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Palma Salvatore

Fotodesign


Lerninhalte und Lernziele Die Historie der Fotografie wird in diesem Heft behandelt. Vor allen Dingen wird die Aufmerksamkeit auf die Vorgeschichte der Fotografie gelenkt, also die Zeit, in der mit lichtempfindlichen Materialien wie mit optischen Geräten experimentiert wurde, ohne diese beiden Gebiete zusammenzuführen. Die Fotografie entwickelte sich zunächst auf zwei getrennten Ebenen: Zum einen werden Linsen und Objektive entwickelt, zum anderen experimentieren Forscher mit lichtempfindlichen Materialien. Die Väter der Fotografie, die ersten fotografischen Verfahren sowie die Entwicklung erster Kameras sind Thema dieses Heftes. Ein grundlegender Überblick über weitere optische Geräte der Gegenwart wird ebenso geliefert wie der Einblick in die zukünftige Entwicklung der Fotografie. Da die Fixierung von Schattenbildern eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Erfindung der Fotografie spielt, übertragen wir diese Thematik in die heutige Zeit und zeigen die kreativen Möglichkeiten der Schattenfotografie. Wenn Sie dieses Heft aufmerksam durchgelesen haben, haben Sie Informationen über: – die Historie der Fotografie – die Vorläufer der heutigen Kameras – die Entwicklungsgeschichte der Kamerasysteme – den Bereich der Farbfotografie – die digitale Zukunft der Fotografie 1 Der Wunsch nach Bildern Der Wunsch, ein möglichst perfektes Abbild von Personen oder Gegenständen zu erhalten, ist sicherlich eines der ältesten Verlangen in der Geschichte der menschlichen Kultur. Es ist allerdings stark an kulturelle Bedingungen geknüpft, z. B. aus religiösen Gründen war es verpönt, das genaue Porträt eines Menschen zu malen. So war es nicht nur die Arbeit vieler Forscher und Gelehrter, die schließlich zur Erfindung der Fotografie führte, sondern ebenso das gesellschaftliche Verlangen nach möglichst perfekten Porträts und Bildern der Welt. Diesen Punkt sollte man nie außer Acht lassen, denn was nützt die schönste Erfindung, wenn kein Mensch sich dafür interessiert? Diese Tatsache erklärt, warum die Fotografie eigentlich erst so spät entdeckt worden ist. Die optischen und chemischen Grundlagen waren zum Großteil weit vor 1827 bekannt, dem Jahr, in dem Nicéphore Niépce die erste Fotografie anfertigte. Wir befinden uns am Anfang des 19. Jahrhunderts, einer Epoche, die geprägt ist von der Industrialisierung und einer immer stärker werdenden Schicht reicher Bürger, Kaufleute, Unternehmer und Gewerbetreibender.


Abb. 1: Silhouetten-Porträt, entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Diese Silhouetten wurden von geübten Spezialisten aus sehr dünnem, schwarzem Papier geschnitten. Es war eine billige Möglichkeit, ein Porträt von sich zu erhalten

Wiederholen Sie nun Ihren letzten Gang durch ein Kunstmuseum im Geiste: Sicherlich erinnern Sie sich an zahlreiche Ölgemälde von Fürsten, Königen und anderen bedeutenden Persönlichkeiten. Was passiert, wenn der Kundenkreis für möglichst genaue Porträts plötzlich (durch die Industrialisierung und die damit verbundene Entstehung eines reichen Bürgertums) um ein Vielfaches größer wird? Die Erfindung der Fotografie lässt sich mit dieser Überlegung nicht begründen, der sofortige Erfolg und die ungeheuer große Resonanz schon. Nun besaß man endlich ein Medium, mit dem genauere und billigere Bilder hergestellt werden konnten, als es die Maler bis dahin vermochten!

2 Die Camera obscura 2.1 Licht und Sehen Bei einer Lochkamera ist das Bild der Außenwelt spiegelverkehrt und auf dem Kopf zu sehen. Schwer vorstellbar, wenn man dieses Phänomen nicht real erleben kann. Grundlage dieser Erscheinung und damit Grundlage der Fotografie überhaupt ist die simple Tatsache, dass sich Licht geradlinig ausbreitet und dass Lichtstrahlen, die z. B. von einem Gegenstand ausgehen, das Bild eben dieses Gegenstandes transportieren. Diese so einfach klingende Tatsache war lange umstritten, bedeutet sie doch, dass das sehende Auge ein passives Organ ist, in das Lichtstrahlen einfallen und so ein Bild im Inneren des Auges entstehen lassen. Die alte Vorstellung vom Sehen war genau andersherum: Das Auge ist ein aktives Organ, von dem lichtartige Sehstrahlen, ähnlich wie Fühler, ausgehen und Objekte durch Berührung sichtbar werden lassen. Selbst der bedeutende griechische Mathematiker Euklid hielt diese „Sehstrahlentheorie“ für richtig. Diese Auffassung vom Sehen wurde erst 1625 von dem Jesuiten Christoph Scheiner endgültig widerlegt. Er legte die Netzhaut eines frisch geschlachteten Tieres frei, ohne das Auge sonst zu zerstören. Sah man nun von hinten auf die Netzhaut, erblickte man ein winziges Bild der vor dem Auge befindlichen Gegenstände. Der Beweis war erbracht, dass Lichtstrahlen ins Auge hineinfallen und sich dort zu einem Bild zusammenfügen. Abb. Abb. 2: Zeitgenössische Darstellung des Camera-obscura-Phänomens, Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Person erscheint im „dunklen Raum“ auf dem Kopf stehend als Projektionsbild


