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BUrnT BY THE SUn ALLER GUTEN DINGE. Eigentlich sah unser Plan lediglich vor, dass Bassist Ted Patterson anlässlich von „Heart Of Darkness“, des dritten und auch letzten Albums von BURNT BY THE SUN, aufschreibt, was ihm zu den bisherigen Platten seiner Band so alles in den Sinn kommt. Ihm gefiel diese Idee jedoch so gut, dass er unsere Fragen an Sänger Mike Olender, Gitarrist John Adubato und Schlagzeuger Dave Witte weiterleitete. Die gaben ihre Statements ab, ohne die Antworten der anderen zu kennen. keine schlechte Idee, schließlich haben auf diese Weise sogar die vier Musiker noch etwas Neues übereinander erfahren, wie uns Patterson anschließend gestand.

album: code b

limitierte erstauflage inkl. Poster

Was fällt dir zu eurem ersten Album, „Soundtrack To The Personal Revolution“, ein, das 2002 veröffentlicht wurde? Olender: Wir haben dieses Album in nur acht Tagen aufgenommen und abgemischt. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt und ich könnte die ganze Platte noch einmal neu einsingen – die Vocals sind einfach unverständlich! Dennoch hat Matt Bayles in Anbetracht der wenigen Zeit, die wir hatten, einen großartigen Job gemacht. Adubato: Ein Album, das den Landeanflug meines Lebens einfing. Das war seit vielen Jahren außer Kontrolle und hat sich erst damals beruhigt. Witte: Ein Soundtrack zur Selbstmotivation, geschrieben mit tollen Freunden und Musikern, die sich selbst und alle, die Lust hatten, zuzuhören, zufrieden stellen wollten. Patterson: Ich habe mich gut gefühlt, als wir das Album geschrieben und aufgenommen haben. Die Band ist damals immens gewachsen. Was denkst du heute über „The Perfect Is The Enemy Of The Good“ aus dem Jahr 2003? Olender: Wir wollten damals zu sehr einen auf Kunst machen. Obwohl ich das Cover zunächst mochte, kann ich es inzwischen nicht mehr sehen. Ich denke, das Cover und der Titel führten dazu, dass das Album von unseren Fans falsch verstanden wurde. Adubato: Diese Platte fängt die Freude ein, die ich erlebt habe, als meine Kinder geboren wurden, und die Trauer, als mein Schwiegervater starb. Witte: Mit diesem Album lernten wir sowohl bessere Songwriter zu werden als auch mutiger zu sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Album von all unseren Platten am schnellsten geschrieben wurde. Ich glaube, wir haben nur drei Wochen gebraucht. Patterson: Hier haben wir gelernt, was wir alles können. Mit diesen Songs sind wir einige Risiken eingegangen, aber so waren wir damals eben drauf. Warum ist „Heart Of Darkness“ euer bestes Album? Olender: Ich habe an diesem Album härter gearbeitet als an allen anderen in den achtzehn Jahren, in denen ich in Bands spiele. In diesem Sinne verdient es „Heart Of Darkness“ einfach, unser bestes Album zu sein. Adubato: Weil wir alle von Beginn an einer Meinung waren und das Album aus Liebe und Leidenschaft gemacht wurde – und wegen nichts anderem. Witte: Dieses Album hat so viel Seele. Wir waren in der Lage, uns selbst in die Musik einfließen zu lassen und haben so eine Art Reinigung vollzogen. Wir haben auf dieser Platte einfach alles rausgelassen. Es ist hochkonzentrierte Wut in Kombination mit dem besten Songwriting, das wir jemals hinbekommen haben. Das Beste aber ist, dass wir es aus Liebe getan haben und ohne eine Deadline oder sonstigen Ballast. Ich bin immer noch außer mir vor Freude: Wir wollten unsere mächtigstes Album schreiben, und das ist uns gelungen. Patterson: Wenn ich nicht gedacht hätte, dass es unser bestes Album werden würde, hätte ich es nicht gemacht. Wir sind als Band mit einem Ziel gestartet, und das haben wir erreicht. Dieses Album ist der Zuckerguss auf der Torte. Warum ist „Heart Of Darkness“ euer letztes Album? Olender: Hätten John und Ted die Band nicht am Leben erhalten, wären Dave und ich niemals zurückgekommen und diese Platte wäre nie entstanden. Ich fühle mich geehrt, dass ich die Chance hatte, ein weiteres Album mit Ted, John und Dave zu schreiben. Adubato: Das ist nicht meine Entscheidung. Ich versuche, nicht in Absolutismen zu leben. Witte: Unsere Herzen werden immer schlagen – ob in guten oder schlechten Zeiten. Die Band ist nicht fort und vergessen – sie geht nur stolz ihrer Wege. Diese Band wird immer aus uns vieren bestehen. Wir sind der Kern, das Herz. Es wird noch einige Shows aus Spaß geben, aber nicht viel mehr. Um es mit Jim Morrison zu sagen: „This is the end.“ Patterson: Diese Band so ehrlich zu betreiben, wie wir es zehn Jahre lang getan haben, erfordert einen gigantischen Einsatz. Wir alle können den nicht mehr in diesem Ausmaß bringen, und es würde der Band nicht gerecht werden, weiterzumachen, ohne dass alle 110 Prozent geben können. Foto: Scott Kinkade Martin Schmidt

single: altes arschloch liebe im handel & als download erhältlich Bela B geht auf Code B - Tour, im November / Dezember 2009. Termine unter: www.bela-b.de, www.kktlive.com

www.bela -b.de 12 FUZE

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Fuze Magazine 18  

Das Fuze Magazine ist ein kostenloses Musikmagazin, das alle zwei Monate erscheint und sich ganz auf die Bereiche Hardcore, Metal und Emo sp...

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