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Outside storytelling

24 Stunden von Bayern

Reise durch die Geschichte


Foto: Mecki49_pixelio.de

24 Stunden von Bayern

ZeitReise

Text Benjamin Linsner

Dieses Jahr dürfen die ausgelosten Teilnehmer der „24 Stunden von Bayern“ die Region „Ilztal und Dreiburgenland“ erkunden. Diese will mit gelebter Geschichte aus dem Kultevent ein Kulturevent machen.

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Stunden wandern?“ Diese Frage musste ich mir in den letzten Wochen oft anhören, wenn das Gespräch auf die „24 Stunden von Bayern“ fiel. Dieses Jahr geht es aber bei deutschlands größtem Wanderevent nicht nur ums Laufen. Die austragende Region Ilztal und Dreiburgenland, möchte aus dem Kultevent ein Kulturevent machen. So sollen die Teilnehmer neben der einmaligen Naturlandschaft auch geschichtsträchtige Orte bereisen. Angefangen vom archäologischen Erlebnispark „Gabreta“, wo das Leben der Kelten vor 2000 Jahren nachgestellt wird.

In der Westernstadt „Pullman City“ sollen sich Wanderer, zusammen mit Indianern und Cowboys, am Lagerfeuer ausruhen können. Der originalgetreue Western-Saloon bietet Stärkung für die Weiterreise durch den „wilden Westen“ Bayerns. Und die einmalige Naturlandschaft? Hier will die Region Ilztal und Dreiburgenland mit Seen, Flüssen und Klammen punkten. Moosbewachsene Schluchtwälder sind Zeugnisse des einstigen Urwaldes. Klar, der Landkreis Passau liegt am Rande des Bayerischen Waldes. Dieser zählt heute noch - wenn auch nur stellenweise - zu den letzten Urwäldern der Welt.


Schloss Englburg ist nur eines von vielen Schlössern im Dreiburgenland. Foto: Thomas Weick_pixelio.de

Infos zum Event

• Seit 2009 wird das Event einmal im Jahr ausgetragen

• Der Bayerische Wald erstreckt sich

über 100 Kilometer an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien

• Die Ilz ist der linke Nebenfluss der Donau und ist ca. 37 Kilometer lang

• Eging am See ist anerkannter Luftkurort

• Unter den Teilnehmern sind HobbyWanderer, aber auch Marathonläufer und Extremsportler

W

ie sieht ein 24 Stunden dauerndes Wanderevent eigentlich aus? Wer sich auf Hochleistungssport und das Knacken von Rekorden freut, braucht sich für das große deutsche Wanderevent nicht anzumelden. Die Zeitangabe steht für ein „kann“, nicht für ein „muss“. Der Genuss soll bei dieser Veranstaltung im Vordergrund stehen, weshalb keine Kilometer gezählt werden. Einen Sieger gibt es am Ende auch nicht.

Ausgelostes Teilnehmerfeld

Aber: wie bei einem Sportwettkampf müssen sich die Teilnehmer im Voraus melden. Genauer gesagt, wirft man seine Bewerbung in einen virtuellen Lostopf, aus dem schließlich die 444 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezogen werden. Die Ziehung basiert auf dem Zufallsprinzip, daher haben alle Bewerber die gleiche Chance - unabhänging von Fitness und Wandererfahrung.

Tag- und Nachtschwärmer mit Plan Wer ohne Plan loswandert, übersieht meist die sehenswertesten Plätze. Darum haben die Organisatoren vier Strecken ausgewiesen, die alle Sehenswürdigkeiten einschließen. Aufgeteilt nach Tages- und Nachtstrecken, sollen die Teilnehmer die Region erkunden können. So umfasst die Tagesstrecke das Museumsdorf in Tittling und den Ilztal-Höhenweg. In der Nacht locken die beleuchteten Burgen und Schlösser, die der Region ihren Namen geben.


Auch die Westernstadt Pullman City steht den Besuchern nachts offen. Cowboys und Indianer bieten ein buntes Showprogramm und wollen somit die Müdigkeit vertreiben. Romantisches Highlight zu später Stunde: die Mondscheinstrecke. Auf fast 10 Kilomtern führt diese Rute über den Donau-Ilz-Radweg und entlang des Hühnerbachs durch Mischwälder und kleine Weiler. Wem diese Eindrücke immer noch nicht reichen, soll sich auf der Fitnessstrecke mit knapp 400 Höhenmetern austoben können.

Fazit: dem Trend folgen Letztes Jahr fanden die 24 Stunden von Bayern in der Region um Füssen statt. Dieses Jahr geht es an‘s andere Ende des Freistaates, in den Landkreis Passau. Das Programm klingt vielversprechend und vor allem abwechslungsreich. Historisches liegt generell im Trend, somit wird das Thema ein breites Publikum ansprechen. Wie gelungen die Mischung aus Historie, Kultur und Natur geworden ist, wird sich am 28. Juni zeigen. ◆

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Foto: JesterWr (Wikimedia)

Pullman City: die Westernstadt mitten in Bayern. Cowboys und Indianer bieten hier das ganze Jahr über ein wildes Showprogramm.

Outside Storytelling - 24 Stunden von Bayern  

Vorbericht zu den "24 Stunden von Bayern".

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