Was wäre, wenn das Sehen doch so funktionieren würde, wie in der Sehstrahlentheorie beschrieben? Dann gäbe es die Fotografie in unserer Form überhaupt nicht, denn Fotoapparat und Auge sind sich in einem Punkt gleich: In beide fallen Lichtstrahlen hinein, beide bündeln diese Strahlen (durch die Linse des Auges bzw. durch das Kameraobjektiv) und erzeugen so ein Bild. Im Auge entsteht dieses Bild auf der Netzhaut, in der Kamera auf dem Film. Wenn Sie sich das vorangehende Bild anschauen, werden Sie feststellen, dass das Bild des Mannes auf dem Kopf steht. Jedes Projektionsbild, egal ob in einer Lochkamera, einem Fotoapparat oder einem Auge, steht zuerst auf dem Kopf, da sich die Lichtstrahlen in einem Punkt (Loch, Objektiv oder Linse) sammeln und damit die Positionen vertauscht werden: Was vorher oben war, ist nun unten, was vorher links war, ist nun rechts. So ist es auch im menschlichen Auge. Trotzdem sehen wir natürlich nicht alles auf dem Kopf, da unser Gehirn in der Lage ist, dieses verkehrte Bild auf der Netzhaut wieder richtig herum zu drehen. In Fotoapparaten steht das Projektionsbild zunächst ebenfalls verkehrt herum, doch macht dies glücklicherweise nichts aus, da wir im Sucher oder auf dem Display das Bild seitenrichtig dargestellt bekommen. Die Tatsache, dass das Projektionsbild in der Kamera auf dem Kopf steht, können Sie sich anschaulich machen, wenn Sie die Rückwand Ihrer Kamera öffnen, ein Stück Transparentpapier vor die Verschlussblende halten und nun mit einer möglichst langen Verschlusszeit auslösen. Sie werden Ihr Motiv (möglichst ein helles Fenster o. Ä.) auf dem Kopf stehend abgebildet sehen. Dies funktioniert natürlich nur mit einer analogen Kamera, bei der sich die Rückwand zum Filmwechsel öffnen lässt. Das Verstehen dieser grundlegenden Sachverhalte erleichtert später den Umgang mit verschiedenen Kameras, Objektiven und anderen optischen Geräten. 2.2 Die ersten Camerae obscurae Als Erster beschrieb der arabische Gelehrte Al-Haitham eine Lochkamera, auch Camera obscura (lat. camera „Gewölbe“; obscura „dunkel“: Mehrzahl = Camerae obscurae) genannt. Von den überaus umfangreichen und präzisen Forschungsergebnissen der arabischen Gelehrten profitierte später das gesamte Abendland. Viele unserer Begriffe aus der Mathematik oder der Astronomie sind deshalb arabischen Ursprungs: Algebra und Theodolit zum Beispiel. Den ganz großen Aufschwung in der Entwicklung der Camera obscura brachte das Zeitalter der Renaissance mit sich. Besonders muss hier das Universalgenie Leonardo da Vinci hervorgehoben werden. Er war nicht nur ein genialer Maler, sondern ebenso Ingenieur und Forscher auf fast allen Gebieten. Er hinterließ zahlreiche Aufzeichnungen über die Lochkamera und über optische Versuche. Die Tatsache, dass Leonardo in Spiegelschrift schrieb, schützte seine Notizen so gut, dass sie nach seinem Tod nicht gelesen wurden und auf die folgende Entwicklung der Camera obscura wie der Optik keinen Einfluss nahmen. Da sich in dieser Zeit auch andere Gelehrte in Italien mit den Gesetzen der Optik beschäftigten, kann man die Camera obscura ab der Mitte des 16. Jh. als bekannt annehmen. Neben Hieronymus Cardanus seien noch weitere italienische Gelehrte erwähnt: Giovanni Battista della Porta (1538–1615) erfand eine Camera obscura, die ähnlich einem Kino funktionierte. Die Zuschauer saßen in dem verdunkelten Zimmer und erblickten auf einer Leinwand das von draußen hineingeworfene Bild. Porta soll so kleine Theaterstücke gezeigt haben und, da seine Vorführung für Unkundige unerklärlich war, sogar der Zauberei bezichtigt worden sein.


