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Haus der Arbeitgeberverbände Karthäuserstraße 23 34117 Kassel Telefon 0561 1091-50 Telefax 0561 779194

Jahresbericht

office@arbeitgeber-nordhessen.de www.arbeitgeber-nordhessen.de 2013 Haus der Arbeitgeberverbände in Nordhessen

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Haus der Arbeitgeberverbände in Nordhessen

2013


Mitglieder im Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V. Stand: 1. M채rz 2014

EISENWERK HASENCLEVER &SOHN GMBH


4


Inhalt

Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V.

Ausgewogener Tarifabschluss bereits in der vierten Verhandlungsrunde.

6

Aus der Rechtsabteilung

14

Aus der Pressestelle

22

Unternehmerverband Nordhessen e. V.

Wie lernt man Unternehmer?

26

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V., Geschäftsstelle Nordhessen

Umbau des deutschen Energiesystems: ökologische Wirkung durch ökonomischen Erfolg. Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V.

34

Ausbildung und Qualifikation groß geschrieben.

38

Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen

46

Arbeitskreise der Wirtschaft für Kommunalfragen in Nordhessen

Netzwerke mit feinen Maschen und großer Tragkraft.

50

Aus der Mitgliedschaft

60

Organigramm

66

Kontakt

68

Impressum

69

Titelfoto: Das Bild zeigt das Abgießen von flüssigem Stahl in eine Kupferkokille, aus der nach dem Erstarren die sogenannte ‚Talerprobe‘ entnommen wird. Sie ist Teil des Qualitätsverfahrens und dient der anschließenden Prüfung durch das Spektrometer, um die richtige Beschaffenheit des Stahls zu überwachen.

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Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen Bezirksgruppe Nordhessen e. V.

Ausgewogener Tarifabschluss bereits in der vierten Verhandlungsrunde.


Sehr geehrte Damen und Herren, am 16. Mai 2013 hat sich die Tarifgemeinschaft M+E-Mitte mit der IG Metall auf eine Entgelterhöhung in zwei Schritten geeinigt: Zum 1. Juli 2013 wurden die Tabellenentgelte und die Ausbildungsvergütungen um 3,4 Prozent erhöht, zum 1. Mai 2014 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,2 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate vom 1. Mai 2013 bis zum 31. Dezember 2014. Der Abschluss ist ein tragfähiges Ergebnis für die Betriebe und stellt einen ordentlichen Realzuwachs für die Beschäftigten dar. Der Abschluss sorgt aufgrund seiner langen Laufzeit für Planungssicherheit, die unsere Unternehmen wünschen, gerade bei den unsicheren Konjunkturaussichten. Die Gesamtsituation der M+E-Industrie ist sehr durchwachsen, die Wachstumsprognose verhalten. Insbesondere der wichtigste Exportmarkt Europa steckt in der Rezession. In solch unsicheren Zeiten ist es gut, dass die Tarifpolitik mit Augenmaß für Ruhe sorgt. Die Belastungen, die der Tarifvertrag mit sich bringt, sind für viele unserer Unternehmen gerade noch verkraftbar. Für die Beschäftigten bedeutet dieser Abschluss eine sehr ordentliche Steigerung der Reallöhne in 2013 aber auch im laufenden Jahr 2014. Mit den beiden Nullmonaten Mai und Juni 2013 und der langen Laufzeit sowie der moderaten Erhöhung zum 01. Mai 2014 enthält er vertretbare Komponenten.

Vorstand Petra Hülshorst Vorsitzende Head of Human Resources Continental Automotive GmbH Division Powertrain, Bebra Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier, MBA 1. Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter sera GmbH, Immenhausen Dipl.-Ing. Steffen Riepe 2. Stellvertretender Vorsitzender Werksleiter Bombardier Transportation GmbH, Kassel Dr. Hans-Friedrich Breithaupt Geschäftsführender Gesellschafter F. W. Breithaupt & Sohn GmbH & Co. KG, Kassel Thorsten Dietz Geschäftsführer Honeywell Process Solutions RMG Regel + Messtechnik GmbH, Kassel Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann Direktor ALSTOM Grid GmbH, Hochspannungstechnik, Kassel

verlässlich + fair. Das war unser Motto in der Tarifrunde 2013. Diese Grundhaltung ist nach wie vor richtig. Sie berücksichtigt das Machbare unter den aktuellen Rahmenbedingungen. Die Tarifpartner in der Metall- und ElektroIndustrie haben bewiesen, dass bei einer von gegenseitigem Vertrauen getragenen Tarifkultur ein zügiges Verhandlungsergebnis ohne verstaubte Rituale möglich ist. Im Interesse der Unternehmen und deren Mitarbeitern wünsche ich mir das auch für die Zukunft.

Ihre Petra Hülshorst

Bild: Präzise Oberflächenbearbeitung durch Peikko bei der Herstellung von Verbindungsbauteilen für den Stahlbetonbau

Dipl.-Bw. Werner Quade Werkleiter Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Werk Eschwege Hauke Schuler Prokurist Daimler AG , Mercedes-Benz Werk, Kassel


Politik der großen Koalition bereitet der Wirtschaft Bauchschmerzen

Sozialversicherungssysteme müssen finanzierbar bleiben. Der Arbeitsmarkt hat sich in Nordhessen seit 2005 extrem gut entwickelt. Die Arbeitslosigkeit hat sich nahezu halbiert. Insbesondere die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie haben kräftig Personal aufgebaut. Hierzu haben auch die mit Augenmaß erfolgten Tarifrunden in den letzten Jahren beigetragen. Tarifpolitik ist die eine Sache, die Politik der großen Koalition eine andere. Die beabsichtigten Änderungen durchkreuzen den mit der Agenda 2010 erfolgreich eingeschlagenen Weg. Die Einführung des Mindestlohnes wird sich insbesondere in den weniger qualifizierten Bereichen negativ auf die Beschäftigung auswirken und stellt die Aushöhlung der im Grundgesetz normierten Tarifautonomie dar. Das beabsichtigte Rentenpaket ist ein kapitaler Fehler, der zulasten der Beitragszahler, also der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, sowie aller Steuerzahler geht. Schätzungen gehen von etwa 60 Mrd. Euro zusätzlich bis zum Jahre 2020 und bis zum Jahr 2030 von sogar 160 Mrd. Euro aus. Die Rentenpläne werden darüber hinaus die ohnehin schon problematische Lage auf dem Fachkräftemarkt weiter anheizen. Der Wirtschaft gehen durch die Möglichkeit der Frühverrentung gerade die Beschäftigten verloren, die über viel Wissen und Erfahrungen verfügen. Positive Ansätze gibt es beim Thema „Tarifeinheit“. Hier sind jedoch langfristig verfassungsrechtliche Klageverfahren z. B. durch die Spartengewerkschaften zu erwarten, wenn eine gesetzliche Stärkung des repräsentativen Tarifvertrages tatsächlich auf eine gesetzliche Grundlage gestellt wird. Der Gesetzgeber ist aber gehalten, das unverhältnismäßig hohe Druckpotenzial der Spartengewerkschaften einzuschränken. Dies wird mit der Bevorzugung des repräsentativen Tarifvertrages im Betrieb mit entsprechender Friedenspflicht auch bezüglich des verdrängten Tarifvertrages erreicht. Die Arbeitgeberverbände werden versuchen, ihren Einfluss geltend zu machen und die große Koalition in ihren Gesetzgebungsvorhaben zu begleiten, um die Erfolge auf dem Arbeitsmarkt nicht zu gefährden. Die Sozialversicherungssysteme müssen finanzierbar bleiben, um die Beschäftigung weiter auszubauen, damit auch 2014 für uns alle ein erfolgreiches Jahr wird. Ihr Jürgen Kümpel

8

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder Wir begrüßen die neuen Mitglieder der Bezirksgruppe Nordhessen e. V. des Verbandes der Metall- und ElektroUnternehmen Hessen. Aktuell hat unsere Bezirksgruppe zum Redaktionsschluss am 1. März 2014 damit 138 Mitgliedsunternehmen.

ACO Industrie Vertriebs GmbH, Philippsthal

Henschel GmbH, Kassel

Dr.-Ing. Ulrich Esterer GmH & Co. KG, Helsa

Eisenwerk Hasenclever & Sohn GmbH, Battenberg

Fehr Stahl- & Leichtmetallbau, Trendelburg


Beim Besuch der Ausbildungswerkstatt: Hauke Schuler (Personalleiter der Daimler AG Mercedes-Benz Werk Kassel), Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier (1. stellv. Vorsitzender im Verband der Metall- und ElektroUnternehmen in Nordhessen), Jürgen Kümpel (Geschäftsführer des Verbandes) und Mario Jungk (Ausbildungsmeister im Mercedes-Benz Werk Kassel).

Metall- und Elektro-Verband legt Ergebnisse der Herbstumfrage vor

Das Herz der Wirtschaft in Nordhessen ist gesund und schlägt kräftig. 87 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Metall- und Elektro-Verbandes in Nordhessen beurteilen ihre allgemeine Geschäftslage als befriedigend bis gut. Knapp ein Viertel geht sogar davon aus, dass sich dieser Zustand in den nächsten sechs Monaten halten und weiter verbessern wird. Auch die Entwicklung der aktuellen und erwarteten Auftragsbestände, Umsätze und Erträge zeichnet ein einheitliches Bild: Das Herz der Metall- und Elektro-Industrie in Nordhessen ist gesund und schlägt kräftig.

Wie beurteilen Sie die Auswirkungen eines Mangels an qualifizierten Nachwuchskräften für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens? bei Auszubildenden

Der Vergleich mit der Vorjahresumfrage deutet auf eine Stabilisierung der momentanen und erwarteten Geschäftslage hin. Im Gegenzug lassen die aktuellen Zahlen die pessimistischen Einschätzungen des letzten Jahres hinter sich: Sagten 2012 noch 23 Prozent der Befragten, dass ihre allgemeine Geschäftslage schlechter bis erheblich schlechter wird, sinkt der aktuelle Wert auf acht Prozent. Ins Jahr 2014 werden einerseits große Hoffnungen gesetzt, begleitet von großen Herausforderungen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Deckung des Fachkräftebedarfs. Die M+E-Industrie ist seit jeher sehr ausbildungsstark. 90 Prozent der befragten Unternehmen bilden aus und werden dies auch weiterhin tun. Denn schon jetzt ist der Arbeitskräftemangel deutlich spürbar, und zwar gleichermaßen bei Auszubildenden, allgemeinen Fachkräften und Akademikern. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Hier lautet die Grundtendenz: Je höher die Qualifikationsanforderungen, desto schwieriger wird es sein, geeignete Fachkräfte zu finden. „Ausbilden, Motivieren, Qualifizieren“ muss daher die Formel lauten, wenn Unternehmen erfolgreich bleiben wollen.

Erw

akt

gering

weniger gering

mittel

stärker

stark

bei allgemeinen Fachkräften

Erw

Die Auftragsbestände der Unternehmen sind ... ... im Vergleich zum Frühjahr ... verhältnismäßig groß

19

akt

... im Moment ...

... im kommenden Halbjahr ...

17

gering

31

eher zunehmend

weniger gering

mittel

stärker

stark

bei Akademikern

ausreichend

53

59

28

unverändert

14

eher abnehmend

bei Auszubildenden bei Auszubildenden

Erw

akt

gering

24

zu gering

55

weniger gering

mittel

Erwartungen aktuelle Situation

In welchen Bereichen ist in Ihrem Unternehmen Arbeitskräftemangel spürbar? Auszubildende

Allg. Fachkräfte

Akademiker

gering gering

95

96

88

91

93

94

nat.-wiss./technisch kaufmännisch

5

4

aktuell

zukünftig

12

9

7

6

aktuell

zukünftig

aktuell

zukünftig

stärker

stark

Erwartungen

weniger gering

weniger mittel gering mittel stärker

stärker stark

stark

aktuelle Situation


Von links: Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des nord­hessischen Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen, Petra Hülshorst, Vorsitzende des Verbandes, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Constanze Kurz, Carsten Rahier, 1. stellv. Vorsitzender mit seinen Vorstandskollegen Werner Quade und Steffen Riepe. Nicht im Bild sind die Vorstandsmitglieder Klaus Lingelmann, Hauke Schuler und Thorsten Dietz.

Sprecherin des Chaos Computer Clubs zu Gast beim Arbeitgeberverband

„Datensatz Mensch - Verlieren wir unsere digitale Mündigkeit?“ Woher weiß Amazon, dass ich Gitarre spiele, obwohl ich dort nur Bücher kaufe? Warum findet Facebook jeden meiner Bekannten? Auf welche Daten hat der Staat Zugriff, und was kann er aus ihnen herauslesen? Das beleuchtete Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) und technische Sachverständige der EnquêteKommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages, in ihrem Vortrag bei der Jahresmitgliederversammlung des nordhessischen Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen.

Von links: Dr. Konrad Joecks, Geschäftsführer der ZF Luftfahrttechnik GmbH in Calden; Matthias Henke, Geschäftsführer der Henschel GmbH in Kassel mit Dr. Jörg W. Kremer, kaufm. Geschäftsführer der Gebr. Bode GmbH & Co. KG in Kassel.

Vor rund 100 aufmerksamen Zuhörern in der ReLaunch im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe berichtete die Autorin des Buches „Die Datenfresser“, wie Internetnutzer aufgespürt und durchleuchtet werden und wer daran verdient: „Etwa sechs Stunden verbringt der Durchschnittsnutzer täglich in sozialen Netzwerken inklusive Mobiltelefone, wobei google und Facebook zu den meist besuchten Plattformen zählen. Nur die wenigsten Nutzer wissen, dass sie beim Hochladen ihrer Fotos, Videos und Texte eine Einwilligung zur Datenverarbeitung erklären. Für die Plattform-Betreiber weisen solche Daten ein beträchtliches Potenzial aus, um persönliche Interessen, Hobbys und Kaufverhalten auszuforschen. Zudem werden Kollegen und Bekannte algorithmisch gefunden und neue Freunde vorgeschlagen. Und durch Mobiltelefone kann der Nutzer an fast jedem Punkt der Erde geortet werden. Durch die Zusammenführung der vielen Daten wird das Profil eines jeden einzelnen Benutzers irgendwann unverwechselbar“, erklärte Constanze Kurz. Abschließend warnte sie davor, persönliche Daten und private Fotos bedenkenlos ins Netz zu stellen. Damit gebe man die Rechte an jeglicher zukünftiger Nutzung an Dritte ab und könne sie nur schwer und mit großem Aufwand aus dem Web löschen, so Kurz.

Hannu Lehtomäki, Geschäftsführer der Peikko Deutschland GmbH in Waldeck mit Gattin Sari, umrahmt von Heika und Claus-Peter Hartmann, beide Geschäftsführer der Heinrich Lamparter Stahlbau GmbH & Co. KG in Kaufungen.

Von links: Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des nordhessischen Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen; Reinhard Heerdt, Geschäftsführer der HERKULES-PRESSWERK Reukauf GmbH & Co. KG in Niestetal; Axel Freitag, ehem. Geschäftsführer der ALSTOM Power Energy Recovery GmbH in Kassel; Bernd Schöpe, Geschäftsführer der Reitz Umwelttechnik & Ventilatorentechnik GmbH & Co. KG in Hess. Lichtenau; Karsten Stückrath, Geschäftsführer der ALSTOM Power Energy Recovery GmbH in Kassel und Frank Wagner, Geschäftsführer der Henschel Antriebstechnik GmbH, Kassel.


Krankenstandumfrage 2013

Fehlzeiten steigen – Arbeitgeber sorgen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement vor. Der Krankenstand steigt seit Mitte der letzten Dekade kontinuierlich an. Diese Tendenz hat sich auch 2013 fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der durchschnittliche Gesamtkrankenstand von 5,49 Prozent auf 5,79 Prozent. Dies ist das Ergebnis unserer verbandsinternen Umfrage, an der sich 85 Unternehmen aus Nordhessen mit insgesamt 37.450 Beschäftigten beteiligten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowie veränderter Arbeitsbedingungen kommt der betrieblichen Gesundheitsförderung ein steigender Stellenwert zu. Gesunde und motivierte Mitarbeiter/innen sind die wichtigste Ressource für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Darüber hinaus gewinnt ein ‚gesundes‘ Unternehmen an Attraktivität für zukünftige Fachkräfte. Die Arbeitgeber haben das erkannt und reagieren mit vielfältigen Angeboten. Für klein- und mittelständische Unternehmen ist dies eine Chance, im Wettbewerb zu den Großen gleich zu ziehen oder sich Vorteile zu verschaffen.

6,12

6,22 5,60 4,98

4,96

5,03

5,12

5,10

1

5,06

2002

4,80

2003

4,51

4,55

2004

2005

4,34

2006

4,59

4,77

4,93

2007

2008

2009

5,14

5,3

5,49

2010

2011

2012

5,79

Statistik der Krankenstände aus der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie, der chemischen Industrie und aus dem Dienstleistungsbereich.

2013

M+E Verband und seine Mitglieder beim 15. Tag der Ausbildung und des dualen Studiums

Jugendliche informierten sich in Frankenberg bei 54 Ausstellern über Ausbildungsberufe. Ansturm auf die Frankenberger Ederberglandhalle: Gemeinsam mit der Viessmann Werke GmbH & Co. KG in Allendorf/Eder, der Kreishandwerkerschaft in Waldeck-Frankenberg, der Frankenberger Ortenbergschule und der Korbacher Agentur für Arbeit organisierte der nordhessische Verband der Metall- und Elektro- Unternehmen den 15. Tag der Ausbildung und des dualen Studiums. Etwa 650 Schüler, deren Eltern und Lehrer informierten sich über das breit gefächerte Ausbildungsangebot der insgesamt 54 Aussteller aus Handwerk, Dienstleistung, Handel und Industrie. Auch die M+E-Mitgliedsfirmen EWIKON Heißkanalsysteme GmbH, Druck- und Spritzgusswerk Hettich GmbH & Co. KG, Eisenwerk Hasenclever & Sohn GmbH, GÜNTHER Heisskanaltechnik GmbH und Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH präsentierten ihr vielfältiges Berufsportfolio und standen den Jugendlichen Rede und Antwort. Die Ausbildungsmesse wird jährlich organisiert von (hintere Reihe v. l.): Georg Glade (Viessmann Werke), Tanja Seraphin (Kreishandwerkerschaft), Otmar Hanickel und Ute Hetzler (Agentur für Arbeit), Kai Bremmer (Kreishandwerkerschaft), Frauke Syring (M+E Verband Nordhessen) und Marcel Himmelmann (Ortenbergschule).

An den Ständen von EWIKON und Hettich informierten sich die Schülerinnen u. a. über die Berufe der Werkstoff­mechanikerin und der Zerspanungs­mechanikerin.


Am Verbandsstand präsentierte sich auch die Kasseler Mitgliedsfirma Bombardier Transportation GmbH mit ihrem Ausbildungsangebot.

azubi- & studientage in den Messehallen Kassel

7.000 Besucher: Großes Interesse der Jugendlichen an M+E Ausbildungsplätzen und dualen Studiengängen. An dem Stand des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen konnten die Jugendlichen alles Wissenswerte über die rund 80 Metall- und Elektro-Ausbildungsberufe (M+E) erfahren, sich in einem Online-Eignungstest der M+E Homepage „ichhabpower.de“ beweisen und ihre Personalien für einen M+E Bewerberpool hinterlassen. Dieser wurde dann nach der Messe allen Mitgliedsunternehmen für ihre eigene Nachwuchsrekrutierung zur Verfügung gestellt. Nicht nur am Messestand des Verbandes herrschte großer Andrang. Die knapp 7.000 Schüler, Eltern und Lehrer strömten auch zu den anderen 75 Ausstellern in den Messehallen, um sich Informationen aus erster Hand über Ausbildung und Studium einzuholen. Darunter waren auch die Kasseler M+E Mitgliedsunternehmen ALSTOM Grid GmbH, Gebr. Bode GmbH & Co. KG, Daimler AG Mercedes-Benz Werk Kassel, Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, Paul Beier GmbH Werkzeug- und Maschinenbau & Co. KG und sera GmbH in Immenhausen. Die nächsten azubi- & studientage finden am 19. / 20. September 2014 statt.

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Knifflige Fragen galt es im Online-Eignungstest des M+E Portals „ichhabpower.de“ zu meistern. Auf der Plattform finden die Jugendlichen ihren Masterplan zum Erreichen des Traumberufs. M+E Mitgliedsfirmen bietet das Portal die Möglichkeit, freie Ausbildungs- oder Praktikumsplätze und Angebote für ein Duales Studium einzustellen.


