutel, Muskelverletzungen und Schmerzen. Die Schmerzen zwingen nun zu einer Schonhaltung. Diese überbelastet die noch intakten Gelenke und Muskeln – was, wenig erstaunlich, diese mit der Zeit schädigt. Bei solchen Problemen kann nun der Chiropraktor gezielt helfen: Er hat die Aufgabe, den Schmerzkreis zu durchbrechen. Mit seiner chiropraktischen Behandlung behebt er die Störung im betroffenen Wirbelsäulengelenk und ver­ mindert damit den erhöhten Informationsfluss ins Rückenmark. Damit erhält

Die Praxisadressen der Schweizer Chiropraktoren sind erhältlich bei der: Schweizerischen ChiropraktorenGesellschaft ChiroSuisse Sulgenauweg 38, 3007 Bern Telefon 031 371 03 01 mail@chirosuisse.ch www.chirosuisse.info (Adressen und Praxen)

die betroffene Muskulatur wieder die übliche Informationsmenge, und ihre Grundspannung normalisiert sich. Das verbessert die Muskelfunktion; die Fehlbelastung nimmt ab, Reize und Entzündungen gehen zurück. Manchmal wird bei der Behandlung ein Knacken vernommen: Werden die knöchernen Gelenkpartner voneinander getrennt, entsteht ein Unterdruck im Gelenk; Teile der Gelenkflüssigkeit verändern ihren Aggregatszustand und werden gasförmig. Dabei kommt es zum schmerzfreien Knacken. Oft kommen Gelenkbeschwerden nicht schlagartig, sondern schleichend. Schon bei beginnenden Anzeichen von Gelenks­ problemen in Wirbelsäule, Armen oder Beinen sollte man deshalb den Chiropraktor konsultieren. Er wird versuchen, die Beschwerden so rasch als möglich in den Griff zu bekommen, um so lange dauernden Schmerzen vorzubeugen, zu verringern oder gänzlich zum Verschwinde zu bringen. Ebenso wichtig sind eine ausgewogene Ernährung und den diagnostizierten Verspannungen entsprechende Bewegungsübungen. Auch hier steht der Chiropraktor mit Rat hilfreich zur Seite.


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Die Wirbelsäule links ist schwer geschädigt. Jede Bewegung verursacht Schmerzen. Der Alltag ist nur schwer zu bewältigen. Hier hilft der LendenwirbelEntlaster. Auch zur Ergänzung nach einem chirurgischen Eingriff.

Lendenwirbel-Entlastung Wer von Rückenschmerzen geplagt ist, wird alles unternehmen, um seine Situation zu verbessern. Training, Therapien, Medikamente, Operationen – wenn die gewünschten Erfolge ausbleiben, muss die passive Entlastung Erfolge bringen. Text: Kurt Mürset, Bilder: zvg Wunder wollen wir keine erwarten. Aber wer ohne Erfolg mit seinen Rückenproblemen so ziemlich überall angeklopft hat, wo Linderung der Schmerzen versprochen wurde, der wird es als kleines Wunder erleben, wenn seine Schmerzen abnehmen, seine Beweglichkeit steigt und sich das allgemeine Befinden deutlich verbessert. Jürg Hefti, der diplomierte Orthopädietechnik-Meister sagt zwar bescheiden, dass sein Lendenwirbel-Entlaster die konkrete Entwicklung einer Idee sei, die schon im Raum stand, aber ein Blick auf sein stützendes Gerät, das den Namen Korsett nun wirklich Lügen straft, zeigt, dass hier weiter gedacht wurde. Bewegliche Spangen, pneumatische Zylinder, leichter Kunststoff, viel Flexibilität bei

optimaler Entlastung – das lässt eher an ein Trainingsgerät denken... Damit wäre auch gleich eine Grundüberlegung von Jürg Hefti angesprochen: Heute gehen wir wie selbstverständlich von Aktivitäten unterschiedlichster Art aus, um einen gesundheitlichen Zustand zu verbessern. Passive Unterstützungen werden vielfach als Eingeständnis gesehen, versagt zu haben. In vielen Fällen ist es uns jedoch gar nicht möglich, aktiv zu sein, weil uns eine körperliche Disposition daran hindert und beispielsweise Schmerzen zu stark sind. Hier setzt die Idee der passiven Unterstützung ein. Dank ihr wird es für viele Menschen erst wieder möglich ein Gesundheitstraining zu betreiben. So lässt sich der vermeintliche Gegensatz auflösen und eine ganz-

heitliche Hilfestellung wird möglich. Der Lendenwirbel-Entlaster macht das an vielen Beispielen deutlich.

«Bodybuilding hat seine Grenzen» Abnützungserscheinungen verschiedenster Art, unfallbedingte Beeinträchtigungen – Schädigungen der Wirbelsäule können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Gemeinsam sind ihnen Schmerz und Einschränkung der Mobilität. Natürlich lassen sich mit physiotherapeutischen Massnahmen Muskeln trainieren und so Entlastungen der Wirbelsäule erreichen. Ab einem gewissen Alter sind dem jedoch natürliche Grenzen gesetzt. Also sind Massnahmen gefragt, welche die Wirbelsäule so entlasten,

Report

Der Entlaster lässt sanft gebremste Bewegungen zu. Er hilft mit, die Körperstatik zu verbessern. Schmerzen werden reduziert oder verschwinden gänzlich. Die Mobilität steigt.

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In vielen Fällen ermöglicht der Lendenwirbel-Entlaster erst den Einstieg in ein Gesundheitstraining. In einem gut organisierten Center mit ausgebildetem Personal kann nach einer Beratung ein Trainingsplan erstellt werden.

Report

Das Tragen des Lenden­ wirbel-Entlasters erlaubt sanfte Bewegungen. Trotz der Beeinträchtigung der Wirbelsäule kann so der ganze Körper bewegt werden, was sich schliesslich auf das Wohlbefinden insgesamt positiv auswirkt.

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dass sie Bewegung und Training erst wieder ermöglichen.

«Entlasten hat nichts mit Einengen zu tun» Der Entlaster fixiert zwar den Lendenwirbelbereich, aber die pneumatischen Zylinder sorgen gleichzeitig für eine ge-

wisse Freiheit. So können Bewegungen sachte ausgeübt werden. Die Fixation der lädierten Stelle erlaubt so den Rest des Körpers intensiver zu bewegen. So können Menschen, die bislang in ihrer Mobilität sehr stark eingeschränkt waren, sich wieder bewegen und in einem gut organisierten Gesundheits-Center mit

ausgebildeten Trainern sogar ein persönliches Programm absolvieren.

«Mobilität und Lebensqualität gehören zusammen» Heute leiden viele Menschen an Rückenproblemen. Älter werden und die damit verbundene Abnützung ist nur die eine Seite. Sitzende Tätigkeiten, starre Körperhaltung am Computerarbeitsplatz, wenig Bewegung – das ist die andere Seite. Prävention steht an erster Stelle. Hilfsmittel wie ergonomisch konzipierte Stühle sind wichtig. Gezieltes Training, körperlicher Ausgleich schliessen sich an. Sind Schädigungen einmal vorhanden, kann gerade im höheren Alter mit dem Lendenwirbel-Entlaster Mobilität zurückgewonnen werden, die vorher der Schmerzen wegen unmöglich geworden war. Aber auch ohne Gesundheitstraining bedeutet der Entlaster: mehr Mobilität, mehr Lebensfreude und damit mehr Lebensqualität.

www.orthopaediehefti.ch


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Sitzen

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Gibt es eine beste Sitzhaltung?