Der Italiener Daniele Barbaro veröffentlichte 1568 sein Buch über die Perspektive (La pratica della prospettiva). Auch er erwähnt die Camera obscura, sowohl ohne wie auch mit Linse. Er beschreibt detailliert, was er in seinem verdunkelten Zimmer als Projektionsbild an der Wand sieht: „Die Abstufungen der Schatten und Farben, die Bewegungen, die Wolken und die Wellen des Wassers, die fliegenden Vögel und alles das, wenn die Sonne hell und schön scheint, weil im Sonnenlicht die Bilder am deutlichsten werden.“ Bisher betrachteten die Forscher nur diese Projektionsbilder; Barbaro gibt den entscheidenden Hinweis: „Verfolgt man die Umrisse der Gegenstände dann auf dem Blatt mit einem Stift, so kann man das Bild perspektivisch richtig zeichnen. Weiter lässt sich das Bild schattieren und kolorieren, so wie es die Natur dir zeigt, dabei darf das Blatt nicht von der Stelle bewegt werden bis zur Beendigung der Zeichnung.“ Die Camera obscura als Hilfsmittel zur Erlangung perspektivisch richtiger Zeichnungen 1. Übung: Bauen Sie eine Lochkamera! Sie benötigen dazu lediglich einen Karton (z. B. einen Schuhkarton) und ein Stück Transparentpapier (Butterbrotpapier). In den Karton bringen Sie ein Loch von ca. 3 mm Durchmesser an. Die Kanten dieses Loches sollten sauber ausgeschnitten sein. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kartons bringen Sie Ihr transparentes Papier an. Wenn Sie nun Ihre Lochkamera gegen ein helles Fenster oder eine Lampe richten, können Sie ein unscharfes und dunkles – aber deutliches – Projektionsbild auf dem Transparentpapier beobachten. 2.3 Die Camera obscura als mobile Zeichenhilfe Die vorangehende Abbildung zeigt einen zu einer Camera obscura umfunktionierten Raum. Sicherlich ist es sehr eindrucksvoll, sich in solch einer riesigen, begehbaren Kamera zu bewegen und das Projektionsbild zu beobachten. Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand: Das Projektionsbild zeigt zwangsläufig immer nur die gleiche Sicht, da das ganze Haus ja nicht hin und her transportiert werden kann. Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Kamera wäre fest montiert und damit auf eine Sicht fixiert! Schnell fing man an, mobile Häuser zu konstruieren, die an die Orte gebracht wurden, von denen man eine Zeichnung anfertigen wollte. Schließlich ging es darum, ein möglichst genaues, perspektivisch richtiges Bild anzufertigen. Die nächste Abbildung zeigt eine frühe tragbare Camera obscura. Sie wurde von dem Gelehrten Athanasius Kircher entworfen und 1646 in seinem Buch „Ars magna lucis et umbrae“ vorgestellt. Der Zeichner steigt durch eine Öffnung im Boden in die Kamera ein und erblickt auf den inneren Wänden „E“, die aus transparenten Papieren sind, das Projektionsbild der Außenwelt. Die äußeren Wände (A – D) verdunkeln die innere Kammer, außerdem sind die Linsen in ihnen angebracht. Die vordere Wand und das Dach wurden auf der Zeichnung weggelassen, um Ihnen den Einblick in die innere Konstruktion zu ermöglichen. Abb. 4: Kirchers tragbare Camera obscura. Sehr gut ist zu erkennen, wie der Zeichner im Inneren der Kammer das Projektionsbild beobachtet, um es nachzuzeichnen. Eine erste mobile Zeichenhilfe, jedoch dürfte das Gewicht dieser Konstruktion nicht gering gewesen sein


Die ersten tragbaren Zeichenhilfen müssen ähnlich unförmige, schwere Konstruktionen gewesen sein, wie auf dem Bild oben zu sehen ist. Dies änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts schnell. Die Camera obscura wurde leichter und mobiler und nahm alle nur erdenklichen Formen an; die folgende Abbildung links zeigt eine Camera obscura in Sänftenform. Das Objektiv befindet sich auf dem Dach und das Projektionsbild wird mittels eines Spiegels ins Innere der Sänfte gelenkt. Dort erblicken Sie den heruntergeklappten Zeichentisch, auf den der Künstler sein Papier legen konnte, um das Projektionsbild abzuzeichnen. Die rechte untere Abbildung zeigt eine Zeichenhilfe in Zeltform, die ähnlich funktioniert. Nicht nur Künstler nutzten diese Technik, auch Landvermesser und Kartografen bedienten sich der Camera obscura zur Erlangung maßstabsgetreuer und perspektivisch richtiger Landschaftszeichnungen.