Tag der Industriekultur in Nordhessen // BLAUER SONNTAG

„Bei der Arbeit. Nach der Arbeit.“ Ausstellung mit Fotos von Dieter Schwerdtle. Als Vorbote der Museumsnacht 2013 und passend zum Leitmotiv FAKTOR MENSCH – ARBEITSWELTEN zeigten das netzwerk nino, das Stadtmuseum Kassel und der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Nordhessen Teile der Ausstellungen BEI DER ARBEIT – NACH DER ARBEIT des Kasseler Fotografen Dieter Schwerdtle (1952-2009) im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofs. Als Pendant zu den Porträts von Menschen aus Ban Cha-Om in Thailand, dem Heimatort seiner Ehefrau, entstanden Bilder von Industriearbeitern aus Nordhessen. Selbstbewusst zeigen sie sich in ihrer Arbeitskleidung, mitunter ein Werkzeug in der Hand. Die großformatigen Dreiviertel-Porträts geben dem Betrachter das Gefühl einer realen Begegnung mit den Abgebildeten. Warum beschäftigt sich ein Arbeitgeberverband mit dem Thema Porträtfotografie? Die Antwort auf diese berechtigte Frage: Die Industriearbeit hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Mithilfe von Schwerdtles einfühlsamer, authentischer Fotografie wird demonstriert, dass Industrie nur noch wenig zu tun hat mit geruchsintensiven, lauten, warmen oder gar schmutzigen Arbeitsplätzen. Darüber hinaus sind die Porträts eine sehr persönliche Würdigung der Beschäftigten in den Unternehmen, vom Lageristen über den Fertigungstechniker, dem Ingenieur und Feinmechaniker, dem Elektroniker und Auszubildenden.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen eröffnete die Ausstellung, Dr. Alexander Link (Stadtmuseum Kassel) und Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier MBA, 1. stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen beleuchteten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die ausgestellten Porträts. Rechts Verbandsgeschäftsführer Jürgen Kümpel. Über 2.500 Interessierte besuchten die Ausstellung BEI DER ARBEIT – NACH DER ARBEIT im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofs, die mit Ende der Museumsnacht 2013 schloss.

Kommentare aus dem Gästebuch: „Große Menschen, großartige Bilder. Diese Ausstellung war fällig.“ „Die Ausstellung hat mir gefallen, besonders das Bild in der ersten Reihe in der Mitte mit der Frau mit den blonden Haaren.“ „In Bewunderung des Ausdrucks der Hände!“

„Meine Porträts gehen vom Tatsächlichen aus. Sie täuschen nicht, also können sie auch nicht enttäuschen. Es geht nicht um Life-Style, sondern um das Wirkliche im Alltäglichen.“

„Schöne Bilder, und ich habe meinen Kumpel gesehen.“

Dieter Schwerdtle

„Beeindruckende Bilder!“

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Dr. Arnold Müller, Rechtsanwalt, Leiter der Rechtsabteilung

AUS DER RECHTSABTEILUNG

Vorhaben der Großen Koalition zu Zeitarbeit und Werkverträgen:

Erhebliche Bedenken aus Unternehmersicht. Hat der Gesetzgeber noch in der letzten Legislaturperiode aus arbeitsrechtlicher Sicht notwendige Gesetzesänderungen nicht auf den Weg gebracht, müssen wir der neuen Großen Koalition nach ihrer Arbeitsaufnahme hektische Betriebsamkeit konstatieren. Es drohen Gesetzesänderungen, die die Flexibilität der Unternehmen erschweren werden. Gesetzlich festgelegt werden soll eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten für Zeitarbeitnehmer, wobei abweichende Lösungen durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung möglich sein sollen. Zeitarbeitnehmer sollen zudem spätestens nach neun Monaten wie Stammarbeitnehmer bezahlt werden. Außerdem soll gesetzlich normiert werden, dass Zeitarbeitnehmer grundsätzlich bei den betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerten zu berücksichtigen sind. Allenfalls zu begrüßen ist, dass die Tarifvertragsparteien und die Betriebsparteien Abweichungen von der Höchstüberlassungsdauer regeln sollen. Die pauschale Berücksichtigung der Zeitarbeitnehmer bei den betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerten lässt dagegen unberücksichtigt, dass die Zeitarbeitskräfte nach wie vor nicht Arbeitnehmer des Einsatzbetriebes sind, sondern des Verleiherbetriebes. Demnach liegt deren betriebsverfassungsrechtliche Vertretung beim Verleiherbetrieb. Dort stehen den Zeitarbeitnehmern sämtliche Rechte aus dem Betriebsverfassungsgesetz zu. Dabei sollte es bleiben. Die Berücksichtigung von Zeitarbeitnehmern bei den Schwellenwerten war nach der Praxis des BAG in der Vergangenheit von dem jeweiligen Sinn und Zweck der in Frage stehenden betriebsverfassungsrechtlichen Vorschrift abhängig. Auch die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen sind bedenklich. Die geplante gesetzliche Festlegung der von der Rechtsprechung entwickelten Abgrenzungskriterien zwischen ordnungsgemäßem und missbräuchlichem Fremdpersonaleinsatz macht keinen Sinn, da bereits ein entwickelter Abgrenzungskatalog der Rechtsprechung existiert. Für die Abgrenzung kommt es jeweils auf den Einzelfall an. Eine pauschale gesetzliche Vorgabe würde die Möglichkeit der Prüfung des Einzelfalles nahezu ausschließen.

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Ebenfalls darf es nicht dazu kommen, dass aufgrund der gesetzlichen Indizien auf einen Scheinwerkvertrag zu schließen sein soll. Eine gesetzliche Vermutung für die Vorlage eines Scheinwerkvertrages würde dazu führen, dass Werkverträge allein aufgrund der damit einhergehenden Risikopotenziale nahezu ausgeschlossen würden. Schließlich ist auch eine Erweiterung der Informations- und Unterrichtungsrechte des Betriebsrates nicht erforderlich. Bereits jetzt hat der Betriebsrat umfangreiche Informationsrechte beim Einsatz von Fremdpersonal. Weitergehende Regelungen beschränken die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit der Unternehmen zusätzlich. Es bleibt zu hoffen, dass den geschilderten Vorhaben der Großen Koalition keine Taten folgen werden.


BAG-Rechtsprechung zu den gesetzlichen Schwellenwerten und Auswirkungen. Das Bundesarbeitsgericht hat jüngst weitreichende Entscheidungen zu gesetzlichen Schwellenwerten getroffen. Den Anfang machte das Urteil vom 18.10.2011 (1 AZR 335/10). Dieses erging zum Schwellenwert des § 111 Betriebsverfassungsgesetz und besagt, dass Leiharbeitnehmer mit über dreimonatiger Einsatzzeit im Entleihbetrieb künftig bei Betriebsänderungen zu berücksichtigen sind. Den Schwellenwert des § 23 Kündigungsschutzgesetz hat sich das BAG seinem Urteil vom 24.01.2013 (2 AZR 140/12) vorgeknöpft. Dieser Wert entscheidet über die Anwendbarkeit des Gesetzes. Bislang waren zur Berechnung der Betriebsgröße Leiharbeiter nicht zu berücksichtigen. Nach Auffassung des BAG sollen diese nun in die Ermittlung des Schwellenwertes einfließen, soweit ihr Einsatz auf einem „in der Regel“ vorhandenen Personalbedarf beruhe. Wann das der Fall ist, hat das BAG freilich nicht definiert. Zuletzt wurde mit Beschluss vom 13.03.2013 (7 ABR 69/11) der alte betriebsverfassungsrechtliche Grundsatz „Leiharbeiter wählen, zählen aber nicht“, geknackt. Das BAG hat schlicht erklärt, dass im Entleihbetrieb regelmäßig beschäftigte Leiharbeitnehmer bei der Größe des Betriebsrats grundsätzlich zu berücksichtigen sind.

Coralie Zilch, Rechtsanwältin

Praktische Relevanz werden diese Neuerungen insbesondere bei der Betriebsratswahl 2014 haben, wenn es um die Ermittlung der Größe des Gremiums und der Anzahl der freizustellenden Betriebsratsmitglieder geht. Der restriktive Kurs der Rechtsprechung zur Leiharbeit geht also weiter.

Das pfändbare Einkommen nach der so genannten Nettomethode. Überraschend hat sich das Bundesarbeitsgericht mit seiner Entscheidung vom 17.04.2013 (10 AZR 59/12) der bis dahin von einer Mindermeinung in der Literatur vertretenden Auffassung, dass der Arbeitgeber bei der Berechnung des pfändbaren Einkommens die sog. Nettomethode anzuwenden hat, angeschlossen. Mit diesem Urteil hat das Bundesarbeitsgericht die Unsicherheiten, denen der Arbeitgeber bisher ausgesetzt war und damit einhergehende Haftungsrisiken im Wesentlichen beseitigt. Darüber hinaus führt diese Berechnungsmethode zu plausiblen und dem Gesetzeszweck dienenden Ergebnissen. Steuern und Sozialversicherungsbeträge werden bei den unpfändbaren Einkommensbestandteilen (z.B. Urlaubsgeld, Weihnachts- und Überstundenvergütung) nicht zweimal in Abzug gebracht, wie dies bei Anwendung der sog. Bruttomethode der Fall ist. Hierdurch wird eine Benachteiligung des Pfändungsgläubigers vermieden. Der von den Pfändungsschutzvorschriften vorgesehene soziale Schutz des Arbeitnehmers wird ebenfalls gewährleistet, da er auch bei Anwendung der Nettomethode so behandelt wird, als hätte er die unpfändbaren Bezüge nicht erhalten. Nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts sei schließlich der für den Arbeitgeber eventuell entstehende Mehraufwand zumutbar.

Rebecca Kemper, Rechtsanwältin


Vorsicht bei Kündigungsrechtsstreiten wegen drohender Lohnnachzahlung. Bekanntlich enthalten viele Arbeitsverträge so genannte zweistufige Ausschlussfristen. Diese sind einzelvertraglich oder tarifvertraglich geregelt. Ein gekündigter Arbeitnehmer muss im Falle eines länger dauernden Rechtsstreits seinen ausstehenden Lohn anmahnen und wenn der Arbeitgeber die Zahlung verweigert, innerhalb einer weiteren Frist von drei Monaten einklagen. Für lang andauernde Rechtsstreite bedeutet dies, dass der Arbeitnehmer mindestens quartalsweise seinen ausstehenden Lohn geltend machen muss. Konsequent führt dies zu erheblichen Anwaltskosten für den Arbeitnehmer, wenn er nach zwei bis drei Jahren den Kündigungsrechtsstreit verloren hat.

Thomas Richter, Rechtsanwalt

Aufgrund dieses für Arbeitnehmer unwägbaren Risikos sieht das Bundesarbeitsgericht bei der Geltung der zweistufigen Ausschlussfrist faktisch eine Rechtsverweigerung für den Arbeitnehmer, der dieses finanzielle Kostenrisiko nicht tragen kann und die Klage auf Vergütung unterlässt. Deshalb hat das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 19.09.2012 (5 AZR 627/11) entschieden, dass schon allein mit der Erhebung der Kündigungsschutzklage automatisch der Anspruch auf Nachzahlung des Entgelts geltend gemacht ist. Im Streitfall kann der Arbeitgeber nicht mehr darauf setzen, der Anspruch sei erloschen, da der Kläger keine Zahlungsklage erhoben hat, vielmehr wird er bei Stattgabe einer Kündigungsschutzklage - unter Umständen für 1–2 Jahre das durch die Kündigungsschutzklage rechtzeitig geltend gemachte Entgelt nachzahlen müssen.

Personalleiterkonferenz bei RGM ExperSite im Mittelfeld

Weiterhin Rechtsunsicherheit beim Urlaubsrecht im Krankheitsfall.

Carsten Buhay, Rechtsanwalt

Am 06.03.2013 fand nach langer Pause wieder eine Personalleiterkonferenz bei einem unserer Mitgliedsunternehmen statt. Neben einer vorzüglichen Unterbringung sowie Bewirtung stellte der Gastgeber und Geschäftsführer der RGM ExperSite GmbH, Herr Frank Bethge, sein Unternehmen den 35 Gästen der Personalleiterkonferenz vor. Das Unternehmen bietet alle wesentlichen Dienstleistungen an, die zum Betrieb eines Industrieparks notwendig sind. Dazu gehören neben Mieterbetreuung auch Leistungen aus dem Bereich IT und Kommunikation, Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Gastronomie, Postdienste, Ausbildungswesen und Umweltschutzberatung, die auch für andere Interessenten außerhalb des Industrieparks gebucht werden können. Hierfür stehen der RGM ExperSite GmbH qualifizierte Ingenieure, Techniker, Meister sowie Ärzte zur Verfügung.

Dipl.-Ing. Frank Bethge, Geschäftsführer der RGM ExperSite GmbH, Verbandsgeschäftsführer Jürgen Kümpel und das Team der Rechtsabteilung mit RA Carsten Buhay, RA Thomas Richter und RAin Coralie Zilch.

Die Personalleiterkonferenz war geprägt durch das Thema „Urlaubsrecht“. Seit der Schulz-Hoff-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) wurde das Urlaubsrecht mit dem Entscheidungsdatum vom 20.01.2009 einer grundlegenden Änderung unterzogen. So hieß es in den Folgejahren zunächst, dass Urlaub, der krankheitsbedingt nicht genommen werden konnte, nicht verfallen könne. Man musste daher davon ausgehen, das Mitarbeiter, die mehrere Jahre arbeitsunfähig erkrankt waren, die in dieser Zeit angesammelten Urlaubsansprüche uneingeschränkt für die Zeit nach der Krankheit ansammeln konnten. Erst mit der Entscheidung vom 22.11.2011 durch den EuGH (C-214/10) wurde dies korrigiert und das Bundesarbeitsgericht nahm die Entscheidung des EuGH mit seinem Urteil vom 16.10.2012 (9 AZR 63/11) auf: Urlaub, der krankheitsbedingt nicht genommen werden konnte, trete dem Folgejahr neu hinzu und unterliege dann dessen Fristenregime. Dieser Urlaub verfalle daher, sofern § 7 Abs. 3 BUrlG uneingeschränkt Anwendung finde, spätestens 15 Monate nach dem Jahr, in welchem der Urlaub krankheitsbedingt nicht genommen werden konnte. Neben der Übertragungsdauer waren seit dem 20.01.2009 Urlaubsabgeltungs­ ansprüche, Urlaubsgewährung allgemein sowie die Berechnung von gesetzlichen und übergesetzlichen Urlaubsansprüchen Gegenstand des Vortrages zum Urlaubsrecht.


M+E Verband veranstaltete Praxisdialog zur Fachkräftegewinnung

Praktische Tipps von Institutionen, um Fachkräftelücke zu schließen. Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Stellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen. Andererseits suchen ehemalige Soldaten, Studierende und Personen mit Migrationshintergrund den Einstieg in das Arbeitsleben. Wie kann die immer größer werdende Fachkräftelücke geschlossen werden? Und an welche Institutionen können sich Firmen und Arbeitssuchende wenden? Antworten gab der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen, der auch in diesem Jahr einen „Praxisdialog zur Fachkräftegewinnung“ organisierte. „Nur durch Qualifizierung und direkte Vermittlung können wir den sich abzeichnenden Fachkräftebedarf mildern. In der Region Kassel haben wir eine Vielzahl von Institutionen, an die sich unsere Betriebe bei Bedarf wenden können“, eröffnete Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Verbandes, die Veranstaltung im Haus der Arbeitgeberverbände in Kassel. Sechs verschiedene Einrichtungen präsentierten den 35 anwesenden Unternehmensvertretern ihre Angebote und Projekte: der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD), das Jobcenter der Stadt Kassel, Arbeitgeberservice, der REFA Regionalverband Hessen Nord, das Zukunftsbüro der Stadt Kassel und Caritasverband Nordhessen-Kassel e. V., Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, der UniKasselTransfer Career Service sowie der Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V. (VSB).

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Von links: Jürgen Kümpel (Geschäftsführer des nordhessischen M+E Verbandes), Alexander Appel (REFA Regionalverband Hessen Nord), Jan Benedix (Zukunftsbüro der Stadt Kassel), Burkhard Walter (Jobcenter der Stadt Kassel, Arbeitgeberservice), Jens Behrmann (UniKasselTransfer Career Service), Lothar Freitag und Werner Arndt (Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, BFD), Claudia Scherbaum (VSB) und Martina Flaspöhler vom Caritasverband.


Arbeitsgemeinschaft Kassel des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes e. V. zu Gast beim Bundessozialgericht Kassel. Die Tagung beschäftigte sich mit den sozialrechtlichen Folgen der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Der Schwerpunkt des Referates von Vasco Knickrehm, Direktor des Sozialgerichtes Kassel, lag bei der rechtlichen Betrachtung der sozialrechtlichen Folgen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Bezug auf die Gewährung von Arbeitslosengeld nach dem SGB III und dabei insbesondere auf den Ruhens- und Sperrzeittatbeständen. Unter Einbeziehung der Rechtsprechung wurden die Vorschriften zur Festsetzung einer zwölfwöchigen Sperrzeit nach § 159 Abs.1 Nr.1 SGB III, der Kürzung der Anwartschaft von Arbeitslosengeld und die krankenversicherungsrechtlichen Folgen dargestellt.

Von links: Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V., Angela Merz-Gintschel, Direktorin des Arbeitsgerichts Kassel, Vasco Knickrehm, Direktor des Sozialgerichtes Kassel und Hans-Jürgen Krömker, DGB Rechtsschutz GmbH, Büro Kassel.

Blick auf den großen Sitzungssaal im Innenhof des Bundessozialgerichtes benannt nach der Kasseler Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert. Sie war eine der Mütter des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und Kämpferin für die Gleichberechtigung der Frau.


40 nordhessische Personalleiter zu Gast bei W. & L. Jordan GmbH in Kassel

Familienunternehmen präsentierte neues Zentrallager. Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der nordhessischen Arbeitgeberverbände, und die rund 40 Personalleiter staunten bei der Herbsttagung der Arbeitgeberverbände (AGV), als sie die neue Lagerhalle der Firma W. & L. Jordan GmbH in Kassel besuchten. „Wir haben dieses Zentrallager in der Eugen-Richter-Straße mit 20.000 m² Grundfläche für über 1,7 Millionen m² Bodenbeläge erst im Jahr 2012 in Betrieb genommen. Wir sind stolz, dass wir mit einem eigenen Fuhrpark an über 150 LKW einen Lieferservice innerhalb von 24 Stunden garantieren können“, erläuterten Prokurist Markus Noll und Organisationsleiter Lars Arend von W. & L. Jordan. Gegründet im Jahre 1919 als Holzhandelsbetrieb zählt das traditionsreiche Familienunternehmen mittlerweile in dritter Generation heute zu Deutschlands führenden Anbietern in den Branchen Holz, Bodenbeläge und Heimtextilien. „Alles aus einer Hand – das ist unser Motto“, erklärte Lars Arend bei dem Rundgang. „Bei uns können Handwerker alles für den Hausbau und die Renovierung bestellen. Der Schwerpunkt unserer Unternehmensaktivitäten liegt bei der Vermarktung von Parkett, Teppichböden, Gardinen und Tapeten“, ergänzte Arend. Insgesamt beschäftigt Jordan in 58 Niederlassungen über 1.000 Mitarbeiter, davon etwa 200 in Kassel. Jahr für Jahr starten etwa 25 Jugendliche ihre Ausbildung bei Jordan.

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Bevor die Verbandsjuristen über aktuelle Themen aus der Arbeitswelt informierten, stand eine Führung durch das neue Lager auf dem Programm. Das Bild entstand vor dem Show-Truck „JOKA Roadstore“, der auf kleinstem Raum über 700 Trendmuster an Parkett- und Laminatböden sowie Dekostoffe präsentiert: Rund 40 Personalleiter aus Nordhessen mit Jürgen Kümpel, Markus Noll und Lars Arend (am Stehtisch von links).


Richter Rainer Ratz im angeregten Gespräch mit Verbandsgeschäftsführer Jürgen Kümpel.