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Leben ist Bewegung und ohne Bewegung findet Leben nicht statt. Bewegung stärkt und kräftigt unseren Körper, motiviert und lädt uns mit neuer Energie auf. Doch wie kommt man in Bewegung während man sitzt? Diese Kunst beherrscht HÅG. Hier wird ganzheitlich gedacht. HÅG-Stühle aktivieren die natürlichen Bewegungen des Körpers. Gleichzeitig stimulieren sie den Geist und regen die Sinne an. Text: René Baumann; Fotos: zvg

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Seit langem ist HÅG für sein einzigartiges Ergonomiekonzept bekannt. Das Unter­ nehmen hat es sich zur Aufgabe ge­ macht, optimale Sitzlösungen anzubie­ ten, die für Bewegung und Abwechslung am Arbeitsplatz sorgen. Alle Elemente eines jeden Stuhls sind so ausgelegt, dass sie Bewegung und unterschiedliche Sitzpositionen ermöglichen – ein wichti­ ger Beitrag zum Wohlbefinden und für mehr Produktivität. Form und Funktion sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass der ganze Körper intuitiv in Bewe­ gung gehalten wird. Seit jeher besteht eine enge Zusammen­ arbeit zwischen HÅG und den Rücken­ zentren in der Schweiz. gesundsitzen

sprach mit dem Importeur für die Schweiz: René Baumann, was macht das Sitzen auf einem HÅG-Stuhl so einzigartig und gibt es die richtige Sitzhaltung wirklich? Alle Modelle sind auf den menschlichen Körper zugeschnitten! Es faszinierte uns, dass man früher in der Lage war, stundenlang auf dem Pfer­ derücken zu sitzen. Das hat mit der auf­ rechten Körperhaltung und ständigen Bewegungen beim Sitzen zu tun. Beson­ ders die Füsse spielen dabei eine beson­ dere Rolle. Die Steigbügel erlauben es dem Reiter, den Oberkörper im Sattel zu kontrollieren, beweglich und aktiv zu

HÅG Büro- und Konferenzstühle findet man in Banken, Versicherungen, Fluggesellschaften, Anwaltskanzleien, Universitäten, bei Architekten, Kommunikationsagenturen, Ärzten, Medienbetrieben und im trauten Heim – kurz, überall dort, wo man in Bewegung bleiben will. Ein paar der neuesten Schweizer Referenzen: das Forschungsinstitut CERN in Genf mit mehr als 2000 verschiedenen HÅG Modellen; der Hoteldienstleister HOTELA in Montreux mit 190 HÅG Capisco); Groupe E in Fribourg und Neuchâtel mit 380 FUTU; 90 HÅG H09 und Capisco werden im neuen Gebäude in Lausanne der Féderation Equestre International eingesetzt und schliesslich verkauft die Stadler Rail Triebwagen nach Norwegen Norwegen, mit HÅG Stühlen für die Zugbegleiter.

halten – das ist besonders wichtig, denn bewegliche und aktive Arme sind auch bei der Büroarbeit entscheidend! Auch Kinder inspirieren uns – sie bewe­ gen sich ununterbrochen und finden im­ mer neue Haltungen. Werden sie älter, bringt man ihnen bei «still zu sitzen» – aber Menschen sind nicht dafür geschaf­ fen still zu sitzen, sie müssen sich be­ wegen. Die Stühle von HÅG haben die einzigarti­ ge Balanced Movement Mechanik™. Die Vorderkante der Sitzfläche neigt sich nach oben, wenn Sie sich zurücklehnen. So werden die Fussgelenke bewegt und der venöse Blutfluss in den Waden (das «periphere Herz») angeregt: der Blut­ fluss im ganzen Körper nimmt zu. So


08/2011/2012 · gesundsitzen

Gewinnen Sie einen HÅG Capisco PULS im Wert von Fr. 970.– Senden Sie bis 30.6.2012 Ihre E-Mail mit Betreff «gs» an: info@momoll.ch oder schicken Sie eine Postkarte mit dem Betreff «gs» an MO MOLL GmbH, Panoramaweg 33, 5504 Othmarsingen. Jedes Mail und jede Einsendung mit dem richtigen Betreff nimmt an der Verlosung teil. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird persönlich benachrichtigt.

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Karlstads University, Karlstad, Sweden – HÅG Conventio Wing 9832, Designer: Peter Opsvik

Umweltschützer, Sportsmann, Umwelt­ schützer, Maler und Jazzmusiker. Welche Modelle sind für den Schweizer Markt besonders gefragt?

Nicht nur aber vor allem in der Schweiz zählt der HÅG Capisco zu den gefragtes­ ten Design-Klassikern unter den Büro­ stühlen und ist vielerorts im Einsatz. Es gibt keinen Arbeitsstuhl, der sich

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The Norwegian Opera House Oslo, Norway – HÅG Capisco 8106 + 8126 Designer: Peter Opsvik (Bild oben, unten links und Mitte)

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N E WSitzen_2010.indd Y O R K · L1O Gesund

S A N G E L E S · S H A N G H A I · H O N G K O N G · D U B A I · S Y D N E Y · L O N D O N · B A R C E L O N20.05.2010 A · B E13:06:25 R L I NUhr NEW YORK · LOS ANGELES · SHANGHAI · HONG KONG · DUBAI · SYDNEY · LONDON · BARCELONA · BERLIN NEW Y O R K · 1L O S A N G E L E S · S H A N G H A I · H O N G K O N G · D U B A I · S Y D N E Y · L O N D O N · B A R C E L O 20.05.2010 N A · B 13:06:25 ERLIN Gesund Sitzen_2010.indd Uhr Gesund Sitzen_2010.indd 1

20.05.2010 13:06:25 Uhr


08/2011/2012 · gesundsitzen so gut und so schnell an verschiedene Arbeitsflächen und unterschiedliche Ar­ beitshöhen anpassen lässt. Peter Opsvik und HÅG ist damit ein Ge­ niestreich von geradezu historischem Rang geglückt. Denn der HÅG Capisco läutete die Revolution des dynamischen Sitzens ein. Seit kurzem bringt der neue HÅG Capisco Puls frischen Schwung ins Büro. HÅG hat den Designklassiker HÅG Capisco mit dem Capisco PULS neu aufgelegt und da­ mit einen idealen Begleiter für moderne, flexible Arbeitsplätze entwickelt. Wie sein Vorgänger folgt er dem einzigartigen Prinzip des aktiven Sitzens. Doch mit seiner schlanken, leichten Form und sei­ ner einzigartigen Umweltbilanz, liegt er

HÅG in der Schweiz René Baumann, Betriebsökonom HWV, ist seit 1983 mit der dynami­ schen Sitzweise aus Norwegen ver­ bunden. Zuerst als Fachhändler bei Kieser Wohnen in Lenzburg, dann als Generalimporteur für die Marke STOKKE lancierte er den Kinder­ stuhl Tripp Trapp und das balans®Stuhlkonzept in der Schweiz und seit 1999 mit zwei Partnern mit MO MOLL GmbH als Generalvertretung die norwegische Marke HÅG. MO MOLL GmbH www.hag-global.com/ch

Kupferbergbaustadt Røros – lebendige Geschichte

HÅG-Produktionsstätte in Røros

Die winterliche Hauptstrasse von Røros – dem wohl kältesten Ort in Norwegen mit Temperaturen bis weit unter -50° C – die durchschnittliche Temperatur im Januar ist allerdings «nur» bei -11° C).