Abb. 5: Camera obscura in Sänftenform

Abb. 6: Camera obscura in Zeltform

Noch immer sitzt der Zeichner in der Camera obscura, um dort das Projektionsbild nachzuzeichnen. Der Schritt, noch kleinere Camerae obscurae zu bauen, auf denen das Projektionsbild von außen auf einer Mattscheibe beobachtet werden konnte, erfolgte rasch. Der Würzburger Mönch Johann Zahn war einer der Ersten, der kleinere Camerae obscurae entwarf, die die Bezeichnung „transportabel“ auch wirklich verdienten. In der nächsten Abbildung wird eine seiner Zeichenhilfen, die im Jahre 1685 veröffentlicht wurde, gezeigt. Technisch gesehen entspricht dieses Gerät im Prinzip den ersten Fotoapparaten des 19. Jahrhunderts. Zahn verbessert die Camera obscura noch um weitere Details: Er empfiehlt, das Innere der Kamera zu schwärzen, um störendes Reflexionslicht zu vermeiden. Eine bewegliche Mattscheibe dient zur genauen Schärfenfokussierung; ein in die Kamera eingefügter Spiegel bewirkt, dass das Bild nicht mehr auf dem Kopf stehend zu sehen ist.


Abb. 7: Johann Zahns Camera obscura. Interessant sind die Ausmaße seiner Konstruktion: 23 cm in der Höhe und Breite, 60 cm in der Länge. Großbildkameras unserer Zeit haben ähnliche Dimensionen Der Gebrauch der Camera obscura als Zeichenhilfe war in Künstlerkreisen nicht unumstritten. Viele bemängelten zu Recht die Verfälschung der Perspektive durch fehlerhafte Objektive; die Konstruktion und Berechnung optisch hochwertiger Objektive steckte noch in den Kinderschuhen. Auch empfand man die Anwendung der Camera obscura als „Verrat“ am eigenen Handwerk. Schließlich hob sich ein guter Künstler durch seine Gabe, freihändig perspektivisch richtig zeichnen zu können, von dem Dilettanten ab. Mittels der Camera obscura waren nun auch Ungeübte in der Lage, den dreidimensionalen Raum richtig wiederzugeben. Trotzdem benutzten bedeutende Maler wie z. B. der Holländer Vermeer oder der Italiener Tintoretto die Camera obscura als Zeichenhilfe, wie viele andere auch verschwiegen sie jedoch möglichst ihren Gebrauch.


3 Frühe fotochemische Versuche Im letzten Kapitel war von Zeichenhilfen die Rede und von der Konstruktion erster tragbarer Camerae obscurae. Schauen Sie sich noch einmal die Zeichenhilfe von Johann Zahn an und stellen Sie sich vor, man würde in der Ebene, auf die das Objektiv sein Bild wirft, ein Stück Film anbringen! Dann wäre die Fotografie 240 Jahre eher erfunden worden, denn eine Kamera, die in der Lage ist, ein korrektes Bild auf eine Mattscheibe zu werfen, kann selbstverständlich auch eine Fotografie anfertigen. Und so stellt sich hier wieder die Frage: Welche Geräte sind in der Lage, ein Bild der Welt zweidimensional wiederzugeben? Welches Material reagiert auf Licht und ist in der Lage, dieses Bild festzuhalten? Die Frage der Geräte ist mit der Erfindung der Camera obscura gelöst, die Suche nach einem lichtempfindlichen Material begann erst im 18. Jahrhundert. Die Folge von Lichtwirkung auf viele Materialien war bekannt, bestimmte Stoffe bleichen in der Sonne aus (z. B. einige Farben oder Textilien) oder werden dunkler (wie die menschliche Haut). Doch sind alle diese Materialien ungeeignet, das Bild auf der Mattscheibe der Camera obscura dauerhaft festzuhalten. Dem deutschen Arzt und Professor Johann Heinrich Schulze (1687–1744) gebührt die Ehre, die chemische Grundlage der Fotografie entdeckt zu haben. 1725 versuchte er, eine phosphorisierende Substanz herzustellen. Durch einen Zufall vermischte er Salpetersäure, die leicht silberhaltig war, mit pulverisierter Kreide. Er füllte dieses Gemisch in eine Glasflasche ab und bemerkte wenig später, dass seine Substanz dunkler geworden war. Seiner Aufmerksamkeit entging nicht, dass die Seite der Flasche, die dem hellen Fenster zugewandt war, die schwärzeste Substanz enthielt. Eine ganze Reihe von Versuchen folgte. War die Substanz durch Wärme oder durch Licht geschwärzt worden? Welche der Chemikalien ist für diese Reaktion verantwortlich? 1727 veröffentlichte er seine Versuche unter dem Titel: „Dunkelheitsträger statt Lichtträger entdeckt; oder merkwürdiger Versuch über die Wirkung der Sonne“. Er beschreibt seine Versuche mit Papierschablonen, die er auf seinen Flaschen anbrachte und so Abbilder der herausgeschnittenen Formen erhielt. Leider konnte er seine so entstandenen Bilder nicht fixieren, er hält jedoch in seiner Abhandlung fest, dass das Silber auf Licht reagiert und dabei dunkler wird. Mit dieser Erkenntnis ist der chemische Grundstein der Fotografie gelegt. Eine Silberverbindung reagiert auf Licht und wird dabei dunkler, genau wie bei jedem Film unserer Zeit. Dies hatte zur Folge, dass die moderne Fotoindustrie zu den weltgrößten Verbrauchern von Silber zählte. Erst durch die allgemeine Verbreitung der digitalen Fotografie nimmt der Silberverbrauch stetig ab. Amüsanterweise entdeckte Schulze dies auf der Suche nach einem phosphorisierenden, also einem leuchtenden Stoff. Entdeckt hat er aber kein leuchtendes Material, sondern einen Stoff, der in der Lage ist, Licht aufzuzeichnen. Es blieb zunächst bei seinen Versuchen, mithilfe des Silber-Kreide-Gemisches Bilder ausgeschnittener Buchstaben o. Ä. anzufertigen. Der Schritt, eine Glasplatte mit seiner Substanz zu präparieren und auf die Mattscheibe einer Camera obscura zu legen, wurde noch nicht getan. Schulze stand mit seinen Versuchen nicht allein. Den nächsten wichtigen Schritt unternahm der aus Stralsund stammende schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele. Er begann 1770, sich mit der Lichtempfindlichkeit von Silberverbindungen zu beschäftigen. Mit Chlorsilber behandeltes Papier wurde dem Sonnenlicht