Personalleiter-Abschlusskonferenz in Fulda

„Wer verliert, ist selbst dran Schuld!“ Mit dieser provokanten These leitete Rainer Ratz, Richter am Arbeitsgericht Gießen, seinen Vortrag am ersten Tag der Personalleiter-Abschlusskonferenz ein, die im Jahr 2013 in Fulda stattfand. Viele gute Tipps eines erfahrenen Richters konnten die Personalleiter mitnehmen. Insbesondere ging es um die abgestufte Darlegungs- und Beweislast sowie Mängel im Parteivortrag. „Eine gute Darlegung ist der wichtigste erste Schritt. Erst dann erfolgt der Beweis. Ohne vollständige Darlegung der Tatsachen kein Beweis. Wer die nicht darlegt, ist selbst dran Schuld“, fasste Ratz zusammen. Die Juristen des Verbandes, Thomas Richter, Rebecca Kemper und Coralie Zilch beleuchteten in ihren anschließenden Kurzvorträgen u. a. die Themen „Finanzielle Haftung des Betriebsrates“, „Pfändungsfreies Einkommen und dessen Berechnung nach der sogenannten Nettomethode“ sowie „Aktuelle Rechtsprechung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“. Der nächste Tag hielt ein weiteres Highlight bereit: der Besuch bei Element Six (E6), einem hochspezialisierten Unternehmen in Burghaun. Element Six gehört zur De Beers Gruppe, die u. a. für die Herstellung synthetischer Diamanten bekannt ist. Allerdings hat das Burghauner Unternehmen, was bereits vor 60 Jahren am Standort gegründet wurde, nichts mit Diamanten zu tun. Vielmehr bildet Element Six in Burghaun mit seinem Know-how die ‚Hard Material Division‘ im E6-Konzern. Dabei handelt es sich um ultraharte Werkzeuge, die in Minen, im Straßenbau oder in der Stahlindustrie ihren Einsatz finden.

Nach so viel Kopfarbeit kam die Bewegung in Form einer Stadtführung durch die barocke Altstadt von Fulda gerade Recht.

Geschäftsführer Markus Och stellte die Unternehmensgruppe und den Standort Burghaun vor, der seit 2007 zum E6-Konzern gehört. Als größter Arbeitgeber der Region (340 Beschäftigte) ist Element Six besonders ausbildungsstark: Mit 32 Auszubildenden der verschiedensten Berufe erreicht das erfolgreiche Unternehmen damit eine Quote von knapp zehn Prozent. Insgesamt beschäftigt die E6-Gruppe weltweit 2.500 Mitarbeiter und hat nicht weniger als 20.000 Produkte mit 600 Patenten in ihrem Portfolio.

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Die Gäste aus Nordhessen wurden vorbildlich und freundlich betreut vom Element Six-Team. Von rechts nach links: Personalleiter Markus Hejl, Bernd Ries (Technical Manager), Ausbildungsleiter Torsten Hohmann (Supervisor Tool Manufacturing) und Jürgen Wagner (Manager Production Planning).


Von links: Thomas Niermann, Fachbereichsleiter des Integrationsamtes, LWV Hessen, Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der nordhessischen Arbeitgeber­ verbände, Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des LWV Hessen und Dr. Arnold Müller, Leiter der Rechtsabteilung beim Arbeitgeberverband.

50 nordhessische Personalleiter zu Gast beim Landeswohlfahrtsverband Hessen

Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen fördern. Diabetes, Arthrose, Bandscheibenvorfall - es kann jeden von uns treffen, durch einen Unfall oder durch Erkrankungen. „Schwerbehindert“ ist eben nicht nur der Rollstuhlfahrer, sondern auch ein äußerlich gesund erscheinender Mensch, der aber dauerhaft gesundheitliche Einschränkungen hat. Wie schwerbehinderte Menschen vom Landeswohlfahrts­ verband Hessen (LWV) unterstützt werden und welche Aufgaben dabei das dort angesiedelte Integrationsamt wahrnimmt, erfuhren ca. 50 nordhessische Personalleiter bei der Sommerkonferenz der Arbeitgeberverbände (AGV) im Kasseler Ständehaus. „Aktuell sind 100.000 Schwerbehinderte in hessischen Unternehmen beschäftigt. Etwa 13.000 Menschen mit Behinderung sind als arbeitslos gemeldet und suchen noch einen für sie geeigneten Arbeitsplatz“, eröffnete Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der nordhessischen Arbeitgeberverbände, die Tagung. „Schwerbehinderte Menschen sind hoch motiviert, leistungsfähig und dankbar, wenn sie wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden“, weiß der Erste Beigeordnete des LWV, Dr. Andreas Jürgens. „Wir möchten zudem deutlich machen, dass die Beschäftigung Schwerbehinderter auch viele Vorteile für Arbeitgeber mit sich bringt“, ergänzte Jürgens. So bietet das Integrationsamt als ein Fachbereich des LWV Hessen den Arbeitgebern zum Beispiel Beratung und finanzielle Unterstützung bei der Gestaltung von behinderungsgerechten Arbeitsplätzen an. Zudem können auch Zuschüsse für neue Arbeits- und Ausbildungsplätze beantragt sowie Arbeitsassistenten zur Verfügung gestellt werden.

Alle vier Jahre wieder: Betriebsratswahlen

Koppeln, kungeln, korrumpieren. Professor Dr. Franz-Josef Rose, bundesweit ein ausgewiesener Spezialist im Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht, referierte vor Personalverantwortlichen über Grundlagen, Abläufe und Fallstricke der Betriebsratswahlen 2014. Sein Rat: Wer sich nicht an die Regeln hält, hat das Nachsehen. Jahrzehntelang haben Betriebsräte erfolgreich zum sozialen Frieden in deutschen Unternehmen beigetragen. Doch einige eklatante Fälle von Missbrauch zeigen: Das Mitbestimmungsrecht ist dringend reformbedürftig. Vor knapp 40 Personalverantwortlichen aus den Mitgliedsunternehmen der Verbände machte Professor Dr. Rose deutlich, wie wichtig die Einhaltung der Regeln bei den Betriebswahlen ist, um zusätzlichen Aufwand, finanzielle und personelle Ressourcen und Störung des Betriebsfriedens zu vermeiden. Rose, Fachanwalt für Arbeitsrecht und ehrenamtlicher Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt, begeisterte die Gäste im Haus der Arbeitgeberverbände durch seinen lebendigen und sehr informativen Vortrag, der sich eng an den betrieblichen Fragen bewegte. Von links: Dr. Arnold Müller, Leiter der Rechts­ abteilung beim Verband in Kassel, Professor Dr. Franz-Josef Rose, Experte für Arbeitsrecht aus dem Landesverband in Frankfurt, Jürgen Kümpel, Verbandsgeschäftsführer in Kassel und Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Achim Schnyder, Leiter der Pressestelle

Frauke Syring, Pressereferentin

AUS DER PRESSESTELLE

Die Arbeit der Pressestelle auf einen Blick

Zahlen sind langweilig. Aber nicht diese. Zu den Aufgaben der Pressestelle gehören neben der Mitgliederbetreuung in erster Linie die Presseund Öffentlichkeitsarbeit, sowohl intern als auch extern. 5 6 24 41 43 52 87 18.907

Messeteilnahmen mit 9.300 Teilnehmern, Newsletter mit 732 Empfängern, Pressekonferenzen mit 120 Teilnehmern, AFK-Veranstaltungen mit 1.052 Teilnehmern, SCHULEWIRTSCHAFT-Veranstaltungen mit 743 Teilnehmern, Digitale Wirtschaftskalender mit 8.424 Empfängern, Pressemitteilungen mit 235 Abdrucken, Besucher* unserer Website mit 94.665 Seitenaufrufen*

und schließlich: dieser Jahresbericht mit 650 Lesern, Entscheidern und Multiplikatoren aus der Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Leben. Traffic | Aktueller Zeitraum 01.01.–31.12.2013* 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000

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Seitenaufrufe

Besucher und Seitenaufrufe unserer Website konnten 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent gesteigert werden.

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Zum zwölften Mal: HESSENMETALL fördert Hessischen Mathematik-Wettbewerb

Mathematik im Berufsleben unverzichtbar. Jahr für Jahr fördert der M+E Arbeitgeberverband den Hessischen Mathematik-Wettbewerb und richtet gemeinsam mit der Kasseler Heinrich-Schütz-Schule die Siegerehrung für die nordhessischen Kreissieger aus. Bei der Würdigung lobte Martin Brauckhage, Leiter Ausbildung der Daimler AG Mercedes-Benz Werk Kassel, die Schüler für ihre Spitzenleistung. In seiner Laudatio unterstrich er, dass Mathematik im Berufsleben als Basisqualifikation gilt. Unschlagbar in der Welt der Formeln und Zahlen: Die nordhessischen Kreissieger in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule. Verbandsvertreterin Frauke Syring und Martin Brauckhage (hintere Reihe 2. und 3. von links) würdigten deren Spitzenergebnisse.


M+E Verband besuchte mit Schülern IdeenExpo in Hannover

Raus aus dem Schulalltag, rein ins größte Klassenzimmer der Welt. Auf gemeinsame Einladung des Arbeitgeberverbandes der Deutschen Kautschukindustrie (ADK) e. V. und des nordhessischen Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen (M+E) besuchten Schüler des Schülerforschungszentrums der Albert-Schweitzer-Schule und der Heinrich-Schütz-Schule in Kassel die IdeenExpo in Hannover. Auf dem Technikevent der Superlative erwartete die Schüler ein besonderes Programm: Zur Begrüßung gab es ein Lunchpaket, dann führte ein Scout die jungen Gäste aus Kassel durch die Halle und über das Außengelände, wo sie an Mitmach-Exponaten und bei spektakulären Wissenschaftsshows Naturwissenschaften und Technik live erleben konnten.

Am Kautschuktag zur IdeenExpo nach Hannover: Ein erlebnisreicher Technik-Schnuppertag für Kasseler Schüler. © Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie (ADK)

Ein echter Hingucker mit dem perfekten Dreh: Designer nutzten Stahl, um ihren Kreationen Form und Funktion zu geben. Zu sehen sind spiral geschweißte Groß­ rohre mit einem Durchmesser von 610 mm bis 1.676 mm, die in einem zweistufigen Herstellungs­ verfahren gefertigt wurden.

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Website „Haus der Arbeitgeberverbände“ in neuem, responsiven Design

Im Büro, zuhause oder unterwegs: Unser System weiß, was Sie benutzen. Mit Erscheinen dieses Jahresberichtes am 1. April 2014 geht die neue Website unseres Hauses online. Neben einer grundlegenden grafischen Erneuerung bietet die Internetseite viele neue Funktionalitäten und ist klar, übersichtlich und einfach strukturiert.  Ein Bild-Slider begrüßt Sie beim Aufrufen der Seite.  Mit der Fahrt der Maus über die Hauptmenüpunkte öffnet sich das jeweilige Aufklappmenü und zeigt alle Navigationspunkte auf einen Blick.  Die Volltextsuche ermöglicht das schnelle Auffinden Ihres Suchergebnisses in Windeseile, egal, ob es in Texten, Adressen oder PDF-Dateien ist. Ab dem 3. Zeichen zeigt das System die Treffer in den jeweiligen Rubriken. Alle weiteren Zeichen dienen der Verfeinerung der Suchergebnisse.  Das schwebende Hauptmenü gibt Ihnen jeder Zeit die Möglichkeit, schnell und zielgerichtet in andere Verbände oder Arbeitskreise zu wechseln.  Mit dem blauen Rückholbutton unten rechts gelangen Sie schnell wieder in die Startansicht.  Der Knüller ist jedoch das neue, responsive Design. Unser System erkennt das Gerät, mit dem Sie unsere Website aufrufen und ordnet die Menüpunkte automatisch nach der Bildschirmgröße Ihres Gerätes an. So können Sie unterwegs über Ihr Smartphone oder zuhause über das Tablet schnell und bequem alles finden, was Sie suchen. Aufgebaut und entwickelt haben wir die Website mit unserem bisherigen Partner aus Lübeck, dem IT-Unternehmen Advantic. Unser Content-Management-System iKISS versetzt uns in die Lage, Inhalte schnell, einheitlich und richtig zugeordnet selbstständig einzustellen; ob von der Rechtsabteilung, der Geschäftsführung oder der Pressestelle. Testen Sie unsere neue Website und geben Sie uns Ihre Rückmeldung. Das System bleibt nicht starr, sondern befindet sich in ständiger Weiterentwicklung. Durch den Newsletter informieren wir Sie über die jeweiligen neuen Features. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Besuchen Sie uns unter www.arbeitgeber-nordhessen.de


M+E Nachwuchswettbewerb "MEINE ZUKUNFT“: Nordhessen räumt erneut ab

Fritz Winter und Georg Sahm sichern sich drei von fünf Goldmedaillen. „Unsere nordhessischen Nachwuchskräfte haben auch in 2014 wieder mit beeindruckenden Innovationsideen überzeugt und drei Goldmedaillen nach Nordhessen geholt. Das ist eine herausragende Leistung“, kommentierte Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen, das Ergebnis des M+E Innovationswettbewerbes „MEINE ZUKUNFT“. Die Preise wurden in vier Kategorien vergeben. In der Kategorie Administration und Personalmanagement setzten sich die Auszubildenden der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf mit dem Projekt „Vom Schüler zum Azubi – Nachwuchsfindung bei Fritz Winter“ durch. Das Team der Georg Sahm GmbH & Co. KG, Eschwege sicherte sich mit dem „Tubecut“ den Sieg im Bereich Produktionsablauf und Logistik. In der Kategorie Einzelne Produkte und Dienstleistungen belegten die Auszubildenden der Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim den ersten Platz. Die Teams von Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf und Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar teilten sich das Siegertreppchen in der Kategorie Studierende.

Linkes Foto: Fritz Winter: Sieg für das Projekt „Vom Schüler zum Azubi Nachwuchsfindung bei Fritz Winter“. Rechtes Foto: Fritz Winter: Ein einfacher Verbesserungsvorschlag für die betrieblichen Abläufe mit großer Wirkung. In der Kategorie „Studierende“ gestartet und gewonnen. Der Vorschlag wurde bereits zum Patent angemeldet.

Im Rahmen des Innovationswettbewerbs waren die Auszubildenden und Trainees der 530 HESSENMETALLMitgliedsunternehmen aufgerufen, Ideen zu entwickeln, die ihre Unternehmen erfolgreicher machen. Das Projekt „Vom Schüler zum Azubi - Nachwuchsfindung bei Fritz Winter“, das von den Auszubildenden der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf umgesetzt wurde, verfolgt fünf Ziele: Kernberufe für Schüler interessanter machen, Begeisterung wecken, die Bewerberzahl steigern, eine frühzeitige Bindung an das Unternehmen herstellen und das bestehende Bewerbungssystem verändern. Das Konzept führt talentierte Schüler über mehrere Stufen an Berufe und Unternehmen heran: vom Infotag an der Schule, über den jährlich durchgeführten „Tag der Ausbildung“, die „Nacht der Gießereiberufe“, ein Praktikum bei Fritz Winter bis zum Ausbildungsvertrag. In der betriebseigenen Montage der Georg Sahm GmbH & Co. KG in Eschwege werden durch neue Produkte regelmäßig unterschiedliche Losgrößen an Pneumatikschläuchen benötigt. Die Auszubildenden haben mit dem „Tubecut“ eine Maschine entwickelt, die den Abläng- und Schneidvorgang vollautomatisch ausführt. Durch die innovative Lösung können Kosten für das Unternehmen eingespart und so den Mitarbeitern mehr Zeit für andere Projekte verschafft werden. Das Studierenden-Team von Fritz Winter präsentierte ein Projekt, das sich auf die Strahlversuche an einer Freistrahlkabine für Zylinderköpfe bezieht. Bisher wurden die Gussteile mit einem geraden Strahlrohr bearbeitet, was zu dem Problem führte, dass die Strahldüse aufgrund von geometrischen Gegebenheiten nicht optimal positioniert werden konnte. Um das Gussstück vollständig zu reinigen, musste es sehr lange bestrahlt werden, was zu Beschädigungen und zu erhöhtem Ausschuss führte. Eine Veränderung des Strahlrohres führte zu verringerten Durchlaufzeiten mit deutlicher Zeit- und Kosteneinsparung und einem schonenderen Bearbeiten der Gussstücke. Alle Gewinner erhielten bei der Preisverleihung im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt eine X-Box ONE Spielkonsole mit dem Spiel Fifa 14. Die Preise überreichte der Jury-Vorsitzende, Wolf M. Mang, Vorstandsvorsitzender HESSENMETALL und Geschäftsführender Gesellschafter der Arno Arnold GmbH, Obertshausen.

Georg Sahm: Gold für „Tubecut“, die mühsame Handarbeit durch eine pragmatische, maschinelle Lösung ersetzt.

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Unternehmerverband Nordhessen e. V.

Wie lernt man Unternehmer?

Vorstand Stefan Lange, M.A. Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter Lange + Co. KG Michael Gribner Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführer Rotes Kreuz Krankenhaus Gemeinnützige GmbH, Kassel Michael Fuchs Kaufmännischer Leiter Daimler AG Mercedes-Benz, Niederlassung Kassel/Göttingen Michael Hohmann Vorstandsmitglied Raiffeisenbank e. G., Baunatal Dipl.-Ing. Thomas Meyer Partner KM architekten bda Dipl.-Bw. Roger Siebert Geschäftsführender Gesellschafter MAS-Industrieservice GmbH Stefan Veltum Geschäftsführer Veltum GmbH, Sachsenhausen

Sehr geehrte Damen und Herren, jeder von uns möchte in einer Gesellschaft leben, die Freiheit gewährt, die stabil ist und ein friedliches Miteinander organisiert, die eine menschengerechte Umwelt bewahrt, die Kultur, Bildung, und auch Konsum auf hohem Niveau bietet. Vieles von dem, was wir als Rahmenbedingungen für ein gutes Leben schätzen, ist allerdings nicht umsonst zu haben. Der Wohlstand einer Gesellschaft hängt ab von einer funktionierenden Wirtschaft. Unter der Bedingung der Freiheit benötigen wir dazu gut aufgestellte Unternehmen in möglichst großer Vielfalt. Und das wiederum setzt voraus, dass Menschen sich dafür entscheiden, Unternehmen zu gründen, zu leiten und sich in Firmen unternehmerisch zu engagieren. Wir brauchen Unternehmer und unternehmerisch denkende Menschen. Seit letztem Jahr fördert der UNH den Schülerwettbewerb JUNIOR. Zur Startveranstaltung in der Heinrich-SchützSchule Kassel im Oktober 2013 kamen über 120 Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen. Von 37 Schülerteams, die sich für den Wettbewerb angemeldet haben, kommen 26 aus Nordhessen – ein schöner Erfolg und ein gutes Zeichen für unsere Region. Bei JUNIOR erleben Schülerinnen und Schüler den Bereich Wirtschaft hautnah. Eine Schülerfirma gründen, unternehmerisch denken und selbstständig handeln, eine eigene Geschäftsidee entwickeln und umsetzen, in einem Team zielorientiert zusammenarbeiten, Einblicke in Zusammenhänge der Sozialen Marktwirtschaft gewinnen – das alles ermöglicht JUNIOR. Und diese intensiven Erfahrungen wirken darauf ein, welche Perspektiven junge Menschen für ihr weiteres Leben entwickeln. Im April 2014 werden die Hessensieger des JUNIOR-Landeswettbewerbes in der Universität Kassel gekürt. Der Veranstaltungsort ist nicht zufällig gewählt, denn es handelt sich um eine besondere Universität. Nur drei deutsche Hochschulen dürfen den Titel „EXIST Gründerhochschule“ tragen, weil sie das Thema Gründung besonders vorbildlich voran bringen. Die Formate und Projekte, die von der Uni angeboten und durchgeführt werden, sind bunt, interessant und sehr erfolgreich. Der UNH engagiert sich hier in der Förderung von Projekten der UniKasselTransfer. Mit der Unterstützung von JUNIOR wollen wir Vorarbeit leisten und das Thema „Unternehmertum“ breiter im Bildungsprozess verankern. Nordhessen ist seit vielen Jahren in einem rasanten Aufholprozess. In der UNH-Studie „Wachstumspotenziale der Region Nordhessen – Eine empirische Bestandsaufnahme“ haben wir Arbeitsfelder identifiziert, in denen diese Entwicklung weiter voran getrieben werden kann. Hier bleiben wir am Ball. Wenn es uns gelingt, bei den jungen Menschen die Begeisterung für unternehmerische Selbstständigkeit als zukunftsfähiges Lebensmodell zu wecken, haben wir viel geschafft. Auch Sie können etwas tun! Gewähren Sie jungen Menschen Praktika in Ihren Unternehmen oder stellen Sie Ihr Unternehmen in Schulen vor. Entsprechende Angebote und Möglichkeiten gibt es reichlich, und wir vermitteln dabei gerne. Tragen Sie dazu bei, ökonomische Kompetenz zu vermitteln und junge Menschen zum Unternehmer-werden zu ermutigen. Ihr Stefan Lange


Unternehmerverband Nordhessen wählt Vorstand

Vorsitzender Stefan Lange: Kassel-Calden eine Chance geben. In seiner 17. Mitgliederversammlung wählte der Unternehmerverband Nordhessen e. V. für die nächsten zwei Jahre den Vorstand neu. In seinem Amt bestätigt wurde der bisherige Vorsitzende, Stefan Lange, Geschäftsführender Gesellschafter der LANGE & CO. KG in Kassel. In der Rede an die UNH-Mitglieder bekräftigte Lange die Unterstützung des Unternehmerverbandes Nordhessen für den neu eröffneten Flughafen Kassel-Calden: „Wir sollten uns durch Polemik und Missgunst nicht abbringen lassen von unserem Kurs, und der heißt „Wachstum und Beschäftigung“. Der Flughafen Kassel-Calden bildet hierfür einen wichtigen Baustein, ohne den es die Chance, die Region weiter entwickeln zu können, gar nicht gäbe“. Lange richtete seinen Appell an die Unternehmer: „Seien Sie Botschafter für den Flughafen Kassel-Calden und unsere Region! Nutzen Sie die Möglichkeiten, die der Flughafen nun bietet! Und schließlich: Schließen Sie den Flughafen in Ihre zukünftigen Entscheidungen als Unternehmer mit ein.“ Ebenfalls bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Michael Fuchs, Kaufmännischer Leiter, Daimler AG Mercedes-Benz Niederlassung Kassel/Göttingen Michael Gribner, Geschäftsführer, Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel Gemeinnützige GmbH Michael Hohmann, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank e.G., Baunatal Dipl.-Ing. Thomas Meyer, Architekt, KM architekten bda Dipl.-Bw. Roger Siebert, Geschäftsführender Gesellschafter, MAS-Industrieservice GmbH Neu in den Vorstand gewählt wurde Stefan Veltum, Geschäftsführer der Veltum GmbH, Waldeck. Verabschiedet wurde Jörg Ries, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen GmbH Kassel. Jörg Ries war seit März 2005 im Vorstand und zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Als Dank für sein Engagement überreichte ihm der UNH eine Spende für die Caldener Werkstätten. Als Rechnungsprüfer bestätigt wurden Martin A. Jünger, PAC Werbeagentur GmbH in Vellmar und Bernhard Schwechel, FACT Steuerberatungsgesellschaft mbH Kassel.