Typischer «Trottinett-Schlitten» in den Gassen von Røros


Seit 1970 ist Peter Opsvik als freischaffender Möbeldesigner tätig. (www.opsvik.no)

ganz im Trend der jungen, dynamischen Arbeitswelt. Nachhaltigkeit und der Umweltgedanke spielen offenbar eine grosse Rolle? Auch hinsichtlich seines Umweltverhal­ tens setzt beispielsweise der HÅG Capis­ co Puls wie sein Vorgänger neue Mass­ stäbe. Sein «Carbon Footprint» wurde bereits den Standards von morgen an­ gepasst, indem der Material- und Ener­ gieverbrauch des neuen Capisco auf ein Minimum reduziert wurde. Die Rohstoffe zu seiner Herstellung stammen aus re­ cyceltem Material und wie bei allen HÅGStühlen, wurde auch bei ihm auf die Ver­ wendung von Chrom und PVC verzichtet. Gemäss dem Cradle-to-cradle-Prinzip ist der HÅG Capisco Puls nach beendeter Lebensdauer zu 99 % wieder verwertbar. Design: Peter Opsvik. Foto: Per Gunnarsson Design: Peter Opsvik. Foto: Per Gunnarsson

HÅG CAPISCO PULS Moderne Raffinesse PULS® HÅG CAPISCO

®

Moderne Raffinesse Mit der Einführung des HÅG Capisco Puls deckt die HÅG-CapiscoFamilie nun ein breites Spektrum an Geschmäckern und Ansprüchen • BalancedMovement MechanikTM ab. HÅG Capisco Puls verkörpert eine neue Generation, die für den • Für aktives Sitzen modernen, dynamischen konzipiert wurde. Er basiert • Der Lieblingsstuhl fürArbeitsplatz jede Sitzposition auf • unserem Für hohes,Verständnis mittelhohesdes und menschlichen tiefes Sitzen Körpers mit seinem Bedürfnis nach ständiger Bewegung. Als moderner, flexibler Stuhl • Rückenlehne mit integrierter Ellenbogenstütze • Eines umweltfreundlichsten Produkte am Markt steht er inder Form, Funktion und Anwendungsmöglichkeiten für den • Agiler Stuhl für moderne und flexible Arbeitsplätze Fortschritt der Entwicklung in der Arbeitswelt. • Frisch und leicht Generalvertretungen Schweiz: thewww.hag-global.com/ch HÅG movement Mehr Informationen unter Mehr Informationen unter www.hag-global.com/ch MO MOLL GmbH Spezialaktion für Architekturbüros: Testen Sie einen Monat lang Spezialaktion für•Architekturbüros: Testen einen Monat langSie Panoramaweg 33 CH-5504 Othmarsingen den HÅG Capisco PULS unverbindlich und Sie kostenlos. Melden den HÅG Capisco PULS unverbindlich und kostenlos. Melden Sie Ihr an 60 info@momoll.ch mit69 Stichwort „PULS“. Tel. Interesse 062 885 06 • Fax 062 885 06 Ihr Interesse an info@momoll.ch mit Stichwort „PULS“. r.baumann@momoll.ch • www.hag-global.com/ch

A Brand of Scandinavian Business Seating A Brand of Scandinavian Business Seating

PASSION FOR MOVEMENT PASSION FOR MOVEMENT

Höchste Qualität ist ein weiterer Anspruch an die HÅG-Sitzsysteme. Was bieten Sie dem Kunden? Das Kernkonzept von HÅG stützt sich auf 4 Eckpfeiler: Dynamische Ergonomie, Umwelt, skandinavisches Design, Quali­ tät und Garantie. Galt früher die Devise: Funktion vor De­ sign gilt vor allem für die neuen Modelle: Funktion und Design! Wohl als einziger Anbieter gewährt HÅG auf alle Sitzlösungen und Textilien der Standard-Kollektion 10 Jahre Garantie; für die Gasfedern sogar eine lebenslange Garantie. Wo kann man diese Stühle kaufen? In allen Rückenzentren (siehe letzte Sei­ ten dieser Ausgabe) und in qualifizierten Büro- oder Möbelfachgeschäften.


08/2011/2012 · gesundsitzen

Eine Firma erfindet das Sitzen neu – aeris Unser aufrechter Gang hat uns zwar in der Evolution viele Vorteile gebracht, aber wir müssen uns sehr bemühen, diese mit unserer modernen Lebensweise nicht zu verspielen. In der Nähe Münchens arbeitet man hart an der Verbesserung unserer Sitz- und damit auch Lebensqualität. Text: Kurt Mürset; Fotos: zvg

Geraume Zeit später – also in unserer Zeit – droht uns nun dieser Erfolg zum gesundheitlichen Verhängnis zu werden. Statt wie unsere Urahnen zu laufen, zu klettern, zu kauern, zu liegen und uns zu strecken und zu dehnen, verbringen wir in der Mehrheit den grösseren Teil unserer wachen Zeit damit, zu sitzen. Natürlich bewegen wir uns zum Aus­ gleich. Wir treiben Sport. Nur vermögen alle unsere Anstrengungen nicht den Bewegungsmangel auszugleichen, wel­ chen unsere moderne Lebensweise und unsere Arbeitswelt mit sich bringen. Aus­ nahmen bestätigen auch hier die Regel. Aber es bleibt eine Tatsache, dass wir modernen Menschen von Übergewicht, Rückenschmerzen und Herz- und Kreis­ lauf-­Erkrankungen nicht verschont blei­ ben. Im Gegenteil. Aus der Tatsache, dass uns die Bewe­ gung, die uns gut tut, fehlt, und dass wir zum Sitzen nicht geboren sind, obwohl

wir mittlerweile fast nichts anderes mehr tun, hat Josef Glöckl 1996 eine überzeu­ gende Formel abgeleitet: Wenn wir Menschen nun mal vom auf­ rechten Gang auf die sitzende Köper­ haltung gekommen sind, dann gilt es eben, Bewegung ins Sitzen zu bringen!

Die Bewegung ins Sitzen bringen Um diese grundlegende Forderung auch in die Wirklichkeit umzusetzen, begrün­ dete Josef Glöckl die Firma aeris. Und bereits 1997 konnte er einer staunenden Öffentlichkeit eine erste Weltneuheit präsentieren. Ein dreidimensional flexib­ les Sitzelement – den «swopper».

Repor

Unsere direkten Vorfahren – die Men­ schen vom Typus Homo sapiens – waren zumindest in grauer Vorzeit ein absolu­ ter Erfolg. Ihre Hirnmasse war grösser als die ihrer Vorgänger, ihr Schädel sass so auf dem Hals, dass sich ein Kehlkopf entwickelt hatte, sie konnten also eine Sprache entwickeln und – sie hatten sich endgültig auf die Hinterbeine gestellt. Der aufrechte Gang war Norm geworden.

Mit der Idee des «swoppers» wurden of­ fene Türen eingerannt. Viele Menschen warteten geradezu auf dieses innovative Sitzelement, dem die schlichte Bezeich­ nung «Stuhl» nun wirklich nicht gerecht wird. Bis zum Jahr 2004 waren es bereits 100000 «swopper», die den Weg zu ihren erleichterten Besitzern gefunden hatten.

Der grosse Unterschied Der Erfolg des «swoppers» liegt in sei­ ner genialen Idee begründet. Dreidimen­ sionale Flexibilität ist das Geheimnis. Eine Feder und das Power-Joint-Gelenk am Fuss der Mittelsäule machen Be­ wegungen in allen Ebenen möglich. So bewegt man sich auf dem «swopper» mehr als doppelt so viel wie auf her­ kömmlichen Stühlen. Höhe, Federhärte und seitliche Auslenkung lassen sich in­ dividuell einstellen. So wird das Sitzen «3-D-aktiv». Und seit Neuestem sind auch Kinder nicht mehr vom gesunden

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aeris ganz persönlich – acht Fragen an den Chef Welcher Leitgedanke begleitet Sie seit der Gründung von aeris? Jemand, der voll Energie und Tatendrang in der Früh ins Büro geht, soll am Abend mit der gleichen Energie und Lebensfreude das Büro wieder verlassen. Sitzen ausgeschlossen. Der «swoppster» wurde speziell für sie entwickelt.

Bekenntnis zur Qualität aeris hat nicht nur das Sitzen revolutio­ niert, die Firma ist auch 2007 ausge­ zeichnet worden als eines der 100 inno­ vativsten Unternehmen Deutschlands. aeris stellt alle Produkte in Deutschland her, beschäftigt rund 30 Mitarbeitende und beliefert nicht nur den europäischen Markt, sondern von den USA bis Aust­ ralien die ganze Welt.

Rubriktitel

Der zweite Streich...