Teil 2


Lerninhalte und Lernziele Zunächst wird die große Attraktivität der digitalen Fotografie angesprochen. Anhand von Beispielfotos werden die vielfältigen Motive und Gestaltungsmöglichkeiten aufgezählt. Das Angebot an digitalen Kameras ist riesig und nimmt ständig in schnellem Produktwechsel zu. Sie erhalten in diesem Studienheft grundlegende Informationen über die Basiskomponenten Sensor, Objektiv, Sucher, Stromversorgung, Speicherung der Bilddaten sowie Übertragung in den PC und über die zentralen Kamerafunktionen Blende, Verschlusszeit und Fokussierung. Die Fotos, die Sie in den Studienheften finden, sind von uns mit Digitalkameras aus verschiedenen Kameraklassen mehrerer Hersteller aufgenommen worden, die freundlicherweise Testgeräte zur Verfügung gestellt haben. Im Kapitel 5 werden Auswahlkriterien und Informationsquellen zu Digitalkameramodellen beschrieben, die für die Einordnung Ihrer Digitalkamera bzw. für den Kauf einer neuen Kamera nützlich sein können. In den Aufgaben werden einerseits grundlegende Begriffe, Verfahren und Daten, andererseits Zusammenhänge und Anwendungsmöglichkeiten angesprochen, die für die technische Bedienung der Kamera sowie für die Gestaltung von Fotos von Bedeutung sind. In mehreren Fotografieaufgaben können Sie die fotografietechnischen Informationen gleich in die Praxis umsetzen. Sie können bereits im zweiten Studienheft Ihre eigenen Fotoerfahrungen mit einbringen. Wie haben Sie bisher fotografiert? • Bewusst oder eher unüberlegt? • Haben Sie z. B. Blende oder Verschlusszeit gezielt bei bestimmten Motiven eingestellt? • Achteten Sie bei Aufnahmen auf die Tiefenschärfe? • Falls Sie bereits eine Digitalkamera besitzen, welche Komponenten (Sucher, Display, Brennweite) hat sie, wie viele Megapixel? • Skizzieren Sie ggf. Probleme mit und offene Fragen zu Ihrer Digitalkamera. Beantworten Sie diese Fragen zusammen mit den Einsendeaufgaben und legen Sie einige typische Fotos bei. Wir sind an Ihren Erfahrungen interessiert und werden Sie so weit wie möglich persönlich beraten.


1 Digitale Fotografie – mehr als ein Hobby Die digitale Fotografie ist zu einer Art Volkssport geworden und hat ebenso wie das Mobiltelefon das Leben verändert. Überall hat „man“ nun seine kompakte, schicke Digitalkamera dabei, ob auf Reisen oder Partys. Die Kamera steckt in der Tasche und wird bei allen möglichen Anlässen und Situationen gezückt. Dadurch, dass keine Kosten für die Entwicklung anfallen und die Bilder jederzeit gelöscht werden können, produzieren viele eine wahre Bilderflut.