Unternehmerverband Nordhessen mit neuem Logo 28

Auf den Punkt gebracht! Seit 1997 gibt es den Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH). In dieser Zeit hat er sich gut entwickelt und entsprechend wird er in Unternehmerkreisen immer stärker wahrgenommen. Nach 17 Jahren war eine grundlegende Neukonzeption des Erscheinungsbildes überfällig. Das neue Logo bringt nun auf den Punkt, was unseren Verband ausmacht: Im Mittelpunkt stehen unsere Mitglieder, verbunden und unterstützt durch den Vorstand und das Hauptamt. Als freier Zusammenschluss von Unternehmen der Region Nordhessen ist der Verband offen für alle, die vom Nutzen als Mitglied profitieren wollen.

Entwickelt wurde das neue Logo von unserem Mitglieds­unternehmen PAC Werbeagentur GmbH in Vellmar.


Von links: Dr. Kurt Rohrig (stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IWES), Journalistin Petra Nagel, Jörg Ries (ehem. Sprecher der Geschäftsführung), Dr. Matthias Jahnke (Projektleiter Competence Center Aerospace, CCA) und Dr. Oliver Fromm (Geschäftsführer UniKasselTransfer).

Business-Talk im Terminal

Airport Kassel-Calden: Perspektiven für die Region. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand unter Moderation von Petra Nagel mit über 120 Mitgliedern und geladenen Gästen der Business-Talk „Perspektiven für die Region“ statt. An dem Gespräch nahmen neben Gastgeber Jörg Ries der Geschäftsführer von UniKasselTransfer, Dr. Oliver Fromm, Dr. Matthias Jahnke, Projektleiter des Competence Center Aerospace (CCA) sowie Dr. Kurt Rohrig, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IWES, teil. Im Fokus der Diskussion stand Nordhessen und sein Oberzentrum Kassel, das sich seit vielen Jahren prächtig entwickelt. Ein stabiler industrieller Kern, ein gesunder Mix aus Produktion und Dienstleistung sowie eine aufstrebende Universität gehören zu den Treibern dieser positiven Entwicklung. Daneben bilden Investitionen in anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Initiativen der Clusterbildung, des Wissenstransfers und engmaschige Netzwerke neue Formen der Standortentwicklung.

Achim Schnyder, Pressesprecher im Haus der Arbeitgeberverbände mit UNHHauptgeschäftsführer Jürgen Kümpel und Regionalmanager Holger Schach.

Jörg Ries mit Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Hessischen Unternehmer­ verbände (VhU) aus Frankfurt im Gespräch mit Jörg Ries.

Uwe Kemper (Agentur für Arbeit Korbach), Michael Hohmann (Raiffeisenbank Baunatal), Volker Gräb (Agentur für Arbeit Kassel).

Jürgen Klemm (JK Personal Consult GmbH) mit Stefanie Bastuck und Holger Plaum (PricewaterhouseCoopers).


Bei der Lehrerinformationsveranstaltung im Haus der Arbeitgeberverbände in Kassel: Die JUNIOR-Schülerfirma „FOT.ografie – Faces of Time“ der Hans-Viessmann-Schule in Bad Wildungen (vorn) werben gemeinsam mit Thomas Meyer, Vorstandsmitglied des UNH, Markus Muszeika und Karen Lunze, beide JUNIOR-Projektleiter Hessen, für mehr Unternehmergeist an nordhessischen Schulen.

UNH ist erstmalig Kooperationspartner von JUNIOR

Unternehmer von morgen präsentieren innovative Geschäftsideen. Zum ersten Mal fördert der Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH) das vom Institut der Deutschen Wirtschaft initiierte Projekt JUNIOR. Die bundesweiten JUNIOR-Programme bieten Schülern die Möglichkeit, ein eigenes Schülerunternehmen zu gründen. Ziel der Programme ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge realitätsnah erlebbar zu machen und den Existenzgründungsgedanken zu stärken. Stefan Lange, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbandes Nordhessen, ist stolz auf die Kooperation mit dem Programm JUNIOR-Unternehmen: „Wir freuen uns über den Start der neuen Runde von Schüler-Unternehmen in Nordhessen. Die Dynamik, die gerade unsere Region in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat, bietet genau den richtigen Hintergrund dafür. Wenn die teilnehmenden Schüler durch die Erfahrung, die sie bei JUNIOR machen können, später ermutigt werden, selbst unternehmerische Wege zu gehen, werden solche positiven Entwicklungspfade gestärkt. Dazu tragen wir als Unternehmerverband gerne bei.“ Für das Schuljahr 2013/2014 haben sich aus Hessen insgesamt 37 Schülerteams, davon 26 aus Nordhessen, angemeldet, um für ein Jahr unternehmerisches Handeln zu erproben.

Ideenwettbewerb Unikat‘13

UNH-Sonderpreis für eine tierisch gute App. Bereits zum vierten Mal stiftete der Unternehmerverband Nordhessen einen Sonderpreis für den Ideenwettbewerb der Universität Kassel. In diesem Jahr ging der Sonderpreis in Höhe von 500 Euro an das Team von „GIZMO - der Welpentrainer“. Dabei handelt es sich um eine App mit einem umfangreichen Trainingsprogramm für Hundewelpen und vielem mehr. Stefan Lange, Vorsitzender des UNH, lobte in seinen Dankesworten die Idee sowie die hohe Durchdringung der Marktgegebenheiten bei der Zielgruppe. Er begrüßte den Unikat-Wettbewerb als hervorragende Möglichkeit, den Gründer- und Unternehmensgeist frühzeitig bei den Studenten zu wecken. Lange, selbst Unternehmer und Alumnus der Universität Kassel, betonte die große Verbundenheit des Unternehmerverbandes Nordhessen mit der Hochschule: „Ich wäre glücklich gewesen, wenn es eine solche Einrichtung zu meiner Zeit gegeben hätte.“ Mit dem Sonderpreis will der UNH dieses praxisorientierte Format aktiv unterstützen und den Gründergeist bei den Studenten/innen fördern. 30

Rechts neben UNH-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kümpel und Vorsitzendem Stefan Lange die glücklichen Gewinner des UNH-Sonderpreises: Corinna Nickel, Benjamin Köhler, Christopher Müller, Elisabeth Bartenstein und Julia Recla. Zu den Gratulanten gehörten auch Vizepräsident Professor Dr. Martin Lawerenz sowie Dr. Oliver Fromm, Geschäftsführer von UniKasselTransfer (rechts).

Seit vielen Jahren spiegelt der Wettbewerb Unikat die Vielfalt der Ideen und den Gründergeist der Universität Kassel wider, die 2013 als eine der drei bundesweit besten Gründerhochschulen in Deutschland ausgezeichnet wurde. Das Prädikat „EXIST-Gründungskultur – die Gründerhochschule“ bewertet in erster Linie Strategien zur Herausbildung einer Kultur des unternehmerischen Denkens und Handelns. Damit deckt sich dieser Anspruch mit dem des Unternehmerverbandes Nordhessen, der seit vielen Jahren das Handlungsfeld „Gründergeist - Begeisterung für unternehmerische Selbstständigkeit als zukunftsfähiges Lebensmodell wecken“ aktiv bearbeitet. Der UNHSonderpreis ist neben der Mitgliedschaft im Inkubator sichtbares Zeichen für dieses Engagement.


UNH-Exkursion zur Wirtschaftsmetropole und Medienstadt Köln

Mir lasse de Dom in Kölle! Wie wird Radio gemacht? Wie und wo entstehen Politmagazine oder die Sportschau? Das erfuhren die 25 Teilnehmer bei einer Sonderführung des WDR, der u. a. sechs Radioprogramme, das WDR-Fernsehen und mehr als ein Viertel des ARD-Programms „Das Erste“ produziert. Als größter Radio- und Fernsehsender auf dem europäischen Festland beschäftigt er ca. 4.000 Festangestellte und mehr als 20.000 freie Mitarbeiter. „Die Gruppe von Herrn Kümpel“, so bezeichnete die Kabarettistin Margie Kinsky den Unternehmerverband Nordhessen immer wieder in ihrem Bühnenprogramm, war von ihr und ihren fantasievollen Geschichten aus dem Leben begeistert. Am zweiten Tag stellte Dr. Uwe Claßen, Leiter Kunden und Strategie, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vor. Getragen von den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden versteht sich das IW als Anwalt der sozialen Marktwirtschaft. Das IW ist darauf spezialisiert, aktuelle, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen zu erforschen und zielgruppenorientiert an Multiplikatoren zu kommunizieren.

Mehr als 6.000 Scheinwerfer sorgen im Studio für die richtigen Lichtverhältnisse, wenn es auf Sendung geht.

Der Fachvortrag „MINT: Demografische Herausforderungen aus hessischer Perspektive“ von Dr. Oliver Koppel, Senior Economist im Arbeitsbereich Innovationsökonomik, machte deutlich, dass es ein „Hauen und Stechen um potenzielle Arbeitskräfte“ geben wird. Dr. Koppel betonte: „Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure als auch Elektroinstallateure zählen beispielsweise schon jetzt zu den Engpassberufen. Ohne eine Zuwanderung aus dem Ausland können wir den Bedarf an Ingenieuren und Fachkräften nicht decken.“ Den Abschluss der UNH-Exkursion bildete die Stadtteil-Führung „Der Rheinauhafen“ mit Besichtigungen von gelungenen Ensembles aus historischer und moderner Architektur. Von links: Für Reinhard Friedrichs, Geschäftsführer des Vereins für Sozialpolitik, Bildung und Berufs­ förderung e. V., Jürgen Klemm, Geschäftsführer der JK Personal Consult GmbH in Baunatal und Thomas Meyer, KM architekten bda in Ahnatal, vergeht fast kein Samstag ohne die Sportschau.

Roger Siebert übt vor der Kamera eine Anmoderation – aufgezeichnet von „Kameramann“ Stefan Lange.

Eine Eigenproduktion des WDR. Die Teilnehmer der UNH-Exkursion vor dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln.


Vorstandsmitglied Thomas Meyer fand in der Gruppe „Die Wildgänse“ aufmerksame Zuhörer im Ahnataler Kindergarten Regenbogen. Er las die Märchen „Aschenputtel“ und „Rapunzel“ vor und gab noch eine weihnachtsbezogene Zugabe: die Geschichte mit dem Titel „Wunschzettel sind keine Bestellzettel“.

UNH-Vorleseaktion GRIMM´sche Hausmärchen löste Begeisterung aus

Vorstandsmitglieder besuchten Kitas und lasen Märchen aus UNH-Sonderausgabe „Es war einmal…“ vor.

Mit dem Märchen „Rotkäppchen“ gewann der stellv. UNH-Vorsitzende Michael Gribner die Herzen der Kita-Kinder des Sara-Nußbaum-Hauses in Kassel.

„Aschenputtel“ wünschten sich die Kinder der Kita Altenritte in Baunatal von UNH-Vorstandsmitglied Michael Hohmann.

UNH-Vorstandsmitglied Roger Siebert verzauberte die Kinder im Montessori Kinderhaus Zita Kräuterwichtel in Kassel mit „Frau Holle“.

In Gemünden/Wohra begeisterte Axel Fischer die Kinder der Evangelischen Kita mit dem Märchen „Das tapfere Schneiderlein".

In der Adventszeit startete der Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH) seine Vorleseaktion „GRIMM´sche Hausmärchen“. Im Brüder Grimm-Jahr 2013 hat der UNH eine mit vielen Illustrationen angereicherte Sonderausgabe „Es war einmal…“ mit den schönsten Märchen aus der Heimat der Brüder Grimm herausgebracht. Mitglieder des UNH-Vorstandes lasen Kindern in ausgewählten Kindertagesstätten hieraus einige Märchen vor und schenkten ihnen anschließend das Märchenbuch als Erinnerung. Stefan Lange, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Nordhessen e. V., eröffnete die Vorleseaktion in der Kasseler Kita „Die Arche“ mit den Märchen Dornröschen und Rapunzel: „Märchen vermitteln Botschaften und erzählen Geschichten, wie das Kleine und Schwache sich gegen das Mächtige und Böse behaupten kann. Kinder erfahren, was recht und was unrecht ist. Sie bekommen Lösungen aufgezeigt, die sie verstehen. Ihre Fragen, Ängste und Träume treffen mit den Figuren der Märchenwelt zusammen, wobei sich neue Perspektiven und Identifikationsmöglichkeiten mit dem Helden eröffnen. Märchen sind ein wertvoller Teil unserer Traditionen, unterhaltsam und spannend sind sie sowieso. Sie sollten nicht in Vergessenheit geraten, sondern weitererzählt werden.“

In der Märchenwelt versunken (von links): Die Kita-Leiterin Sabrina Wiese, Daniel, Antonia, Pia Fleckenstein, Geschäftsführung Kleine Stromer gemeinnützige GmbH, Martin, der UNH-Vorsitzende Stefan Lange, Dahlia und Mymuna.


Unternehmerverband Nordhessen e. V. begrüßt die neuen Mitglieder*.

Adolf Veltum GmbH & Co. KG, Kassel

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kassel

Enercast GmbH, Kassel

Flach Holding GmbH, Frielendorf-Leimsfeld

Flach Rhein-Main GmbH, Büttelborn

Futura GmbH, Kassel

GLOBAL CONZEPT GmbH, Kassel

Praxis für Zahnheilkunde Herzog, Kassel

Kaufmann & Schmidt Wohnungsverwaltungs GmbH, Kassel

Ingenieurbüro Lüpke + Zischkau, Ahnatal

Restaurantgruppe Sawizki KG, McDonald's Kirchheim

KIG Koch Ingenieur GmbH Vellmar

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PBS Programmvertriebsgesellschaft mbH, Vellmar

RICHTER Gebäudedienste GmbH, Kassel

S & G SeminarManagement & GästeService GmbH, Kassel

* Seit der Mitgliederversammlung am 10. April 2013.

Science Park Kassel GmbH


Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. Geschäftsstelle Nordhessen

Umbau des deutschen Energiesystems: ökologische Wirkung durch ökonomischen Erfolg. Vorstand Harold Grönke Vorsitzender Geschäftsführer Verlag Dierichs GmbH & Co. KG Verband Druck und Medien Hessen e. V. Kassel Dr. Anne Fenge Vorstand Hermanns HMS-Bau GmbH & Co. KG Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e. V. Kassel Gerd Grimmig Vorstand K+S Aktiengesellschaft Verband der Kali- und Salzindustrie e. V. Kassel Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier Geschäftsführender Gesellschafter sera GmbH Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V. Kassel Helga Schwedes-Mand Heinrich Schwedes Landesverband des Hessischen Einzelhandels e. V. Kassel

Sehr geehrte Damen und Herren, die deutsche Volkswirtschaft ächzt unter den finanziellen Lasten der Energiewende. Viel zu lange hat die Politik Warnungen aus der Industrie in den Wind geschlagen und nichts unternommen, um die Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu bremsen. Nun gibt es sogar den Rat der Expertenkommission aus dem eigenen Haus im Deutschen Bundestag, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) komplett abzuschaffen, weil es weder ein kosteneffizientes Instrument für den Klimaschutz noch eine messbare Innovationswirkung entfaltet. Der Umbau unseres Energiesystems muss grundsätzlich überdacht werden, wenn der Industriestandort Deutschland erhalten werden soll. Denn nur wenn der Umstieg auf erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz auch ökonomisch ein Erfolgsmodell wird, werden mehr Staaten ihr Energieversorgungssystem umbauen. Die EEG-Zahlungen betragen 23,6 Milliarden Euro im Jahr 2014 – das ist in etwa das Doppelte der Forschungsförderung des Bundes für alle Wissenschaftszweige zusammen. Ohne Korrekturen könnte die EEG-Rechnung bis auf knapp 32 Mrd. Euro im Jahr 2023 ansteigen. Teurer Strom macht den Produktionsstandort Deutschland weniger attraktiv für Investitionen. Der Industriestrompreis für die nicht entlasteten Unternehmen liegt mit 14 bis 15 Cent/kWh doppelt so hoch wie in Amerika und Asien, ein Fünftel über dem EU-Durchschnitt und sogar rund 50 Prozent über Frankreich. Noch droht kein Exodus der Industrie, aber die Unsicherheit über die künftigen Strompreise führt dazu, dass sich Industriebetriebe mit Investitionen zurückhalten. In Teilen der stromintensiven Industrie kam es sogar zu einem Einbruch der Investitionen. Folge: Das Nettoanlagevermögen ist zwischen 2000 und 2011 stark gesunken: in der Metallerzeugung und Chemie preisbereinigt um 11 Prozent, in der Papierindustrie um 17 Prozent und in den Branchen Glas und Keramik um 31 Prozent. Deutschland hat eine klimapolitische Vorreiterrolle eingenommen. Viele Staaten zweifeln allerdings, ob der Umbau in Deutschland gelingt. Sie sehen vor allem die ökonomischen Risiken in Folge der hohen Geschwindigkeit des Umbaus. Es ist zu erwarten, dass kaum ein Staat in der Welt dem ökologisch motivierten Umbau unseres Energiesystems nacheifern wird, wenn der Eindruck entsteht, Deutschland könnte sein Wachstum und seinen Wohlstand beeinträchtigen oder schmälern. Unsere Wirtschaftsform ist erfolgreich und hat sich bewährt. Deswegen: Der Umbau des Energiesystems in Deutschland muss ein ökonomischer Erfolg werden, um ökologische Wirkung zu zeigen. Die Welt schaut auf Deutschland. Ihr Harold Grönke

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VhU-Geschäftsführer Jürgen Kümpel.