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Der zweite grosse Wurf von aeris erfolgte im Jahr 2006. Aus den Gegensätzen Sitzen und Stehen wurde das Stehsitzen. Mit dem «muvman» war ein Sitzmöbel erfunden, das von normaler Schreib­ tischhöhe bis hin zum Stehpult alle Höhenunterschiede in dem ungewöhn­ lich weiten Bereich von 51 bis 84 cm Höhe stufenlos meistern kann. Die ge­ wünschte Höhe lässt sich mühelos – einfach auf Fingerdruck – einstellen. Auch das Sitzen-in-Bewegung ist ergono­ misch perfekt gelöst – ohne Kippen und Wackeln.

Modelle und Varianten Während viele Hersteller einfach eine Modellreihe anbieten mit vorgegebenen Bezügen und Farben, lässt aeris bewusst den Kunden entscheiden. Ob «swopper» oder «muvman», jedermann kann seine persönlichen Vorstellungen verwirkli­ chen. Einfach, indem man sich seinen Stuhl aus den verschiedenen Komponen­ ten zusammenstellt. Ein cleverer «Konfi­ gurator» auf der Website der Firma hilft einem dabei. So bleiben keine Wünsche offen.

Wie arbeitet Ihre Entwicklungsabteilung? Im Zentrum unserer Überlegungen steht der Mensch mit seinen uns von der Natur gegebenen Bewegungsmustern. Diese gilt es auch bei der Büroarbeit zu erhalten und auszuleben. Welchen Einfluss haben medizinische Fachpersonen auf Ihre Produkte? Jede Entwicklung wird mit medizinischem Fachpersonal, vor allem Osteo­pathen, vor Beginn der Entwicklung, während und danach ausführlich diskutiert und mög­ lichst alle Aspekte, die die Lebensqualität beeinflussen, werden mit berücksichtigt. Wie würden Sie Ihre Produktionsabläufe darstellen? Vereinfacht gesagt: Im Hintergrund: automatisiert und optimiert – wie es bei gros­sen Playern üblich ist. Aber: gegenüber unseren Kunden hochindividuell, persönlich und flexibel – wie es nur ein junges, dynamisches Mittelstandunter­ nehmen kann. Unsere Kunden mit ihren unterschiedlichsten Anforderungen an die Produkte, an Services und an Logistik stehen bei uns im Mittelpunkt aller Abläufe. Und diese sind bei uns und bei unseren spezialisierten Zulieferbetrieben nur auf ein Ziel aus­ gerichtet: die Kundenwünsche zu erfüllen – also Spitzenqualität, optimale Timings, schnelle und gute Kommunikation und so fort. Wie gestalten Sie Qualitätskontrollen? Diese erfolgen beim Zulieferer vor der Auslieferung an uns, bei uns beim Waren­ eingang und anschliessend vor und während der Produktion. Vor dem Versand wird dann noch das fertige Produkt in seiner Gesamtheit auf «Herz und Nieren» geprüft. Ihr Produktionsstandort ist Deutschland. Wo liegen die Vorteile? Die hohe Qualität der Arbeitskräfte, die schnelle Zugriffszeit bei etwaigen Proble­ men und die Möglichkeit, selbst mit den Mitarbeitern kommunizieren zu können und ein gutes Betriebsklima zu gestalten. Ihr Unternehmen ist mit rund 30 Mitarbeitenden keine Riesenfirma. Wo sehen Sie die Stärken Ihrer Grösse? In der Flexibilität, in den schlanken Prozessen, in der flachen Hierarchie und damit in den niedrigen Gemeinkosten. Sie sind Gründer, kreativer Kopf und Leiter Ihrer Unternehmung. Wie sehen Sie die Zukunft? In den vergangenen Jahren konnte ich mehrere wertvolle Mitarbeiter für aeris gewinnen, die in meinem Sinne weiter denken und handeln. Auch wenn ich mich nach und nach mehr aus dem operativen Geschehen zurückziehe, haben wir noch unzählige neue Produktideen auf Lager, die in Zukunft die Art und Weise der Büroarbeit revolutionieren werden!


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Der Weg aus dem Matratzen-Dschungel Das Problem

Herkömmliche Matratzen haben immer nur eine vorgegebene Rückenstützwirkung und Schulterentlastung. Bei Schuhen, Kleidern; selbst bei Velorahmen können Sie nach Ihrem Körpermass richtig auswählen. Bei Matratzen und Bettsystemen fehlen Angaben zur genauen, individuellen Rückenwirkung. Dass dies nicht so sein muss, beweisen wir seit rund 10 Jahren mit zwei tausendfach bewährten und einzigartigen Lösungswegen. Diese garantieren für jeden Rücken, jedes Körpergewicht und jede Schlaflage gesundes und rückengerechtes Liegen.

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Revolutionär für jede Schlaflage und jeden Matratzenwunsch: Waage statt Federung! Wirklich perfekt für Ihren Rücken wird eine Matratze erst, wenn sich ein Waagesystem unter der Matratze um die Zonung in jeder Schlaflage kümmert. Damit kann jeder Matratzenwunsch von fest bis weich, rückengerecht und gewichtsunabhängig erfüllt werden.

Jedem seine individuell angepasste und regulierte Matratze.

Das selbst regulierende Bettsystem

Die angemessene Matratze

Dank dem Individual-Matratzenkonzept erreichen Sie unabhängig von Lattenoder Tellerrost die optimalste Matratzenausführung. Eine lang ersehnte Vision vieler Matratzenkäufer wird Wirklichkeit. So funktioniert die Anmessung: Eine Austestung am Liegesimulator lässt die auf den eigenen Körperbau abgestimmte Matratze entstehen.

So funktioniert das Waagesystem: Der individuelle Formausgleich erfolgt über ein Band. Jede Lageveränderung wird sofort ausgeglichen und Ihr Körper ist in jeder Position optimal gestützt. Der Einbau in bestehende Bettrahmen ist in allen Grössen möglich.

Wir machen Matratzen passend Möchten Sie mehr über das wichtige Thema erfahren? Bestellen Sie unsere kostenlose Dokumentation. Gratis Beratungstelefon: 033 654 12 71 Hauptstrasse 89A 3646 Einigen www.schlafundrückenzentrum.ch


Sanftes Karate – ja, das gibts...

Trends & Wissen

Fernöstliche Kampfkunst, Massage und Physiotherapie – wie geht das zusammen? Im Maru Dojo in Bern werden nicht nachträglich Schäden behoben, hier wird der Begriff Körpertraining gleich von Anfang viel weiter gefasst als üblich – mit positiven Folgen für den Kampfsport als «Kampfkunst» und die Gesundheit! Text: Kurt Mürset, Marko Marffy; Fotos: zvg

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Seit einigen Jahren hat sich die Unter­ scheidung zwischen den Begriffen «Kampfsport» und «Kampfkunst» eta­ bliert. Ersterer bezeichnet den Hochleis­ tungssport mit seinen Wettkämpfen und Titelerfolgen. Unter Kampfkunst hinge­ gen versteht man Bewegungsformen, die jedermann und jederfrau zugänglich sind und in erster Linie dem körperlichen und geistigen Ausgleich und der Gesund­ heitsförderung dienen sollen. Im Kampfsport werden oft die Grenzen des eigenen Körpers ignoriert. Die Wett­ kämpfer nehmen Abnutzungserschei­ nungen in Kauf, spritzen sich fit, wenn am Turniertag nicht alles stimmt, und belasten den Körper so zusätzlich. Der Alltag eines Hochleistungssportlers kann oft mit Stress verbunden sein, denn schliesslich steht der Sieg über einen Gegner im Vordergrund, der ebenfalls al­ les tut, um zu gewinnen. Der Kampfkunst widerspricht eine sol­ che Haltung. Die Praktizierenden lernen vielmehr die eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten kennen. Auch dazu sind Grenzerfahrungen physischer und