Abb. 1: Fotomotive Es wird geknipst und geknipst, im Gegensatz zu früher bei der analogen Kamera mit einem Film bis max. 36 Bildern unbekümmert und in einer fast beliebigen Anzahl – begrenzt nur durch die Kapazität der Speicherkarte und den Akkuladezustand. Während man früher die Filme z. B. nach einem Urlaub zur Entwicklung brachte und gespannt auf die Abzüge wartete, kann man nun die Fotos vor Ort ansehen, kontrollieren, löschen und bei Bedarf einen neuen Versuch starten. Heutzutage kleben die meisten ihre Bilder nicht mehr in Fotoalben ein, sondern verwalten sie auf der Festplatte oder auf einer CD bzw. DVD in elektronischen Alben, stellen sie ins Internet, binden sie in Computerprogramme wie z. B. Powerpoint ein oder erstellen Diashows. Die Bildbearbeitung ist für viele zu einem neuen Hobby geworden. Der großen Gruppe der wenig anspruchsvollen „Knipser“, die aus Spaß Bilder „schießen“ und eine Erinnerung mitnehmen wollen, steht die kleinere Gruppe der Fotografen (im engeren Sinne) gegenüber, die bewusst und gezielt „gute“ Bilder erstellen wollen. „Gut“ heißt, dass vor dem Druck auf den Auslöseknopf ein geeignetes Motiv gefunden, im Sucher oder über den Monitor der Ausschnitt festgelegt und die Bildwirkung bedacht sowie verschiedene Randbedingungen berücksichtigt werden (z. B. Helligkeit, Vorder- und Hintergrund). Die verschiedenen Motivarten wie z. B. Pflanzen, Tiere, Landschaften, Porträts oder Nachtaufnahmen stellen unterschiedliche technische und gestalterische Anforderungen.


Abb. 2: Schnappschüsse Der wesentliche Unterschied zwischen der Gruppe der „Knipser“ und der Fotografen (im engeren Sinne) ist am deutlichsten daran zu erkennen, ob ausschließlich die eingebaute Automatik (Fokussierung, Blende, Verschlusszeit) der Digitalkameras benutzt wird oder ob je nach Situation individuelle Kameraeinstellungen vorgenommen werden. Während „Knipser“ ohne fotografische Grundkenntnisse auskommen und geringere Ansprüche an die Bildqualität stellen, kennen Fotografen u. a. den Begriff Tiefenschärfe oder Weißabgleich und berücksichtigen diese und viele andere Faktoren bei der Aufnahme.

Abb. 3: Kinderporträt / Schiffskabine mit Zentralperspektive


1. Übungsaufgaben 1. Wie würden Sie sich selbst zurzeit mit Ihren fotografischen Kenntnissen und Fähigkeiten einordnen? Welche Wünsche haben Sie in Bezug auf die digitale Fotografie und was erwarten Sie sich von der Durcharbeit des Fernstudienlehrgangs? _________________________________________________________________________ _________________________________________________________________________ 2. Welche positiven bzw. negativen Erfahrungen haben Sie mit der analogen und/oder digitalen Fotografie gemacht? _________________________________________________________________________ _________________________________________________________________________

Digitale Fotografie – neue Technik und neue Gestaltungsmöglichkeiten Während die analoge Fotografie auf eine über einhundertfünfzigjährige Geschichte zurückblicken kann, begann die digitale Fotografie erst ab 1995. Seitdem hat sich die Technik enorm entwickelt und in vielerlei Hinsicht das Niveau der analogen Fotografie erreicht, bzw. übertroffen.

Abb. 4: Film und Speicherkarte Die analoge und digitale Fotografie funktionieren „im Prinzip“ gleich: Licht fällt durch ein Objektiv auf eine lichtempfindliche Oberfläche.


• In der analogen Fotografie trifft das Licht auf einen lichtempfindlichen Film und löst dort eine chemische Reaktion aus. • Bei der digitalen Fotografie trifft das Licht auf einen Sensorchip mit Millionen von lichtempfindlichen Bildpunkten (Pixel).