Arbeitsmarkt in Nordhessen seit den Arbeitsmarktreformen 2005

Einstiegslohn eröffnet Chancen, Mindestlohn vernichtet sie. Den nordhessischen Landkreisen geht es im Großen und Ganzen in den letzten Jahren immer besser. Ältere bleiben länger in Arbeit, mehr Frauen wollen und kommen in Arbeit und mehr Arbeitslose finden den Weg zurück in Arbeit – das ist das Erfolgsrezept unseres heutigen Beschäftigungsrekords. Etwa 6.460 Arbeitsplätze sind seit 2005 im Landkreis Kassel entstanden, was sich nordhessenweit zu 45.000 und hessenweit zu einem Beschäftigungsrekord von rund 2,3 Millionen sozialversicherten Arbeitnehmern summiert. Mit Beamten, Selbstständigen und Mini­ jobbern arbeiten über 3,2 Millionen Hessen. Die Unternehmen können noch mehr Arbeitsplätze schaffen, wenn die Politik auf höhere Steuern, steigende Energiepreise und eine erneute Verriegelung des Arbeitsmarkts verzichten würde. Sollte die Politik jedoch an den Plänen der Aufweichung der Arbeitsmarktreformen, der Steuererhöhung und Steigerung der Energiepreise festhalten, wäre das der todsichere Weg in höhere Arbeitslosigkeit. Die nordhessische Gesamtbilanz setzt sich aus den Regionen Kassel Stadt und Land, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis, Hersfeld-Rotenburg und Marburg-Biedenkopf zusammen, deren Arbeitsmarktlage sich überwiegend gut bis sehr gut entwickelt hat:  Arbeitslosigkeit: Starker Rückgang in allen Regionen.  Sozialversicherte Arbeitnehmer einschließlich Auszubildende: Steigerung in sämtlichen Regionen.   Entwicklung Einstiegslohnverdiener sowie Normal- und Gutverdienende:  M ehr zusätzliche Normal- und Gutverdiener als Einstiegslohnverdiener in den Landkreisen Kassel (Stadt und Land), Marburg-Biedenkopf, Hersfeld-Rotenburg und im Schwalm-Eder.  Mehr Einstiegslohnverdiener, aber auch mehr Normal- und Gutverdienende in Waldeck-Frankenberg.  M ehr Einstiegslohnverdiener und weniger Normallohnverdiener im Werra-Meißner-Kreis. Alle Regionen, auch diejenige, die bei der Arbeitsmarktentwicklung noch hinterherhinkt, haben von den Arbeitsmarktreformen profitiert. Im Werra-Meißner-Kreis sind erkennbar strukturelle Gründe für die vergleichsweise schwache Entwicklung verantwortlich. Er ist dringend auf den Lückenschluss der Lebensader A 44 angewiesen. Dieser wird seit vielen Jahren durch die Berufskläger der Umweltverbände verzögert, sodass weiterhin Tag für Tag zigtausend Tonnen Fracht und Autos mitten durch die Dörfer fahren müssen, während die Region ausblutet, weil die Menschen wegziehen. 36

Betrachtet man den mittleren Lohn in den einzelnen Regionen, wird schnell deutlich, warum ein gesetzlicher Mindestlohn arbeitsmarktpolitischer Unsinn ist, der viel Schaden anrichten kann. Vom Werra-Meißner-Kreis aus gesehen mit einem mittleren Einkommen von 2.340 bei den Vollzeitarbeitsplätzen liegt das mittlere Einkommen beispielsweise in der Region Kassel bei 2.870. Wer auf dieses Einkommensgefälle einen staatlichen Mindestlohn von 8,50 Euro setzt, nimmt sehenden Auges einen Flurschaden insbesondere bei den Arbeitsplätzen mit einfacher Tätigkeit in Kauf, die für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose so überaus wichtig sind.


Von links: Michael Rudolph und Achim Schnyder bei der live-Schaltung mit Frankfurt im hr-Studio Kassel.

VhU- und DGB-Vertreter in hr-info

Thema Flughafen Kassel-Calden live bei „Arbeit & Soziales“. Seit 1970 gibt es einen Flughafen vor den Toren Kassels. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und der Erweiterung der Europäischen Union Richtung Osten haben sich die äußeren Rahmenbedingungen geändert. Die Region Nordhessen bekommt eine größere Bedeutung. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Vertreter von Unternehmerverbänden und Gewerkschaften die Potenziale und Risiken des neuen Flughafens in Kassel. Grundlegenden Dissensen zwischen Achim Schnyder (VhU) und Michael Rudolph, DGB-Regionsvorsitzender, gab es nicht, sodass die hr-Moderatorin Claudia Wehrle nicht schlichten musste. Resümee der Diskussion: Die Region Nordhessen ist eine Wachstumsregion mit hervorragenden Potenzialen. Sie steht im Wettbewerb zu Regionen in ganz Europa. Wenn sie sich an diesem Wettbewerb nicht beteiligt, kann sie auch nicht gewinnen.

Nordhessische Unternehmen erfolgreich bei Hessen Champions 2013

Demonstration der Vielfalt und Leistungskraft hessischer Unternehmen. Im Rahmen des 22. Hessischen Unternehmertages (HUT) wurden unter großem Beifall der über 1.100 Gäste im Wiesbadener Kurhaus die Hessen Champions 2013 geehrt. Der Wettbewerb prämiert zum 13. Mal Preisträger in den Kategorien „Weltmarktführer“, „Innovation“ und „Jobmotor“. VhU-Präsident Professor Dieter Weidemann erklärte in seiner Laudatio: „Unternehmergeist kann man gar nicht genug feiern. In Hessen tun wir es jedes Jahr auf dem Hessischen Unternehmertag. Zwölf Bewerber haben es 2013 ins Finale von Hessens angesehensten Unternehmens-Wettbewerb geschafft. Champions sind sie alle. Sie alle machen sich selbst und unser Land stark. Dafür gebührt ihnen unser Respekt und Dank.“ Aus nordhessischer Sicht war der Wettbewerb sehr erfolgreich: sowohl die Unternehmen Druck- und Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG (Kategorie „Innovation“) als auch die Druck- und Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG (Kategorie „Jobmotor“), beide aus Frankenberg, wurden unter 99 Bewerbern als Finalisten gekürt. Sieger in der Kategorie „Jobmotor/Große Unternehmen“ wurde die B. Braun Melsungen AG. B. Braun trägt mit innovativen Produkten und Dienstleistungen dazu bei, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu optimieren und die Sicherheit zu verbessern – für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal. Das Unternehmen hat allein in 2013 in Hessen 148 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Michael Rudolph (l.) und Achim Schnyder bei der live-Schaltung mit Frankfurt im hr-Studio Kassel

Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf und Jürgen Sauerwald (im Vordergrund) vertraten die B. Braun Melsungen AG, die in der Kategorie „Jobmotor" Hessen-Champion 2013 wurde. Von links die beiden Vertreter des Finalisten EWIKON, Geschäftsführer Dr. Martin Wilhelmi und Dr. Peter Braun. Nach rechts die Vertreter des Finalisten HETTICH, Michael Schran, Volker Nöchel und Geschäftsführer Uwe Kleemann. Rechts außen Jürgen Kümpel, VhU-Geschäftsführer.


Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V.

Ausbildung und Qualifikation groß geschrieben. Vorstand Heinz Horch Vorsitzender HH-Consulting, Management Beratung & Coaching, Fuldatal Lars Ernst Bereichsleiter Operation und Sicherheit Flughafen GmbH Kassel Petra Hülshorst Head of Human Resources Continental Automotive GmbH Division Powertrain, Bebra Jürgen Kümpel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Verband der Metall- und ElektroUnternehmen Hessen Bezirksgruppe Nordhessen e. V., Kassel

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Hans-Joachim Schlüter Bereichsleiter Unternehmensstab und Personal Kasseler Bank eG, Kassel Dr. Jürgen Tertel Senior Vice President Corporate HR B. Braun Melsungen AG, Melsungen

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren, mit zunehmender Intensität wird sowohl in Unternehmen als auch in der Gesellschaft der Themenkomplex Fachkräftemangel diskutiert. Was in vergangenen Jahren häufig in Abhängigkeit von der Branche und der Region mehr oder weniger tiefgreifend erörtert wurde, ist inzwischen ein Problemfeld, dem sich weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer entziehen können. Wir müssen dringender denn je dafür Sorge tragen, falsche Entscheidungen bei der Berufswahl zu verhindern und somit dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Wir dürfen Auszubildende mit verstärktem Förderungsbedarf nicht ausblenden, wenn über die Deckung des wachsenden Bedarfs an qualifizierten Mitarbeitern nachgedacht wird. Auch im vergangenen Jahr hat der VSB seine Anstrengungen auf diesem Feld der individuellen angepassten Förderung weiter verstärkt. Unsere Interessenswerkstatt hat Fahrt aufgenommen und wird sehr positiv von den Schulen bewertet. Wir konnten 2013 mehr als 130 Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 einen Einblick in unterschiedliche Ausbildungsberufe vermitteln. Durch Erprobung und persönliches Erleben der Anforderungen des Ausbildungsberufes wird ein Instrument zur Verfügung gestellt, das von den Schülern als wertvolle Entscheidungshilfe empfunden wird. Am vorgelagerten Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 (Kompetenzen feststellen, Potenziale nutzen) haben im Jahr 2013 mehr als 900 Schüler und Schülerinnen aus 30 Schulen teilgenommen. Diese beiden Beispiele zeigen, dass die Wichtigkeit einer frühzeitigen Interessens-Feststellung und Förderung erkannt ist und wir mit unseren Angeboten richtig aufgestellt sind, um den passgenauen Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Im Beruf auf eine aktuelle Qualifikation zurückgreifen zu können, war für über 2.000 Teilnehmer unseres Bereiches Weiterbildung und Beratung wichtig. Dabei genießt der VSB als regionales Bildungswerk ein hohes Ansehen, was sich nicht zuletzt in den überaus positiven Teilnehmerbewertungen nicht nur in Bezug auf die Qualität der angebotenen Seminare widerspiegelt. Gleichzeitig konnte der VSB seine Kompetenz im Rahmen von Prozessbegleitung und Coaching unter Beweis stellen. Unser neu gestaltetes Programmheft macht Ihnen hoffentlich auch zukünftig Lust, auf die interessanten Angebote unseres Bildungswerkes zuzugreifen. Ihr Heinz Horch


um fair zu bleiben, aufgabe: bekommen alle die gleiche aufgab auf den baum klettern.


VSB-Geschäftsführer Reinhard Friedrichs

Jahreshauptversammlung VSB

Vergangenheit und Zukunft Seite an Seite. Ein ganz besonderes Highlight konnte der VSB anlässlich seiner Jahreshauptversammlung, die in der vereinseigenen Ausbildungswerkstatt stattfand, bieten. Vor Ausstellungseröffnung durften Mitglieder und Vorstand exklusiv die in der Nebenhalle präsentierte Schlumpf-Kollektion von teilweise noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Oldtimern besichtigen. Im Rahmen einer Führung wurden „Schlafende Schönheiten“ gezeigt, die im Laufe der Jahre bislang kaum mehr als zwei Dutzend Auserwählte sehen durften. Präsentiert wurde die rund 40 Raritäten umfassende Ausstellung vom französischen Nationalmuseum Cite de l`Automobile unter der künstlerischen Leitung von Heinz W. Jordan, Dr. Dietrich Krahn und Richard Keller. Auch Festrednerin Stadträtin Anne Janz war sehr angetan von der Oldtimerausstellung. In ihrem anschließenden Vortrag ging es hingegen nicht um „ältere Semester“, sondern um Jugendliche, die beim Übergang von der Schule in den Beruf auf ein vielfältiges Begleitprogramm zugreifen können. Die richtige Berufswahl ist Grundstein für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss und einen anschließenden Einstieg in das Arbeitsleben. Der VSB bietet auch hier schon frühzeitig Information und Unterstützung an. Beispielhaft sei das Programm Interessenswerkstatt erwähnt. Hier können Schüler in unserer Ausbildungswerkstatt live unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen. Allein 2013 nahmen 150 Jugendliche aus fünf Schulen an diesem Programm teil. Für 2014 liegen schon jetzt über 270 Anmeldungen aus sechs Schulen vor. Stadträtin Anne Janz

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Alpha Romeo 6C 1750 GS

Links ein Mercedes-Benz, Typ 770 K, Baujahr 1939, rechts das Fahrgestell eines Bugatti Typ 57, Baujahr 1938.


Silvia Schröder, Leiterin des Bereichs Weiterbildung & Beratung

VSB WEITERBILDUNG & BERATUNG

Zahlen. Daten. Fakten.

Wussten Sie schon, … … dass im Bereich Weiterbildung und Beratung im Jahr 2013 insgesamt 214 Seminare mit 2.011 Seminarteilnehmern stattgefunden haben? … dass sich das VSB -Jahresprogramm 2014 im neuem Erscheinungsbild präsentiert? Die attraktive Seminarbroschüre enthält 107 Seminarangebote mit 32 neuen Themen. … dass unsere VSB-Premiumtagung „Expertenkreis für Arbeitsrecht und Praxis“ in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt wird und zwar vom 4. bis 5. April 2014 in der Plansecur-Akademie in Kassel? … dass der Referent und Buchautor Carsten Bach vom 16. bis 17. Juli 2014 das Seminar „Selbstmarketing - im Unternehmen sichtbarer werden“ und vom 26. bis 27. November 2014 das Seminar „Wertschätzend Führen“ im VSB durchführt?

Datenschutz aktuell

Unternehmensvertreter informierten sich über den rechtssicheren Umgang mit dem Bundesdatenschutzgesetz. Über den Missbrauch von Daten wird fast täglich in Zeitungen, Fernsehen und Internet berichtet. Diverse „Datenschutzskandale“ der letzten Jahre haben die Öffentlichkeit sensibler für datenschutzrechtliche Belange gemacht. Da stellt sich die Frage, wie sieht es mit dem Datenschutz in Ihrem Unternehmen aus? Kennen die Verantwortlichen die wesentlichen Vorschriften zum Thema Datenschutz und zur Datensicherheit? Das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen, hieße, hohe finanzielle Verluste und Imageschäden für das Unternehmen zu riskieren. Ob es um Kunden-, Lieferanten oder Mitarbeiterdaten geht: Personenbezogene Daten unterliegen in jedem Unternehmen dem besonderen Schutz. In Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Hessen-Nord e. V. führte der VSB im vergangenen September das Seminar „Datenschutz aktuell“ durch. Als Referent konnte Herr Rechtsanwalt Thomas Bade aus Berlin gewonnen werden. Er verschaffte den Teilnehmern einen Überblick über die aktuellen Bestimmungen des Datenschutzgesetzes, die die Geschäftsleitung eines Unternehmens zu beachten und nachzuweisen hat. Ziel war die Aufdeckung von Sicherheitslücken im Unternehmen. Gleichzeitig rundete die Beantwortung von Fragen zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, zur Datenverarbeitung, zu Cloud-Computing und den Beschäftigungsdatenschutz das gelungene Seminar ab. Auch in 2014 ist ein Seminar zum Thema „Datenschutz aktuell“ im Bildungswerk geplant.

Von links: Referent Thomas Bade, Silvia Schröder, Dirk Schöttelndreier.

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Neue Reisekostenreform ab 2014

Professor Dr. Michael Popp referierte in VSB-Sonderseminaren. Seit 01.01.2014 ist das steuerliche Reisekostenrecht reformiert in Kraft getreten. Die gesetzliche Neuregelung hat zum Ziel, die Gesetzeslage zu vereinfachen sowie mehr Rechtssicherheit herbeizuführen und daraus resultierend eine Entlastung der Betroffenen zu bewirken. Für Unternehmen empfiehlt sich auf jeden Fall, die bisherige Praxis zu überprüfen und entsprechend anzupassen. Abweichende Regelungen aus den Lohnsteuerrichtlinien 2013 finden keine Anwendung mehr. Kernpunkte der Reform sind Änderungen bei Übernachtungskosten und Verpflegungspauschalen. Gleichzeitig ändert sich der Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte" in „erste Tätigkeitsstätte". Welche weiteren Änderungen zur Reisekostenreform ab sofort Anwendung finden, haben bereits zahlreiche Unternehmen aus Nordhessen in den zwei VSB-Sonderseminaren erfahren. Der Steuerexperte Professor Dr. Michael Popp, Fachbuchautor, Steuerberater und Herausgeber der Lohnsteuer-Mitteilungen, informierte über die gravierenden Änderungen und erörterte auf aktuellem Stand Fragen in dem komplexen Feld des Reisekostenrechts.

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Claudia Scherbaum, Leiterin des Bereiches Berufsbildung

VSB BERUFSBILDUNG

VSB-Schulung „Führungskräfte im Pflegebereich“

Innere Stärke und Gelassenheit als Schutz vor Belastungserscheinungen. Interessierte Führungskräfte aus Seniorenresidenzen, Altenzentren und Pflegeheimen aus Kassel sowie den angrenzenden Landkreisen informierten sich am 13. März 2013 im großen Sitzungssaal des AGV. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des VSB, Herrn Reinhard Friedrichs, thematisierte die Qualifizierungsbeauftragte Dr. Bettina Becker die allgemeinen und besonderen Fördermöglichkeiten von Weiterbildungen wie „Deutsch als Fremdsprache“ oder „Stressbewältigung“ für Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten. Anschließend stellte die VSB-Dozentin und Supervisorin Sabine Piemeisl dar, wie man Krisen auch als Chancen begreifen kann und Konflikt- und Kritikgespräche sicher führt. Den Abschluss bildete der Vortrag von M. Christine Klöber, der Geschäftsführerin von „KlöberKASSEL Wissen für die Hauswirtschaft“. Sie informierte über die Möglichkeiten hauswirtschaftlicher Prozessoptimierung in Senioren­ einrichtungen und moderne Ernährungskonzepte im Alter.

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Von links: Dr. Bettina Becker, Reinhard Friedrichs, M. Christine Klöber 1. Reihe Mitte (in gestreifter Strickjacke) Dorothea von Heynitz, Leiterin des Albert-Kolbe-Heims in Kassel 1. Reihe rechts (daneben in dunkler Jacke) Pflegedienstleiterin Anne Ottmann aus dem Aschrott-Altenheim in Kassel 2. Reihe rechts (dahinter) Heike Schaumann, Leiterin der Hausgemeinschaften am Heimbach in Kassel 3. Reihe rechts Stefan Kundelov, Leiter des AWO Altenzentrums in Spangenberg


Bildquelle: M. Rasuli

Profi-Boxer Rasuli gab den Jugendlichen Tipps für eine erfolgreiche Ausbildung.

Profi-Boxer gibt Tipps zur Ausbildung

„Man muss immer an sich glauben und Ziele haben.“ Wie schafft man es, Lernblockaden zu lösen und sich durch die eigene Ausbildungszeit zu „boxen“? Und warum sind dabei kontinuierliches Training, Durchhaltevermögen, gegenseitiger Respekt und Verantwortungsbewusstsein so wichtig? Das beantwortete der Profi-Boxer Mohammad Rasuli den 30 Auszubildenden der VSB-Werkstatt in einer Gesprächsrunde. „Man muss immer an sich glauben und Ziele haben. Denn ohne Ziele hat man kein Leben“, das war die wichtigste Botschaft, die der Profi-Boxer den Jugendlichen mit auf den Weg gab. „Die Ausbildung zeigt, dass man im Leben etwas geschafft und ein Ziel erreicht hat. Ehrlichkeit, Disziplin und gegenseitiger Respekt sind im Beruf wie auch im Sport bedeutende Eigenschaften“, sagte Rasuli. Mohammad Rasuli, der von 1996-1999 selbst in der VSB-Werkstatt eine Ausbildung zum Industriemechaniker erfolgreich abgeschlossen hat, ist derzeit einziger Profiboxer der Region und auf dem Sprung zum Deutschen Meistertitel im Halbschwergewicht. Er betreibt zurzeit zwei Boxschulen und ist Inhaber eines Sicherheits­ unternehmens.

Mit Speed-Dating auf der Suche nach engagierten Nachwuchskräften

Niederlassung Kaufungen der Nagel-Group setzt erneut auf Kooperation mit VSB. Zum wiederholten Mal stellte die Nagel-Group in Kaufungen zehn Praktikumsplätze und fünf Ausbildungsplätze für die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen zur Verfügung. Im Rahmen eines „Speed-Datings“ beim Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V. (VSB) hatten am 2. Oktober 2013 in Kassel rund 35 Teilnehmer und die Nagel-Group Gelegenheit, mehr voneinander zu erfahren. Bei einer 45-minütigen Unterrichtseinheit Fachrichtung Lagerlogistik sowie über den Imagefilm der Nagel-Group konnten sich die Kandidaten näher über die Logistikbranche, die Ausbildungsinhalte und ihren potenziellen Arbeitgeber informieren. In Einzelgesprächen wiederum konnte die Nagel-Group jeden Teilnehmer besser kennen lernen. Durch die intensive Betreuung der Praktikanten durch die Bildungsbegleiter des VSB können Schwierigkeiten und Probleme im Vorfeld ausgeräumt und Angebote zur Unterstützung entwickelt werden. Geeignete Praktikanten haben die Chance, einen der fünf zugesicherten Ausbildungsplätze bei der Nagel-Group zu erhalten.