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psychischer Art notwendig. Aber gleich­ zeitig muss der eigene Körper ständig wahrgenommen werden, um die gefun­ denen Grenzen genau auszuloten und diese respektieren zu lernen. Kampf­ kunst ist die Kunst, nach innen die eige­ nen Schwächen, aber auch Möglichkei­ ten zu entdecken und damit nach aussen Neues zu schaffen. Dieser Prozess ist endlos. Der Weg ist das Ziel. Auf diesem Weg befindet sich Marko Marffy. Im August 2005 gründete er das Maru Dojo in Bern. Eine Schule für Kampf­ künste, in der verschiedene Kampfkunstund Bewegungsformen unterrichtet wer­ den. Von Anbeginn lag Marko Marffy ei­ nes am Herzen: Er wollte die Gesundheit des Menschen ins Zentrum stellen. Seit gut einem Jahr arbeiten deshalb im Maru Dojo zwei Physiotherapeuten und Osteopathen, eine Masseurin und ein Kampfkunstlehrer eng zusammen. Ins Dojo kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Vorstellungen. Die einen wollen lernen, sich selber zu verteidigen, andere suchen nach einer

attraktiven Möglichkeit fit zu bleiben, wieder andere suchen nach einem inne­ ren Ausgleich, nach einer passenden Form zur Stressbewältigung, nach Mög­ lichkeiten zur Stärkung der Selbstsicher­ heit oder sie wollen sich einfach etwas Gutes tun. Und nicht zuletzt gibt es diejenigen, die ganz einfach Dampf ab­ lassen wollen. Kampfkünste bieten all das. Vor allem aber steht die Entwicklung einer Haltung im Vordergrund, die von Achtung, Selbst­ disziplin, Entschlossenheit, Respekt und Demut geprägt ist. Und so findet denn im Unterricht jeder und jede etwas von dem, weswegen sie ursprünglich gekommen sind. Aber Marko Marffy zeigt ihnen noch mehr. Nämlich warum gerade gesunde Menschen sich mit Gesundheit ausein­ ander setzen sollten und was sie damit erreichen können.

«Früh reagieren» Über hundert Personen trainierten be­ reits im Maru Dojo, als die Physiothera­ peuten Reto Greber und Daniel Piller dar­ auf aufmerksam wurden. In ihrer lang­


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jährigen Berufserfahrung hatten sie es tagtäglich mit Menschen zu tun, die mit Beschwerden zu ihnen kamen. Die enge Zusammenarbeit mit Chirurgen zeigte ihnen nur allzu deutlich auf, welche Fol­ gen ungesunde Gewohnheiten haben können. Immer mehr gelangten sie zur Überzeugung, dass mit einer Änderung der Lebensgewohnheiten ein chirurgi­ scher Eingriff hätte vermieden werden können. Sie wollten nicht länger in der Praxis warten, bis die Personen als Pati­ enten zu ihnen kamen. Nach langen Ge­ sprächen entschieden sie sich, ihr Wis­ sen und ihre Erfahrung vermehrt dort einzusetzen, wo sich Menschen bereits mit ihren Bewegungsmöglichkeiten und Grenzen auseinandersetzen.

«Physiotherapeuten treffen auf Kampfkünstler» Über eine Webseite wurden die beiden auf das Maru Dojo aufmerksam und nah­ men mit Marko Marffy Kontakt auf. In einem ersten Gespräch merkten die drei sehr schnell, dass sich ihr Menschenbild und ihre Arbeitsweisen praktisch deck­ ten. Beide Physiotherapeuten verfügen

bereits über eine langjährige Kampf­ kunsterfahrung, und Marko hatte mit An­ drea Leuzinger bereits eine Masseurin im Dojo engagiert, die Schülerinnen und Schüler behandelte. So war es nahelie­ gend, eine erste Zusammenarbeit anzu­ gehen. Die beiden besuchten mehrere Trainings, führten Gespräche und began­ nen bald, Trainierende zu behandeln. Aufgrund der gemachten Erfahrungen organisierten die Physiotherapeuten ein erstes Seminar zur Rumpfstabilität. Der Anlass wurde ein voller Erfolg. Die Kampf­ künstler begannen in der Folge, diese Inputs in ihr Training zu integrieren. So ging das Interesse rasch über die Gren­ zen des Dojos hinaus. Bis heute fand eine ganze Reihe solcher Seminare für den ganzen Verband statt. Karatekas reisten aus der ganzen Schweiz an, um daran teilzunehmen.

«Bewusstsein schulen» Für das Maru Dojo bedeutet diese Zu­ sammenarbeit eine enorme Bereiche­ rung. Die Kampfkünstler arbeiten mit der Gewissheit, «gesund» zu trainieren und schätzen die Möglichkeit, bei Fragen

oder allfälligen Beschwerden rasch kom­ petente Auskunft zu erhalten. Therapie­ stunden mit den Therapeuten werden nicht in erster Linie als heilende, son­ dern vielmehr als ergänzende Massnah­ me zum Training verstanden. Die Inputs von Daniel Piller und Reto Ger­ ber helfen den Schülern im Maru Dojo, ihr Körperbewusstsein weiter zu schulen und Bewegungsabläufe aus einem neuen Blickwinkel zu verstehen. Trotz den vielen Erfolgen sehen sich die beiden Physiotherapeuten und Kampfkunst­ lehrer Marko Marffy erst am Anfang ei­ nes wachsenden Projektes. So planen sie ein gemeinsames Angebot, welches die vielen Vorzüge von Kampfkunst und Therapie verbindet und jedermann zu­ gänglich macht.

«Sanftes Karate» Sanftes Karate soll allen Menschen zu­ gänglich sein, egal, welche Vorausset­ zungen sie mitbringen. Auch hier wird an Technik und Form gearbeitet und der Partner wird in die Übungen einbezogen. Das Training ist aber angepasst: Es ist physisch weniger anstrengend und auf den Zweikampf wird weitgehend verzich­ tet. Dafür bleibt genügend Zeit, auf den eigenen Körper zu hören, ein Gleichge­ wicht zu finden und Meditation und Kon­ zentration zu üben. «Dojo» ist im Japa­ nischen der «Ort wo man seinen Weg findet», während «Maru» für Vollkom­ menheit steht. Ein anspruchsvolles Pro­ gramm. Dem man sich wohl wirklich am besten mit Sanftheit nähert...

Trends & Wissen

Marko Marffy, Daniel Piller, Amir Gharatchedaghi, Reto Greber, Andrea Leuzinger v.l.n.r.

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Phiten – sofort Wohlbefinden, sofort Energie Im Spannungsfeld von Wellness, Leistungssport, Medizin und Lifestyle gibt es immer wieder neue Entwicklungen und Entdeckungen. Nahrungsmittel werden angereichert mit Vitaminen, Mineralien und anderen Ergänzungen, um sie so noch gezielter auf unseren Körper wirken zu lassen. Schuhe schützen nicht nur die Füsse, sie sind Trainingsgerät zur Rückengymnastik. Textilien werden so entwickelt, dass sie nicht einfach vor Regen schüt­ zen, sondern für ein optimales Körperklima sorgen. So verspricht Phiten mehr Energie, Text: Kurt Mürset; Fotos: zvg eine vorbeugende Gesunderhaltung und trendige Wellness.

Lifestyle

die Phiten-Produkte an. Als Starthilfe, um Prozesse zu unterstützen, die auf unser Wohlbefinden abzielen.

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Die Phiten-Produkte kommen aus Japan. Dort galt früher jener Arzt als kompetent, dessen Wartezimmer leer war. Denn er hatte es verstanden, seine Patienten zu einer proaktiven Gesunderhaltung zu führen. Nun ist es ja so, dass der Präven­ tionsgedanke durchaus auch bei uns Eingang ins alltägliche Denken und Han­ deln gefunden hat. Wir versuchen uns so zu verhalten, dass gesundheitliche Schäden vermieden werden. Hier setzen

Wenn wir davon ausgehen, dass im Grunde alle unsere körperlichen Funktionen auf elektrischen Fel­ dern und Strömen beruhen, dann sucht Phiten eben diese Ströme zu harmonisieren. Dafür wird Titan ein­ gesetzt, aber auch Gold und Silber finden Ver­ wendung. Dabei werden Nanopartikel dieser Metalle im sogenannten PhildProcessing «energetisiert». Die so gespeicherten Schwingungen des Metalls wirken ordnend auf die körpereigene Elektrizität. Der Effekt der verschiedenen Materialien ist spürbar, denn die Phiten-Produkte senden wohltuende gleichförmige Wellen aus. Diese Wellen haben die Fähig­ keit, die bioelektrischen Strö­ me im Körper wieder zu harmonisie­ ren. Viele Benutzer sprechen von ei­ nem warmen Gefühl beim Tragen der Produkte. Dieses Wärmege­ fühl entsteht durch die angeregte Durchblutung der Haut. Durch eine verbesserte Blutzirkulation lockern sich Muskelver­ spannungen. Schlackenstoffe können besser abtranspor­ tiert werden.