Abb. 5: Pixel Sie sehen in der Ausschnittsvergrößerung des digitalen Fotos deutlich einzelne Pixel in Form von Quadraten. Analoge Informationen gehen stufenlos ineinander über, sind also kontinuierlich. Auf dem analogen Film entsprechen die chemischen Veränderungen dem einfallenden Licht, während in den digitalen Bildpunkten nur Veränderungen zwischen den Zuständen 0 und 1 abgebildet werden. Die Anzahl der waagrecht und senkrecht in einer Matrix angeordneten Pixel wird meist in Millionen angegeben, wobei sich der Begriff Megapixel (abgekürzt mit MP) eingebürgert hat. Mega bedeutet dabei eine Million, in der Digitaltechnik genauer 1024 1024, also 1 048 576. Ein Sensor mit der Auflösung von 2 400 1 600 Pixel ergibt demnach 3,84 MP. Je mehr Pixel der Sensor hat, umso feiner aufgelöst wird das Bild – und umso größer und „besser“ kann es in entsprechender Qualität auf dem Computermonitor angezeigt bzw. ausgedruckt werden. Fast alle Kameras erlauben es, die Auflösung zu reduzieren, womit auch die Dateigröße und der notwendige Speicherplatz verkleinert werden. Dies kommt in der professionellen Fotografie natürlich selten in Betracht, da meist die maximale Auflösung wünschenswert ist. Die Auswahl des Bildausschnitts erfolgt bei beiden Technologien über den Sucher. Alternativ gibt es bei Digitalkameras ein Display (Monitor), das das aufzunehmende bzw. das aufgenommene Bild anzeigt. Der analoge Film erfasst das einfallende Licht und speichert es ab. Der Film muss entwickelt werden und liegt dann als Negativ oder Diapositiv vor. Die Entwicklung in Polaroid-Sofortbildkameras erfüllte den Wunsch nach einem schnellen Ergebnis, die Qualität war aber recht niedrig, die Kosten pro Bild waren relativ hoch. In der Digitalfotografie sind die lichtempfindlichen Komponenten (Sensoren) und die Speichermedien voneinander getrennt. Die erfassten und über Bildprozessoren verarbeiteten Bilddaten werden entweder in einen (kleinen) internen Speicher geschrieben oder meist auf ein Wechselspeichermedium (Speicherkarte), das der Kamera entnommen werden kann. Nach der Speicherung steht das digitale Foto sofort zur Sichtkontrolle zur Verfügung. Das Foto kann bei Nichtgefallen aus dem Speicher gelöscht werden. Falls gewünscht, kann es ausgedruckt werden – sogar ohne den Umweg über einen PC durch eine direkte Verbindung zwischen Kamera und Drucker. Das Foto lässt sich nach Übertragung in den PC weiterverarbeiten, wobei keine Entwicklungskosten anfallen


Abb. 6: Aufnehmen und anschauen Aufgrund der skizzierten technologischen Unterschiede ergeben sich folgende faszinierenden Hauptvorteile der digitalen Fotografie, die zu dem beschriebenen Boom führen und neue Kundengruppen für die Fotografie gewinnen. 1. Vorteil: sofortige Sichtbarkeit und Verfügbarkeit (Zeitgewinn) 2. Vorteil: keine Zusatzkosten für die Entwicklung (Kostenreduktion) 3. Vorteil: vielseitige Verwertung des digitalen Fotos u. a. • Ausdrucken (über Fotodrucker oder Bilderdienste) • Überspielen auf den PC zur Weiterverarbeitung (z. B. Bildbearbeitung, Erstellen einer Diashow, Anlegen eines Fotoalbums) • Anzeige auf dem Fernsehmonitor (Einzelbilder oder Diashow) • Versenden als Mailanhang oder Einbinden in Internetseiten

2 Einblicke in die digitale Fotowelt (Bilderbogen) Bei der Beschreibung und Benutzung von Digitalkameras taucht häufig der Begriff Motivart auf. Viele Kompaktkameras erlauben die Einstellung mehrerer Motivarten wie Landschaft, Porträt und Sport, womit die Kamera entsprechende Einstellungen vorwählt, die für das jeweilige Motiv geeignet sind. Im Allgemeinen unterscheidet man folgende Hauptmotivarten, die Sie an Beispielfotos kennenund analysieren lernen. Möglicherweise sind Sie persönlich an einer einzigen Motivart besonders interessiert, für die Sie konkrete Tipps erwarten können.

Abb. 7: Porträt Porträtaufnahmen sind ein sehr beliebtes Fotomotiv. Personen werden auch häufig in Verbindung mit Reisen, aber auch Landschaft, Architektur, Natur aufgenommen. Wichtig ist es bei gestalteten Porträtaufnahmen, die Persönlichkeit der Person gut zur Geltung zu bringen.

Landschaft

Abb. 8: Landschaften


Auf dem linken Foto an einem bayerischen See fällt besonders die Spiegelung ins Auge. Im rechten Foto überspannt eine Hängebrücke in Thailand eine Schlucht.

Architektur

Abb. 9: Architekturfotos Bewusst Architektur zu fotografieren, heißt, ein Gebäude zur Geltung kommen zu lassen. Das ist nicht ganz so einfach. Es gilt, einen optimalen Standort zu finden.