44 Die Veranstaltung wurde durchgeführt von Stefan Herbst (Ausbildungsleiter Nagel-Group in Kaufungen, Mitte links) Dirk Marx (Abteilungsleiter Lagerverwaltung, Mitte rechts) und Regina Pippert (Bildungsbegleiterin beim Bildungswerk VSB, Mitte).


Vor der Abkantpresse im HERKULES-PRESSWERK Reukauf GmbH & Co. KG, Niestetal: Ausbilder Norbert Blumhardt erläutert dem angehenden Konstruktionsmechaniker Emre Erdogan und der VSB-Sozialpädagogin Britta Steinkamp die Arbeitsvorgänge beim Abkanten von Blechteilen.

FUTURA unterstützt Betriebe bei ihrer Ausbildung

FUTURA GmbH – AusBildung der Unternehmerverbände: Lernschwächere Jugendliche erfolgreich in Ausbildung vermitteln. „Ohne die Unterstützung von FUTURA hätten wir jetzt keinen angehenden Konstruktionsmechaniker. Da wir als kleines Unternehmen keine eigene Personalabteilung haben, hat FUTURA für uns das komplette Bewerber­ auswahlverfahren übernommen“, erklärte Reinhard Heerdt, geschäftsführender Gesellschafter der HERKULESPRESSWERK Reukauf GmbH & Co. KG in Niestetal. „Außerdem hat unser Auszubildender dort eine große fach­ theoretische und sozialpädagogische Unterstützung erfahren, ohne die er seine Zwischenprüfung nicht bestanden hätte“, ergänzte Heerdt. Claudia Scherbaum, Geschäftsführerin der FUTURA GmbH – AusBildung der Unternehmerverbände, betonte: „Wir stehen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen bei allen Fragen rund um die Ausbildung beratend zur Seite. Bei der Einstellung von lernschwächeren Jugendlichen erarbeiten wir ein passgenaues, arbeitgebernahes Förderkonzept, um einen positiven Ausbildungsabschluss zu gewährleisten.“ Gegründet wurde die FUTURA GmbH von den Bildungswerken des nordhessischen Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen und des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord e. V., um jungen Menschen mit Unter­ stützungsbedarf eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Mittlerweile haben 20 Jugendliche ihre Ausbildung erfolgreich über FUTURA abgeschlossen, elf werden zurzeit ausgebildet.

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Vor einer Laserschneidanlage mit Vakuumkran, die mit einem Laserstrahl feinste, beliebige Konturen aus Blechtafeln mit sehr engen Toleranzen ausschneidet (von links): Emre Erdogan (Auszubildender), Norbert Blumhardt (Ausbilder), Claudia Scherbaum (Leiterin Berufsbildung der VSBWerkstatt) und Reinhardt Heerdt (geschäftsführender Gesellschafter der HERKULES-PRESSWERK Reukauf GmbH & Co. KG, Niestetal). Herr Blumhardt zeigt ein gefertigtes Konstruktionsteil für die Energie-Industrie, Herr Herrdt ein Schweißteil für die Bahntechnologie.


Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen Sonderveranstaltung für Arbeitskreissprecher im THE SQUAIRE am Airport Frankfurt

Neue Dimension von Arbeit und Leben mit eigener Postleitzahl. Die Sonderveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT hatte ein ganz besonderes Highlight zu bieten. Insgesamt 25 Teilnehmer, darunter die Arbeitskreissprecher und ihre Stellvertreter, machten sich auf den Weg aus Nordhessen zum Frankfurter Flughafen. Das Ziel: THE SQUAIRE. Ein futuristisches Atrium mit einem „NEW WORK CITY“ Konzept. Eine kleine Stadt unter einem Dach: 660 Meter lang, 65 Meter breit, 200.000 m² Büroflächen. Nach dem Empfang im THE SQUAIRE war die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG die erste Anlaufstelle der Gruppe. KPMG ist ein weltweites Netzwerk von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen mit 145.000 Mitarbeitern in 152 Ländern. In Deutschland sind sie an mehr als 20 Standorten vertreten und bieten Absolventen mit wirtschaftlichem Studienschwerpunkt sowie Abiturienten eine interessante Arbeitsplatz- und Ausbildungs­ perspektive. Im Anschluss folgte mit dem Besuch des House of Logistics and Mobility Forum (HOLM) das zweite Highlight des Tages. „Das HOLM-Forum ist ein Schaufenster für Zukunftsfragen, die sich rund um Logistik und Mobilität stellen. Hier präsentieren Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Handel, Transport, Verkehr und IT gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Wirtschafts-, Sozial-, Politik- und Ingenieurwissenschaften ihre innovativen Ideen für wegweisende Konzepte“, informierte Senior Project Manager Michael Kluger. Durch das Zusammenkommen von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft unter einem Dach sollen Lösungen für die vielschichtigen Probleme der Zukunft erarbeitet werden.

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Nordhessens SCHULEWIRTSCHAFT-Sprecher informierten sich über das innovative Konzept der NEW WORK CITY.


Im Haus der Wirtschaft in Frankfurt für seinen ausgezeichneten Praktikumsbericht von Kultusministerin Nicola Beer (erste von links) und dem stellvertretenden Vorsitzenden von HESSENMETALL, Dr. Thomas Brunn (zweiter von links) geehrt: Christian Dehnert (Gesamtschule Edertal). Aus der Region Nordhessen gratulierten auch die beiden Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, Achim Schnyder und Frauke Syring (rechts).

Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“

Stellenwert der Schülerpraktika heben. M+E Arbeitgeberverband belohnt beste Berichte mit attraktiven Preisen. Zum vierten Mal veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen den Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“ und prämierte die besten Dokumentationen bei der AIRBUS HELICOPTERS DEUTSCHLAND GmbH in Kassel. Die Preisgelder, 50 Euro für den 1. Platz, 40 Euro für den 2. Platz und 30 Euro für den 3. Platz, hatte der nordhessische Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen zur Verfügung gestellt. „Mit unserem Wettbewerb wollen wir den Stellenwert der Schülerpraktika heben. Denn sie sind ein bedeutender und prägender Bestandteil der individuellen Berufsorientierung. Jedes Betriebspraktikum erleichtert den jungen Menschen ihre anstehende Berufswahl und gibt ihnen gleichzeitig einen Einblick in die unzähligen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Berufswelt“, betonte Karl Werner Hildebrand, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, bei der Preisverleihung. Die 18-köpfige Jury aus Pädagogen und Wirtschaftsvertretern bewertete alle eingereichten Praktikumsmappen nach den Beurteilungskriterien formale Struktur, Inhalt, kreative Gestaltung und Gesamteindruck.

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Nordhessenweit hatten sich 54 Schulen mit 81 Berichten beteiligt. Alle 17 nordhessischen Sieger qualifizierten sich mit ihren Praktikumsberichten für die Wahl zum Hessensieger. Die Landessieger der jeweiligen Schulform wurden bei der Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Hessen (LAG) ausgezeichnet.


Bei sera durfte ein Praxiseinsatz für die Lehrer natürlich nicht fehlen: Hierfür hatten sich die Auszubildenden an einem Pumpengehäuse ganz besondere Aufgaben für die Gäste überlegt.

SCHULEWIRTSCHAFT Frankenberg und Kassel bei Hettich und sera

Lehrer schlüpften in die Rolle von Auszubildenden und erlebten Ausbildung praxisnah. Es war ein ungewöhnlich früher Arbeitstag für Lehrer, die auf Einladung des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Frankenberg und Kassel bereits um 6 Uhr bei dem Druck & Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG in Frankenberg und bei der sera GmbH in Immenhausen die Frühschicht antraten. Bei dem Projekt „Tag im Betrieb für Lehrer“ sammelten die Pädagogen viele praktische Erfahrungen. „Wir haben den ´Tag im Betrieb für Lehrer´ gern unterstützt. Uns ist es wichtig, dass Lehrer authentische Informationen aus den Unternehmen in ihren Unterricht einbauen und ihn praxisnah gestalten“, betonten Uwe Kleemann, Geschäftsführer der Druck & Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG und Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier, MBA, geschäftsführender Gesellschafter der sera GmbH. Zu Beginn der Veranstaltungen standen zunächst Unternehmenspräsentationen und Führungen durch die Ausbildungsabteilungen auf dem Programm. Anschließend wurden die Teilnehmer auf unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Intensiv, kompetent und freundlich betreut durch Auszubildende und Ausbilder stand das Erleben der verschiedenen technischen Berufe im Werkzeugbau, Druckguss, Spritzguss, Dämpfungssystembau bei Hettich und die Montage einer Membranpumpe bei sera im Vordergrund.

Verleihung des „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“

30 hessische Schulen für vorbildliche Berufs- und Studien­orientierung ausgezeichnet. Für eine vorbildliche Berufsorientierung ihrer Schüler erhielten insgesamt 30 hessische Schulen, davon 10 aus Nordhessen, das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“. Die Übergabe der Urkunden und Siegel an die Schulen erfolgte im Rahmen einer Festveranstaltung bei der IHK in Frankfurt. Das Gütesiegel wurde mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 zunächst für Schulen mit den Bildungsgängen Hauptund Realschule und Förderschulen eingeführt. Im Schuljahr 2011/2012 wurde das Angebot auf die gymnasiale Oberstufe ausgeweitet. Bis jetzt wurden 151 Schulen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

Foto: Stefan Krutsch

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Das „Gütesiegel-Projekt“ ist ein Bestandteil des „Gesamtkonzepts Fachkräftesicherung Hessen“ der Hessischen Landesregierung und unterstützender Baustein der landesweiten Strategie zur „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule - Beruf" (OloV).


SCHULEWIRTSCHAFT-Unternehmenspreis an Firmen mit vorbildlichem Engagement für Bildung

Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau wurde als drittbestes Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT in der „Alten Schlosserei“ der Aurubis AG in Hamburg erhielt die Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau GmbH in Baunatal die Bronzemedaille für eine herausragende und nachhaltige SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit. Koch Maschinenbau, bestes Unternehmen in Hessen in seiner Kategorie (1-100 Beschäftigte), zählt damit nun auch zu den drei engagiertesten Firmen in ganz Deutschland. Die hochkarätig besetzte Jury überzeugte vor allem die schon seit 20 Jahren bestehende Mitarbeit im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT, die gelebte soziale Verantwortung als Bestandteil der Unternehmenskultur sowie die Intensität, mit der das Unternehmen in der Region Schulkooperationen aufbaut und pflegt. Der geschäftsführende Gesellschafter der Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau GmbH, Stefan Koch, freute sich über den dritten Platz: „Wir wollen auch Jugendlichen aus schwierigen Lebensverhältnissen Mut machen, an sich und ihre Fähigkeiten zu glauben, damit ihnen ein erfolgreicher Einstieg in das Arbeitsleben gelingt. Sie zu fördern und auszubilden ist für uns eine gesellschaftliche Verantwortung, die wir gern übernehmen.“ In der Wettbewerbsarbeit wurde neben dem unternehmensinternen Engagement im Bereich der beruflichen Ausbildung besonders auch die Zusammenarbeit mit den Baunataler Schulen, Erich-Kästner-Schule und TheodorHeuss-Schule, der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Immenhausen, der Berufshilfe Hephata und dem Arbeitskreis des Kompetenznetzwerks DieMaschinenbauPartner skizziert. Ziel des Gemeinschaftsprojektes der Netzwerkpartner ist es, den Auszubildenden den Übergang vom Schul- zum Arbeitsalltag zu erleichtern, die eigenen Tätigkeiten im Kontext zu übergeordneten Aufgabenstellungen zu erkennen und Eigenverantwortung für Gesamtprojekte zu übernehmen.

Stefan Koch, Geschäftsführender Gesellschafter der Albert Koch Maschinenund Vorrichtungsbau GmbH.

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Die Vertreter von Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau als strahlende Gewinner bei der Preisverleihung in Hamburg, von links: Volker Nicolai (Manager des Kompetenznetzwerks DieMaschinenbauPartner und Projektleiter Arbeitskreis Ausbildung), Gabriele Koch (Ehefrau des geschäftsführenden Gesellschafters Stefan Koch), Eberhard Langheinrich (Ausbildungsleiter), Phil Löber (Auszubildender), Timo Rösler (Betriebsleiter) und Frauke Syring (Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen).


Arbeitskreise der Wirtschaft für Kommunalfragen in Nordhessen

Netzwerke mit feinen Maschen und großer Tragkraft. Zahlen. Daten. Fakten. Die Arbeitskreise der Wirtschaft für Kommunalfragen in Nordhessen sind  Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen der Region Kassel  Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg/Eder  Arbeitskreis für Kommunalfragen der waldeckischen Wirtschaft  Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder-Kreises Alle vier Arbeitskreise zusammen haben 275 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt ca. 45.000 Beschäftigten. Die Arbeitskreise treten ein für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Regionen. Insbesondere die verkehrliche Verkehrsinfrastruktur sowie die Überschuldung der kommunalen Haushalte sind Schwerpunktthemen der AFK. Sie sprechen sich für die Einhaltung der Schuldenbremse sowie einer langfristigen Haushaltskonsolidierung und Entschuldung aus, um die kommunale Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Durch die verkehrliche Heterogenität in Nordhessen ist es ein dringendes Anliegen der AFK, Wettbewerbsnachteile vieler Unternehmen durch leistungsfähige Straßenanbindungen zu minimieren. Hierzu verstehen sich die AFK als Lobbyisten der Wirtschaft gegenüber den verschiedensten parlamentarischen Ebenen der Politik. Im Jahr 2013 hat die AFK-Geschäftsstelle in Kassel für alle vier Arbeitskreise zusammen insgesamt 41 Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern durchgeführt: 19 Vorstands- und Ausschuss-Sitzungen, vier Mitglieder­versammlungen, fünf Podiumsdiskussionen und Vortragsveranstaltungen sowie 13 Unternehmertreffs trugen dazu bei, das Netzwerk nordhessischer Unternehmen zu stärken, persönliche Kontakte in einem individuellen Rahmen zu ermöglichen und die Grundlage für die jeweiligen regionalpolitischen Positionen zu schaffen. 50

Unternehmertreffs 2013  Schwalm-Brauerei Haaß „Das Gold der Region“  CENA Kunststoff GmbH, CENA – Innovation in Kunststoff“   PEIKKO Befestigungssysteme, „Globalisierung zum Anfassen – ein skandinavischer Marktführer mitten in Waldeck“  Flughafen GmbH Kassel „Ab Kassel-Calden in den „Wurstehimmel“  Business-Talk im Museum der Schwalm ,„Tradition trifft Innovation“  myVale Schott Orthopädie Schuhtechnik GmbH & Co. KG „Die Metamorphose des Flip-Flop heißt myVale“  Autohaus Biebighäuser GmbH, „AFK-Unternehmertreff – einmal ganz anders“  VW Werk Kassel „Wie geht Erfolg?“  Bäcker Müller GmbH & Co. KG „Alles frisch! Qualität aus dem Burgwald“  Druid-Austernpilze Zu Gast beim „Herr der Austernpilze“  Jäkel GmbH & Co. KG „Jäkel: Das schärfste Unternehmen in Nordhessen“  PROCON Seniorenzentren gGmbH „Denk Mal Pflege“  Kamm GmbH & Co. KG „Arbeitsplätze unter freiem Himmel – Sicher. Bequem. Funktionell“.


AFK-Unternehmertreff beim größten Arbeitgeber der Region

VOLKSWAGEN-Werk Kassel in Baunatal: Wie geht Erfolg? Selbstbewusste und überzeugende Antworten auf diese Frage gab Werkleiter Professor Dr. Hans-Helmut Becker dem Gästekreis der AFK-Mitglieder persönlich: Beharrlichkeit, Fachkompetenz, Überzeugungskraft, ein hoch motiviertes Führungsteam, einsatzbereite Mitarbeiter und viel persönlicher Einsatz sind die wesentlichen Faktoren, die den Standort in Baunatal so erfolgreich machen. Denn mit über 16.000 Mitarbeitern ist das VW Werk Kassel der größte Arbeitgeber in Nordhessen und hat durch die Komponentenfertigung von Getrieben, Karosserie- und Austauschteilen, Abgasanlagen sowie dem Vertrieb Original Teile eine enorme Leistungs- und Aufgabenvielfalt. Durch die hohe Leistungstiefe, Qualität und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur ist jede einzelne dieser Komponenten weltmarktfähig. Dadurch hat sich das Werk in Baunatal in den letzten Jahren zum Technologieführer und erfolgreichsten Standort des VW-Konzerns entwickelt. Die Entscheidung des Konzerns, die Entwicklung der Elektromobilität nach Baunatal zu vergeben, ist beeindruckender Beleg für diese hohe Expertise. In einleitenden Worten über den Veränderungsprozess und den damit verbundenen Erfolg berichtete Professor Dr. Hans-Helmut Becker persönlich in seinem Vortrag vor den Mitgliedern des AFK der Region Kassel. Im Betriebsrundgang mit Pressesprecher und VW Urgestein Rudi Stassek erlebten die Gäste die Produktion aus nächster Nähe und warfen einen Blick in den neuesten Bereich, die „Clean Factory“.

Professor Dr. Hans-Helmut Becker und Vorsitzender Claus-Rüdiger Bauer (Mitte), links Pressesprecher Rudi Stassek.


Sie freuten sich über das große Interesse der AFK-Mitglieder am Unternehmertreff: die beiden Geschäftsführer Ulrike Steiner und Klaus Hinrichs mit AFK-Vorsitzendem Klaus Gantner.

Unternehmertreff bei CENA in Battenberg

Familienunternehmen mit Herzblut für 660 Kunden weltweit. Der Unternehmergeist ist in allen Ecken des Unternehmens spürbar und das Geschwisterpaar Ulrike Steiner und Klaus Hinrichs versprühen diese positive Einstellung bei der Präsentation des Unternehmens vor 60 AK-Mitgliedern. CENA, dessen Name auf Firmengründer Carl Naumann zurückgeht, ist bereits 1933 gegründet worden und stellte damals Antennenblitzschutz-Automaten aus Porzellan her. 1950 wurde in den ersten Spritzgussautomaten investiert, der damit den Grundstein für die weitere Entwicklung legte; die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Heute hat das Unternehmen 660 Kunden in Deutschland und Europa und produziert mit seinen 30 Mitarbeitern jährlich 170 Millionen technische Kleinteile aus Kunststoff, von Zylinderschrauben über Abdeckkappen bis Kabelverschraubungen. Dem Geschwister- und Geschäftsführerpaar Ulrike Steiner und Klaus Hinrichs scheint das unternehmerische Herzblut in die Wiege gelegt, denn Stillstand gibt es für die beiden Unternehmer nicht: „Wir haben seit der Zeit unserer Geschäftsführung den Betrieb im Grunde einmal komplett neugebaut“, betont Ulrike Steiner. „Dabei ist Energiepolitik und -einsparung bei uns ein sehr wichtiges Thema. Mit unserem CENA-Energiekonzept tun wir nicht nur etwas für die Umwelt. Wir sparen auch Kosten, was uns im internationalen Wettbewerb stark macht. Durch eine intelligent abgestimmte Steuerung in der Produktion, Verwaltung und im Lager ziehen wir überschüssige Wärme dort ab, wo sie nicht gebraucht wird und leiten sie dorthin weiter, wo es warm sein sollte, zum Beispiel im Lager.“

AFK-Frankenberg zu Gast beim PROCON-Seniorenzentrum

Thema trifft jeden: „Denk Mal Pflege!“ Die Themen „Demografischer Wandel“ und „Pflege im Alter“ standen beim Unternehmertreff im PROCON Seniorenzentrum Ederbergland im Vordergrund. Über 40 Mitglieder des Frankenberger Arbeitskreises der Wirtschaft hatten sich in die Wilhelmstraße begeben, um von der Geschäftsführerin der PROCON-Gruppe, Sonja Steffen und der Direktorin des Seniorenzentrums Claudia Fajdiga persönlich zu erfahren, welches die Herausforderungen beim Thema „Pflege Älterer“ für die kommenden Dekaden sind.

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Die PROCON-Gruppe, 1980 gegründet, beschäftigt bundesweit mehr als 1.500 Mitarbeiter. Davon mehr als 100 in Frankenberg, 16 von ihnen sind Auszubildende in der Pflege, die die Ausbildung an den Pflegeschulen in Bad Arolsen und Marburg absolvieren. „Wir versuchen, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie sind: an Schulen, Ausbildungsmessen und bei allen anderen Gelegenheiten. Denn der Nachwuchs ist die Grundlage für die Zukunft unseres Seniorenzentrums. Weniger sind es die Bewohner, deren Zahl zukünftig eher steigen wird. Momentan haben wir 130 Bewohner im Pflegebereich und 40 im Betreuten Wohnen. Dafür brauchen wir qualifiziertes Personal“, unterstrich Direktorin Fajdiga. „Irgendwann trifft das Thema jeden“, resümierte Klaus Gantner, Vorsitzender des AFK. Es sei notwendig, sich rechtzeitig mit dem Thema „Leben im Alter“ zu beschäftigen. Von links: Direktorin Claudia Fajdiga, PROCON-Geschäftsführerin Sonja Steffen aus Wiesbaden und Klaus Gantner in der RetroKüche, die insbesondere an Demenz erkrankten Bewohnern ein Gefühl der Vertrautheit geben soll.