08/2011/2012 · gesundsitzen Diese Technik findet bei einer Vielzahl von Produkten in unterschiedlichen For­ men Anwendung. So werden Textilien mit Aquatitan imprägniert. Das heisst, TitanNanopartikel werden in Wasser fein und können auf verschiedene Textilfasern aufgebracht werden. Die feinsten Titan­ partikel bleiben in den Fasern und wirken auch nach mehrmaligem Waschen. Dabei verhalten sie sich ähnlich wie die TextilFarbe, die ebenfalls nicht ausgewaschen werden kann.

Thermoaufnahmen: Clicon AG, Lindau-Zürich

Körperteilen Schmerzen verursachen können. Auch für Patienten, die keine Spritzen wünschen können die Tapes eingesetzt werden.

Lifestyle

So sind Phiten-Tapes und -Pflaster eine echte Alternative und Ergänzung zu anderen Therapien. Die Erkenntnisse aus diesen Tests können sich durchaus sehen lassen: Zwei Drittel der Patienten und Patientinnen, deren Schmerzen mit Phiten-Tapes behandelt wurden, gaben an, dass diese Schmerzen lindern und Verspannungen lösen würden. Ein Resul­ tat, das für sich spricht.

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Aquatitan findet auch in den Phiten-Bän­ dern und -Pflastern Verwendung. Er­ staunliche Erfolge wurden mit ihnen in der Schmerztherapie erzielt. So auch in der Basler Schmerzklinik Kirschgarten. Dort finden sich viele Patienten mit Rü­ ckenschmerzen, muskulären Beschwer­ den und entzündlichen Gelenkerkran­ kungen. So vielfältig wie die Krankheiten sind auch die Behandlungsmethoden, die in der Klinik angewendet werden. Neben medikamentösen Behandlungen gibt es eine psychotherapeutische Ab­ teilung und die Traditionelle Chinesische Medizin mit Methoden wie der Akupunk­ tur. Auch Entspannungstechniken wer­ den angewendet. Die Klinik ist speziali­ siert auf gezielte Infiltrationen unter Bildwandlerkontrolle oder CT-gesteuert – vor allem für den Bereich der Wirbel­ säule. In der Schmerzklinik testet Dr. N. Koss­ mann Phiten-Produkte. Er schätzt an den Phiten-Tapes und -Pflastern, dass sie gezielt und punktgenau an Körper­ stellen angebracht werden können bei Muskel- und Gelenkschmerzen und Ver­ spannungen. Sie wärmen und verbes­ sern die Durchblutung. Sie harmonisie­ ren die Nervenleitungen und regulieren den Energiehaushalt. Dr. Kossmann setzt auf Phiten-Tapes bei Patienten mit akuten und chronischen Muskelschmerzen, welche zu schmerz­ haften Triggerpunkten führen können. Darunter versteht man lokale Muskel­ verkrampfungen, die auch an andern

Die Thermoaufnahmen verdeutlichen, was viele Benutzer auch spüren. Dank der verbesserten Hautdurchblutung wird die Hauttemperatur erhöht. Die verbesserte Hautdurchblutung macht die Muskulatur geschmeidiger und dehnfähiger.


Vom Klemmen in der Schulter – Schulterimpingement

Medizin & Rücken

Wer eine sitzende Tätigkeit ausübt, ist besonders gefordert. Auch wer auf dem richtigen korrekt eingestellten Stuhl sitzt, braucht eine Haltung, die Nacken, Schulter und Rücken schont. Unter professioneller Anleitung und Beratung kann das erreicht werden, bevor dauerhafte Schäden auftreten. Dr. Hansjörg Straumann,
Chiropraktor SCG ECU

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Jedes Mal wenn Doris eine Jacke anzieht, wird sie schmerzlich an ihre Schulter er­ innert. Anstatt locker und flüssig mit dem rechten Arm in den Ärmel zu schlüp­ fen, versucht sie, durch eine windende Bewegung dem Schmerz auszuweichen. Doch es gelingt ihr nicht. Und das ist lei­ der nicht ihr einziges Problem... Sie beginnt Aktivitäten zu vermeiden und fühlt sich so stark behindert, dass sie ihren Alltag nicht mehr richtig meis­ tern kann. Deshalb sucht sie Hilfe beim Chiropraktor. Schon längere Zeit leidet sie unter Ver­ spannungen des Nackens, besonders wenn sie stundenlang am Schreibtisch im Büro arbeiten muss. Nach einen Sturz vor drei Monaten, bei dem sie sich mit dem rechten Arm auffängt, beginnen die Schmerzen im Schulterbereich. Beson­ ders das Heben des Armes über Kopf­ höhe ist schmerzhaft. Die Nacken- und Schultermuskulatur auf ihrer rechten Seite ist verspannt und sie

hält die Schulter etwas höher. Es finden sich empfindliche Druckpunkte an ver­ schiedenen Stellen an der Schulter, be­ sonders hinten auf dem Schulterblatt. Beim Hochheben des Armes versucht sie durch Heben der Schulter die Bewegung des Armes zu vermeiden. Wenn sie den Arm dann allerdings durch den schmerz­ haften Bereich ganz nach oben gestreckt hat, schmerzt es nicht mehr. Beim Run­ terlassen treten die Schmerzen aber wieder heftig auf. In der Fachsprache heisst dieses Symptom, schmerzhafter Bogen. Um dieses Phänomen zu verste­ hen, muss man mehr über die Anatomie der Schulter wissen. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Er­ möglicht wird diese Beweglichkeit durch seine Form. Das Schulterblatt (Skapula) besitzt an seinem seitlichen Rand eine flache Gelenkpfanne; der Oberarmkno­ chen erweitert sich an seinem oberen Ende zu einem grossen, runden Gelenk­ kopf; umhüllt von einer weiten Gelenk­

kapsel. Als Schutz und Muskelansatz­ stelle befindet sich darüber ein knöcher­ nes Dach, dass von Schlüsselbein und Schulterblatt gebildet wird. (Abb. 1) Die Kehrseite dieser Beweglichkeit ist die Instabilität. So ist das Schultergelenk das am häufigsten ausgerenkte Gelenk. Vier Muskeln ziehen von der Skapula zum Oberarmkopf. Mit ihren verwobenen Seh­ nen, der sogenannten Rotatorenman­ schette, umfassen sie den Gelenkkopf und sichern den Zusammenhalt dieses Gelenkes in den verschiedenen Positio­ nen; darüberliegende Muskeln, wie die Brustmuskeln, der breite Rückenmuskel und der Deltamuskel, gewährleisten die Kraft. (Abb. 2) Kleine Bewegungen des Armes finden allein im Schultergelenk statt. Bei grö­ sseren Bewegungen hingegen ist der gesamte Schultergürtel beteiligt. Das Schulterblatt sitzt beweglich auf dem hinteren Brustkorb und wird durch kräf­ tige Muskeln mit der Wirbelsäule, den

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Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Knochen des Schultergürtels 1 Schlüsselbein 2 Schulterdache 3 Oberarmkopf mit Gelenkknorpel 4 Oberarmknochen 5 Schulterblatt mit Gräte

Muskeln des Schultergürtels

Schnitt durch das Schultergelenk

auf der rechten Seite sind der Trapez- und der Deltamuskel entfernt um die darunterliegenden Muskeln darzustellen.