Reise

Abb. 10: Reiseerinnerungen Neben Festen wird wohl am meisten auf Reisen fotografiert. Man will all die neuen Eindrücke festhalten und später auswählen und in Ruhe betrachten oder präsentieren. Die große Speicherkapazität der Speichermedien verführt zu einer wahren Bilderflut. Abb. 9: Architekturfotos


Bewegung

Abb. 11: Schnelle Bewegungen Bewegte Objekte sind nicht nur im Sport, sondern auch bei vielen anderen Gelegenheiten (Freizeit, Verkehr, Natur) faszinierende Bildmotive. Da spielen verschiedene technische Merkmale der Digitalkameras eine wesentliche Rolle, wie z. B. kürzeste Belichtungszeit oder die Auslöseverzögerung. Die drei Karussellfotos wurden mit den angegebenen Verschlusszeiten aufgenommen, auf dem unteren Foto verschwimmen die Sitze.

Natur (Tiere, Pflanzen)

Abb. 12: Pflanzen und Tiere Tiere und Pflanzen bieten viele Gelegenheiten zu spannenden Fotomotiven. Gute Tieraufnahmen stellen erhebliche Anforderungen – auch an die Brennweite, um an ein Tier in der freien Wildbahn überhaupt „heranzukommen“ oder störende Elemente (wie z. B. Zäune oder Gitter im Zoo) auszuschalten. Bei Pflanzen bieten sich oft Nah- oder Makroaufnahmen an. Die allermeisten digitalen Kameras besitzen die Möglichkeit, eine der genannten Motivarten über ein Drehrad oder das Menü einzustellen, womit die dafür geeignete Blenden-Verschlusszeit-Kombination eingestellt wird. Manche Modelle bieten noch weitere Motivarten an wie etwa Schnee, Meer, Nacht, Sonnenuntergang. Eine besondere Unterstützung bei Porträtaufnahmen bieten zahlreiche Modelle mit der Technik der Gesichtserkennung (ob man dabei nur lächelnde Gesichter automatisch auswählen will, sei dahingestellt).


Nach diesen Motivart-Beispielen sehen Sie einige Gestaltungsmöglichkeiten. Verschiedene Standorte und Blickwinkel Was

Abb. 13: Das gleiche Motiv in sechsfacher Ausfertigung Was viele Fotografen sich nicht bewusst machen, ist, dass die Standortwahl den Bildeindruck wesentlich bestimmt. Jedes der 6 Bilder desselben Motivs vermittelt hier einen anderen Eindruck.

Unterschiedliche Brennweiten

Abb. 14: Am Hafen – ohne und mit Zoom Der Standort für beide Bilder war der Gleiche, im rechten Foto wurde lediglich an das Gebäude herangezoomt (man könnte jedoch auch mit der digitalen Bildbearbeitung den gleichen Bildausschnitt wählen). Damit wird die Lage des Gebäudes in einem Hafen in den Hintergrund gedrängt.


Formate

Abb. 15: Hoch- oder Querformat?

Es gibt wenige Bildmotive, die überwiegend im Hochformat abgebildet werden – es sind vor allem Porträts. Das Querformat ist typisch für Landschaften. Es empfiehlt sich, sich bewusst für ein Format zu entscheiden, da damit ein unterschiedlicher Bildeindruck für den Betrachter entsteht. Tiefenschärfe Die

Abb. 16: Scharf oder unscharf? Die Tiefenschärfe ist ein wichtiger fotografischer Begriff – „Knipser“ kennen diesen Begriff gar nicht oder setzen die Tiefenschärfe nicht gezielt ein. Im linken Foto ist nur das Gesicht scharf, der Hintergrund verschwimmt. Die Landschaft mit der chinesischen Mauer ist dagegen vom Vordergrund bis zum Hintergrund scharf, besitzt also viel Tiefenschärfe.


Verschlusszeit

Abb. 17: Bewegungen einfangen In aller Regel kann man der Vollautomatik der Digitalkamera vertrauen, die die „richtige“ Blende und Verschlusszeit wählt. Kritisch wird es bei sich schnell bewegenden Objekten oder wenn das Licht nicht ausreicht. Als Fotograf kann man aber auch bewusst eine lange Verschlusszeit wählen wie im rechten Foto, um die Bewegung einer brennenden Fackel festzuhalten.

Perspektiven

Abb. 18: Verschiedene Ansichten Im linken Foto wurde von oben fotografiert (Fachbegriff: Vogelperspektive). Das rechte Foto stellt eine Zentralperspektive dar, der Weg führt auf das in der Mitte platzierte Schloss zu.

Bildaufbau

Abb. 19: Bilder mit Horizontalen und Diagonalen gestalten Grundlegend für den Bildaufbau sind horizontale und vertikale Linien sowie Diagonalen. Bei Landschaftsaufnahmen kommt dem Horizont dabei eine wichtige Rolle zu.



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