Infoveranstaltung mit Partnern führte zum neuen Flughafen

AFK Frankenberg startete in Kassel-Calden und landete im Wurstehimmel. Warum kann die Ahle Wurst nur in Nordhessen hergestellt werden und was sind die Geheimnisse des einzigartigen Geschmacks? Oder woher hat die Wurst „Feldkieker“ ihren Namen. Antworten auf diese Fragen gab der Caldener Metzgermeister Thomas Koch den knapp 60 angereisten AFK-Mitgliedern, bevor er sie in seinen Wurstehimmel entführte. Hier reifen luftig aneinandergereiht mehrere tausend Ahle Würste verschiedenster Geschmacksrichtungen und Rezepturen. Zuvor hatte Jörg Ries, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen GmbH Kassel die aus Frankenberg/ Eder angereisten AFK-Mitglieder am Infopoint des neuen Airports empfangen und über den Bau und die Inbetriebnahme des Flughafens informiert. Kai Lorenz Wittrock, Wirtschaftsförderer der Region Kassel, war ebenfalls erschienen, um die AFK-Mitglieder persönlich über die Potenziale und Entwicklungschancen des Flughafens zu informieren. Seiner Aussage zufolge sind bereits 45.000 der 50.000 Quadratmeter Gewerbefläche am Flughafen verkauft. Wittrock: „Das Geld wird nicht in der Luft verdient, sondern am Boden.“ Die Fläche des alten Sportflugplatzes wird nun entwidmet und ein großes Gewerbegebiet wird an dieser Stelle entstehen. Luftfahrtaffine Firmen wie Piper, Airbus Helicopters, ZF Luftfahrttechnik und viele andere bieten mehrere hundert Arbeitsplätze und wären ohne den Flughafen nicht oder nicht mehr am Standort. AFK-Vorsitzender Klaus Gantner appellierte an die Unternehmer, den Flughafen als gegeben und zugleich als Chance anzusehen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen.

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Besuchten den „Wohlfühl-Flughafen“ in Kassel-Calden: von links AFK-Vorsitzender Klaus Gantner mit Ehefrau, daneben Jörg Ries. Kai Lorenz Wittrock von der Wirtschaftförderung Region Kassel (Mitte) inmitten der über 50 angereisten AFK-Mitglieder mit Partnern.


Hannu Lehtomäki (Mitte) beeindruckte die AFK-Mitglieder und den Vorsitzenden Heinz-Robert Behle (im Bild links von ihm) mit Charme, Esprit und fließendem Deutsch.

AFK Waldeck beim finnischen Weltunternehmen

PEIKKO heißt Troll und der wohnt in Höringhausen. Mit einem Crashkurs in Finnisch gewann Hannu Lehtomäki, Geschäftsführer des skandinavischen Konzerns PEIKKO in Höringhausen, seine Gäste im Handumdrehen für sich. Der PEIKKO, zu Deutsch Troll, sei das sympathische Wappentier und Emblem zugleich für die Firma mit dem Stammsitz im finnischen Lahti. Das 1965 dort gegründete Unternehmen ist noch heute Familienbetrieb und mit mehr als 900 Mitarbeitern aus 40 Nationen auf Erfolgskurs. Peikko Deutschland GmbH gehört zur finnischen PEIKKO Unternehmensgruppe und ist in ihrem Kerngeschäft, dem Industrie- und Wirtschaftsbau, international beachtlich aufgestellt. Mit beeindruckenden Referenzobjekten muss PEIKKO nicht geizen: Systemteile aus Höringhausen wurden unter anderem in den Fußballstadien in Köln-Müngersdorf und Mönchengladbach, der Stadthalle in Bremen, dem Taunusturm in Frankfurt oder bei IKEA Dortmund verbaut. Hier verlieh die intelligente und platzsparende PEIKKOTechnik den 32 Meter hohen Betonstützen Festigkeit und Stabilität. Überall dort, wo Beton mit Stahl zur Einheit verschmelzen, kommen Bauteile von PEIKKO zum Einsatz.

Strafverteidiger referierte beim AFK Waldeck über „Kriminalisierten Mittelstand“

Drei Goldene Regeln für Unternehmer in Krisensituationen: Schweigen, schweigen, schweigen. Eine messerscharfe Analyse der strafrechtlichen Risiken des Unternehmers präsentierte im Anschluss an die Mitgliederversammlung 2013 Gastredner Holger Wirthwein, Strafverteidiger für Wirtschaftsrecht aus Koblenz den AFK-Mitgliedern und Gästen im Hotel Touric in Korbach. „Gute Ratschläge über die Pflichten und Rechte eines Geschäftsführers findet man heutzutage wie Sand am Meer. Doch was ist, wenn wirklich etwas schief gegangen ist und man unwissend den Boden der Rechtmäßigkeit verlassen hat. Dann befindet man sich urplötzlich nicht mehr im Zivilrecht, sondern im Strafrecht. Oft sind Handlungen, die zu einer Straftat geführt haben, gut gemeint und man ist sich dessen nicht bewusst. Dennoch werden dadurch Straftatbestände erfüllt, die eine Anzeige nach sich ziehen können. Dann steht der Geschäftsführer zuerst einmal mit dem Rücken an der Wand“, so Wirthwein. Holger Wirthwein (Mitte) schenkte den Unternehmern in seinem Vortrag reinen Wein ein. Links Vorsitzender HeinzRobert Behle mit Vorstandskollege Dirk Trompeter.

Wann wird aus kleinen Geschenken Korruption und ab wann eine Bestechung? Welche strafrechtliche Bedeutung hat ein Tankgutschein für den Mitarbeiter oder das Fußballticket für den guten Kunden? Viele Unternehmer begehen tagtäglich unwissentlich Straftaten; doch: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“ mahnte Holger Wirthwein. Der Referent informierte die Gäste, welche Organisations-, Kontroll- und Überwachungspflichten Unternehmer in ihrem Unternehmen zu leisten haben. Können Unzulänglichkeiten in der Struktur und Organisation des Unternehmens nachgewiesen werden, kann dies ebenfalls strafrechtliche Konsequenzen für den Unternehmer haben. Wirthwein: „Im Zweifelsfall hat die Staatsanwaltschaft sogar das Recht, im Zuge der Ermittlung Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten zu durchsuchen sowie das Vermögen des Beschuldigten vorübergehend zu beschlagnahmen. Für den Betroffenen ist dies in der Regel eine bedrohliche Krisensituation. Sollte dieser Fall dennoch eintreten, lautet die höchste Maxime: Ruhe bewahren! Möchte man schwerwiegende Fehler vermeiden, bedeutet dies in erster Linie: Schweigen, schweigen, schweigen. Und umgehend seinen Rechtsbeistand konsultieren.“ Einstimmig wurde Heinz-Robert Behle bei der voraus gegangenen Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt. Auch seine Stellvertreter, Jochen Wachenfeld-Teschner als erster, Stefan Veltum als zweiter Stellvertreter sowie der gesamte Vorstand wurde mit einer Ausnahme wiedergewählt: Neu im Vorstand ist nun Swenja Otto. Sie folgt auf Willy Schaumburg.


Mitglieder des AFK Waldeck zu Gast am Hellenberg

JÄKEL: Das schärfste Unternehmen in Nordhessen. Sie arbeiten in der Regel im Verborgenen und hinterlassen ihren Arbeitsplatz stets sauber und gleichmäßig geschnitten. Die Rede ist von Maschinenmessern von JÄKEL, die in Landmaschinen, Gartengeräten, Nutzkraftfahrzeugen oder Kommunal- und Recyclinggeräten zuverlässig und mit messerscharfer Genauigkeit ihren Dienst verrichten. Seit 1928 sorgen Produkte von JÄKEL für den richtigen Schnitt auf Äckern und Rasen in der ganzen Welt. Rund 6.000 Tonnen Qualitätsstahl werden jährlich mit großem Know-how zu hochwertigen Verschleißteilen, Maschinenmessern, Scharen sowie Stanz- und Pressteilen verarbeitet und an internationale Kunden geliefert. Um diese Menge bewältigen zu können, haben die Brüder Frank und Udo Jäkel am Standort Hellenberg in eine moderne Produktionsstätte mit einem Autobahnanschluss direkt vor der Haustür investiert. Das Unternehmen hat aktuell 100 Mitarbeiter. Auf Einladung der Geschäftsführer Frank und Udo Jäkel waren viele Unternehmer und Mitglieder des AFK Waldeck gekommen, um das innovative Unternehmen und Preisträger des „Großen Preis des Mittelstandes“ persönlich kennen zu lernen.

Unternehmertreff des AFK Waldeck bei KAMM in Goddelsheim

KAMM sorgt für Bewegung auf den Flughäfen der Welt. 1968 baute die Firma KAMM ihre erste Flugzeugschlepper-Fahrerkabine. Heute ist das Unternehmen auf diesem Gebiet die Nummer 1 in Deutschland. Ohne die tonnenschweren Geräte, die kleine und große Maschinen bis zum Airbus A 380 zur Rollbahn schleppen, würde der Flugverkehr zum Erliegen kommen. Dabei ist Schlepper nicht gleich Schlepper, denn die Arbeitsbedingungen für die Fahrer können unterschiedlicher nicht sein: ob bei -30° Celsius in Nowosibirsk oder +40° Celsius in Abu Dhabi; die Klimatisierung der Fahrerkabine muss immer die volle Konzentrationsfähigkeit der Fahrzeuglenker gewährleisten. Christian Kamm führt das 1880 gegründete Unternehmen, das seit Jahrzehnten ein etablierter und anerkannter Partner der deutschen Fahrzeugbauindustrie, mit 30 Mitarbeitern und großem Erfolg. Neben Kabinen für Baumaschinen, Stahlwerksfahrzeuge, Spezialfahrzeuge und Landmaschinen gehören die Flugzeugschlepper-Kabinen mit ca. 25 Prozent Umsatzanteil zum stärksten Geschäftsfeld. Durch den hohen Spezialisierungsgrad und stetige Weiterentwicklung der Produkte hat sich KAMM zum nationalen Marktführer gemacht und ist so zum geschätzten Erstausrüster vieler Spezialfahrzeug-Hersteller avanciert. Um diese Entwicklung fortführen zu können, ist hoch qualifiziertes Personal notwendig. Technische Zeichner und CAD-Konstrukteure für Neukonstruktionen sind daher im Hause Kamm willkommen.

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Neuentwicklung 2013 und A380-fähig: die neue Flugzeugschlepper-Generation von KAMM.


Vereinigung der Wirtschaft bestätigt alten Vorstand

Hassenpflug weiter Vorsitzender. Auch künftig wird die Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder-Kreises von Alexander Hassenpflug geführt, dieses Votum erteilten die Mitglieder auf ihrer Versammlung am 20. Juni in Schwalmstadt. Der Vorstand besteht außerdem aus Heinrich Gringel (Schwalmstadt), Michael Sack (Homberg) und Armin Heß (Schwarzenborn). Karl Hassenpflug (Homberg) wurde neu in den Vorstand gewählt. In der Versammlung wurde unter anderem deutlich, dass die weitere Entwicklung der Region nicht nur von den Verbindungen im Straßenverkehr abhängt, sondern mindestens ebenso von schnellen Datenautobahnen. Die Anbindung an das digitale Hochleistungsnetz sei eine Grundvoraussetzung zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch der Erhaltung der Attraktivität als Wohn- und Lebensmittelpunkt. Insbesondere im Zeichen des demografischen Wandels sei ein zeitgemäßes Kommunikationsangebot entscheidender Standortfaktor; sowohl für die Unternehmen als auch für deren Beschäftigte.

Unternehmertreff in der Privat-Brauerei Friedrich Haaß in Schwalmstadt-Treysa

Haaßebier – das Gold der Region. In kaum einer anderen Branche hat es in den letzten 20 Jahren eine derart große Marktkonzentration gegeben wie im deutschen und europäischen Biermarkt. Hinzu kommt ein grundlegender Wandel im Konsumverhalten klassischer Biertrinker: Rückläufiger Verbrauch, sich ändernde Geschmäcker und eine Vielzahl an Lifestyle-Getränken machen es immer schwieriger, eine erfolgreiche Nische zu finden. Eckhard Haaß, Geschäftsführer der Privat-Brauerei Friedrich Haaß, hat sie gefunden.

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Business-Talk der Vereinigung der Wirtschaft (VDW) im Museum der Schwalm

Tradition trifft Innovation. „In der traditionsreichen Region Schwalm-Eder ist die Zahl der großen Unternehmen im Vergleich zu anderen Regionen überschaubar. Es sind deswegen vor allem auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die für Wertschöpfung und Beschäftigung sorgen. Sie sind ebenfalls international aufgestellt und nicht minder innovativ. Das wollen wir mit dem 1. Business-Talk zeigen.“ Mit diesem Statement und Bekenntnis zur Region eröffnete Alexander Hassenpflug, Vorsitzender der Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder-Kreises, die Veranstaltung im Museum der Schwalm in Schwalmstadt. Konrad Nachtwey, Museumsdirektor und Gastgeber, betonte in seiner Begrüßung die Notwendigkeit, die Affinität zur Region zu stärken und die Potenziale zu entdecken. Welche Potenziale zum Beispiel in der Pilzzucht stecken, erläuterte Georg Heinrich Rühl, Geschäftsführer von Druid Austernpilze. Nahe Immichenhain und mitten im Wald züchtet er in alten NATO-Bunkern Bio-Austernpilze. 300 Tonnen erntet er mit seinen Mitarbeitern im Jahr. „Der Markt wächst, aber langsam. Genauso wie die Pilze“, bemerkte Rühl gelassen. In einer rasanten Geschwindigkeit entwickelt sich hingegen der Markt für das junge Start-up Unternehmen MyVale aus Homberg/Efze. Hier werden in Einzelanfertigung Flip-Flops produziert; mit individuellem Fußbett und selbst gestaltetem Design. „Mit dieser Idee sind wir weltweit die Einzigen, die so etwas anbieten. Im Grunde sind wir Weltmarktführer“, betont Firmengründer Marks Schott selbstbewusst. Denn sogar Russell Crowe trägt Flip-Flops von MyVale.

Foto: Sandra Rose

Ebenfalls auf internationalem Parkett agiert die Druckerei Faubel aus Melsungen. Denn die Exportquote des erfolgreichen Systemanbieters für Spezialetiketten für die Pharma-Industrie liegt bei über 60 Prozent. Mit 160 Mitarbeitern und 20 Auszubildenden gehört Faubel bereits zu den größeren Arbeitgebern der Region. „Stillstand ist Rückschritt, deswegen müssen wir mit Innovationen immer einen Schritt schneller sein als der Wettbewerb“, sagt Geschäftsführer Reinhard Kuge. Und wie weit er voraus ist, zeigt die neueste Entwicklung: eine Kinder- und Senioren sichere Tablettenverpackung, die sich in der Markteinführung befindet.

Präsentierten innovative Geschäftsideen im traditionsreichen Museum: Markus Schott, Reinhard Kuge, Moderatorin Petra Nagel, Georg Heinrich Rühl, VDW-Geschäftsführer Achim Schnyder und Vorsitzender Alexander Hassenpflug (von links).

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Foto: myVale

Unternehmertreff beim internationalen Trendsetter myVale in Homberg

Flip-Flops in 35.000.000 Varianten. „Unser Business geht zu 100 Prozent online per Internet. Die Geschwindigkeit des Internets am Standort Homberg reicht im Großen und Ganzen zwar aus. Ab und zu geht unsere Verbindung doch schon ziemlich in die Knie. Für die Zukunft rechnen wir mit erhöhtem Bedarf an Geschwindigkeit, insbesondere, wenn einmal Bewegtbilder auf der Website hinzukommen. Da wir unsere Produkte weltweit über das Internet verkaufen, ist ein schneller Zugang die Eintrittskarte in die Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Firmenchef Markus Schott den wichtigsten Absatzkanal. Regine Müller, Mitglied des hessischen Landtages für den südlichen Schwalm-Eder-Kreis und auf Einladung der Vereinigung der Wirtschaft Gast des Abends, nahm dieses Statement mit nach Wiesbaden. Binnen fünf Jahren hat sich Schott vom Orthopädie-Fachgeschäft zum internationalen Trendsetter entwickelt. Dabei ist die Kernkompetenz in der Orthopädie nie verloren gegangen. Im Gegenteil: Genau dadurch zeichnet sich einer der Wettbewerbsvorteile von myVale aus. Nämlich durch die Kenntnis, wie individuell angepasstes Schuhwerk gefertigt sein muss, um dem Kunden ein gesundes und bequemes Laufen zu ermöglichen. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die riesige Variantenvielfalt, die myVale seinen Kunden bietet. Rechnerisch sind über 35 Millionen Kombinationen zwischen Zehenriemen, Fußbett, Zwischensohlen, Laufsohlen und weiteren Komponenten möglich. Ein Unikat bleibt jede myVale-Sandale dennoch in jedem Fall, denn auch bei über sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten gleicht kein Fuß dem anderen.

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Sie wurden beim Unternehmertreff zu myVale-Fans: Gäste und Mitglieder der Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder-Kreises. Links im Bild Markus Schott mit zwei Fußabdrücken für die nächsten Flip-Flops, die in Produktion gehen. Dritter von rechts: VDW-Vorsitzender Alexander Hassenpflug.


Sie werden auf Strohballen kultiviert und mögen es feucht und dunkel: Austernpilze, die neuen Exoten.

VDW-Unternehmertreff bei druid Austernpilze

Pilz-Exoten gedeihen prächtig in ausgedienten NATO-Bunkern. Der Weg zu Druid führt über einen Schotterweg in den Wald, kein Hinweisschild. Nur ein einsames Straßenschild „Am Langen Stein“ lässt vermuten, dass man hier richtig ist. Nach 400 Metern dann ein hoher Zaun mit verschlossenem Tor. Dahinter zwei bellende Hunde, denen man nicht zu nahe kommen möchte. So stellt man sich ein NATO-Gelände vor, aber sicherlich nicht die Produktionsstätte von Lebensmitteln. Das Familienunternehmen Druid Austernpilze von Margot und Georg Heinrich Rühl züchtet hier in ausgedienten NATO- und Bundeswehr-Bunkern die Exoten unter den Pilzen: Austernpilze. Auf Einladung des Unternehmerpaares Rühl hatte sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern der Vereinigung der Wirtschaft des Schwalm-Eder-Kreises (VDW) auf den Weg zu Druid in der Nähe von Ottrau-Immichenhain begeben, um zu erleben, wie Austernpilze angebaut und geerntet werden. Verteilt in mehreren Bunkern wachsen diese Delikatessen, die sich einer zunehmenden Beliebtheit unter den Köchen in Deutschland erfreuen, auf einem Substrat, das sich aus Stroh und Pilzbrut zusammensetzt. Sie lieben es feucht, dunkel und möglichst nicht zu warm. Dann gedeihen sie prächtig und tragen dazu bei, dass die Firma druid Austernpilze jährlich 300 Tonnen davon ernten kann. Die Menge ist beträchtlich, denn insgesamt werden in Deutschland weniger als 1.000 Tonnen im Jahr geerntet. Druid darf sich also zu den Marktführern zählen. Täglich werden die Pilze frisch geerntet und mit Kühlfahrzeugen zum Kunden gebracht, und das innerhalb von 24 Stunden und 365 Tage im Jahr. „Austernpilze sind nicht nur sehr schmackhaft, sie sind auch sehr gesund. Bei Stoffwechselstörungen wirken sie begünstigend, und wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen positive Auswirkungen auf den Cholesterinhaushalt des Körpers hat und zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen kann“, so Georg Heinrich Rühl.

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VDW-Mitglieder inmitten der Pilzzucht. Links: Vorsitzender Alexander Hassenpflug, im Hintergrund (Mitte) Georg Heinrich Rühl.