1 Schulterblattheber 2 Obergrätenmuskel 3 Untergrätenmuskel 4 Rautenmuskel 5 Kleiner und grosser Rundmuskel 6 Breiter Rückenmuskel 7 Deltamuskel 8 Gräte des Schulterblattes 9 Trapezmuskel

Rippen und dem Schädel verbunden. Die­ se Muskeln, zu denen der Schulterblatt­ heber, die Rautenmuskeln, der Kapuzen­ muskel und der vordere Sägemuskel ge­ hören, bewegen das Schulterblatt in alle Richtungen und können es in allen Stel­ lungen stabilisieren. Somit vergrössert der Schultergürtel die Beweglichkeit des Armes wesentlich und bildet eine ver­ schiebliche Verankerung. Das normale Funktionieren bedingt in­ takte Strukturen und eine präzise Steue­ rung. Es ist klar, dass ein gebrochenes Schlüsselbein, abgenutzte Gelenkflä­ chen oder abgerissene Sehnen kein ge­ sundes Zusammenspiel erlauben. Aber auch verkrampfte Muskeln, eine schlech­ te Haltung oder Schonverhalten nach Verletzungen können das komplexe Be­ wegungsmuster der Schulter langfristig beeinträchtigen. Bei unserer Patientin Doris ist das Schul­ terblatt wegen ihrer leicht gebeugten Haltung seitlicher wie normal gelegen

und etwas hochgezogen. Deshalb er­ scheinen die Schultern nach vorne ge­ rundet. Den Kopf trägt sie in Vorlage. Die Nackenmuskeln sind gespannt. Zusammen ergibt das ein verbreitetes Haltungsmuster, welches Nacken- und Schulterprobleme begünstigt und besonders häufig beim Sitzen beobachtet werden kann. Wenn sie den rechten Arm hebt, zeichnet sich die untere Ecke des Schulterblattes deutlich unter der Haut ab und verschiebt sich zu Beginn der Bewegung gegen die Wirbelsäule. Doris kann es nicht genü­ gend am Brustkorb stabilisieren. Gegen Ende der Bewegung dreht sich die unte­ re Ecke der Skapula nicht ausreichend zur Seite. Diese unpräzise Koordination führt zur Verengung des Raumes unter dem Schul­ terdach. Diese Verengung presst auf ei­ nen Schleimbeutel und die Sehne des Obergrätenmuskels. Durch die zusätzli­ che Reibung entzündet sich das Gewebe und das kann mit der Zeit zum Reissen der Sehnen führen. (Abb. 3)

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Beim Heben des Oberarmes können die Sehne des Obergrätenmuskels, der Schleimbeutel und die Gelenkkapsel eingeklemmt und beschädigt werden

1 Gelenk zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein 2 Schlüsselbein 3 Obergrätenmuskel mit Sehne 4 Schulterblatt 5 Schultergelenk 6 Gelenkkapsel 7 Oberarmknochen 8 Deltamuskel 9 Schleimbeutel 10 Schulterdach Teil des Schulterblattes Zum Glück hat Doris nicht so lange gewartet. Beim Auffangen des Sturzes hatte sie sich eine Zerrung der Schulter­ muskulatur zugezogen. Natürlicherwei­ se schonte sie diese verletzte Schulter, aber nach dem Abheilen behielt sie das Schonverhalten bei. Zusammen mit ihrer schlechten Haltung schaukelten sich die Beschwerden hoch. Für eine erfolgreiche Behandlung und anhaltende Besserung reicht es nicht, die Entzündung zu bekämpfen. Das un­ gesunde Bewegungs- und Haltungs­ muster muss verändert werden. Neben dem Mobilisieren der Brust- und Halswir­ belsäule und der Behandlung der Musku­ latur mit Triggerpunkt- und myofaszialen Techniken dienen dazu spezifische Kräf­ tigungs- und Dehnübungen. Doris muss also selber aktiv werden. Mit der Unterstützung und Anleitung des Chiropraktors analysiert sie ihre Haltung und versucht sie zu korrigieren, was nicht einfach ist. Besondere Aufmerk­ samkeit erhält das Sitzen, verbringt sie

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doch jeden Tag vielen Stunden in dieser Position. Sie realisiert, dass sie dabei re­ gelrecht zusammensackt. Das fühlt sich anfänglich am angenehmsten für sie an. Doch nach kurzer Zeit spürt sie, wie der Nacken und auch der untere Rücken zu schmerzen beginnen. Wenn sie dann den Rücken einfach aufrichtet, braucht das viel Kraft. Dabei verspannt sie sich noch mehr, was die Schmerzen nur ver­ stärkt. Oder nach kurzer Zeit ist sie wie­ der gebeugt, weil sie sich im Büro schliesslich auf anderes konzentrieren muss als auf ihre Haltung. Entscheidend ist, wie von Dr. Brügger be­ schrieben, die Stellung des Beckens. Wenn es nach hinten gekippt ist, führt das automatisch zu einem runden Rücken. Für die Aufrichtung der gesamten Wirbel­ säule lernt Doris auf dem vorderen Teil der Sitzhöcker zu sitzen, also das Funda­ ment richtig zu platzieren! So fällt es ihr viel einfacher, den Rumpf und den Kopf

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beschrieben vom Schweizer Dr. med. Alois Brügger

Abb. 4

aufgerichtet zu halten, oder wie sie sagt, zu balancieren. Es ist zwar eine gewisse Anstrengung, doch durch das tägliche Praktizieren dieser Haltung hat sie sich die nötige Kraftausdauer schon antrainiert. Ausser­ dem wird sie von ihrem korrekt einge­ stellten Stuhl dabei unterstützt und regelmässige kurze Pausen helfen die ein­ seitige Belastung zu entschärfen (Abb. 4) Bereits nach wenigen Wochen spürt Do­ ris eine deutliche Besserung ihrer Schul­ terbeschwerden; auch auch die Verspan­ nungen im Rücken und Nacken haben deutlich nachgelassen.

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Die Holbeinpraxis in Basel Aus der Erfahrung heraus, dass sich die Arbeit von Physiotherapeuten und Chiropraktoren immer wieder überschneidet, gibt es in der Holbeinpraxis ein gemeinsames Angebot von Chiropraktik und Physiotherapie. Mit dieser Kombination werden interdisziplinäre Antworten zu Beschwerden des Bewegungsapparates möglich. Die Holbeinpraxis ist zudem spezialisiert auf Chiropraktik bei Säuglingen und Kleinkindern und bietet auch alternative Therapien an für Menschen mit Rücken­problemen. www.holbeinpraxis.ch


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Schuhtrend für Geniesser

Wer nie zum Tragen von Gesundheits­ schuhen gezwungen war, hat noch im­ mer eine altmodische, leicht müffelige Vorstellung der dicksohligen Schuhspe­ zies. Dies, obwohl spätestens seit der Erfindung von MBT die halbe Promiwelt auf die wohltuende Wirkung der clever ausgetüftelten Schuhsohlen schwört. Der Grund für die Skepsis ist natürlich optischer Natur: Es sind die klobigen Sohlen, die den eitlen Trendschuhträger daran hindern, in Funktionsschuhen durch den Alltag zu schreiten. Sei es auch nur in Gedanken. Wer Wert auf sein Gesamtoutfit legt, ent­ scheidet sich dann doch lieber für die unbequeme Lösung – zum Beispiel wa­ ckelige Highheels, enge Halbschühchen oder blasenfördernde Ballerinas. Dabei könnte der Alltag in modischen Gesund­ heitsschuhen so viel leichtfüssiger daher kommen! Wie ein mehrtägiger Probelauf im Modell «Elegance Black» der Wohl­ fühlschuhmarke «Joya» gezeigt hat,

Nicht so zierlich wie Sandaletten – aber umso bequemer.

lohnt es sich, in gewissen Situationen von seiner Eitelkeit abzusehen und ganz einfach die Vorzüge der neusten Schuh­ sohlen-Technologien zu geniessen. Zugegeben, es braucht ein bisschen Überwindung, so ganz ohne Rücken­ schmerzen und andere gesundheitliche Defizite einen «Joya» spazieren zu tragen. Die ersten Schritte, die nach

Wer schön sein will muss leiden: HighheelsTrägerinnen kennen das Problem.

hinten abfallende Sohle, lösen ein Ge-­ fühl von Unsicherheit und einer ziemlich uneleganten Gangart aus. Das sieht doch sicherlich sehr unbeholfen aus! Ein kurzer Probelauf vor dem heimischen Spiegel kann nicht schaden. Auf diese Weise kommt man nämlich sehr schnell zur Erkenntnis, dass es gar nicht so ei­ genartig aussieht, wippenden Schrittes durch die Welt zu marschieren. Im Ge­ genteil, der Körper nimmt dank der speziellen Sohlenform ganz automatisch eine sichtlich aufrechtere Haltung ein. Nach den ersten Metern im Freien wird klar: Mit einem Joya-Modell an den Füssen wagt man sich nicht nur optisch in neue Gefilde. Die Schweizer Wohlfühl­ schuhe lassen ihre Träger sogleich ein völlig neues Gehgefühl erleben. Karl Mül­ ler junior, Sohn des MBT-Erfinders und Entwickler von «Joya», nennt seine Kreationen nicht umsonst «die weichs­ ten Schuhe der Welt». Es ist tatsächlich, als würde man aus der Haustür und über

Trends & Wissen

Das englische Wort Joy steht für Freude – die Schuhmarke «Joya» für die pure Freude am gesunden Gehen. Die Schweizer Wohlfühlschuhe mit der Hightech-Sohle sind wirksam gegen Rückenschmerzen und lindernd bei Bandscheibenvorfällen. Aber vor allem sind sie modern und gleichzeitig überaus bequem. Text: Miriam Lenz; Fotos: zvg Dies das Fazit einer ehemaligen Gesundheitsschuh-Skeptikerin.

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den Asphalt schweben – den ganzen Tag lang. Und ganz ohne dass die Passanten schräg schauen, sich wundern, was der Gesundheitsschuh an diesen modebewussten Füssen zu suchen hat. Erste neugierige Blicke erntet die ele­ gante Joya-Version erst nach Feierabend, wo sie zwischen zierlichen Sandalen oder hochhackigen Ausgangsschuhen ganz schön aus der Reihe tanzt. Die Rückmeldungen fallen aber überaus po­ sitiv aus: Für einen Gesundheitsschuh komme dieser dezent daher, sagen die einen. Fast hätte man den «Elegance» nicht als solchen entlarvt, die anderen. Und überhaupt: Hauptsache ist doch, ein Schuhwerk ist bequem und von Rücken bis Fuss schonend!

Vielleicht nicht ganz so cool, aber die bessere Lösung auf die Dauer sind «gesunde» Turnschuhe allemal....

Einziger Kritikpunkt: Ein leichteres Schuhmodell hätte sicherlich besser zu den sommerlichen Temperaturen und dem Ambiente gepasst als das raben­ schwarze, hochgeschlossene Modell «Elegance». Ein Glück, dass der Erfinder von «Joya» für jede erdenkliche Alltagssituation das geeignete Schuh­

design kreiert hat. Ein Blick in das «Joya»-Angebot lohnt sich auf jeden Fall. Ebenso wie das Tragen von Gesund­ heitsschuhen – aus purem Spass am wohligen Gehgefühl.

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Das ABC der Therapien Es gibt eine ganze Reihe von Therapieformen, die sich zur Heilung oder Linderung spezifischer Leiden anbieten. Teils sind sie uralt und wieder entdeckt, teils sind sie neu entwickelt worden. Von den einen haben wir schon gehört, von andern kennen wir bloss den Namen – frischen Sie hier Ihr Wissen auf. Text: Kurt Mürset; Fotos: zvg

Trends & Wissen

Alexander-Technik

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Dank aufmerksamer Selbstwahrneh­ mung werden Bewegungsabläufe be­ wusster, ausgewogener und effizienter gestaltet. Dysfunktionale Gewohnheiten, die zu körperlichen Beschwerden führen, werden erkannt und abgelegt. Die Alex­ ander-Technik zeigt einen Weg, natürlich und mühelos aufrecht zu leben. Die Methode geht auf Frederick Matthias Alexander zurück, der damit Stimm- und Atemprobleme überwand. Bei vielen Pati­ enten setzt bereits nach drei Lektionen ein anderes Körperbewusstsein ein. Die Bereitschaft, Gewohnheiten zu hinterfragen, ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Anwendungsbereiche: Rücken-, Nackenoder Schulterschmerzen, Schleudertrau­ ma, Bandscheibenvorfall und stressbe­ dingte Störungen. www.alexandertechnik.ch

Situationen auf Atmung und Hautleitwert haben. Dank dieser Rückmeldung kann sich der Patient selbst besser kennen lernen und Anspannung von Entspannt­ heit unterscheiden. Anwendungsbereiche: Migräne, psycho­ somatische Beschwerden oder Angst­ störungen. Neurofeedback wird auch bei Kindern mit AufmerksamkeitsdefizitHyperaktivitäts-Störung eingesetzt. www.psychologie.ch.

Cranio-Sacral-Therapie Biofeedback Biofeedback will uns unsere unbewuss­ ten Körperreaktionen mit technischer Hilfe bewusst machen. So lernen wir den Körper steuern. Bereits seit den 1950erJahren werden Blutdruck, Puls oder die elektrische Leitfähigkeit der Haut ge­ messen und die Werte sicht- oder hörbar gemacht. Beim Neurofeedback werden Gehirnwellen gemessen. Einer der Haup­ teffekte von Biofeedback ist Entspan­ nung, die Stress und Schmerzen redu­ ziert. So kann beispielsweise verfolgt werden, welche Auswirkungen Erinne­ rungen an schöne oder schwierige

Das Prinzip dieses Verfahrens beruht da­ rauf, dass der menschliche Hirnwasser­ strom unser Wohlbefinden stark beein­ flusst. Bewegungseinschränkungen der Schädelknochen, der Wirbelsäule oder des Beckens können den Rhythmus des Stroms verändern und zu Beschwerden führen. Mit sanften Drucktechniken an Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sac­ rum) stellen TherapeutInnen den norma­ len Hirnwasserfluss wieder her. Die Cra­ nio-Sacral-Therapie soll auf diese Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang setzen. Begründet wurde sie in den 1930er-Jahren vom US-Osteopathen

William G. Sutherland. Die Therapeutin­ nen legen die Hände zuerst auf den Kopf, um sich auf den Rhythmus des Hirnwasserstroms einzustimmen. Dann ver­ suchen sie entlang von Wirbelsäule und Kreuzbein Blockaden zu ertasten, die mit Druckbewegungen gelöst werden. Anwendungsbereiche: Migräne, Rücken­ schmerzen, Schädelverletzungen, Trau­ mata nach schweren Geburten oder Burn-out. www.craniosuisse.ch.

Spiraldynamik Der menschliche Körper bewegt sich von Natur aus spiralförmig. Vor 23 Jahren be­ gründete der Schweizer Mediziner Chris­ tian Larsen dieses anatomische Bewe­ gungs- und Therapiekonzept. Solange Arme, Wirbelsäule, Beine und Füsse die natürliche Drehrichtung einhalten, sind Muskeln und Gelenke richtig belastet und werden nicht überanstrengt. Geht dies verloren, entstehen Beschwerden, vor allem in den Gelenken und im Rücken. Zu Beginn der Therapie werden Haltungsund Bewegungsmuster analysiert. Spä­ ter rückt die Gesamtkörperkoordination ins Zentrum. Patienten sollen aktiv mit­ arbeiten. Anwendungsbereiche: Fuss-, Knie- und Hüftprobleme, Rücken- und Nackenschmerzen, Bandscheibenvorfälle. Zum Teil können durch Spiraldyna­ mik Operationen vermieden werden. www.spiraldynamik.com

Fortsetzung folgt...


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