AUS DER MITGLIEDSCHAFT

Hettich feierte 125-jähriges Firmenjubiläum

Tochterunternehmen Druck- und Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG in Frankenberg stark in der Ausbildung. Zwei Daten prägen wesentlich die Geschichte der Hettich Unternehmensgruppe: 1888, das Jahr, in dem das Stammhaus im Schwarzwald gegründet wurde, und 1930, das Gründungsjahr des Schwesterunternehmens in Herford. 2013 feierte die Unternehmensgruppe ihr 125-jähriges Bestehen und spendete 125.000 Euro an soziale Projekte, für die sich die Mitarbeiter weltweit engagieren. „Wir möchten den Mitarbeitern unsere Anerkennung dafür aussprechen, dass sie ihre Freizeit für verschiedene Tätigkeiten im sozialen Bereich einbringen und dieses Engagement weiter fördern. Daher liegen uns die Projekte am Herzen, in denen unsere Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten“, sagte Dr. Andreas Hettich, geschäftsführender Gesellschafter der Hettich Unternehmensgruppe. Hettich befürwortet ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter zur Stärkung einer fairen und sozialen Gemeinschaft. Hettich ist ein international tätiges, mittelständiges Familienunternehmen mit mehr als 6.000 Mitarbeitern, davon 3.000 in Deutschland, und produziert Möbelbeschläge für die Küchen-, Wohn- und Büromöbelindustrie. Das Druckund Spritzgußwerk Hettich in Frankenberg bildet in sechs Berufen aus und beschäftigt zurzeit 39 junge Menschen in der Ausbildung. Die Geschäftsleitung der Hettich Unternehmensgruppe. Von links: Stefan Jonitz, Dr. Andreas Hettich und Dr. Dieter Wirths.

125 Jahre soziales Engagement

BKK Herkules: Eine lange Tradition der Selbstverwaltung. 1882 gründeten der Kommerzienrat Peter Wegmann und Richard Harkort die Casseler Waggonfabriken Wegmann, Harkort & Co. Schon in diesem Jahr beschäftigte das Unternehmen 210 Arbeiter. Ihre Zahl wuchs innerhalb von vier Jahren auf 520. Ab 1886 führte Peter Wegmann das Unternehmen unter dem Namen Wegmann & Co. allein weiter, bis der Ingenieur August Bode es im Jahr 1913 übernahm. Bekannt wurde das Unternehmen unter anderem als Hersteller des Henschel-Wegmann-Zuges. 1999 fusionierte die Firma Wegmann & Co. mit der Firma Krauss-Maffei AG zur Unter­nehmensgruppe Krauss-Maffei Wegmann. Bereits im Jahr 1885 richtete das Unternehmen den „Unterstützungsverein der Arbeiter der Firma Wegmann, Harkort & Companie in Rothenditmold“ ein. Der Verein wollte Arbeiter bei Erwerbsunfähigkeit unterstützen, eine zusätzliche Altersversorgung bieten sowie im Todesfall die Hinterbliebenen mit einer einmaligen Zahlung unterstützen. Die Betriebskrankenkasse Herkules ist heute eine der traditionsreichsten und ältesten Krankenkassen Nordhessens. Aus der 1888 gegründeten „Betriebskrankenkasse Wegmann“ wurde im Jahr 2001 die BKK Herkules – benannt nach dem weithin sichtbaren Kasseler Wahrzeichen. Anlässlich des Jubiläums hatte die BKK Herkules am 27. September 2013 zu einem Empfang in das Schlosshotel Wilhelmshöhe in Kassel geladen. Zu Gast waren neben dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitern auch zahlreiche Vertreter von Mitbewerbern aus dem Gesundheitswesen, der Politik, der Industrie und der Wirtschaft. So konnte neben der Ehrung für die geleistete Arbeit auch ein fachlicher Austausch über die Entwicklungen im Gesundheits­ wesen stattfinden.


Von links: Jürgen Kümpel, Geschäftsführer UNH, Gerald Reißmann, Vorsitzender des Vorstands der Sozialgruppe Kassel e. V., Ilona Caroli, Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sozialgruppe Kassel e. V., Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, Stadträtin Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer und Regierungs­ präsident Dr. Walter Lübcke.

10 Jahre Pro Dokument gGmbH

Fünf Jubiläen auf einen Schlag. Es musste schon die documenta-Halle sein, um dem Jubiläums-Marathon das angemessene Ambiente zu verleihen. Insgesamt konnten die feiernden sozialen Einrichtungen, fünf an der Zahl, auf 190 Jahre „Verantwortung und Solidarität“ zurückblicken. Unter gleichem Namen wurde anlässlich des Festaktes auch die Ausstellung eröffnet. Die Dienstleistungen der „Sozialgruppe Kassel“, 1933 als „Verein für Volkswohl gegründet“, nehmen heute mehr als 800 Menschen in Anspruch. Sie beschäftigt 200 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Jubilare waren: 80 Jahre Sozialgruppe Kassel e. V. 50 Jahre Kasseler Werkstatt 25 Jahre Fachbereich Gartenbau 25 Jahre Eltern- und Förderverein der KSW, und schließlich unser UNH-Mitglied: 10 Jahre Pro Dokument gGmbH

sera Unternehmensgruppe in Immenhausen

Neues Firmengebäude nach fast zweijähriger Umbauphase feierlich eingeweiht. „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen." Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry eröffnete Dipl.-Wi.-Ing. Carsten Rahier, MBA, geschäftsführender Gesellschafter der sera Unternehmensgruppe in Immenhausen, die Einweihungsfeier des neuen Firmengebäudes. Nach dem offiziellen Teil hatten die Familien der Belegschaft, Freunde, Geschäftspartner und interessierte Besucher die Möglichkeit, im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ die traditionsreiche sera Unternehmensgruppe, deren Historie, Produkte sowie die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen. Mehr als 1.000 Besucher nahmen dieses Angebot wahr. Die Erlöse aus einer Tombola in Höhe von 4.000 Euro sowie sera T-Shirts wurden dem Waisenhaus „Omaruru Children’s Haven" in Namibia gespendet. Notleidende Waisenkinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, finden dort Hilfe und ein neues Zuhause. Neue Räume für neues Denken und Wirken.

Die sera Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Immenhausen ist einer der führenden Anbieter und Entwickler von innovativen Produkt- und System­ lösungen im Bereich der Dosier-, Förder- und Kompressorentechnik. Sie hat Repräsentanzen in mehr als 80 Ländern sowie Tochtergesellschaften in Südafrika und England.

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Familienfest im Achsenwerk von Mercedes-Benz

15.000 Besucher feierten bei Kassels größtem industriellen Arbeitgeber. Mit dem Familientag unter dem Motto „Produkte erleben“ bedankte sich das Mercedes-Benz Werk Kassel bei seinen rund 3.000 Beschäftigten und deren Angehörigen. Werksleiter Ludwig Pauss eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Unser traditionsreicher, erfolgreicher Standort ist Teil einer attraktiven und lebenswerten Region. Mit Ihren Fähigkeiten und Ihrem Engagement tragen Sie jeden Tag dazu bei. Unser Familientag ist ein Dankeschön für Ihre Leistung.“ Zu den Attraktionen auf dem 400.000 Quadratmeter großen Gelände gehörten zahlreiche Produktvorführungen vom Fernverkehrs-LKW über den neuen Sprinter bis zum Oldtimer. Eine Erlebnistour durch die Fabrik, ein Riesenrad sowie zahlreiche Aktionen für Kinder machten den Tag zu einem Ereignis für die ganze Familie. Den Abschluss bildete ein Open-Air Konzert mit Feuerwerk. Mit der Fertigung von Achsen und Achssystemen für Lkw, Transporter und Trailer sowie der Fertigung von Gelenkwellen und Pkw-Komponenten ist das Mercedes-Benz Werk Kassel Europas größtes Nutzfahrzeug-Achsenwerk mit weltweitem Fertigungsverbund. Das Mercedes-Benz Werk Kassel war ursprünglich Produktionsstätte des Kasseler Traditionsunternehmens Henschel. Bis 1980 wurden in Kassel noch Lkw gefertigt, zuletzt die legendären Kurzhauber von Mercedes-Benz. Mit Beginn der 70er-Jahre spezialisierte sich das Werk zunehmend auf die Achsenproduktion und fertigt heute auf über 400.000 m² Produktionsfläche auf höchstem technologischen Standard.

Erster Gesundheitstag bei der GÜNTHER Heisskanaltechnik GmbH in Frankenberg

Gesundes Team – Gesundes Unternehmen. In Zusammenarbeit mit der Barmer GEK und Kooperationspartnern veranstaltete die GÜNTHER Heisskanaltechnik GmbH in Frankenberg für ihre Beschäftigten erstmalig einen betrieblichen Gesundheitstag mit Informationen rund um das Thema Ernährung, Sport sowie körperliche und seelische Gesundheit. Die Barmer GEK bot neben einer informativen Ernährungsberatung auch Tests und Checks an, zum Beispiel Lungenfunktionstests, Kraft- und Körperfettmessungen. Außerdem konnten die Mitarbeiter auch die Funktion ihrer Venen untersuchen lassen. „Unser Gesundheitstag war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Alle Anbieter waren von der Atmosphäre begeistert und auch unsere Mitarbeiter lobten diesen Tag. Die Hälfte der Belegschaft nutzte die Angebote rund um das Thema Gesundheit“, bilanzierte Siegrid Sommer, Geschäftsführerin der GÜNTHER Heisskanaltechnik GmbH in Frankenberg. Bei den Messungen zu Blutdruck und Blutzucker herrschte hoher Andrang.


Staatsminister Boddenberg zu Gast bei sera in Immenhausen

Qualifizierte Ausbildung ist Erfolgsrezept zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Um sich über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation in der Region zu informieren, besuchte der Hessische Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes beim Bund, Michael Boddenberg, u.a. auch das Familienunternehmen sera GmbH in Immenhausen. „Die sera Unternehmensgruppe entwickelt seit nahezu 70 Jahren für die unterschiedlichsten Branchen und Industrien innovative Produkt- und Systemlösungen für die Fluidtechnologie. Viele der Produkte werden weltweit mit mehr als 30 Repräsentanzen in über 80 Ländern sowie durch zwei Tochtergesellschaften in Großbritannien und Südafrika vertrieben“, informierte Dipl.-Wirtsch.-Ing. Carsten Rahier, MBA, geschäftsführender Gesellschafter der sera Gruppe. „Anwendung finden unsere Produkte, wie zum Beispiel Dosierpumpen, Dosieranlagen und Membrankompressoren, in der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung, der Getränke- und Lebensmittelindustrie, der Papier- und Textilindustrie oder in der Energiewirtschaft“, erläuterte Carsten Rahier. Am Stammsitz im nordhessischen Immenhausen sind mehr als 200 Mitarbeiter, davon 24 Auszubildende, beschäftigt. „Auf eine qualifizierte Ausbildung legen wir großen Wert. Denn sie ist das Erfolgsrezept zur Bekämpfung des sich abzeichnenden Fachkräftemangels.“ Die Arbeitsmarktlage in der Region beleuchtete Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V., Geschäftsstelle Nordhessen: „Etwa 6.460 Arbeitsplätze sind seit 2005 allein im Landkreis Kassel und 15.000 Arbeitsplätze in der Stadt Kassel entstanden, was sich nordhessenweit zu 45.000 und hessenweit zu einem Beschäftigungsrekord von 2,3 Millionen sozialversicherten Beschäftigten summiert." Jürgen Kümpel betonte, dass es allein bei der Flughafen GmbH am neuen Verkehrsflughafen einen beachtlichen Zuwachs gegeben habe. Im Gewerbepark am Flughafen haben 20 renommierte Unternehmen der Luftfahrtbranche mit über 750 hochqualifizierten zukunftsfähigen Arbeitsplätzen ihren Standort. Weitere Unternehmensansiedlungen seien in der Planung. Durch den Ausbau werden über 2.000 Arbeitsplätze erwartet. „Der Regionalflughafen ist ein Gewinn für die Region.“

Bei einem Betriebsrundgang erklärt Carsten Rahier (2. von rechts) die Funktionsweise eines Dosiersystems vom Typ CVD. Von links: Jürgen Kümpel (VhU-Geschäftsführer), Staatsminister Michael Boddenberg, Maik Sembowski (CDU Landtagswahlkandidat), Volker Schüßler (Produktion und Werksleitung), Carsten Seeger (Leiter Innovation und Qualität) und Dr. Martin Klonowski (Referatsleiter Politische Planung)

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Wirtschaftsdelegation aus Finnland zu Gast bei Peikko

Geschäftsführer Jürgen Kümpel stellt Verband und Region Nordhessen vor. Am 28.11.2013 besuchte eine finnische Delegation mit ca. 25 Unternehmen unter der Leitung des Verbandes der Finnischen Technologieindustrie Deutschland, um sich über Kooperationsmöglichkeiten und Unternehmens­ gründungen zu informieren. In Höringhausen besuchte die Delegation Peikko Deutschland GmbH, die zur finnischen Unternehmensgruppe Peikko Group gehört und Marktführer im Bereich Befestigungstechnik und Verbundträger ist. Neben einer Unternehmenspräsentation durch den Geschäftsführer Hannu Lehtomäki in Finnisch stellten Jürgen Kümpel und Carsten Buhay die Arbeit des Arbeitgeberverbandes, das duale Ausbildungssystem sowie Auszüge aus dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie in Hessen in englischer Sprache vor.

64 Sie stellten finnischen Unternehmern den Arbeitgeberverband, das Duale System in Deutschland und vieles mehr vor: Rechtsanwalt Carsten Buhay und Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Verbandes (von links). Hannu Lehtomaki hatte die Delegation zum Produktionsstandort von Peikko in Höringhausen eingeladen.


Entwurf und Bauleitung: Schuh ARCHITEKTEN, Kassel

Erfolg und Wachstum brauchen Raum

Gebr. Bode GmbH & Co. KG investiert am Standort Kassel in neues Technologiezentrum. Zum Spatenstich am 27. September herrschte bestes Wetter und gute Stimmung. Denn zusätzlich zu dem neuen Technologiezentrum an der Ochshäuser Straße in Kassel entstehen dort auch weitere Lagerhallen und Produktionsflächen. Bis Sommer 2014 soll alles bezugsfertig sein. Die Verwaltungs- und Produktionsflächen vergrößern sich damit auf insgesamt 31.000 Quadratmeter und schaffen Platz für weitere 100 Arbeitsplätze.

Dr. Ernst Raphael, Sprecher der Geschäftsführung, blickt positiv in die Zukunft. Durch den Neubau werden die Voraussetzungen geschaffen, um dauerhaft den technologischen Vorsprung zu sichern.

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Der Spatenstich: Eine angenehme Pflicht für Stadtbaurat Christof Nolda (2. von links), denn Gebr. Bode festigt mit dem Neubau seine Position als wichtiger Arbeitgeber und verankert das Unternehmen noch besser in der Region. Von links: Kai Emmeluth, Geschäftsführer Bauunternehmung Emmeluth, Kassel, Stadtbaurat Christof Nolda, Dr. Ernst Raphael, Geschäftsführer Gebr. Bode, Hans-Jakob Zimmermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Schaltbau Holding AG, Dr. Jürgen Cammann, Vorstandssprecher der Schaltbau Holding AG, Rene Cavalier, Schuh-Architekten Kassel.


Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen

Mitgliederrat

Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen Bezirksgruppe Nordhessen e. V. [AGV]

Mitgliederversammlung

Buchhaltung Peter-Jürgen Tischer

Vorstand Vorsitzende: Petra Hülshorst Geschäftsführung Jürgen Kümpel

Unternehmerverband Nordhessen e. V. [UNH]

Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Stefan Lange

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. Geschäftsstelle Nordhessen [VhU]

Beirat Nordhessen

Vorstand Vorsitzender: Harold Grönke

Rechtsabteilung Leitung: Dr. Arnold Müller

Pressestelle Leitung: Achim Schnyder

Arbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen Geschäftsführung: Achim Schnyder Frauke Syring Arbeitskreis Wirtschaft und Kirche Nordhessen Geschäftsführung: Achim Schnyder

Arbeitskreise der Wirtschaft für Kommunalfragen in Nordhessen [AFK]

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AFK Region Kassel Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Claus-Rüdiger Bauer

AFK Frankenberg Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Klaus Gantner

AFK Waldeck Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Heinz-Robert Behle

VdW1 Schwalm-Eder Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Alexander Hassenpflug

Geschäftsführung Achim Schnyder

Vereinigung der Wirtschaft Buchhaltung Claudia Klippert

Verein Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V. [VSB]

Mitgliederversammlung

Vorstand Vorsitzender: Heinz Horch Geschäftsführendes Vorstandsmitglied: Jürgen Kümpel

Geschäftsführung Reinhard Friedrichs

Weiterbildung und Beratung Leitung: Silvia Schröder

Berufsbildung Leitung: Claudia Scherbaum

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TWIN GmbH2

Geschäftsführung Reinhard Friedrichs Jürgen Kümpel

Futura GmbH2+3

Geschäftsführung Claudia Scherbaum

Gesellschafter: Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V. (VSB) Gesellschafter: Gesellschaft für Personaldienstleistungen mbH (GfP), Bildungszentrum Handel und Dienstleistungen gGmbH (BZH)


In Hessen ganz oben.

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Kontakt

Geschäftsführung RA Jürgen Kümpel Geschäftsführer Tel.: 0561 1091-310 Sekretariat Jutta Hillebrand Tel.: 0561 1091-311 Tino Eckhardt Auszubildender Tel.: 0561 1091-313

Sekretariat Lonny Kechel Anja Mückner (ab 1. April 2014) Tel.: 0561 1091-324

Rechtsabteilung RA Dr. Arnold Müller Leiter der Rechtsabteilung Tel.: 0561 1091-308

Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e. V. Dipl.-Ing. Reinhard Friedrichs Geschäftsführer Tel.: 0561 1091-410

RAin Susann Bauer RAin Rebecca Kemper Tel.: 0561 1091-318

Sekretariat Jutta Lohse Tel.: 0561 1091-411

RA Carsten Buhay Tel.: 0561 1091-316

Dipl.-Bw., Dipl.-Hdl. Silvia Schröder Leiterin Weiterbildung und Beratung Tel.: 0561 1091-420

RA Thomas Richter Tel.: 0561 1091-317

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Arbeitskreise der Wirtschaft für Kommunalfragen in Nordhessen Achim Schnyder Geschäftsführer Tel.: 0561 1091-322

RAin Coralie Zilch Tel.: 0561 1091-319

Sekretariat Monika Basak Tel.: 0561 1091-421

Sekretariat Christina Liese Tel.: 0561 1091-309

Bettina Hose Tel.: 0561 1091-422

Barbara Potratzki Tel.: 0561 1091-307

Claudia Scherbaum Leiterin Berufsbildung Tel.: 0561 50726-31

Evelyn Offik Tel.: 0561 1091-306 Pressestelle Achim Schnyder Leiter der Pressestelle Tel.: 0561 1091-322

Sekretariat Andrea Wittich Projektkoordination Tel.: 0561 1091-442 Helga Reiting Tel.: 0561 1091-443

Frauke Syring M. A. Pressereferentin Tel.: 0561 1091-323 Sekretariat Ute Albert Tel.: 0561 1091-326

E-Mail der Mitarbeiter beim Arbeitgeberverband: vorname.nachname@arbeitgeber-nordhessen.de E-Mail der Mitarbeiter beim Bildungswerk VSB: vorname.nachname@vsb-nordhessen.de


Impressum Herausgeber Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen Bezirksgruppe Nordhessen e. V. Redaktion Pressestelle im Haus der Arbeitgeberverbände Redaktionsschluss 1. März 2014 Gestaltung PAC Werbeagentur GmbH – Vellmar/Kassel www.pac-werbeagentur.de Druck Druck- und Verlagshaus Thiele & Schwarz GmbH, Kassel www.thiele-schwarz.de Bildquellen Fotolia Günther Heisskanaltechnik GmbH Haus der Arbeitgeberverbände, Pressestelle Hettich GmbH & Co. KG Katharina Jaeger Stefan Krutsch myVale M. Rasuli Sandra Rose Gerd Scheffler Schuh ARCHITEKTEN sera GmbH Mario Zgoll

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Mitglieder im Unternehmerverband Nordhessen e. V. Stand: 1. M채rz 2014


Mitglieder im Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V. Stand: 1. M채rz 2014

EISENWERK HASENCLEVER &SOHN GMBH


Haus der Arbeitgeberverbände Karthäuserstraße 23 34117 Kassel Telefon 0561 1091-50 Telefax 0561 779194

Jahresbericht

office@arbeitgeber-nordhessen.de www.arbeitgeber-nordhessen.de 2013 Haus der Arbeitgeberverbände in Nordhessen

Mit geeigneter Applikation einscannen und direkt zu www. arbeitgeber-nordhessen.de gelangen.

Haus der Arbeitgeberverbände in Nordhessen

2013


AGV Geschäftsbericht 2013